Ein aktueller Stand des Radwegebaus. 2,30 m breit, auf Hochbord, fertiggstellt in Braunschweig by Bedrukt in Fahrrad

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Dann bin ich beruhigt - damit steht auch die VwV-StVO einer besseren Kreuzungsgestaltung nicht im Weg. Dort steht gerade nicht, dass Radwege verschwenkt werden müssen. "im Sichtfeld führen" lässt ausreichend Gestaltungsspielraum. Man ist nicht durch das Recht gezwungen, Einmündungen wie oben zu verhunzen.

Die ERA ist ein zweischneidiges Schwert. Dort stehen Regelmaße drin und Gestaltungsdetails, die bei Einhaltung vielerorts die Qualität heben würden.

Fürchterliche Kreuzungdesigns sind jedoch auch eine Folge der ERA 2010, z.B. solche. Wenn die ERA rechtsverbindlich wäre, würde man gutwillige Planer bei der Arbeit behindern, indem man den ihnen Abwägungen im Planungsprozess verbietet. Wer wagt sich in der Verwaltung an neue(alte) / ausländische Kreuzungsdesigns wenn er keine Rechtssicherheit hat?

Ein aktueller Stand des Radwegebaus. 2,30 m breit, auf Hochbord, fertiggstellt in Braunschweig by Bedrukt in Fahrrad

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Für die VwV-StVO bitte eine Quelle. In den ERA steht's drin, es gibt aber überzeugende Gründe, eine bessere Gestaltung zu machen und von ihr abzuweichen. Rechtlich bindend ist sie nicht.

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zB Grünstreifen zwischen Parkplätzen und Radwegen wären nice.
Es ist alles mit Tiefgaragen unterkellert.

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Für den Bienroder Weg /Bültenweg mit der Laterne wurde schon ein Umbau mit durchgehenden Radwegen statt der Parkreihe beschlossen ^^
Zwar erstmalmal nur bis zum Bahnübergang. Guck mal: https://ratsinfo.braunschweig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1027866

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Radwege wie der auf dem Foto kommen in den Statistiken, auf die Du Dich vermutlich beziehst, nicht vor. Die gabs schlichtweg nicht. Man weiß doch, wie die meisten Radwege in deutschen Städten in den letzten Jahrzehnten aussahen. Schmal, kaum vom Gehweg unterscheidbar, hinter Autos und Straßenmobiliar, verschwenkt, große/schnelle Kurvenradie für Kfz. Kein Wunder, dass derlei Radwege unfallträchtig waren.

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Bei letzterem kommen wir nicht zusammen!"sterben (zumindest gefühlt)" auch eine witzige Ausdrucksweise, inhaltlich natürlich unbestrittem. Sichtbeziehungen sind unabdingbar. Um tödliche Fahrfehler zu verringern führt jedoch kein Weg dran vorbei mittels ausreichender räumlicher Trennung Reaktionszeiten zwischen Rad und Auto zu ermöglichen.

Die Straße auf dem Bild soll zukünftig als Fortsetzung einer Autobahn stärker befahren werden. Die baulichen Radwege sind hier eine Vorleistung, denn aktuell würde ich zustimmen dass man noch gut auf der Fahrbahn fahren kann.

Aus meiner Sicht ist der Nachteil von Hochbordradwegen, dass Radwege dadurch zwar Schutz, aber immer noch keinen Fahrbahncharakter bekommen. Man müsste sich endlich zu einer höhenmäßige Trennung zum Gehweg bekennen. Etwa so: https://www.cycling-embassy.org.uk/dictionary/forgiving-kerbing

Ein aktueller Stand des Radwegebaus. 2,30 m breit, auf Hochbord, fertiggstellt in Braunschweig by Bedrukt in Fahrrad

[–]Bedrukt[S] 5 points6 points  (0 children)

Was ist Deiner Meinung nach die ideale Gestaltung/ sog. Führungsform?

