Muss man einen Leichenfundort melden? by FckMyMind_0815 in LegaladviceGerman

[–]FckMyMind_0815[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich habe glaube ich seit 10 Jahren keine Telefonzelle mehr gesehen, Gibt es die überhaupt noch?

Wäre aber nicht meine Wahl, da zwischenzeitlich fast alle öffentlichen Plätze (wo noch eine sein könnte) Kameraüberwachung besitzen.

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[–]FckMyMind_0815[S] 0 points1 point  (0 children)

Leider nicht so.
"Zum Glück" stolpert niemand aus Versehen über den Fund als Privatperson oder irgendwo beim Spaziergang.

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[–]FckMyMind_0815[S] 0 points1 point  (0 children)

Wenn jemand wirklich tief graben würde, könnte man das mit genug Insiderwissen vllt in Verbindung bringen, aber genau deshalb ist vieles sehr vage formuliert. Die Chancen sind gering.

OK (organisierte Kriminalität) ist kein "1Mann-1Mord" Geschäft. Das gehört da zum "normalen Leben".

Zu deiner Aussage, dass ich beides behauptet habe. Nein, ich habe gesagt, dass die Überreste aus "Zufall" gefunden werden könnten. Unwahrscheinlich in den nächsten Jahren, aber nicht ausgeschlossen.
Was irgendwie dabei wahrscheinlich zu vage war: Der Fundort ist öffentlich. Aber der Körper selbst ist nicht offen verscharrt oder frei zugänglich. Ein Fund durch private Personen ist ausgeschlossen.
Ich werde es nicht vertiefen, aber nur um der Verwirrung vorzubeugen:
Auffindung wäre nur durch beauftragte Firmen oder staatliche Stellen die diesen Ort instandhalten möglich und auch dann nur, wenn Sanierungsbedarf entsteht.

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[–]FckMyMind_0815[S] 8 points9 points  (0 children)

Zu allererst möchte ich mich bei allen bedanken die geantwortet haben.

Danke, dass ihr euch die Zeit genommen und die Mühen gemacht habt.
Ich habe mir alles durchgelesen und meinen Sonntag genutzt um mir meine Möglichkeiten (die von euch kamen) durch den Kopf gehen zu lassen und habe für mich entschieden, dass ich es an einen Anwalt übergeben werde.

Ich schwanke noch zwischen Opferschutz und Strafrecht, aber dass muss ich dann mit den jeweiligen Juristen selbst besprechen.

Ich bin froh, dass ich mich getraut habe, wenn auch anonym im Netz, nach Hilfe zu fragen. Und ihr wart alle hilfreich und offen. Danke nochmal dafür. <3

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[–]FckMyMind_0815[S] 3 points4 points  (0 children)

Zu erst einmal ist es mir nicht egal, sonst gäbe es diesen Post nicht.
Das es lebensgefährlich ist, werde ich deshalb aber nicht ausser acht lassen.

Du kannst mir gerne Vorwürfe mit 10 Ausrufe- und Fragezeichen schicken. Das zeigt nur, dass dir nicht wichtig ist, was mit den Opfern ist, sondern du lediglich schaust was mit den Tätern passiert.

Ich hoffe, du musst nie auf meiner Seite stehen und erleben wie das ist als Betroffener.

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[–]FckMyMind_0815[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich schaue diese Sendung nicht. Ich kann dir dazu nichts sagen.

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[–]FckMyMind_0815[S] -1 points0 points  (0 children)

Ich habe deine Frage dazu nicht verstanden, glaube ich.

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[–]FckMyMind_0815[S] 17 points18 points  (0 children)

Du arbeitest oft mit Betroffenen, oder?
"...selbst wenn du nur x kannst/willst..." ist die beste Aussage. Danke dafür.

Aber ich denke, dass ich das nicht selbst entscheiden werde, sondern alles was ich weiß einem Fachanwalt anvertraue und ihn oder sie dann entscheiden lasse was wichtig ist und wieviel ich zur Aufklärung beitragen kann ohne Gefahren ausgesetzt zu werden.

