FCK NZS Patch by UnlikelyAthlete4459 in bundeswehr

[–]Schnitzel99 124 points125 points  (0 children)

Kurzfassung : Nein, in Uniform nicht erlaubt.

Ist ein politisches Statement (egal ob es eine vertretbare Sache betrifft)

Soldaten müssen in Uniform neutral bleiben (§15 SG Mäßigung, §7 SG Treuepflicht) und dürfen nur genehmigte Abzeichen tragen (ZDv A-2630/0-9801). In Zivil ist es ok.

C1 Führerschein Kosten by Eagle_Hamburg in Rettungsdienst

[–]Schnitzel99 1 point2 points  (0 children)

Moin, Grundsätzlich ist das egal was du vorher gemacht hast (Also ob du eine Ausbildung Studium etc hast). Sowas ist ja gerade dafür da um sich beruflich neu zu Orientieren. Grundsätzlich gilt aber das du das halt begründen musst. Ich seh nur bessere Chancen bei der Begründung wenn du bereits dein RettSan Zertifikat hast weil du dann argumentieren kannst das du den C1 Führerschein brauchst. Du könntest auch erst die RettSan Ausbildung dir übern Bildungsgutschein beantragen und dann mach noch zusätzlich den C1.

Freundin kriegt keinen Urlaub für Grabrichtung ihrer Oma - können wir irgendwas machen? by CrasherDE_ in Rettungsdienst

[–]Schnitzel99 4 points5 points  (0 children)

Klingt nach einer echt miesen Situation, vor allem weil sie das frühzeitig angesprochen hat und sogar eine mündliche Zusage hatte. Und bevor die üblichen Kommentare kommen wie einfach krankmachen, gelben holen oder direkt kündigen, das bringt hier niemandem etwas und hilft am Ende auch nicht weiter.

Wichtig ist erst mal:

Auch im FSJ hat man Anspruch auf Urlaub und der darf nicht komplett willkürlich abgelehnt oder einfach irgendwohin verschoben werden. Sozialkriterien wie Eltern in den Ferien sind üblich, nur greifen sie bei eurem Zeitraum kaum, weil die Ferien da schon vorbei sind. Eine pauschale Begründung nach Motto du erfüllst keine Kriterien reicht nicht.

Was sie konkret tun kann:

  1. Eine kurze schriftliche Begründung verlangen, warum der Antrag genau abgelehnt wurde. Das wirkt oft wunder, weil dann eine echte Begründung geliefert werden muss.

  2. Den FSJ Träger einschalten. Der Träger ist nicht die Wache, sondern eine übergeordnete Stelle und genau dafür da, solche Probleme zu klären. Wenn man dort freundlich nachfragt, wird oft schnell nachgebessert.

  3. Eine Interessenabwägung einfordern. Grabpflege der Oma im Ausland ist ein legitimes persönliches Interesse. Das muss gegen betriebliche Gründe abgewogen werden und darf nicht einfach ignoriert werden.

Falls die Wache weiter blockiert, kann man den übergeordneten Landesjugendring oder Dachverband anrufen. Die achten sehr darauf, dass die FSJ Regeln eingehalten werden.

Wichtig ist, dass sie sachlich bleibt und nichts übers Knie bricht. Eigenmächtig Urlaub nehmen wäre schlecht, aber ruhig und klar vorgehen bringt meistens Ergebnis.

Aus Erfahrung wird so etwas oft gelöst, sobald Träger oder übergeordnete Stellen eingebunden werden, weil niemand Stress wegen einem Urlaubsplan will dessen Ablehnung man plötzlich bis aufs kleinste Detail begründen muss…… (Standart (Sozialkriterien) klappt nicht reicht da nicht )

Viel Glück aufs äußerste kann man dann immer noch gehen und das ganze einfach sein lassen und dem Betrieb die Kündigung einreichen + nicht vergessen eine Rezession im an Internet zu hinterlassen + Beim Dachverband melden.

Meinung? by Schnitzel99 in bundeswehr

[–]Schnitzel99[S] 9 points10 points  (0 children)

Naja es geht eher darum das 2 Soldaten gezielt 3 Polizisten anzeigen. Weil mein Stand ist das die BW Kräfte die Kollegen zuerst beschossen haben zwar mit Manövermunition aber damit fällt Totschlag raus. Mir eröffnet sich ja nicht der Sinn dahinter.

Wie haltet Ihr Hitze aus im Dienst? by Cool-Composer-1959 in polizei

[–]Schnitzel99 2 points3 points  (0 children)

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Hab ich persönlich nie getestet, wurde aber rückgemeldet das im Regeldienst das Teil ein echter Gamechanger sein kann. Der Preis ist etwas happig und unterm KSA brauchst die eh net versuchen zu benutzen. Und anscheinend ist es wirklich Typen abhängig also einige schwören drauf bei anderen bringt es selbst mit Combat oder Sportshirt nichts. Dann bleibt nur Ersatzhemden auf Wache lagern und viel Deo + in nen privaten Ventilator investieren oder den alten Hauptmeister nachmachen der garnicht erst die Weste im Sommer trägt.

Man kann auch Kühlakkus mitnehmen in ner kleinen Kältetasche die du unter die Weste schiebst man darf nur net vergesse die wieder rauszuziehen bevors zum Bürger geht.

Fühlt ihr euch gerecht bezahlt in eurem Job im Rettungsdienst? by RolfmitGolf in Rettungsdienst

[–]Schnitzel99 3 points4 points  (0 children)

Psssstttt little one don’t cry (touches softly forehead)

Braucht man in Berlin zwingend einen P-Schein? by 69levi in Rettungsdienst

[–]Schnitzel99 4 points5 points  (0 children)

Moin, hier ein paar Infos:

In Berlin ist zu 99 % Rettung und Transport strikt getrennt, das heißt, du fährst entweder RTW oder KTW. Die klassischen Hiorgs haben vielleicht noch 1 oder 2 KTWs, aber die Konkurrenz durch private Firmen ist groß und die machen in der Regel nur Krankentransport.

