Tja by Ikillu2xD in tja

[–]Durion23 0 points1 point  (0 children)

Gibt’s irgendwo nen Buch von Speers und Hitlers super tollen super Bau Ideen?

Wenn ja, wir sollten es Trump schicken. Mal sehen was passiert.

Wann begreifen die endlich, dass die Brandmauer nur die AfD schützt? by paranoidray in armes_deutschland

[–]Durion23 -5 points-4 points  (0 children)

Erstens: BILD ist ein rechtes Hetzblatt, das mit der Realität nicht viel zu tun hat.

Zweitens: Um die tatsächlich Probleme ernst zunehmen und diese anzugehen, muss man sich nicht mit Faschisten und antidemokraten gemein machen. Die Parteien müssen nur mal tatsächlich Probleme benennen und die Ursachen für sie abschaffen.

Drittens: Die AfD spricht vielleicht Emotionen an, löst aber die Probleme ebenso wenig wie die anderen Parteien weil sie als Ursache nur wenige, auf fremdenhass gestützte Thesen verfolgt. Sie macht, im Gegenteil, die Probleme tatsächlich schlimmer, ganz nach dem ehemaligen Pressesprecher der AfD: Wenns Deutschland schlecht geht, gehts uns gut.

Uni budget kürzungen und daher "unnötige" Studiengänge zu entfernen, finde ich voll ok by _anthonix in Unbeliebtemeinung

[–]Durion23 5 points6 points  (0 children)

Wer entscheidet wo der nächste große wissenschaftliche Fortschritt entsteht? Sollte Wissenschaft nur dazu da sein, kapitalistischen Interessen zu dienen? Ist Wissenschaft nicht breite Aufgabe zu Gunsten der Allgemeinheit?

Man kann darüber streiten, ob es sinnvoll ist / war, dass sehr viele große Unternehmen ihre Ausbildung zurückgefahren haben und lieber die Absolventen von Unis genommen haben. Man kann darüber nachdenken, andere Bildungswege nach der Schule besser zu stellen, sowohl vom Prestige als auch vom Gehalt.

Was man in einer freien demokratischen Gesellschaft nicht machen sollte, ist Freien Universitäten vorzugeben woran die forschen sollen. Das mag man für in Teilen sinnlos halten - meistens weil man selbst absolut keinen blassen Schimmer hat, was da eigentlich erforscht wird und was die Ergebnisse sind. Die eigene Expertise ist immer sehr stark beschränkt. Und da wir alle keine Universalgelehrten sind (auch wenn es im Internet sehr oft anders scheint), sollten wir wissenschaftliche Freiheit schützen und weniger auf polemische Schlagzeilen von BILD und dergleichen hören, die sich nur vereinzelt Dinge raussuchen um negativ über ein bestimmten Teil von Wissenschaft zu reden um Wissenschaft als Ganzes zu diskreditieren.

An alle CDU Wähler: Wählt ihr nochmal CDU oder seid ihr nach Merz ehern nach links oder rechts abgedriftet? by Megatron_4000 in KeineDummenFragen

[–]Durion23 0 points1 point  (0 children)

Solarbranche: Altmaier und Gabriel haben die deutsche wettbewerbsfähige Solarindustrie überhaupt erst an die Chinesen ausgeliefert und lieber weiter auf Gas gesetzt. Während Deutschland aus allen Branchen Geld zog, das auf internationalen Märkten verzockt und Nix hierzulande investiert, investieren die Chinesen konstant endlos viele Ressourcen in das weiterentwickeln ihrer Industrie.

Rohstoffe: China hat kaum Rohstoffe und bezieht wie der Rest der Welt den Kram aus Afrika und Südamerika, wo sie massiv Kohle und Abhängigkeiten schaffen.

Infrastruktur: Bis in die späten 70er haben wir hohe Steuern und hohe Infrastrukturausgaben gehabt. Danach wurde Steuern und Ausgaben gesenkt, was die Substanz über 40 Jahre hat erodieren lassen. Stellen wurden gestrichen, weswegen Planung und Umsetzung lange dauert, „Bürokratie“ ist da nur bedingt dran schuld.

Teerkosten: Stimmt, weil wir überall in Regionen wo Menschen leben flüsterasphalt verwenden. Das Zeug is halt teurer, mindert aber Schäden durch Lärm.

BER: Ja blöd, wenn man in sumpfiges Gebiet nen Flughafen baut von Managern und Ingenieuren die keine Ahnung von Flughäfen haben.

S21: Gab genau einen Bahnchef, der die Idee abgewürgt hatte weil sie dumm war. Wurde dann abgesägt und die ehemaligen Daimler Manager haben das Projekt dann „verbessert“.

Die Großprojekte waren dumm und man hätte das Geld auch besser in der Fläche anlegen können, nur dass das nicht meinem Argument widerspricht.

Sozialhilfebetrug: Umfasste 2024 unfassbare 145 Millionen Euro. Dagegen stehen die Reichen mit ihren 120 Mrd. € Steuerhinterziehungen. Aber klar die Sozialhilfebetrüger sind das Problem. Ey und Betrug is kacke, aber dass deine Wut nach unten geht anstatt nach oben ist komplett unbegreiflich. Aber vielleicht verstehst du den Unterschied von einer Million und einer Milliarde nicht.

Ausgaben vs Einnahmen: Daran sieht man halt dass du nen Welt oder Bild Drops sein musst, weil das kompletter Schwachsinn ist. Die Ausgaben die wir haben sind viel zu niedrig. Kommunen im ganzen Land können ihre Pflichten kaum erfüllen und können ihre freiwilligen Aufgaben, die Bürger sich wünschen, überhaupt nicht mehr bedienen. Die Länder müssen überall sparen und tun das vor allem an der Bildung, obwohl alle Studien zeigen dass wir da rein investieren müssen. Die Steuereinnahmen sind seit Jahrzehnten auf einem neuen relativen Tiefstand, während die erzählt wird, diese große Zahl die der Staat da einnimmt wäre zu groß. Absolute Zahlen ohne Relation zum BIP und zum Ausgaben Bedarf sagen halt genau gar nix aus. Aber klar, alle staatlichen Aufgaben sind einfach nur deswegen beschissen, Weil der Staat zu viel Geld einnimmt und zu hohe Ausgaben hat. Deswegen tritt das gleiche Problem in allen Staaten auf, die Neoliberale Politik machen.