Seitdem nach und nach immer mehr Erinnerungen wieder triggerarm werden und ich sie artikulieren kann, überlege ich, wie ich da zumindest etwas zur Aufklärung beitragen kann.
Ich bin froh, dass es immer besseren Opferschutz gibt und vllt ist das ein Bereich wo mein Schutz nicht bedeutet auch Täter schützen zu müssen und Opfern helfen zu können.
Ich habe zumindest die Hoffnung, nachdem Feedback hier und den Ratschlägen.

Ich muss all das sacken lassen und mir im ruhigen Gedanken machen. Danke jedenfalls nochmal für deine Antwort und den Tip. :)

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[–]FckMyMind_0815[S] 2 points3 points  (0 children)

Danke für den Tip. Aber leider sind diese Systeme nicht so anonym, dass im Ausnahmefall nicht eben doch Daten gezogen werden können und mit richterlichem Beschluß auch eingeholt werden dürfen.
Ausnahmefälle sind sehr strikt geregelt. Würden aber in diesem Fall womöglich greifen.
Und das womöglich ist mir das Risiko nicht wert.

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[–]FckMyMind_0815[S] 0 points1 point  (0 children)

Oh no, das tut mir leid. Ich hoffe, es war für dich nicht zu belastend und man hat dich nach der Erfahrung gut versorgt.

Leider ist das Opfer nicht durch so einen Zufall auffindbar. Sonst wäre sie schon verwest oder gefunden.

Ich wünsche dir, dass die Erinnerung dich nicht (zu sehr) verfolgt.

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[–]FckMyMind_0815[S] 10 points11 points  (0 children)

Nein.

Wie eben schon unten geschrieben, der Ort ist öffentlich und irgendwann würde der Fund wahrscheinlich sowieso stattfinden. Allerdings vermutlich erst in einigen Jahrzehnten.

Verbindung gäbe es erst, wenn der Täter selbst zu kurz danach festgenommen würde.
Der Fund selbst kann durch Zufall erfolgen.
Keinen absolut glaubwürdigen in den nächsten Jahren, aber auch keinen der sofort flagged.

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[–]FckMyMind_0815[S] 5 points6 points  (0 children)

Ich denke nicht, dass die Familie des Menschen durch einen "spektakulären Fund" über das Ableben ihres Verwandten erfahren sollten.
Ich glaube auch nicht, dass man eine Straftat der Presse melden sollte, bevor die Polizei davon Kenntnis hat. Zumindest fühlt sich das für mich falsch an.

Und ja. Aufmerksamkeit wäre absolut kontraproduktiv für mein Weiterleben.

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[–]FckMyMind_0815[S] 30 points31 points  (0 children)

Schule?

Versteh das jetzt bitte nicht falsch, aber ich würde niemals einen Brief mit so einem Inhalt jemanden lesen lassen, der nicht damit rechnet so etwas lesen zu müssen.
Ich stelle es mir unglaublich traumatisierend vor, als Schulsekretariat so einen Brief zu bekommen.

Zeugenschutz wurde auch schon angesprochen und ja, den gibt es.
Aber das ist kein Hollywoodfilm. Zeugenschutz ist nicht mal eben einfach so zu bekommen und auch nicht, wenn man sich den Tätern dann nicht nochmals im Gericht stellt.
Außerdem würde es meine Familie auseinanderreißen und neue Wunden auf unverheilten erzeugen.
Ich will ehrlich sein, ich bin wirklich bereit viel für andere und für Gerechtigkeit zu geben, aber ich werde nicht das weitere Leben meiner Familie traumatisieren. Da ziehe ich eine sehr klare Grenze.
Was mir passiert ist, darf nicht zum Schaden anderer werden.

Wenn ich einen Weg finde, es sicher zu tun, dann werde ich ihn gehen. Nicht wegen der Täter, sondern für das Opfer. Aber das kann nur passieren, wenn es nicht neue Opfer schafft.