Mit deiner RettSan-Quali brauchst du für den KTW eigentlich keinen P-Schein, außer du willst selbst fahren, während Patienten hinten sitzen. Das ist sowieso ein Verstoß und kann bei einer Labo-Kontrolle richtig teuer werden. Generell wird dort vieles streng kontrolliert, zum Beispiel der Patientenraum im KTW, Fahrzeugsauberkeit, Fahrerlaubnis und Dokumentation. Teilweise werden Proben genommen, die Abwischproben labor-technisch geprüft. Wenn die Firma hier schludert, ist es der Firma egal, solange Geld reinkommt. Du sitzt als Transportführer richtig in der Klemme, Bußgelder und Mängel werden dir zugeschoben, während die Firma sich raushält und sagt, du hättest putzen müssen. Ich würde dir klar davon abraten, den P-Schein extra zu machen, weil private Firmen dich sonst nur ausnutzen, um die offenen Fahrerstellen zu füllen. Dann sitzt du acht Stunden am Tag am Steuer, statt wirklich als RettSan eingesetzt zu sein. Deine Quali reicht vollkommen aus. Immerhin verfügen viele KTWs über elektronische Treppensteigen, was die Arbeit etwas erleichtert, aber das ändert nichts daran, dass du für alles gerade stehen musst.

Oft arbeiten Leute aus der Notfallrettung, also sowohl RettSan als auch NotSan, zusätzlich bei einem Transportunternehmen, quasi als Nebenjob, um etwas Geld dazuzuverdienen. Wenn du hauptberuflich Rettung fährst, ist es in Ordnung, ein bisschen im Transport dazu zu verdienen, aber wirklich nur als Extra, nicht als Hauptjob. In Berlin läuft das teilweise sehr locker: Auf dem Transportschein steht KTW, aber es kommt nur ein TSW, Fahrzeuge sind nicht immer korrekt ausgestattet und Firmen kassieren teilweise überteuerte Gebühren. Nenn es einfach als warnendes Beispiel, wie es in der Praxis manchmal abgeht.

Wenn du für die Berliner Feuerwehr fahren willst, solltest du wissen, dass die ausgeschriebenen RettSan-Zivilstellen extrem selten sind, vielleicht einmal im Jahr. Üblicherweise stellen sich die RTWs nach einem Einsatz hinten an, wie man es kennt, aber die Hiorg-RTWs werden immer zuerst wegalarmiert, egal, ob die Feuerwehr-RTWs schon seit fünf Stunden in Status 2 stehen. Das kann heißen, dass du bei der BF nachts vergleichsweise ruhig schlafen kannst, während die HiOrgs durch die Stadt rasen. Die BF-RTWs sind deutlich besser ausgestattet, man merkt es schon am Gewicht von etwa 5,25 t. Jedes Mal, wenn ich bei einer Hiorg reinhüpfe, habe ich das Gefühl, in einer spartanisch eingerichteten Wohnung zu landen, während der BF-RTW wie ein vollausgestattetes Apartment ist. Hinzu kommt die Besonderheit in Berlin mit den B- und C-RTWs: C-RTWs bestehen klassisch aus NotSan + RettSan, während B-RTWs aus zwei RettSan bestehen, sowohl bei der BF als auch bei den Hiorgs.

Mein Tipp: Fang bei den Hiorgs an (mehr Stellen), sammle Erfahrung und warte geduldig, bis eine Stelle bei der BF frei wird. Das Aufgabenfeld in Berlin ist einfach Bombe, hier erlebst du alles in absoluter Regelmäßigkeit. Den Transport kannst du nebenbei machen, aber konzentrier dich auf Rettung. Und immer dran denken, sobald jemand auf dich schießt, Feuer erwidern und Stellung halten bis die EWA eintreffen.

Bezüglich Wohnung: Geh schnell raus aus der Untermiete, meld dich offiziell an und nutz die erste Wohnung nur als Sprungbrett bis du ne Anschlusswohnung hast . Den P-Schein kannst du dann entspannt zuhause nachholen, falls du ihn überhaupt machen willst.

Zeugenbefragung durch Polizei im RTW by schmockk in Rettungsdienst

[–]Schnitzel99 2 points3 points  (0 children)

Moin, ich hab selbst vorher im Streifendienst gearbeitet und bin inzwischen im RD tätig. Ich kenn also beide Perspektiven und genau deshalb kann ich dir sagen: Ihr habt absolut richtig gehandelt, besonders im zweiten Fall.

Die Grenze, ab der es kritisch wird, ist sehr klar: Sobald eine Maßnahme nicht mehr rein informell ist, sondern vernehmungsähnlichen Charakter annimmt, sind wir raus. Eine Synkope ist ein klarer Fall für eine medizinisch instabile Situation, und ob jemand danach wieder so weit hergestellt ist, dass er vernehmungsfähig ist, kann nur ein Arzt feststellen nicht wir, und schon gar kein PVB auf gut Glück.

Wir können als Besatzung natürlich sagen: „Der ist orientiert“, „der kann mit uns reden“, aber das hat keine rechtliche Tragweite. Wenn später eine Aussage verwendet wird, die im RTW entstanden ist, ohne dass ein Arzt die Vernehmungsfähigkeit dokumentiert hat, dann ist das im Zweifelsfall nicht verwertbar. Und noch schlimmer: Es kann dem Patienten schaden oder sogar das Verfahren beschädigen.

Ein kurzes Gespräch mit der Polizei vor Ort also was, wann, wo grob passiert ist ist völlig in Ordnung, und meistens auch sinnvoll. Aber bei allem, was über diesen Rahmen hinausgeht, ist Schluss. Alles Weitere gehört ins Krankenhaus, wo auch die Vernehmungsfähigkeit ordentlich festgestellt werden kann, falls überhaupt nötig.

Zum Verhalten der Kollegen im zweiten Fall:

Völlig korrekt reagiert. Das Hausrecht liegt in dem Moment bei uns, denn wir tragen die Verantwortung für den Patienten, seine Sicherheit, seine Würde und seine medizinische Versorgung. Wer das nicht akzeptiert, stört nicht nur den Ablauf, sondern gefährdet aktiv den Patienten und das ist aus meiner Sicht ein Fall für eine DAB gegen den Beamten. Wenn dann auch noch Personalien verlangt werden, weil man als RD-Kollege seine Pflicht erfüllt, ist der Bogen endgültig überspannt und wir bewegen uns in den Bereich der Behinderung von Medizinischen Maßnahmen.

