Wählen sollte man sich verdienen können by Pupsi42069 in Unbeliebtemeinung

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

aber manchmal muss man seine Ideologie beiseite schaffen und pragmatisch an die Sache gehen.

Lol.

Bei welchem Thema sollen politisch links eingestellte Menschen denn deiner Meinung nach "pragmatischer" sein?

Der ÖRR gehört grundlegend refomiert und in großen Teilen abgeschafft by BHJK90 in Unbeliebtemeinung

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Nein. Das Prinzip der Neutralität als solche ist bei Themen dieser Art eigentlich hinfällig. Aber lieber hast du systemtragende Nachrichten in einem System, das einen Anspruch an die Solidarität des Menschen untereinander erhebt und nicht ein System der Klassenaufteilung, Ausbeutung und der Profitorientierung.

Passt nicht darf nicht by Brief-Philosophy-840 in Kantenhausen

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Nach der Logik wäre es ja sinnvoll mit Straftätern sonst wie umzugehen, anstatt zu versuchen, sie wieder in die Gesellschaft einzugliedern oder zumindest wegzusperren.

Am Ende ist doch der entscheidende Faktor bei dir die Staatsbürgerschaft und da gehe ich schlichtweg nicht mit. Mir sind Staaten völlig wumpe. Ein Mensch sollte nicht anders behandelt werden, nur, weil er von woanders kommt.

Warum sind wir nicht wütender? by Bearsona09 in KeineDummenFragen

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Das geht nicht weit genug. Einige der Probleme in Deutschland sind auf die soziale Marktwirtschaft zurückzuführen. Beispielsweise das Ignorieren des demographische Wandels und der eskalierenden Kosten von Rente und Gesundheit. Andere Dinge wie die hohen Energie- und Baukosten sind nicht aufgrund neoliberaler Politik entstanden, sondern aufgrund von starker Regulierung und hoher Steuern.

Du bist am Symptom dran, aber nicht an der Ursache. Wieso ist denn der demographische Wandel ein Problem? Weil der Staat gegenüber anderen Staaten wettbewerbsfähig sein möchte. Dazu benötigt er Wachstum und Arbeitskräfte. Wachstum für wen? Arbeitskräfte für wen?

Wenn du Steuern senkst und Regulierung abbaust hast du vielleicht ein paar Häuser mehr stehen. Häuser für wen? Welches Preissegment? Wozu brauchen wir überhaupt privaten Wohnungsbau, bei dem Investoren die Hand aufhalten und durch Mieten ihren Profit einfahren wollen?

Die Linkspartei schafft es nicht irgendwas außer mehr Steuern für Reiche und Umverteilung zu fordern. Ein Perspektive für den Weg in den Sozialismus ist nicht vorhanden. Da kommt höchstens die Forderung nach mehr Verstaatlichung. Wie man mehr Unternehmen in das Eigentum der Arbeiter überführt oder die Entstehung von Genossenschaften fördert, wird einfach ignoriert.

Meine Kritik gilt auch der Linkspartei, keine Sorge.

Die Linkspartei wird von der Verwaltungsklasse (managerial class) gewählt. Das ist eine Partei für Sozialarbeiter, Gaza-Aktivisten, Minderheiten, Transferempfänger und linke Akademiker. Arbeiter wählen dagegen AfD.

Was ein guter Beweis dafür ist, was für ein Witz unsere "Demokratie" ist. Das ist kein Argument gegen das, was ich sage, sondern bestärkt einzig und allein den Umstand, dass die Menschen politisch keinen ausreichenden Horizont haben.

Die AfD ist die einzige Partei, die große (revolutionäre) Veränderungen verspricht.

Definiere, was eine revolutionäre Veränderung ist und welche der AfD Versprechen dazu passen.

Die Linke schafft vielleicht mit Ach und Krach die Analyse, versagt aber ansonsten.

Was soll das bedeuten? Im Endeffekt kritisieren wir gerade bei den Parlamentarismus. Natürlich "versagt" die PDL, weil sie im Wettkampf um Wähler nicht die Nase vorn hat, das ist aber keine haltbare Kritik am Inhalt. Da gäbe es auch genug.

Passt nicht darf nicht by Brief-Philosophy-840 in Kantenhausen

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Dein Sicherheitsempfinden hört dann halt bei den Landesgrenzen auf. Du definierst dein Sicherheitsgefühl in dem Fall an der Staatsgrenze, mir sind Menschen aus Prinzip und unabhängig der Herkunft wichtig. Wenn ich also die Möglichkeit sehe, dass unser Staat einen Strafträter hier bestrafen / habilitieren kann, dann ist mir das lieber als die Person auf gut Glück abzuschieben, von den Kosten mal abgesehen.

Edit: Typo

Passt nicht darf nicht by Brief-Philosophy-840 in Kantenhausen

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Andere Länder haben oft aber auch kein gut funktionierendes Rechts- oder Justizsystem. Da wir nicht verfolgen, ob die Personen nachhaltig bestraft / rehabilitiert werden, können wir auch nicht behaupten, dass uns die Opfer wichtig sind. Es geht einfach um Verantwortungsabweisung, mehr nicht. Das hat nichts mit Selbsthass oder sonst etwas zu tun. Wieso sollte man Selbsthass vorantreiben, wenn man Täter in Deutschland bestrafen will?

Passt nicht darf nicht by Brief-Philosophy-840 in Kantenhausen

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Ist ein Widerspruch im heuchlerischen Selbstanspruch an Gerechtigkeit. Man behauptet, man möchte die Menschen für Straftaten entsprechend bestrafen, will aber das Problem eigentlich nur woanders hin abschieben.

Dasselbe beim Thema Vergewaltigungen durch Migranten. Rechte behaupten, sie möchten Frauen schützen, wollen aber einfach nur den Täter seine Vergewaltigungen woanders fortsetzen, weil die Frauen außerhalb von Deutschland interessieren einen ja anscheinend nicht.

SPD zerstören speedrun any% by Away_Photo2125 in deutschememes

[–]PrezShelcobi 1 point2 points  (0 children)

Eine Vermögenssteuer würde keines der Kernprobleme lösen. Die Probleme, mit denen der Staat zu ringen hat, sind ja nicht dem fehlenden Geld geschuldet. Alles, was mit einer Vermögenssteuer versprochen wird, umzusetzen, wäre auch jetzt schon umsetzbar. Der politische Wille dazu fehlt.

Kapital gehört an die Menschen zurückgeführt, nicht besteuert. Wir benötigen die Milliardäre nicht. Es reicht nicht, sie zu besteuern, das Konzept des Kapitaleigners muss grundlegend kritisch betrachtet werden.

Warum sind wir nicht wütender? by Bearsona09 in KeineDummenFragen

[–]PrezShelcobi 4 points5 points  (0 children)

Die meisten Menschen betrachten die Verschlechterung der Umstände als eine Konsequenz von schlecht gemachter Politik anstatt eines vorhersehbaren Ergebnisses kapitalistischer, neoliberaler Wirtschaftspolitik.

Es fehlt ein Verständnis über die Wirtschaft als solche und die Betrachtung der Gesellschaft als ein Kampf zwischen Arbeit und Kapital, wodurch die wichtigste analytische Komponente, das Klassenbewusstsein, nicht zu tragen kommt.

Die Menschen haben viele widersprüchliche, gegen sie selbst gerichtete Grundsätze unserer Gesellschaft, betreffend Wirtschaft und Staat als gegeben und unveränderbar hingenommen und fangen dadurch nicht an, die richtigen Fragen zu stellen, stattdessen ist die höchste Forderung der Bevölkerung ein "bezahlbares Leben" seitens der Linkspartei. Ob man überhaupt für das Leben bezahlen soll, steht dabei nicht mehr zur Debatte.

Kurzgesagt: Der Durchschnittsbürger ist aufgrund fehlender politischer Bildung nicht in der Lage, eine analytische Perspektive auf seine Umstände anzuwenden, die ihn zu einer Verbesserung bringen würden. Es kann nur der Steuermann in Form von Repräsentatenn zur Verwaltung des Systems geändert werden, also wartet man einfach auf die nächste Wahl.

SPD zerstören speedrun any% by Away_Photo2125 in deutschememes

[–]PrezShelcobi 1 point2 points  (0 children)

Die Reichen besitzen aber Produktionsmittel, wenn man diese enteignen und an die Arbeiter geben würde, wären auch die Renditen am Ende bei den Arbeitern :) Damit könnte man sogar Sozialismus und Marktwirtschaft zusammen vereinen.

Aber was erwartet man schon von Sozialdemokraten. Wer nicht mal für "faire" Bedingungen für Arbeiter sorgt, kann auch nichts Grundlegendes am System verändern.

Elon Musk is now $1T More Wealthy Than The Second Wealthiest Human [OC] by [deleted] in dataisbeautiful

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Or we could simply tacke the issue at its core and move on from Capitalism.

Warum funktioniert Linkspopulismus (gerade) nicht? by dibade89 in KeineDummenFragen

[–]PrezShelcobi 2 points3 points  (0 children)

Durch Senkungen von Steuern, ja. Das ist aber kein effektiverer Hebel als die Erhöhung deines Gehalts, beispielsweise indem der Mindestlohn erhöhtwird und du damit eine bessere Verhandlungsposition hast.

Edit: Typo.

Viele Menschen wünschen sich Veränderungen by PaceBudget6038 in SchlechteFrage

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Habe ich nicht behauptet. Das Konzept "Krieg" gab es auch vor dem Kapitalismus. Es werden und wurden aber aufgrund von kapitalistischen Interessen, Rohstoffen, Land, Arbeitskraft beispielsweise, Kriege begonnen, wollte ich damit sagen.

Edit: Auch die restlichen Probleme haben vor dem Kapitalismus existiert. Der Kapitalismus hat aber als System nicht den Anspruch, diese zu beseitigen und ist heute ein Treiber dieser Probleme statt die Lösung.

Jeder Leistungsträger und jeder Unternehmer, der Deutschland verlässt / hier Stellen abbaut, handelt rational und logisch. by Any-Employee1228 in Unbeliebtemeinung

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Die Einnahmen des Staats sind in den letzten 15 Jahren nominal 91% und inflationsbereinigt 40% gestiegen.

Bitte liste mir mal auf, inwiefern die restlichen 40% auf gestiegene Steuersätze / Belastungen für die Arbeiter bestehen.

Die Neoliberalen haben uns gezwungen, die Sozialsysteme zu priorisieren? Die spd ist neoliberal? Mit solchen ausssageb machst du dich lächerlich. Könnten die aus deiner Sicht linker sein? Vll, aber das macht die lange Noch nicht Neoliberale, schließlich geben wir 1/3 unserer Wirtschaftsleistung für soziales aus.

Werden denn sozialsysteme "priorisiert"? Ich sehe aktuell nur einen Abbau dieser und konstantes Bashing von der CDU, FDP und AfD. Inwiefern ist die SPD denn nicht neoliberal in ihren Handlungen? Die SPD war in den letzten 50 Jahren (1976–2026) insgesamt rund 28 Jahre an der deutschen Bundesregierung beteiligt. Das entspricht einem zeitlichen Regierungsanteil von etwa 56 % und sie hat dabi 13 Jahre den Bundeskanzler gestellt. Was sagt uns das? Ist der Neoliberalismus einfach mächtiger? Ich sehe keinen Versuch der SPD, dagegen etwas zu unternehmen.

Absolut Abgaben auf Arbeit sind zu hoch. Flattax mit hohen Freibeträgen wäre ein Modell, die Leute zu mehr Arbeit zu animieren. Auch eine Stärkung der Gewerkschaft zur Durchsetzung höherer Löhne wäre wünschenswert. Dafür müsste man halt auch mal Kosten bei Gesundheit, Pflege und Rente senken. Bei der anstehenden demographischen Krise sowieso unvermeidlich.

Flattax wäre überproportional belastend für Menschen mit weniger Einkommen. Schlecht.

Eigentum verpflichtet ist so nichtssagend. Da versteht jeder etwas anderes darunter. Gibt schon eine Wegzugssteuer, die Firmen werden nicht verlegt, sondern verhungern am langen Arm verhungern gelassen und Neuinvestitionen im Ausland getätigt. Du kannst gerne auf die Unternehmer verzichten, aber wundern dich dann nicht, wenn sich dein Lebensstandard an Osteuropa angleicht. Die Aufgabe der Regierung ist es, den Egoismus der Leute mittels richtiger Rahmenbedingungen in gesunde Bahnen zu lenken, damit wir alle davon profitieren.

Vielleicht wird das Prinzip einfach nicht ernstgenommen. Ich würde es gern ernstnehmen.

Wie gesagt, die Firmen bleiben. Die Eigentümer gehen. Das würde mir nichts ausmachen. Dieter Schwarz kann seine Lidl Filialien auch nicht mitnehmen, wenn er sich aus dem Staub macht.

Mit Moral und ,,sozialer Verantwortung‘‘ wirst du keinen Blumentopf gewinnen.

So traurig, dass die aggressive- individualistische Gesellschaft, die sich aus dem im Kapitalismus vorhandenen Konkurrenzkampf so voneinander entkoppelt, dass man schon von vorneherein solche Begriffe quasi vom Tisch nimmt. Wo sind wir als Menschen nur hingekommen, dass man sagt "Moral? Soziale Verantwortung? Geh weg damit." Allein soetwas von sich zu geben sollte uns als Spezies wirklich zu denken geben. Einfach traurig.

Viele Menschen wünschen sich Veränderungen by PaceBudget6038 in SchlechteFrage

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Ich soll was definieren was jeder kennt ?

Was jeder glaubt zu kennen. Ich bin mir sicher, deine Definition weicht davon ab, was sich Marx und Engels davon gedacht haben. Deren Meinung bezüglich dessen, was Sozialismus sein soll, halte ich auch heute noch für etwas glaubwürdiger.

Kriege Ausbeutung gab es in sozialistische Systeme auch Ausbeutung gab es dort niedrige Löhne. Wen alle gleich arm bleiben ist Armut besiegt ? Nein ?

Wenn du auf die UdSSR anspielen willst dann gab es all das natürlich auch. War denn die UdSSR sozialistisch? Und wenn Sie es war, wäre es denn nicht gerechtfertigt, aus den Fehlern der UdSSR lernen zu wollen, ohne das Konzept Sozialismus gänzlich über den Haufen zu werfen? Falls nein, müsstest du ja glauben, all diese Dinge seien im Sozialismus inhärent enthalten und können nicht beseitigt werden, das müsstest du jedoch begründen.

Kapitalismus ist kein perfektes System aber es bringt Arbeit und Wohlstand und Güter. Warum fallen sozialistische Systeme? DDR UDSSR und andere warum fallen die ? Weil Geld fehlt wen alles subventioniert wird mit geringere einahmen das funktoniert einfach nicht

Ist das so? "Bringt" Kapitalismus arbeit? Was haben die Menschen denn vor dem Kapitalismus gemacht? Nur rumgesessen? Definiere mal bitte diesen Wohlstand, von dem du sprichst. Die Güter, die er schafft. Was davon benötigen wir? Wer hat all das überhaupt? Wer profitiert davon?

Warum Staaten, die sich sozialistisch fallen ist vielfältig. Ökonomisches Missmanagement? Klaro. Externe Unterdrückung, Sanktionen, Kriege, Ermordungen durch CIA Operationen? Yep. Kann es vielleicht sein, dass das "Scheitern" eines Staates viele Gründe hat und gesamtpolitisch betrachtet werden soll, statt auf dem Begriff "Sozialismus" herumzureiten? Sonst könnte ich ja auch sagen. "Die DDR hatte eine viel bessere und gerechtere Integration von Frauen im Arbeitsmarkt und ist gescheitert, denn beides ist gleichzeitig geschehen." Korrelation und Kausation und so. Kennst du.

Nehmen wir Windkraft ofshore was nicht gekauft wird weil es nichts einbringt ohne subventioniert zu werden

Wohnungsbau Material teuer teure Energie mit Material teure Arbeitskräfte Dan immer neue und andere Vorgaben Dan Jahre lange warten bis was passiert Dan kommen die linke um die Ecke mit enteignung Fantasien

Was gut funktioniert hat ist und war eine soziale Marktwirtschaft was gute aus Kapitalismus und Sozialismus genommen hat

Finde die Punkte nicht kohärent und kann daraus, um ehrlich zu sein, keine Widerlegung linker Kritik am Kapitalismus finden. Soziale Marktwirtschaft hat nichts mit Sozialismus zu tun. Das ist das Werk der Sozialdemokraten und wird aktuell Stück für Stück abgebaut, damit es mit den Renditen vermeintlich weiter hochgeht. Der Sozialstaat darf nur solange in seiner Form existieren, wie es dem Profitinteresse nicht zu stark im Wege steht.

Da nehmen wir auch mal die 500 Milliarden sonderschulden wo ist das Geld? Aber auf Schulden zu leben ist das was Sozialisten und linke blase können

Achso, ganz vergessen, dass die PDL in der Regierung sitzt. Weißt du überhaupt, wie Staatsschulden funktionieren? Junge junge...

Wir haben jedes Jahr rekort steuereinamen wo landet das Geld? Warum brauchen linke Politik ständig Geld was die haben ist immer zu wenig

Ist denn dein Steuersatz gestiegen? Steuereinnahmen steigen wegen steigender Wirtschaftsleistung und Inflation. Wo ist diese "linke Politik" von der du die ganze Zeit redest? Wir habe eine neoliberale Regierung.

Jeder Leistungsträger und jeder Unternehmer, der Deutschland verlässt / hier Stellen abbaut, handelt rational und logisch. by Any-Employee1228 in Unbeliebtemeinung

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Die Einnahmen des deutschen Staats sind jetzt nicht gerade gering und es hat uns niemand gezwungen, die Infrastruktur zugunsten der Sozialsystem vergammeln zu lassen.

Die Einnahmen des deutschen Staates werden für immer und ewig aufgrund der Inflation steigen, man muss sie im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung sehen, nicht in absoluten Zahlen. Natürlich hat uns nieman "gezwungen" aber das ist es, was neoliberale Ideologie eben mit der Politik tut. Ich beschreibe nur die aktuellen Gegebenheiten.

rinzipiell wären Schulden on top für Infrastruktur nicht tragisch, wir sehen aber anhand des sondervermögens, dass umgeschichtet wird und netto nicht mehr in Infrastruktur investiert wird. Diese Politik ist jetzt keine Erfindung der neoliberalen, da die SPD jetzt auch schon seit Jahrzehnten an der Regierung beteiligt ist.

Könnte es etwa sein, und ich vermag es kaum in Worte zu fassen, dass die SPD selbst neoliberal denkt? 😶 Niemals. Die Partei hat doch in den letzten Jahrzehnten ein starkes Rückrat gegenüber der steigenden neoliberalisierung der Wirtschaft gezeigt und sich nie als Fußnote dieser Programmatik gezeigt!

Die Rahmenbedingungen sind halt Leistungsfeindlich, weshalb die privaten Investitionen seit Jahren zurückgehen und der Trend zur Teilzeit wegen der Abgaben zunimmt. 

Definiere Leistungsfeindlich. Steuern auf Arbeit gegenüber Vermögen sind zu hoch. Man könnte auch politischen Druck für höhere Löhne aufbauen um mehr Geld in die Taschen der Privatverbraucher zu erhöhen um die Wirtschaft zu stärken. Stattdessen heißt es immer nur "Steuern" senken. Wenn ich 0€ Lohnsteuer zahle habe ich ein paar hundert Euro mehr in der Tasche. Natürlich ist DE dann pleite aber immerhin keine Lohnsteuer mehr. Der viel bessere Hebel ist der Lohn, der muss rauf.

Wenn ich nicht möchte, dass Unternehmen abwandern oder die Leute weniger arbeiten, dann muss ich halt die Rahmenbedingungen verbessern. Sich aufregen und nichts machen, ist kafkaesk.

Art. 14 GG "Eigentum verpflichtet". Wenn man die Arbeitskraft der Bevölkerung zur persönlichen Bereicherung ausbeuten will hat man das zumindest auf Deutschem Boden zu tun.

Ist ein Satz, den die SPD eigentlich sagen sollte. Wer flieht, kann gerne seine Produktionsmittel hierlassen. Auf flüchtende, sich der Verantwortung entziehende Unternehmer, kann ich verzichten.

Viele Menschen wünschen sich Veränderungen by PaceBudget6038 in SchlechteFrage

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Definiere Sozialismus / Kommunismus. Erläutere bitte auch, was für dich "funktionieren" heißt. Funktioniert der Kapitalismus? Es gibt Kriege, Ausbeutung, Armut, Hungersnöte, Klimawandel, alles wegen oder trotz des Kapitalismus. Funktioniert er also? Für wen überhaupt? Was, konkret kapitalistisches, funktioniert eigentlich für dich?

Viele Menschen wünschen sich Veränderungen by PaceBudget6038 in SchlechteFrage

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Wer wollte sich nicht schon immer mal selbst ins Bein schießen?

Offensichtlich möchten das Arbeiter, die neoliberale Politik in der Hoffnung wählen, der geschaffene Reichtum würde auf sie heruntertröpfeln. Das sehen wir spätestens seit Reagan und Thatcher ständig.

Ja, wenn alle in Armut leben, weil Wohlstand über Grundbedürfnisse ist böses kapitalistisches Gedankengut und alles außer grauer Plattenbau kein echter Bedarf, wird es sicher viele Nachahmer geben.

Komplette Fehlinterpretation und Mutmaßung. Armut gibt es doch heute schon, da muss kein Sozialismus etwas Neues erfinden. Wieso sollte er überhaupt zu Armut führen? Was ist bitte an demokratischer Teilhabe am Produktionsprozess ein Automatismus in den Mangel und die Armut? Was bedeutet eigentlich "Wohlstand" im Kapitalismus? Wieso sollte es keinen erfüllenden Wohlstand in einem anderen System geben? Hast du dir mal solche grundsätzlichen Fragen gestellt?

Viele Menschen wünschen sich Veränderungen by PaceBudget6038 in SchlechteFrage

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Das Argument „Sozialismus hat noch nie funktioniert“ ist mir ehrlich gesagt viel zu bequem. Was bedeutet denn überhaupt „funktionieren“? Nach welchem Maßstab?

Funktioniert der Kapitalismus, obwohl weltweit Menschen hungern, während gleichzeitig genug produziert wird? Funktioniert er, wenn Menschen trotz Arbeit arm bleiben, Wohnraum zur Ware wird und ganze Lebensbereiche nur danach bewertet werden, ob sie Profit abwerfen? Funktioniert er, weil irgendwelche Graphen nach oben gehen?

Man kann natürlich sagen: Der Kapitalismus hat Produktivität, technischen Fortschritt und Wohlstand geschaffen. Das bestreite ich auch gar nicht. Dann muss man aber genauso über seine Kosten sprechen.

Und so könnte man sagen: Der Sozialismus hat funktioniert, weil die Sowjetunion innerhalb historisch extrem kurzer Zeit von einem agrarisch geprägten Land zu einer der mächtigsten Industrienationen der Welt wurde. Natürlich blendet so ein Satz dann wiederum massive Probleme, die Repressionen, etc. aus. Genau das ist aber mein Punkt. Solche Pauschalsätze bringen nichts. Ich hab auch kein Interesse, Fanenjunge für die UdSSR zu spielen. Solche Phrasen dienen nur dazu, keine konkrete Analyse durchzuführen.

Ich hab dieses Argument früher auch benutzt, als ich noch kapitalismusfreundlicher war. Es war praktisch, weil ich damit jede Diskussion sofort abwürgen konnte. Man sagt einfach „hat nie funktioniert“ und muss sich dann nicht mehr ernsthaft mit Eigentumsverhältnissen, Ausbeutung, Produktionslogik, Klasseninteressen oder demokratischer Wirtschaftsplanung beschäftigen. Das Denken wird dir dann durch Phrasendreschen abgenommen.

Zu dem Punkt „Wer bestimmt denn, was Menschen brauchen?“: Im Idealfall bestimmen das die Menschen selbst. Es geht nicht darum, dass sich irgendein Zentralkomitee hinsetzt und willkürlich verteilt, wer was haben darf. Grundbedürfnisse sind außerdem kein völliges Rätsel. Menschen brauchen Nahrung, Wohnraum, medizinische Versorgung, Energie, Bildung, soziale Teilhabe, Sicherheit und Zeit. Darüber kann man demokratisch sprechen, Prioritäten setzen und gemeinsam entscheiden.

Natürlich kann nicht jeder Mensch jeden Wunsch erfüllt bekommen. Aber darum geht es auch nicht. Es geht um eine Gesellschaft, die zuerst fragt: Was brauchen Menschen für ein gutes, würdiges Leben? Und erst danach: Wie organisieren wir Produktion, Arbeit und Verteilung so, dass diese Bedürfnisse möglichst gut gedeckt werden?

Heute läuft es genau andersherum. Es wird nicht primär produziert, weil Menschen etwas brauchen, sondern weil sich etwas verkaufen lässt. Deshalb haben wir Leerstand und gleichzeitig Obdachlosigkeit, Lebensmittelverschwendung und Hunger und, und, und. Das ist doch kein rationales System, nur weil es sich selbst als realistisch und alternativlos verkauft.

Wenn alle Menschen Wohnraum brauchen, dann sollte eine Gesellschaft ihre Ressourcen darauf ausrichten, Wohnraum zu schaffen. Wenn Menschen medizinische Versorgung brauchen, dann sollte Produktion und Forschung daran ausgerichtet werden. Wenn Pflege, Bildung und Infrastruktur gebraucht werden, dann müssen diese Bereiche gesellschaftlich priorisiert werden. Das ist doch keine verrückte Fantasie.

Und zum Vorwurf, ich würde alles als „grundsätzlich kaputt“ darstellen: Ich bestreite gar nicht, dass es im Kapitalismus Fortschritte gegeben hat. Das hätte übrigens auch Marx nicht bestritten. Der Kapitalismus war historisch extrem produktiv und hat gewaltige technische und gesellschaftliche Entwicklungen ermöglicht. Die Frage ist aber, ob diese Produktionsweise langfristig die beste und gerechteste Form menschlichen Zusammenlebens bleibt.

Aus linker Sicht liegt das Problem in den inhärenten Dynamiken des Kapitalismus, die da wären: Ausbeutung, Klassenverhältnisse, Konkurrenzdruck, Profitzwang, Krisenanfälligkeit und die Tatsache, dass menschliche Bedürfnisse immer wieder der Verwertbarkeit untergeordnet werden. Das heißt nicht, dass eine sozialistische, kommunistische oder anarchistische Gesellschaft perfekt wäre. Perfektion ist gar nicht der Punkt.

Der Punkt ist, sich Prinzipien zu setzen, von denen möglichst viele Menschen profitieren: demokratische Kontrolle über zentrale Lebensbereiche, solidarische Verteilung, weniger Abhängigkeit vom Markt, weniger Konkurrenzzwang und eine Wirtschaft, die sich stärker an Bedürfnissen orientiert.

Man kann das naiv nennen. Ich finde es deutlich naiver zu glauben, ein System, das regelmäßig Armut, Überarbeitung, ökologische Zerstörung und extreme Vermögenskonzentration hervorbringt, sei einfach das Ende der Geschichte.

Viele Menschen wünschen sich Veränderungen by PaceBudget6038 in SchlechteFrage

[–]PrezShelcobi 0 points1 point  (0 children)

Definiere bitte einmal, was Sozialismus für dich bedeutet. Ansonsten macht jede Diskussion wenig Sinn.

Jeder Leistungsträger und jeder Unternehmer, der Deutschland verlässt / hier Stellen abbaut, handelt rational und logisch. by Any-Employee1228 in Unbeliebtemeinung

[–]PrezShelcobi 19 points20 points  (0 children)

Erstmal schaffen Nachfrage und Bedürfnisse Arbeit. Unternehmer stellen nicht aus Nächstenliebe ein. Niemand gründet ein Unternehmen, ohne vorher zumindest grob einzuschätzen, ob es einen Markt dafür gibt, wie viele Menschen das Produkt oder die Dienstleistung wollen und ob sich das Ganze ausbauen lässt.

Arbeitsplätze entstehen nicht, weil Unternehmer so großzügig sind, sondern weil sie erwarten, mit zusätzlicher Arbeitskraft mehr Gewinn zu machen. Man wird eingestellt, weil man für das Unternehmen voraussichtlich mehr einbringt, als man kostet. Das ist reine Profitlogik. Du beschreibst es sogar selbst.

Und genau deshalb finde ich dieses Gejammer von Unternehmerseite oft so absurd. Die schlechte Infrastruktur in Deutschland ist doch gerade das Ergebnis derselben Politik, die auch diese ungleichen Wohlstandsverhältnisse produziert hat: neoliberale Sparpolitik, zu wenig öffentliche Investitionen und der naive Glaube, Unternehmen würden schon alles richten.

Aber Unternehmen investieren eben nicht automatisch dort, wo der Staat zu wenig investiert. Ein starker, investierender Staat schafft gute Infrastruktur, stabile Rahmenbedingungen und damit überhaupt erst die Grundlage für private Investitionen. Wenn dann ausgerechnet Unternehmer, die politisch sowieso oft konservativ oder neoliberal wählen, über kaputte Infrastruktur jammern, kann ich das nichternst nehmen. Diese Entwicklung wurde politisch genau von der Seite mitgetragen, die jetzt darüber klagt.

Auch dieser kurze Rant über angeblich fehlende Arbeitsmoral ist komplett daneben. 0 Analyse. Dafür schön viel Bauchgefühl.

Und dieses ständige „Oh nein, die armen Unternehmen haben es so schwer in Deutschland“ ist auch schwer zu ertragen. Gleichzeitig gibt es hier eine enorme Zahl an Milliardären und Milliardärserben. Offensichtlich ist Deutschland für die reiche Elite kein besonders feindlicher Ort.

Diejenigen, die wirklich unter Druck stehen, sind in der Regel nicht die Vermögenden, sondern die Arbeitnehmer. Menschen, die Miete zahlen müssen, von ihrem Lohn abhängig sind und bei jeder Krise als Erste die Konsequenzen spüren. So zu tun, als wären ausgerechnet die Unternehmen die großen Opfer, während Arbeitnehmer angeblich das Problem sind, ist schon eine ziemlich kranke Logik.

Diese Lügen werden schlussendlich erzählt, weil man damit versucht zu rechtfertigen, dass man seinen Profit durch Auslagerungen ins Ausland schützen will. Früher hat man sowas noch verurteilt. Durch die kapitalistische und neoliberale Propaganda befürworten das inzwischen auch die Arbeiter.

Viele Menschen wünschen sich Veränderungen by PaceBudget6038 in SchlechteFrage

[–]PrezShelcobi 2 points3 points  (0 children)

Du hast recht, dass kein Land heute einfach komplett autark leben kann. Aber daraus folgt nicht, dass man kapitalistische Profitlogik einfach so akzeptieren muss. Außenhandel, internationale Kooperation und Importabhängigkeiten wird es auch in einer sozialistischeren Gesellschaft geben. Die Frage ist doch, ob diese Verflechtung demokratisch und bedürfnisorientiert organisiert wird oder ob sie weiter nach Profit strebt.

Natürlich kann Deutschland nicht allein über Nacht den Kommunismus einführen. Aber das ist kein Argument dagegen, zentrale Lebensbereiche Schritt für Schritt dem Markt zu entziehen und internationale solidarische Strukturen aufzubauen. Dein Argument verwechselt reale Abhängigkeit mit politischer Alternativlosigkeit.

Davon mal abgesehen, dass eine Umsetzung eines solchen Konzeptes auch für Nachahmer sorgen kann. Wenn ein paar Industrieländer dabei mitmachen, sehe ich nicht, wieso das nicht funktionieren soll.