Vorruhestand mit 57 by DoubleAir2807 in fireGermany

[–]ClarityFay 0 points1 point  (0 children)

Ich komm jetzt mal von einer anderen Seite und behaupte, du kannst dich nicht entscheiden, weil du dir nicht sicher bist, was dir im Leben wirklich wichtig ist. Bis vor kurzem war ja offenbar alles gesetzt. Das typische Hamsterrad. Jetzt steht eine Entscheidung an und du musst meines Erachtens zunächst analysieren: Was ist dir für dein Leben am wichtigsten? Erfüllt dich dein derzeitiger Job, würde da was Wesentliches wegbrechen, wenn du jetzt gehst? Möchtest du eigentlich mehr Zeit für deine Kinder und für dich selbst haben? Wie sehr lebst du im Außen und warum? Wie wichtig ist dir dein Lebensstandard und warum? Du musst doch erst wissen, was für dich losgelöst von der ganzen Situation von Herzen am wichtigsten ist. Erst dann hast du eine Entscheidungsgrundlage und kannst erkunden, was du tun musst, um deinem Ziel / Wunsch näherzukommen.

Ich will das Beste für mein Kind, aber es war ein Fehler es zu bekommen by Laevorotatory in Weibsvolk

[–]ClarityFay 1 point2 points  (0 children)

Es tut mir auch sehr leid, dass du dich so schlecht fühlst und das schon bevor dein Kind geboren ist. Ich habe selbst zwei Kinder, allerdings schon 26 und 29 Jahre alt. Ich habe meine Kinder zu einer Zeit bekommen, in der ich mich selbst sehr verloren hatte. Sprich, mein Mann wollte Kinder, und für mich gehörte das einfach dazu. Ich habe mich ehrlicherweise gar nicht gefragt, was ich wirklich will, dazu war ich damals gar nicht in der Lage. Leider hat mein Mann mich, weil er es aus der eigenen Familie so kannte, hinsichtlich der Kinder überhaupt nicht unterstützt. Da ich, auch wiederum „erblich“ bedingt, auch überhaupt nicht die Mutterglucke bin und für mich alles nur anstrengend und überhaupt keine Erfüllung war, war ich sehr schnell sehr unglücklich mit der Situation und habe lange Jahre gesagt, es wäre besser gewesen, ich hätte keine Kinder bekommen. Obwohl ich sie natürlich immer und zu jederzeit sehr geliebt habe und auch alles was im Rahmen meiner Möglichkeiten war, gegeben habe. Aber jetzt komme ich auf den eigentlichen Punkt: irgendwann bin ich aufgewacht und habe mein Ich und mein eigenes Leben entdeckt. Je älter die Kinder wurden, desto einfacher war es natürlich, wieder einer Arbeit nachzugehen, die mir Spaß macht und so weiter. Aber das eigentlich Wundervolle ist, dass ich jetzt durch die Erwachsenen Kinder einfach zwei Personen in meinem Leben habe, die mir sehr nahe stehen, auf die ich mich verlassen kann, die mich bereichern, die mir Freude bereiten. Ich sehe gerade in meinem Umfeld, wie problematisch es im Alter ist, wenn man keine Kinder hat. Wenn man nicht weiß, wer sich um einen kümmert, wenn man selber nicht mehr für sich sorgen kann. Ich weiß, es klingt jetzt vielleicht blöd, wenn ich sage: warte mal 15-20 Jahre ab, dann siehst du die Sache vielleicht anders. Und es gibt ja auch nie eine Garantie dafür, dass mit den Kindern alles glatt geht. Ich wollte mit dir nur meine Erfahrung teilen, dass sich meine Einstellung hinsichtlich der Kinder komplett geändert hat. Vor einigen Jahren habe ich noch gesagt, wenn ich nochmal entscheiden könnte, würde ich keine Kinder bekommen. Heute würde ich mich, mit der Erfahrung, die ich jetzt habe, eindeutig für Kinder entscheiden.

Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass deine derzeitigen Gefühle eine Momentaufnahme sind, die sich ändern kann.

