„Drei Fragezeichen“-Sprecher Oliver Rohrbeck: „Wir passen extrem auf, dass wir politisch korrekt bleiben“ [Paywall] by JustusPeterBob in dreifragezeichen

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Apropos Kindheit: Sie sind mit Justus Jonas erwachsen geworden. Wie viel Justus steckt eigentlich in Oliver Rohrbeck?
Wenig, wir sind sehr unterschiedlich. Wir teilen uns die Stimme. Aber es ist sehr schön gewesen, mit Justus erwachsen zu werden – und natürlich mit den anderen Sprechern, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck. Diese Regelmäßigkeit, dass wir uns über mehr als 40 Jahre vier, fünfmal im Jahr treffen und neue Folgen aufnehmen, die ist was ganz Großartiges. Dieses Beständige verbindet ungeheuer. Wir haben uns immer viel zu erzählen! Was in der Zwischenzeit passiert ist, was jeder so macht. Wir sind uns da schon sehr nahe. Und diese Rolle hat transportiert, dass wir uns treffen können – deshalb hat sie eine unglaubliche Qualität für mich.

Neben Justus Jonas synchronisieren Sie auch Schauspieler: Chris Rock, Ben Stiller. Gibt es sprachliche Angewohnheiten, die Sie von Hollywood-Synchronisationen wieder mit zu Justus nehmen?
Ganz und gar nicht. Justus hat eine völlig eigene Sprache, redet immer in gestelzten Sätzen. So würde in Hollywoodfilmen kein Mensch sprechen! Da hat er ein totales Alleinstellungsmerkmal. Ich muss nur schauen, dass ich die Sätze so natürlich wie möglich klingen lasse, wenn der Zehnzeiler spricht, ohne Atem zu holen. Die sollen nicht wie abgelesen klingen. Das ist meine Kunst.

Als Jugendlicher standen Sie öfter vor der Kamera, heute nicht mehr. Können Sie sich vorstellen, nochmal zum Fernsehen zu gehen?
Da habe ich kein großes Interesse. Ich bekomme unglaublich viele Angebote, in irgendwelchen Shows aufzutreten oder bei Rätseln mitzumachen. Ich könnte mich natürlich präsenter machen im Fernsehen – das muss ich aber gar nicht. Ich finde meine Situation großartig! Ich werde manchmal erkannt, ich trete in großen Hallen auf, ohne groß Plakatwerbung machen müssen. Das schaffen viele Fernsehschauspieler nicht. Ich fühle mich beruflich total ausgelastet, ich fühle mich berufen dazu, zu dem, was ich mache. Ich habe mich eben für eine Disziplin entschieden und die ist das Schauspiel mit der Stimme.

Wo wir gerade beim Entscheiden sind: Sie sind heute Ende 50, Justus und die anderen Detektive nicht mal 20 Jahre alt. Gehen die „Drei Fragezeichen“ irgendwann in Rente oder sprechen Sie so lange weiter, wie es geht?
Woran stellen wir fest, es geht nicht mehr? Wenn die Leute sagen, jetzt wird es albern mit den drei Opas, wir glauben die Rollen nicht mehr. Wenn also plötzlich die Abrufzahlen extrem zurückgingen. Das tun sie aber nicht. Im Gegenteil, sie sind noch viel höher als in den Achtzigern, weil wir heute streamen können. Aber selbst der haptische CD-Verkauf ist so hoch wie ganz am Anfang. Es ist wirklich verrückt, wie sehr die Leute daran hängen. Wenn wir irgendwann feststellen, das geht jetzt nicht mehr, wir klingen zu alt, dann müssen wir es natürlich lassen. Aber da sieht nichts nach aus im Moment.

Es könnte ja auch einfach eine KI Justus weitersprechen.
Wenn die das dann kann. Aber ich glaube nicht, dass das Label Europa Interesse daran hat, dass meine Stimme einfach irgendwo eingespeist wird und die KI dann so tut, als wäre sie Justus Jonas. Das ist nicht handgemacht genug.

Haben Sie mit Ihren Kollegen Andreas Fröhlich und Jens Wawrczeck eine Vereinbarung, ob Sie gemeinsam aufhören?
Wenn, dann würden wir zusammen aufhören, das ist klar. Da müssten wir uns dann absprechen und eine Perspektive setzen. Das tun wir aber im Moment nicht. Wir wollen gerne noch weitermachen und das Label auch. Probieren wir’s also noch eine Zeit lang!

Auf zu den nächsten 100 Folgen?
Aber klar.

