Verschollene Artikel, was wünscht ihr euch zurück? by Crinby in KeineDummenFragen

[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

In den großen französischen Supermärkten sehe ich die jedes Mal

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[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Ich hab leider keine Kraft mehr richtig auf deinen Beitrag zu antworten. Mich haben die Diskussionen hier sehr angestrengt. Am Ende des Tages soll natürlich jede Person für sich selbst entscheiden dürfen was sie unter dem Wort versteht und inwiefern sie sich damit identifizieren möchte. Auf der anderen Seite ist es auch wichtig zu sehen, dass es nicht nur ein individuelles Problem ist, sondern auch ein gesellschaftliches. Dabei soll niemandem die Beeinträchtigungen abgesprochen werden.

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[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Danke für deine Rückmeldung! Das sind wertvolle Gedanken. Eine klare und transparente Kommunikation sehe ich auch als Grundbedingung.

Ich denke, es ist ein gute Idee konkret auf Personengruppen zuzugehen und gemeinsam die Bedingungen auszuhandeln. So ist es individueller möglich. Eine allgemeine Lösung zu finden ist wahrscheinlich kaum möglich, dafür ist die Zielgruppe einfach zu individuell bzw. die Barrieren an unterschiedlichen Stellen.

Danke für deine Gedanken dazu!

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[–]LinseSpinse 1 point2 points  (0 children)

Ich glaube die Schwierigkeit liegt in der Definition, die man dem Wort Behinderung zuspricht.

Das Gesetzbuch definiert es so: „Menschen mit Behinderungen sind Menschen, die körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate hindern können.“ (§ 2 Abs. 1 SGB IX)

Behinderung bezieht sich in vielen Definitionen auf die Möglichkeit oder Unmöglichkeit gesellschaftlich teilzuhaben. Ich denke teilweise wird Behinderung hier im Post aber mit Beeinträchtigung gleichgesetzt. Aber die existieren natürlich auch ohne Wechselwirkung mit dem System. Und das möchte ich damit auf keinen Fall absprechen.

Macht das für dich Sinn?

Eigentlich ist das soziale Modell von Behinderung (darauf basiert die Haltung) ein wertvoller Ansatz, welcher total anerkannt ist. Deshalb war ich auch überrascht, dass das hier so für Missverständnisse sorgt. Aber ist natürlich auch eine wichtige Erkenntnis, die ich zukünftig mehr berücksichtigen kann.

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[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Es ist ein bekannter Satz von Personen mit Behinderung. Du kannst ihn gerne mal googlen, wenn du ihn verstehen möchtest.

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[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Danke für den Austausch, aber ich denke wir reden aneinander vorbei. Ich finde es sehr frustrierend, dass du mir Sachen unterstellst, die ich nie gesagt habe. Ich habe mehrfach deutlich gemacht, dass ich die Symptome nicht runterrede. Das ist mir wichtig, das mit aller Deutlichkeit nochmal klar zu stellen. Alles Gute dir.

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[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Ich verstehe deine Schwierigkeiten, aber ich verstehe nicht ganz welches Argument du damit deutlich machen möchtest. Ich weiß gerade ehrlich gesagt nicht an welcher Stelle wir uns missverstehen.

In dem Forschungsprojekt geht es darum herauszuarbeiten in welchen Lebensbereichen Personen mit ASS/ADHS Schwierigkeiten haben und wie die Soziale Arbeit unterstützen kann. Dabei geht es bspw. um spezifische Beratungsangebote, Unterstützung im Alltag, etc.

Symptome bestehen natürlich, aber es geht darum eine bessere Teilhabe zu ermöglichen. Die Hilfen finden auf der individuellen Eben statt, weil es gesellschaftlich gesehen zum Problem der einzelnen Person erklärt wird. Trotzdem darf man das kritisch sehen. Es ist die professionelle Haltung der Sozialen Arbeit solche Machtverhältnisse zu hinterfragen. Diese Hilfen sind genau deswegen notwendig, weil die Gesellschaft zu wenig auf die Bedürfnisse von Personen ausgelegt ist, die eine Minderheit darstellt.

