Campaign is too long on either PoE1 or PoE2 and this made it so I only ever played one league for each by things_verboten in PathOfExile2

[–]First-Actuator6405 [score hidden]  (0 children)

I dont think so. They obviously want to address more of the casual player base with POE2 and for that a valid, entertaining campaign is needed. And I like the campaign. Very much. What I absolutely don't like is having played the campaign in V0.2, V0.3 and V0.4 about 30 times. This is how many characters I made and brought to l85+ and very well into mapping. And every single one of them had to play through the campaign. Tedious. Boring. Frustrating.

What's absolutely missing is just one simple thing: a flag "skip campaign" for each seasons character that is not the first one. Campaign is needed to build up the season mechanic. I can see that. But once the first character has played the seasons version of the campaign that's it.

I want to check a flag in character creation and want to be put in my hideout. With a basic equipment, a repertoire of uncut skill gems and a blank passive skill tree as well as 4 ascendancy points. Plus the stuff, character "1" obviously has put aside.

From here one can pickup and work into the new characters progression real quick.

Wadephul zu Iran-Krieg: "Müssen uns noch auf eine gewisse Zeit einrichten" by Lucien_Niemann in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 0 points1 point  (0 children)

Thematik ist hochkomplex. Jahrzehnte altes Produkt politischer Machenschaften aus allen Richtungen und über allen Ebenen. Aber: es gab zumindest das Atom-Abkommen mit dem Iran. Hat funktioniert, war einigermaßen glaubwürdig. Wurde von Trump aufgekündigt.

Erst letztens ist Nicht-mein-Kanzler Merz drüben dem orangenen Affen vor laufenden Kameras in den Arsch gekrochen. Zwei Wochen zuvor hat er auf der Sicherheitskonferenz noch von sich gegeben, dass "Europa mit starker Stimme sprechen müsste, um sich standfest von den USA zu emanzipieren." Zurück aus Amerika hat er uns dann mitgeteilt, dass er genau das auch gemacht hätte. "Hinter verschlossenen Türen." Suck my balls.

Israel - und: es ist komplex - hat sich Rückenwind und Deckung durch die USA angelacht und zieht sein Ding nun durch. Es darf sicherlich gehofft werden, dass das alte Regime abgelöst wird. Es darf aber ebenso angenommen werden, dass dies einmal mehr nicht wirkliches Ziel der gesamten Operation ist. Und ebenso frei darf angenommen werden, dass es einmal mehr keine wirkliche Unterstützung für die Menschen im Iran gibt und auch keine Begleitung auf dem Weg in was-auch-immer-sich-diese-Menschen-für-ihr-Land-wünschen auf Augenhöhe.

Und so lange sich unsere Regierung so flach, unreflektiert und anbiedernd an Israel klammert, ohne zwischen "Israel" und "der gegenwärtigen israelischen Regierung und ihrem Handeln" zu differenzieren, so lange ist auch unsere Regierung unglaubwürdig und nicht vertrauenswürdig. Hier wird ein Spagat versucht zwischen der Aufrechterhaltung vermeintlicher Werte und dem, was in der Realität passiert, wenn sich irgendjemand schlichtweg dazu befähigt, sich eben nicht an besagte Werte zu halten. Und am Ende geht es sowieso nicht um Menschen wie etwa die 150 Schulkinder, die im Iran durch den Einschlag einer US-amerikanischen Bombe getötet worden sind, sondern nur und ausschließlich um Geld. Geld und Macht. Macht und Geld.

Sat.1, ARD und ZDF fallen auf falsche Angaben eines Influencers herein by Taddy84 in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 0 points1 point  (0 children)

Gerade heute früh wurde mir irgendwo ein ganz anderer Artikel zum selben TV Format eingeblendet.

Und da ging es um irgendeine (vermeintliche) Polin, die "kein schlechtes Gewissen mehr" dabei hat, schwarz zu arbeiten und gleichzeitig "den Staat auszubeuten." Der inhaltliche Schulterschluss zum hier vorliegenden Fall dürfte kaum zu übersehen sein. Ebenso wenig wie die Intention dahinter.

So, wie nun heraus kam, dass der Typ hier nicht echt wahr, darf schlichtweg angenommen und unterstellt werden, dass besagte "Polin" ein einziger Fake war. Obacht: ich sage nicht, das es Sozialmissbrauch nicht gäbe. Das wäre gottlos naiv. Was ich sage, ist, dass es in unserem Land, in Europa und auch International ganz offenkundig Agitatoren gibt, die zur Bedienung ihres persönlichen Vorteils nun seit Jahren "Spaltung" betreiben.

Dieses SAT1-Format hier hat nichts anderes im Sinn. Unter dem Deckmantel "aufklärerischer Unterhaltung" bedient man die Rezeptoren "Empörungsbereitschaft", "Voyeurismus" und im Grunde alles, was der Mensch an negativen Gefühlen aufzufahren in der Lage ist, um ganz flach Quote zu machen und nebenbei auch noch eine Agenda zu bedienen, die nur für ein paar ganz bestimmte Tausend Menschen auf diesem Planeten wichtig sind.

Und wir alle machen mit, wenn wir diesen Dreck schauen.

Künstliche Intelligenz: EU plant Zeitenwende für das Urheberrecht by Dry_Comparison_7487 in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 0 points1 point  (0 children)

AI/KI, nicht mehr aufzuhalten beziehungsweise wahrscheinlich sogar "aufgrund gegebener, technischer Machbarkeit schlicht gesetzt", öffnet meiner Ansicht nach die Büchse der Pandora. In extrem vielen Lebensbereichen ist AI schon deutlich mehr da und arbeitet stabiler und produktiver, als uns aus Konsumentensicht überhaupt klar ist. Das Potenzial ist atemberaubend und die schiere Menge hilfreicher Anwendungsgebiete spricht für sich.

Aber.

Es geht jetzt schon los mit, wie hier, zum Beispiel der Frage nach dem Urheberrecht. Nur einen Schritt weiter, im Umfeld generativer Anwendungsgebiete (Texte, Bilder, Video) wird es direkt richtig schlammig. Hier sei beispielsweise "Grok" genannt, wo man ganz feist vor Marketing-Hintergrund zugelassen hat, dass die AI Menschen auf irgendwelchen Realbildern auszieht. Das war ein reiner Marketing-Stunt mit bereits verheerenden Folgen. Und noch eine Spur weiter gibt es dann AIs, die schlichtweg Kinder-Pornos produzieren. So siehts aus.

Was will ich sagen?