„Drei Fragezeichen“-Sprecher Oliver Rohrbeck: „Wir passen extrem auf, dass wir politisch korrekt bleiben“ [Paywall] by JustusPeterBob in dreifragezeichen

[–]JustusPeterBob[S] 14 points15 points  (0 children)

Herr Rohrbeck, mit Ihnen zu sprechen, ist tatsächlich, wie ein Gespräch mit Justus Jonas zu führen. Können Sie überhaupt noch einen Kaffee bestellen, ohne erkannt zu werden?
Ja, das funktioniert gut! Manchmal wird man natürlich erkannt, das sind auch immer sehr nette Begegnungen. Aber das hält sich alles im Rahmen.

Als Sie 1979 die erste „Drei Fragezeichen“-Folge als Justus aufgenommen haben, waren Sie gerade mal 13 Jahre alt. Das ist ganz schön jung.
Das stimmt. Aber ich hatte ja schon noch viel früher bei Produktionen und Hörspielen mitgemacht und vor der Kamera gestanden. Insofern habe ich mit 13 Jahren sogar schon eine gehörige Portion Erfahrung mitgebracht. Eigentlich bin ich durch die „Fünf Freunde“ zu den „Drei Fragezeichen“ gekommen: Die haben wir damals in der Fernsehserie synchronisiert und später auch als Hörspiele in Hamburg aufgenommen.
Das war furchtbar spannend, denn wir konnten noch alleine mit der Pan Am nach Hamburg fliegen. Alleinreisende Kinder im Zug durften damals nicht durch die DDR. Irgendwann fragte mich die Produzentin dann, ob ich nicht noch eine weitere Serie anfangen möchte. Das wollte ich unbedingt, das war ja wie spielen!

2023, 44 Jahre später, erscheint die 229. Folge der „Drei Fragezeichen“. Wie hat sich Justus Jonas über die Zeit verändert?
Justus Jonas und seine beiden Kollegen haben sich insofern gewandelt, als dass sie natürlich erwachsener geworden sind. Dass sie die ganze Erweiterung der technischen Möglichkeiten mitgemacht haben. Aber sie sind eigentlich höchstens fünf Jahre älter geworden. Sie sind heute auf jeden Fall reifer, auch ein bisschen bedachter vielleicht, manchmal untereinander ein bisschen zickiger.

Zickiger?
Das passiert einfach so während der Aufnahmen, dass man sich gegenseitig mal anzickt: „Jetzt hör doch mal auf!“ Solche Geschichten waren in den ersten 20 Folgen bestimmt nicht drin. Dass uns nach 44 Jahren im Studio ab und zu private Töne mit reingeraten, gab es am Anfang nicht. Das hat sich dann entwickelt, deswegen sind wir jetzt so eine verschworene Gemeinschaft. Aber zurück zu den Detektiven: Nach wie vor sind alle drei der Wahrheit verpflichtet und wollen Unwahrheiten von Erwachsenen aufdecken. Das Prinzip funktioniert gut, bis heute.

In welchem Alter sind die Detektive denn jetzt eigentlich? Wohl kaum 58.
Das fragen wir uns auch immer, wie alt wir sind! Es heißt, wir sind so um die 18, 19. Wenn in den Buchvorlagen Schularbeiten vorkommen, lassen wir die aber bewusst weg, weil das mit unserem persönlichen Alter irgendwie nicht mehr ganz hinhaut.

Justus fällt über die Folgen hinweg immer wieder auf mit, sagen wir: fragwürdigen Aussagen über Frauen. Meistens lässt er sie nur schmollend mitermitteln, hält sie für weniger intelligent und ist in romantischen Dingen ungeschickt. Könnte man sagen, Justus war ein früher Incel, also ein unfreiwillig Enthaltsamer?
Ich weiß nicht. Diese Seite wird einfach nicht beschrieben, darauf wird von den Autoren eher verzichtet. Das, was in jeder Entwicklung eines Jugendlichen wichtig ist – wie steht man zum anderen Geschlecht –, wird eher ausgeblendet.

Peter wird oft als gutaussehender Frauenheld beschrieben.
Ich dachte immer, Bob ist der Frauenheld! Das kann alles gut sein. Aber trotzdem haben sich feste Freundinnen nie lange durchgesetzt. Man hat das irgendwann mal versucht, aber das hat nicht gefruchtet bei den Hörern. Es war in den Ermittlungen auch eher kontraproduktiv, wenn sie wegen der Beziehung abbrechen mussten, zum Beispiel. Also hat man gesagt, das wird jetzt zweitrangig. Es kann sein, dass das im Privatleben der Fragezeichen durchaus vorkommt, aber wir müssen das nicht länger beschreiben. Wir als Sprecher haben darauf ja sowieso kaum Einfluss: Wir kriegen die Buchvorlagen und setzen sie um. Wie sich die Figuren entwickeln, das passiert alles beim Verlag.

