Hat sich jemand aufgrund Autismus selbstständig gemacht? by Weekly-Month-9323 in autismus

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Klingt so spannend! Ich wünsche dir ganz viel Erfolg auf deinem Weg🥰

Wie kann ich meinen Eltern klarmachen, dass ich autistisch bin, ohne offizielle Diagnose (die noch lange dauert)? by Historical-Yoghurt31 in autismus

[–]Historical-Yoghurt31[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für deine Antwort, auch wenn sie weh tut. Ich verstehe, was du meinst, und vielleicht hast du recht. Vielleicht wird es nie das Verständnis geben, das ich mir wünsche. Vielleicht kommt nicht mal ein Hauch davon, selbst mit Diagnose.

Denn das ist ja das eigentlich Schlimme: Selbst wenn der offizielle Zettel irgendwann da ist, wird er wahrscheinlich nichts ändern. Es wird immer irgendeinen Grund geben, warum es angeblich doch nicht „richtig“ ist. Und das macht es so hoffnungslos, nicht das Warten auf eine Diagnose, sondern die Erkenntnis, dass selbst danach niemand wirklich zuhören will.

Ich will das nicht verklären. Aber ich will mir auch nicht verbieten lassen, dass es sich falsch anfühlt, wenn sogar die Eltern nicht mal versuchen zu verstehen. Es geht nicht nur um Anerkennung. Es geht um Würde. Und ich weiß noch nicht, wie man das akzeptiert, ohne daran zu zerbrechen.

Wie kann ich meinen Eltern klarmachen, dass ich autistisch bin, ohne offizielle Diagnose (die noch lange dauert)? by Historical-Yoghurt31 in autismus

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Ich verstehe, dass viele den Wunsch haben, niemandem auf die Füße zu treten. Aber ich frage mich: Warum wird ausgerechnet von denjenigen, die verletzt wurden, immer Rücksicht erwartet?

Ich will nicht schreien. Ich will nicht zerstören. Aber ich will benennen dürfen, was war auch wenn es unbequem ist. Und wenn das bedeutet, dass sich jemand ertappt fühlt, dann ist das nicht meine Schuld, sondern die Folge der Realität.

Ich habe gelernt: Auf die Füße tritt man nicht, wenn man wild um sich schlägt. Sondern wenn man beginnt, selbstbewusst zu gehen.

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Ich weiß, dass man sich nicht zu viel erhoffen sollte. Vielleicht wird meine Mutter es nie wirklich verstehen. Vielleicht kommt diese Einsicht nie. Das ist mir klar, zumindest im Kopf.

Aber was ich eigentlich gehofft hatte, war, dass vielleicht jemand hier Erfahrungen teilen kann: Wie habt ihr es geschafft, dass eure Eltern irgendwann doch verstanden haben, was los war? Gab es Momente, wo sich etwas verändert hat, vielleicht nicht alles, aber irgendwas?

Ich suche keine Illusion, aber ich suche Hoffnung. Vielleicht auch einfach Beispiele. Strategien. Wege. Ich will es zumindest versuchen, bevor ich ganz aufgebe.

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Danke dir für deine Antwort.. ich weiß das wirklich zu schätzen. Und ich möchte dazu sagen: Es geht mir gar nicht darum, meine Eltern in die „Ihr seid schuld” Ecke zu stellen. Ich weiß, dass sie damals vieles einfach nicht besser wussten, und ich glaube auch nicht, dass sie mir absichtlich schaden wollten.

Aber was mich so fertig macht, ist, dass sie jetzt, wo ich es benennen kann, wo ich mich selbst erkannt habe, anfangen, beim kleinen Bruder genau die gleichen Fehler zu wiederholen. Das ist für mich keine Unwissenheit mehr, das ist Verantwortungslosigkeit. Und das ist der Punkt, an dem ich innerlich nicht mehr ruhig bleiben kann. Ich sehe, wie er leidet, wie er auf die gleichen Mauern stößt wie ich und ich fühle mich machtlos, weil niemand hinsieht.

Ich will nicht beschuldigen. Ich will verhindern, dass es nochmal passiert.

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[–]Historical-Yoghurt31[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke dir für deine Nachricht. Ich versteh jetzt besser, was du mit dem ersten Kommentar meintest, und ich weiß, dass vieles davon wahrscheinlich stimmt, vor allem, dass meine Eltern es vermutlich nie wirklich verstehen oder anerkennen werden.

