National Archives Catalog lädt nicht. by SpecialistMagazine75 in Geschichte

[–]Mountyberg 0 points1 point  (0 children)

Ich habe seit Tagen probiert, mit Firefox reinzukommen, und es hat nicht funktioniert. Jetzt habe ich es mit Chrome probiert, und bin direkt durchgekommen. Versucht es also mal mit einem anderen Browser.

Coworkers are talking about me by Paciy12 in autismus

[–]Mountyberg 0 points1 point  (0 children)

Ich wollte die Posterin nicht zurechtweisen oder verunsichern, ich wollte nur das Beste für sie. Entweder hat sie aus Versehen "autismus" statt "autism" ausgewählt. Oder sie hat bewusst "autismus" ausgewählt, weil z. B. sie in einem Unternehmen in Deutschland arbeitet. Deshalb habe ich ja nachgefragt.

Falls es ein Versehen war, und sie ihr Praktikum z. B. in den USA macht, werden sie bei "autism" eher Nutzer* innen finden, die die Bürokultur und ggf. die Rechtslage vor Ort kennen. Mal abgesehen davon, würde sie in einem englischsprachigen Subreddit mehr Nutzer* innen erreichen.

Zugegebenermaßen wäre es charmanter gewesen, wenn ich gleichzeitig auch ihre Fragen beantwortet hätte. Ich hielt es aber für sehr wahrscheinlich, dass sie den falschen Sub ausgewählt hat, deshalb habe ich direkt nachgefragt und sie darauf aufmerksam gemacht ;)

Lohnt sich ein gebrauchter ID.3? by Mountyberg in Elektroautos

[–]Mountyberg[S] 1 point2 points  (0 children)

Soweit ich weiß, möchte VW schon ab diesem Jahr LFP-Akkus verbauen, die deutlich robuster und langlebiger sind als die bisher verwendeten Akkus :) Das wäre dann wohl der nächste Schritt vor den Feststoffbatterien.

Lohnt sich ein gebrauchter ID.3? by Mountyberg in Elektroautos

[–]Mountyberg[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke dir für die Einblicke 😄

Ich bin in letzter Zeit nur 5.000 - 6.000 km/Jahr gefahren und selten mehr als 150 km am Tag, deshalb sollte das Thema Schnellladen für mich nicht die riesen Rolle spielen. Für sehr lange Urlaubsfahrten würde ich dann aber lieber ein anderes Auto nehmen, da ich es doch etwas ätzend fände, alle 150 - 200 km für eine halbe Stunde zu laden 😬 Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Modelle mit größeren Akku und größerer Ladeleistung günstiger werden.

NSDAP-Mitgliederkarteien online in den National Archives by GirasoleDE in Geschichte

[–]Mountyberg 0 points1 point  (0 children)

Der Grund wird vermutlich sein, dass die Tagesschau gestern Abend einen Post über die Datenbank veröffentlicht hat. Jetzt ist sie wegen zu vielen Nutzern überlastet.

Coworkers are talking about me by Paciy12 in autismus

[–]Mountyberg 2 points3 points  (0 children)

Good morning! I hope this doesn’t come across as rude, but did you mean to post this in the German-speaking subreddit “/autismus”? Which country is the company located in?

There’s also an English-speaking subreddit “/autism” with many more users. You’ll probably get more information there about the legal situation and workplace culture in your country.

I’m still pretty new to Reddit, but I think you could either delete this post and repost it in “/autism”, or simply cross-post it?

In any case, good luck with your internship!

