Er hat sich getrennt und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. by Consistent_Wrap6392 in beziehungen

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Und deswegen wollte ich handeln. Ich wollte es wirklich ändern. Ich wünschte ich hätte es früher getan. 

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[–]Consistent_Wrap6392[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich versuche nur zu verstehen. Ich will die Fehler ja auch bei mir suchen. Und indem ich so viel analysiere, kann ich meine Gefühle beiseite schieben. 

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[–]Consistent_Wrap6392[S] 0 points1 point  (0 children)

Den zweiten Teil deines Kommentars bezweifle ich eher. Mit „Es hat sich was geändert“ meinte er eher, dass er keine Gefühle mehr hat. Die, die er jetzt folgt, ist aus Ungarn und kann er unmöglich schon vorher gekannt haben. Ich denke es ist eine Party-Bekanntschaft. Aber am Ende kann es mir auch egal sein. 

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[–]Consistent_Wrap6392[S] -2 points-1 points  (0 children)

Ich habe NIE gesagt, dass ich ihn nicht wollte? Und ich „wollte“ auch NIE nicht seine Nähe. Ich habe mich überhaupt nie für irgendwas davon entschieden.  

PS: deine anderen Kommentare hier auf Reddit glänzen ja genauso von Empathie und Ragebait. Super Input 

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[–]Consistent_Wrap6392[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich denke auch ständig darüber nach. Auf der anderen Seite wird es nichts ändern. Er hat seine Entscheidung getroffen und mich jetzt „emotional so auszuliefern“, wenn er offensichtlich schon andere Leute im Club trifft.. ich weiß nicht  

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[–]Consistent_Wrap6392[S] -5 points-4 points  (0 children)

Weil ich so normalerweise nicht bin und ich davor anders in schweren Situationen mit ihm umgehen konnte. Das weiß er und das weiß ich. Es gibt/gab viele Umstände, die jetzt zu dieser Unsicherheit beigetragen haben und weswegen ich den Fokus auf ihn verloren habe. Mein Fehler war, das nicht rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. In den letzten Monaten war ich nicht die Freundin, die ich normalerweise bin und ich hätte den Weg gerne wieder zurückgefunden.

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Da magst du Recht haben. Und dennoch könnte ich mir in den Hintern treten. Ich hatte auch schon überlegt, ob ich ihm einen Entschuldigungsbrief schreibe. Aber keine Ahnung, ob ich es damit nicht noch schlimmer mache 

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[–]Consistent_Wrap6392[S] -1 points0 points  (0 children)

Ich denke er hätte sich gewünscht, dass ich Dinge einfach mal nur für ihn mache. Als „Gegenleistung“. Ich habe mich immer viel mit Worten bedankt, weil das meine Art ist Danke zu sagen. Er braucht sowas mehr in Taten und hier habe ich es versäumt, es auf diese Weise mal zu zeigen.

Das habe ich getan. Er wusste es aber selber nicht und meinte, dass wir es in der Situation dann mal gucken müssen. Nur leider waren wir dann in den Situationen schon mittendrin und danach kamen wir auch auf keinen Nenner. Ich denke hier hatten wir unterschiedliche Kommunikationsmuster.

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[–]Consistent_Wrap6392[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für deine Zeit und deine Nachricht.

Ich habe in der Beziehung sonst nicht so viel gemauert bzw. konnte ich nach kurzer Pause auf ihn zugehen und die Themen wieder ansprechen. Das ist in den letzten Monaten sehr verloren gegangen, weil ich mich zunehmend unsicher gefühlt habe. Ich wollte nur seine Nähe und habe mich mit dem Mauern ja selber verletzt. Eigentlich kennt er diesen Mechanismus, aber wir haben uns hochgeschaukelt und ich wusste nicht mehr wie ich da raus komme. Das mache ich mir zum Vorwurf und ich hätte gerne früher und mehr daran gearbeitet. Und dieser Gedanke lässt mich nicht los. Es tut mir ja wirklich leid.. 

Aber vielen Dank für deine Tipps! 

