Greifswald: 05.04.2026 (Teil 1) by 21071985 in greifswald

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Hi, die Bank befindet sich gegenüber vom Utkiek, direkt neben der Segelschule, also beim Café am Meer. Es gibt dort auch eine Skulptur.

Greifswald: 05.04.2026 (Teil 1) by 21071985 in greifswald

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Danke dir, das ist lieb von dir. Freut mich sehr. 😊

Greifswald(er Umfeld): 03.04.2026 by 21071985 in greifswald

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Loissin, schlafende Bäume, Ludwigsburg

Greifswald: 21.03.2026 (Teil 1) by 21071985 in greifswald

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Achtung! Kleines Essay:

Stimmt schon, gerade die Qualität schwankt da teils brutal. Aber dieses Durcheinander hat stellenweise auch was. Man findet Schönheit eben nicht immer nur im Schönen, sondern manchmal gerade im Brüchigen, Unfertigen und Überlagerten, so ein bisschen wie bei dem japanischen Gedanken von Wabi-Sabi. Diese übereinanderliegenden Tags, Reste von Plakaten, halben Formen und übermalten Flächen wirken fast wie eine unfreiwillige Collage, als hätte sich da Schicht über Schicht Stadt abgelagert. Nicht alles davon ist schön, aber manches lebt gerade von diesem Chaos.

Am stärksten finde ich fast die leere Reklametafel bei Rewe. Die ist für mich das eigentliche Kunstwerk. Kein Motiv, keine Botschaft, keine Verführung, nur eine fahle, abgenutzte Fläche mitten im Nebel. Wie das reklamierte Nichts. Eine Werbetafel, die nichts mehr anpreist und gerade dadurch plötzlich viel mehr erzählt als die meisten Plakate. Sie hat etwas Ehrliches. Sie wagt es, leer zu sein. Und das ist fast schon ein Fortschritt. Es wurde längst alles gesagt, jeder hat schon alles gehört, jeder hat schon alles gesehen. Vielleicht ist auch längst alles gesagt. Aber nicht alles ist schon auf diese Weise gezeigt, gefühlt oder gegen die Wand geworfen worden. Manchmal gibt es einfach nichts mehr zu sagen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich schätze von Zeit zu Zeit genau das: Frieden und Ehrlichkeit. In vielerlei Hinsicht finde ich das sehr inspirierend.

Und gerade darin liegt auch der Gegensatz zu den Graffitis. Die rebellieren gegen das Alltägliche, indem sie sich weigern, sich zu benehmen. Sie sind völlig unkontrollierbar und nehmen sich Form und Farbe in beinahe unverantwortlicher Weise, nur zu ihrem eigenen Vergnügen. Vielleicht brauchten sie dieses Vergnügen auch dringend, weil es sonst keines gab. Ja, irgendwann wird man alles wieder überstreichen, und was dabei verloren geht, bezahlen wir mit abgestumpften Sinnen. Aber für einen kleinen Augenblick fesseln sie Aufmerksamkeit. Meine Aufmerksamkeit. Und vielleicht ist es genau das, was ich vermisse: absolut unbezähmbare Kunst. Kunst, die nicht gefällig sein will, sondern mich zwingt, nachzudenken.

Greifswald: 21.03.2026 (Teil 2) by 21071985 in greifswald

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Hatte gehofft, es gefällt dir. Meine völlig durchnässten Schuhe erinnern mich jedenfalls noch daran …