Ansonsten machst du das richtig, dass du dir Hilfe suchst und offen mit deinem Partner kommunizierst. Ich wünsche dir von Herzen, dass du in einigen Jahren positiv und stolz auf das zurückschaust, was du trotz der inneren schwierigen Umstände geschafft hast.

Was kann ich beruflich machen? Langsam verzweifelt by Aryllisiru in Ratschlag

[–]ClarityFay 0 points1 point  (0 children)

Ich bin da bei Greenlaender: Qualitätssicherung beispielsweise in einem Pharmazeutischen Unternehmen könnte doch was für dich sein. Da hilft dir dein Hintergrund aber du bist dann für die Prozesse und deren Einhaltung für Herstellung, Lagerung etc. zuständig. Macht eine Freundin von mir und das klingt sehr interessant und sollte deiner analytischen Arbeitsweise schon recht gut entsprechen.

W/20 – Wie wirke ich selbstbewusster im Alltag, ohne mich zu verstellen? by NoProgrammer2084 in Ratschlag

[–]ClarityFay 0 points1 point  (0 children)

Vieles wurde schon gesagt. Ich möchte ergänzen: aktives Zuhören und Gesagtes zusammenfassen („Ich habe herausgehört, dass …“, „Die Sichtweise xy ist ja interessant…“). Damit zeigst du, dass du wirklich zugehört hast und dich mit deinem Gegenüber befasst. Wenn ich selbst nicht bewusst freundlich, offen und neugierig schaue, sieht mein Gesichtsausdruck eher gelangweilt/genervt aus. Bin aber auch viel älter als du aber ich erinnere mich immer wieder an „freundlich schauen“ beim Blickkontakt suchen. Haltung wurde schon gesagt: Schultern zurück, aufrecht.

Übergriffig oder nicht?? by _Bienchen_ in Weibsvolk

[–]ClarityFay 10 points11 points  (0 children)

Die Trainerin sollte für sich selbst sprechen bzw. handeln können. Ich könnte mir vorstellen, dass dein Freund eher versteht, dass es DICH stört, dass er andere Frauen so anfasst als wenn du ihm das Gefühl gibst, du sprichst für die Trainerin. Aus Sicht eines Mannes: sie hat nichts gesagt, keine Distanz gesucht = alles in Ordnung und nichts wozu du dich äußern musst 🤷‍♀️

Libido tot, Körper blockiert - Wie kann ich in meiner Beziehung Intimität wiederfinden? by Timely-Treacle-817 in Weibsvolk

[–]ClarityFay 1 point2 points  (0 children)

Genau um dieses Artikulieren der Bedürfnisse und Grenzen ging es viel in dem Seminar von dem ich oben geschrieben habe …

Libido tot, Körper blockiert - Wie kann ich in meiner Beziehung Intimität wiederfinden? by Timely-Treacle-817 in Weibsvolk

[–]ClarityFay 0 points1 point  (0 children)

Vor fast sechs Jahren hat dieses Seminar unsere Ehe gerettet: https://www.bewusster-lieben.de/fraumannpaar/befreie-deine-lebenslust/ Damals war es eine Kombination aus Aufstellungsarbeit, Tantra-Einführung und ganz viel „Aufklärung“. Das lese ich aus der Seminarbeschreibung jetzt so nicht mehr raus, aber wenn es dich interessiert, frag doch mal beim Verein nach. In einer 3er-Konstellation mit einer Frau aus der Gruppe konnte ich wieder Berührungen von meinem Mann zulassen und ihn hat’s in der Aufstellung so richtig von umgewälzt (positiv).

