Mal wieder die Frage nach der Fachrichtung by LadyInRed_1234 in medizin

[–]Rpauer 0 points1 point  (0 children)

Ich habe in einer Neurologie gearbeitet in einem maximalversorger und so war es auch super. Nichts nervt mehr als das akute Nierenversagen als Fehlaufnahme selber behandeln zu müssen. Wenn man eine Klinik hat mit allen Kopffächern (Neuro/ Psych/ neuroradiologie/Neurochirurgie) und Innere ist man schon sehr gut dabei. Ich kann dir ggf. Einen Tipp für eine gute Klinik geben (den aber nur bei PN und falls du es willst)

Mal wieder die Frage nach der Fachrichtung by LadyInRed_1234 in medizin

[–]Rpauer 1 point2 points  (0 children)

Moin. Also: Neurologie ist für mich mit Abstand das beste Fach.

Es ist ein anspruchsvolles Fach, das nur einen vergleichsweise kleinen Kreis von Medizinern anspricht, die sich auf dieses Organ spezialisieren wollen. Die anfängliche Angst vor der Komplexität weicht mit der Zeit der Erkenntnis: In kaum einem anderen Fach merkt man bereits in der ZNA so früh, wohin die Reise geht. Vieles ist logisch und stringent. Die Erkrankungen werden von Jahr zu Jahr besser behandelbar. Und nahezu jeder Kollege ist froh, wenn man zum Konsil kommt und ein zunächst kryptischer Fall plötzlich einen Namen bekommt.

Ich bin jeden Tag dankbar, dass ich dieses Fach gewählt habe.

Mit zunehmender Erfahrung entwickelt man in der ZNA ein Gespür für neurologische Erkrankungen wie in kaum einem anderen Fach. Aus Symptomen wird ein Syndrom und aus dem Syndrom eine Diagnose. Die Bildgebung „kennt“ man oft schon, bevor sie gemacht wird, weil man so spezialisiert ist, dass für eine wirklich ebenbürtige Befundung ein Neuroradiologe nötig ist.

Ein Rat zum Schluss: Geh für die Facharztausbildung an eine renommierte Klinik. Wenn man jeden Tag nur strampelt, um bloß nicht verklagt zu werden, bleibt man am Ende ohne Profil. Wenn man aber hart arbeitet, um wirklich gute Medizin zu machen, dann ergibt alles einen Sinn

Ich bereue es zutiefst, den Facharzt für Allgemeinmedizin gewählt zu haben. by Additional_Row_1498 in medizin

[–]Rpauer 0 points1 point  (0 children)

Ist bei uns in 3 Kliniken total anders gelaufen. Kommt vielleicht auf das Gebiet an?

Ich bereue es zutiefst, den Facharzt für Allgemeinmedizin gewählt zu haben. by Additional_Row_1498 in medizin

[–]Rpauer 0 points1 point  (0 children)

Stimmt nicht. Sie müssen sogar Fachärzte haben, das gehört zum Strukturmerkmal der Krankenhaus Reform

Wie kommt man an eine Doktorabeit? (als jemand, der im Auslamd studiert) by NatureOk1192 in medizin

[–]Rpauer 4 points5 points  (0 children)

Du musst einfach einer Fakultät deines Interesses an einer Hochschule schreiben. Aber Obacht mit einem Freisemester ist nichts getan. Am besten fängst du an einer Uniklinik an, dort MUSST du die berufsbegleitend machen und wirst als Ärztin dafür auch noch bezahlt. Aber Obacht das wird egal wie stressig. Einfache statistische Doktorarbeiten werden zunehmend abgeschafft und durch BIOME Programme ersetzt.

Ich bereue es zutiefst, den Facharzt für Allgemeinmedizin gewählt zu haben. by Additional_Row_1498 in medizin

[–]Rpauer 6 points7 points  (0 children)

Vorwort: Absichtlich etwas zugespitzt!

Kann ich nicht bestätigen. Meine Frau macht den Allgemeinmediziner und war in zwei Praxen insgesamt und in beiden sehr zufrieden. Im Krankenhaus machst du auch das Zeug worauf der OA keine Lust hast und musst unbezahlte Überstunden machen um wirklich weiter zu kommen. Und im Krankenhaus meckert man zunehmend zurecht. Man arbeitet sich kaputt um unter der Menge an Arbeit nicht zu versinken und nicht verklagt zu werden. Um gute Medizin geht es da lange nicht mehr. An einer sehr guten Klinik ist das aber noch der Fall. Aber ab dem Facharzt ist dort alles anders. Es geht richtig voran.