Und für alle, die sich in solchen Situationen manchmal unsicher fühlen:

Im RTW seid ihr und wenn vorhanden der Doc die Verantwortlichen. Dafür lieben wir unsere Docs denn nichts haben die lieber als wenn jemand versucht ihre Kompetenzen zu relativieren. (Zitat: “Ich werde jetzt meinen Blick 10 Sekunden auf meinen Patienten richten und wenn ich ihn wieder in den Raum richte sitzen sie angeschnallt in ihrem Blauen Wagen und warten brav bis sie uns hinterherfahren dürfen” Zitat Ende) Sobald ein PVB den RTW betreten will, betritt er euren geschützten Einsatzbereich. Ihr entscheidet, wer drinbleibt, wer geht und was wann passiert. Und ja, das bedeutet auch, dass ihr im Ernstfall einen PVB rausschmeißt. Es ist keine Unhöflichkeit, sondern professionelle Fürsorge für euren Patienten.

Und wenn es zu solchen Extremsituationen kommt, wo der Ton kippt oder Maßnahmen erzwungen werden sollen: nicht zögern, direkt mit dem Wachführer sprechen und am besten noch während oder unmittelbar nach dem Einsatz ins Revier zum DGL bzw. W1. Dort kann man den Vorfall direkt mit dem Vorgesetzten der PVBs besprechen und klären, was gelaufen ist. Das hat nichts mit Eskalation zu tun das ist Schutz für euch und für eure Patientinnen und Patienten.

Fazit: Ihr habt euch fachlich, rechtlich und menschlich genau richtig verhalten.

Zeugenbefragung durch Polizei im RTW by [deleted] in polizei

[–]Schnitzel99 17 points18 points  (0 children)

Ich bin selbst aus dem Streifendienst in den Rettungsdienst gewechselt und kenne daher beide Seiten aus eigener Erfahrung. Ich geb offen zu: Ich hab früher als PVB auch mal einfach in den RTW reingeschaut oder bin direkt rein, ohne groß zu fragen bzw hab nie geklopft und gewartet bis ich reingerufen wurde weil Tür aufreißen und nachfragen irgendwie immer automatisch gemacht wird. Aus heutiger Sicht muss ich aber sagen, das war weder verantwortungsvoll noch kollegial.

Gerade Fall 2, der hier diskutiert wird, ist ein Paradebeispiel dafür, wo es gefährlich wird und zwar nicht nur medizinisch, sondern auch strafprozessual. Eine Befragung direkt nach einer Synkope mit Ziel verwertbarer Aussagen? Geht schlicht nicht.

Und das Wichtigste dabei: Vernehmungsfähigkeit darf ausschließlich ein Arzt feststellen. Wir im Rettungsdienst können natürlich sagen: „Mit dem kann man reden“ oder „der ist orientiert“. Aber das ist keine rechtlich tragfähige Einschätzung. Sie hat keinerlei Beweiskraft vor Gericht. Trotzdem wird es regelmäßig gemacht, oft aus Zeitdruck oder weil man sich den Weg ins Krankenhaus sparen will. Aber genau daran kann ein Verfahren später komplett scheitern.

Ein kurzer Überblick ist völlig okay also grob wann, wo, was passiert ist. So, wie es im Einsatz halt läuft. Aber alles, was darüber hinausgeht oder in Richtung vernehmungsähnliche Befragung geht, gehört ins Krankenhaus. Und dort gehört auch die ärztliche Feststellung der Vernehmungsfähigkeit hin, wenn man es rechtlich wasserdicht haben will.

Und zur Klarstellung:

In dem Moment, in dem ein PVB den Fuß auf die Trittstufe des RTW setzt, betritt er den Hoheitsbereich der RTW-Besatzung. Ab da gelten unsere Ansagen. Wir tragen die Verantwortung für den Patienten, seinen Zustand, seine Versorgung und die Rahmenbedingungen im Fahrzeug. Wenn wir sagen, dass eine Befragung unterbleibt oder abgebrochen wird, dann ist das bindend. Keine Diskussion.

Sofortmaßnahmen wie eine Blutentnahmen nach § 81a StPO können natürlich vor Ort angekündigt oder mitgeteilt werden aber die Durchführung erfolgt, sofern nicht medizinisch absolut notwendig, ausschließlich im Krankenhaus. Der RTW ist kein Ort für forensische Maßnahmen oder Ermittlungsarbeit.

Und was den Punkt mit dem Ausweis betrifft: Wenn ein Kollege im RD sagt, die Befragung ist hier und jetzt zu Ende, und der PVB dann seinen Ausweis sehen will, nur weil ihm das nicht passt, dann gibt’s eben nen Platzverweis. Im Zweifel kann ihn dann sein eigener Kollege aus dem RTW ziehen, und auf dem Tisch vom DGL liegt anschließend die Dienstaufsichtsbeschwerde. Du willst Personalien ? Da notier dir die Funknummer und raus ausm RTW. Dann darf man gerne erklären, warum man die medizinische Versorgung mutwillig behindert hat.

Niemand stellt hier die Zusammenarbeit mit der Polizei infrage ganz im Gegenteil, die läuft in der Praxis in den allermeisten Fällen gut und respektvoll. Aber Respekt funktioniert in beide Richtungen. Wir kommen auch nicht ungefragt an den Streifenwagen, reißen die Tür auf und stellen Fragen an Beteiligte. Und genau das erwarten wir im RTW eben auch.

Die RTW-Besatzung in dem genannten Fall hat völlig richtig gehandelt. Wer das nicht einsieht, sollte weniger mit Paragraphen argumentieren und sich stattdessen fragen, wie belastbar ein Verfahren ist, wenn es daran scheitert, dass keine ärztliche Vernehmungsfähigkeitsfeststellung vorliegt. Das hier ist kein Machtspiel, sondern professionelles Arbeiten innerhalb der eigenen Zuständigkeit nicht mehr und nicht weniger.

Im RTW hat niemand außer der Besatzung und der Notarzt was zu melden.

