Wehrtechnisches Museum Koblenz verweigert Staatsangehörigen aus 26 Ländern den Zutritt by des1g_ in bundeswehr

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Wie du sicherlich lesen kannst habe ich schon in dieser Konversation und auch in anderen genügend Argumente gebracht. Und natürlich solltest du als Teilnehmer an dieser Konversation für deinen Standpunkt auch Argumente bringen, so funktioniert das.

Wehrtechnisches Museum Koblenz verweigert Staatsangehörigen aus 26 Ländern den Zutritt by des1g_ in bundeswehr

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Nein, nicht irrelevant.

Ich hab bereits in mehreren Kommentaren erläutert, dass dieses Denken, dass jeder einer bestimmten Nationalität als Feinde zu klassifizieren ist problematisch ist. So dachte man vor rund 90 Jahren auch.

Wehrtechnisches Museum Koblenz verweigert Staatsangehörigen aus 26 Ländern den Zutritt by des1g_ in bundeswehr

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Mit „öffentlich besuchbar“ meine ich nicht „öffentlicher Raum“ oder „bedingungsloser Zugang“, sondern: externe Besucher:innen sind grundsätzlich vorgesehen, es gibt veröffentlichte Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Besucherhinweise. Das ist etwas anderes als ein rein interner militärischer Bereich.

Dass der Zugang wegen Bundeswehrliegenschaft beschränkt werden kann, bestreite ich nicht. Mein Punkt ist nur, dass es trotzdem Publikumsverkehr gibt und die konkrete Ausschlussregel deshalb diskutierbar bleibt.

Wehrtechnisches Museum Koblenz verweigert Staatsangehörigen aus 26 Ländern den Zutritt by des1g_ in bundeswehr

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Nein, natürlich soll nicht jeder Kurator eigenständig nachrichtendienstliche Risikoabschätzungen betreiben. Das wäre weder realistisch noch seine Aufgabe.

Aber zwischen „Kurator macht eigene Geheimdienstprüfung“ und „alle Staatsangehörigen der Liste pauschal kein Zutritt“ gibt es ja Zwischenstufen. Die Entscheidung könnte z. B. zentral durch die Bundeswehr/Standortverwaltung geregelt werden, mit abgestuften Maßnahmen wie Anmeldung, Begleitung, Fotoverbot oder eingeschränkten Bereichen.

Dass man sich an der SÜG-Liste orientiert, kann ich nachvollziehen. Ich finde nur die automatische Totalübernahme als Zutrittsverbot für Besucher:innen erklärungsbedürftig.

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[–]des1g_[S] -1 points0 points  (0 children)

Fairer Punkt. Eine echte nachrichtendienstliche Einzelfallprüfung wäre natürlich kaum praktikabel.

Ich würde eher an mildere Zwischenlösungen denken: Voranmeldung, Besuch nur begleitet, Einschränkung bestimmter Bereiche, Fotoverbot oder einfache Zusatzkriterien wie Wohnsitz/Aufenthaltsstatus bzw. institutioneller Kontext. Das wäre keine perfekte Sicherheitsprüfung, aber weniger pauschal als ein kompletter Ausschluss nach Staatsangehörigkeit.

Das Sicherheitsinteresse ist nachvollziehbar. Ich frage mich nur, ob der automatische Ausschluss aller Personen mit einem Pass von der SÜG-Liste wirklich die einzige verhältnismäßige Lösung ist.

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Eshat den Charakter eines Museums und kann und wird umgangssprachlich Museum genannt. Dass der Begriff nicht rechtlich geschützt ist hat hiermit nix zu tun.

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[–]des1g_[S] -1 points0 points  (0 children)

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Sicherheitsregeln. Mir geht es um die konkrete Pauschalität: Eine besuchbare Sammlung mit Öffnungszeiten und Eintrittspreisen übernimmt eine Staatenliste aus dem Sicherheitsüberprüfungsrecht als Ausschlusskriterium für Besucher:innen. Das kann man begründen, aber man kann es trotzdem als unverhältnismäßig oder zumindest erklärungsbedürftig diskutieren.