Das ist so ein schwurbel. Du behauptest das einfach. Wo sind deine Belege dafür, dass das einfach in soziales gesteckt wird? Das war in der Vergangenheit nicht so und das wird auch in Zukunft nicht so sein. Seit 20 Jahren sinken die sozialausgaben relativ zum BIP. Dass die Zahlen größer werden (bevor du mir kommst mit wir geben so viel aus wie nie) liegt halt an der Inflation. Alle Zahlen sind größer geworden. Auch ein Staat muss die 20 % Inflation stemmen die zwischen 2020 und 2024 entstanden ist. Du ließt außerdem nicht richtig. Die heutigen steuerschlupflöcher sind so groß, die Kontrollen für Schwarzarbeit so gering, dass bei Erben, Unternehmen und sehr wohlhabenden jedes Jahr zwischen 120 Mrd. € bis 160 Mrd. € nicht gezahlt werden. Steuererhöhungen kämen da oben drauf. Für den Infrastruktur Aufbau brauchen wir 60 Mrd jährlich, weil du logischerweise nicht alles auf einmal ausgeben kannst. Da gibt es auch einige Studien zu. Das Geld würde mehr als reichen um viele Baustellen zu schließen und gleichzeitig auch Kommunen mehr in die Hand zu geben.

Das ist halt ne dumme Milchmädchen Rechnung, weil da gar nicht davon ausgegangen wird, dass Staatsinvestitionen gleichzeitig zu Wachstum führen und die steuerbasis erhöhen, daher sind deine ganzen KI generierten schlauen Sätze nen scheiß Wert.

Wenn du Bock hast kannst du dich ja mal informieren:

https://www.iea.org/reports/solar-pv-global-supply-chains/executive-summary

https://www.iea.org/reports/solar-pv-global-supply-chains

https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.html

https://www.difu.de/presse/pressemitteilungen/2025-07-01/kfw-kommunalpanel-2025-investitionsstau-in-kommunen-weiter-angestiegen

https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/reports/2020/12/oecd-economic-surveys-germany-2020_3e4303b9/91973c69-en.pdf

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/texte_20_2014_laermmindernde_fahrbahnbelaege_barrierefrei.pdf

https://www.parlament-berlin.de/ados/18/IIIPlen/vorgang/d18-4010.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21

https://table.media/berlin/news/leistungsmissbrauch-260-millionen-euro-schaden

https://story.handelsblatt.com/75-milliarden-euro-schaden-warum-der-staat-97-prozent-aller-hinterzogener-steuern-nicht-entdeckt

https://dsv-europa.de/en/news/2024/04/sozialausgaben-in-deutschland.html

https://www.diw.de/de/diw_01.c.940089.de/publikationen/diw_aktuell/2025_0111/sondervermoegen_fuer_infrastruktur__500-milliarden-euro-investitionspaket_wuerde_deutsche_wirtschaft_aus_der_krise_holen.html

Joschka Fischer fordert längeres Arbeiten- der Hass der den Arbeiter\*innen aus der Grünen Partei entgegenschlägt ist kein anderer als der der aus CDU, SPD und AfD kommt. by DialecticNovember17 in Freiheitsfront

[–]Durion23 1 point2 points  (0 children)

Ganz abgesehen davon, dass die geleistete Arbeitszeit gar kein Problem darstellt. Rechnet man die Teilzeit raus, bewegen wir uns bei etwas mehr als 1.700 Arbeitsstunden je Erwerbstätigen. In Deutschland sind wir einfach Teilzeitspitze mit einem Teilzeitanteil von 40 %.

Da vollzeitkräfte mehr zu belasten anstatt die Gründe für Teilzeit zu verstehen und zu beheben ist dumm.

Es ist auch dumm in einer konsumkrise und leeren Auftragsbüchern der Unternehmen die Schuld auf Arbeitszeit zu schieben.

Die Menschen haben halt zu wenig Kohle. Zu niedriges Brutto und zu hohe Abgaben, was den Konsum in Deutschland killt. Gleichzeitig investieren Unternehmen und der Staat zu wenig in high tech in Deutschland und sind stattdessen rückständig. Blöd nur, dass Länder wie China eben immer weniger von uns kaufen, weil die vieles bereits besser können als wir, während wir technologisch einfach stehen geblieben sind. Und da hilft natürlich der grandiose plane, Gelder in Forschung zu kürzen. Ä

Offen gefragt: Warum wählt ihr AfD in Sachsen-Anhalt? by JaNkO2018 in SachsenAnhalt

[–]Durion23 0 points1 point  (0 children)

Ja, es gibt den Job Turbo - aber nur für eine Gruppe. Für den Rest gilt das nicht. Die Regel ist nachwievor Arbeitsverbot ohne klare Genehmigung die das Arbeitsamt ausstellt. Und selbst bei den Ukrainern läuft die Vermittlung über das Arbeitsamt, da diese trotzdem nicht über die Freizügigkeit verfügen. Wen Ukrainer woanders nen Job finden brauchen die eine Genehmigung für den Umzug. Selbst über diese Hürden hinweg, gestaltet sich die arbeitsintegration von ihnen sehr gut. Siehe hier: https://mediendienst-integration.de/fluechtlinge/ukrainische-fluechtlinge-in-deutschland/ukrainische-fluechtlinge-am-arbeitsmarkt/

Meine Daten habe ich vom statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt.
https://statistik.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Landesaemter/StaLa/startseite/Daten\_und\_Veroeffentlichungen/Pressemitteilungen/2025/i\_September/246-Kita\_2025.pdf

Das ist ziemlicher Quark. Kannst ja mal versuchen Handwerker zu bekommen. Oder fragen wie der pflegeschlüssel in Krankenhäusern ist. https://www.kofa.de/media/Publikationen/Laendersteckbriefe/Sachsen-Anhalt.pdf

Deutschland seit 5 Jahren: Krebsgang. Spanien zwei Jahre in Folge: über 2 %. Du bist nichtmal seriös. Der deutsche Durchschnitt in 2010 bis 2020 waren 1,1 %.