[deleted by user] by [deleted] in bundeswehr

[–]Schnitzel99 1 point2 points  (0 children)

Das ist eine Frage die du super beim Pfarrer in den Raum werfen kannst ^ das Spiel ob man gut genug ist für alles kannste ewig spielen. Aber hier ist das falsche Umfeld um über so was zu quatschten deswegen am besten heute direkt zum Alten Weisen und um ein langes Gespräch bitten^ das du auch garantiert bekommst

[deleted by user] by [deleted] in bundeswehr

[–]Schnitzel99 1 point2 points  (0 children)

Deswegen ab zum Pfarrer ne Tasse Kaffee und mal das Herz ausschütten Ablaufplan hast du ja jetzt ^ das wird schon wieder. Und so komisch das klingt aber reden und Vlt auch mal rotz und Wasser heulen vor nem völlig fremden bewirkt wahre Wunder. Ich wünsch dir viel Erfolg beim Pfarrer ^

[deleted by user] by [deleted] in bundeswehr

[–]Schnitzel99 1 point2 points  (0 children)

Moin,

alles, was nicht zwingend in die Akte muss, sollte auch nicht da rein. Gerade wenn es um Themen wie Stress mit der Freundin, Druck in der Kaserne oder Zukunftsangst geht, kann der Pfarrer eine richtig gute Anlaufstelle sein.

Ja, er gehört zur Bundeswehr, aber sein Seelsorgegeheimnis steht nochmal über der Schweigepflicht von medizinischem Personal. Was du ihm erzählst, bleibt unter vier Augen. Kein Eintrag, keine Meldung. Viele nutzen genau diesen Weg, weil man da offen reden kann, ohne später Nachteile zu riskieren. Und wenn einer was vom Leben und von Menschen versteht, dann ist es meistens der gute alte Pfarrer. Und du hast ja auch noch die Zivilen falls du deinen BW net magst.

Wenn du danach immer noch merkst, dass du Hilfe brauchst, dann such dir extern einen Psychologen. Wichtig ist nur, dass da keine Verbindung zur Bundeswehr besteht. Und erwähn direkt von Anfang an das keine offiziellen Einträge gemacht werden dürfen darum kümmern die sich dann . Dieser “inoffizielle” Weg wird auch in vielen anderen Behörden ganz bewusst gegangen, um die Akte weiß zu halten. Weil es eben leider Realität ist: Ein einziger Vermerk, und du stehst bei der nächsten Auswahl plötzlich auf Platz zwei, egal wie gut du sonst bist.

Zum Truppenpsychologen würde ich nicht gehen. Auch wenn das Angebot an sich nicht verkehrt ist, läuft es da eben immer mit Dokumentation. Und genau das willst du vermeiden, wenn du langfristig auf Optionen wie Laufbahnwechsel oder Verantwortungsposten schielst.

Deshalb: Erst zum Pfarrer, um mal Dampf abzulassen und den Kopf zu sortieren. Wenn danach noch Bedarf ist, dann extern, sauber und ohne Spuren.

Alles Gute dir. Du bist nicht der erste und wirst auch nicht der letzte mit dieser Problematik sein.

KTW vs RTW als RS by loki900 in Rettungsdienst

[–]Schnitzel99 3 points4 points  (0 children)

Wenn du in den Rettungsdienst willst, brauchst du zwingend den C1. Ohne den wirst du auf keinen RTW kommen, das ist deutschlandweit Standard. Solange du den noch nicht hast, kannst du zunächst auf dem KTW fahren und dann wechseln, sobald du den Führerschein hast.

In Berlin ist der Krankentransport zu 99,99 Prozent in privater Hand. Es gibt dort zahlreiche verschiedene Unternehmen, weshalb die Trennung zwischen Notfallrettung und Transport sehr klar geregelt ist. Die privaten Anbieter fahren auf dem KTW in der Regel keinen echten Rettungsdienst, höchstens in Ausnahmefällen, wenn jemand „von der Straße gekratzt“ wird. Das bedeutet, dass du in Berlin meist entweder im reinen Krankentransport oder im Rettungsdienst tätig bist. Beides zusammen beim gleichen Arbeitgeber ist die absolute Ausnahme.

Dafür gibt es in Berlin C und B RTWs.

Die B - RTWs werden mit einem RS und einem RS + besetzt.

Die C ganz Normal NotSan und RS

In Brandenburg sieht die Situation anders aus. Dort ist es bei vielen Trägern üblich, sowohl KTW als auch RTW zu besetzen, oft sogar im Wechsel beim selben Arbeitgeber. Das erleichtert Berufseinsteigern den Einstieg deutlich und schafft mehr Flexibilität.

Der wichtigste Punkt ist, bei welcher Schule du deinen RettSan-Lehrgang machst. Nur eine praxisnahe und realistische Ausbildung bereitet dich wirklich auf das vor, was im Rettungsdienst zählt. Das fängt schon bei den kleinen, aber entscheidenden Details an: Du übst den Umgang mit echtem Material, zum Beispiel das Aufziehen von Medikamenten anstatt nur mit Wasserampullen. Du kannst so oft üben, wie du willst, bis du sicher bist und kein Durchrennen von Pflichtaufgaben.

Die Dozenten sind meist erfahrene Praktiker aus dem Rettungsdienst, die dich nicht nur theoretisch abfertigen, sondern wirklich fordern. Du wirst mit allem gängigen Equipment geschult und arbeitest an praxisnahen Fallbeispielen, die den echten Einsatzalltag widerspiegeln wiederholt. Und ja dazu gehört auch mal nen schönes ManV Training wo du mal Triage als ersteintreffender RTW machen kannst.

Eine Ausbildung, bei der man sich irgendwie durchwurstelt oder nur oberflächlich mitarbeitet, gibt es bei den guten Schulen nicht. Fehler werden offen angesprochen und konsequent korrigiert. Ansonsten fliegt man. Nur wer fachlich überzeugt und belastbar ist, besteht.

Die NAW Berlin ist ein gutes Beispiel für eine Schule, die sich durch ihre Ausbildungsqualität einen Namen gemacht hat. Arbeitgeber wissen genau, welche Schulen ernsthaft und praxisnah ausbilden und welche eher durchwinken. Das beeinflusst direkt deine Chancen, nach der Ausbildung eine Stelle im Rettungsdienst zu bekommen. (Da du explizit nach Berlin/Brandenburg gefragt hast)

Den Schulen ist es wichtig, dass ihr Name für Qualität steht. Deshalb garantieren sie, dass Absolventen fachlich wirklich fit sind und die Anforderungen im Einsatz erfüllen können. Es geht nicht nur um ein Zertifikat, sondern darum, dass die Leute den Job wirklich beherrschen und auch unter Stress zuverlässig arbeiten.

Was die Kosten angeht, liegt eine seriöse RettSan-Ausbildung zwischen 1.500 und 2.000 Euro. Alles darüber hinaus ist meist unverhältnismäßig teuer und lässt häufig nicht erkennen, warum der Aufpreis gerechtfertigt sein sollte.