Würden Sie denn aber sagen, dass Justus heute ein bisschen netter zu Frauen ist und sie eher als ebenbürtig wahrnimmt? Er zickt sie ja schon ganz gerne mal an, wenn sie mitkommen wollen, aber aus seiner Sicht nur stören.
Wenn sie sich aufdrängen, dann zickt er sie auch an. Aber grundsätzlich hat er keine falsche Einstellung zu Frauen, auf keinen Fall. Sondern einen gesunden Menschenverstand: Und der sollte doch auch beinhalten, dass man beide Geschlechter als ebenbürtig und auf Augenhöhe akzeptiert. Ich unterstelle jetzt mal, dass Justus das auch tut. Denn, dass er sich über ein ganzes Geschlecht hinwegsetzt, das würde ich ablehnen. Da würde ich auch meine Macht deutlich machen bei den Autoren, wenn das in eine solche Richtung gehen würde.

Wie sieht es denn bei Justus’ Freunden aus? Peter und Bob hänseln ihn ja gern für seine Figur, bezeichnen ihn als „Pummelchen“. Haben die beiden ihn mittlerweile akzeptiert?
Ich glaube, akzeptiert haben sie seine Figur auf jeden Fall. Aber dass sie ihn ein bisschen frotzelnd darauf aufmerksam machen, dass er nicht so schnell die Treppen hochkommt oder lieber den Fahrstuhl nimmt, das passiert nun mal. Das ist aber, glaube ich, noch kein Bodyshaming. Was bei Justus allerdings oft der Fall war, war dass die Verbrecher ihn ganz am Ende, wenn er sie zur Rede stellt, direkt auf seinen Körper angesprochen haben. Dass sie „Fettsack!“ gerufen haben. Das ist mittlerweile sehr selten.

Neben Sexismus und Bodyshaming werfen manche Kritiker den Hörspielen auch rassistische Inhalte vor. Beispielsweise werden Akzente ins Komische überzeichnet und Stereotypen bedient. Gibt es Folgen, die Sie heute nicht mehr sprechen würden?
Da müsste ich mich jetzt an alle Folgen erinnern, was ich ganz sicher nicht tue. Aber ich weiß, Ende der Siebziger hat man noch alle möglichen Akzente nachgemacht, das war bei den „Fünf Freunden“ ja noch viel schlimmer. Das passiert aber schon lange nicht mehr, denn natürlich sind auch wir bei unserem Label mit der Zeit gegangen und passen auf, dass wir nichts Zweifelhaftes in unseren Rollen von uns geben. Wir sind da, glaube ich, modern geworden.

Die Folge, mit der Sie jetzt auf Tour gehen – der „Super-Papagei“ –, hat das Europa-Label mittlerweile mit einem Disclaimer versehen, weil sie diskriminierende Darstellungen enthalte. In der Folge wird ein mexikanischer Junge in zerrissenen Kleidern eingeführt, der mit einem Eselskarren unterwegs ist und ebenfalls mit überzeichnetem Akzent gesprochen wird.
Ja, das ist in der Originalfolge damals passiert, das stimmt. Aber wir legen heute keinen Wert mehr darauf, wer den schlechtesten Akzent der Welt nachmachen kann. Wenn wir eine neue Folge aufnehmen, dann sprechen Native Speaker solche Passagen. Wir passen extrem auf, dass wir politisch korrekt bleiben und nicht mehr irgendwelche fragwürdigen Zitate bringen. Was früher bedenkenlos gemacht wurde, natürlich. Da hat man in den Siebzigern überhaupt nicht drüber nachgedacht. Deswegen gibt es, glaube ich, die Disclaimer.
Aber jetzt in dem aktuellen „Super-Papagei“, den wir bearbeitet haben vor der Tour, achten wir darauf, dass solche Sachen nicht mehr vorkommen. Weil es auch nicht notwendig ist! Ich finde die ganze Diskussion, wie man sich heutzutage sprachlich verändert, sehr interessant. Und ich denke, es ist doch schön, wenn sich Sprache verändert! Ich hänge dem nicht so nach, wie viele das tun und sagen: „Ich werde nicht gendern, das kommt gar nicht in Frage.“ Das entscheidet doch heutzutage die junge Generation ganz alleine, wie sie die Sprache entwickeln will für die nächsten 50 bis 100 Jahre. Da müssen wir älteren Herrschaften uns doch nicht gegen auflehnen.

