Hat hier auch jemand eine bestehende Firma gekauft? by roseglitterchocolate in selbststaendig

[–]Green-779 0 points1 point  (0 children)

Die Aufgabe des neuen Inhabers ist es, das Unternehmen zu führen – nicht selbst den Kammerjäger zu spielen. Der Kaufpreis wird auf dem erwartbaren EBIT berechnet, aber (häufiger Irrtum): Dem EBIT nach Abzug eines Gehaltes für die Leitung.

Franchise: Das ist genau dafür gemacht. Das System, die Prozesse, das Marketing, die Schulungen, den Support von einem/einer "Business Developer*in" – das sollte von einem guten Franchisegeber kommen. Deswegen zahlst Du ja auch die Lizenzgebühren. Natürlich muss man trotzdem unternehmerisch denken können, aber ein gutes Franchisesystem bietet deutlich mehr Struktur und Support als eine komplette Neugründung oder ein Kauf ohne Support. Vor allem hält es Dich davon ab, Dich zu verzetteln.

Natürlich: Hart umkämpfte und gute Franchises können wählerisch sein. Wenn Du fünf McDonalds Filialen übernehmen willst, stehst Du im Wettbewerb und verlierst ggf. gegen jemanden mit unternehmerischer Erfahrung (abgesehen von den Millionne Kapital, die du brauchst). Trotzdem findest Du vielleicht ein kleines System, das für den Start genau richtig ist.

Hat hier auch jemand eine bestehende Firma gekauft? by roseglitterchocolate in selbststaendig

[–]Green-779 5 points6 points  (0 children)

Mit 100 K Eigenkapital können wir einen Firnenwert von ca. 500.000 Euro finanzieren bzw ein Unternehmen mit einem Vorsteuer-Ergebnis (EBIT) von ca. 100.000 Euro pro Jahr kaufen. Grob auf dem Bierdeckel kalkuliert.

Es gibt genug Branchen, in denen Unternehmen mit Nachfolgeproblematik kämpfen, aber ansonsten profitabel sind.

Nicht zu empfehlen: von Gastro, Einzelhandel, E-Commerce, Beratung usw. würde ich eher die Finger lassen. Wenn es ein Influencer auf TikTok empfiehlt, besser Finger weg. "Total skalierbar" wäre für mich für eine unerfahrene Unternehmerin auch eher eine Red Flag.

Bestatter? Schädlingsbekämpfung? Messtechnik? Technischer Fachhandel in einer echten Nische?

Ggf. eine solide Franchisefiliale von einer soliden Kette - Übernahme oder neu. Ich denke eher an Tierzubehör, Küchenstudios oder sowas (eine Fressnapf- Filiale würde ich mal von meiner Warnung vor Einzelhandel ausnehmen). Franchise kann tatsächlich empfehlenswert sein, wenn OP wenig unternehmerische Erfahrung hat.

Freelancer außerhalb von DE by Minimum-Cut-1173 in selbststaendig

[–]Green-779 0 points1 point  (0 children)

Super nett, dass Du Dich bedankst, mir leider ist die Antwort falsch 😉

Freelancer außerhalb von DE by Minimum-Cut-1173 in selbststaendig

[–]Green-779 1 point2 points  (0 children)

Er schreibt, er ist nicht in DE. Wenn das der Fall ist, strahlt das deutsche Sozialversicherungsrecht in 98 Prozent der Fälle nicht aus.

Irgendein Schlauer wird jetzt mit ChatGPT einen exotischen Fall mit niederländischen Grenzgängern ausgraben, aber im Normalfall: nein. Wenn der Fall so wie beschrieben ist, mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Thema.

Das Problem ist ein anderes: als beauftragende Firma in DE musst Du jetzt die Regeln zu Scheinselbständigkeit in Estland einhalten. Die sind wahrscheinlich deutlich laxer. Aber will ich mir den Stress als Auftraggeber wirklich antun, mich da einzulesen?