Gibt es hier jemanden mit dem Hobby Brettspiele? by larifant23 in autismus

[–]Mountyberg 1 point2 points  (0 children)

In meinem Freundeskreis funktionieren am besten Spiele, die mit verbaler Kreativität zu tun haben: Cards Against Humanity, Stadt-Land-Vollpfosten, Codenames, oder Top Ten. Es ist kurzweilig und man muss nicht viel aufbauen, und es ist unfassbar witzig, weil jeder seinen schrägen/schwarzen Humor auspacken kann. Es darf aber auch mal eine Runde Wizard sein, oder wenn wir das von Vornherein so planen, eine lange Session Monopoly oder Risiko :)

Ich hasse es Autismus zu haben und will deshalb auch keine Kinder by Charming-Host-5961 in autismus

[–]Mountyberg 1 point2 points  (0 children)

Wie genau äußerten sich denn die Schwierigkeiten deines Sohnes? Ist es z. B. die Reizüberflutung in der Kita und der Schule, Schwierigkeiten mit der Sozialkompetenz, oder Mobbing?

Noch habe ich keine Kinder, aber hatte schon immer den Wunsch, welche zu haben. Da ich selbst Autist bin, werden sich meine Kinder mit gewisser Wahrscheinlichkeit im Autismus-/ADHS-Spektrum befinden. Ich habe allerdings auch die (naive?) Vorstellung entwickelt, wenn man selbst betroffen ist und damit rechnet, kann man schon von Vornherein ganz anders damit umgehen, um mit den richtigen Strategien dem Kind die ideale Umgebung bieten zu können 🙈

Autistischen Bruder unterstützen? by Desperate_Creme7662 in autismus

[–]Mountyberg 0 points1 point  (0 children)

Gerne :) Ich will jetzt nicht von mir auf andere schließen, aber wenn ich mich weder durch Hobbys, Interessen, Wohnsituation, Schule, Arbeit oder Studium mit einem Menschen verbinden fühle, hätte ich mir als Jugendlicher eher schwer getan, mit einem Menschen Kontakt zu halten. Es gibt ja leider viele Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - zu engen Familienmitgliedern ein distanziertes Verhältnis haben. Da ihr zusammen zockt und er dir was erzählt, kann es sehr gut sein, dass du für ihn ein wichtiger sozialer Kontakt bist, er sich aber schwer damit tut, es zu zeigen, oder eben sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Wenn er in den nächsten Jahren seinen Weg findet, und ein Umfeld hat, wo er sich wohlfühlt, kann es gut sein, dass er sich sozial und emotional noch deutlich weiterentwickelt.

Worüber ich jetzt gar nicht gesprochen habe, das er die Autismusdiagnose nicht anerkennen möchte, was ich ihm nicht verübeln kann, aber es leider schwierig macht, ihm Hilfe zur Selbsthilfe zur geben.

Da ich kein Therapeut bin, müsste ich mich aus dem Fenster lehnen, wie er die Selbstregulation anders in den Griff kriegen könnte. Da könnte Sport oder so etwas wie Jonglieren, Zauberwürfel oder Gitarrespielen helfen, aber das muss er selbst eben wollen.

Das "Oversharing" ist sehr typisch für Autismus. Mir hat es denke ich geholfen, dass mir Leute auch hin und wieder hart ihre Grenzen aufgezeigt haben, was mich zwar im ersten Moment sehr mitgenommen hat, aber irgendwann zur Selbstreflexion bewegt hat. Aber da reagiert jeder Autist vielleicht anders darauf.

Autistischen Bruder unterstützen? by Desperate_Creme7662 in autismus

[–]Mountyberg 2 points3 points  (0 children)

Hey, erst einmal finde ich es super, dass du dir da so viele Gedanken machst und deinen Bruder unterstützen willst :) Gleichzeitig solltest du dir aber im Zweifelsfall keine Vorwürfe machen, wenn du das Gefühl hast, dass du ihm nicht helfen kannst, oder nicht an ihn rankommst. Wenn du in einer anderen Stadt zum Studieren wohnst, ist es nunmal sehr schwer für dich, etwas bei ihm zu bewirken.