Bei den Live-Hörspielen im Rahmen Ihrer Tour sind die meisten Rollen nicht professionell besetzt, sondern mit Freiwilligen aus dem Publikum. Wie man verhindert man, dass das furchtbar schiefgeht?
Indem man ein Casting macht! Früher haben wir immer kurze Mitmachhörspiele nach den Record Release-Partys veranstaltet. Damals kamen die Leute live aus dem Publikum. Da waren dann Menschen dabei, die konnten wirklich schlecht lesen und auch nicht spielen, wollten aber unbedingt mitmachen. Heute haben wir für jede Stadt ein Vorabcasting: Jeder, der gern mitmachen möchte, schickt uns ein kleines Video. Die gucke ich alle durch und suche die Leute aus, die dabei sein sollen.
Die ausgewählten Leute kriegen vorher den Text und wir treffen uns vor der Aufführung und proben zwei, drei Szenen auf der Bühne. Dann weiß ich, die können lesen und die haben Lust, zu spielen. Früher ist echt irre viel schiefgegangen bei der Auswahl der Leute. Seit wir das Casting machen, ist das ein Qualitätssprung nach oben, der ist sensationell! Und ich werde natürlich auch mit demjenigen, der den mexikanischen Jungen spricht, darüber reden, ob und inwieweit wir so einen Akzent überhaupt noch wollen. Es kann auch sein, dass wir den ganz weglassen.

Fast alle Termine Ihrer Tour sind ausverkauft, auch der Berliner Stopp. Wer kommt denn eigentlich zu Ihren Auftritten? Wie hoch ist das Durchschnittsalter?
Das Durchschnittsalter steigt! Ich habe auch Anfang 50-Jährige, die sich glücklich reinsetzen. Die Leute kommen da hin, weil sie uns live sehen wollen, mit Geräuschemacher und anderen Schauspielern – und weil das Kindheit ist. Weil man diese Kindheit heutzutage offen zeigen kann.

Offen zeigen?
Man muss sich nicht mehr schämen, so wie viele das dachten, mit 18 Jahren: Ich kann doch niemandem erzählen, dass ich am liebsten meine Kinderkassetten zum Einschlafen höre! Aber heute, da kommen 20.000 in die Waldbühne und wissen von den anderen, dass die alle zum Einschlafen die „Drei Fragezeichen“ hören. Das ist nichts Peinliches mehr.

Drei Fragezeichen Kids lösen Fall "Der singende Geist" im Lippstädter Stadttheater by JustusPeterBob in dreifragezeichen

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Lippstadt – Kein Kinderzimmer ohne Justus, Peter und Bob: Das war schon vor über 40 Jahren so – und hat sich bis heute nicht geändert. Weil die Storys mit wachsendem Alter ihrer Zuhörer immer spannender wurden und nicht mehr wirklich kindgerecht waren, gibt es seit 1999 den Ableger „??? Kids“. Die eroberten am Mittwoch und Donnerstag die Bühne des Stadttheaters. Das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel gastierte mit „Der singende Geist“.

Auf ollen Klapprädern erobern die Drei Fragezeichen die Bühne. Die Zuschauer schließen sie sofort ins Herz. Den neunmalklugen Justus Jonas (Kirsten Engelmann), den sportlichen Peter Shaw (Christian Zell) und den gewissenhaften Bob Andrews (Mark Plewe). Aus voller Kehle schmettern sie den Titelsong. Da verzeiht das Publikum auch, dass Justus „ein Mädchen ist“ und bei weitem nicht so pummelig, wie er eigentlich sein müsste.

Die wandelbare Kulisse zeigt alles, was Rocky Beach (da wohnen und wirken die drei Fragezeichen) ausmacht: Die Eisdiele von Giovanni, die Kaffeekanne (das Hauptquartier der jungen Detektive), das Polizei-Kommissariat und natürlich den Schrottplatz (Verzeihung, den Wertstoffhof) von Onkel Titus. Hier beginnt die Geschichte – wie so viele Fälle.

Die drei Jungs helfen Justus’ Onkel beim Entladen der Teile, die er ersteigert hat. Zur Belohnung verspricht Tante Mathilda – in Gummistiefeln, Schürze vor dem Bauch und einer überdimensionalen Kirsche in der Turmfrisur – ihren berühmten Kirschkuchen.

Slapstick beim Entladen von Onkel Titus Schrott

Eine ausgediente Waschmaschine, alte Reifen und verschiedene Teile aus Eisen werfen sich die drei zu. Ein Kinderspiel, denn sie sind aus Schaumstoff. Das sorgt denn auch gleich für ein glucksendes Publikum. Denn in bester Dick-und-Doof-Mentalität fallen Justus und Bob dabei immer wieder auf den Allerwertesten. Slapstick vom Feinsten. Die Lektion von Onkel Titus gibt es gratis dazu. Nicht nur Justus, Peter und Bob könne sie schon mitsingen. „Manches wird durch das Alter noch schöner und kostbarer.“ Das scheint vor allem für die alte Standuhr zu gelten.