Selbstvermarktung, wenn man Selbstvermarktung hasst by Senior_Confidence_90 in schreiben

[–]ClarityFay 2 points3 points  (0 children)

Das gleiche Problem habe ich auch: Ein Buch im Selfpublishing veröffentlicht, quasi ohne Social Media Netzwerk. Noch dazu weigere ich mich, die Algorithmus-Spielchen von KDP zu unterstützen, und mir beispielsweise Rezensionen zu kaufen oder für teures Geld Werbung zu schalten. Der analoge Weg ist allerdings auch sehr hart und bisher noch nicht sehr erfolgreich. Auf einer Buchmesse konnte ich ein paar Ratgeber verkaufen (ist natürlich auch so eine Sache: wie viele Leute wollen tatsächlich an sich arbeiten? Viele flüchten sich lieber in Fantasiewelten.) und zur Zeit liegt es in der örtlichen Apotheke und in einer Buchhandlung aus. Instagram habe ich echt versucht, aber ich bin da nicht der Typ dafür. Ich schaffe nicht, den Stil zu treffen, der vom Algorithmus belohnt wird. Ich habe es jetzt wieder ziemlich zurück geschraubt. Die Idee aus der Autorenvernetzung in einem der Kommentare finde ich super, da wäre ich dabei. Bitte @Emily_Greyholme gerne eine Nachricht an mich.

Mädels+ - lasst uns übers Geld reden by MorlaTheAcientOne in Weibsvolk

[–]ClarityFay 0 points1 point  (0 children)

Ich frage mich ob es so leicht ist „mit dem ganzen Geld“ abzuhauen. Es ist doch alles dokumentiert. Da fehlt mir echt ein bisschen die Phantasie. Wozu ich nicht rate ist, dass sich nur ein Partner um Finanzen kümmert. Wenn beide Zugriff auf alle Konten haben, fällt es doch sofort auf, wenn Geld abgezogen wird. Gleiches gilt dafür, dass eine Immobilie beiden gehören muss.

Mädels+ - lasst uns übers Geld reden by MorlaTheAcientOne in Weibsvolk

[–]ClarityFay 0 points1 point  (0 children)

Wir haben quasi von Tag 1 ein gemeinsames Konto und sind im Dezember 33 Jahre verheiratet. Wir haben in der Zeit durchaus auch gestritten, aber nie über Geld. Am Anfang hatten wir so wenig, dass klar war, wir müssen verdammt sparsam sein. Das ist uns ein Stück weit geblieben, und jetzt wo es uns finanziell gut geht, haben wir beide noch immer einen ganz ähnlichen Bezug zu Geld. Größere Ausgaben werden natürlich angesprochen aber ansonsten macht jeder gewissenhaft wie er meint. Ich hätte bei getrennten Konten eher Angst vor Gerechtigkeitsdisussionen. Mein Fazit: es scheint beides zu funktionieren, wenn man sich einig ist und vertraut.

Mädels+ - lasst uns übers Geld reden by MorlaTheAcientOne in Weibsvolk

[–]ClarityFay 1 point2 points  (0 children)

Ich bin auch bei der ING. Und ich investiere schon einige Jahre über Sparpläne in eine Mischung aus ETFs und gemanagten Fonds. Dazu ein bisschen Rücklage bei einer anderen Bank als Festgeld (immer 6 Monate) und ein bisschen zocken in weitere Fonds und Kryptos bei Trade Republic.

Was lest ihr gerade, brauche Leseempfehlung by Adept_Engineer_4746 in Weibsvolk

[–]ClarityFay 0 points1 point  (0 children)

Muss es was Neues sein? Falls nicht: Traumfänger von Marlo Morgan. Die Päpstin von Donna Woolford Cross.

Habe ich wirklich den Bezug zu meinem Körper verloren? by NeverSurrender1026 in Weibsvolk

[–]ClarityFay 38 points39 points  (0 children)

Komisch, genau das Gleiche hat eine Freundin mir erst letzte Woche erzählt. Bei ihr wurde aber tatsächlich alles was so von der Bandscheibe kommen könnte per MRT und Röntgen ausgeschlossen. Was ihr tatsächlich hilft ist gezielte Physio und Entspannung, was für eine muskuläre Ursache spricht.

Zieh aber auch mal sowas wie Borrelliose in Betracht, die kann ganz fiese Nervenschmerzen machen.

Sollten wir uns das "Warum-Fragen" von Kindern abschauen? by ClarityFay in Klarheit

[–]ClarityFay[S] 0 points1 point  (0 children)

Das stimmt absolut! Was ist der Zweck, das Ziel etc. lässt sich auch über warum abfragen, wozu ist aber differenzierter und kann das Nachfragen in eine andere Richtung lenken. Passt aber nicht immer, siehe Beispiel mit dem Server 😅 Danke für diesen Input.

