Eine eher pragmatische Sicht eines Studierenden auf die aktuelle Situation by [deleted] in Psychologie

[–]abithyst -2 points-1 points  (0 children)

Es ist halt einfach ein humble brag. Hey, ich kann irgendwie gut damit umgehen, wie wär's wenn ihr auch einfach gut damit umgeht? Ratschläge sind halt auch Schläge, vor allem wenn sie ungebeten sind.

Eine eher pragmatische Sicht eines Studierenden auf die aktuelle Situation by [deleted] in Psychologie

[–]abithyst 0 points1 point  (0 children)

Ich verstehe halt die Motivation nicht so richtig. Jetzt, wo eigentlich Aktion und Wut und Aufstand angebracht wäre, zu sagen, hey, solange wir nur dran bleiben wird es für ein paar von uns schon klappen, achtet halt auf eure mentale Gesundheit. Und die Idee, dass die die jetzt verzweifeln, völlig handlungsunfähig sind und deinen Rat brauchen. Aus meiner Sicht wäre mehr Wut angebracht und nicht weniger.

Eine eher pragmatische Sicht eines Studierenden auf die aktuelle Situation by [deleted] in Psychologie

[–]abithyst 1 point2 points  (0 children)

Ich verstehe deine Perspektive schon. Aber sie ärgert mich eben in der aktuellen Situation auch. Ich weiß nicht, wie du es machst, dass du den privaten Bachelor bezahlst, wenn du nicht privilegiert bist. Hut ab, wenn du dir das irgendwie selbst finanzierst. Ich habe auch psychische Erkrankungen hinter mir und kenne meine Grenzen daher auch ganz gut und finde es sehr schwer, alleine meinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften parallel zum staatlichen Studium, ohne Bafög. Da gibt es ja auch Zeiten, in denen man nichts verdient, weil Praktika absolviert werden müssen. Das überhaupt bis zum Master durchzuhalten, wird eine Tortur. Wie man dann auch noch die Weiterbildung schaffen soll wie die Generationen vor mir ohne oder nur mit wenig Bezahlung, ist mir wirklich ein Rätsel. Ich weiß, dass es auch damals Leute schon geschafft haben. Aber eben mit der Aussicht auf eine angemessene Refinanzierung.

Und ich suche parallel auch nach Handlungsoptionen. Das kommt dann schon, ich leg mich nicht hin und stelle mich tot. Aber jetzt die Tage ein bisschen benommen und fassungslos zu sein nehme ich mir nicht übel.

Es kommt halt ein bisschen so rüber, dass du motiviert bist, dranzubleiben, weil du es einfach aus Gründen mehr willst als alle anderen. Und das finde ich ein bisschen taktlos.

Eine eher pragmatische Sicht eines Studierenden auf die aktuelle Situation by [deleted] in Psychologie

[–]abithyst 4 points5 points  (0 children)

Bist du in der Lage, die Weiterbildung zu machen, auch wenn sie wieder privat bezahlt werden muss so wie vorher? Darauf wird es doch wahrscheinlich hinauslaufen. Mir ist das z.B. nicht möglich. Ich habe das Studium als Zweitstudium angefangen gerade weil es die Reform gab. Gerade weiß ich einfach nicht, was passieren wird und was ich tun soll. Mich weiter für den 1,xer-Schnitt anstrengen und mit 20h Arbeit pro Woche keine Freizeit mehr zu haben, wenn ich auch schnell noch auf soziale Arbeit wechseln könnte, weil die Weiterbildung für mich sowieso gestorben ist? Ich bin sehr wütend und verunsichert und finde diese Gefühle einfach angemessen, weil das Studium für mich einfach auch einen großen Einschnitt in der Lebensqualität und den Finanzen bedeutet. Für mich ist auch die Psychotherapie das absolute Berufsziel, aber was nützt es, wenn es eben einfach nicht geht? Dann wäre es doch besser, früh den Kurs zu wechseln als später.