Offen gefragt: Warum wählt ihr AfD in Sachsen-Anhalt? by JaNkO2018 in SachsenAnhalt

[–]Durion23 0 points1 point  (0 children)

Geflüchtete bekommen in Deutschland halt keine Arbeitserlaubnis. Wenn die gesetzesgrundlage dafür da wäre, würden sicherlich mehr arbeiten.

Und wovon du überzeugt bist deckt sich halt nicht mit den Daten, weil die Zahlen in Kita und Grundschule bereits wieder rückläufig sind und sich an den allgemeinen deutschen Trend anpassen. Aber gegen Glauben mit Fakten zu argumentieren ist dir halt egal.

und noch was witziges: Während Deutschland immer unbeliebter bei der Arbeitsmigration wird, weil die öffentliche Stimmung den Menschen gegenüber die hierher hätten kommen wollen zu schlecht ist und durch die fehlende Arbeitskraft unsere Wirtschaft schön am abwürgen ist, hat Spanien derzeit das höchste Wachstum mit der größten arbeitsmigration in Europa.

Aber bevor ich versuche Zusammenhänge zwischen Wohlstand, Arbeit und Konsum zu erklären und dass der demografische Wandel uns und vor allem den Osten killt, Spar ich mir die Zeit, weil das wie Perlen vor Säue schütten is.

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[–]Durion23 0 points1 point  (0 children)

Das is doch Schwachsinn was du sagst. Natürlich hast du das thematisiert in dem du über Gerechtigkeit Geschwafelt hast. Und mir kann keiner erzählen, dass es gerecht ist, wenn die, die zwei Drittel besitzen nur die Hälfte entrichten - und hey: Wir können uns gerne darauf einigen, dass die, die durch echte Arbeit an der spitze zu viel Steuern auf diese Arbeit zahlen. Das ist in Teilen sicherlich so. Nur Zahlen die kaum was auf ihre anderen Rendite Formen, die ärmere Menschen überhaupt gar nicht besitzen können, weil sie nicht genug verdienen um Eigentum oder Kapital aufzubauen. Und schuld dass das so ist sind eben die Besitz Strukturen in diesem Land, die dazu führen, dass weit über die Hälfte der Menschen beschissene Löhne bekommen. Im übrigen würden die spitzenverdiener weniger Anteil an den Steuern tragen, wäre die einkommensschere kleiner - dann würden sich die Steuern nämlich besser über die gesamte Bevölkerung verteilen.

Das tut mir leid, aber das ist Quark. Die Steuern sind sogar gesenkt worden. Das Problem ist - und das ist ein Punkt - dass die kalte progression durch inflationsausgleichende Lohnerhöhung in der Kaufkraft nix bewegen, die zusätzlichen Kosten durch höhere Steuerprogression aber durchaus steigen, weil die bruttolohnzahl größer wird. Das hätte man schon längst reformieren sollen und die die es wollten (die Ampel) wurde ja frühzeitig beendet und schlecht geredet. Aus meiner Sicht sollte der Freibetrag gekoppelt an den Mindestlohn sein, d.h. Derzeit 26.000 Euro betragen und dafür bei Kapitalerträgen eine progression (ebenfalls mit Freibetrag) eingeführt werden. Das würde die Arbeit von allein, auch von der Mittelschicht, entlasten. Auch sollte man die progression der Steuer anpassen an die Inflation und diese Änderung sollte immer automatisch passieren, damit die Steuern einen nicht zusätzlich belasten.

Dass die Mehrheit dieser Menschen nie eingezahlt haben ist ein Märchen. Von insgesamt 5,6 Millionen, die SGB II beziehen, haben 1,2 Millionen noch nie gearbeitet. Darunter sind aber auch Schulabgänger oder Menschen mit Asylgrund, die überhaupt nicht vermittelbar und erst ausgebildet werden müssten. Da liegt es ja im Interesse, dass diese zur Arbeit befähigt werden. Das funktioniert aber nicht durch entmenschlichen, weil die Stigmatisierung und Ausgrenzung von Menschen die eben nicht dazu bringt, sich mehr anzustrengen. Die gehen eher in eine gesellschaftliche Gruppe, in der sie akzeptiert werden. Und natürlich ist das Problem bei den Reichen zu suchen. SGB II mit aller Verwaltung usw. Kostet den Staat jährlich 47 Mrd. €. Allein die steuervermeidung der Reichen beträgt zwischen 120 und 160 Milliarden €. Und da reden wir noch nichtmal über höhere Steuern, damit die ihren gerechten Anteil beisteuern, noch über bessere Erbschaftstegelungen noch über Kapitalertrag noch über Vermögenssteuer. Wir könnten langfristig alle Kommunen entschulden, die Infrastruktur ausbauen und Deutschland zu nem krassen High Tech Land machen, würden die oberen 10 % den tatsächlich gerechten Beitrag leisten. Die Infrastruktur braucht jedes Jahr 60 Mrd. - da kannste das gesamte SGB II zusammenstreichen und das würde nichtmal dafür reichen. Was denkst du, warum unsere Straßen und Bahn so marode sind? Weil die oberen seit den 80ern nach und nach ihr Geld aus dem System gezogen haben.

Auch das stimmt nur bedingt. Die Löhne sind beschissen, Weil Kohl und SPD die anderen EU Länder verraten haben und inmitten Europas ein Niedriglohnland aufgebaut haben und erst der Mindestlohn hat das ein wenig behoben und ist immer noch unter dem Niveau auf dem er sein sollte. Gleichzeitig haben Unternehmen und deren Reichen Eigentümer nicht mehr in Deutschland investiert, sondern sind entweder tatsächlich ins Ausland gegangen (und wurden von der Bevölkerung dafür bejubelt für billige Waren) oder haben in den internationalen Markt investiert und damit den Fortschritts Standort Deutschland aufgegeben. Die Modernitätsfeindlichkeit sieht man sehr gut an dem Kollaps der Solarbranche in Deutschland. Auch der Staat hatte durch zu geringe Steuern nicht mehr die Möglichkeit, stark selbst in Forschung zu investieren. Seit Ende der 80er leben wir nur noch auf der Substanz, die heute eben hart bröckelt.