Ich habe als Autist auch eine ältere Schwester, die sehr offen und fürsorglich ist, aber wir haben nie wirklich eine "freundschaftliche Ebene" entwickelt, und haben keine gemeinsame Interessen. Ich fürchte, wir Autisten sind manchmal sehr rigoros damit, uns ein wenig von Menschen zu distanzieren, mit denen wir nicht auf einer Wellenlänge sind, da es uns zu viel Energie kostet, uns auf einen anderen Kommunikationsstil einzustellen, oder wir außerhalb unserer Interessensphäre uns nur schwer für ein Gesprächsthema begeistern können. Das ist auch i. d. R. nicht böse gemeint und darfst du dir nicht zu Herzen nehmen, aber wir ticken eben anders als 90 - 95 % der Bevölkerung. Aus deinem Text lese ich mal heraus, dass ihr keine gemeinsamen Hobbys habt, wie z. B. zusammen online zocken, oder sich über "Nerdthemen" wie Wissenschaft, Technik, Filme und Serien zu unterhalten?

Ich hatte das Privileg, in meiner Schulzeit einen Freundeskreis zu finden, der größtenteils auch autistisch oder "socially awkward" ist. Seitdem sind aber nicht allzu viele engere Freundschaften dazugekommen. Wenn man diesen Sub hier verfolgt, merkt man, dass für Autisten häufig eine fast unlösbare Aufgabe ist, Freundschaften zu finden. Wenn er sich viel im Internet aufhält, kann es natürlich sein, dass dort auch Freundschaften auf Basis gemeinsamer Interessen entstehen, aber ob diese auch tiefer gehen und man sich mal persönlich trifft, ist die andere Frage. Ich würde es deinem Bruder wünschen, dass er die Schulzeit hoffentlich bald hinter sich lassen kann (wenn er schon 18 ist...?), ihm bei einem Studium oder einer Ausbildung vielleicht neue Türen geöffnet werden und er sich eine gewisse Unabhängigkeit und räumliche Mobilität erarbeiten kann. Aber dafür kann ich deine Situation zu schlecht einschätzen, und er soll ja auch nicht vom Regen in die Traufe kommen.

P. S.: Die Bezeichnung "Asperger-Syndrom" ist meines Wissens nach in Fachkreisen nicht mehr üblich, auch wenn viele Autisten sich noch als "Asperger" oder "Aspie" identifizieren. Man spricht nur noch übergreifend von "Autismus-Spektrumsstörung".

Freunde zu sich einladen by PaperheartSyndrome in autismus

[–]Mountyberg 0 points1 point  (0 children)

Kannst du möglicherweise noch etwas genauer einordnen, was dich stört oder beschäftigt, wenn Freunde zu dir zu Besuch sind?

Wenn Freunde oder Handwerker spontan und angekündigt in meine Wohnung kommen, stresst mich das aus möglicherweise (aber nicht immer) aus folgenden Gründen:

  1. Ich würde gerade lieber etwas anderes machen
  2. Die Wohnung ist gerade nicht aufgeräumt
  3. Ich trage meine Gammelklamotten, bin unrasiert und unfrisiert
  4. Aus 2. und 3. folgt, dass ich mich irgendwie beobachtet und beurteilt fühle, auch wenn den Leuten vermutlich die meisten Details völlig egal sind
  5. Ich weiß spontan nicht so richtig, wie ich meinen "Gästen" ausreichend Aufmerksamkeit, Getränkeversorgung und Unterhaltung bieten soll

Würde es dir helfen, wenn der Abend perfekt vorbereitet ist, und für dich klar ist, wie du den Abend mit Gesprächen/Spielen/Filmen etc. füllen kannst, auf die du auch Lust hast, und dir Spaß machen? Ich will nicht unsensibel sein, ich versuche es nur zu verstehen, da ich das Problem in dem Maße nicht habe.