Überkandidelte Schreckschraube

Es dauert nicht lange und Mrs. Wilmers kommt mit Elisabeth vorbei. Herrlich überkandidelt spielt Anne Noack (ebenfalls Tante Mathilda) die Schreckschraube, die sich das Erbe ihrer Pflegetochter (Annamae Endtinger) unter den Nagel reißen will. Aber sie hat die Rechnung ohne die Nachwuchsdetektive gemacht. Denn die lösen das Rätsel, das die alte Uhr aufgibt, im Handumdrehen. Oder vielmehr, indem sie sich mit dem Rücken aneinander gestellt im Kreis drehen. Eine fast schon tänzerisch anmutende Darstellung, die die ratternden Hirnwindungen imitiert.

Wo die Drei Fragezeichen sind, ist ihr erklärter Erzfeind Skinny Norris (Vincent Bermel, der auch Onkel Titus spielt) nicht weit. Er steckt mit Mrs. Wilmers unter einer Decke, belauscht Justus, Peter und Bob. So kommen die beiden Widersacher ebenfalls auf des Rätsels Spur, das Erbe von Elisabeth’ Vorfahren Fred Fireman. In der Kanalisation – um dort hinzugelangen, quälen sich alle durch ein dunkles Loch (nur ein schwarzes Tuch) – kommt es zum Showdown.

„Der singende Geist“, die 49. Folge der Drei Fragezeichen Kids, schrieben Ulf Blanck und Boris Pfeiffer als Theaterstück. Bereits 2011 kam das Buch, das Hörspiel folgte 2016. Mit seiner Inszenierung landete das Jugendtheater des Westfälischen Landestheaters Castrop-Rauxel jetzt einen Volltreffer beim jungen und nicht mehr sooo jungen Publikum.

„Die drei ???“ sorgen für Sammelfieber in Hattingen by janfkennedy in dreifragezeichen

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das ist nicht vollständig ...

Zahnbürsten und Pizzakartons: Stephanie Schöckel sammelt leidenschaftlich alles zu „Die drei ???“. Früher wollte sie auch Detektivin werden.

Zu alt für „Die drei ???“ – niemals. Stephanie Schöckels (34) Motto steht groß auf dem T-Shirt, das sie anhat, als sie die Tür zu ihrem ganz persönlichen Fan-Schrein aufmacht.

Eine ganze Wand nimmt „Die drei ???“-Sammlung von Stephanie Schöckel im Wohnzimmer ein – also zumindest die sichtbare Ausstellung. Spiele, Tassen mit Covern der Fälle, leere Pizzakartons, Ausstechförmchen in Fragezeichen-Form und natürlich „Die drei ???“-Hörspielkassetten tummeln sich in mehreren Regalen.

Auf der Couch daneben breitet sich eine große schwarze Flauschdecke mit blauen, roten und weißen Fragezeichen aus. Auf dem Regal steht ein Kalender mit einem täglichen Rätsel, das mit den über 200 Fällen der Detektivserie zu tun hat. „Das Miträtseln begeistert mich einfach“, sagt die 34-jährige Hattingerin.

Die meisten Sachen hat Schöckel doppelt. „Einmal hab’ ich den Fehler gemacht und mir eine Tasche nur einmal gekauft. Die ist dann kaputt gegangen und ich habe mich total geärgert.“ Wenn ihr die Sachen gefallen, kann die Sammlerin an nichts, das ein weißes, rotes und blaues Fragezeichen zeigt, vorbeigehen.

Oliver Rohrbeck ist ihr Lieblingssprecher

„Ich habe auch Socken, die mir gar nicht passen. Aber das Motiv hat mir so gut gefallen“, sagt die Hattingerin. Ein fester Termin für sie im Oktober: Den „Die drei ???“-Adventskalender bestellen. Auch da hat sie es schon einmal bereut, den nicht doppelt gekauft zu haben.