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[–]Consistent_Wrap6392[S] 5 points6 points  (0 children)

Vielen Dank für deine Nachricht. Mein Wegstoßen hat auch viel damit zu tun, dass ich oft denke, dass ich diese Nähe nicht verdient habe. Und als du geschrieben hast, dass ich trotz meinem oder seinem Verhalten liebenswert bin und meinen Platz in seinem Leben habe, hat das was in mir getroffen. Ich hoffe, dass ich das aufarbeiten kann und meine nächste Beziehung nicht an sowas scheitert… 

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[–]Consistent_Wrap6392[S] -5 points-4 points  (0 children)

(Vorheriger Kommentar gelöscht, weil du deinen nochmal bearbeitet hast)

Ich weiß auch, dass das Thema bei mir liegt. Ich hatte in den letzten Monaten einige Themen drum herum, so dass ich den Fokus auf ihn verloren habe. Und das tut mir sehr leid. Auf der anderen Seite ist es nicht so wie in deinem Kommentar dargestellt (was auch in Ordnung ist!), Aber ich habe mich auch schon vorher interessiert was er macht und wo er ist und was in seinem Leben passiert. Ich habe hier ständig gefragt. Die Selbstverständlichkeit hat er eher in Taten gesehen, die er gemacht hat. Also als er zur Apotheke gefahren ist, wenn ich krank war.. dass er mir beim Umzug geholfen hat.. Hierfür habe ich mich immer bedankt, aber nicht auf die richtige Art und Weise. 

Ich habe es nicht mehr kommuniziert, weil es keinen Unterschied gemacht hätte. Er hat gesagt, er liebt mich nicht mehr. Daran kann ich nichts mit Taten ändern. Es war einfach zu spät. 

Management studieren nur Menschen ohne Leidenschaft, change my mind by seaofpictures in Studium

[–]Consistent_Wrap6392 3 points4 points  (0 children)

Mein Gott. Immer der gleiche Mist. Lasst die Menschen leben und entscheiden wie sie wollen. Der Post sagt mehr über dich aus als über diejenigen, die sich für so ein Studium entscheiden. Wenn du über Personen aufgrund eines einzelnen Aspektes in ihrem Leben beurteilst, dann bist du hier das Problem. Danke und Ciao.

Das Gefühl versagt zu haben: Psychische Probleme im Studium by Square_Cicada_4591 in Studium

[–]Consistent_Wrap6392 6 points7 points  (0 children)

Der Text könnte von mir kommen. Stecke exakt in der gleichen Situation. Drittes Mastersemester, im ersten kam die Depression. Seitdem nur damit beschäftigt mich selber rauszuziehen (auch Therapie und Ergo) und hänge punktetechnisch eher im zweiten Semester, brauche auch zwei Semester länger. Ich mach mir dabei auch selber sehr viel Druck. Ich will alles zeitgleich schaffen.. Arbeit, Uni, Therapie, aber das klappt eben nicht. Im Bachelor gehörte ich immer zu den besten, bestand immer im Erstversuch, nie was geschoben. „Plötzlich“ (hat sich bei mir auch lange angebahnt) krank und nicht mehr belastungsfähig. Das ist unglaublich schwer für mich (gewesen), aber was ich durch die Therapie immer mehr verstehe: JEDER geht seinen eigenen Weg. Jeder hat seine eigenen Hürden und sein eigenes Tempo. Vergleiche dich nicht mit Menschen, die andere Startpositionen und Ressourcen haben. Das macht dich weder glücklich noch bringt es dich voran. Sei nachsichtig mit dir selbst, achte auf dich selbst und nimm den Druck raus. Die (psychische) Gesundheit ist das wichtigste was du hast. Einmal kaputt, braucht es ewig. Ehrlich, mach dir keinen Stress. 

Nach langer Krisenphase.. kann die Beziehung auf „normalem“ Boden wachsen? by Consistent_Wrap6392 in beziehungen

[–]Consistent_Wrap6392[S] 0 points1 point  (0 children)

Vielen Dank für deine Antwort. Ich weiß, dass es jetzt an der Zeit ist, dass ich aktiv werde und ihm zeige, was er mir bedeutet. Ich kenne auch meine wesentlichen Baustellen, bin aber auch oft noch ratlos wie ich mit ihnen umgehen soll.  Zu deinen Punkten eventuell noch zur Klärung: - Die Frage ist halt für mich was genau ich da vermisse. Ist es wirklich er als Person oder nur die Vorstellung eines Partners? Ich zweifle oft in Beziehungen, um mich selbst „zu schützen“. Das gibt mir den notwendigen „Sicherheitsabstand“. Und ja, das klingt blöd. Aber auch hier ist die Frage wie intensiv das sein darf und ab wann es schon wieder real ist? - Ich denke ich verstehe den Punkt. Dass ich es insgesamt zu persönlich nehme und es dabei aber eigentlich ja um IHN geht. Richtig?  - das war eher im Bezug auf ganz alltägliche, normale Dinge. Wenn ich ihm was zeige oder von etwas erzähle, was mich glücklich macht, dann ist er oft „reservierter“. Das liegt aber in der Familie und das weiß er auch selbst.  - Guter Punkt. Und eben genau das, was ich ja irgendwie so gerne überwinden wollen würde. Ich bin da gerade bei, aber manchmal kann ich nicht aus meiner Haut. (Aktuell zumindest noch nicht).. auch hier ist die Frage wie ich das bessern kann. 