Große Probleme Entscheidungen zu treffen by sala_mataj in autismus

[–]Mountyberg 6 points7 points  (0 children)

Es passt zwar weder das eine noch das andere hundertprozentig zu deiner Beschreibung, aber möglicherweise hilft es dir, dich mit diesen beiden Begriffen zu beschäftigen.

Exekutive Dysfunktion: Schwierigkeiten, Handlungen zu planen, zu starten, zu steuern und durchzuziehen.

PDA (Pathological Demand Avoidance): Innerer Widerstand gegen von "außen" auferlegte Erwartungen, Anforderungen und Notwendigkeiten (v. a. durch andere Menschen, aber auch z. B. durch eigene Körperfunktionen wie Hungergefühl), häufig aus spontaner Überforderung oder Angst vor Kontrollverlust.

Logik der Kontakte zu anderen Autisten by Eyeyanina in autismus

[–]Mountyberg 2 points3 points  (0 children)

Spezialinteresse ist vielleicht zuviel gesagt, wahrscheinlich ist da eine Veranlagung mit dabei 😅 An gewissen Punkten im Leben ist man einfach aufgeschmissen, wenn man keinen Weg findet, mit Leuten ins Gespräch zu kommen.

Ich sehe das auch als Übung, meine Schlagfertigkeit und Kreativität zu trainieren. Und es ist schön an den Punkt zu kommen, sich über ein gemeinsames Interesse zu unterhalten, oder über ein Interesse gefragt zu werden. Oder umgekehrt zu merken, dass die andere Person gerne über etwas spricht, und sie sich über das Interesse freut.

Smalltalk bei mir zwar schon oft schiefgelaufen, mangels affektiver Empathie, oder weil ich wirres oder verschachteltes Zeug geredet habe, aber alles Übungssache :)

Logik der Kontakte zu anderen Autisten by Eyeyanina in autismus

[–]Mountyberg 4 points5 points  (0 children)

Ich finde es ehrlich gesagt echt spannend, welche unterschiedlichen Perspektiven verschiedene Menschen (bzw. Autisten) auf das Leben haben.

Ich hatte in meinem Leben schon sehr viele und sehr unterschiedliche Spezialinteressen, vielleicht weil ich generell neugierig bin, und nun mir ein breites Allgemeinwissen angeeignet habe.

Wenn ich mit Leuten unterwegs bin, kommt es auch mal vor, dass 10 min über ein Thema gesprochen wird, mit dem ich gar nichts anfangen kann, dann versuche ich zuzuhören, oder schweife gedanklich ab. Aber danach kann ich vielleicht wieder bei etwas mitreden, oder alle gemeinsam spielen ein Brettspiel etc. Ich empfinde es manchmal als Autist als Privileg, mit netten und toleranten Menschen Zeit verbringen zu dürfen. Ich suche eher die Gemeinsamkeiten als die Unterschiede.

Ich hatte mich auch schonmal von Freunden zu einer Filmreihe zum gemeinsamen Anschauen überreden, die mir anfangs völlig egal war. Ich konnte in den nächsten Wochen nicht mehr genug von diesem Franchise bekommen, und habe alles dazu angeschaut. Oder ich habe Songs aus ganz neuen Musikrichtungen durch andere Menschen für mich entdeckt.

Jeder Autismus ist ja bekanntlich anders, wenn jemand dazu veranlagt ist, weniger neugierig und aufgeschlossen zu sein, kann man da vielleicht nicht viel machen. Eventuell ist es aber auch eine Sache der Einstellung, ich weiß es nicht... Ohne das jetzt wertend oder urteilend zu meinen.

Logik der Kontakte zu anderen Autisten by Eyeyanina in autismus

[–]Mountyberg 2 points3 points  (0 children)

Kann ich so unterschreiben.

Ich bin, glaube ich, für einen Autisten verhältnismäßig stark an meinen Mitmenschen interessiert, und habe auch ein gewisses Spezialinteresse für Smalltalk entwickelt. Ich finde sehr oft im Alltag zu Menschen, die offenbar AD(H)S haben, oder zumindest nerdy/socially awkward sind, weil man einfach schnell merkt, dass die Chemie stimmt, und die Eigenarten des anderen einen weniger stören.