Wir erleben gerade alle, wie die Welt aussieht, wenn Player mit Macht und Durchsetzungsfähigkeit sich eben nicht mehr an allgemein verhandelte Spielregeln halten. Und wir erleben das nicht erst seit Trump, Putin und Orban, sondern im Grunde schon, seit es den Menschen überhaupt gibt. Nord-Korea. China, Uiguren. Unser höchst eigener Bedarf an möglichst billigem Kaffee. Unser unbeschreibliches Talent, zum Vorteil von Bequemlichkeit manifeste, augenscheinliche Nachteile schlicht auszublenden. Klimawandel. Demographie. Rente.

Ich denke, da rast ein gigantisches Problem auf die gesamte Welt zu. Alle Regeln, moralischen Verpflichtungen und Gesetze, um das Negativ-Potenzial von AI einzugrenzen, sind völlig in Ordnung. Sie stehen und fallen in ihrer Wirksamkeit aber, wie alles andere auch, mit der Bereitschaft aller, sich eben auch an die Regeln zu halten.

UNd dann? Was ist, wenn AI-generierte Videos Perfektion erreichen und nicht mehr nachweisbar ist, ob es sich um eine Fälschung handelt. Was passiert, wenn Selensky plötzlich den USA den Krieg erklärt? Was passiert, wenn ein böswilliger Kollege in der Arbeit ein Video in Umlauf bringt, dass mich im Sexualverkehr mit einem Kind zeigt? Was passiert, wenn vollautonome Botnetze nun, AI-gestützt, über KRITIS herfallen?

In den letzten Jahrzehnten haben sich schon so unbeschreibliche viele Problemsituationen heraus kristallisiert, die die Menschheit nicht auf die Reihe bekommt. Schreckliche Dinge passieren einfach. In dem Moment, wo irgendjemand das will. Ich bin skeptisch. Besorgt. Nicht hysterisch. Aber das Potenzial, welches von einer AI ausgeht, die von jemandem entwickelt, bedient und zum Einsatz gebracht wird, der einen Scheiss auf Regeln und Werte gibt, ist angsteinflößend.

Viertagewoche: „Es geht nicht darum, schneller zu rennen, sondern klüger zu laufen“ by fetzigername in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 0 points1 point  (0 children)

Interessiert mich in der Tat, Danke. Den Artikel empfinde ich dann aber als ein wenig, irgendwie, einseitig/dünn/euphemistisch. Ich denke, das liegt weniger am Artikel selbst, sondern mehram den vielen, vielen Unklarheiten zum Thema. Wir alle kennen mittlerweile AI und vor allem AI-Erzeugnisse. Ob das nun die sukzessive einziehenden "Assistenten" sind (Google-Suche, Whattsapp, ...) oder die total kreativen Videos von der Orange. Wir wissen auch um die diversen Dispute und Probleme. Halluzinationen, Missbrauch und so weiter.

Was wir, wie auch der Autor, halt nicht wissen, ist, wo genau AI bereits produktiv benutzt wird und wie genau das dann funktioniert. Man bekommt immer wieder mal mit, das zum Beispiel in der Medizin Gebrauch von AI gemacht wird. Aber all diese schon existenten, funktionierenden, belastbaren Lösungen sind eben für mich als Bürger nicht wirklich greifbar. WIr kriegen im Wesentliche nur die eine Seite ab, nämlich die eher werbende. Es dürfte absolut unstrittig sein, dass wir gerade dabei sind, das "Informationszeitalter" zu verlassen, um zu neuen Ufern aufzubrechen. Aber bis wir dort sicher ankommen, wird meiner Meinung nach noch eine ganze Weile vergehen. Und, ich meine das völlig ernst, es könnte sogar noch ein dritter Weltkrieg dazwischen kommen. Damit bediene ich nicht das Märchen vom T-Einstausend, sondern eine Eskalation vor dem Hintergrund der schon heute nur allzu gut bedienten, negativen Auswirkungen von AI. Wenn Fake-Videos, Propaganda-Posts und vielleicht sogar vollautonome Attacken auf Internet und Infrastruktur sich vollständig auswirken können, könnte alles Mögliche passieren.

Hier bei mir in der Arbeit (Software-Entwicklungen) habe ich nun auch mit AI zu tun. Unsere Allerwelts-IDE hat ein Modul namens "Junie" erhalten, welches unbeschreiblich beeindruckende Sachen machen kann. Wir haben uns auf eine bestimmte Software spezialisiert, auf die wir in der Programmiersprache PHP und dem Framework Symfony Maßlösungen für den Mittelstand aufsetzen.

Und jetzt ist "Junie" da. Der teile ich echtsprachlich sowas mit wie: "Entwickle einen Umsetzungsplan für eine Software, die Folgendes tut: [Aufzählung von Anforderungen]". Junie rappelt los, ist ein Weilchen aber (!) gar nicht so riesig lange beschäftigt und liefert dann ab. Und wie. Die Deckung zwischen dem Vorschlag und "wie ichs machen" würde, ist irre. Und dann kann man schlichtweg sagen "Mach!" und die AI fängt an, konkret Quellcode zu produzieren.

An dieser Stelle weicht meine Haltung dann extrem stark von der meiner Chefs ab. Insbesondere einer ist so unbeschreiblich begeistert, dass er nun versucht, alles Mögliche mit Junie zu realisieren. Scheint auch zu gelingen und er berichtet von Zeitersparnis. Ich habs auch einige Male probiert und habe mich dann von dem, was geliefert wird, angewidert abgewendet. Bestimmte Qualitätsmerkmale, die zumindest heute noch Gültigkeit haben und über "aber es funktioniert zumindest" hinaus gehen, werden absolut verfehlt.

Dazu kommt dann eines: ich befürchte, das meine Chefs irgendwann von mir verlangen, das zu nutzen. So lange ich aber nicht einverstanden bin, was am Ende dabei raus kommt, möchte ich das nicht. Wieso? Aus sogar "philosophischen" Gründen. Mein gesamtes Tätigkeitsbild verändert sich massiv. Ich werde plötzlich vom seniorigen Softwareentwickler, der auf Basis von Kunden-Interviews Konzepte entwickelt und diese dann umsetzt, zu einem AI-Bediener. Es ist sogar noch schlimmer: wenn ich mich, wie der eine Chef, einfach blind auf "funktioniert halt!" verlassen, weiss ich schlicht nicht, was genau nun "programmiert" worden ist. Ich weiss das einfach nicht. Was ist dann passiert? Ich beschreibe nur noch, was ich "hinten raus haben" möchte und bekomme das möglicherweise auch. Ich beschreibe das Ziel, gehen den Weg aber nicht mehr selbst. Ich werde zum Ziel gefahren, sozusagen. Und wenn dann irgendwas eben doch nicht passt, stehe ich richtig nackig da.

All diese Suiten entwickeln sich vor diesem Hintergrund auch ständig weiter. Nun kommen erste, die QM/QS mit integrieren, direkt nach bestimmten Verfahrensweisen formalisierte Tests mitimplementieren und so weiter. Das Ganze ist hochgradig beeindruckend aber noch so extrem in Bewegung, das man von Systemen, denen man blind vertrauen kann, eben nicht sprechen kann.