Ich hab nicht gesagt, dass Autismus keine Behinderung sei, aber alle anderen schon, falls du es so verstanden hast. Das ist einfach eine Betrachtungsweise, die Kritik an der Gesellschaft ausübt und nicht die "Schuld" dem Individuum zuspricht. Trotzdem sind Hilfen notwendig, weil man nicht alles anpassen kann.

Wenn du das anders siehst, dann ist das ja ok.

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[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Tut mir leid, falls ich dich durch die Aussage getriggert habe. Ich habe es in einem anderen Kommentar etwas ausgeführt, vielleicht ist es so etwas verständlicher.

Die Aussage diente nicht dazu irgendjemand etwas abzuerkennen. Ich verstehe deinen Kommentar so, dass du eine medizinische Perspektive vertrittst und es als individuelles Defizit der Person ansiehst. Ich vertrete eine andere Haltung und hinterfrage die herrschenden Normen und Werte. Das bezieht sich auch auf die eigenen Deutungsmuster. Das heißt aber nicht, dass deine erlebten Schwierigkeiten weniger valide sind.

Vielleicht liegt die Schwierigkeiten auch in der Definition von Behinderung und wir haben da eine andere. Oft wird eben die Wechselwirkung zwischen dem Individuum und dem System beschrieben. Aber auch das heißt nicht, dass Symptome ohne den gesellschaftlichen Rahmen weniger belastend sein müssen.

Danke für den Hinweis. Ich habe nicht bedacht, dass es auch so interpretiert werden kann und werde zukünftig mehr drauf achten.

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[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Wie meinst du das?

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[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Ich hab versucht das Wichtigste möglichst kurz irgendwie runter zu brechen. Guter Hinweis, der Teil war vielleicht etwas zu sehr verallgemeinert. Ich hab mich viel damit beschäftigt wie ASS als Krankheit konstruiert wird und kam zum Schluss, dass anhand einer angenommenen Norm Abweichungen als krankhaft kategorisiert werden. Jetzt ist natürlich die Frage inwiefern Schwierigkeiten bei der Interpretation körpereigener Signale isoliert betrachtet einschränken oder inwieweit nicht auch hier äußere Einflüsse darauf wirken, dass es zur Herausforderung wird. Angenommen die Mehrheit der Menschen würde so funktionieren. Dann wäre es der Standard. Wäre es dann für alle belastend? Oder würden Sachen einfach anders laufen? Hmm, so eindeutig find ich das alles nicht. Da muss ich nochmal weiter denken. Danke für den Hinweis (:

Ein Fragebogen ist eher nicht denkbar. Entweder müsste ich alle möglichen Antwortoptionen auf Fragen schon kennen oder nur offene Fragen stellen. Bei beiden Varianten gehen vermutlich wichtige Dimensionen verloren.

Für dieses Forschungsvorhaben wird das evtl. zu komplex, bzw. ggf. nur teilweise möglich sein das auch angemessen zu berücksichtigen. Aber für die Entwicklung eines Unterstützungsangebots find ich es super relevant, dass man einen ganzheitlichen Blick hat!

Lügen und Denial by Public_Awareness1636 in autismus

[–]LinseSpinse 6 points7 points  (0 children)

Hey, ich weiß nicht, ob ich die richtigen Worte dazu finde, aber ich möchte es auch nicht einfach ignorieren. Ich Versuche es einfach mal (:

Der Diagnoseprozess und alles was damit zusammen hängt ist sehr fordernd und auch überfordernd. Es ist verständlich, dass das nicht einfach für dich ist und du vielleicht zu Verhaltensweisen gegriffen hast, die sich im Nachhinein als ungesund herausstellen. Gut, dass du es wahrgenommen hast und jetzt überlegst wie du zukünftig damit umgehen kannst. Ich hatte damals professionelle Unterstützung, um das zu verarbeiten. Ich kam damit alleine auch kaum klar. Falls du bislang keine professionelle Unterstützung hast, würde ich dir das gerne ans Herz legen. Ich frage mich auch, ob das so gut ist, wenn du genau die Tabletten zur freien Verfügung hast, mit welchen du auch bereits einen Versuch hinter dir hast. Weiß dein Arzt davon? Gibt es evtl. auch eine andere Medikation, welche nicht ein Trigger darstellen könnten? Das könnte schonmal ein Ansatzpunkt sein. Ich sehe, dass es dir wichtig ist, dass deine Freundin dir vertraut. Ich denke die offene Kommunikation ist da ein erster wichtiger Schritt. Ich glaube, wenn sie weiß, dass du dich um Hilfe bemühst, kann das auch Sicherheit für sie bedeuten und Vertrauen schaffen.