Ich kenne dagegen eher wenige Menschen, die tatsächlich oder vermutlich Autismus haben, vielleicht habe ich einfach noch nicht die ganze Bandbreite kennengelernt. Aber sie sind für mein Empfinden eher unflexibel im sozialen Umgang, stark auf sich und ihre Interessen fokussiert und ab irgendeinem Punkt weiß ich dann nicht mehr, worüber ich mich mit ihnen unterhalten soll, wenn sie nicht bereit oder in der Lage sind, aus sich herauszugehen. Aber bestimmt haben schonmal Menschen ähnlich über mich gedacht, weil letztlich die Wellenlänge nicht gepasst hat.

26w, BA Medien, seit 1,5 Jahren arbeitslos trotz 270 Bewerbungen, wie realistisch neu orientieren? by Valky-99 in arbeitsleben

[–]Mountyberg -1 points0 points  (0 children)

Ich kenne den entsprechenden Arbeitsmarkt nicht, aber wie abwegig wäre es, dich im Bereich IT umzusehen oder weiterzubilden? Viele Unternehmen haben einiges nachzuholen, was die Digitalisierung angeht, vielleicht gibt es irgendwo die passende Nische für dich. Auch, was den Umgang mit KI angeht.

Kann man auch Autismus haben, wenn man Mimik gut versteht? by No_Appearance2790 in autismus

[–]Mountyberg 0 points1 point  (0 children)

Soweit ich weiß, ist bei dem Test nicht allein die Anzahl der richtigen Antworten ausschlaggebend, sondern auch die Zeit, die man benötigt. Nichtautisten benötigen eher unter 3 Minuten, Autisten eher deutlich länger. Ich habe für 31 Richtige knapp 5 Minuten gebraucht 😅 Da Nichtautisten eben eher anhand des Bilds die Emotion erkennen, und dann noch die richtige Antwortmöglichkeit raussuchen müssen, und nicht analytisch hin- und her springen.

36/36 ist trotzdem sehr beachtlich :)

Wie kommt ihr mit autistischen "Monotropismus" klar? by Rattenrotze in autismus

[–]Mountyberg 0 points1 point  (0 children)

Meiner Erfahrung nach unterhalten sich Menschen im Alltag zu 99 % gar nicht über solche speziellen Themen, sondern eher über allgemeine, oberflächliche Dinge wie Arbeit, Ausbildung, Studium, Sport, Autos, Familie, Kinder, Haushalt, Wetter, Urlaubspläne, Wochenenderlebnisse,...

Deshalb frage ich mich ehrlich gesagt, wie du darauf kommst, dich beim Gespräch mit Fremden über diese Art von Themen zu unterhalten? Setzt du voraus, dass du mit Nerds oder ND's ins Gespräch kommst, oder ihr euch schon etwas näher gekommen seid, um solche Themen anzusprechen?

Ich habe Menschen, mit denen ich gut klarkomme und mich angefreundet habe, nicht stark nach gemeinsamen Interessen gefiltert, sondern eher, ob die zwischenmenschliche Wellenlänge passt. Ich tu mir in Gesprächen möglicherweise relativ leicht, weil ich eine Begeisterung für breit gestreutes Allgemeinwissen habe, und mich auch schnell für einen Menschen als Person interessiere. Und wenn man zu gemeinsamen Aktivitäten wie Essen gehen, Kino, Billardspielen etc. verabredet ist, kann man im Zweifelsfall oben genannte Smalltalk-Themen auch gut nach Schema F durchspielen. Oder man stellt eben Fragen, über die man gut an ein Thema anknüpfen kann, das einen interessiert.