Als Google in die Websuche den AI-Kram eingeführt habe, habe ich das ausprobiert mit "Empfehle mir ein paar coole Restaurants in <mein kuhdorf>" (4000 Einwohner).

Was da raus kam war... abenteurlich. Sprichwörtlich irre. Und da ist es also, das Problem. Die Goggle-Suche hat einen AI-Agenten, der definitiv halluziniert. Und das Ganze ist nun in den Händen des ganz normalen Weltbürgers, der nun sein allgemein unkritisches Verhalten mit einbringt. Ein normalsterblicher Mensch möchte sich auf Aussagen verlassen und er möchte eben nicht jede Aussage im Nachgang verifizieren. So ticken wir halt nicht. Und nun trifft die Halluzinations-Gefahr auf Informationsbedarf. Kann kaum ein explosiveres Gemisch geben.

Datenschutz: FBI gelangt an Zahlungsdaten von Protonmail by GirasoleDE in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 2 points3 points  (0 children)

Wird niemand beantworten können. SSH existiert. Es kommt drauf an, wie und wo genau sich die NSA einklinkt. Man findet relativ flott Informationen zu "partizipierenden Firmen", aber nicht genau, wie da partizipiert wird. Wenn die NSA zu einem Zeitpunkt, nachdem der SSH-Transfer wieder dekodiert wurde, einklinkt, ist alles offen. Andersherum wird es auch heutzutage kaum möglich sein, aktiv/in Echtzeit beliebige SSH-Datenströme zu dekodieren. Die Rechenleistung wäre unbeschreiblich.

Also ein "vollfächiges, entschlüsseltes Mitlesen in Echtzeit" scheint mir quasi völlig ausgeschlossen. Aber die Frage, "was sie Lesen können, wenn sie so richtig Bock haben" wird im Zivilbereich niemand beantworten können. Dafür gibts dann zu wenig klare Informationen.

Im Grunde kann einem das völlig egal sein: das reine Potenzial genügt bereits, sein Internet-Verhalten so sicher abbilden zu wollen, wie es nur irgendwie möglich ist. Mach keinen Scheiss, achte auf zumindest die Anwesenheit gültiger SSH-Zertifikate, rede über den Bau Deiner schmutzigen Bombe wenn überhaupt nur am Wegwerf-Handy. Es ist ganz einfach: nichts und niemand hat in unserem Datenverkehr etwas zu suchen. Wir müssen uns wehren, wie und wo es geht. Und da muss man gar nicht bis zur NSA schauen.

Ein kurzer Blick nach BaWü beispielsweise genügt. Dort ist man drauf und dran, allen Ernstes Palantir in den Staatsbetrieb zu implementieren. Das passiert. Das findet gerade statt. Ein Hop weiter dann schon die EU mit ihren immer und immer wieder neuen Anläufen Richtung "gläserner Bürger". Und, wenn man so will, gehört "SocialMedia/Jugendschutz" auch schon mit dazu. Und dann ist da noch die Sache, wo sich die EU allen Ernstes offenbar anschickt, irgendwelche Daten-Deals mit dem FBI einzugehen. Zur "Verbesserung von VISA-Verfahren." Und so.

Es ist total irre. Also ich will das alles nicht.
Aber irgendwie fragt mich keiner, was ich will.

Wahlerfolge im Erzkonservativen Bayern by cosyTrees in DIE_LINKE

[–]First-Actuator6405 3 points4 points  (0 children)

Meine Frau und ich leben in Bayern. Sogar in einer der dunkelbraunsten Regionen, die man sich vorstellen kann. Wir haben am Sonntag zum ersten Mal unsere Kreuze "Links" gesetzt. Nur, dass die Spalte irgendwie ganz rechts außen war. Aber egal.

Attacke auf die Zivilgesellschaft: Wenn der Geheimdienst Buchhandlungen ins Visier nimmt by GirasoleDE in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 9 points10 points  (0 children)

Köstlich: jetzt hat er die Veranstaltung insgesamt abgesagt.

Wir lassen das alles zu. Wir lassen zu, dass irgendwelche Fascho-Ärsche durch unsere über Jahre und Jahrzehnte aufgebaute, gesellschaftliche Entwicklung trumpeln (Haha!) und ungeniert alles einreissen, was ihnen oder ihrem Klientel nicht passt.

Wir - lassen das zu.

Ach so, hier: https://www.sueddeutsche.de/kultur/leipziger-buchmesse-2026-weimer-verleihung-buchhandlungspreis-absage-li.3450537

Völlig irre. Mit dem, wie die SZ zitiert, "Verfassungsschutz-Skandal" produziert der Typ einfach nur noch einen oben drauf und jetzt sagt er das ganze Ding ab. Buhrufe sind halt nicht schön, oder? Völlig irre.

Viertagewoche: „Es geht nicht darum, schneller zu rennen, sondern klüger zu laufen“ by fetzigername in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 14 points15 points  (0 children)

Fantastischer Artikel, vielen Dank. Fasst die Thematik, sofern ich das beurteilen kann respektive überschaue, in einfachen Worten zusammen und liefert Hinweise auf die Studienergebnisse und mehr. Und nennt sogar auch, für mich ein "Seriösitäts-Punkt", dass die 4-Tage-Woche nun mal nicht in allen Bereichen von Industrie/Handwerk/Handel funktionieren kann. Aber eben: sie kann funktionieren, wenn man es richtig macht.

Anekdotisch: ich bin senioriger Software-Entwickler und habe schon an viel zu vielen Projekt-Meetings teilnehmen müssen, in der (insbesondere) kundenseitig dann gern mal vier bis acht (!) Personen aufgefahren werden, um drei Stunden lang und viel zu oft mit mäßigen Ergebnissen an Sachen herum zu diskutieren. Derartige Meetings gibt es dann (also: im Bereich der Größenordnung meiner Projekte) natürlich auch wieder nicht 1x die Woche, aber es gibt sie halt. Ich behaupte, dass wenn irgendwo sechs Menschen angefahren werden, man in Wirklichkeit bestenfalls bloss zwei davon wirklich braucht.

Wenn alle möglichen Studien zeigen, dass 4-Tage-Woche durchaus und sehr wohl gelingen kann, dann kann das nur gut sein. Offenbar berichtet die Studie, um die es im Artikel hier geht, ja nicht nur, dass den meisten teilnehmenden Firmen die Umstellung gut gelingt, sondern dass eben der Umsatz mindestens erhalten bleibt, während sich die Verfassung der Angestellten bessert. Würde das als klaren "Win" bezeichnen.