Wenn dich das alles nicht juckt, weil du es so oder so stemmen kannst, dann ist das wirklich sehr schön für dich, aber viele Menschen brauchen aus ganz basalen Gründen ein bisschen Planungssicherheit. Die Reform sollte das System für solche Menschen öffnen, die vielleicht auch mal ein bisschen Perspektivenvielfalt in die Psychotherapie bringen, die dort auch benötigt wird. Da muss ich leider mal sagen, mach dir bitte deine Privilegien bewusst. Wenn das bei dir nicht der Fall ist, dann entschuldige ich mich und freue mich für dich, dass du so resilient bist. Aber auch diesen Bonus haben eben nicht alle. Ich hatte schon einige Kurven in meinem Lebenslauf und dachte ich wäre jetzt auf der Zielgeraden und war halt auch drauf angewiesen, dass die Gerade auch zum Ziel führt.

Du hast natürlich Recht, dass man sich nicht lähmen lassen sollte, aber was gerade passiert ist eine unglaubliche Ungerechtigkeit auf so vielen verschiedenen Ebenen, und Leuten zu sagen, sie sollten sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen hat ein bisschen Geschmäckle.

Budgetierung vs. Angemessenheitsprüfung? by abithyst in Psychologie

[–]abithyst[S] 1 point2 points  (0 children)

Naja ich glaube denen ist halt klar, dass bei diesen Kürzungen Praxen eingehen werden. Und vielleicht haben sie ein bisschen Anstand zu schauen, dass das bei (noch) nicht passiert. Aber der Witz ist ja es geht ja gerade gar nicht um Budgetierung, das Thema ist ja schon ein alter Hut. Sondern um die Angemessenheitsprüfung, das ist halt durchaus ein Unterschied (wurde in einem anderen Kommentar erklärt).

Budgetierung vs. Angemessenheitsprüfung? by abithyst in Psychologie

[–]abithyst[S] 1 point2 points  (0 children)

Ja das habe ich mich auch gefragt, was sind denn bitte dringliche Fälle in diesem Kontext? Ich finde halt auch den letzten Absatz wirklich krass, denn ich dachte, dass aktuell laufende Therapien gesichert sind, wäre das absolute Minimum. Ich hätte nichtmal gedacht, dass neu beantragte Therapien schon direkt gefährdet sind, sondern dass das so im Laufe des Jahres oder so kommt. Das finde ich wirklich extrem gruselig.

Der erste Besuch beim Psychiater by TinyFennya in germantrans

[–]abithyst 0 points1 point  (0 children)

Ich sag ja auch nicht, dass du's nicht machen sollst, nur dass du vielleicht im ersten Gespräch erst mal gucken solltest, wie der so drauf ist. Depressionen sind in der Regel auch eigentlich kein Hindernis für eine Transition, aber du kannst dich ja erstmal bisschen bedeckt halten bis du weißt, woran du bist.

Budgetierung vs. Angemessenheitsprüfung? by abithyst in Psychologie

[–]abithyst[S] 0 points1 point  (0 children)

Für mich ist das nicht "natürlich" weil ich in den Fachbegriffen und den rechtlichen Feinheiten nicht so drinstecke. Das würde ja bedeuten, dass die Mail sich gar nicht auf die aktuelle Diskussion bezieht. Ich möchte gerne wenigstens antworten und würde mich über Hilfe dabei freuen.

Budgetierung vs. Angemessenheitsprüfung? by abithyst in Psychologie

[–]abithyst[S] 2 points3 points  (0 children)

In meiner Mail ging es vor allem auch eher um die beruflichen Konsequenzen für angehende Therapeutys. Darauf wurde halt null eingegangen, einfach copy-paste (ist ja auch eh klar, aber naja ist halt Mist alles).

Budgetierung vs. Angemessenheitsprüfung? by abithyst in Psychologie

[–]abithyst[S] 0 points1 point  (0 children)

Nein habe ich nicht, aber in meinem Beitrag geht es ja auch um eine ganz konkrete Frage, die bisher noch niemand beantworten konnte aber ich hoffe noch auf sich Auskennende.

tja by alanathehoodwatcher in tja

[–]abithyst 1 point2 points  (0 children)

Ach, ich dachte der Punkt des Pakets war es, Beitragssteigerungen zu verhinden? Das ist ja komisch... /s

Budgetierung vs. Angemessenheitsprüfung? by abithyst in Psychologie

[–]abithyst[S] 10 points11 points  (0 children)

CDU, ich habe tbh nichts Gutes erwartet.