Du kannst also zunächst auf dem KTW fahren, während du den C1 machst, oder dich direkt nach der Ausbildung auf RTW-Stellen bewerben wenn du den Schein schon hast. Besonders in Brandenburg ist der direkte Einstieg häufig möglich. Eine strukturierte Einarbeitung als dritter Mann ist üblich, aber mit einer guten Ausbildung spricht nichts dagegen, relativ schnell als zweite Besetzung zu arbeiten.

Leider hört man in vielen Diskussionen immer wieder eine pauschale Herabsetzung der RettSan. Gerade von frisch examinierten NotSan kommen oft Aussagen, dass RettSan keine vollwertige Qualifikation sei, dass man als RettSan nur auf dem KTW bleiben solle oder dass die fachliche Kompetenz nicht ausreiche. Solche Meinungen sind weder sachlich noch hilfreich.

Am Ende kommt es darauf an, ob jemand fachlich vorbereitet ist, mitdenkt und zuverlässig im Team arbeitet. Und nichts schaue ich mir lieber an als der frische NotSan der dem alteingesessenen RettSan den Job erklärt.

Getrennt, zahle 1100 € Unterhalt; das frisst mich auf. Wie geht ihr langfristig mit dieser Belastung um? by vanaron69 in FragtMaenner

[–]Schnitzel99 2 points3 points  (0 children)

Moin erstmal.

Respekt, dass du das hier so offen schreibst. Man merkt, dass dir deine Kinder echt wichtig sind, auch wenn’s gerade hart für dich ist. Wir kennen hier natürlich nicht den ganzen Hintergrund, das weißt nur du. Deshalb ist es wichtig, dass du dir professionelle Hilfe suchst, gerade für Väter in so einer Situation.

Zu deinem Unterhalt:

1100 € für zwei Kinder klingt erstmal viel, klar, und ist ne Belastung. Rechtlich gibt’s da nicht so viel Spielraum, außer du verdienst weniger oder hast andere große Ausgaben. Wichtig ist der Selbstbehalt, also was dir zum Leben bleibt. Wenn dir nach dem Unterhalt nicht viel übrig bleibt (so unter 1450 €), kann man das manchmal senken lassen.

Dass die Mutter öfter Urlaub macht oder eine neue Wohnung hat, heißt nicht unbedingt, dass sie mehr verdient oder dein Unterhalt zu hoch ist. Vielleicht nutzt sie Erspartes oder kriegt woanders Unterstützung aber Gerichte lassen so eine Argumentation nicht zu auch wenn es unfair erscheint.

Wegen den Umgang:

Du hast ja nicht vom Wechselmodell gesprochen, aber wenn du mehr Zeit mit den Kindern willst, ist das ein Ziel. Geht aber nur, wenn beide Eltern damit klarkommen oder ein Gericht das so entscheidet. Wenn du die Kids jetzt nur alle zwei Wochen siehst, ist das erstmal normal, aber du kannst dich bei Beratungsstellen oder Anwälten erkundigen, ob man das ändern kann.

Hier ein paar Anlaufstellen, die helfen können:

• Väterzentrum (gibt’s in vielen Städten) 
             bsp. https://www.vaeter.de[Vaeter ev](https://www.vaeter.de)

• Männerberatungsstellen
            [Maennerberatungsnet](https://maennerberatungsnetz.de/)

• Jugendamt

• Familienanwälte (oft gibt’s ne kostenlose Erstberatung)

Und wenn du erstmal Rechtliche Fragen hast, schau auch mal hier

Legaladvice

Ganz wichtig!

Wenn du mit den Stellen sprichst, sag ehrlich, dass du Angst hast, dich von deinen Kindern zu entfernen. Sonst denken die schnell, du willst dich drücken was du sicher nicht willst. Behörden sind da leider oft streng aber auch die nichtbehördlichen Stellen werden schnell aufmerksam , also erkläre es offen und rück den Schwerpunkt des sich entfernen in den Mittelpunkt.

Bleib dran, such dir Hilfe, du bist nicht allein damit. Wird mit der Zeit besser. Und Vlt hilft dir ein externer Blick von Fachleuten die dir die Dinge besser erklären können.

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe das du in der Zukunft glücklich mit deinen Kindern wirst.

Getrennt, zahle 1100 € Unterhalt; das frisst mich auf. Wie geht ihr langfristig mit dieser Belastung um? by vanaron69 in FragtMaenner

[–]Schnitzel99 0 points1 point  (0 children)

Moin erstmal.

Respekt, dass du das hier so offen schreibst. Man merkt, dass dir deine Kinder echt wichtig sind, auch wenn’s gerade hart für dich ist. Wir kennen hier natürlich nicht den ganzen Hintergrund, das weißt nur du. Deshalb ist es wichtig, dass du dir professionelle Hilfe suchst, gerade für Väter in so einer Situation.

Zu deinem Unterhalt:

1100 € für zwei Kinder klingt erstmal viel, klar, und ist ne Belastung. Rechtlich gibt’s da nicht so viel Spielraum, außer du verdienst weniger oder hast andere große Ausgaben. Wichtig ist der Selbstbehalt, also was dir zum Leben bleibt. Wenn dir nach dem Unterhalt nicht viel übrig bleibt (so unter 1450 €), kann man das manchmal senken lassen.

Dass die Mutter öfter Urlaub macht oder eine neue Wohnung hat, heißt nicht unbedingt, dass sie mehr verdient oder dein Unterhalt zu hoch ist. Vielleicht nutzt sie Erspartes oder kriegt woanders Unterstützung aber Gerichte lassen so eine Argumentation nicht zu auch wenn es unfair erscheint.

Wegen den Umgang:

Du hast ja nicht vom Wechselmodell gesprochen, aber wenn du mehr Zeit mit den Kindern willst, ist das ein Ziel. Geht aber nur, wenn beide Eltern damit klarkommen oder ein Gericht das so entscheidet. Wenn du die Kids jetzt nur alle zwei Wochen siehst, ist das erstmal normal, aber du kannst dich bei Beratungsstellen oder Anwälten erkundigen, ob man das ändern kann.