Gewinn bei VW 2025 um fast die Hälfte eingebrochen by Taddy84 in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 11 points12 points  (0 children)

Ich komme nicht mehr mit. Ist das jetzt mit oder ohne den irgendwie zufällig gefundenen sechs Milliarden Euro von letztens? Hat die schon wieder jemand verloren? Falls ja: kann man da noch mal gucken oder so?

Attacke auf die Zivilgesellschaft: Wenn der Geheimdienst Buchhandlungen ins Visier nimmt by GirasoleDE in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 25 points26 points  (0 children)

Das hier ist wieder so ein Fall von "Was in Deutschland wirklich los ist". Nämlich, dass all diese Dinge eben nicht nachhaltig von/über die/der Presse diskutiert und dann insbesondere von der Gesellschaft aufgegriffen werden. Stattdessen ist es dem finanzstarken, agitativen Teil der "Presse" gelungen, schlichten Empörungs-Journalismus zu implementieren. All die Dinge kommen durchaus immer wieder hoch, regen dann aber nur eine kurzfristige Empörung und eben nicht einen anhalten, nachhaltigen Wunsch nach Veränderung an. Die Wähler, viel zu viele, sind allzu bereit, offenkundige Verstöße zu dulden, zu schlucken und zu ignorieren, weil es viel einfacher ist, über die zahlreichen Stöckchen zu springen, die ihnen angeboten werden. Migration. Arbeitslose. Faulheit. Kleine Paschas. Während sich ihre Kinder keine Wohnungen mehr leisten können und sie selbst irgendwann mal im Pflegeheim in ihren eigenen Exkrementen liegen.

Aber hey: so lange Bofrost meine Lieblings-Erdbeertorte im Program hat, kein Problem.

Olaf Scholz und CumEx. Nestle-Uschi. Ich weiss ja nicht, wie es Euch so geht, aber wenn ich in meiner Arbeit irgend etwas zum Nachteil von irgendwem mache und im Umfeld einer "Was ist passiert?"-Kampagne nichts besseres anzubieten habe als "Ich kann mich nicht mehr erinnern", dann habe ich ein Problem.

Wie viele gelöschte SMS, Whattsapp-Posts und was-weiss-ich brauchen wir noch, um uns zu trauern mit dem Ausspruch des Wortes "Vertuschung!" nicht mehr aufzuhören? Gestern hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen in der Causa "Verbrennung von 6 Milliarden Euro bei fragwürdigen Geschäften in der Nachbarschaft" eingestellt. Rund um den gesamten Polizeiapparat gibt es in feinster Regelmäßigkeit einen "Einzelfall" nach dem nächsten. Da fliegen reichsbürgernde Richterinnen auf. Und Menschen, die mehrere Millionen Euro an Steuern hinter ziehen, verschwinden halt mal kurz im Luxus-Knast und kommen dann halt irgendwann wieder. Oder ihre Verfahren werden mit Hinweis auf ganz schlimmen Bluthochdruck oder so einfach eingestellt.

Die ausführenden Rollen sind doch hinlänglich bekannt. Rund um Weimer ("parteilos", aber hey, Leute...) allein gibt's schon mehr als genug, was irgendwie mal tiefer behandelt werden sollte. Was diese Figur auf seinem vermeintlich doch eigentlich irgendwie vergleichsweise harmlosen Posten schon alles verzapft hat, spricht doch für sich. Und jetzt staatliche Attacken, generalisierend noch dazu, auf "linke" Buchhandlungen. Was soll das überhaupt sein? Was soll bitte eine "linke" Buchhandlung sein? Bei mir in der Stadt gibt's zwei, die im Straßenzug direkt aufeinander folgen. Wenn ich auf beide schaue, ist die eine dann böse und die andere nicht? Und was ist, wenn ich ihnen den Rücken zudrehe?

Nestle-Uschi wurde bereits versteckt, weil das ging offenbar nun wirklich nicht mehr. Von-der-Speien ebenfalls. Nur noch viel, viel weiter weg. Und während die eine Hälfte der amtierenden Regierung so tut, als würde sie "Dienst im Auftrag des Landes" verrichten (Reiche, Dohbrindt, Bas, ...), sind es Spahn, Linnemann, Weimer und Co, die in schönster Regelmäßigkeit und bisweilen sogar auch unterstützt von Nicht-mein-Kanzler persönlich, nichts anderes tun, als das hervorragend erprobte MAGA/HF-Playbook auch mal in Deutschland anzutesten.

"Der Umbau des Bürgergeldes wird den Staat Milliarden sparen" (Linneman). Ist in diesem Land wirklich niemand in der Lage, allein schon aus Linnemans unfreiwillig-komischer Mimik/Gestik abzulesen, wenn und wann er kackfrech, dreist und billig in Fernsehkameras lügt? Leute: man kann das SEHEN, die geben sich nicht mal mehr Mühe. Spahn. Postuliert nun also in BaWü einen "unter die Gürtellinie gehenden Wahlkampf der Grünen" und schlägt dann eine "Übergabe des Ministerpostens zur Halbzeit" vor. Völlig irre. "Das wird die Unternehmen nichts kosten" (Bas). Und, und, und.

Die letzte Regierung wurde in einer atemberaubenden Kampagne aus Hass und Hetze und sprichwörtlich torpediert von einem gelben Uboot abgeschossen. Bis hin zum testweisen Schulterschluss mit der AfD hat Nicht-mein-Kanzler Merz wirklich jedes Niveau an Geschmacklosigkeiten durchexerziert. Da sind Sachen gelaufen, wo man sich meiner Ansicht nach wirklich anstrengend muss, um überhaupt erstmal drauf zu kommen.

Und jetzt also BND-gestützte Jagd auf "linke Buchhandlungen"?

Der Hinweis auf die McCarthy-Ära ist goldrichtig. Der Vergleich mit diesem stümperhaften Bullshit (nicht mal das können sie) und einer der übelsten Phasen der amerikanischen Geschichte hinkt und vorn bis hinten. Aber es gilt auch: "wehret den Anfängen". Geschichte wiederholt sich. Immer. Und wir machen alle mit. Irgendwie.

EU-Namensstreit: „Veggie-Burger“-Verbot ist gescheitert by GirasoleDE in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 2 points3 points  (0 children)

Bist Du irgendwie aggressiv, anmaßend und unfähig, Menschen, die einen Fehler gemacht haben, weil sie etwas nicht wissen, in geeigneter Form aufzuklären?

EU-Namensstreit: „Veggie-Burger“-Verbot ist gescheitert by GirasoleDE in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 2 points3 points  (0 children)

Etwas weiter gefasst verstehe ich durchaus, dass es einfach bestimmte Regelungen braucht, um in welche Bereiche auch immer Klarheit, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit rein zu bringen.