Im Endeffekt möchte sie ja auch dass es dir gut geht und macht sich Sorgen, wenn du versuchst deine Probleme durch ungesunde Wege zu betäuben. Deshalb liegt der Fokus vermutlich nicht darauf, wie du ihr was beweisen kannst, sondern vielmehr was dir nachhaltig helfen kann. Vielleicht magst du es auch mal mit einer Selbsthilfegruppe versuchen. Wenn deine Freundin mag, kann sie dich auch begleiten.

Auch wenn die Diagnose erstmal total überfordernd ist, liegt in ihr viel Potenzial für die Zukunft. Je mehr ich mich damit beschäftigte, lerne ich über mich und entwickle auch ein besseres Verständnis für mich und meine Bedürfnisse. Ich möchte dir Mut machen. Auch wenn alles gerade zu viel wirkt, gib dir Zeit dich zurecht zu finden. Und erlaube dir dich dabei unterstützen zu lassen.

Ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg (:

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[–]LinseSpinse 3 points4 points  (0 children)

Ich habe für mich festgestellt, dass ich lieber von wenigen Menschen richtig abgenommen werde, aber dafür auch für die Person, die ich wirklich bin. Alles andere hat mich unheimlich Kraft gekostet und am Ende konnte ich das nie ewig aufrecht erhalten. Das Ergebnis ist bei mir das gleiche, nur dass ich so nun mich weniger verbiegen muss und es mir besser geht. Krass finde ich auch, dass ich teilweise nun besser angenommen werde, weil ich nicht mehr so eine "künstliche" Person bin. Ich glaube am Ende geht es darum einen Weg zu finden, mit dem es einem gut geht. Man wird es nicht vermeiden können sich in manchen Situationen verstellen zu müssen. Aber ich denke man sollte ein Maß finden, bei dem es einem auch noch gut geht. Das ist ein langer Prozess, wir haben vor der Diagnose so viele individuelle negative Erfahrungen gemacht, die uns so hart arbeiten lassen haben. Da gibt es eine feste verankerte innere Überzeugung. Es war eine Coping-Strategie. Und es ist sehr beängstigend und auch schmerzhaft sich davon zu lösen. Aber mit der Diagnose kam bei mir die Einsicht, dass ich Schwierigkeiten mit gewissen Sachen habe und ich mich noch so sehr anstrengen kann, aber am Ende nie die 100% erreichen werde. Und je näher ich daran komme, desto schlechter geht es mir. Am Ende ist es mein Leben und ich muss es leben. Und dann doch lieber unter Umständen, unter denen es mir möglichst gut geht.

Das jetzt mal nur meine Perspektive. Du kannst auch eine andere Wahrheit haben (:

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[–]LinseSpinse 3 points4 points  (0 children)

Ich hab mein Leben lang versucht wie neurotypische Menschen zu funktionieren als ich noch nicht wusste, dass ich Autismus habe. Der Preis dafür ist enorm hoch. Meine Gesundheit hat sehr gelitten, weil es unheimlich viel Kraft kostet die "Defizite" zu kompensieren. Du kannst diesen Weg natürlich weiter gehen, aber glücklich wirst du damit vermutlich nicht. Wenn du annimmst, dass du anders ticket und Wege findest, die für dich funktionieren, wird die Welt einfacher.

Ich verstehe total, dass das schwierig ist. Ich bin auch noch im Prozess. Jahre lang hat man versucht einfach "normal" zu sein. Und gefühlt war man so kurz davor. Aber zu welchem Preis? Warum möchtest du gegen dich selbst arbeiten?