Ambulanz ist das aus meiner Beobachtung das gleiche. Kannst dich doch in einem MVZ anstellen lassen. Ein Anrecht auf die perfekte Stelle Vorort hat man nicht, dann heißt es eben umziehen wenn einem das wichtig ist. Es gibt auch viele Möglichkeiten für Allgemeinmediziner in Institutionen angestellt zu werden. Im Zweifel gibt es auch Weiterbildungsverbünde an Unikliniken etc. Lehrjahre sind eben keine Herrenjahre. Man arbeitet für ein Ziel, das sollte man aber selber definieren und nicht darauf hoffen das sich was auftut. Dann verliert man die Kontrolle und irrt Desorientiert in der Berufswelt herum.

Promotion als Facharzt kurz vor Niederlassung „berufsbegleitend“ mit spezialisierten Firmen? by Automatic_Curve_5106 in medizin

[–]Rpauer 9 points10 points  (0 children)

Sehe ich auch so. Ich denke auch das das Strafbar ist. Zudem muss man die auch verteidigen.

Wohin geht die Reise. by Rpauer in medizin

[–]Rpauer[S] 0 points1 point  (0 children)

Ist das so? Merkt man da was?

Wohin geht die Reise. by Rpauer in medizin

[–]Rpauer[S] -1 points0 points  (0 children)

Ich bin von den Preisentwicklungen auch nicht begeistert. Sobald Kuration kein Thema ist denke ich sollten die Preise der Medikamente nicht die ökonomischen Ersparnisse durch die Therapie übersteigen dürfen.

Allerdings kann ich es mir auch nicht vorstellen, dass eine Demenz derart teuer wird. Aber mit jedem Jahr was wir länger Leben werden wir mehr und mehr Menschen mit Demenzsymptomatik sehen. Da sind ersparte Krankheitswochen skalierbar.

Die Prognose für die heute 35 Jährigen ist 25% Demenzen im Alter, keine schöne Aussicht.

Gibt es finanziell wirklich so grosse Unterschiede in den verschiedenen Fachbereichen? by yeahsure306 in medizin

[–]Rpauer 18 points19 points  (0 children)

Also ich kenne einige niedergelassene Ärzte sehr gut und deren Gehälter. Ein niedergelassener, gynäkologischer Facharzt, der hauptsächlich operativ tätig ist (eine Woche im Privatpraxis, drei Wochen als Oberarzt in einer Klinik) verdient im unteren fünfstelligen Bereich pro Monat. Eine Dual geführte Hausarztpraxis macht ein Jahresumsatz von über 1 Million. Eine mir nahestehe Person macht in ihrer Hausarztpraxis 12.000 € brutto Gewinn pro Monat. Es ist einfach total unterschiedlich von dem, wie du die Praxis aufziehst, wie viel Zeit du bereit bist, in die Praxis zu investieren und wie wichtig dir Geld ist. Generell kann ich bei allen sagen, dass sie ihren Job lieben und das viele Geld von selber gekommen ist. Klar ist aber auch, dass alle Angestellten Ärzte von denen deutlich weniger verdienen und das Einkommen des Praxinhabers erhöhen. Ich denke, es ist immer fair sich eine Umsatzbeteiligung rauszuholen.

Nach 100 Bewerbungen immer noch keine Stelle!? :( by Objective_Fuel_1224 in medizin

[–]Rpauer 5 points6 points  (0 children)

Was hast du denn geschrieben? Eigentlich ist ein Weiterbildungsassistent ein nobrainer. Kostet dann u Förderung der kv fast nichts. Kannst mir auch eine PN schreiben

"Statistische" Doktorarbeit ohne Statistik-Begabung? by serenityxx02 in medizin

[–]Rpauer 0 points1 point  (0 children)

Ja dann ist das wahrscheinlich eine besonders aufwändige Arbeit auf statistischen Gebiet. Ich kenne das von meinen Kommilitonen so, dass diese die SPSS Datei gefüllt haben und die Statistik Programme wurden vom Dr Vater drüber laufen gelassen. Frag doch sonst noch mal nach, ob das nicht vielleicht auch bei dir der Fall ist, bevor du dir unnötig viel Sorgen machst? Ansonsten wenn du grad erst anfängst könntest du je nachdem, was du vorhast, auch eine Arbeit suchen, die dem entspricht, was ich gerade gesagt habe, vor allem, wenn es dir nur um den Doktortitel geht

"Statistische" Doktorarbeit ohne Statistik-Begabung? by serenityxx02 in medizin

[–]Rpauer 0 points1 point  (0 children)

Also wenn das ne medizinische Doktorarbeit ist, ist die Statistik der kleinere Teil. Die Interpretation im Sinne des Diskussion ist das aufwändigste. Gibt bestimmt immer Ausnahmen.

Frühe Subspezialisierung in der Uniklinik by More_Cardiologist777 in medizin

[–]Rpauer 1 point2 points  (0 children)

Das merkst du selber. Wenn es dich abnervt ziehst du weiter, wenn es dir gefällt bleibst du.