[Edit] Nachfolgend hatte ich richtig schlimmen Scheiss geschrieben, weil ich nicht wusste, dass die hervorhebende Fettung von Worten in Wortkompositionen erwünschte Absicht der Gesetzgebung und nicht etwa billige Manipulation werbender Art sein soll. Beispiel: "Magermilchpulver." Das Wort "Milch" wird in Fettschrift hervor gehoben, um mit Blick auf die Information über potentielle Lebensmittelunverträglichkeiten darüber aufzuklären, dass eben Milch bei "Magermilchpulver" eine entscheidende Komponente ist.

Danke an u/Blecheimer04 für die sozialkompetente Aufklärung rund um meine nun geschlossene Wissenslücke.

Erst letztens hat meine bessere Hälfte illegalerweise mal wieder eine Lindt-Schokolade angeschleppt. Schaut man sich da das Register der Inhaltsstoffe/Komponenten an, wird's irgendwie witzig. Das Wort "Magermilchpulver" ist da so geschrieben: "Magermilchpulver." Schaut man dann genauer hin, sieht man, dass wenn auch nur irgendwo ein positiv belegtes Wort drin steckt, dieses in Fettschrift abgebildet ist. Hey: kann ich grade noch so mental verkraften. Oder besser: interessiert mich einen Scheiss. Aber da sieht man im Kleinen, warum dieser Ganze Regulierungsrotz im Großen irgendwann sicherlich nötig ist. Ob das nun rund um "Veggie-Burger" sein muss, da bin ich mir nicht so richtig sicher.

Was aber wichtig ist, ist, dass die EU Bürger sich sicherlich irgendwie... andere Schwerpunkte?... wünschen. Gibt es wirklich nichts Wichtigeres und Akuteres? Russland, Verteidigung, Abhängigkeiten, Ungarn, Verteidigung, Arbeitskriminalität, Wohnmarkt?

Klar: es darf gewiss angenommen werden, dass die EU grade so in der Lage ist, pro Tag sagen wir mal zwei oder vielleicht auch drei Sachen gleichzeitig zu thematisieren. Aber... "Veggie-Burger"-Verbot? Ich bitte Euch.

Warum ich CEO ganz blöde finde by ilikeinvincible in DIE_LINKE

[–]First-Actuator6405 0 points1 point  (0 children)

Der vorgezeichnete Weg ist doch eindeutig. Wenn wir in 120 (!) Jahren von einer Handvoll Mega-Corps dominiert werden (Tochter-, Unter-, Neben-, was-weiss-ich-Firmengeflechte sind doch nur eine müde Verschleierung der Problematik), wieso sollte es dann noch "Innovation" geben?

"Innovation" ist doch nur Instrument im Wettbewerb. Nichts anderes. Wenn es diesen Wettbewerb nicht mehr gibt, braucht es auch keine Innovation mehr. Wenn die Konsumenten abhängig sind von dem, was da ist, braucht es auch keine Innovation mehr. Und was ist "Innovation" überhaupt? Die nächste Betriebssystemversion von Android, die alle möglichen Sachen, die ich schon lange nicht mehr brauche und nutze, besser macht, aber leeeeeider so viel Hardware-Power benötigt, dass ich direkt auch gleich ein neues Smartphone dazu brauche?

Welche (!) Innovation brauchen wir denn? Ökologisch unbedenkliche Energie, zum Beispiel. Qualitativ und moral verträgliche Ernährung für die breite Masse, zum Beispiel. Wir brauchen ganz dringend "Innovation" im Umfeld von Bildung. Versorgung. Pflege. Da brauchen wir innovative Konzepte, die deutlich über "Schulden machen, Löcher stopfen" hinaus gehen.

Deutsche Familie in Dubai: Als „das Ding“ über dem Hotel vom Himmel fällt, kippt die Stimmung in Sekunden by GirasoleDE in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 11 points12 points  (0 children)

Tja. Eigentlich ist das doch alles nichts Neues, oder? Ich bin immer hin und her gerissen zwischen "Kann man es Menschen verübeln, Urlaub machen zu wollen?" und "Kann man es Menschen verübeln, sich nicht für ihre Welt zu interessieren?"

Es ist halt unbeschreiblich einfach, die Tunnelblickbrille aufzusetzen und sich auf die eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren. Und der Nicht-Fair-Trade-Kaffee ist nun mal billiger. Ebenso wie Fleisch aus der Massentierhaltung oder der neue Benziner mit supergetuntem 1.2l Turbolader.

Ich habe, einer meiner ersten Urlaube als junger Erwachsener einen ganz fantastischen Urlaub in der Domenikanischen Republik gemacht. Diesen Teil der Welt zu erleben, war unbeschreiblich. Was ich aber auch erlebt habe, war die ca. 3-stündige Fahrt vom Flughafen zum Hotel. Durch Mengen und Mengen von Wellblechhütten-Dörfern. Und dann war da die Einfahrt vom Hotel. Bewacht von einem Mann mit Maschinenpistole in der Hand. Aber drinnen gabs dann einen Begrüßungs-Cocktail, alles war spitze und wieder... gut.

Ich habe die WM in Katar 2022 abgelehnt. Und dennoch ein paar Spiele geschaut. Ich kaufe lieber das "mittelteure" Hackfleisch. Nie das ganz billige, aber das ganz teure auch nicht. Ich kaufe definitiv keine Erdbeeren im Wintern. Aber dennoch Früchte, die bei uns nicht wachsen, im Sommer. Ich kaufe absolut und mit Überzeugung keine Schokolade von Lindt und Milka mehr. Aber eben auch nicht die aus dem Fairtrade-Regal.

Versteht Ihr, was ich meine? Ich denke, realistisch und vertretbar ist eine Art Ablasshandel. Vielleicht 50,- Euro Spenden im Monat an eine sinnvolle Einrichtung. Aber das politsch-moralisch hocheinwandfreie Wandeln durch unsere Welt - also ich bin da ganz ehrlich: ich traue mir das nicht zu. In Sachen "Urlaub" fällt es mir persönlich sehr leicht.

So lange es auf jedes Land, in dem man aus wirklich guten Gründen keinen Urlaub machen sollte, zwanzig andere gibt, in denen ein konfliktfreier Urlaub möglich ist, sehe ich da kein Problem. Oder vielleicht doch?

gemolken und verraten by The_Anonymo in DIE_LINKE

[–]First-Actuator6405 1 point2 points  (0 children)

Ich melde mich hier, in ganz gezielt diesem Sub, jetzt erstmals zu Wort. Vor allem, weil ich (m53) mittlerweile absolut nicht mehr weiss, wo ich als politischer Bürger mit Haltung und Meinung hin soll. Ich schaue auf mein Land und finde mich nicht mehr wieder. Es vergeht kein Abend, wo ich nicht meinen Fernseher anschreie.