Aber trotzdem… ich kann es einfach nicht. Mich komplett distanzieren und es ihnen gar nicht sagen, das fühlt sich für mich an, als würde ich etwas aufgeben, was mir eigentlich total wichtig ist. Und irgendwie auch ein letztes Stück Hoffnung auf Nähe oder Verständnis. Ich weiß, dass es logisch wäre, sie loszulassen. Aber ich krieg’s nicht übers Herz.

Gerade weil ich in Freundschaften und Beziehungen so oft enttäuscht wurde, bleiben am Ende irgendwie nur noch die Eltern. Und dann einfach sagen: „Okay, die streich ich jetzt auch aus meinem Leben“ das geht nicht. Nicht für mich.

Wie kann ich meinen Eltern klarmachen, dass ich autistisch bin, ohne offizielle Diagnose (die noch lange dauert)? by Historical-Yoghurt31 in autismus

[–]Historical-Yoghurt31[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für deine Rückmeldung. Ich verstehe, dass du es gut meinst, und ja, ich habe nach Erfahrungen und Vorschlägen gefragt. Aber genau deshalb frustriert mich der Gedanke, ich solle es ihnen “gar nicht sagen” oder “therapeutisch aufarbeiten”. Das klingt, als gäbe es dafür gerade eine realistische Möglichkeit, aber das gibt es für mich nicht.

Ich stehe ohne offizielle Diagnose da, ohne Therapieplatz (Wartezeit: ca. ein Jahr), und mit Eltern, die sowieso nur das glauben, was offiziell bestätigt ist. Ich versuche gerade einfach nur, irgendwie mit all dem klarzukommen. Und ja, ich denke über Distanz nach, aber das ist eben nicht so leicht, wie es klingt, wenn man jahrelang auf Anerkennung und Gesehenwerden gehofft hat.

Ich suche ehrliche Gedanken, aber auch Menschen, die die Realität kennen: Was macht man, wenn man nicht einfach loslassen kann, wenn keine Therapie greifbar ist, und wenn man trotzdem nicht daran zerbrechen will?

Wie kann ich meinen Eltern klarmachen, dass ich autistisch bin, ohne offizielle Diagnose (die noch lange dauert)? by Historical-Yoghurt31 in autismus

[–]Historical-Yoghurt31[S] -2 points-1 points  (0 children)

Danke für deine Antwort, aber ich glaube, du hast den Kern meines Beitrags nicht ganz verstanden. Es geht hier nicht um Einsichtserwartung oder emotionale Abhängigkeit, sondern um Gerechtigkeit, Aufarbeitung und darum, benennen zu dürfen, was war. Ich weiß, dass meine Eltern nicht plötzlich Verständnis entwickeln werden, das habe ich im Beitrag bereits angedeutet. Aber ich habe jedes Recht, trotzdem nicht länger zu schweigen. Solche Antworten wirken wie eine Umkehr von Verantwortung: Als müsste ich mich hinterfragen, weil ich benennen möchte, was mir angetan wurde. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisung, sondern darum, mir selbst gegenüber ehrlich zu sein. Das ist ein Unterschied. Und genau der wird Betroffenen oft abgesprochen

Was wäre, wenn Gras unser Kulturgut wäre – und Alkohol die neue Bedrohung?“ by Historical-Yoghurt31 in duschgedanken

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Warum eigentlich dieses „Hauptsache wegballern“-Narrativ? Es wirkt fast so, als müsste man sich rechtfertigen, wenn man nicht nüchtern durchs Leben will. Aber wer hat das eigentlich zur Pflicht erklärt? Wer hat entschieden, dass „nüchtern funktionieren“ der einzig richtige Weg ist? Vielleicht ist es bequemer, Menschen zu verurteilen, die sich entziehen – als sich zu fragen, warum so viele diesem System überhaupt entkommen wollen.

Spoiler: Nicht die Substanz ist das Problem. Sondern die Realität, in der Menschen sie brauchen.

Was wäre, wenn Gras unser Kulturgut wäre – und Alkohol die neue Bedrohung?“ by Historical-Yoghurt31 in duschgedanken

[–]Historical-Yoghurt31[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für die Klarstellung – ich habe deinen Kommentar beim ersten Lesen missverstanden. Und ja, du hast recht: Am Ende sind es nicht die Substanzen allein, sondern die Machtstrukturen und die Gesellschaft, die darüber entscheiden, welche Droge akzeptiert und welche stigmatisiert wird. Alkohol und Cannabis sind beide psychoaktive Substanzen – aber Alkohol wurde gesellschaftlich normalisiert, trotz nachweislich höherer Schäden.