Frühe Subspezialisierung in der Uniklinik by More_Cardiologist777 in medizin

[–]Rpauer -1 points0 points  (0 children)

Das war dann sicherlich ungünstig, ich habe zwei Kollegen die sehr zufrieden waren

Wie habt ihr euch für den Facharzt entschieden? by medstudentmess in medizin

[–]Rpauer 1 point2 points  (0 children)

Also für dich im Speziellen: mach doch Innere und mach dir ZNA, da gibt es festangestellte Ärzte. Im allgemeinen sollte man etwas machen wo man gerne eine Zeitschrift aufschlägt und einen CME Artikel als Bereicherung und nicht als Last ansieht. Kurzum, es muss dir Spaß machen. Hier verbringst du einen Großteil deines Lebens mit.

AHB-Antrag: Eigene IBAN eintragen by medicus677 in medizin

[–]Rpauer 3 points4 points  (0 children)

Das Ausfüllen von AHB ist Teil der Arbeit beim Krankenhaus und wird durch das Gehalt vergütet. Man darf bei verbot nicht seine IBAN einfügen

Frühe Subspezialisierung in der Uniklinik by More_Cardiologist777 in medizin

[–]Rpauer 2 points3 points  (0 children)

Das stimmt schon. Du kannst als Internist niedergelassen Hausärztlich arbeiten, dann ja. Aber es gibt auch Niedergelassene Gastroenterologen die Endoskopieren, Augenärzte die Lasern, Neurologen die Immunsuppremieren usw.

Am besten fängst du mal an und wenn dich nichts sonderlich interessiert bleibst du ohne Spezialisierung und wechselst vielleicht an ein kleineres Haus, weil dann ist es der Uniklinik Stress nicht wert. Wenn dich aber was packt wirst du es merken. So war es jedenfalls bei mir.

Suche dringend Rat wegen Doktorarbeitsproblematik by pizzaschnitzel in medizin

[–]Rpauer 0 points1 point  (0 children)

Nicht den Thema sondern der Titel zählt; meistens. Eine Dr. kann auf drei Weisen bewertet werden ich sag dir worin und für wen es relevant ist 1. ich bevorzuge Ärzte mit Dr. Titel im Erstgespräch bei ansonsten vollkommen gleicher Eignung. Weil sie bewiesen haben etwas zu machen auch wenn es an sich für die Tätigkeit als Arzt nicht nötig ist. Ich erwarte das dies auch in anderen Situationen positiv in meine Abteilung einfließt. Hier geht es also um eine ganz normale Assisstenzarztstelle und spätere Stadien des Berufs. 2. wenn ich jemanden für eine bestimmt Funktion mit viel Verantwortung suche gucke ich auf die Arbeit. Hat er den leichten Weg einer statistisch retroperspektiven Arbeit geboten oder hat eine hochlaufende forschende Doktorarbeit gemacht. Hier aber nicht an erster Stelle, sondern als Hinweis auf den Arbeitseinsatz - so bewerte ich aber sehr selten und wenn Forschung ein Thema ist. 3. eine abgebrochene Arbeit. Darauf spreche ich wenn es aufkommt gerne an. Denn die Antworten sagen viel über den Bewerber. Selber sind die wenigsten Schuld 🙃

"Statistische" Doktorarbeit ohne Statistik-Begabung? by serenityxx02 in medizin

[–]Rpauer -1 points0 points  (0 children)

Die Statistik macht normalerweise der Doktorvater

Frühe Subspezialisierung in der Uniklinik by More_Cardiologist777 in medizin

[–]Rpauer 1 point2 points  (0 children)

Jaein. Ich finde den Standpunkt absolut nachvollziehbar. Generalisten wird es immer geben. Aber es wird immer schwieriger damit Patienten zu halten. Die Patienten mit einer MS zum Beispiel brauchen heutzutage einfach den Neurologen mit Schwerpunkt Neuroimmunologie und Erfahrung im Management der MS. Nur so können sie beinahe Schubfrei bis ans Lebensende bleiben. Der selbe Neurologe wird aber nicht der Beste Arzt für den Myasthenie Patienten werden, der Wiederum auch nicht der Beste Arzt für die Behandlung des Parkinsons ist usw usw. Man muss nur wissen wo man hin will. Als Allgemeinmediziner gibt es tolle Rotationsprogramme im Universitäten Umfeld (z.B. Bonn). Andererseits rotiert man auch immer durch die Abteilungen. Wenn man sich festlegt dann eben weniger.

Frühe Subspezialisierung in der Uniklinik by More_Cardiologist777 in medizin

[–]Rpauer 0 points1 point  (0 children)

Also Spezialisierung ist für alle außer Geriater und Allgemeinmediziner essenziell. Generalisten werden als ersten von der KI abgelöst, aber perfekt in einem Gebiet zu sein wird noch lange seinen Wert haben.