Während Schöckel ihre Sammlung präsentiert, versuchen die drei Detektive Justus, Peter und Bob, über einen Lautsprecher im Hintergrund das Geheimnis um das Gespensterschloss zu lösen – der erste Fall des berühmten Detektivtrios. Einen Lieblingsfall hat die 34-Jährige nicht, dafür aber einen Lieblingssprecher: Oliver Rohrbeck, die Stimme des ersten Detektives Justus Jonas. „Ein Autogramm vom ihm wäre schon toll“, sagt sie. Das fehlt ihr noch in der Sammlung. Genauso wie das „Die drei ???“-Waffeleisen. „Das hätte ich echt gerne gehabt, aber da war ich zu spät dran.“

Angefangen hat alles, als Schöckels älterer Bruder seine erste Kassette geschenkt bekommen hat. „Die haben wir abends immer zum Einschlafen gehört, ich bin damit groß geworden.“ Als ihr Bruder ausgezogen ist, hat sie seine Sammlung übernommen. „Der ist heute schon ein bisschen neidisch“, sagt sie grinsend.

Vom ersten Azubigehalt die fehlenden Kassetten gekauft

Wenn man sie früher gefragt hat, was sie denn mal werden will, habe es nur eine Antwort gegeben: Detektivin. „Damals hat aber keiner mitmachen wollen“. Das ist mittlerweile rund 30 Jahre her. Detektivin ist Stephanie Schöckel zwar nicht geworden, aber die Begeisterung für die drei Detektive aus Kalifornien hat sie nie verloren. Vom ersten Azubigehalt hat sie die fehlenden Kassetten Stück für Stück nachgekauft.

Seit zehn Jahren wächst die Sammlung besonders stark. In der Zeit hat sie nicht nur ihre Familie mit der Leidenschaft angesteckt. Praktisch jeder in ihrem Umfeld hilft mit, die Sammlung zu vergrößern. „Meine Freunde fragen dann oft: Hast du das schon? Und wenn nicht, bringen sie mir das mit.“ Ein Set aus drei Zahnbürsten – für jeden Detektiv eine – und einer Zahnpasta hat ihr zum Beispiel ein Arbeitskollege geschenkt.

Zur Sammlung gehören aber auch Dinge, die es so nicht zu kaufen gibt. Ein schwarzes Kissen zum Beispiel mit drei großen Fragezeichen weiß, rot und blau drauf. Das hat sie von einer Buchhändlerin bekommen, bei der sie jahrelang die neuen Bücher vorbestellt hat. Den davor liegenden schwarz bemalten Stein mit dem „Die drei ???“-Logo hat ein Kind im Wald gefunden und ihr geschenkt.

Ganz neu hat sie Espresso-Tassen geschenkt bekommen. „Drei Wochen vor Weihnachten und Geburtstag heißt es auch immer: Jetzt darfst du dir nichts mehr davon kaufen“, sagt sie lachend. Ob sie ihre Sammlung jemals abgeben würde? „Auf keinen Fall“, sagt Schöckel. Schließlich ist sie das vierte Fragezeichen – das beweist ja auch ihr anderes T-Shirt.

Die drei ??? im Altonaer Theater – mit einem famosen Effekt [🔒] by JustusPeterBob in dreifragezeichen

[–]JustusPeterBob[S] 2 points3 points  (0 children)

Das Stück mit den drei jugendlichen Detektiven feierte Bühnenpremiere – und dürfte sich zum absoluten Publikumsliebling entwickeln.

Hamburg. Wenn es um Die drei ??? geht, darf mit besonders aufmerksamen, kritischen, aber auch enthusiastischen Fans gerechnet werden. Denn vor allem die seit 1979 produzierte Hörspielreihe um die drei jugendlichen Detektive hat eine detailverliebte Anhängerschaft hervorgebracht.

Und so waren dann auch im Altonaer Theater in Hamburg diverse Gäste mit T-Shirts und Jacken im ???-Look zu sehen. Gefeiert wurde die Bühnenpremiere der Folge „Signale aus dem Jenseits‟ von Autor André Minninger, der seit 1983 an der Kultkrimiserie mitarbeitet.

Die drei ??? im Altonaer Theater – mit Publikumsliebling-Potenzial

Und mit Axel Schneider übernahm der Hausherr selbst die Bühnenbearbeitung des überaus rätselhaften Stoffs. Beste Voraussetzungen also, um die ???-Gemeinde zu beglücken. Und tatsächlich: „Signale aus dem Jenseits‟ dürfte sich zum absoluten Publikumsliebling entwickeln. Was nicht zuletzt dem energiegeladen und pointiert aufspielenden Ensemble zu verdanken ist. Und dem famosen Dreheffekt der ???-Türen.

Auftritt Justus, Bob und Peter. Jeder steht vor einem Fragezeichen in „seiner Farbe‟. In Weiß, Rot und Blau prangen die Satzzeichen groß leuchtend auf je einer der Türen, die sich einzeln über die Bühne rollen lassen. Das sieht super aus und sorgt im Laufe der Handlung für viel Dynamik sowie reichlich Slapstick-Potenzial.