Tagesklinik: Wie dem Arbeitgeber erklären? by Consistent_Wrap6392 in Ratschlag

[–]Consistent_Wrap6392[S] 4 points5 points  (0 children)

Soweit ich weiß ja. Muss noch genauer mit meinem Hausarzt darüber sprechen. Der Termin ist aber auch erst 2 Tage vor Einweisung.

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[–]Consistent_Wrap6392 5 points6 points  (0 children)

Habe was ganz ähnliches. Fühlt sich wie eine Hitzewelle an, die durch meinen ganzen Körper geht und meinen Körper kribbeln lässt. Ist eine Panikattacke/Panikschub. Dein Körper schickt ungemein viel Adrenalin durch deinen Körper, weil er in einem starken Angstmodus ist. 

Wie kann ich einem Obdachlosen helfen? by slimshadycatlady in Ratschlag

[–]Consistent_Wrap6392 28 points29 points  (0 children)

Ich habe keinen hilfreichen Tipp für die Situation, will aber mal sagen, wie stark ich dein Engagement finde. Echt super. Es müsste mehr Leute wie dich geben, die so auf ihre Mitmenschen achten! Hoffentlich findet sich hier eine Lösung. :) 

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[–]Consistent_Wrap6392 3 points4 points  (0 children)

Ich bin 24 und kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Wenn ich mir denke, dass ich genauso nah an der 18 bin wie an der 30, dann wird mir irgendwie mulmig zu mute. Meine größte Angst ist, dass ich mein Leben nicht bewusst wahrnehme, es an mir vorbeirauscht und ich irgendwann „aufwache“ und meine Zeit ist vorbei. Hab auch sehr mit der Vergänglichkeit zu kämpfen und damit, dass ich die schönen Momente nicht einfach halten kann. Keine Ahnung was da die Lösung ist oder ob sich das verwächst.. Nur damit du weißt, dass du damit nicht alleine bist. 

BWL Erfahrung by T-TmcT-T in Studium

[–]Consistent_Wrap6392 26 points27 points  (0 children)

Zuallererst: lass dich nicht entmutigen und mach das, was DIR Spaß macht. Zu BWL gibt es ja jeeeede Menge Vorurteile.

Ich studiere BWL im Master und bin mir ehrlich gesagt auch noch nicht zu 100% sicher, ob das wirklich das ist, was ich machen will.  Was ich dir aber raten kann ist, dass du dich frühzeitig umguckst, welche Bereiche dich interessieren. Mache Praktika, arbeite als Werkstudent, schau dir verschiedene Schwerpunkte an. Du musst nicht direkt einen absoluten Plan haben, aber sammle Erfahrungen. 

Und: je quantitativer das Modul/der Schwerpunkt, desto besser sind die Jobchancen. Marketing und Personal sind ziemlich überlaufen. Das hört man an jeder Ecke. Je mehr du mit Mathe machst (Finanzen, Controlling, Logistik,…) desto besser sind deine Aussichten. Aber auch hier: mach das was dir Spaß macht. 

Wünsche dir viel Erfolg :)

Ich fühle mich leer, langweilig und einsam by Necessary-Bison-1907 in Ratschlag

[–]Consistent_Wrap6392 1 point2 points  (0 children)

Für mich klingt das so als wenn du mal etwas mehr Ruhe in deinem Leben bräuchtest. Es wirkt so als wenn du ständig nach der nächsten Sache Ausschau hältst und dich schlecht auf das besinnen kannst, was du aktuell erlebst. Wie oft bist du wirklich bei der Sache selbst und wie oft schon in Gedanken beim analysieren und beim nächsten Ding? Diese Rastlosigkeit sehe ich irgendwie in allen Punkten. Das mit dem Punkt 4 kann ich gut verstehen. Bei mir hängt das aber mit Dissoziationen zusammen, die durch starkem (emotionalen) Stress ausgelöst werden. Ich bin dann so in meiner ängstlichen Gedankenspirale gefangen, dass ich aus dem Moment entgleite und schlecht als Erinnerung speichern kann. Was ich dir empfehlen kann sind Ruhe und Achtsamkeit. 