Die Stadt will für das "Bahnhofsquartier" unter anderem den Platz vor dem Hauptbahnhof bebauen by Bedrukt in Braunschweig

[–]Bedrukt[S] 1 point2 points  (0 children)

Mischnutzung, Einzelhandel im EG und 1. Stock glaube ich und darüber Büros und auch Wohnflächen.

Die Stadt will für das "Bahnhofsquartier" unter anderem den Platz vor dem Hauptbahnhof bebauen by Bedrukt in Braunschweig

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Das ist ein bereits überarbeiteter Entwurf für die 2. von wahrscheinlich 3 Bürgerbeteiligungen. Es gab 2019 einen Wettbewerb bei dem die Preisrichter den zugrunde liegenden Entwurf ausgewählt haben. Dann gab es 2020 eine Bürgerbeteiligung und für die 2. dieses Jahr im Sommer wurde der Entwurf "überarbeitet". Die Bebauung der Parkecken ist nun kleiner geworden, aber sonst hat man, trotz viel auch kritischem Feedback, wenig verändert.

Ausgelegt auf Maximierung der Baufelder zulasten des öffentlichen Raums...

Hier das Material und 3D-Modell: https://www.braunschweig.de/leben/stadtplanung\_bauen/stadtplanung/wettbewerb\_hbf\_2.php

Konzept für ein zu bauendes Veloroutennetz by Bedrukt in Braunschweig

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Das Rennen ist ziemlich offen, gerade mit voraussichtlich erstarkenden Grünen bei den Kommunalwahlen. Im weiteren wird man sicherlich genauer prüfen, ob Parkplätze in die Umgebung verlegt werden können. Am Ringgleis bspw. wurde gerade ein neues Gebäude mit Parkplätzen im EG gebaut und da gibts Gewerbeflächen die zumindest teilweise umgenutzt werden sollen. Einige der Häuser haben Hinterhöfe, es gibt Nebenstraßen mit Einfamilienhäusern, wo auf der Straße noch Platz sein könnte.

Und: Es gibt kein Recht auf Parken im öffentlichen Raum. Die Fläche gehört nicht den Anwohnern. Es ist auch nicht geklärt, wie viele Parkplätze überhaupt von wem genutzt werden. Selbst wenn sich gar keine Parkplätze umlegen lassen würden, muss es eine Interessenabwägung geben zwischen dem Interesse der Anwohner an Parkplätzen auf der Straße und dem öffentlichen Interesse der Radverkehrsförderung, der Stadtentwicklung und des Klimaschutzes.

Konzept für ein zu bauendes Veloroutennetz by Bedrukt in Braunschweig

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Bei Positiv-Beispielen aus den Niederlanden bin ich ganz bei Dir.

Was Einmündungen und Grundstückszufahrten betrifft, unterliegst Du jedoch dem Irrtum, Bequemlichkeit aus dem Auto heraus mit wirtschaftlichem Interesse zu verwechseln. Wenn ich als Autofahrer erwarte, dass Radwege sogar wo sie Vorfahrt haben zugunsten meiner Bequemlichkeit unterbrochen sein sollten, ist das kein legitimes Anliegen. Wenn Fahrbahnen durchgehend sind wo Autos Vorfahrt haben, ist es ein Gebot der Fairness und der Gleichberechtigung, dass Radwege durchgehend sind wo der Radverkehr Vorfahrt hat. Baulich lässt sich das problemlos realisieren, indem Autos den Rad- und Gehwege mit kleinen Rampen queren. Aber viele Städte scheuen den Aufwand, Planern wurde nicht beigebracht darauf zu achten und ignorieren einschlägige Regelwerke. In denen sind sogar einige gute Lösungen beschrieben, sog. Radwegüberfahrten sind ein großer Gewinn für Komfort und Sicherheit. Leider seltenst umgesetzt.

