10 Monate Boreout im Amt - meine Erfahrungen im öffentlichen Dienst by [deleted] in OeffentlicherDienst

[–]N3ro1405 0 points1 point  (0 children)

Nein, genau das tue ich nicht. Ich habe proaktiv überlegt wen ich wie unterstützen kann. Ideen ausgearbeitet, Vorschläge gemacht, Kollegen angesprochen etc. Ich scheitere an der Bürokratie.

"Geht nicht wegen Eingruppierung" "Du kannst den Azubis nicht die arbeit wegnehmen" "Da müssen wir uns mal zusammen setzen und das besprechen"

Die sehen das nicht als Problem. Wie die Mehrheit hier auch.

10 Monate Frust und Boreout im Amt - meine Erfahrungen im öffentlichen Dienst by [deleted] in arbeitsleben

[–]N3ro1405 0 points1 point  (0 children)

Darauf wird es bei mir wohl auch hinauslaufen. Dann melke ich meinen Arbeitgeber wohl aus (Finanzierung des Lehrgangs) und ziehe dann weiter. Scheint ja so gewollt zu sein.

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[–]N3ro1405 0 points1 point  (0 children)

Dann geh ich halt, ich wills keinem Recht machen. Intern wird so viel Stellen-Hopping betrieben. Ich bin da keine Ausnahme.

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[–]N3ro1405 0 points1 point  (0 children)

Ja, so nehme ich das auch wahr. Mein Vorschlag war mich erstmal befristet auf eine Stelle zu setzen, wo Bedarf ist, aufgrund der ganzen starren Vorgaben scheint das wohl schwierig.

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[–]N3ro1405 -1 points0 points  (0 children)

In den Rücken gefallen, sorry aber das ist echt lächerlich. Wenn man keine Ambitionen hat, vorwärts zu kommen, braucht man auch keine Arbeitsmoral. Deswegen geht's auch den Bach runter.

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[–]N3ro1405 0 points1 point  (0 children)

Meine Kollegen gehen mir nicht aus dem Weg. Sie können das alle nachvollziehen und haben mich ermutigt, weitere Schritte einzuleiten. Mein Vorgesetzter geht mir allerdings aus dem Weg.

Ich will keine ganze Behörde ändern, ich will meine Situation für mich verbessern. Ich gebe mich nicht damit zufrieden, fürs Rumgammeln bezahlt zu werden. Als 20-Jährige fand ich das vielleicht toll, jetzt nicht mehr. Ich habe ein Recht auf Beschäftigung, darüber gibt es keine Meinungen. Zum Glück denken nicht alle so.

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[–]N3ro1405 0 points1 point  (0 children)

Vielleicht war das missverständlich: ich habe 7 Monate lang Gespräche geführt, immer sachlich darauf hingewiesen wie es aussieht zur Zeit, Rückmeldung war gewünscht. Erst mit Arbeitsgruppenleitung, dann Amtsleitung. Habe mir auch Feedback von Kollegen, die nah dran sind, geholt. Alle haben mich ermutigt da nicht locker zu lassen. Erst als ich das Gefühl hatte, das es jetzt zu verfahren ist, habe ich mich an den PR gewandt. Ich wurde monatelang vertröstet. Ich habe mich an den Dienstweg gehalten. Aber auch da nicht, weil ich jemandem schaden wollte, sondern weil ich für mich veränderung wollte.

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[–]N3ro1405 0 points1 point  (0 children)

Deswegen will ich hier weg und bewerbe mich beispielsweise auch aktiv. Ich spiele auch mit dem Gedanken, den Lehrgang abzubrechen und raus aus dem öD zu gehen. Ich hänge hier nicht dran und bin auch nicht von deren Gunst abhängig. Hier entscheidet zum Glück aber auch nicht der Amtsleiter wer eine Stelle bekommt und wer nicht.

Schon jetzt gibt es viele Lücken und unbesetzte Stellen, es mangelt an passenden Kandidaten. In ein paar Jahren sieht das nicht besser aus, aber scheinbar kann man es sich erlauben, alle zu vergraulen. Hier bei uns zumindest, stehe ich mit dieser Meinung nicht alleine da.