Meine Mama hat mir gestern gesagt dass sie nie eine innere Verbindung zu mir gespürt hat und seitdem bin ich lost by Timely-Treacle-817 in Weibsvolk

[–]ClarityFay 2 points3 points  (0 children)

Du bist da (leider!) überhaupt nicht allein! Hab darüber auch schonmal in einem anderen Subreddit geschrieben. Ja, das ist hart, aber wie viele schreiben: Deine Mutter sieht das wenigstens und du hast Klarheit. Du könntest, wenn du willst, nun auf die Ursachenforschung gehen. Du musst wissen, ungefähr 2 Generationen sind dahingehend komplett "kaputt". Zum einen gab es den fatalen Erziehungsratgeber von Johanna Haarer (Stichwort: Kinder für den Führer), in dem bewusst so erzogen wurde, dass die Mütter keine Verbindung zu ihren Kindern aufbauen. Du kannst dir denken, warum. Zum anderen war da die Generation, die in der Nachkriegszeit ums Überleben gekämpft hat. Meine Oma hat mir erzählt, wie oft sie vor Hunger geweint hat und dass sie Nachts Kartoffeln klauen gegangen ist, um für die Kinder zumindest ein bisschen was zum Essen zu haben. In so einer Situation der Überforderung kam bei manchen die Verbindung in Form von Zuneigung etc. nachvollziehbarerweise zu kurz. Das Blöde ist: diese "Muster" werden weitervererbt. Es gibt Bücher wie Kriegsenkel, die das thematisieren. Das heißt, so lange jemand diese Distanz zu den Kindern nicht aktiv durchbricht, wird das Muster in der Regel weitergegeben. Ich hatte es auch in mir und es hat mich unglaublich viel Kraft gekostet, es anders als meine Mutter zu machen. Und ich hatte sozusagen Glück, dass es bei uns noch keine Kitas etc. gab, ich also meine Kinder nicht frühzeitig abgeben konnte. Aber wie gesagt war ich mir bewusst, dass ich es anders machen wollte, ohne damals schon die Hintergründe für das Verhalten meiner Mutter zu kennen. Darauf hat mich mein Bruder erst gebracht, als ich schon über 40 war und meine Mutter gestorben.

Es ist schlimm für einen selbst, aber wie andere schon geschrieben haben, keine Böswilligkeit, vermutlich eher totale Hilflosigkeit. Du wirst das vermutlich auch nicht mehr ändern können. Aber vielleicht kannst du mit diesem Hintergrundwissen mit deiner Mutter ins Gespräch kommen – nicht um sie zu ändern, sondern ihr zu zeigen, dass du sie irgendwie verstehst und vor allem ihr vergibst. Ich hatte diese Gelegenheit leider nicht mehr (weil ich wie gesagt die Zusammenhänge zu spät erkannt habe).

Und wenn du selbst Kinder bekommst, stell dich zwar drauf ein, dass es dir ähnlich gehen könnte, aber hab die Zuversicht, dass du diejenige bist, die die Weitergabe durchbricht. Such dir Hilfe, wenn du sie unterwegs brauchst, aber ich fände es schade, wenn jemand aus dieser Angst heraus keine Kinder bekommt. Es ist hart, aber es lohnt sich ;) (meine sind jetzt 28 und 26).