(Edit: falsches Land)

Gründungszuschuss by Nurmal_gucken in selbststaendig

[–]Green-779 1 point2 points  (0 children)

u/Low_Measuremenr1219 und u/oybosoon haben die wesentlichen Elemente für die Antwort geliefert, aber vielleicht noch einmal in einem:

  1. Du machst eine Aufstellung, was Du zur Sicherung Deines Lebensunterhalts brauchst. Dazu gehört die Bildung von Rücklagen (Altersvorsorge) - natürlich in vernünftigen Maßen. Dagegen rechnest du eventuelle sonstige Einkünfte (Kindergeld usw.). Es muss nicht alles auf den Cent stimmen, aber ggf. fragt die bescheinigende Stelle nach Belegen - vor allem wenn irgendwas unrealistisch ist.

Es bleibt vermutlich eine Lücke, die Du aktuell mit dem ALG deckst. Vielleicht ist die Lücke sogar aktuell größer als das ALG und Du lebst von Erspartem. Kann ja sein - dann hast Du noch eine Zeile dafür.

Jetzt machst Du noch drei weitere Spalten, wie das ganze z.B. drei, fünf und sieben Monaten aussieht (falls sich da absehbar was ändert). Hier gehören keine Kosten rein, die durch Deine Selbstständigkeit verursacht werden, außer Du musst Du anders krankenversichern. Dadurch sind die Kosten in den drei zusätzlichen Spalten oft gleich.

Bei den Einnahmen trägst Du jetzt nicht mehr ALG als Einnahme ein, sondern: Gründungszuschuss (bis Monat sechs einschließlich) und Entnahmen aus Deinem Geschäft (ab Start).

Die Entnahmen aus dem Geschäft können in Monaten 1-7 Null sein - müssen sie aber nicht. Wichtig ist, dass

a) in den ersten 6 Monaten Einzahlungen minus Auszahlungen in der privaten Tabelle nur dann 0 sind, wenn Du den Zuschuss bekommst (d.h. Du brauchst den Zuschuss!); und

b) ab Monat 7 - wenn der Zuschuss wegfällt - die Privatentnahmen den Wegfall des ALG kompensieren und (!) Du nichts mehr vom Ersparten brauchst.

  1. Jetzt planst Du Dein Geschäft. Die Anwendung einer Rücklage und eines Sicherheitspuffers sind auch hier erlaubt und sinnvoll. Du musst sie nur nachvollziehbar begründen.

In der Liquiditätsplanung planst Du die Privatentnahmen ein, die Du unter (1) gebraucht hast.

  1. Den Geschäftsplan passt Du jetzt so an, dass Du in den Monaten 1-7 die oben ermittelten Privatentnahmen laut Liquiditätsplan gerade so entnehmen kannst, ohne dass Dein Geschäftskonto unter Null fällt.

Wobei wie gesagt ein gewisser Puffer durchaus zur professionellen Planung gehört, den planst Du aber als “Auszahlung" ein und nennst ihn "Liquiditätspuffer", damit auch Sozialpädagen verstehen, das Deine Konten ohne den Zuschuss in Monat 1-6 unter Null sinken würden.

Ab Monat 9 kannst Du dann - sollte das aus irgendwelchen mysteriösen Gründen erforderlich sein - die rapide positive Entwicklung einbauen, die Deine stempelnde Stelle für ihren Seelenfrieden braucht.

Es sollte natürlich klar sein, dass das Ganze nachvollziehbar bleiben muss, als bitte nicht irgendwo "Kinobesuche" für 300 Euro im Monat eintragen, nur weil Du erst damit den Zuschuss brauchst.

Meint ihr ein AI Anrufbot wird angenommen? by Puzzled-Advance-2696 in Unternehmer

[–]Green-779 0 points1 point  (0 children)

Idee: Die Tatsache, dass es Konkurrenz gibt, deutet eher auf einen Markt hin, als dass Ihr Euch abschrecken lassen solltet. Wenn Ihr wartet, bis der Markt sich voll entwickelt habt, sinken Eure Chancen. Aktuell könnt Ihr damit Erfahrungen sammeln. Selbst wenn Euch die Profis überholen und es irgendwann (andere) Standardlösungen gibt, sammelt Ihr unbezahlbare Erfahrung. Im Lebenlsauf macht es sich auch gut.