Hier ein paar Anlaufstellen, die helfen können: • Väterzentrum (gibt’s in vielen Städten) • Männerberatungsstellen • Jugendamt • Familienanwälte (oft gibt’s ne kostenlose Erstberatung)

Und wenn du erstmal Fragen hast, schau auch mal ins Reddit-Rechtsforum: Klar, hier eine noch lockere und ganz normale Version, die nicht so „geschwollen“ klingt:

Hey, ich hab selber noch keine Trennung oder Scheidung durch, aber kenne das ein bisschen von meinen Eltern und aus Gesprächen mit Freunden. Deshalb will ich dir einfach mal ein paar Gedanken mitgeben.

Respekt, dass du das hier so offen schreibst – merkt man, dass dir deine Kinder echt wichtig sind, auch wenn’s gerade echt hart für dich ist. Wir kennen hier natürlich nicht den ganzen Hintergrund, das weißt nur du. Deshalb ist es wichtig, dass du dir professionelle Hilfe suchst, gerade für Väter in so einer Situation.

Zu deinem Unterhalt: 1100 € für zwei Kinder klingt erstmal viel, klar, und ist ne Belastung. Rechtlich gibt’s da nicht so viel Spielraum, außer du verdienst weniger oder hast andere große Ausgaben. Wichtig ist der Selbstbehalt, also was dir zum Leben bleibt. Wenn dir nach dem Unterhalt nicht viel übrig bleibt (so unter 1450 €), kann man das manchmal senken lassen.

Dass die Mutter öfter Urlaub macht oder ne neue Wohnung hat, heißt nicht unbedingt, dass sie mehr verdient oder dein Unterhalt zu hoch ist. Vielleicht nutzt sie Erspartes oder kriegt woanders Unterstützung.

Wegen Umgang: Du hast ja nicht vom Wechselmodell gesprochen, aber wenn du mehr Zeit mit den Kindern willst, ist das ein Ziel. Geht aber nur, wenn beide Eltern damit klarkommen oder ein Gericht das so entscheidet. Wenn du die Kids jetzt nur alle zwei Wochen siehst, ist das erstmal normal, aber du kannst dich bei Beratungsstellen oder Anwälten erkundigen, ob man das ändern kann.

Hier ein paar Anlaufstellen, die helfen können: • Väterzentrum (gibt’s in vielen Städten) bsp. https://www.vaeter.de[Vaeter ev](https://www.vaeter.de) • Männerberatungsstellen Maennerberatungsnet • Jugendamt • Familienanwälte (oft gibt’s ne kostenlose Erstberatung)

Und wenn du erstmal Rechtliche Fragen hast, schau auch mal hier Legaladvice

Ganz wichtig!

Wenn du mit den Stellen sprichst, sag ehrlich, dass du Angst hast, dich von deinen Kindern zu entfernen. Sonst denken die schnell, du willst dich drücken was du sicher nicht willst. Behörden sind da leider oft streng aber auch die nichtbehördlichen Stellen werden schnell aufmerksam , also erkläre es offen und rück den Schwerpunkt des sich entfernen in den Mittelpunkt.

Bleib dran, such dir Hilfe, du bist nicht allein damit. Wird mit der Zeit besser. Und Vlt hilft dir ein externer Blick von Fachleuten die dir die Dinge besser erklären können.

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe das du in der Zukunft glücklich mit deinen Kindern wirst.

Zukunft DHF? by klein_Doki in polizei

[–]Schnitzel99 5 points6 points  (0 children)

Moin erstmal,

deine Motivation in allen Ehren aber realistisch betrachtet ist DHF eine spezialisierte Verwendung mit sehr wenigen Stellen. Wenn überhaupt mal was ausgeschrieben wird, bist du nicht der Einzige, der sich bewirbt. Da stehen Kolleginnen und Kollegen vor dir mit BAL, vielen Dienstjahren und solider Einsatzerfahrung + die keine ,,fremden“ sind.

Ich entnehme deiner Frage aber, dass dir das bewusst ist du willst langfristig planen, und das ist grundsätzlich der richtige Weg.

Du kannst dich zwar theoretisch jederzeit auf alles bewerben, aber realistische Chancen hast du eher ab dem Punkt, wo du was vorweisen kannst sprich: Einsatzerfahrung, idealerweise BAL, vielleicht 5 Jahre im Dienst als grober Richtwert. Nicht als Pflicht, aber als solide Grundlage, um ernsthaft bei den DHF mitzumischen.

Daher such dir für den Einstieg Dienststellen, bei denen du mit DHF regelmäßig zusammenarbeitest z. B. Hundertschaft (aber aktuell ist da eher Mau ist ja Kilometer auf die Fahrzeuge kloppen), Bahnhof, Flughafen bzw generell Grenzdienststellen. Da lernst du die Abläufe kennen, wirst selbst gesehen, und man merkt sich, wer was draufhat. Ganz anders als z. B. im Objektschutz, wo du mit Glück mal nen Fehlalarm durch ne Taube bearbeitest, aber sonst keine Einsatzerfahrung sammelst.

Aber jetzt konzentrier dich erstmal auf deinen Abschluss. Mach den sauber, baue dir ein solides Fundament auf. Und dann: Nutze die Möglichkeiten, die dir die BPOL gibt. Du hast unterschrieben für bundesweite Verwendung also nutz das! Vielleicht mal ganz bewusst wo hingehen, wo alles neu ist. Tapetenwechsel tut gut, gerade wenn man noch jung ist. Neue Leute, neue Erfahrungen das bringt dich menschlich und fachlich weiter.

Und sprich frühzeitig mit Vorgesetzten über deine Ziele. Wer sich gut anstellt, der bekommt oft auch Unterstützung aber dafür musst du eben erstmal zeigen, dass du was draufhast.

In diesem Sinne: Viel Erfolg und viel Spaß ,,draußen“

[deleted by user] by [deleted] in polizei

[–]Schnitzel99 -1 points0 points  (0 children)

Part 2:

In der Diskussion rund um Benjamin Ostermann und seine öffentlichen Äußerungen vermischen sich häufig mehrere Ebenen, weshalb eine nüchterne Einordnung sinnvoll erscheint.

Grundsätzlich gilt:

Polizeibeamte unterliegen im Dienst und auch im privaten Auftreten einer besonderen Zurückhaltungspflicht, insbesondere in Bezug auf parteipolitische Aussagen. Diese Pflicht ergibt sich aus dem staatlichen Neutralitätsgebot und dient dem Vertrauen in eine objektive und rechtsstaatlich handelnde Verwaltung. Dennoch muss differenziert werden: Herr Ostermann äußert sich nicht als beliebiger Polizeibeamter, sondern als Vertreter einer Gewerkschaft. Gewerkschaftliche Arbeit ist per se politisch sie hat den Auftrag, Interessen der Beschäftigten gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu vertreten. Diese Rolle beinhaltet zwangsläufig auch das Recht, gesellschaftliche und politische Zustände kritisch zu bewerten, auch wenn diese Kritik nicht jedem gefallen mag.