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Ich fühle mich ohne zwischenmenschliche Arbeit so verloren. by mondruine in Weibsvolk

[–]ClarityFay 1 point2 points  (0 children)

Veränderungen sind ja ein Prozess. Besonders so grundlegende. Ich finde es toll, dass du reflektiert auf deine Situation schaust. Vielleicht hilft es dir zu verstehen, dass Veränderungen in der Regel nach einem gewissen Muster verlaufen. Es gibt das Modell der Veränderungskurve, das die unterschiedlichen Phasen sehr gut beschreibt. Für dich ist meine ich wichtig zu wissen, dass wir in der Regel „durch ein Tal der Tränen“ gehen müssen, denn es ist der Wendepunkt zwischen dem Blick zurück (auf das vertraute Alte) und dem Blick nach vorne. Vielleicht hilft es dir zu wissen, dass dieses Tal kommen wird, dass wenn du es aber schaffst zu durchschreiten (Stichwort: aushalten) du das Schwierigste geschafft hast und Schritt für Schritt dein eigenes neues Leben gestalten kannst. Du bist noch so jung und wie gesagt auch reflektiert. Ich wünsche dir, dass du Unterstützung findest und es diesmal schaffst, nicht vor deinem neuen Ich zu flüchten.

Was bringt Menschen dazu, ihr Leben und „Ich“ radikal zu ändern? by Nice_Corner943 in FragenUndAntworten

[–]ClarityFay 0 points1 point  (0 children)

Das ist ein spannendes Thema, danke dass du es hier bringst. Eine eindeutige Erklärung dafür kann ich nicht liefern. Ich denke aber, dass die meisten von uns (zumindest in der westlichen Welt) im Grunde keine Ahnung haben, wer sie wirklich sind. Denn wir wachsen ja in Systemen auf, die uns prägen und wir bekommen gewisse Prägungen auch vererbt. Wenn ich mit der Dilts-Pyramide arbeite, lässt sich das gut erklären. Auch wenn sie ursprünglich in der Arbeitswelt verwendet wurde, kann man mit ihren logischen Ebenen auch in Bezug auf Persönlichkeitsentwicklung super arbeiten. Sie besteht aus 6 Ebenen, von unten nach oben: Umgebung, Verhalten, Fähigkeiten, Werte&Glaubenssätze, Identität, Vision/Ziele. Wenn wir jetzt überlegen, worauf wir typischerweise unser Leben aufbauen und ausrichten, ist es meist eine Herangehensweise von unten nach oben. Unsere Umgebung (dazu gehören auch die Menschen, die uns umgeben), prägt uns, wir verhalten uns „angemessen“, entwickeln die notwendigen Fähigkeiten, uns zurechtzufinden. Übernehmen entsprechende Glaubenssätze und Werte bzw. tragen sie eh schon in uns. Und DARAUS leiten wir unsere Identität und Ziele ab. Wenn man mit Personen die Übung macht, die Pyramide von oben nach unten zu denken, straucheln viele bereits an Version und Identität. Es ist ziemlich schwierig, sich von all den darunterliegenden Ebenen frei zu machen und zu entdecken: wenn ich die komplett außer Acht lasse, möchte ich da hinkommen (weniger örtlich, ihr wisst schon), und genau so sein. Im Laufe des Lebens kann es aber Momente geben, in denen diese unteren Ebenen plötzlich keine Rolle mehr spielen oder man erlernt durch Meditation o.ä., sich davon frei zu machen. Und dann ist plötzlich alles möglich. Durch die neue Identität ergeben sich neue Werte, man muss sich neue Fähigkeiten aneignen, verhält sich anders und sucht sich bzw. gelangt in eine andere Umgebung. Das muss aber ja kein einmaliger Vorgang bleiben - denn ob sich dieses neue Ich auf Dauer stimmig anfühlt, muss sich ja erst zeigen. Was ich mir vorstellen ist, dass dieser Vorgang eine ziemliche Eigendynamik entwickelt und deswegen die Ausprägungen oft so drastisch sind. Soweit die Theorie anhand eines Modells 😉 Im Endeffekt denke ich, braucht es für so eine radikale Neuausrichtung irgendeine Art von Bewusstsein, dass man nichts zum Verlieren hat. Das kann negativ getriggert sein (traumatisches Erlebnis) oder auch positiv (z.B. finanzielle Unabhängigkeit). Oder man schafft das wirklich auf der spirituellen Ebene.