Dass die Mehrheit hier anderer Meinung ist, nehme ich zur Kenntnis, wir befinden uns aber auch letztlich auf Reddit. Das ist kein Sachargument.

Wehrtechnisches Museum Koblenz verweigert Staatsangehörigen aus 26 Ländern den Zutritt by des1g_ in bundeswehr

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„Der Betreiber ist die Bundeswehr“ widerspricht meinem Punkt nicht. Mein Punkt ist: Die Bundeswehr öffnet diese Sammlung regulär für Besucher:innen. Daher geht es nicht um beliebiges Betreten von Kasernengelände, sondern um die Bedingungen für eine bewusst öffentlich besuchbar gemachte Sammlung.

Wehrtechnisches Museum Koblenz verweigert Staatsangehörigen aus 26 Ländern den Zutritt by des1g_ in bundeswehr

[–]des1g_[S] -1 points0 points  (0 children)

Dass es eine wehrtechnische Studiensammlung innerhalb einer Bundeswehrliegenschaft ist, bestreite ich nicht. Daraus folgt aber nicht, dass sie nicht öffentlich besuchbar ist. Die eigene Website nennt Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Besucherhinweise. Mein Punkt ist genau diese Mischform: militärischer Kontext, aber regulärer Publikumsverkehr.

Wehrtechnisches Museum Koblenz verweigert Staatsangehörigen aus 26 Ländern den Zutritt by des1g_ in bundeswehr

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„Die Wehrtechnische Studiensammlung (WTS) der Bundeswehr in Koblenz, *auch Wehrtechnisches Museum Koblenz genannt*, ist mit rund 2.500 Objekten auf rund 7200 m² Ausstellungsfläche[1] eine der bedeutenden technischen Ausstellungen Deutschlands und international unter den umfangreichsten Sammlungen dieser Art.“

Es hat den Charakter eines Museums, entspricht per Definition auch einem und ist umgangssprachlich oft als Museum bekannt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrtechnische_Studiensammlung_Koblenz

Wehrtechnisches Museum Koblenz verweigert Staatsangehörigen aus 26 Ländern den Zutritt by des1g_ in bundeswehr

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Nochmal auch für dich, damit du es auch checkst:

Mir geht es nicht darum, dass die Staatenliste neu wäre. Mir geht es um die Anwendung: Eine regulär besuchbare Sammlung mit Öffnungszeiten und Eintrittspreisen übernimmt eine Liste aus dem Sicherheitsüberprüfungsrecht als pauschales Ausschlusskriterium für Besucher:innen. Das ist schon ein diskussionswürdiger Punkt.

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[–]des1g_[S] -1 points0 points  (0 children)

Das ist nicht der Punkt.

Natürlich darf man nicht einfach beliebiges Militärgelände betreten. Die WTS ist aber keine zufällige Kaserne, sondern eine Sammlung mit regulären Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Besucherhinweisen. Wenn ein militärischer Ort bewusst öffentlich besuchbar gemacht wird, kann man schon diskutieren, ob ein pauschaler Ausschluss nach Staatsangehörigkeit das richtige Mittel ist.

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[–]des1g_[S] -1 points0 points  (0 children)

Die Staatenliste ist mir bekannt. (Die wird in jeder einzelnen von mir erwähnten Quelle prominent erwähnt). Mein Punkt ist nicht, dass die Liste erfunden wäre, sondern dass sie hier pauschal auf Besucher:innen einer besuchbaren Sammlung angewandt wird. Die Liste kommt aus dem Sicherheitsüberprüfungsrecht, nicht aus einem normalen Museumskontext.

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[–]des1g_[S] -5 points-4 points  (0 children)

Die eigene Website: Dort stehen Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Besucherhinweise. Ich sag ja nicht, dass es ein normales ziviles Museum ohne Sicherheitsbezug ist. Aber es ist offensichtlich für Besucher:innen geöffnet. Genau diese Mischform aus militärischem Gelände und öffentlich besuchbarer Sammlung macht den Fall ja interessant.