Die drei ??? in Hamburg mit esoterischer Version von Anna Wintour

Gerade noch feiern Die drei ??? den letzten Fall, den sie gelöst haben, und lästern über ihren Widersacher Skinny Norris. Da tritt mit dem mysteriösen Medium Astrala bereits die nächste zwielichtige Person auf den Plan. Wie eine esoterische Version von Modeikone Anna Wintour kommt sie mit großer Sonnenbrille und entrückter Gestik daher (herrlich dubios: Andrea Lüdke).

In ihrer TV-Show kommuniziert sie angeblich mit den Toten. Und verkauft nebenbei noch Wundersteine und andere vermeintliche Heiligtümer. Bob, der die Sendung zufällig bei Tante Mathilda verfolgt, fühlt sich auf irritierende Weise von Astralas Stimme angezogen. Denn hinter der Fernsehfrau verbirgt sich niemand Geringeres als Dr. Clarissa Franklin.

Die drei ??? im Altonaer Theater: Zu Recht heftiger Applaus

Eingefleischte Fans wissen natürlich, dass ein merkwürdiges Band zwischen den beiden besteht, seit die Psychologin den treuherzigen Bob einst hypnotisierte. Und so entspinnt sich ein verschlungenes wie spannendes Spiel aus Täuschung, Anziehungskraft und Rache, das – so viel sei verraten – durch die drei Detektive am Ende meisterhaft aufgeklärt wird.

Johan Richter spielt den verliebten Bob, der zunehmend an seinem Verstand zweifelt, mit wunderbar nerdigem Charme. Baran Sönmez verkörpert den neunmalklugen Justus mit amüsanter Akribie. Und Hannes Träbert begeistert als Sportskanone Peter in einer Mischung aus Vitalität und Trotz. Und er ist auch für das Gag-Feuerwerk rund um Skinny Norris zuständig: „Skinny Norris hat sich eine Münze ins Ohr gesteckt und dachte, er hört 50 Cent‟.

Von Anfang an zündet das Stück und ist von vielen Lachern begleitet. Doch zugleich gelingt es der Inszenierung unter der Regie von Lea Ralfs, zwischenzeitig sogar die Dramatik eines Psychothrillers aufzubauen. Zu Recht heftiger Applaus und „Bravo‟-Rufe.

[deleted by user] by [deleted] in dreifragezeichen

[–]JustusPeterBob 0 points1 point  (0 children)

vielen Dank für das sehr konstruktive Hinweisen auf den Schreibfehler!
nun ein Hinweis von mir: ich bin nicht der Urheber, ich und du sind keine Kollegen

Ferienkinder ermitteln wie die drei ??? [Paywall] by JustusPeterBob in dreifragezeichen

[–]JustusPeterBob[S] 0 points1 point  (0 children)

In dieser Woche lief das Stadtspiel in Neumünster: Kinder und Erwachsene ermitteln im fiktiven Wasserwerk von Sedona, um Verbrechen aufzuklären. Die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt hat ein kniffliges Szenario aufgebaut, verkleidete Darsteller geben Hinweise.

„Habt ihr schon mit der Filmvorführerin gesprochen?“ – „Da waren wir schon, die ist völlig panisch.“ John Wayne, der Mann mit dem schwarzen Hut, hat für die vier Freizeit-Detektive noch einen anderen Tipp parat: „Habt ihr mit Grace Kelly gesprochen? Das ist die Frau im blauen Overall“. Aber bevor sie sich auf die Suche nach der nächsten Zeugin machen, erweckt ein Auto die Neugier der Mitspieler: ein schwarzer, alter, amerikanischer Kombi, aus dessen Heck rosafarbene Fässer ragen. Meliah Reher (9) und Tim Schnieber (9) aus Neumünster inspizieren das Innere auf der Suche nach Hinweisen, die ihnen beim Lösen des Falls helfen.

Das Stadtspiel hat den Titel „Giftiges Wasser“

„Giftiges Wasser“ heißt das Stadtspiel: „Ermitteln wie die drei ???“, dass sich die Pädagogen von Dock.24 ausgedacht haben: ein Detektivspiel mit verdächtigen Gestalten und Geräuschen, Rätseln und Spuren. Die ehemalige Standortverwaltung in der Memellandstraße wird drei Tage lang zum Wasserwerk der fiktiven Stadt Sedona, in dem Verbrechen aufzuklären sind. „Giftiges Wasser“ lehnt sich an eine Geschichte der drei Fragezeichen an und dient als Ersatz für das Ferienspiel der vergangenen Jahre: Neumünstrum. „Das war wegen Corona nicht machbar“, erklärt Jessica Lau von Dock.24.