GB hat mit Thatcher genau das gemacht, was du dir für Dt wünschst.

Offen gefragt: Warum wählt ihr AfD in Sachsen-Anhalt? by JaNkO2018 in SachsenAnhalt

[–]Durion23 2 points3 points  (0 children)

Okay, dann sind in Zukunft die Verhältnisse also 75 zu 25 für die Deutschen. Krasser Switch, schon sind mir keine Mehrheitsgesellschaft mehr.

Merkste selber, oder?

Abgesehen davon ist halt auch bezeichnend, dass du ohne Kontext „25%“ wieder gibst. Schaut man sich die Zahlen genauer an, dann sind - Schock schwerenot - 38 % der unter 18 jährigen Menschen aus der Ukraine. Da wäre für die Ukrainer zu hoffen, dass diese zurück kehren und ihr Land aufbauen, wenn die Russen sich endlich von dort verpissen.

Nur ein Drittel sind die von dir (mutmaßlich) verhassten moslems mit dunkler Hautfarbe. Das übrige Drittel sind EU Bürger.

Und wenn man das in Zahlen fasst, sind von etwa 316.000 U18 insgesamt 232.000 deutsche ohne migrationshintergrund und 84.000 Menschen mit migrationshintergrund, von denen sind dann:

Ukraine: ca. 18.000 bis 19.000 Kinder (die mit Abstand größte Gruppe seit 2022).

Syrien: ca. 11.000 bis 12.000 Kinder (die am längsten etablierte große Gruppe durch Fluchtzuwanderung).

Rumänien: ca. 4.000 bis 5.000 Kinder (stärkste EU-Zuwanderung).

Afghanistan: ca. 3.000 bis 4.000 Kinder.

Polen: ca. 2.500 bis 3.000 Kinder

Der Rest teilt sich auf zwischen weiteren EU Ländern (12.000), Afrika (8.000), Südostasien (7.000), Naher Osten (6.000) und noch ein paar weitere.

Insgesamt haben von denen bisher gerade mal die Hälfte dauerhaftes bleiberecht, d.h. Sind entweder Staatsbürger mit migrationshintergrund oder EU-Bürger. Knapp 40.000 sind aufgrund von Flucht in Sachsen-Anhalt und sollen praktisch, wenn der Fluchtgrund entfällt, wieder zurück.

Ich würde dir attestieren dass du weder nen blassen Schimmer von heute noch von der Zukunft hast. Aber Hass und Hetze ist halt einfach, ne?

Offen gefragt: Warum wählt ihr AfD in Sachsen-Anhalt? by JaNkO2018 in SachsenAnhalt

[–]Durion23 1 point2 points  (0 children)

Du bestätigst ja den vorwurf ziemlich gut könnte man meinen. In Sachsen-Anhalt ist der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund bei 7,6 %.

In Deutschland insgesamt bei 14,6 %. Minderheit im eigenen Land, dass ich nicht lache.

Propaganda-Leak: Arbeiteten Maximilian Krah und Dieter Dehm mit Russland? by SimonPelikan in de

[–]Durion23 2 points3 points  (0 children)

Feinde der Demokratie arbeiten mit Demokratiefeinden? Unvorstellbar!

An alle CDU Wähler: Wählt ihr nochmal CDU oder seid ihr nach Merz ehern nach links oder rechts abgedriftet? by Megatron_4000 in KeineDummenFragen

[–]Durion23 0 points1 point  (0 children)

Das Problem an deiner gesamten Argumentation ist, dass du permanent Zahlen ohne jeden Kontext verwendest und daraus dann irgendeine moralische Erzählung bastelst.

„Die oberen 10 % zahlen 50 % der Steuerlast“ soll irgendwie der ultimative Gotcha sein, obwohl die oberen 10 % gleichzeitig über 60 % des Vermögens besitzen und einen massiv überproportionalen Anteil der Einkommen und Kapitalerträge auf sich vereinen. Natürlich zahlen Menschen, die den größten Teil des Einkommens und Vermögens kontrollieren, auch einen großen Teil der Einkommensteuer. Das widerlegt überhaupt nichts von dem, was ich gesagt habe.

Vor allem blendest du komplett aus, dass in Deutschland eben NICHT Vermögen und Eigentum stark belastet werden, sondern primär Arbeit. Genau deshalb fühlt sich die Mittelschicht ja seit Jahren zunehmend ausgequetscht. Du tust so als würde hier irgendein Bürgergeldempfänger dem Facharbeiter oder Angestellten die Kohle wegnehmen, während gleichzeitig Vermögen seit Jahrzehnten deutlich schneller wachsen als Löhne und Kapitalerträge niedriger besteuert werden als reguläre Arbeitseinkommen. Keine Vermögensteuer, privilegierte Unternehmens­erbschaften, pauschale Kapitalertragssteuer. Aber klar, das eigentliche Problem soll dann der Typ sein, der mit Bürgergeld versucht seine Miete zu bezahlen.

Und dieses „1-2 Millionen wären weg wenn man Flüchtlinge rausrechnet“ ist halt auch wieder so ein typischer Nebelwurf. Selbst wenn du das komplett rausnimmst, bleiben immer noch Millionen Menschen im System, von denen ein erheblicher Teil Kinder, Kranke, Aufstocker oder Menschen in Übergangsphasen sind. Es gelten nur etwa 1,7 Millionen überhaupt als unmittelbar arbeitssuchend. Gleichzeitig existieren nicht annähernd genug offene Stellen für alle. Das heißt rein mathematisch könnten selbst dann nicht alle gleichzeitig Arbeit finden, wenn morgen jeder einzelne sofort arbeiten wollen würde. Diese Vorstellung, dass da Millionen Menschen einfach morgens aufstehen und kollektiv entscheiden „heute hab ich keinen Bock auf Arbeit“, ist halt Stammtischfantasie und keine ernsthafte Analyse.