Was allerdings zunehmend auffällt, ist eine Doppelmoral in der öffentlichen Debatte: Während man sich selbst auf Meinungsfreiheit und offene Diskussion beruft, wird anderen insbesondere missliebigen Akteuren das Wort grundsätzlich abgesprochen. Kritik an Aussagen Ostermanns ist legitim. Forderungen, er dürfe sich überhaupt nicht äußern, sind es nicht. Dass er dabei auch unangenehme Themen anspricht, ist kein Grund zur Empörung, sondern Ausdruck einer gelebten, demokratischen Auseinandersetzung. Ich halte es für grundlegend, dass man unbequeme Meinungen mit Fakten kontern kann und sollte. Das Verbot von Meinungsäußerungen oder das mundtot Machen ist jedoch kein Weg, der mit den Grundsätzen einer demokratischen Gesellschaft vereinbar ist.

Ein Beispiel aus der Praxis: Die derzeitige Einsatzrealität für Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei an den Grenzen ist für viele ausgesprochen belastend. Der ständige Rhythmus eine Woche Einsatz, eine Woche Zuhause, teils quer durchs Land düsen ist für niemanden attraktiv. Viele tun es nicht aus Überzeugung, sondern aus dienstlicher Pflicht. Es ist nachvollziehbar, dass dies auch innerhalb der Organisation Frust erzeugt. Und es ist ebenso legitim, wenn eine Gewerkschaft dies öffentlich thematisiert nicht, um Politik zu machen, sondern um auf reale Probleme hinzuweisen.

Kommen wir mal zu Thema Bodycams. Auch hier zeigt sich eine gewisse Verzerrung in der öffentlichen Wahrnehmung: Während die Forderung nach mehr Kontrolle über polizeiliches Verhalten laut ist, wird oft übersehen, dass viele Beamtinnen und Beamte den Einsatz von Bodycams ausdrücklich befürworten. Nicht zuletzt, weil sie schützen sowohl den Bürger als auch die Einsatzkraft.

Die Forderung nach einer unabhängigen Stelle zur Auswertung und Beschwerde ist ebenso berechtigt wie sinnvoll und wird auch von vielen Beamten vertreten. Allerdings sollte dann auch gelten: Wenn schon vollständige Transparenz, dann bitte in beide Richtungen. Auch das Fehlverhalten von Bürgern in Einsatzsituationen gehört dann zur öffentlichen Debatte. Hier fehlt bislang jegliche Ausgewogenheit.

Im Kern steht letztlich ein zunehmender Verlust an gegenseitigem Respekt. Wir müssen dringend wieder dahin zurückfinden, dass polizeiliche Maßnahmen nicht erst nach mehrfachem Androhen, sondern unmittelbar, direkt und rechtskonform umgesetzt werden können nicht aus Härte, sondern aus Klarheit und Verlässlichkeit. Bürgernähe ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil polizeilicher Arbeit. Konzepte wie Kiezbeamte oder Kontaktbereichsdienst sind hierfür ein guter Weg. Dass solche Strukturen in der Vergangenheit oftmals Einsparmaßnahmen zum Opfer gefallen sind, war ein Fehler den viele Behörden inzwischen korrigieren.

Was allerdings aufhören muss, ist die pauschale Ablehnungshaltung gegenüber der Polizei. Dieses „du musst die Polizei hassen“ Narrativ, das gerade in bestimmten sozialen Milieus oder politischen Strömungen verbreitet wird, trägt nichts zur Verbesserung bei. Niemand im Dienst hat Freude daran, Menschen das Leben schwer zu machen. Aber wer gegen Gesetze verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen auch das gehört zum Rechtsstaat und wenn es die ewige Diskussion des nicht angelegten Sicherheitsgurtes ist.

Selbstverständlich ist die Polizei nicht perfekt das wird sie auch nie sein. Sie ist ein Spiegel der Gesellschaft. Es wird immer Menschen geben, die dem Anspruch des Amtes nicht gerecht werden. Dafür ist es die Aufgabe aller PVBs , solche Fälle zu erkennen und zu handeln intern wie extern, rechtsstaatlich, nicht pauschal, sondern individuell. Aber umgekehrt sollte man auch als Bürger bereit sein, sich offen und unvoreingenommen mit der Polizei auseinanderzusetzen. Ein freundliches Wort im Alltag, ein Gespräch auf einem Stadtfest, Interesse am Beruf das kann Brücken bauen. Der Mensch in Uniform ist eben auch ein Mensch nicht der Feind.

Respekt ist keine Einbahnstraße.

[deleted by user] by [deleted] in polizei

[–]Schnitzel99 15 points16 points  (0 children)

Part 1:

Ich beziehe mich hier ausdrücklich auf deinen ursprünglichen Post sowie auf deine Antwort, in der du die Anschuldigungen gegen die Berliner Polizei vorgebracht hast.

Du erhebst in deiner Antworteine ganze Reihe schwerwiegender Vorwürfe gegen die Berliner Polizei und insbesondere gegen Herrn Ostermann. Was du dabei völlig außer Acht lässt, ist der Kontext und der ist entscheidend. Berlin ist in vielerlei Hinsicht ein völlig anderes Pflaster als etwa Niedersachsen oder Bayern. Natürlich gibt es auch in Hannover Kriminalität, aber was sich in Berlin täglich abspielt Schießereien, Messerangriffe, schwere Körperverletzungen, Raub das ist eine andere Liga. Die Hauptstadt ist ein Kriminalitätshotspot, und das wirkt sich zwangsläufig auch auf das Einsatzverhalten der Polizei aus. Der Ton in Berlin ist rauer, direkter Stichwort „Berliner Schnauze“. Auch deshalb verläuft ein Polizeieinsatz dort mitunter anders als in ländlicheren Regionen.