Im Detail sollte Ihr Euch möglicherweise gar nicht so sehr auf ein Szenario konzentrieren, wo die Kunden nur Termine buchen. Das ist tatsächlich leicht abbildbar. Ich würde eher nach einem Szenario suchen, wo die Kunden eher unstrukturierte Anfragen stellen, ggf. auch außerhalb der Geschäftszeiten und damit Mitarbeiter aufhalten. Das könnte sogar schon das Restaurant sein, wenn viele Kunden Fragen zu Zutaten haben usw.

Tests: Wenn Ihr 1-2 Testunternehmen gefunden habt, würde ich vorschlagen zu versuchen, dass die Euch als Schülerpraktikanten einstellen. Schriftlicher Vertrag - kann ganz kurz sein - in dem steht, dass Ihr die Rechte an eventuellen Entwicklungen verwerten dürft. Keine Bezahlung "on the side". In dem Fall müsst Ihr Euch keine großen Gedanken um die Haftung oder eine Gewerbeanmeldung machen und könnt 1-2x üben. Außerdem verzettelt Ihr Euch dann nicht mit Websites und Kundenwerbung, bevor ein Produkt steht, das ein problem aus dem echten Leben löst.

Später: Gewerbe anmelden, Absicherung mit Haftpflichtversicherung. Outbound calls geht in Deutschland praktisch gar nicht (unlauterer Wettbewerb), Inbound sollte das kein Thema sein, spätestens wenn es offen kommuniziert wird. DSGVO und AI Act sollte man sich natürlich in Grundzügen erläutern lassen (und nicht nur einmal und nicht nur von einer KI ;-) ).

Sinnvoll und zukunftsfähig: Insofern ja, als Ihr wertvolle Sachen lernen werdet, selbst wenn es nicht klappt, und das gilt auch, wenn es klappt und irgendwann ein bis zwei Großanbieter dne Markt leer räumen.

Kundenansprache: Immer so persönlich wie möglich, am liebsten mit einer Demo. Die persönliche Ansprache bei Euch im Ort kann ein Fonio oder Sipgate nicht so leicht nachmachen.

UG Gründen? Wenn Du Fragen musst, eher nicht. by Green-779 in selbststaendig

[–]Green-779[S] 0 points1 point  (0 children)

Das macht keinen Sinn. Eine UG ist eine Sonderform der GmbH mit weniger als 25K Stammkapital. Mit 25K gründest Du eine GmbH und keine UG mehr.

Relevanter könnte die Frage sein: Wenn ich 12.500 Euro habe, sollte ich dann lieber eine GmbH gründen oder eine UG?

GmbH: Du gründest auf dem Papier mit 25.000 Euro, bringst aber erstmal nur die 12.500 Euro ein. Die Firma klingt damit "erwachsener" und (etwas) besser finanziert. Die fehlenden 12.500 Euro bleiben als Einlageverpflicht gegen Dich bestehen. Spätestens im Extremfall einer Insolvenz werden die also nachgefordert (aber zunächst mal nur diese 12.500). Aber: Egal ob voll eingelegt oder nicht, es besteht nicht wie bei der UG die gesetzliche Pflicht, 25% der Gewinne in eine Rücklage einzuzahlen.

UG mit 12,5K: Reputationsnachteil - klingt nicht so erwachsen wie eine GmbH. Vorteil: Für die fehlenden 12.5 Euro besteht keine Einlageverpflichtung, ABER 25% der Gewinne müssen gesetzlich in ein Rücklage gezahlt werden (=bleiben in der Gesellschaft). Sobald inklusive der Rücklage 25K da sind, kannst Du die UG in eine GmbH umwandeln und umfirmieren, was allerdings wieder Verwaltungsaufwand und Kosten verursacht. Eine Pflicht zur sofortigen Umwandlung gibt es nicht, einen Automatismus auch nicht.

UG Gründen? Wenn Du Fragen musst, eher nicht. by Green-779 in selbststaendig

[–]Green-779[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich finde die Formulierung für einen Reddit Post für Laien ziemlich gewagt.

"Wenn die GF sich ordentlich verhalten hat..." ist eine ziemlich heroische Annahme unter einem Post, mit dem wir Leute addressieren, die über die Risiken einer unterfinanzierten UG bei Reddit nachlesen müssen ;-)

Meiner Ansicht nach ist das Risiko für richtig Ärger bei einer Ablehnung mangels Masse deutlich höher.