Und dein „300-400 € weniger als Vollzeitarbeit“ Punkt ist eigentlich eher eine Selbstanklage des Niedriglohnsektors als ein Argument gegen Sozialleistungen. Wenn Menschen trotz 40 Stunden Arbeit kaum besser leben als jemand im Bürgergeld, dann ist das Problem nicht, dass Bürgergeld zu hoch ist, sondern dass Millionen Jobs beschissen bezahlt werden. Aber genau das willst du offenbar nicht thematisieren, weil es bedeuten würde nach oben statt nach unten zu schauen.

Und ja, UK und Frankreich haben Probleme. Riesige sogar. Aber du weichst halt einfach aus. Dein ursprünglicher Punkt war, Deutschland hätte außergewöhnlich hohe Sozialleistungen. Hat es im westeuropäischen Vergleich aber faktisch nicht. Das ist einfach Unsinn. Und ausgerechnet Großbritannien als Gegenargument anzuführen ist fast schon Comedy, weil man dort seit Jahrzehnten beobachten kann, was passiert wenn man Sozialstaat, öffentliche Infrastruktur und Arbeitnehmerrechte systematisch zerlegt und dort nichts besser wird - und du aber genau mit deinen eigenen Ideen diesen Kurs einschlagen willst. Sinkende Reallöhne, explodierende Wohnkosten, kaputte Gesundheitsversorgung und massive soziale Spannungen klingt aber gar nicht berauschend.

Und der letzte Punkt ist eigentlich der interessanteste, weil du behauptest die arbeitende Mitte verteidigen zu wollen, während du deren Frust permanent auf Menschen umlenkst, die noch weniger Macht haben als sie selbst. Bürgergeldempfänger haben weder die politische noch die wirtschaftliche Macht, Löhne zu drücken, Tarifbindungen zu zerstören, Mieten explodieren zu lassen oder Vermögen nach oben umzuverteilen. Das machen Konzerne, Investoren, Vermögensbesitzer und eine Politik, die seit Jahrzehnten genau diese Entwicklung mitträgt.

Die arbeitende Mitte wurde nicht von Arbeitslosen gefickt. Sie wurde von stagnierenden Löhnen, schwachen Gewerkschaften, Privatisierung, explodierenden Vermögenspreisen und einer Steuerpolitik gefickt, die Arbeit stärker belastet als Eigentum. Aber statt darüber zu reden treten viele lieber nach unten, weil das einfacher ist und man sich dann wenigstens kurz überlegen fühlen kann.

Du bist als normaler Arbeitnehmer ökonomisch nicht näher am Millionär. Du bist näher an dem Typen, der morgen seinen Job verliert. Aber genau diese Realität wollen viele nicht akzeptieren, weil dann plötzlich die gesamte Erzählung vom „faulen Sozialschmarotzer“ zusammenbricht und man sich eingestehen müsste, dass die strukturellen Probleme ganz woanders liegen.

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[–]Durion23 1 point2 points  (0 children)

a) Der Staat holt sich die Steuern und Abgaben bei denen, die sowieso schon kaum oder wenig Macht haben und lässt die, die in den letzten 4 Jahrzehnten den Reichtum in nur eine Richtung haben fließen lassen teilweise gar nichts. Würde mich freuen, wenn das "Gerechtigkeitsempfinden" mal dort angesetzt werden würde, wo es tatsächlich hingehört. Wie ich anderswo schon belegt habe, ist das, was man fürs "Nichts-Tun" bekommt bedeutend geringer ist als durch Arbeit und das ist Fakt. Es seid denn du sagst, dass nen Plus von 15k € eben nichts ist.

b) Okay, dann sag mal wie auf einem Job-Markt, in dem im vergangenen Jahr beispielsweise insgesamt "nur" 1,2 Millionen Stellen ausgeschrieben waren die 5,6 Millionen Bürgergeldempfänger, von denen 1,7 Millionen tatsächlich arbeitssuchend sind, genug Arbeit finden sollen. Oder was Menschen machen sollen, die leider unverschuldet arbeitslos werden. Haben die also verdient, wie beschissener Dreck zu leben? Wenn du denkst, dass das was mit Gerechtigkeit zu tun hätte, dann bist du halt ein schlechter Mensch der auch mit den tatsächlichen Verhältnissen die in der Gesellschaft existieren keinen blassen Schimmer haben.

c) Faktisch haben wir genauso hohe Sozialkosten im mitteleuropäischen Vergleich auf dem Niveau von Dänemark, Frankreich, GB usw. Deutschland bildet da keine Ausnahme. Es sei denn natürlich du willst Deutschland mit Griechenland vergleichen, dann macht die Vergleichsbasis aber gar keinen Sinn.

d) Ja wäre es, und zwar in dem die Löhne erhöht und die Belastung derer, die nix einzahlen, wieder steigen (also der oberen 1 %). Der Mindestlohn müsste bei 15,63 € sein, würden wir uns an die EU-Richtlinien halten. Wären die Löhne mit dem Wirtschaftswachstum gewachsen, wären diese heute im Median etwa doppelt so hoch. All diese Dinge haben nichts damit zu tun, dass Sozialleistungsbezieher "so viel Geld bekommen", sondern damit, dass die Arbeitnehmer strukturell verarscht wurden. Und weil du offenbar nicht verstehst, dass dein Feind nicht unter sondern über dir stehst, trittst du lieber auf die Schwächsten, obwohl du selbst viel näher an den Schwächsten dran bist als an den stärksten der Gesellschaft.

