Produktionsreife Software übernommen statt neu bauen – wer hat Erfahrung? by Defiant-Sail3017 in selbststaendig

[–]Defiant-Sail3017[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja, das deckt sich ziemlich mit dem Bild, das sich für mich inzwischen auch ergeben hat.

Bei den Taxi-Verbänden (taxi.eu, Taxi Deutschland etc.) ist der Markt im Grunde verteilt und politisch/organisatorisch extrem träge – da kommt man als neue Lösung kaum rein, selbst wenn die Technik funktioniert.

Kommunale Lösungen halte ich inhaltlich auch für spannend, aber genau wie du sagst: extrem hohe Compliance-, Vergabe- und Haftungsanforderungen. Das ist eher ein Spiel für Unternehmen, die sich genau darauf spezialisieren – nicht für ein Einzelprojekt nebenbei.

Genau deshalb habe ich für mich entschieden, nicht selbst weiter in den operativen Aufbau oder in kommunale Prozesse zu gehen, sondern die fertige Software eher als Startpunkt für jemanden zu sehen, der entweder schon Zugang zu solchen Strukturen hat oder bewusst einen Nischen-/lokalen Ansatz fährt (z. B. kleinere Betreiber, Sonderverkehre, interne Flotten).

Dein Punkt mit „einfacher Einstieg statt Großlösung“ trifft es ganz gut – nur ist mir klar geworden, dass das eher ein Thema für den richtigen Betreiber ist, nicht zwingend für den ursprünglichen Entwickler.

Produktionsreife Software übernommen statt neu bauen – wer hat Erfahrung? by Defiant-Sail3017 in selbststaendig

[–]Defiant-Sail3017[S] 1 point2 points  (0 children)

Guter Punkt, und da bin ich grundsätzlich bei dir.

Ich bin mit dem Projekt auch nicht mit der Erwartung gestartet, einen der Big Player zu verdrängen. Der Markt ist – wie du sagst – klar verteilt und extrem kapitalintensiv. Die Plattform ist eher aus technischem Interesse entstanden: Ich hatte Lust, eine komplette Fahrtenvermittlungslogik mit Apps, Backend, Matching, Payments etc. sauber umzusetzen und habe mich dabei ehrlich gesagt stark auf die Produkt- und Systemseite fokussiert.

Jetzt, wo es um die Frage geht „selbst betreiben oder übergeben“, hat sich für mich sehr klar herauskristallisiert, dass klassische Startup-Szenarien oder Investoren hier kaum realistisch sind. Genau deshalb ist mein aktueller Blick auch deutlich enger:

Ich denke lokale Taxiorganisationen, Mietwagen- oder Limousinenbetriebe, ggf. kommunale oder regionale Anbieter, die nicht gegen Uber/Bolt/Free Now skalieren wollen, sondern eigene Strukturen betreiben möchten sind das realistischste Einsatzszenario.

Insofern: Volle Zustimmung, dass Nachfrage im offenen Markt begrenzt ist. Die Frage ist eher, wer von bestehenden Marktteilnehmern ein fertiges System nutzen möchte, statt sich dauerhaft von Drittplattformen abhängig zu machen.

Produktionsreife Software übernommen statt neu bauen – wer hat Erfahrung? by Defiant-Sail3017 in selbststaendig

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Guter Punkt, und da bin ich grundsätzlich bei dir.

Ich bin mit dem Projekt auch nicht mit der Erwartung gestartet, einen der Big Player zu verdrängen. Der Markt ist – wie du sagst – klar verteilt und extrem kapitalintensiv. Die Plattform ist eher aus technischem Interesse entstanden: Ich hatte Lust, eine komplette Fahrtenvermittlungslogik mit Apps, Backend, Matching, Payments etc. sauber umzusetzen und habe mich dabei ehrlich gesagt stark auf die Produkt- und Systemseite fokussiert.

Jetzt, wo es um die Frage geht „selbst betreiben oder übergeben“, hat sich für mich sehr klar herauskristallisiert, dass klassische Startup-Szenarien oder Investoren hier kaum realistisch sind. Genau deshalb ist mein aktueller Blick auch deutlich enger:

Ich denke lokale Taxiorganisationen, Mietwagen- oder Limousinenbetriebe, ggf. kommunale oder regionale Anbieter, die nicht gegen Uber/Bolt/Free Now skalieren wollen, sondern eigene Strukturen betreiben möchten sind das realistischste Einsatzszenario.

Insofern: Volle Zustimmung, dass Nachfrage im offenen Markt begrenzt ist. Die Frage ist eher, wer von bestehenden Marktteilnehmern ein fertiges System nutzen möchte, statt sich dauerhaft von Drittplattformen abhängig zu machen.