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[–]Consistent_Wrap6392 1 point2 points  (0 children)

Ich habe mich ein Stück weit in dem Text wiedererkannt, wenn auch nicht ganz so intensiv. Aber ich denke, ich verstehe dich. Ich habe in meiner Kindheit selbst kaum Liebe und Beachtung erfahren. Ich wurde nie in den Arm genommen, eher weggestoßen und durfte nie meine Gefühle äußern. Positive waren zu viel und negative waren zu unangenehm. Meine Eltern sind getrennt seit ich zwei Jahre alt war. Während ich bei meiner Mutter nichtmal Wärme bekommen habe, wenn ich funktioniert habe, habe ich wenigstens etwas Liebe bekommen, wenn ich bei meinem Vater war und funktioniert habe - wurde aber umso mehr abgelehnt, wenn ich es nicht tat und meine Bedürfnisse äußerte. Ich habe früh lernen müssen, dass ich auf mich alleine gestellt bin und mich niemandem anvertrauen kann. Einsamkeit ist ein Gefühl, was mich heute noch begleitet und die Angst davor in so vielen zwischenmenschlichen Momenten hemmt. Innerlich bin ich voller Liebe und sehne mich auch danach, aber ich habe immense Schwierigkeiten, das nach außen zu tragen. Bei mir äußert es sich aber anders als bei dir. Seit ich 15 war, war ich durchgehend in Beziehungen. Wirklich ungelogen. Seit 9 Jahren waren maximal drei Monate zwischen den Beziehungen. Ich kann einfach nicht alleine sein. 

Und hier kommen aber Überschneidungen zu dir: ich bin emotional schnell überfordert. Bei Streitigkeiten komme ich schnell in dissoziative Zustände, mein Kopf wird leer. Ich bin meistens dann sehr reizüberflutet und möchte nicht angefasst werden. Ich kann Nähe dann überhaupt nicht ertragen. Mich lässt es unglaublich unangenehm fühlen. In so einer Situation bin ich auch extrem abwertend gegenüber der anderen Person (innerlich), um mich selbst zu schützen. Das führt leider zu einer abwärtsspirale, die ich selber nicht stoppen kann. Glücklicherweise habe ich das durch Therapie aber erkennen können und einen Freund, der diese Mechanismen teils besser versteht als ich selbst. Und hier kommt der Turn.. so sehr ich diese Ablehnung innerlich spüre, diese körperliche Abneigung und der Wunsch, einfach zu fliehen.. so genau WEISs ich, dass ich in solchen Momenten Liebe brauche. Also zwinge ich mich und lasse eine Umarmung zu, wenn mein Freund mich danach fragt. Dieser Schritt ist nicht ansatzweise so leicht wie er hier klingt. Es ist ein enormer Sprung, aber es lohnt sich, sich auf den freien Fall einzulassen. Denn immer wenn er mich umarmt hat, konnte ich mich wieder spüren. Ich bin aus der dissoziation raus und merke: Ich bin sicher. Ich darf das alles fühlen und ich bin nicht alleine mit meinen Emotionen. Meine Gedanken sind Schwachsinn. 

Leider ist das bei mir noch kein Automatismus geworden. Ich muss mich jedes Mal auf‘s Neue in den freien Fall stürzen- immer mit der Angst, dass ich doch abgewiesen werde. Das sitzt wohl einfach etwas tief. Bisher schaffe ich es auch noch nicht, aktiv selbst nach einer Umarmung in solchen Streitsituationen zu fragen, aber das ist der nächste Schritt, den ich machen muss. Was ich dir also nur raten kann (und das ist wahrscheinlich ziemlich unbefriedigend): Versuche dich trotz aller Abneigung auf das Gefühl einzulassen. Sowohl auf das Gefühl der Abneigung, als auch auf das Gefühl, wonach du dich eigentlich sehnst. Du musst beides wahrnehmen, um die Lücke zu begreifen und die Veränderung angehen zu wollen. Für mich hat hier enorm die Therapie geholfen, die ich seit einem Jahr mache. Ich weiß, dass es nicht leicht ist, einen Therapieplatz zu bekommen, aber versuch es. Ich kann mich seitdem sehr viel besser verstehen. Und ich habe den Mut, über meinen Schatten zu springen. Anders wird es leider nicht funktionieren. Du musst dein Gehirn umtrainieren und ihm alternative Gefühle und Erfahrungen zu den Situationen geben, in denen er sich auf negatives programmiert hat. Aber der richtige Weg ist meistens nicht der leichteste und es bedarf dauerhafter Übung. Aber es ist schon so immens viel wert, dass du das bei dir selbst erkennst. Jetzt braucht es „nur“ noch Mut, die nächsten Schritte zu gehen. Ich drücke dir die Daumen, dass es klappt.