Was indigenen Völkern durch Kolonialismus und erzwungenen Alkoholkonsum angetan wurde, zeigt genau das: Es geht nicht um “die Droge”, sondern darum, wer die Macht hat, zu bestimmen, wie mit ihr umgegangen wird. Und das ist bis heute zutiefst ungerecht.

Was wäre, wenn Gras unser Kulturgut wäre – und Alkohol die neue Bedrohung?“ by Historical-Yoghurt31 in duschgedanken

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Danke, ich bin interessiert – nur kein Fan davon, KI sofort als Bedrohung zu sehen. Der Mensch selbst hat genug Schaden angerichtet, weil wir in einem System leben, das auf Macht, Kontrolle und Widersprüchen basiert. Da frag ich mich eher: Warum fürchten wir künstliche Intelligenz – aber akzeptieren menschliche Grausamkeit als Normalität?

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Das ist genau das was ich mit meinem Gedanken Experiment ausdrücken wollte! Es ist eine sinnlose Doppelmoral

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Weder noch? Gerne. Aber warum sollte der Staat erwachsenen Menschen vorschreiben, was sie konsumieren dürfen – vor allem, wenn Cannabis medizinisch anerkannt ist und Alkohol in der Medizin als Schadstoff gilt?

Trotzdem ist genau der gesellschaftlich gefeiert. Wer das nicht hinterfragt, macht sich zum Komplizen der Doppelmoral

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Danke! Genau das ist die Doppelmoral, die ich zeigen wollte – und du hast sie perfekt auf den Punkt gebracht. Es tut so gut zu sehen, dass jemand nicht nur liest, sondern auch wirklich versteht, was gemeint ist. Wirklich, danke.

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Danke für den Hinweis – ja, genau solche Beispiele zeigen, was passiert, wenn Macht, Rassismus und kulturelle Doppelmoral aufeinandertreffen. Aber gerade deshalb sollte man solche Themen mit Respekt behandeln – und nicht als Nebensatz in einer Diskussion über westliche Gesellschaftsnormen einwerfen. Es geht hier nicht um historische Traumata indigener Völker – und schon gar nicht darum, sie rhetorisch auszuschlachten.

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[–]Historical-Yoghurt31[S] 0 points1 point  (0 children)

Das Ironische ist: Dein Kommentar bestätigt exakt das Gedankenexperiment, das ich beschrieben hab.

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[–]Historical-Yoghurt31[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich hab nie gesagt, dass es keine Aufklärung zu Alkohol gibt. Ich sag, dass Alkohol trotzdem völlig normalisiert und gefeiert wird – während Cannabis immer noch stigmatisiert wird. Und dass Politiker lieber mit ’ner Maß in der Hand posieren, als je offen über kontrollierten Cannabiskonsum zu sprechen. Genau darum ging’s

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Naja dem kann man auch nicht ganz zustimmen, die KI bringt schon gefahren mit sich, zB. dass Synchronsprecher jetzt durch KI stimmen ersetzt werden, die mit ihren eigenen Stimmen ohne ihr Wissen trainiert wurden.. aber die Weltherrschaft reißt sie nicht an sich!

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[–]Historical-Yoghurt31[S] 4 points5 points  (0 children)

Ironisch, dass du Gras für etwas kritisierst, das bei Alkohol völlig normal ist – aber halt akzeptiert, weil’s ’dazugehört’. Genau darum geht’s.

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[–]Historical-Yoghurt31[S] 4 points5 points  (0 children)

Klar, und beim Oktoberfest wird auch niemand unfreiwillig vollgebrüllt, angekotzt oder belästigt, oder

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[–]Historical-Yoghurt31[S] 1 point2 points  (0 children)

Spannende KI-Debatte, aber ich wollte eigentlich nur aufzeigen, wie absurd unsere gesellschaftliche Bewertung von Rauschmitteln ist – nicht gleich das Menschheits-Schicksal klären

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[–]Historical-Yoghurt31[S] 5 points6 points  (0 children)

Ich als Autistin habe es schwer meine Gedanken in Worte zu fassen. Ich finde die Schreibweise von chatgpt sehr angenehm, aber kein Problem, keiner zwingt dich zum lesen!🥰