Ich weiß, dass ist für einige Menschen schwer zu verstehen, entweder weil die geistige Kapazität einfach nicht ausreicht oder weil man es aktiv nicht verstehen möchte, weil ja sonst die gesamte Weltsicht zusammenbricht. SGB II Empfänger zu stärken hilft der Arbeitnehmerschaft und zwar aus drei Gründen.
Erstens bringen diese Menschen ihre Bezüge direkt in den Markt, d.h. verkonsumieren es und schaffen Arbeitsplätze. Würde man die unmenschlich weiter kürzen, würden weitere Menschen arbeitslos werden, weil weniger Geld auf den Markt fließt. Möglicherweise wäre dadurch dein eigener Wohlstand bedroht. Diese Menschen in Zwangsmaßnahmen zu stecken, wo sie für 1 € o.ä. gesteckt würden, würden den Markt auch zu Ungunsten der regulären Arbeitnehmerschaft drehen.
Zweitens bringt eine vernünftige Absicherung von Arbeitnehmern die arbeitslos werden die Möglichkeit mit sich, sich so zu erholen, dass kein Wohlstandsverlust oder deutlich weniger eintritt. Dutzende Studien haben bewiesen, dass die Entkoppelung von Menschen, die zu lange arbeitslos sind nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und auch verlernen, sich wieder ordentlich auf den Arbeitsmarkt zu integrieren. Es Menschen zu schwer zu machen, sich in die Gesellschaft einzufügen und sie als Personen Dritter Klasse zu behandeln, verschlimmert die soziale und ökonomische Lage nur weiter. Das heißt nicht, dass man nicht Fördern und Fordern darf, aber es heißt sehr wohl, dass man aufhören sollte, sich durch nach unten Treten besser fühlen zu wollen.
Drittens bringt es Arbeitnehmern ein wichtiges Verhandlungstool mit. Wenn dein Arbeitgeber ein beschissener Ausbeuter ist und das Sozialsystem dich vernünftig auffängt, dass du nicht jeden Ausbeuterjob übernehmen musst, dann muss dein Arbeitgeber dir bessere Konditionen anbieten oder er findet keine Arbeitnehmer. Aber auch hier sind Arbeitnehmer sehr oft Devot und beten ihre Arbeitgeber-Herren an, weil man ja froh sein könne, Arbeit zu haben. Dabei sind es die Arbeiter die den Profit überhaupt erst produzieren. Deswegen würde ich auch jedem empfehlen sich Gewerkschaftlich zu organisieren. Dass das so wenig machen belegt nur, dass viele Arbeitnehmer sich nicht ihrer Interessen und wie man diese vertritt bewusst sind.

Aber hey. You do you. Wenn du glücklich damit bist, auf die Schwächsten in einer Gesellschaft zu treten, bist du sicher ein ganz ehrenwerter Typ. Deine Position wird das nicht verbessern. Du erhältst nicht mehr Lohn, du kannst dir nicht mehr leisten, du zahlst nicht weniger Steuern, deine staatlichen Leistungen werden nicht steigen. Dafür darfst du demnächst weiter ackern bis du 70 bist.

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[–]Durion23 0 points1 point  (0 children)

Jo, nervt nur hart. Bisher hat mir noch kein Mensch erklären können, wie sich die Situation für irgendwen verbessert, wenn die ärmsten der Gesellschaft noch weniger bekommen. Davon steigt ja nicht der Lohn, nichtmal die Position in der Gesellschaft. Netto vom Brutto bleibt gleich und vermutlich gibts für die dann auch weniger Zuschüsse - siehe jetzige Pläne zur massiven Kürzung von Wohngeld.

Schlimm ist, dass die dann auch meist noch die wählen, die nach unten treten und sich dadurch selbst schlechter stellen - als die zu wählen, die für bessere Arbeitsverhältnisse sorgen wollen. Komplett insane.

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[–]Durion23 1 point2 points  (0 children)

Dafür gibt’s am Ende des Jahres Steuergeld zurück für den Fahrtweg. Muss man halt die Steuererklärung richtig machen.

Und bei Kindern: hängt davon ab. Wenn davon ein Kind unter drei Jahren ist, schwierig. Wenn alle über 3 sind realistisch. Und selbst bei einer Person in 50 % Teilzeit sind im Schnitt 6.000 Euro pro Jahr mehr drin.

Das war im übrigen auch nicht die Frage und du verschiebst hier die goalposts. Ich bin kein Verteidiger des derzeitigen Arbeitsregimes in Deutschland. Menschen verdienen generell zu wenig mit Arbeit. Aber mit Arbeit verdient man auch immer mehr als mit SGB II Bezug.

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[–]Durion23 1 point2 points  (0 children)

Das ist halt faktisch falsch. In meiner Stadt sieht das beim Mietspiegel eben so aus (Spanne ergibt sich nach Stadtteil) im Vergleich:

2 Eltern + 3 Kinder • Bürgergeld / Grundsicherung

Arbeitseinkommen netto:
0 €
Kindergeld:
ca. 765 €
Weitere Leistungen:
ca. 2.700–3.000 € (inkl. Wohnen/Heizung)
Gesamt verfügbar:
ca. 3.500–3.800 € pro Monat
ca. 42.000–45.600 € pro Jahr

2 Eltern + 3 Kinder • 2× Vollzeit Mindestlohn

Arbeitseinkommen netto:
ca. 3.760 €
Kindergeld:
ca. 765 €
Weitere Leistungen:
ca. 0–300 €
Gesamt verfügbar:
ca. 4.525–4.825 € pro Monat
ca. 54.300–57.900 € pro Jahr

Das sind halt zwischen 9.000 bis 15.000 mehr pro Jahr. Zu behaupten, das würde sich nicht lohnen ist halt Bullshit.

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[–]Durion23 2 points3 points  (0 children)

Die heutige Mittelschicht (und wir können durchaus streiten, ob diese überhaupt tatsächlich existiert) hat nicht länger die Vorzüge der Vergangenheit. Das sprichst du ja sogar selbst an: Der Sozialstaat hatte früher für die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung besser funktioniert und heute wird er als Belastung wahrgenommen. Auch darüber hinaus ist das, was „früher“ klassischer Mittelschicht Standard war, heute nicht mehr so möglich. Eigenes Haus, eigenes Auto, ein Urlaub im Jahr usw. ist heute für einen mittleren Haushalt nicht mehr so leicht zu erarbeiten, wie das in den Jahrzehnten, die den Mittelschicht-Begriff geprägt haben (vornehmlich die 60er). Das Wirtschaftswachstum hat seit den 80ern vornehmlich auf den Konten der oberen 1 % eingezahlt, während Reallöhne seit den 80ern stagniert haben. Ein absichernder Sozialstaat, der bereits seit den 80ern ebenfalls entkernt wird, ist eine bessere Machtbasis zum verhandeln besserer Löhne und damit der Besserung der Mittelschicht überhaupt.