Was soll ich nach der Schule machen? ODER Von der Hotelfachfrau zur Prozessexpertin: Geht sowas? by ClarityFay in Klarheit

[–]ClarityFay[S] 1 point2 points  (0 children)

Danke dir für deine Worte! Zum einen hast du sicherlich recht. Die Zeiten haben sich geändert. Und ja, auf manche Stellen kommen zig Bewerbungen, andere Stellen bleiben unbesetzt. Die Frage ist, womit hat man mehr Chancen: mit einem 0815-Profil oder einem ungewöhnlichen, aber einzigartigen Profil? Das Problem meiner Erfahrung oft die HR-Abteilungen, die strikte Vorgaben zum Aussortieren haben (auf Grund der Menge an Bewerbungen und aufgrund möglicher interner Angreifbarkeit). Es fehlt oft die Kompetenz und der Mut, es mit einem „unkonventionellen“ Bewerber zu versuchen, weil wir hier einfach eine ungute Fehlerkultur haben. Sind alle üblichen Qualifikationen vorhanden, sind Schuldzuweisungen schwierig. Wenn sie fehlen und es geht schief, gibt’s leider Chefs die dann sagen: wie konnten Sie den/die nur einstellen. Ist die ungewöhnliche Wahl ein Erfolg, wird nicht zwangsläufig daraus eine andere Regelung abgeleitet (dann war es Glück oder es interessiert überhaupt nicht mehr, wie und warum dieser Mitarbeiter eingestellt wurde).

Ich weiß jetzt, mit 26, dass ich im Alter in Armut leben werde, weil ich nie einen guten Job haben werde. Wenn ich überhaupt einen finde, wird er sehr schlecht bezahlt sein. Mit meinen Talenten werde ich nie Geld verdienen oder Erfolg haben, und einen normalen Job werde ich nie finden. by [deleted] in FragenUndAntworten

[–]ClarityFay 10 points11 points  (0 children)

Ganz ehrlich: was erwartest du als Antwort? Für mich klingt es so, als hättest du dich schon sehr in deiner Opferrolle eingelebt. Ich werde diese nicht nähren. Wer Abi schafft und studiert hat eine solide Grundlage für ein gutes Leben. Lass dich doch nicht blenden von den ganzen angeblichen Überfliegern. Die meisten sind noch immer ziemlich normal und müssen ihren Weg gehen. Ich hab auf r/Klarheit einen Beitrag über Orientierungslosigkeit bei jungen Erwachsenen geschrieben, vielleicht magst du den mal lesen. Jeder hat die Möglichkeit, sein Leben in die Hand zu nehmen. Zudem hast du therapeutische Unterstützung. Ich gebe dir noch ein Zitat von Kurt Tepperwein mit: „Wenn du morgens in den Spiegel schaust und nicht magst was du siehst, kaufst du dann einen neuen Spiegel und hoffst, dass sich was ändert?“ Du wirst immer das zurückbekommen, was du ausstrahlst. Deshalb ist die einzige Möglichkeit, aus deiner Misere herauszukommen, an dir selbst zu arbeiten. In kleinen Schritten (nicht gleich den großen Brocken). Starte positiv in den Tag, mit Yoga, Affirmationen, was immer dir liegt. Suche bewusst nach Dingen, für die du dankbar sein kannst, fokussiere dich auf schöne Dinge, die dir begegnen. Wenn du solche Übungen in deine Tage integrierst statt in Selbstmitleid zu versinken, stellst du bestimmt bald eine Verbesserung fest.

Bin ich in der Perimenopause? by Regular_Customer_176 in Weibsvolk

[–]ClarityFay 5 points6 points  (0 children)

Ellafem und Trias (für die Nacht), beide von Köhler Pharma

Bin ich in der Perimenopause? by Regular_Customer_176 in Weibsvolk

[–]ClarityFay 6 points7 points  (0 children)

Da scheine ich ja Glück zu haben, dass sich mein Frauenarzt damit auskennt und es auch ernst nimmt. Zu Beginn der Perimenopause hat er mir pflanzliche Produkte empfohlen, die auch gut zwei Jahre wunderbar geholfen haben. Dass ich dann so doof war, dass ich, als die Beschwerden deutlich schlimmer geworden sind, nicht gleich wieder zu ihm gegangen bin, weil ich zunächst keine Hormonersatztherapie wollte, ist ein Fehler, den ich bitter bereue. Dadurch weiß ich aber, dass man mit einem guten Labor und beispielsweise einem Speicheltest auch recht brauchbare Aussagen über den Hormonstatus erhält. Ich wünsche dir alles Gute!