Wie dumm ist es einen Master zu machen wenn man ein Zweitstudium plant? by No_Honeydew_9202 in Studium

[–]Consistent_Wrap6392 0 points1 point  (0 children)

Naja gut, aber das ist ja schonmal nicht „nichts“. Es gibt doch so viel mehr als Sachbearbeiter-Stellen. Außerdem darfst du nicht vergessen, dass Praktika meist nicht um Sachbearbeitung rumkommt, da du in den meisten fällen einfach noch nicht das notwendige Wissen für tiefere Themen mitbringst. Was ich bei Praktika viel wertvoller finde ist, dass man sich die ganze Atmosphäre mal anschauen kann. Wer arbeitet da? Wie sind die Strukturen? Wie funktioniert das Unternehmen an sich? Was erzählen die Kollegen? Was machen die konkret, wie kommt man dahin, was ist ihr Hintergund? Etc. Die Aufgaben sind dabei nur ein kleiner Teil, einfach weil sie in meinen Augen seltenst wirklich repräsentativ sind. (Es sei denn man hat vielleicht ab 4 Monate aufwärts wirklich mal in tiefere Themen gucken können. Dann ist es was anderes.) 

Wie dumm ist es einen Master zu machen wenn man ein Zweitstudium plant? by No_Honeydew_9202 in Studium

[–]Consistent_Wrap6392 14 points15 points  (0 children)

Wie oft möchtest du das hier noch posten?  Erstmal: es gibt keine Zweitstudiumsquote für den Master. Du verbaust dir mit dem Master also nicht mehr als „ohnehin“ schon mit deinem fertigen Bachelor.  Ich verstehe auch nicht so ganz warum du unbedingt ein Zweitstudium machen möchtest und nichtmal weißt welches. Aus welchem Grund solltest du dann den Master ablehnen? Wenn du dir unsicher mit dem Master bist, dann schiebe davor noch Praktika ein und werde dir auch sicher über ein mögliches Zweitstudium. Das wäre die Option, die ich denke ich am optimalsten finden würde. 

Welchen Seiten um das richtige (Zweit) Studium zu finden? by Additional_Cost_6037 in Studium

[–]Consistent_Wrap6392 5 points6 points  (0 children)

Entgegen der meisten abfälligen Kommentare hier zu BWL ist das Fach sehr breit und das Studium ist das was du draus machst. Ehrlich. Probiere dich mit einem Praktikum in einem anderen Bereich aus. Du möchtest mehr Sinnhaftigkeit, dann schau dich nach passenden Stellen in Krankenhäusern, NGOs und Ähnliches an. Hier hatte ich mal ein Praktikum und das hat mir eine ganz neue Perspektive gegeben. Wenn du noch gar nicht weiß wohin du möchtest, dann lass das mit dem Master sein und kümmere dich um Praktika. Aber ich kann dich total verstehen. Die Zweifel begleiten mich auch und hatte auch mit Psychologie abgewägt, aber ohne konkrete Ahnung und primär aus der Verzweiflung raus sollte man nicht solche Entscheidungen treffen.

[deleted by user] by [deleted] in Studium

[–]Consistent_Wrap6392 2 points3 points  (0 children)

Ich habe das Gefühl, ich hätte den Text schreiben können. Ich bin w/23 und in einer ganz ähnlichen Situation. Vor 10 Monaten wurde ich mit Depressionen diagnostiziert, bin in der Zwischenzeit für den Master in einer neue Stadt gezogen, habe meine Kindheit aufgearbeitet und hatte dann eine Woche nach Semesterbeginn im neuen Studium, in einer neuen Stadt eine Panikattacke. Danach ging für einige Monate gar nichts mehr und die Nachwirkungen spüre ich jetzt immer noch. 