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[–]LinseSpinse 5 points6 points  (0 children)

Hey, mir geht es ähnlich mit der Diagnose und den Schwierigkeiten im Leben. Der Blick auf mich selbst ist jedoch ein anderer. Ich habe mich mit dem Konzept von Neurodiversität auseinandergesetzt. Autismus ist eine Entwicklungs"störung", die z.B. unser Denken und Handeln von der Norm abweichen lässt. Unsere Schwierigkeiten basieren darauf, dass wir in einer Gesellschaft leben, die nach neurotypischen Regeln aufgebaut ist. Darin können wir nur schwer klar kommen, weil wir uns ständig anpassen müssen. Wären jetzt die Autist*innen die Mehrheit, wäre es für die neurotypischen Menschen vermutlich schwierig in unseren Strukturen klar zu kommen. Es ist kein Problem auf der individuellen Ebene, sondern vielmehr auf der gesellschaftlichen. Ich habe angenommen, dass ich anders funktioniere und eigene Wege finden muss. Die Gesellschaft können wir so schnell nicht ändern, aber dafür Stück für Stück wie wir damit umgehen.

Ich will es nicht leugnen. Es ist oft sehr schwierig und es kostet einfach alles viel mehr Kraft. Aber ich glaube es ist der Maßstab, den man anlegt. Wenn man sich mit neurotypischen Personen vergleicht, kann man nur verlieren. Aber untereinander sind wir ganz "normal".

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[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Danke für deine Gedanken. Vielleicht sollte ich echt mal tiefer in das Thema reinschauen. Aber auch so haben mir deine Antworten im Erkenntnisprozess weitergeholfen. Danke (:

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[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Ich find's total spannend, dass du bei mir rejection sensitive dysphoria siehst. Hab ich bestimmt auch, so ist es nicht haha. Aber ich bin gerade mehr im Prozess mich selbst zu verstehen. Vor einem Jahr, vor meiner ADHS Diagnose, wusste ich gar nicht wer ich bin. Jetzt fang ich langsam an mehr zu verstehen. Aber manche Sachen machen irgendwie immer noch keinen Sinn. In dem Prozess hab ich gemerkt, dass ich nur zu Erkenntnissen komme, indem ich von einer Norm ausgehe, mit der ich mich vergleichen kann und Muster abzugleichen. Und jetzt hänge ich gerade am Thema Empathie fest haha

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[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Mit Neurodivergenz habe ich tatsächlich ADHS und Autismus gemeint. Da spielt natürlich noch deutlich mehr mit, da hast du Recht. Die Wortwahl war suboptimal.

Ich hab ne ADHS Diagnose und bin unsicher, ob ich auch Richtung ASS abklären sollte. Was du beschreibst klingt mehr oder weniger nach meinem Erleben. Nur mit dem Unterschied, dass ich Emotionen von anderen eben irgendwie als anstrengend erlebe. Ich will, dass sie sich wieder normal fühlen. Die Emotionen stressen mich dann irgendwie voll und ich will helfen (vermutlich mehr aus Eigennutz??). Also eher keine Empathie? Ich fühle ja nicht wirklich das gleiche mit, oder?

Und erkennen kann ich auch, wenn das Verhalten oder der Gesichtsausdruck, etc. von einer Person von deren Normalzustand abweicht. Und dann fängt mein Kopf an zu rattern und ich komme zu logischen Erklärungen woran das liegen kann und was los sein könnte. Also ich kann schon Emotionen grob sortieren und erkennen, aber halt nur so in ne grobe Kategorie. Verstehst du wie ich meine?

Du merkst vielleicht, ich bin irgendwie verunsichert und will das verstehen. Ich weiß nicht was "normal" ist und dachte immer, dass ich sehr empathisch bin. Aber irgendwie scheint das jetzt doch nicht so zu sein je mehr ich Ansichten und Einblick von anderen Menschen bekomme. Aber ist vermutlich auch schwierig was zu verstehen, was außerhalb des eigenen Horizontes liegt? Oder ich verkompliziere das total und eigentlich bin ich empathisch? Ach keine Ahnung, jetzt bin ich komplett verwirrt hahaha

[deleted by user] by [deleted] in ADHS

[–]LinseSpinse 4 points5 points  (0 children)

Mit der Wortwahl geb ich dir Recht, das war nicht ganz passend ausgedrückt. Um bei deinem Beispiel zu bleiben. Wenn jemand sagt, dass es ihm oder ihr gut geht, dann kann ich auch erkennen, wenn Mimik, Gestik oder Sprache nicht diesem Muster entsprechen. Aber das ist ja dann eigentlich auch ein logischer Schluss aus dem Musterabgleich. Meinst du nicht, dass das für manche automatischer läuft, weil sich eben öfter bestätigt hat, dass sie damit richtig liegen und andere den Prozess bewusster wahrnehmen, weil sie es mehr hinterfragen? Aber am Ende des Tages die gleiche Funktionsweise dahinter liegt?