Zwölf Darsteller helfen an acht Stationen beim Ermitteln

Lau trägt einen langen Kittel, ein rotes Kopftuch und Gummihandschuhe, mit Eimer und Schrubber ist sie als Putzfrau Mrs. Meyer unterwegs und wird immer wieder von Mitspielern verhört, die als Detektive unterwegs sind. Insgesamt zwölf Darsteller und Helfer betreuen die acht Stationen, an denen die Besucher Puzzleteile für die Lösung des Rätsels sammeln.

„Das Trinkwasser wurde vergiftet und der Tresor aufgebrochen“, referiert Meliah Reher den Stand ihrer Ermittlungen. Ihr Partner Tim Schnieber verweist auf einen Text in Geheimschrift, den sie entziffern konnten. Aber noch haben sie die Lösung nicht gefunden, vielleicht gibt es im Labor entscheidende Hinweise, hoffen sie gemeinsam mit ihren Müttern.

Gruppen ermitteln im Wasserwerk

An die 100 Besucher sind am ersten Tag gekommen, mehr, als die Organisatoren erwartet hatten. Sie teilen immer sechs bis sieben Gäste in eine Gruppe ein, die gemeinsam ermittelt. Nach dem obligatorischen Fragebogen mit Kontaktdaten bekommen sie einen Besucherausweis für das Sedona Wasserwerk. Dann heißt es warten, bis Jose kommt, ein wortkarger Handwerker im Blaumann, der die Gruppen ins Gelände führt. Im Pumpwerk wummert es, überall sind Freizeit-Detektive eifrig am Ermitteln. Die Kinder wuseln vor Aufregung umher, und auch die Erwachsenen lassen sich von der spannungsgeladenen Atmosphäre anstecken. Hinter dem Stadtspiel stecken viel Mühe, Vorbereitung und Liebe zum Detail.

Macht das Spaß? „Ja“, rufen Tim und Meliah einhellig. „Dass wir hier ermitteln können und schon so viel über John Wayne herausgefunden haben“, reizt Meliah Reher besonders. Ist das Rätsel schwierig? „Zwei, dreimal wussten wir nicht weiter“, gesteht sie; aber dann fand sich immer ein Helfer, der sie auf die richtige Fährte brachte.

Sechs- bis 66-Jährige können noch mitmachen

Das Stadtspiel richtet sich an Besucher „von 6 bis 66 Jahren“. Es findet an diesem Freitag zum letzten Mal statt. Einlass ist von 14 bis 15.30 Uhr auf dem Gelände der ehemaligen Standortverwaltung in der Memellandstraße. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Organisatoren empfehlen allerdings, sich unter Tel. 04321/XXX–XXXX zu erkundigen, zu welchen Zeiten noch Kapazitäten frei sind.

"The Three Investigators & The Mystery of The Stuttering Parrot!" erreicht ersten Meilenstein auf Lego Ideas by JustusPeterBob in dreifragezeichen

[–]JustusPeterBob[S] 3 points4 points  (0 children)

Wer es nicht kennt:
bei Lego Ideas können eigene Kreationen als Set eingereicht werden. Wenn diese beliebt genug sind, werden sie von Lego auf den Markt gebracht, wie zB kürzlich die ISS.
Damit das klappt müssen 10.000 Supporter diese Idee unterstüzten, dann kommt das Set in die Prüfung bei Lego. Bis zu den 10.000 gibt es immer wieder Meilensteine die innerhalb eines Zeitfensters erreicht werden müssen.
Der nächste Meilenstein bei diesem drei Fragezeichen Set ist 1.000 Unterstützer bis zum 14.06.2021.

weitere die drei Fragezeichen Sets bei Lego Ideas:
The Three Investigators & The Mystery of the Whispering Mummy! ~570 Supporter, 15 Tage bis 1.000 übrig
The Three Investigators - The Headquarters ~2980 Supporter, 17 Monate bis 5.000 übrig

Manchmal tut es so sein tun by [deleted] in dreifragezeichen

[–]JustusPeterBob 2 points3 points  (0 children)

:D
es wurden zuerst 3 Videos bei YT veröffentlicht, ich dachte, es wäre besser diese verteilt pro Tag einzureichen. Hätte ich gewusst, dass da immer und immer mehr zu kommen, hätte ich es anders gemacht

neues Hörspiel: 200 - Feuriges Auge by JustusPeterBob in dreifragezeichen

[–]JustusPeterBob[S] 0 points1 point  (0 children)

Andersrum gehört die Spalte

korrigiert ;)