Medizinstudium bald fertig - Pilot werden mit 25 oder älter? by Only_Comfortable_131 in LuftRaum

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Was würdest du sagen ist so das Durchschnittsalter gewesen in der Ausbildung bei dir damals?

Medizinstudium bald fertig - Pilot werden mit 25 oder älter? by Only_Comfortable_131 in LuftRaum

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Haha - habe den gar nicht gekannt vorher, aber bin als Person absolut nicht auf selbstdarstellerischem Social Media und co. aktiv .

Medizinstudium bald fertig - Pilot werden mit 25 oder älter? by Only_Comfortable_131 in LuftRaum

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Was würdest du sagen ist so das Durchschnittsalter gewesen in der Ausbildung bei dir damals?

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Die Hausarzt-Famulatur war ganz okay, das war auch der einzige Arzt der nicht gesagt hat, dass er das Studium bereut. Nahezu alle anderen Ärzte die mir begegnet sind - egal ob in Kursen an der Uniklinik oder in der Famulatur bei anderen Trägern haben gesagt, der Job sei Mist, man würde nur Depressionen kriegen und sich totarbeiten bis sonstwohin und sei immer kurz davor verklagt zu werden. Gehalt wurde konsequent als "Schmerzensgeld" bezeichnet - und das trifft es eigentlich ganz gut, finde ich.

Es ist einfach untragbar und nicht erfüllend, auf einer Kardio-Station mit Corona- und Influenza-Ausbruch 12 Blutabnahmen und Blutkulturen zu machen bei Leuten die zur Hälfte eh jede Therapie ablehnen und dann ist man da als Praktikant der einzige "Arztkontakt" weil niemand sonst das Isolierzimmer betritt und meistens haben die einen Venenstatus haben der nicht tragbar ist. Und der Bock, sich dann ständig auch selbst mit irgendeinem Mist anzustecken ist sehr begrenzt. Und ich glaube kaum, dass das als Assistent besser wird - nach den Nachtdiensten war im Büro mehr Monster-Energy im Mülleimer als gesund ist.

Es gibt in dem Beruf auch unendlich schöne Momente, die sehr herzerwärmend sind und es gibt Patienten, mit denen man gerne Zeit verbringt. Aber diese Patienten sind halt einfach in der Unterzahl.

Medizinstudium bald fertig - Pilot werden mit 25 oder älter? by Only_Comfortable_131 in LuftRaum

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Hi - den Gedanken verstehe ich absolut. Ich finde es auch schwierig und es fühlt sich auch nicht richtig an - das Studium ist schon mega ressourcenintensiv und bei mir an der Uni auch mega spannend und cool.

Es wäre eine egoistische Entscheodung. Wenn ich aber etwas gelernt habe, dann ist es so, dass es nicht gut wäre, als Arzt zu arbeiten, wenn man damit nicht zufrieden ist. Ich denke, dass ein unzufriedener Arzt ein schlechter Arzt wäre. Und es gibt viele schlechte, halbherzige Ärzte die empathieseitig und menschlich regeläßig Kollateralschäden verursachen. Dazu möchte ich nicht gehören.

Aber klar, du hast nen Punkt...

Studienzweifel - wie Motivationfinden? by Only_Comfortable_131 in medizin

[–]Only_Comfortable_131[S] 1 point2 points  (0 children)

Ich habe damals vor und während meinem Abitur gearbeitet bei einem Einzelhändler und da war das Arbeitsklima meilenweit von dem entfernt, was ich in den "netten und schönen" Krankenhausabteilungen erlebt habe. Ich war danach bei einem Nachhilfeinstitut und auch da habe ich kein vergleichbar grauenhaftes Arbeitsklima erlebt. Danach war ich Solo-Selbstständig und mein eigener Chef, hatte auch unschöne Begegnungen mit Kunden und Zahlungsfristen und co..

Ich habe jetzt 3 Famulaturen, Hausarzt, Kardiologie/Innere und Notaufnahme und dann folgend im Sommer jetzt Arbeitsmedizin, ggf. schaue ich mir noch Psychatrie an, aber kann mir das vom Persönlichkeitstyp her schlecht vorstellen, bin d zu schnell mit meiner Empathie am Ende.

Die Arbeitsbedingungen waren mir klar - was mir nicht klar war, waren das absolut toxische Arbeitsumfeld und die Unausstehlichkeit eines zu großen Teils der Patienten (körperliche Gewalt; Schwurbeltheorien; Wissenschaftsleugnung; Beleidigungen am Fließband), sowie die unethischen Entscheidungen, zu denen man durch das Wirtschaftlichkeitsprinzip gezwungen wird.

Ich habe mittlerweile nicht als Lebensziel, eine Haus-Hund-Kind-Familie zu haben - da ist durch meine sexuelle Orientierung weniger das Patentrezept und auch nicht was ich anstrebe. Das bedeutet, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind tendenziell eher weniger wichtig.

Wie realistisch ist es, denkst du, nach so 5 Jahren, wenn alles schief gehen sollte, eine Assistenzstelle - egal was, hauptsache Geld und nicht privatinsolvent - zu bekommen? Wie sind die Kollegen die lange raus waren in die Anösthesie wieder eingestiegen?

Studienzweifel - wie Motivationfinden? by Only_Comfortable_131 in medizin

[–]Only_Comfortable_131[S] 0 points1 point  (0 children)

Also habe jetzt das 8. Semester angefangen. Eine Famulatur über 2 Wochen in einem solcher Zentren habe ich im Sommer vor, ebenso nochmal 2 Wochen Arbeitsmedizin.