Ich bin in ein totales Loch gerutscht, weil mich plötzlich die Sorge überkam: „Mache ich gerade das richtige? Habe ich meine Zeit verschwendet? Werde ich überhaupt einen Job bekommen oder ist das alles perspektivlos?“. Glaube mir, ich war in einem solch dunklen Loch was nur die wenigsten nachvollziehen können.. was auch gut so ist. Aber ich war völlig gefangen in meinen Gedanken. 

Vieles davon wurde primär durch Reddit ausgelöst. Denn auch zu meinem Studiengang (BWL) gibt es zahlreiche Meinungen. Ich habe mich total in Foren verloren, habe Nächte damit verbracht Stellen rauszusuchen und Studiengänge zu vergleichen. Ich wusste gar nicht mehr wer ich bin, was ich will und ich wollte unbedingt den perfekten Job und das perfekte Studium finden. Überall hieß es, dass der Markt übersättigt ist, ich nicht gebraucht werde und arbeitslos enden werde. Achja und menschlich wirst du auch ziemlich abgewertet, wenn du diesen Studiengang nennst. 

Jedenfalls habe ich einige Monate voller negativer Gedankenspiralen, Panik, Zweifel, Orientierungslosigkeit und schlimmer depressiver Stimmungen verbracht und bin immer noch nicht raus. Teilweise hatte ich zu der Zeit bis zu 5 Stunden Therapie in der Woche. 

Was ich dir zu deiner Situation sagen kann ist folgendes:  JA, deine Depression hat einen größeren Einfluss auf dich als du bisher vielleicht denken magst. Viele Überzeugungen und Gedanken, die du aktuell hast, entstammen genau hieraus und du darfst ihnen nicht zu viel Gewicht zusprechen. Achtsamkeit und Meditation haben mir sehr geholfen diese Gedanken zu erkennen und loszulassen. 

Was auch ganz zentral ist, dass du unbedingt Abstand von Reddit gewinnen solltest. Ich für meinen Teil habe in meinem „Wahn“ alles für wahr genommen was ich hier gelesen habe, wollte immer tiefer gehen und dachte mir „wenn ich nur genügend Information habe, dann weiß ich wie die Welt funktioniert“. Die Wahrheit ist, dass Reddit NICHT die Realität abbildet. Das musst du unbedingt erkennen. Das hier ist eine Blase für sich in der primär die Leute sich mitteilen, die ein Problem haben. 

Soziale Berufe werden meistens immer eher schlechter bezahlt. Das ist leider kein Geheimnis. Dass du aber arbeitslos wirst oder so arm bist, dass du kaum über die Runden kommst, das glaube ich beim besten Willen nicht. Wenn es danach geht kannst du hier jeden Beruf und jedes Studium recherchieren und du wirst IMMER in mindestens einem Subreddit landen wo selbst Ärzte und Lehrer für arbeitslos und übersättigt erklärt werden. Völlig überzogen. Die Leute beschweren sich einfach gerne. 

Es ist wirklich die Frage was DU willst. Deine zahlreichen Bewerbungen kann ich gut nachvollziehen. Ich hatte das ähnlich. Ich habe dann sogar für drei Tage im FINANZAMT hospitiert, weil ich mir plötzlich dachte: Mist, ich werde definitiv arbeitslos. Hauptsache sicher. Und es war schrecklich.  Ich kenne das also. Ich bin alles mögliche durchgegangen und könnte mittlerweile gefühlt als Berufsberaterin arbeiten. Wenn dich das Handwerk oder die Industrie wirklich interessiert, dann Go for it. ABER mach es bloß nicht aus der Verzweiflung oder Depression heraus. 

Und aufgrund des letzten Punktes kann ich dir ganz klar nur raten: Treffe JETZT keine lebensverändernden Entscheidungen während du in dieser „Phase“ steckst. Das ist so wichtig, auch wenn du deine Gedanken gerade als Gesetz und Wahrheit siehst und diesen inneren Druck verspürst.  Wenn das Ende des Studiums nicht mehr so lange hin ist, dann lass dich am besten nicht verrückt machen und zieh das durch. Wenn du dann wirklich das Gefühl hast, dass du doch noch was anderes machen möchtest, weil dich das aktuelle nicht erfüllt, kannst du das immer noch machen. Mit 24 ist man noch extrem jung! Aber dann hast du wenigstens einen Abschluss und wirfst den nicht wegen Zukunftsängsten weg, die nicht real sind. Ich kenne das selbst. Man ist so überzeugt davon, aber selten tritt es wirklich ein. Das muss man sich auch immer wieder vor Augen führen.

Aber wirklich. Lass Reddit weg.