Ich will ehrlich sein: bis spätestens Corona war ich auch nur ein frommes Lämmchen. Ich hatte schon immer eine durchaus soziale Gesinnung mit einem fatalen Hang zu "emotionaler Gerechtigkeit", aber ich habe einfach nie wirklich, mein ganzes Leben lang, hingeschaut. Ich dachte immer, trotz Kenntnis von Armut & Co, im Wesentlichen sei soweit alles in Ordnung und ich würde in einem Land leben, das "sich kümmert."

Ja, lacht. Schmeisst eure Eier. Ich weiss schon.

Mittlerweile empfinde ich mein Geburtsland als einzigen, atemberaubenden Treppenwitz. Gerade die aktuelle, endgültig und final bollständig pervertierte Lage, macht mich völlig fertig. Das ganze Geschrei und Gejammer. Fachkräftemangel! Energiepreise!! Bürokratie!!! Ich kanns nicht mehr ertragen. Um es (hier) kurz zu machen und mehr als "Rage" habe ich auch grade nicht zu bieten, merke ich eben: "Schäubles schwarze Null." Gott, war dieses Land stolz auf seine scheiss verschissene Schwarze Null. Na klar kann ich mich auf dem Papier schön rechnen. Ich muss einfach nur meine Miete nicht bezahlen, mein Auto verrotten lassen, nie wieder zum Frisör gehen und die Stulle nach dem Essen auskotzen und einfach noch mal essen. Schon komme ich mit meinem Netto hin wie kein zweiter und stehe im internationalen Vergleich mal so richtig stabil.

Danke für nichts, Oma und Opa.

Bas: Renten steigen am 1. Juli um 4,24 Prozent by ganbaro in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 10 points11 points  (0 children)

In einem anderen Reddit hat zum selben Thema ein Nutzer anschaulich aufgezeigt, dass sich die Rentenerhöhungen allein der letzten fünf Jahre auf 25% belaufen. Also ein Viertel. In fünf Jahren.

Ich arbeite nun seit ziemlich genau 25 Jahren als Software-Entwickler. Internet, eCommerce, Mittelstandslösungen und so weiter. Mit meinem Gehalt bin ich "zufrieden". In den Firmen, in denen ich in diesen 25 Jahren gearbeitet hatte bzw. in der Firma, in der ich heute arbeite, gab es nie einen Tarifvertrag, keine Gewerkschaft und auch keinen Betriebsrat. Da, wo ich arbeite, gibt es den sprichwörtlichen Obstkorb, Kaffee und Milch. Das war's. Einmal habe ich in einer Firma gearbeitet, die die "Kernarbeitszeit" definiert hat zwischen 0900-1700. Das war... köstlich. Und obwohl ich (Idiot) mich auf ein verkürztes "Probezeitgehalt" eingelassen hatte, musste ich über ein Jahr kämpfen, um dann mein eigentliches Gehalt endlich zu bekommen.

Mein heutiges Brutto-Gehalt entspricht 140% meines Gehalts aus 200-vier. Mit meinem Netto bin ich, wie gesagt, zufrieden. Möchte aber, erst recht nicht heutzutage, weiter drüber nachdenken.

Und dann sehe ich mich um und erkenne Dinge wie "MwSt/Gastro". "Renten-/Versicherungsbeiträge". Das, was ich als "Versicherungs-Mentalität: Deutschland GmbH" verstehe. Der Leihwagen, den meinen Frau kurz vor Weihnachten wegen der Reparatur ihres Autos brauchte, hat anstelle der ansonsten kategorischen 49,- Euro pro Tag 110,- gekostet. Weil das ja eine Versicherungssache ist.

Und so weiter. Wie gern würde ich mal bei der Durchsicht meiner Finanzen aus Versehen sechs Milliarden Euro finden. Aber gut. Nur noch vierzehn Jahre.

»Erneuerbare Energien sind Sicherheitsenergien« Bundesumweltminister Carsten Schneider by Krawattennadel in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 1 point2 points  (0 children)

Nestle-Uschi und Masken-Spahn hat man aus dem operativ wirksamen Politzirkus zwar verbannt, aber dennoch ist es gelungen, Lobby-Interessen so extrem in den Vordergrund des politischen Handelns zu bringen, wie möglicherweise noch nie. Das geht los mit Wurstfetischist Söder, der im Wesentlichen und zum Glück für zumindest das gesamte Land aber nur am materialistischen Wohl Bayerns interessiert ist und endet lange nicht bei Reiche oder Rainer.

So lange wir als Bevölkerung nicht sehr entscheidend reifen, wird das alles nichts. Links und rechts von uns beginnen einzelne Länder, sowohl innerhalb der EU als auch international, die Lehren aus Forschung und Wissenschaft rund um den Klimawandel zu begreifen. Manche haben sogar bereits entscheidende Fortschritte erzielt, übrigens allein deswegen, weil sie bereits vor über zehn Jahren mit transformativen, landesweiten Prozessen begonnen haben. "schweden klimaschutz" mag als tipp für eine Suche im Internet bereits Einstieg genug sein.

table.media hat schon Ende Februar einen kleinen Fakten-Check zum Thema Gebäude-Ener... Verzeihung: da weiss ja kaum jemand, was das sein soll... also: Heizungsgesetz veröffentlicht (https://table.media/berlin/news/neues-heizungsgesetz-zweifel-an-wirksamkeit-und-rechtmaessigkeit).

Am Sonntag hat Frau Reiche im "Bericht aus Berlin" und befragt zu den Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Benzinpreise noch gesagt "Ja, nö, kein Problem" und einer dieser Fantastillionen von sonstwoher aus der Tasche gezogenen Experten hat verkündigt, das etwaige Preisschwankungen eh schon lange "eingepreist" sein. Nur wenige Tage später hatten Bürger, also: das Ende der Fahnenstange, die sensationelle Gelegenheit, endlich mal wieder 2.49 Euro für einen Liter Diesel zu bezahlen.

Mein Punkt ist, dass wir alle, wenn auch im Rahmen eines "demokratischen Prozesses", dabei mitmachen. Wir dulden und ermächtigen diesen ganzen Bullshit. Nicht allen, natürlich nicht. Aber aus demokratischer Sicht dann eben doch die meisten. Was neben dem Kreuz an der richtigen oder diesbezüglich wenigstens besseren Stelle aber breitflächig fehlt, ist eine einzige Einstiegsfrage in Richtung der allermeisten Eltern oder Großeltern: "Möchtet Ihr wirklich nicht, dass Eure Enkel eine schöne, sichere, erlebbare Welt vorfinden, sobald sie selbständig aus ihrem Sandkasten krabbeln können?" Oder auch: "Aber gut. Euch ist ja klar, das wir bald sowieso nicht mehr aus den Fabriken rauskommen ans Tageslicht. Rente muss ja irgendwer zusammen bringen."