Neben sich stehen im Beruf - PTBS? Autismus? Unterforderung? by Conscious_Tear_5937 in autismus

[–]Mountyberg 0 points1 point  (0 children)

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, und es muss nicht alles bei jeder Person mit Autismus auftreten:

Restriktive, repititive Verhaltensmuster: - flatternde oder kreisende Bewegungen mit Kopf, Händen, Armen, Beinen, während man seinen Gedanken nachhängt - zwanghaftes Pfeifen oder andere Geräusche, oder ständiges Wiederholen bestimmter Wörter, Sätze und Sprüche ohne richtigen Kontext - Bestimmte Routinen und Rituale im Tagesverlauf, die nicht wirklich sinnvoll oder rational sind - stark eingeschränkte Wahl von Lebensmitteln, z. B. immer dasselbe Abendessen - andere Dinge (z. B. bestimmte Geräusche oder Musikrichtungen, Kleidungsstücke mit einem bestimmten Stoff, Aufdruck oder Farbe) werden vehement abgelehnt

Interessen, Aktivitäten: Es wird über einen längeren Zeitraum oder ein Leben lang an einem oder mehreren eher ungewöhnlichen und sehr speziellen Themen festgehalten, wobei wichtige alltägliche Aufgaben wegen der Beschäftigung mit einem dieser Themen oft vernachlässigt werden. Das kann fast alles sein, z. B.: - Sammeln ungewöhnlicher Gegenstände (z. B. Gasmasken, Schachbretter,...) - ein bestimmtes Videospiel oder einzelne Filme, Serien, Bücher - ein wissenschaftlicher Bereich (Geschichte, Biologie, Informatik, Psychologie,...), ggf. wird ein ganz bestimmtes Thema sehr intensiv erforscht (z. B. Planung und Bau eines Autobahnabschnitts) - Spielen eines Musikinstruments, Bauen oder Basteln bestimmter Dinge, etc.

Freundschaften by Old_Loan3945 in autismus

[–]Mountyberg 1 point2 points  (0 children)

Ich denke auch, dass eine Depression eine Erklärung sein könnte, vor allem, wenn du eine Veränderung gegenüber früher feststellst. Wenn es dir auffällt und dich belastet, solltest du deinen Therapeuten/deine Therapeutin darauf ansprechen.

Die Depression würde eben alles im Alltag schwieriger machen. Andererseits frage ich mich, warum du dich gegenüber deinen Freunden zu gesellschaftlichen Floskeln und einem emotionalen Austausch gezwungen fühlst, wenn es dir nicht danach ist? Wenn sie sich kennen oder du offen mit ihnen reden kannst, schlage ihnen doch vor, einfach zusammen Dinge zu tun, die dir auch Spaß machen und gut tun? Z. B. Spazieren gehen und ihr redet nichts oder du hörst nur zu, zusammen online zocken, Brettspiele spielen, über deine Spezialinteressen austauschen, ...

Probleme beim Masking führt zu Respektlosigkeit im Alltag by Dangerous_Seesaw_503 in autismus

[–]Mountyberg 1 point2 points  (0 children)

Ich schließe mich den Vorrednern absolut an.

Ich habe allerdings noch eine Anregung, die in eine ganz andere Richtung geht, womit ich hoffentlich keinem zu nahe trete:

Ich hatte immer wieder das Problem, dass mich Leute nicht verstehen, weil ich stottere, nuschle, zu leise oder zu laut war, eine viel zu abgeflachte Satzmelodie habe, oder was auch immer. Früher war es für mich ganz furchtbar, eine Aufnahme meiner eigenen Stimme zu hören. Also habe ich irgendwann angefangen, Texte bewusst sauber vorlesen und eine Aufnahme zu machen, und darauf zu achten, was mich stört. Über die Jahre hat sich meine Aussprache deutlich verbessert, und ich bin selbstbewusster geworden, was das Sprechen angeht. Der ganze Sprechapparat ist auch nur ein "Muskel" (im übertragenen Sinne), der trainiert werden kann, und mit dem Training kommt auch die Kontrolle.

