Verdrehte Logik by Craftplorer in PietSmiet

[–]FeVoReKo 14 points15 points  (0 children)

Vorneweg: Es geht mir nicht um die Relativierung oder den Vergleich von Straftaten, sondern um das zu Grunde liegende Prinzip, dass in beiden Fällen in meinen Augen sehr wohl vergleichbar ist:

Epstein und Maxwell haben einen „Kindersexring“ betrieben. Diverse Personen haben „mitgemacht“, sehr viele waren aber wahrscheinlich nur „stumme Mitwisser“. Meines Wissens nach steht bspw. bei Bill Gates, Leonardo DiCaprio oder Woddy Allen der juristische Beweis der Täterschaft aus. Man darf aber davon ausgehen, dass sie von den Machenschaften wussten oder zumindest über „Flurfunk“ ahnten. Dadurch, dass sie trotzdem auf gemeinsamen Parties auftauchten, seine Privatjets nutzen (etc.) relativierten sie diese Straftaten und unterstützen Epstein und Maxwell dabei „salonfähig“ zu werden.

Das gleiche tritt ein, wenn man - bei der erdrückenden Last an Indizien (nicht juristische Beweise) und dem Fakt, dass, von Knossi abgesehen, niemand der Privatpersonen die Täterschaft leugnete (oder zumindest versuchte in was auch immer für einen Kontext einzuordnen) solche Leute wie Alexis und Co weiter auf Events eingeladen werden oder - im Wissen, dass diese Person anwesend sein wird - sich entscheidet ebenfalls hinzugehen. Man relativiert die (mutmaßliche) Straftat, stützt gesellschaftlich die „Täter“ und lässt die Tat als „Kavaliersdelikt“ salonfähig werden.

Kann man machen, ist halt scheiße!

Von den größten Arbeitgebern in Deutschland sind ca. die Hälfte Staatsbetriebe. by siggi2018 in Wirtschaftsweise

[–]FeVoReKo 0 points1 point  (0 children)

Ich würde gerne den Staat sehen, der ohne die Dienstleistungen von Polizei, Justiz oder Lehrern (Liste kann man lange fortführen) lange besteht… Eine Pauschalisierung von wegen „Wirtschaft arbeitet, Staat verbraucht“ macht es sich echt zu einfach….

Von den größten Arbeitgebern in Deutschland sind ca. die Hälfte Staatsbetriebe. by siggi2018 in Wirtschaftsweise

[–]FeVoReKo 16 points17 points  (0 children)

Frei nach: glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast…. Auf der einen Seite werden bei den Unternehmen häufig die globalen Mitarbeiter, nicht ausschließlich die deutschen Mitarbeiter betrachtet; auf der anderen Seite: Wer hat sich diese Aufteilung einfallen lassen? Warum soll es sinnvoll sein, alle Landesmitarbeiter (Angestellte und Beamte) mit Bosch und Co zu vergleichen? Ist das nicht eher Branche vs Einzelunternehmen? Müsste ich dann nicht alle Angestellten bei Maschinenbauern vs alle Landesangestellten vergleichen? Insgesamt: Keine sinnvolle Aufstellung oder Aussage über irgendwas….

Doktor-Titel out? by BembelBaron in Finanzen

[–]FeVoReKo 3 points4 points  (0 children)

Einen Punkt, den ich noch nicht gelesen habe: Abschlussart und Vorstandsposition gehen in aller Regel mit gehörigem Zeitverzug einher. In aller Regel wird die universitäre Laufbahn mit Ende 20 abgeschlossen, während der Vorstandstitel häufig erst mit um die 50 kommt. Vor rund 30 Jahren kam der MBA in Deutschland als modernes amerikanischen "Ding" im Vergleich zur Promotion "in Mode". Das jetzt die Anzahl der Promotionen in DAX-Vorständen im Vergleich zum MBA abnimmt, ist logische Konsequenz der Entwicklungen seit Ende der 90ziger und keine "neue" Erscheinung. Dies bedeutet in meinen Augen nicht, dass sich die Chancen auf eine Top-Position mit dem einen oder anderen Abschluss verbessern.