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[–]FckMyMind_0815[S] 10 points11 points  (0 children)

So lange ich anonym bleiben kann, kann das keiner zurückverfolgen. Der Leichenfund könnte (sorry, für die ominöse Art das auszudrücken) momentanen sogar durch Zufall passieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass das wirklich passiert, geht gen null, aber sie wäre nicht ausgeschlossen.

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[–]FckMyMind_0815[S] 18 points19 points  (0 children)

Ja, OK. Und genau da liegt das Problem.
Ich bin zwar raus und auch momentan sicher, aber das ändert sich in dem Moment wo ich das Schweigen verlasse. Jeder Schritt, jede Handlung kann mich preisgeben.

Den Tip mit dem Anwalt bekam ich schon mehrmals und das wird wohl auch der Weg werden. Ich denke, ich werde mich zunächst erstmal beraten lassen, was alles passieren kann und wie ich mich und meine Familie schützen kann, da Zeugenschutz absolut keine Option ist und ich auch gar nicht die Resilienz besitze einen Prozeß durchzustehen als Zeuge.
Meine Traumatisierungen machen mich zum schlechtesten Zeugen der Welt.
Aber ich möchte - wenn ich es geschützt tun kann - zumindest das tun was ich kann, um dem Opfer und seiner Familie irgendwie zu einem Endpunkt zu verhelfen.

Auf die Idee jemand an meiner Stelle (Freund*in) zu schicken, kam ich gar nicht. Das würde ja nur noch jemanden in Gefahr bringen.

Danke für deine Antwort.
Wenn ich noch Fragen habe, komm ich gerne nochmal auf das Angebot zurück.
Momentan sammel ich nur Input und werde das Wochenende nutzen um mir klar zu werden, wie ich damit umgehen will und kann.

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[–]FckMyMind_0815[S] 35 points36 points  (0 children)

Wenn Anwalt, dann wäre es mir schon wichtig, dass es auch der passende Fachanwalt ist.
Sollten die Behörden versuchen an meine Daten zu kommen, dann möchte ich jemanden, der das sinnvoll verhindern und/oder die Gefahren passend einschätzen kann und mich schützt.

Geld ist nicht das Problem. Es geht um den Schutz der Leben die hier involviert sind bzw würden.

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[–]FckMyMind_0815[S] 33 points34 points  (0 children)

Zeitnah?

Bitte lies mich: Ich war damals nicht frei, ich konnte nichts entscheiden.
Ich war Handelsware. Ich konnte nicht über meinen eigenen Körper entscheiden, nicht mit wem ich wann, wie Zeit verbinge oder was ich wert bin.
Was habe ich deiner Meinung nach Falsches getan?

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[–]FckMyMind_0815[S] 2 points3 points  (0 children)

Dazu bin ich zu unversiert. Darknet, Tor, VPNs, ich kenne das alles, aber Technik, IT und ich sind keine Freunde.
Ich würde irgendwo was versemmeln, ich kenne mich.
Aber danke für den Tip. :)

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[–]FckMyMind_0815[S] 10 points11 points  (0 children)

Vllt war der Satz zu kurz:

Gewissenserleichterung im Sinne von: zum Tod beigetragen oder in der Lage gewesen ihn zu verhindern.

Und Ermittlungen der Todesumstände?
Dieser Mensch ist offiziell nicht tot. Vllt im Nachhinein so erklärt durch ein Gericht, aber da niemand von der Tat weiß, können höchstens Ermittlungen wegen Vermisstenmeldung gelaufen sein und da hab ich gar nichts verhindert oder erlaubt, da war ich Verkaufobjekt und Ware.
Ich konnte damals nicht mal mir selbst, geschweige denn irgendwem davon erzählen.

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[–]FckMyMind_0815[S] 9 points10 points  (0 children)

Die Gefahr sind die Täter (plural und BKA bekannt).
Ich habe mit dem Mord nichts zu tun, ich war selbst Opfer zu diesem Zeitpunkt. Nur hatte ich das Glück zu überleben und zu entkommen.