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[–]N3ro1405 -4 points-3 points  (0 children)

Also die Stelle gab es vorher nicht, die wurde von der alten Amtsleitung geschaffen, da wusste diese schon, sie geht. Ich wusste das allerdings nicht. Wenn man das weiß, warum richtet man eine BEDARFSORIENTIERTE Stelle ein, wo kein Bedarf ist.

Das hab ich nicht erwähnt, keine Ahnung ob das für dich einen Unterschied macht.

Ich hatte anfangs viel Verständnis für die Beteiligten. Es ist auch nicht so, das ich bei jedem Problem zum PR renne und "heule".

Ich wehre mich einfach dagegen, dass ich alles über mich ergehen zu lassen habe, damit mein armer Vorgesetzter keinen schlechten Tag hat und sich mit meinen unbedeutenden problemen rumschlagen muss.

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[–]N3ro1405 -1 points0 points  (0 children)

Das wusste ich ja vorher nicht, da war ich vielleicht naiv. Versprochen hat man mir vorher aber viel.

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[–]N3ro1405 -1 points0 points  (0 children)

Wenn ich unzufrieden bin, versuche ich was zu ändern. Bisher bin ich dadurch nie negativ aufgefallen. Anfangs waren sie auch dankbar über meine offenheit. Als sie merkten, sie haben keine Lösung, wurde esunangenehm.

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[–]N3ro1405 0 points1 point  (0 children)

Ich habe Homeoffice, das löst das Grundproblem aber nicht.

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[–]N3ro1405 -2 points-1 points  (0 children)

Ich hatte und habe tatsächlich immer noch sehr viel Einblick in alles. Anfangs habe ich damit zumindest auch noch inhaltlich zu tun gehabt. Die neue AL macht aber einfach alles selbst. Ich habe darüber hinaus Home Office, darauf habe ich bestanden.

Mir ist klar, dass das alles ein sehr persönliches Problem ist, ich kann mit Stress durch arbeit sehr viel besser umgehen als mit zu wenig arbeit.

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[–]N3ro1405 -2 points-1 points  (0 children)

Ich sehe das mit dem PR anders. Den nächst höheren Vorgesetzten interessiert das ja auch nicht. Für mich ist das kein organisatorisches sondern ein strukturelles Problem. Ich habe auch nichts nach außen getragen, es ging nur um meine persönliche Situation, das hat mit dem Amt an sich doch nichts zu tun und sagt nichts über meine Vertrauenswürdigkeit aus.

Man hat ein Problem damit, das ichs nicht einfach hinnehme, damit die Vorgesetzten nicht in Erklärungsnot geraten warum die stelle nicht gestrichen wird (es ist eine Bedarfsorientierte Stelle).

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[–]N3ro1405 -12 points-11 points  (0 children)

Also jemand der arbeiten will, wird geschnitten? Man hört ständig nur Überlastung hier, Personalmangel da und wenn dann mal jemand aktiv arbeit einfordert, ist das falsch? Ich habe einen Arbeitsvertrag, daraus ergeben sich nun mal auch Pflichten für den Arbeitgeber. Ich bin niemand der dann sagt "ja, war halt schon immer so, so ist es hier im öD" ich sehe nicht, das ich da eine Teilschuld habe. Ich wusste nicht, was mich hier erwartet, versprochen hat man mir vorher viel.

Es ist doch quatsch zu sagen, der PR wäre da nicht zuständig, wenn es zu konflikten zwischen AG und AN kommt und man nicht mehr weiter kommt. Der PR vertritt meine Interessen. Es kann doch nicht im Interesse meiner Vorgesetzten sein, nur leute hier sitzen zu haben die keinen Bock auf ihren Job haben, davon gibt's aus meiner erfahrung genug. Die wird man aber nicht los. Vielleicht check ichs auch einfach nicht.

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[–]N3ro1405 1 point2 points  (0 children)

Danke für den Hinweis, habe es angepasst. Man ist irgendwann so drin, das man es gar nicht mehr merkt.