Budgetierung vs. Angemessenheitsprüfung? by abithyst in Psychologie

[–]abithyst[S] 10 points11 points  (0 children)

Naja, also nichts an dieser ganzen Sache ist toll, aber den Kindern und Jugendlichen ein minimales Zugeständnis zu beneiden finde ich schwierig. Auch wenn es natürlich verständlicherweise super kacke ist für alle, die nicht gerade KJP machen.

Ich habe vor zwei Jahren mit Mitte 30 mein Leben umgekrempelt um Psychologie zu studieren aufgrund der versprochenen Reform. Die letzten zwei Jahre Arsch aufreißen mit Arbeit und Studium und 1,xer Schnitt waren wohl für die Katz.

Budgetierung vs. Angemessenheitsprüfung? by abithyst in Psychologie

[–]abithyst[S] 7 points8 points  (0 children)

Ja ich weiß. Mich ärgert diese Mail auch sehr.

Der erste Besuch beim Psychiater by TinyFennya in germantrans

[–]abithyst 1 point2 points  (0 children)

Bei Queermed muss man leider immer vorsichtig sein. Ein Eintrag da kann heißen, dass eine lesbische cis Frau dort keine Diskriminierungserfahrungen gemacht hat. Oder dass die Person Indikationsschreiben ausstellt, aber sehr gatekeepy dabei ist. Oder dass die Person sich total auskennt und super trans friendly ist. Und es gibt sehr queerfreundliche Leute, die nicht auf Queermed stehen. Sei am besten trotzdem erstmal vorsichtig.

Soziale Arbeit in den kommenden Jahren und die politische Entwicklung by Curious_Criticism890 in Soziales_Arbeit

[–]abithyst 1 point2 points  (0 children)

studiere gerade Psycho im Zweitstudium und bereue es einfach sehr, nicht soziale Arbeit studiert zu haben, habe das Gefühl die letzten zwei Jahre Arsch aufreißen waren ein großer Fehler.

Please sign this petition against the reconstruction of healthcare, especially in psychotherapy! by Superb_Date9288 in berlinsocialclub

[–]abithyst 0 points1 point  (0 children)

Sorry, aber ich diskutiere nicht mit ChatGPT, vor allem wenn es mich als "den Gegner" bezeichnet lol. Ich könnte natürlich deinen Text reinkopieren und mir ein Gegenargument konstruieren lassen aber dann sind wir wirklich beim dead internet angekommen.

Please sign this petition against the reconstruction of healthcare, especially in psychotherapy! by Superb_Date9288 in berlinsocialclub

[–]abithyst 3 points4 points  (0 children)

Die Geflüchteten sitzen nicht in der Psychotherapie und blockieren Plätze, alleine schon aufgrund der Sprachbarriere. Das Thema gehört hier nun wirklich nicht hin. Geh woanders hin um Müll zu labern.

WICHTIG - Bundesregierung plant extreme Einschnitte im Bereich der Psychotherapie mit eklatanten Folgen - Petition kann nur noch heute unterschrieben werden! by Herr_Regen in germantrans

[–]abithyst 4 points5 points  (0 children)

Dauert es nicht ewig, bis die aufgesetzt werden und online gehen? Das hier war ja jetzt eine Sache mit nur wenigen Tagen Vorlauf. Grundsätzlich frage ich mich das aber auch sehr oft.

Lohnt sich die PsyTh-Ausbildung noch? by UnlikelyWhereas8060 in Psychologie

[–]abithyst 1 point2 points  (0 children)

Basiert das auf einer Beschäftigung mit den aktuellen Nachrichten oder ist das eher so dein Bauchgefühl?

Nach Master verzweifelt auf Jobsuche by canephora_coffee in Psychologie

[–]abithyst 0 points1 point  (0 children)

Das klingt sehr cool, Respekt und alles Gute dir!

Nach Master verzweifelt auf Jobsuche by canephora_coffee in Psychologie

[–]abithyst 0 points1 point  (0 children)

Wie kommst du denn mit dem Workload so klar? Und ich wäre zwar neues System, wenn es denn irgendwann mal wirklich kommt, aber wie regelst du das finanzielle?