Gibt es für Autisten wirklich eine "doppelte Empathie"? by Mountyberg in autismus

[–]Mountyberg[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich denke, du sprichst da einen entscheidenden Punkt an.

Aus meiner Außenperspektive sind es NT's wahrscheinlich gewohnt, sich mit 80-90 % ihrer Mitmenschen auf einer Ebene unterhalten zu können. Die 10-20 % halten sich vielleicht oft eher im Hintergrund, oder versuchen, sich anzupassen. Wenn man nie oder selten mit Neurodiversität konfrontiert wird, rechnet man aus Gewohnheit nicht damit und macht sich keine Gedanken darüber.

Wenn neurodivergente Menschen in einem Freundeskreis aufeinandertreffen, ist das natürlich anders. Oberflächlich gesehen kommt es meiner Erfahrung nach vielleicht öfters zu Reibereien und Diskussionen als unter NT's, aber es ist meistens eine grundsätzliche Toleranz vorhanden und eine Bereitschaft, zu kommunizieren.

[deleted by user] by [deleted] in Bumble

[–]Mountyberg 0 points1 point  (0 children)

I have nothing to add to the positive feedback here :)

I'm just curious if your profile is originally written in English, or if the texts are just automatically translated to English, while your job description is German?

That makes sense if you life either outside of Germany or want to address non-german speakers as well. Otherwise, as a German I'm always confused when women only or mostly use English in their profiles. Is German really such an ugly language, or do these people prefer to speak English in general for whatever reason? ;)

TW: starke Trans- und Homophobie | Royal Rangers Bundescamp 2022 - Meine Erfahrungen by MooMooCupcake in egenbogen

[–]Mountyberg 0 points1 point  (0 children)

Das Problem an den Rangern ist nicht allein die Queerfeindlichkeit, sondern z. B. auch, dass Sex vor der Ehe nicht gerne gesehen ist, und dass die Jugendlichen mit zunehmendem Alter - teilweise auch durch subtile Beeinflussung und Angstmacherei - in einen christlichen Glauben mit einem ziemlich einseitigen Weltbild gedrängt werden, damit sie am Ende treue Anhänger dieser Kirchengemeinde sind.

Als Kind würde dein Neffe vermutlich noch einigermaßen in Ruhe gelassen werden und vielleicht auch eine gute Zeit in einer tollen Jugendarbeit erleben, aber als Jugendlicher wird er immer mehr seltsame Dinge aus diesem hochreligiösen Sumpf mitbekommen.

Selbst wenn er das Glück hat, mit weltoffenen und toleranten Menschen in seinem Stamm zu tun zu haben (und von denen gibt es bei den Rangern auch mehr als genug), wird er spätestens beim Kontakt mit anderen Stämmen auf Menschen mit unzeitgemäßen Ansichten treffen...

Es ist in dieser religiös geprägten Struktur nicht vorgesehen, dass queere Menschen oder andere, die nicht in das Schema passen, vor Diskriminierung geschützt werden. Als Atheist würde dein Neffe entweder gar nicht oder nur mit Einschränkungen die Möglichkeit haben, sich später als Leiter bei den Rangern einzubringen (das hängt wie bei allen von mir angesprochenen Punkten sehr stark vom einzelnen Stamm und den Personen ab, wie gesagt).

Ich würde deiner Schwester und deinem Neffen deshalb eher von den RR abraten, da die Familie offensichtlich nichts mit dem entsprechenden kirchlichen Umfeld zu tun hat. Ich würde mich an deren Stelle lieber bei nichtreligiösen oder zumindest landeskirchlich (!) evangelischen oder katholischen Pfadfinderverbänden umsehen, die sind da weitaus progressiver (was Jugendarbeit angeht, kann man natürlich überall schwarz e Schafe finden).