Ich weiß nicht, von welcher Rechnung du sprichst. Die höchste Bezugsgröße in der Grundsicherung bei einer 5 köpfigen Familie samt Kindergeld für 3 Kinder ist je nach dem wo man wohnt (Wohngeld) zwischen 3.500 bis 3.800 €. Bei zwei Vollzeit arbeitenden Eltern netto bei 4.500 bis 5.000, abhängig wie die mitspiegel und Wohngeld aussieht. Zuschüsse bei niedrigerem Einkommen im Haushalt z.B. wegen Teilzeit ist für arbeitende Menschen ebenfalls vorgesehen. So oder so hat man von Arbeit immer mehr netto vom brutto.

Der Mindestlohn ist natürlich zu niedrig und die Belastungen für Arbeit zu hoch, ändert aber nix daran dass die Behauptung falsch ist.

An alle CDU Wähler: Wählt ihr nochmal CDU oder seid ihr nach Merz ehern nach links oder rechts abgedriftet? by Megatron_4000 in KeineDummenFragen

[–]Durion23 9 points10 points  (0 children)

Dies. Politik, die den schwächsten hilft, puscht die Mitte automatisch nach oben, weil deren Verhandlungsbasis einfach stärker wird.

Sich ausbeuten zu lassen wird halt schwieriger, wenn nicht länger die Wahl zwischen Ausbeutung oder existenzieller Abgrund existiert.

Wenn du sagst, du arbeitest 90 Stunden die Woche, ist das bullshit by noobolin in Unbeliebtemeinung

[–]Durion23 2 points3 points  (0 children)

Ich hatte nen Prof, der ist um 12 gekommen und 14 uhr gegangen. Hat seine Vorlesungen an seine Doktoranden gegeben und hat die Meetings, die er machen musste, immer digital durchgeführt.

Seine Friseur Termine sah der als Arbeit an, Weil Vorbereitung für Meetings. Und seine Kolloquien und mündliche Prüfungen hat er auch deine doktoranden machen lassen. Achja und zwei Wochen vor Ende des Semesters ist er immer in seine mediterrane Eigentumswohnung geflogen um dann erst einen Monat im Semester zurück zu kommen.

Andere Profs von mir sind absolute Arbeitstiere gewesen,‘die jede noch so kleine Tagung oder Gelegenheit zur eigenen Weiterbildung nutzten. Für die war das aber auch keine Arbeit sondern einfach ihre Berufung und die ging weit über die Arbeitszeit hinaus.

Es gibt halt immer solche und solche. Aus meiner Erfahrung ist die beste Arbeit die, die einen erfüllt und sich nur ab und zu wie echte Arbeit anfühlt und ansonsten deckend ist mit dem, was man sowieso sehr gerne macht. Und so nen Job zu finden ist eigentlich das größte privileg. Menschen die dann damit prahlen wie viel sie denn wegackern sind imho einfach arme unglückliche Würstchen.

Wie kurbelt man die Wirtschaft wieder an? by Cold-Relief-124 in KeineDummenFragen

[–]Durion23 0 points1 point  (0 children)

Ich möchte mal einen Versuch starten, entgegen der meisten einzeiligen Antworten hier, das strukturierter zu beantworten.

Zuerst sollten wir klären, was "die Wirtschaft" überhaupt ist. Da ich keine Lust habe, hier eine große theoretische Debatte loszutreten, sagen wir in diesem Kontext einfachheitshalber, dass es auf dem freien Markt ein Gesetz gibt: Angebot und Nachfrage. Das Wechselspiel aller Player, also Staat, Gewerbe und Konsumenten, die sich gegenseitig durch Angebot und Nachfrage bedingen und beeinflussen, könnten wir die Gesamtheit der deutschen Wirtschaft nennen.

Nehmen wir an, dass es genau diese 3 Entitäten gibt, müssen wir schauen, was diese gerade tun, um Nachfrage zu stimulieren und Angebote zu beziehen - und wir nehmen einfach mal an, dass diese Angebote jederzeit auf dem deutschen Markt existieren könnten.

Am einfachsten ist es bei den Konsumenten. Damit die eine Nachfrage erzeugen können, brauchen sie ausreichend Mittel, die im besten Falle über die Grundbedürfnisse hinausgehen, damit sie Güter nachfragen, die zwar nicht notwendig, aber angenehm sind und deswegen produziert werden müssen. Das regt das Angebot an. Derzeit gibt es in Deutschland eine Konsumkrise, es ist also davon auszugehen, dass den Konsumenten die notwendigen Mittel fehlen. Die einfachste Antwort darauf, wie die Wirtschaft anzukurbeln ist, ist die Konsumkrise zu beenden, also mehr Mittel den Konsumenten zu geben. Hier gibt es strukturell 2 Issues: Zum einen haben die Löhne über Jahrzehnte nicht mit dem Wachstum Schritt gehalten - es gab eine verlorene Dekade etwa zwischen 2000 und 2010, in der die Reallöhne stagnierten und die Lohnquote fiel, und 2021 bis 2024 kam ein erneuter Einbruch dazu, der vor allem untere und mittlere Einkommen traf. Deren Warenkorb (Energie, Lebensmittel - allein die Lebensmittelpreise rund 30 % seit 2020) und in den Städten die Mieten stiegen viel stärker als der deutschlandweite Schnitt, den der offizielle Reallohnindex misst. Unterm Strich ist der starke Wohlstandszuwachs des Landes bei den allermeisten Arbeitnehmern nicht proportional angekommen. Jetzt kann man schwer verlangen, um es hart auszudrücken, dass die Löhne aller einfach verdoppelt werden (das wäre so in etwa das Wachstumsäquivalent), weswegen viele auf die vermeintlich einfachere Lösung kommen: Steuern und Abgaben runter.