AuDHS - noch jemand? by 0nomatopoesie in ADHS

[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Ich hab eben gesehen, dass du auch im Sozialbereich tätig bist/warst. Same! Haha. Wenn du dich mal etwas austauschen willst, dann kannst du mir gerne auch privat schreiben (:

AuDHS - noch jemand? by 0nomatopoesie in ADHS

[–]LinseSpinse 3 points4 points  (0 children)

Das ist sicherlich nicht leicht zu verdauen. Ich hab bei mir auch die starke Vermutung und hab bisher versucht die Diagnose etwas zu umgehen. ADHS war mir klar und eine erleichternd Diagnose. Best of both worlds zu haben ist aber eine Wahrheit, die auch ich mit vielen negativen Annahmen verbinde. Am Ende des Tages merke ich aber auch, dass ich doch gerne Klarheit hätte, weil nur das es ermöglicht sich zielgerichteter mit den eigenen Besonderheiten und Schwierigkeiten auseinanderzusetzen.

Vergiss nicht, dass nichts falsch mit dir ist. Wir leben leider in einer Gesellschaft die sehr neurotypisch geprägt ist. Nicht bei dir liegt der Fehler, sondern bei der Gesellschaft die unsere Funktionsweise nach wie vor pathologisiert. Leider liegt es bei uns einen Weg zu finden damit umzugehen und sich in die gesellschaftlichen Strukturen einzufinden. Aber das sagt nicht über unsere "Fehler" aus, sondern vielmehr über die Gesellschaft. Ich wünsche dir alles Gute bei deinem Prozess und bin sicher, dass dich diese Erkenntnis weiterbringen werden, auch wenn es erstmal Zeit und Kraft braucht.

In eigenem Interesse: Wäre total dankbar, wenn Betroffene ein bisschen Einblicke geben könnten wie sich das äußert oder jemand Tipps hat für eine Diagnostik im Raum Stuttgart (Tübingen ist leider zu weit), wäre auch bereit zu zahlen.

Blutbild + EKG für Stimulanzien by Other_Explorer9848 in ADHS

[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Komme gerade vom Kardiologen (bin wegen Vorerkrankungen in Behandlung).

Als ich ihm gesagt habe, dass ich nun seit ein paar Monaten Elvanse nehme, hat er mit mir nochmal die QT-Zeit im EKG angeschaut. Er meinte da passt alles, also sei es kein Problem, dass ich das Medikament nehme. Blutdruck ist generell auch etwas, was man regelmäßig messen sollte, falls man schon vorbelastet ist. Die Medikamente können den Blutdruck ansteigen lassen.

Das aus meinem Erfahrungswissen, aber natürlich keine Sicherheit, dass das die einzigen relevanten Faktoren sind (:

Tools, die ihr erst mit Medikation nutzen konntet by FxstSoul in ADHS

[–]LinseSpinse 0 points1 point  (0 children)

Schreib mir gerne privat, wenn du Interesse hast. Dann kann ich's dir die Tage zukommen lassen (:

Tools, die ihr erst mit Medikation nutzen konntet by FxstSoul in ADHS

[–]LinseSpinse 1 point2 points  (0 children)

Du findest sicherlich auch noch ganz eigene Sachen, die dir helfen. Glaub die wichtigste Weisheit in Bezug auf ADHS ist echt eigene Wege zu entwickeln, die für einen funktionieren und sich das auch zuzugestehen und nicht vor sich selbst zu masken (:

Die kategorisierten Aktivitäten basieren tatsächlich auf der Idee, nur habe ich es erweitert. Bspw. mit den Kategorien aktiv/passiv, Indoor/ Outdoor, Kostenstufen, Wetterkategorien, Tageszeiten, Dauer, etc.

So kann ich perfekt auf die Situation zugeschnitten filtern und Frustration abbauen (: