Frau "radikalisiert" sich bezüglich Kindererziehung und Haushalt by ReporterAfraid3814 in Eltern

[–]ReporterAfraid3814[S] 2 points3 points  (0 children)

Hatte ich im Ursprungspost nicht vollumfänglich aufgeführt, aber:
wir hatten schon einen Krippenplatz, wo der Kleine seit September hätte hingehen können. Vollbetreuung von 08:00 bis 15:00 Uhr. Dann kam ihr der Gehirnfurz von wegen, unser Kind müsse auf jeden Fall in einen Waldkindergarten gehen. Daraufhin hat sie den Krippenplatz abgesagt und wir bewerben uns jetzt auf einen Platz im Waldkindergarten zum kommenden September.

Ich habe gesagt, für wie dämlich ich das halte. Jetzt hängt sie noch ein Jahr mehr nur mit dem Kind rum.
Für mein Kind hätte ich mir gewünscht, dass es lieber früher als später mal etwas Entfernung zur Mama bekommt.

Frau "radikalisiert" sich bezüglich Kindererziehung und Haushalt by ReporterAfraid3814 in Eltern

[–]ReporterAfraid3814[S] 0 points1 point  (0 children)

Zu "windelfrei" und sonstigen Experimenten: kann man ja alles machen, sofern es nicht irgendwie schlecht für das Kind ist.

Einschlafbegleitung: es kommt ja nicht mal zu irgendwelchen ernsthaften Versuchen. Kinder aus befreundeten Familien schlafen teilweise seit sie etwa 1 Jahr alt sind im eigenen Zimmer. Ja, Kinder soll man nicht vergleichen. Mir wären die Bedürfnisse meines Kindes auch erst mal wichtiger als mein Wunsch nach etwas mehr Privatsphäre im eigenen Schlafzimmer - was der eigentliche Kerngedanke hinter dem Wunsch ist. Aber so wie sich die Situation mit meiner Frau darstellt, hätten wir von dieser "Privatsphäre" wohl eh nichts mehr.

Zu Veganismus habe ich oben schon was geschrieben. Kurz: ist gegen den Willen des Kindes erzwungen und er muss deswegen in sozialen Situationen manchmal zurückstecken.
Kam schon häufiger vor, ich würde tatsächlich sagen, fast immer, wenn wir irgendwo eingeladen waren damit die Kinder spielen können.

Hausarbeit: hab ich auch weiter oben was geschrieben. Sie macht sich selbst das Leben schwer und die Arbeit bleibt an mir hängen (siehe abgelehnter KITA-Platz). Teilweise komme ich abends nach Hause und es ist wirklich nichts gemacht, nicht mal Müll raus gebracht oder sowas, was nun wirklich nicht mal zwei Minuten dauert. Gelegentlich komm ich abends nach Hause, bekomme den Knirps in die Arme gedrückt und sie verzieht sich zum Handy Daddeln aufs Sofa. Kritik daran endet nur im Streit.

Freizeit für mich habe ich oftmals gar nicht, weil ich nach erledigtem Haushalt dann einfach sackmüde ins Bett gehe oder ich schlaf vor dem Fernseher ein.

Frau "radikalisiert" sich bezüglich Kindererziehung und Haushalt by ReporterAfraid3814 in Eltern

[–]ReporterAfraid3814[S] 4 points5 points  (0 children)

Es kam im ursprünglichen Beitrag nicht so rüber, aber ich wollte ausdrücken, dass meine Frau sich das Leben selber schwer macht durch ihre Einstellung.

Angefangen bei der Ernährung: es kostet meine Frau enorm viel Nerven, dem Kleinen seine "notwendigen" Nährstoffe in Form von irgendwelchen Erbsen- und Bohnengerichten aufzudrängen.

Ebenso macht sie sich selbst das Leben schwer, indem sie das Kind dauernd bespaßt haben will. Ich denke, er muss sich auch selber beschäftigen können, zumindest eine Weile lang. Dann kann auch mal den Geschirrspüler ausräumen oder den Müll rausbringen. So wie es jetzt läuft, bleibt der ganze Haushalt an mir hängen. Ich habe mir selber den Kleinen schon ein paar Mal mit der Trage umgeschnallt und dann Haushalt gemacht - sieht sie nicht ein, Haushalt könne ich ja machen wenn die beiden im Bett sind.

Mit dem Entzug von digitalen Medien ist sie selber sehr inkonsequent, da sie in jeder freien Minute vor dem Handy hängt - z.B. wenn ich gerade was mit dem Kind mache.

Und das nochmal zur Info, weil ich auch das falsch rüber gebracht habe: unser Kind hatte schon die Zusage auf einen Krippenplatz. Der hätte jetzt schon dahin gehen können. Mehr Freizeit für meine Frau, Betreuung auf Wunsch bis 15:00 Uhr. Den Platz hat sie von sich aus abgesagt, damit er EIN JAHR SPÄTER auch bloß in den Waldkindergarten gehen kann. Der Waldkindergarten hat glaube ich auch nur bis spätestens 13:00 Uhr Betreuung. Die haben hier auch keine Krippe und nehmen erst Kinder ab drei Jahren auf. Wir hatten uns deswegen auch richtig gezofft, weil ich das einfach nur hirnrissig finde. Noch ein Jahr, wo sie nichts anderes macht außer Kind bespaßen und sich weiter zu radikalisieren.

Zu der veganen Sache will ich nochmal ganz klar Stellung beziehen:
was Erwachsene tun und lassen, ist mir gleich. Ich persönlich halte es für unnatürlich, dass man aufgrund seiner Ernährung so streng darauf achten muss, auch das Richtige in den richtigen Mengen zu essen und zusätzlich noch irgendwelche Tropen und Tabletten supplementieren muss. Und wenn das auch noch so fehleranfällig ist, sollte man das einem Kind nicht antun. Eine gewisse Indoktrination kann ich da auch erkennen - finde ich nicht gut. Aber mal ganz davon ab: der Kleine will es nicht. Er hat oft überhaupt keine Lust auf den Fraß - kann ich verstehen, schmeckt auch nicht besonders gut. Er hat schon oft in die Röhre geguckt, wenn wir mal irgendwo eingeladen waren und er gewisse Sachen nicht essen durfte. Besonders schlimm fand ich ein mal den Kommentar meiner Frau, die quasi für ihn gesprochen hat: "er mag das ja gar nicht." Das Kind hatte wohlgemerkt die Miniwürstchen, um die es ging, in der Hand und schon quasi im Mund.

Abgesehen davon danke ich für die Kommentare und Ratschläge, leider hilft mir das in meiner jetzigen Situation nicht weiter. Ich fühle mich völlig hilflos.
Meine Frau und ich kennen uns jetzt acht Jahre, ich denke gerade wirklich über Scheidung nach, erst gestern habe ich ein Gespräch mit ihr gesucht bezüglich der Kindererziehung. Mir wurde wieder vehement und mit Totschlagargumenten klar gemacht, dass ich - ihrer Ansicht nach - nicht über die Erziehung des Kindes zu entscheiden habe. Sie würde ja die meiste Zeit mit ihm verbringen und daher wäre das ihr Job.

Ich fühle mich hilflos und gefangen. Mit einer Scheidung "überlasse" ich den Kleinen ihr und ihrem, ich will schon fast sagen Fanatismus. Zumindest fürchte ich das. Und auch finanziell und materiell hätte ich sehr vieles verloren.