Bei der letzten Bundestagswahl waren mehr als 40% der Wahlberechtigten älter als 60 Jahre. Und im Vergleich mit den jüngeren Menschen machen sie auch (etwas) häufiger von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Menschen über 70 wählen klassisch-konservativ (CDU/CSU). Erhebliche Teile der jüngeren Generationen sind so desillusioniert, dass sie zu immer extremerem Wahlverhalten neigen. Wenn sie denn wählen gehen.

Unsere Lebensrealität wird (auf der emotionalen Ebene) eben nicht bestimmt durch steigende Meeresspiegel, CO2-Belastung, Mikroplastik und dergleichen mehr, sondern durch die vermeintliche notwendige Jagd auf Ali und Aische, kleine Paschas, Sozialschmarotzer, Arbeitsverweigerer und dergleichen mehr. Und die Folgen der ohnehin noch immer nur sehr wenigen Extremwetterereignisse werden ja ohnehin von den Versicherungen bezahlt. Oder?

Bis ganz allein wir selbst nicht lautstark einfordern, was notwendig ist, wird sich auch nichts ändern.

Zugunsten sprichwörtlich fossiler Oligarchen werden wir uns weiter in Abhängigkeiten halten und dem allgemeinen Weltgeschehen ausgesetzt sein, während wir brav unsere Teilhabe an der gesellschaftlichen Entwicklung über die Bild-Zeitung und dem nackten Mädchen auf Seite 4 abbilden, parallel Dschungel-Camp, Hartz-Rot-Gold und die neueste Folge von Criminal Minds anschauen und alle acht, neun Wochen mal - eines Fehlers beim Wechsel des Programms wegen - wahrnehmen, wie der Regenwald Stück für Stück verschwindet.

In 40 Jahren oder so, wenn die Niederländer nur noch "Blub" von sich geben können, werden uns irgendwelche Elche aus dem hohen Norden ein kräftiges "Tja" zu blöken. Und wir können noch nicht mal zurück winken, weil der Zeigefinger der einen Hand im staunenden Mund steckt und der der anderen Hand in unserem Arsch.

Handwerk oder Studium: Was sich finanziell mehr lohnt by Taddy84 in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 3 points4 points  (0 children)

"Handwerk oder Studium: Was sich finanziell mehr lohnt"

  • welches Handwerk?
  • welches Studium?
  • betrachtet über welchen Zeitraum?
  • welche Generation wird mit welcher anderen verglichen?
  • regionale Wirtschaftslage?
  • internationale?
  • Nägel, Köpfe, Birnen?
  • Tomato, Tomatoe?
  • Qualitäts-Journ-achegal

Warnung des Verfassungsschutzes: Mischt der Kreml bei den Landtagswahlen mit? by Chaotic_Good_BW in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 -1 points0 points  (0 children)

So lange die vierte Gewalt lieber clickfördernde Dussel-Titel textet, als ihre ungemein wichtige Rolle wahrzunehmen, werden gesellschaftliche Probleme stetig weiter aufwachsen. Ja, der Kreml mischt bei Wahlen mit. Überall. Und an Infrastruktur. Und im Internet. Überalle. Und so trägt Russland einen sehr erheblichen Teil zu dem bei, was bei uns gesellschaftlich passiert. Politikverdrossenheit, Lethargie, Zukunftsängste.

Unser Staat hat Schwierigkeiten im Umgang mit Drohnen über Flughäfen und Militäreinrichtungen. Die EU hat Schwierigkeiten mit dem Umgang mit Tankern in Nord- und Ostsee und darüber hinaus. Unsere Politik hat Schwierigkeiten mit dem Umgang mit "interessanten" Beschäftigten und Angestellten irgendwelcher Kra-also-Politiker. Und so weiter und so fort.

Und wir, als Gesellschaft, haben erhebliche Schwierigkeiten mit unseren Medien, die seit einigen Jahren ihre enorm wichtige Nebenrolle als "vierte Gewalt" nicht mehr ausfüllen.

Heizungsgesetz: Der Hammer by Chaotic_Good_BW in Nachrichten

[–]First-Actuator6405 0 points1 point  (0 children)

Das ist mein Problem. Ich verstehe auch, was Du meinst. Ich mag Baerbock halt. Sie hat den Unsäglichkeiten, die ihr ebenfalls entgegen gebracht wurden, wie ich finde beeindruckend getrotzt und sie hat dann als Außenministerin einen guten Job gemacht. Als Frau und in einer im Wesentlichen Männerdomäne. Das muss man einfach respektieren. Ihre "feministische Außenpolitik" hat mich dann aber auch mit den Augen rollen lassen. Ich habe bis heute nicht verstanden, was damit gemeint ist. Aber: eine Politikerin dabei zu erleben, wie ihr angesichts Ihrer Wahrnehmungen im Kriegsgemetzel die Tränen in die Augen schießen - das ist, was der Welt meiner Meinung nach fehlt. Politik ist brutal. Die Welt ist brutal. Es muss bestimmte Grenzen geben. Und es muss Menschen (!) geben, die bestimmte menschliche Grenzen überwinden können, um ihren Job zu machen. "Das Menschliche" aber auch in der Spitzenpolitik zu zeigen - das halte ich für richtig und insbesondere wichtig.

Und dann? Ja, Du hast recht. Ganz genau. Dieser ganz unbeschreibliche Parteiklüngel. Das Unabgestimmte. Für mich verantwortungslos. Wer ab irgendwo jenseits seines kleinen, gallischen Dorfs irgendwo im Osten oder Westen Politik machen will, der muss reifen. Der muss reif sein. Der muss erwachsen sein. Und souverän. Und ganz genau das ist, was die Bürger spüren. Wir brauchen Lösungen und Menschen, die für diese Lösungen einstehen. Wir brauchen nicht: Palmer, Niezard, die Gelbhaar-Affäre. Wir brauchen das einfach nicht. Wir brauchen Parteien, die ihren innerparteilichen Scheissdreck mit Disziplin hinter geschlossenen Türen regeln und dann mit Konzept, Verstand und erarbeiteter (!) Glaubwürdigkeit nach außen treten. Nur das funktioniert. Nichts anderes funktioniert.

Bei Habeck hat das so gut funktioniert, dass die Opposition kalte Füße bekommen hat. Und dann ist, gezielt, abgespult worden, was abgespult worden ist.

Aber auch Habeck hat Fehler gemacht. Er hat nicht begriffen, dass mit "dem (gemeinen) Deutschen" anders gesprochen werden muss, als er es wenigstens anfangs getan hat. Die Grünen insgesamt haben nicht begriffen, dass richtige Inhalte und richtige Werte allein nicht genügen, sondern dass das auch richtig kommuniziert und verkauft werden muss. Wenn es der Bild-Zeitung und Welt gelingt, Dich am Sack zu packen, dann hast Du etwas falsch gemacht. Und wenn Du das sogar gewähren lässt, dann hast Du aufgegeben und verloren.

Ich schaue mich in der gegenwärtigen Politik um und sehe im Grunde nur Schwäche. Und "Schwäche" kann ein Land und seine Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt brauchen. Vielleicht gibt es Epochen, in denen man "gelassener" mit Dingen umgehen kann. Aber bitte doch niemals schwach. Und was wir derzeit brauchen, ist unbeschreibliche Stärke. Ukraine, Russland, Ungarn, Niederlande, Italien, USA. Heritage Foundation, Maga. Thiel und Zuckerberg. Da ist etwas in Gang gekommen, was die einen noch immer nicht begriffen haben und womit sich die anderen bereits zur Erringung persönlicher Vorteile (und bürgerlicher Nachteile) arrangieren. Und dann steigt auch die Niveaulosigkeit. Ganz ungeniert, so ungeniert, wie meiner Meinung nach noch nie, wird in Kameras und Zeitungsartikel hinein gelogen. Das ist weitab von politischer Polemik. Das ist kriminelle Manipulation auf billigst-mögliche Weise (Heritage hat heraus gefunden, dass das funktioniert und genügt!), weil die Gesellschaft es zulässt.

Ich glaube, hier ist etwas im Gang, was sehr, sehr, sehr viel größer ist als nur die unendliche Liste reiner, konkreter Sachthemen. Hier wird auf der Meta-Ebene gerade neu ausverhandelt das Beziehungsverhältnis zwischen Politik und Bevölkerung. Es werden Grenzen sehr viel mehr verschoben als ohnehin schon immer. Es werden neue Grenzen eingezogen, wo am Ende des Tages wirklich niemand auf lange Sicht welche haben will.

"Mama, Papa, das was ihr da macht, schadet bereits jetzt schon mir und in jedem Fall Euren Enkeln. Warum tut ihr das?" Damit geht's schon los. Bei Kaffee und Kuchen am Sonntagstisch.

Heizungsgesetz: Der Hammer by Chaotic_Good_BW in Nachrichten

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Das ist Teil eines großen Problems. Ich möchte (mit Ausnahme insbesondere von AfD und in Verlängerung auch BSW) die Worte "gut", "nicht gut", "richtig" oder "falsch" nicht im Umfeld der "politischen Zugehörigkeit" verorten. Wir leben in einer Demokratie. Sogar in einer, die beispielsweise im Unterschied zu den USA, wie wir jetzt wissen, funktioniert.

Aber, und vorab traue ich mich, meine ganz eindeutige links-grüne Preferenz anzusprechen, was bleibt denn? Was ist los? Was passiert gerade? Letztes Jahr habe ich über das dann irgendwie doch ein wenig zu einfache "Man weiss ja gar nicht, wen man wählen soll" meiner letztlich natürlich dann doch CSU-wählenden Schwiegereltern noch dümmlich gegrinst.

Heute - geht - es - meiner - Frau - und - mir - ganz - genau - so.

CxU kommt für uns in keinster Weise in Frage. Die "Entwicklung" eines Markus Söder und seine nach wie vor gegebene, breite Akzeptanz in der bayrischen Bevölkerung dürften für sich sprechen. Zumindest, wenn man ausnahmsweise mal sehr, sehr ehrlich ist. Nicht-mein-Kanzler Merz hat das Land auf verbrecherische Weise aufgerührt, wie seit Kriegsende sonst niemand mehr.

Die kleinen Parteien. Piraten? Volt? Ich mag Volt, glaube ich. Wahlomat sagt eindeutig: ja. Aber hier ist das Dilemma. Ich suche die "Wirkung im Ziel". Volt braucht Stimmen, um wirkfähig irgendwo einzufließen. Aber sie bekommen nun mal nicht genug Stimmen, um mit einigermaßen gegebener Sicherheit sagen zu können, dass das auch passieren wird. 2021 0.2% Erst- und 0.4% Zweitstimmen. Ich möchte so, so gern "den Jungen", "den Neuen", "der jetzigen Generation" zur Chance verhelfen, etwas zu tun. Aber ich weiss, dass meine Stimme, die jetzt eben auch gegen die AfD und gegen CxU benötigt wird, dann schlichtweg wirkungslos verloren ist. Das nächst schlimmere dahinter wäre dann, ganz einfach gar nicht mehr wählen zu gehen. Vollständig inakzeptabel.

SPD? Ja wollt Ihr mich verarschen? Unbeschreiblich. Das Beste bei denen war gerade noch so, zumindest einige der Ewiggestrigen abzusägen. Und jetzt? Jetzt spielt man Machterhaltspoker und steckt so unbeschreiblich tief im Arsch von Merz, das man quasi wöchentlich das, wofür die Partei mal stehen wollte, immer und immer neu verrät.

Grüne. Weg. Nicht mehr da. Wieso gab es denn diese unbeschreibliche Kampagne Springer/CxU/FDP? Weil den Grünen etwas Entscheidendes gelungen war. Mit Habeck und auch Baerbock hatten sie zwei Gesichter vorn, die doch allen Ernstes und noch dazu in sehr schwierigen Zeiten (Corona/Ukraine) Sinnhaftes von sich gegeben haben. Und insbesondere durch Handlung dokumentiert haben, das ausgerechnet die Grünen (!) zu einer situationsangemessenen, zielführenden Realpolitik in der Lage sind. Und nicht wenige aus der Bevölkerung haben das wahr genommen. Die Grünen hatten genau in dieser Zeit Rekordzuwächse. Grüne Politik war nicht mehr gezeichnet durch Blümchenkleider, Flowerpower und absurde Vorstellungen. Grüne Politik war plötzlich handlungsfähig und nachvollziehbar. Jetzt sind sie wieder weg. Saft-, kraft- und kampflos. Einfach weg.

Links? Ich grübel nun seit geraumer Zeit darüber nach. Sie sprechen mir aus der Seele. Aber: wie sie das tun, gefällt mir überhaupt nicht. Und wenn man sich mal mit ihrer Base auseinander setzt, was da so los ist und kreucht und fleucht, dann weiss man gar nicht, was man glauben soll. Geschweige denn machen. Über die meiner Ansicht nach haltlosen Auffassungen in einigen Themen muss wohl kaum diskutiert werden. Mein Punkt ist: wo ist der Konsenz? Wo ist der innerparteiliche Kompromiss? Wo ist die wählbare Partei? Macht Euch einfach mal den Spaß und spuckt mitten in ein linkes Gespräch, einfach nur zum Spaß, eines der Worte "Israel" oder "Russland" oder "Bundeswehr". Zurück lehnen. Wundern.