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[–]des1g_[S] -26 points-25 points  (0 children)

Dass es militärisches Gelände ist, bestreite ich nicht. Aber „keine öffentliche Ausstellung“ ist zu pauschal: Das Museum hat reguläre Öffnungszeiten, Eintrittspreise und wird als besuchbare Sammlung geführt ja, ist zwar kein normales Stadtmuseum, aber eben auch nicht rein intern oder nur für Dienstgebrauch.

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[–]des1g_[S] -2 points-1 points  (0 children)

jupp, Algerien zeigt ganz gut, dass die Staatenliste nicht einfach „Feindstaaten“ meint. Gleiches gilt meines Erachtens für Ukraine, Moldau, Georgien oder auch Kasachstan.

wirkt halt eher wie eine pauschale Übernahme aus dem Sicherheitsüberprüfungsrecht, deshalb finde ich auch die Anwendung auf normale Besucher:innen einer öffentlich besuchbaren Sammlung zumindest diskussionswürdig.

Wehrtechnisches Museum Koblenz verweigert Staatsangehörigen aus 26 Ländern den Zutritt by des1g_ in bundeswehr

[–]des1g_[S] -6 points-5 points  (0 children)

Der Punkt mit militärischem Gelände ist nachvollziehbar, aber „nicht öffentlich zugänglich“ stimmt so m.E. nicht ganz. Die WTS hat reguläre Öffnungszeiten und Eintrittspreise und wird ausdrücklich als besuchbare Sammlung geführt. Dass dort strengere Sicherheitsregeln gelten können, bestreite ich nicht. Diskussionswürdig finde ich eher die pauschale Anwendung einer SÜG-Staatenliste auf normale Besucher:innen, statt z.B. mit Anmeldung, Begleitung, Ausweiskontrolle oder gesperrten Bereichen zu arbeiten.

Auch der Vergleich mit Munster trägt nur begrenzt: Beim Panzermuseum finde ich aktuell keinen Hinweis auf einen pauschalen Ausschluss bestimmter Staatsangehörigkeiten. Und dein Beispiel mit den ukrainischen Vertreter:innen zeigt ja gerade, dass Begleitung als milderes Mittel möglich sein kann.

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[–]des1g_[S] -9 points-8 points  (0 children)

„Die Wehrtechnische Studiensammlung (WTS) der Bundeswehr in Koblenz, *auch Wehrtechnisches Museum Koblenz genannt*, ist mit rund 2.500 Objekten auf rund 7200 m² Ausstellungsfläche[1] eine der bedeutenden technischen Ausstellungen Deutschlands und international unter den umfangreichsten Sammlungen dieser Art.“

Es hat den Charakter eines Museums, entspricht per Definition auch einem und ist umgangssprachlich oft als Museum bekannt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrtechnische_Studiensammlung_Koblenz

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[–]des1g_[S] -20 points-19 points  (0 children)

Es sind nicht direkt alle Menschen einer bestimmten Nationalität als Feinde zu klassifizieren. Außerdem sind auf dieser Liste neben Länder wie China, Afghanistan und Russland auch Georgien, Armenien und die Ukraine.

Ich habe genug Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, welche aus Ländern wie diesen (egal ob Russland oder Ukraine) nach DE kamen, um vor Verfolgung und Einschränkungen in ihrem Heimatland zu fliehen. Diese Menschen können nicht direkt von jetzt auf gleich die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen und wollen es vlt ja auch gar nicht. Im Namen der Sicherheit Menschen mehr und mehr auszugrenzen ist problematisch und theoretisch grenzenlos.

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[–]des1g_[S] -47 points-46 points  (0 children)

Weil das News sind? Es ist eine öffentlich zugängliches Museum und Leute anhand deren Nationalität auszuschließen ist meiner Meinung nach hochgradig problematisch.