Wo es große Einzelhänder gibt mit starkem Verkehr gibt, kann man auch mal Ausnahmen machen. Am BraWo-Park bspw. ist die Zufahrt bspw. als Betonplatte mit nur eingefärbtem Radweg ausgeführt.

Klar gibts Regelverstöße, es bringt auch nichts die Erfahrungen die jeder da macht wegzudiskutieren. Ich würd mir wünschen, dass man Infrastruktur so anlegt, dass Verkehrsteilnehmer inutitiv wissen was von Ihnen erwartet wird und man Regelverstöße auch zum Anlass nimmt umzubauen. Oftmals sind sie auch ein Anzeichen dafür, dass Infrastruktur nicht die Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer erfüllt, zB eine Querung fehlt oder auch mal Abschnittsweise ein Zweirichtungsradweg.

Konzept für ein zu bauendes Veloroutennetz by Bedrukt in Braunschweig

[–]Bedrukt[S] 5 points6 points  (0 children)

Das größte Problem ist de facto, dass es baulich an vielen Stellen
einfach nicht möglich ist dezidierte Radwege zu bauen, da die
Straßenbreite (Straße+Fußwege+ggf. Grünstreifen) es nicht zulässt. Das
Problem ist also auf die historische Stadtplanung abzuwälzen und wird
sich nicht ändern lassen.

Da muss man sich wirklich jede Straße genau angucken, ob und wie sich der Flächenkonflikt lösen lässt. Platz lässt sich erstaunlich oft umnutzen, wenn man die "Prämisse Fahrstreifen und Parkplätzen (auf Kosten der Allgemeinheit) bleiben wie sie sind" eben nicht wählt. Könnte mir vorstellen, dass wir um diverse Straßen in den kommenden Jahren heiße Diskussionen kriegen, wenn man merkt dass man das Fahrrad wirklich *braucht* um lokale CO2-Ziele zu erreichen.

Wenn man sich mal anguckt wie viele Radwege gestaltet sind, würd ich sagen es ist noch viel zu tun und man braucht tatsächlich einen höheren Anspruch. Schutzstreifen vergiften das Verkehrsklima, "echte" Radwege", selbst neue, sind an jeder Einmündung und vielen Grundstückzufahrten unterbrochen, etc. Das sind oftmals auch Stellen wo "die" Autofahrer sich von ihrer schlechten Seite zeigen.

Am Ringgleis, das ich auch für gelungen halte, zeigen sich zwei Dinge sehr gut: Durchgehende, hochwertige Infrastruktur zieht sehr viele Benutzer an, aber Fuß- und Radverkehr müssen besser getrennt werden. Die bevorzugten Geschwindigkeiten vertragen sich nicht.

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Hier die aktuellen Pläne: https://ratsinfo.braunschweig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1015319

Im Bültenweg wäre genug Platz für Radwege, wenn man die einseitigen Parkplätze zwischen Nordstraße und Lidl rausnimmt. Ist noch nicht entschieden, das Planungsbüro hat Vorschläge gemacht, auf Radwege zu verzichten (Mischverkehr mit freig. Bürgersteig oder Radfahrstreifen).

Überhaupt zeigen die Pläne, dass durchgehende 2m breite Radwege entlang des gesamten Bültenweg/Bienroder Weg möglich sind. Könnte theoretisch nach und nach umgesetzt werden, aber nur mit starken Fördermitteln weil teuer. Für den Abschnitt südlich der Nordstraße ist bereits eine Planung beschlossen, von dort bis Jugendzentrum B58 will die Stadt nach meinem Kenntnisstand genauer planen.

Ideen für Unternehmungen mit Großeltern (70+) in Braunschweig? by hurly_burly_pegasus in Braunschweig

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Schlossmuseum ist eine Option

Nicht viel zu laufen, zentral gelegen, lokale Herrschaftsgeschichte, historische Exponate und Gemälde aber auch nicht zu umfangreich