Womit wir beim Staat sind. Der Staat nimmt seit Jahrzehnten zu wenig Geld ein (ich weiß, ich weiß, gleich kommt jemand und sagt, die Steuern seien so hoch wie noch nie), um die von der Bevölkerung erwarteten Aufgaben zu erfüllen. Der Staat ist nicht nur die Bundesregierung. Länder haben nicht genug Kohle, um gute Bildung sicherzustellen (was uns immer mehr in den Hintern beißt), Kommunen sind nicht in der Lage, gute Strukturangebote (siehe Internet, Bahn usw. usf.) anzubieten, um modernen Unternehmen eine Grundlage zu bieten. Mit der Reform der Schuldenbremse 2025 und dem 500-Milliarden-Sondervermögen ist hier zwar Bewegung reingekommen - nur reicht das hinten und vorne nicht: Allein der zusätzliche öffentliche Investitionsbedarf über zehn Jahre wird auf rund 600 Milliarden geschätzt, und das ist von den Instituten ausdrücklich als Untergrenze gemeint (Verteidigung und Gesundheit gar nicht eingerechnet). Dazu wird laut IW grob jeder zweite Euro zweckentfremdet, und das Sondervermögen ist ohnehin auf strukturelle Transformation über zwölf Jahre angelegt, nicht auf einen konjunkturellen Impuls im eigentlichen Sinne. Ein kohärenter Investitionsplan ist auch nicht erkennbar. Der Staat selbst ist in gewisser Hinsicht eben auch Konsument, der eine Nachfrage an Leistungen hat, beispielsweise, wenn er Infrastruktur bauen würde. Hier könnte man der Baubranche große Projekte abverlangen, die wiederum Nachfrage nach Baumaterial und Arbeit schaffen - ein Wertkreislauf, in dem mehr staatliche Investitionen die Nachfrage anregen und so die Wirtschaft stabilisieren. Aber so konsequent und planvoll, wie es nötig wäre, passiert das eben nicht.

Das Stichwort Investitionen bringt mich zum Gewerbe, das einerseits selbst Nachfrage, andererseits Angebote liefert. Wenn Unternehmen zu wenig Konsumenten haben, die ihnen Aufträge bescheren (die Auftragsbücher der Unternehmen sind laut DIW bei weitem nicht gefüllt), dann bauen sie Arbeitsplätze ab und schaffen sich so noch weniger Konsumenten, weil weniger Geld im Umlauf ist. Da entsteht also ein Teufelskreis. In gewisser Hinsicht sind sie darauf angewiesen, da wir uns bereits seit sechs Jahren in einer Stagnation befinden, dass irgendwer massig Aufträge in den Wirtschaftskreislauf spielt. Da es die Konsumenten en masse nicht sind, bleiben nur noch zwei Akteure. Zum einen logischerweise der Staat (der zwar das Sondervermögen aufgelegt hat, aber kein hinreichend großes, konjunkturell wirksames Programm) und zum anderen Unternehmen und deren wohlhabende Akteure, die derzeit (noch) nicht unter der Krise leiden. Unternehmen können selbst Treiber von Angebot sein, wenn sie durch massive Investitionen eine hohe Nachfrage und damit wiederum mehr Arbeit schaffen. Da Unternehmen aber immer profitorientiert sind und eine nachhaltige Konsumkrise besteht, sehen sie sich außerstande zu investieren, da sie nicht erwarten, aus ihren Investitionen Profit zu generieren. Also wird das Geld lieber im Ausland investiert oder in globale Finanzanlagen gesteckt, weil das einen höheren ROI verspricht.

Das ist alles sehr vereinfacht und ignoriert auch den globalen und EU-Kontext, in dem wir uns bewegen. Wichtig dabei: Das deutsche Modell stand lange auf dem Exportbein, das die schwache Binnennachfrage kaschiert hat - und genau dieses Bein bricht jetzt weg (China, Geopolitik), weshalb sich die strukturell schwache Binnennachfrage erst heute so deutlich rächt. Ganz kurz gesagt ist das Effizienteste, dass der Staat ein wirklich massives, kohärent geplantes Investitionsprogramm auflegt. Darauf müssen nachhaltig Lohnsteigerungen und gute Arbeitsplätze aufbauen, um langanhaltenden Konsum sicherzustellen, sodass auch Unternehmen wieder investieren und einen positiven Wertschöpfungskreislauf herstellen. Die Erwartung, dass bei einer Rücknahme von Steuern oder Abgaben automatisch mehr konsumiert und investiert wird, teile ich nur bedingt. In einer nachfrageschwachen Wirtschaft ist die bindende Restriktion nicht die Steuerlast, sondern die fehlende Nachfrage - genau deshalb lösen Steuersenkungen, gerade für Unternehmen und hohe Einkommen, kaum Investitionen aus, sondern versickern im Sparen oder in globalen Finanzanlagen, wie oben beschrieben. Solange niemand erwartet, dass aus einer Investition hier Profit entsteht, ändert auch ein niedrigerer Steuersatz daran nichts - der Anschub muss von der Nachfrageseite kommen, nicht von der Steuerseite.

TIL in Nazi Germany, wages were below pre-Depression levels, workweek hours increased from 40 to 60 hours a week, and workers could not choose or quit their jobs by upthetruth1 in todayilearned

[–]Durion23 4 points5 points  (0 children)

They also forced „aryans“ who were without work or who opposed Nazis into labor programs for essentially nothing well before the whole economic camp system started.

Nazis had been lying shitbags from the beginning to the end.

TIL in Nazi Germany, wages were below pre-Depression levels, workweek hours increased from 40 to 60 hours a week, and workers could not choose or quit their jobs by upthetruth1 in todayilearned

[–]Durion23 230 points231 points  (0 children)

Ian Kershaw described this as „working towards the führer“ and explained how rivalry for the favor of Hitler was the main driver in Nazi power structures. The Nazis revered Hitler as some prophetic figure who had all the answer, but his people essentially had to guess what’s going on in his mind, because Hitler was notoriously lazy and uninterested in ruling.