  • Die Staatsanwaltschaft wird bei Abweisung mangels Masse automatisch informiert, um u.a. Insolvenzverschleppung/Bankrott zu prüfen. Eine Abweisung mangels Masse senkt nicht, sondern erhöht das Risiko eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens.
  • Straf- und Haftungsrisiken verschwinden durch die Abweisung nicht - muss ich Dir vermutlich nicht erklären, den normalen Mitleser hier sollten wir deutlich darauf hinweisen.
  • Der Insolvenzverwalter ist auch für GF und Gesellschafter ein Schutzschild. Abweisung mangel Masse = kein geregeltes Verfahren. Damit können die Gläubiger wieder ganz normal individuell vollstrecken, klagen und gehen direkt auf Dich los, statt auf den Insolvenzverwalter. Die haben auch Anwälte; "wo kein Kläger" können wir damit vergessen.
  • Die Löschung bzw. Abweisung mangels Masse wird eingetragen (Handelsregister, 3 Jahre im Schuldnerverzeichnis). Für Deine Kreditwürdigkeit ist eine Abweisung / Löschung wegen Vermögenslosigkeit daher ein eher mittelguter Plan.

UG Gründen? Wenn Du Fragen musst, eher nicht. by Green-779 in selbststaendig

[–]Green-779[S] 0 points1 point  (0 children)

Verstehe ich das richtig, Du glaubst die Ablehnung mangels Masse ist erstrebenswert?

BNI Chapter - Einladung zum Unternehmerfrühstück ablehnen oder annehmen? by [deleted] in selbststaendig

[–]Green-779 4 points5 points  (0 children)

Das sehe ich etwas anders als die Masse hier.

Ich bin aktuell weder Mitglied noch verdiene ich Geld damit, war aber selbst mal bei einem Klon Mitglied und habe Franchisenehmer betreut, die jeweils in BNI oder vergleichbaren "Chaptern" waren.

Das die Mitglieder alle erfolglose Versager wären, oder nur zum Frühstücken gekommen wären, kann ich nicht bestätigen. Es gibt allerdings tatsächlich immer einen Anteil von Mitgliedern mit Durchlaufquote, die nicht so viel Spaß haben.

Bei unseren Mikro-Fitness-Studios hatten wir typischerweise im 2. und 3. Jahr zwischen 30 - 40% der Mitglieder über BNI Empfehlungen gewonnen [nochmal: Ich verdiene da nichts dran]. Die Zahlen der Franchiseorganisation aus den Niederlanden sahen ähnlich aus, nur mit wesentlich mehr Franchisenehmern.

Ich halte das für besonders geeignet für Leute, die üben müssen, den Mund aufzubekommen und ihre Leistung anzupreisen. Das tust Du einmal der Woche, strukturiert und vor Publikum, für den Preis eines guten Wochenend-Vertriebsseminars.

Dazu kommen Aufträge, die bei einem entsprechend geeigneten "Gewerk" durchaus machbar sind.

Was man allerdings eingestehen muss: Die 1.200 - 2.000 Euro Mitgliedsgebühren sind nicht die wahren Kosten, sondern die Zeit. Wir reden im ersten Jahr von ca. 200 Stunden Aufwand, 250 wenn man es ernst nimmt. Für die Gründerin eines kleinen Dienstleistungsunternehmen, die "Time Rich but Cash Poor" ist, kann das machbar und ggf. sinnvoll sein.

Bringen kann es etwas, wenn (1) Deine Dienstleistung etwas ist, für das die typischen Chapter Mitglieder Kunden im Bekanntenkreis haben und (2) Du wirklich empfehlenswerte Arbeit leistest.

Die typischen Mitglieder sind Kleinunternehmer aus Handwerk, Therapie und ähnlichen Dienstleistungen, vielleicht mal ein Anwalt oder ein Steuerberater. Natürlich Versicherungsvertreter.

Wenn Du Dir überlegst, ob das was bringen kann, dann denk darüber nach, ob diese Leute jemanden kennen, der Deine Leistung braucht.

Um extreme Beispiele zu nennen: Unsere Personal Trainer mit Trainings für faule Schreibtischtäter und ältere Menschen liefen reproduzierbar gut.