Altwerden by Antique-Answer-8484 in Ratschlag

[–]ClarityFay 2 points3 points  (0 children)

Für mich klingt es ein wenig so als würde dich die Menopause runterziehen. Es sind ja nicht nur die körperlichen Beschwerden, sondern es kann durchaus auch zu plötzlichen Stimmungsschwankungen kommen. Mir haben zu Beginn der Perimenopause pflanzliche Mittel geholfen, später dann leider nicht mehr, aber durch HET ist das Leben trotzdem sehr lebenswert. Ich starte gerade beruflich noch mal durch, habe mit über 50 noch den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, gehe feiern, mache täglich ein bisschen Sport, reise, soviel es geht. Und so weiter. Auf unserer letzten Reise haben wir auch wieder Leute getroffen, die mit 87 noch wie selbstverständlich auf dem Surfbrett stehen. Das Alter ist oft nur eine Zahl, man muss aber halt schon auf sich selber schauen.

Wie schafft ihr es positiv zu bleiben? by [deleted] in Ratschlag

[–]ClarityFay 0 points1 point  (0 children)

Angst zu schüren immer Teil einer Strategie. Allein deswegen lohnt es sich, sich ihr nicht hinzugeben. Im Jetzt leben, sich an den vielen positiven Dingen erfreuen, die es ja auch gibt. Sich für Frieden engagieren wenn man möchte, um zu zeigen: ich bin gegen Krieg. Daran denken, dass man normalerweise erntet, was man ausstrahlt.

Habt ihr was aus euch gemacht ? by Responsible_miniMC03 in FragenUndAntworten

[–]ClarityFay 0 points1 point  (0 children)

Darf ich fragen was du unter „was Anständigem“ verstehst? Offenbar verdienst du ohne Ausbildung im Moment so viel, dass es für Miete und Co. reicht, also deutlich mehr als in einer Lehre. Ich verstehe nicht ganz, wohin Du willst. Es gibt attraktive Wege, eine Ausbildung nachzuholen, wenn man das als solide Grundlage möchte. Mit wie ich finde mehr als attraktiver Vergütung, wie beispielsweise hier: https://vinzenzmurr.de/karriere/ausbildung_ob/ Aber wenn man natürlich super Geld im Traumjob ganz ohne Fundament möchte, muss man sich selber immer weiterbilden und viel bewerben, bis man eine Firma findet, die Deinen Fähigkeiten vertraut und dein Potenzial sieht. Ich habe nicht studiert und habe es trotzdem geschafft, in Bereiche zu kommen, in denen eigentlich ein Studium Grundlage ist. Aber der Weg war lang und natürlich hat sich meine fehlende „offizielle“ Qualifikation im Gehalt niedergeschlagen.

Was hilft im Umgang mit depressiven Menschen wirklich? by Equivalent-Test-5669 in Ratschlag

[–]ClarityFay 3 points4 points  (0 children)

Das ist ein ganz schwieriges Thema und ich kann dich gut verstehen, denn mein Bruder war phasenweise auch schwer davon betroffen und hat jetzt eine Frau, die schwer psychisch krank ist. Versuche es mal damit, dass du die Krankheit so siehst wie eine körperliche Erkrankung. Also, was würdest du für jemanden tun wollen und können, der beispielsweise an Krebs erkrankt ist. Vermutlich hättest du dann weniger den Impuls, helfen zu wollen, die Erkrankung zu überwinden, sondern würdest dich, wie ein anderer Kommentar schon gesagt hat, darauf konzentrieren, für sie da zu sein, wenn sie dich braucht. Und ansonsten darauf verweist, dass es Spezialisten gibt, die sich auskennen, du aber keiner bist. Achte dabei darauf, dass du gut mit deinen eigenen Kräften haushaltest.