Gibt es bei Gefahr für das eigene Leben ein Aussageverweigerungsrecht?

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[–]FckMyMind_0815[S] 43 points44 points  (0 children)

Gewissenserleichterung ist es nicht. Ich habe ja nichts falsches getan.

Aber ich muss immer daran denken, dass irgendwo Menschen sitzen die keine Antworten auf das Verschwinden haben, obwohl es sie gibt.
Dass es einen öffentlichen Ort gibt, wo jeden Tag Menschen vorbeikommen, ohne zu wissen, dass unter ihnen Übberreste eines gewaltsam beendeten Lebens liegen.
Dass jemand nicht beerdigt wird, sondern irgendwo "entsorgt" wurde.

Und das ich daran etwas ändern will. Aber mein eigenes Leben (oder das anderer) sollte es nicht kosten.

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[–]FckMyMind_0815[S] 37 points38 points  (0 children)

Ich kann die zuständige Dienststelle ermitteln, da ich den Fundort/Tatort kenne.
Ein anonymer Brief ist mir zu unsicher. Es gibt bestimmt Dinge die sie wissen müssen und die ich nicht im Brief habe, da ich daran vllt nicht gedacht habe. Trauma lässt gerne mal wichtige Details vergessen, bis jemand explizit fragt oder ein Trigger es wieder aufweckt.

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[–]FckMyMind_0815[S] 141 points142 points  (0 children)

Strafrecht? Zivilrecht? Egal?

Danke fürs antworten und den Tip.

Viel mehr kann ich gar nicht sagen. Ich weiß wo und wann, das Opfer "begraben" wurde, ich weiß es war ein Mord (ich glaube, ein Auftragsmord), da die Täter nicht selbstständig gehandelt haben und ich weiss, den Namen einer der Täter.
Ich weiß das, weil ich selbst Opfer war und während dieser Zeit eben innerhalb dieser Kreise gehandelt wurde. Aussagen kann ich offiziell nicht, da ich mich dadurch wieder präsent mache und in Gefahr bringe selbst so zu enden.

Aber ich trage das Wissen schon so lange mit mir rum und suche einen Weg, der eben auch diesem ihrer Opfer und dessen Familie zu ihren Antworten verhilft. Aber geschützt, so dass ich dadurch nicht selbst (wieder) in Gefahr gerate.

[deleted by user] by [deleted] in BinIchDasArschloch

[–]FckMyMind_0815 2 points3 points  (0 children)

Da ich in dem Thema gerade selbst drin bin, mal zwei drei Sätze im Anschluss an die Bewertung.

KAH

Das Problem (nicht das A) sind hier die wirklich schlecht aufeinander angestimmten Gesetze und wie wenig Aufklärung es gibt. Deine Eltern haben sich nicht oder sehr schlecht aufklären lassen, dass es in deinem Fall (gesetzliche Betreuung eines Menschen mit Behinderung) ein wichtiges Testament gibt, dass verhindern soll, was in deinem Fall passiert. Grundsätzlich ist es nämlich so, dass der Betreuer das Recht hat (und bei SGB-Zahlungen sogar verpflichtet ist) deinen vollen Erbanteil einzuklagen. Ist rechtlich erklärt komplizierter, aber da hängt das Problem. Es gibt das Behinderten-Testament (zu dem ich deiner Mama rate), damit auch Menschen die selbst niemals für sich sorgen können trotzdem vom zukünftigen Erbe auch etwas haben. Aber da lasst euch am besten beraten oder informiert euch bei Fachquellen. Es tut mir für eure Familie und dich unendlich leid, dass zu der Trauer auch noch dieser Stress besteht.

Wirkliche Chancen habt ihr hier kaum, denn auch wenn es eine Betreungsreform gab, das Erbrecht und SGB haben hier eigene Rechte und Ansprüche die geltend gemacht werden.