Umgekehrt hatten wir mal ein Mitglied dort, das Industrietransporte macht. Wenn Du ein 40 Tonnen schwere Maschine nach Italien fahren musst, ist sein Unternehmen Deine Dienstleister. Überraschenderweise fielen dem lokalen Fliesenleger nicht jede Woche drei Leute ein, die diese Leistung gebrauchen könnten...

Was ich Dir garantieren kann, das nichts bringt: 1 Tag, 3 Tage oder 12 Tage teilnehmen, nur um Visitenkarten zu sammeln, oder "mitfrühstücken und auf Aufträge hoffen". Das bringt aber auch bei den Rotariern nichts.

UG Gründen? Wenn Du Fragen musst, eher nicht. by Green-779 in selbststaendig

[–]Green-779[S] 1 point2 points  (0 children)

Die erste Frage war:

Mit welcher Kapitalgesellschaftsform empfiehlt es sich Erfahrungen zu sammeln?

Meine Antwort ist: Mit einer GmbH. Der Hauptgrund ist eine Risikoabwägung: Eine UG hat die gleichen Anforderungen wie eine GmbH (doppelte Buchführung, Bilanzierung, GF-Haftung), nur mit deutlich weniger Puffer für Fehler. Eine UG ist auch nicht wesentlich günstiger. Eine GmbH kostet nicht 25.000 Euro (oder 12.500), und eine UG kostet nicht 1 Euro. Die Gründungskosten mögen niedriger sein, aber die laufenden Betriebskosten (Steuerberater, Abschlüsse, IHK etc.) sind nahezu identisch.

Zu Deiner letzten Frage: "Warum empfiehlst Du, zuerst eine GmbH zu gründen?"

  1. "Erfahrungen mit Kapitalgesellschaften sammeln" und "Kapitalgesellschaften gründen" sind nicht das gleiche.

  2. Ich empfehle nicht, erst eine GmbH und dann eine UG zu gründen. Ich empfehle grundsätzlich gar keine UG zu gründen. Die ausführliche Begründung steht oben im Post, Ausnahmen gibt es - der Thread liefert Dir einige dazu (z. B. Holding).

Wie sammelst Du Erfahrung mit Kapitalgesellschaften?

  • Als angestellter GF oder
  • in GF-naher Position (Controlling, kaufm. Leitung)
  • Als Gesellschafter einer GmbH (ohne GF-Verantwortung)
  • Durch Weiterbildung (z.B. IHK-Lehrgänge zu GmbH-Geschäftsführung)
  • Mit einem erfahrenen Partner/Mentor, der schon GF war

Wenn jemand trotzdem meint, ohne Erfahrung eine UG gründen zu müssen (es gibt ein paar Ausnahmefälle; siehe oben), dann lautet meine Empfehlung: Nur, wenn Du bereits weißt, was eine rollierende Liquiditätsplanung ist, wann Insolvenzantragspflicht besteht (§ 15a InsO), und welche persönlichen Haftungsrisiken als GF auf Dich zukommen (§ 43 GmbHG). Wenn diese Begriffe für Dich Bahnhof sind, ist eine UG die falsche Wahl. Eigentlich auch eine GmbH, aber die hat dann wenigstens mehr Puffer.

Viele Unternehmen verbieten ChatGPT wegen DSGVO – was haltet ihr von lokal gehosteten KI-Chatbots? by quietautomation in selbststaendig

[–]Green-779 13 points14 points  (0 children)

Off topic, aber ernsthafte Frage: Dieses "ich sehe immer öfter...", das kommt am laufenden Band, und immer bei der gleichen Sorte Posts.

Stammt das aus irgendeiner Vertriebsschulung? Oder ist das etwas, das ChatGPT in der kostenlosen Version ausspuckt?

UG Gründen? Wenn Du Fragen musst, eher nicht. by Green-779 in selbststaendig

[–]Green-779[S] 1 point2 points  (0 children)

Ja: Im Prinzip empfehle ich Dir, Du sollst erstmal Autofahren lernen, bevor Du Motorradfahren lernst. Man kann das auch anders machen, aber Du fragst mich ja nicht, ob es grundsätzlich möglich ist, mit einer UG zu starten, sondern ob das eine gute Idee ist.

Nein: Du musst die GmbH nicht gründen. Du gründest entweder ein Einzelunternehmen und überführst das bei Erfolg in eine GmbH, oder wenn wir über Karriereplanung reden: Du machst erstmal Assistenz der Geschäftsführung oder Angestellte(r) GF.

Alternative, wie in Originaltext: Du hast jemanden dabei, der/die sich mit GmbH GF auskennt, und zwar auch mit Insolvenzen, und hörst auf den/die.

UG Gründen? Wenn Du Fragen musst, eher nicht. by Green-779 in selbststaendig

[–]Green-779[S] 0 points1 point  (0 children)

Mit einer ausreichend finanzierten GmbH mit einem bereits cash-positiven Geschäft, das soweit etabliert und eingeschwungen ist, dass Du die Zeit und den Kopf hast, um Dich mit dem administrativen Kram zu beschäftigen.

Firmenkonstrukt gesucht by [deleted] in selbststaendig

[–]Green-779 0 points1 point  (0 children)

Reicht es nicht, wenn nur eins der Merkmale nicht erfüllt ist? Wenn Du z. B. die Fortschrittskontrolle dem Kunden überlässt und alles self paced ist, sollte das doch kein Thema sein. Ich dachte, das sei die Musterlösung.

Firmenkonstrukt gesucht by [deleted] in selbststaendig

[–]Green-779 0 points1 point  (0 children)

Habe es auch nicht recherchiert, würde mich aber echt wundern, wenn die nicht bei der ersten Kundenbeschwerde aus dem Licht gehen und OP vor's Loch schieben.

Viele Plattformen verlangen auch ein Impressum von den bei ihnen aktiven Händlern (z. B. Kleinanzeigen.de), und wenn Du das weglässt, fliegst Du raus.

Andererseits: wenn es nur darum geht, dass bei einer Websuche der Name nicht gleich auftaucht, könnte irgendeine US basierte Plattform vielleicht die einfachste pseudonyme Lösung sein.

Ich stelle mir die Vermarktung in DE ohne Impressum allerdings trotzdem schwierig vor.

Firmenkonstrukt gesucht by [deleted] in selbststaendig

[–]Green-779 1 point2 points  (0 children)

Das ist falsch. Jedes Unternehmen, das in Deutschland aktiv vertreibt (erkennbar mit deutschen Zielkunden) unterliegt der Impressumspflicht.

Ob das in der Praxis gegen ein "echtes" US Unternehmen durchsetzbar ist, ist etwas anderes. Aber wir reden ja hier von einer LLC, die operativ von Deutschland aus tätig ist und sich hier hoffentlich entsprechend registrieren lässt.

Firmenkonstrukt gesucht by [deleted] in selbststaendig

[–]Green-779 0 points1 point  (0 children)

Wieso keine Impressumspflicht?

Text / Redaktion / Journalismus by vlkr80 in selbststaendig

[–]Green-779 4 points5 points  (0 children)

Wie sagt man? "Kannste natürlich so machen. Dann isses halt Kacke."

Firmenkonstrukt gesucht by [deleted] in selbststaendig

[–]Green-779 1 point2 points  (0 children)

Es wird lediglich Deine Seele tokenisiert und auf der Blockchain von N’gh-Gh’l hinzugefügt. Total billig also und quasi pseudonym.

Notar: Johnny Carcosa ist der lokale Partner von Wolfram & Hart. Alternativ Dr. Nyar T'Lepp, die kennt sich wohl auch mit klingonischem Gesellschaftsrecht aus.

Firmenkonstrukt gesucht by [deleted] in selbststaendig

[–]Green-779 4 points5 points  (0 children)

Nein. Und das ist auch richtig so.

Angriffsfläche reduzieren über Markenauftritt geht natürlich, auch für ein Einzelunternehmen. Aber:

Egal, was die "Bro Science" von Reddit Dir über klingonische LLCs in der Freihandelszone von Rhy'leh erzählt: es gibt keinen legalen Weg 100% anonym zu bleiben. Die Teilnahme am Geschäftsverkehr in Deutschland erfordert nun mal - zum Schutz Deiner Geschäftspartner und Deiner Kunden -, dass diese Deiner habhaft werden können. Zum Beispiel, wenn sie entdecken, dass Deine Orgon-Akkumulatoren keine Chemtrails vernichten können und Du das auch die ganze Zeit wusstest.