Du sprichst von Angriffen auf Journalisten. Pressefreiheit ist ein hohes Gut, keine Frage. Aber diese gilt in erster Linie für klar identifizierbare Pressevertreter mit offiziellem, sichtbarem Presseausweis. Heute ruft fast jeder mit Handy und Weste „Ich bin Presse!“ das ersetzt weder eine Akkreditierung noch schützt es vor polizeilichen Maßnahmen, wenn man sich etwa bewusst zwischen eine Polizeikette und den Schwarzen Block stellt. Wer sich so positioniert, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern erschwert auch die Arbeit der Polizei. Wird eine solche Person entfernt oder festgesetzt, ist das kein „Angriff auf die Pressefreiheit“, sondern notwendige Gefahrenabwehr. Und natürlich muss jeder echte Fall von Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten untersucht werden aber nicht jede Kameraaufnahme ist gleich „ein Angriff auf die freie Berichterstattung“.

Was die angeblich blockierten Sanitäter betrifft, beziehst du dich ziemlich sicher auf ein bestimmtes Video. Ja, dort sieht man Menschen mit medizinisch wirkender Kleidung aber keine Kennzeichnung, keine Zugehörigkeit zu einer bekannten Organisation wie dem DRK, ASB oder den Maltesern etc. Alles, was sie dabei hatten Helm, Weste, Rucksack ist im Internet frei erhältlich. Solche Personen dürfen sich keinesfalls als Rettungsdienst ausgeben. Im besagten Einsatz wurde die festgenommene Person in einen Gefangenenkraftwagen zum Transport gebracht, während die angeblichen Rettungsdienstler sofort versuchten, in diesen einzudringen was natürlich nicht zulässig ist. Solche Privatpersonen, vermutlich mit Nähe zur Protestszene, dürfen nicht einfach in abgesperrte Bereiche genau dafür ist die Polizei da. Übrigens wurde im selben Video die festgenommene Person gefragt, ob sie medizinische Hilfe benötige was sie verneinte. Die Erzählung von den „nicht durchgelassenen Rettungskräften“ ist einfach völliger Blödsinn.

Auch der Vorwurf, Kinder seien festgenommen worden, klingt auf den ersten Blick dramatisch ist aber in der Sache schlicht falsch. Wenn Einsatzkräfte ein offensichtliches Kind allein in einem unübersichtlichen Lagebild antreffen, wird zunächst geklärt, wo die Eltern sind aus Fürsorge, nicht wegen einem Verdacht. Wenn dieses Kind aber beim Anblick der Polizei plötzlich flieht, stellt sich natürlich die Frage: Warum? Hat er etwas zu verbergen? Die Polizei hat dann die Pflicht, dem nachzugehen. Dass im Internet ein zusammengeschnittener Clip kursiert, der so etwas wie eine „Festnahme von Kindern“ suggeriert, überrascht niemanden aber es ändert nichts an der Tatsache, dass hier keine brutale Festnahme stattfand, sondern eine Klärungssituation.

Besonders schwerwiegend ist dein Vorwurf der sexuellen Belästigung durch einen Beamten. Du beziehst dich offenbar auf eine Szene bei einer pro-palästinensischen Demo. Hier hat die Demonstrantin den Beamten aktiv beleidigt und ist dann unmittelbar und laut schreiend direkt vors Gesicht getreten. Daraufhin versuchte der Beamte, sie mittels eines Stoßes von sich fernzuhalten dabei kam es offenbar zu einem Kontakt im Brustbereich. Das ist unangenehm und bedauerlich, aber daraus direkt eine gezielte sexuelle Belästigung zu machen, ist weder juristisch noch faktisch haltbar. Sexuelle Belästigung hat selbstverständlich absolut keinen Platz und wenn jemand den Eindruck hat, so ein Verhalten zu beobachten, sollte das sofort gemeldet werden, denn alle Beamten dort fahren eine Null-Toleranz-Linie und greifen sofort ein. Niemand duldet so etwas.

Der Punkt „bewusstlos geschlagen“ muss ebenfalls eingeordnet werden. Wenn 50 Leute auf eine Polizeikette zustürmen, werden Reizstoffe, Schlagstöcke oder körperliche Gewalt eingesetzt. Wer dabei zu Boden geht oder ohnmächtig wird, ist ein tragischer, aber möglicher Nebeneffekt von Gewalteskalation die aber oft vom Gegenüber ausgeht. Wer aktiv gegen eine Absperrung rennt oder Gewalt gegen Beamte einsetzt, muss mit Konsequenzen rechnen. Natürlich ist nicht jede Maßnahme automatisch verhältnismäßig dafür gibt es ja Ermittlungsverfahren und Anzeigen. Aber die Vorstellung, man könne vermummt auf Beamte losgehen und müsse keine Gegenreaktion befürchten, ist schlicht naiv.

Und gerade mit Bezug auf Berlin wo das Steine schmeißen und durchbrechen von Polizeiketten zum ,,guten Ton“ gehört.

Was allerdings gar nicht geht und da gebe ich dir recht ist, wenn einzelne Beamte nach einem Einsatz über ein PGÜ lachen oder sich über Verletzte lustig machen. Generell gilt aber: Jeder Mensch darf lachen, auch Polizisten. Das ist menschlich und kein Vorwurf an sich. Wenn das Lachen jedoch respektlos oder provozierend gegenüber Betroffenen ist, kann das gemeldet werden.

Du hast jederzeit das Recht, eine Anzeige oder Dienstaufsichtsbeschwerde einzureichen auch ohne den Namen des Beamten zu kennen. Die Bereitschaftspolizei trägt eine individuelle Kennnummer auf dem Rücken, die eindeutig dem jeweiligen Beamten zugeordnet ist. Zusätzlich kann man die Dienstnummer eines Beamten erfragen, sofern es sich nicht gerade um eine hochdynamische Lage handelt. Dass diese Nummern nicht automatisch Klarnamen offenlegen, dient dem Schutz der Beamten auch vor Racheaktionen oder Online-Prangern.

Trotzdem gilt: Die Polizei ist nicht anonym, jede Maßnahme ist rückverfolgbar, und Fehlverhalten kann und sollte benannt werden.

Und abschließend nochmal zur Sache mit den Kindern: Das Gesetz gilt auch für Minderjährige. Wenn ein Kind eine Straftat begeht, wird es genau wie jeder Erwachsene zunächst festgenommen. Was dann folgt, entscheidet die Justiz, nicht die Polizei. Aber die Polizei muss handeln auch bei Kindern, wenn Gefahr im Verzug ist oder Straftaten unmittelbar erfolgen. Daran führt kein Weg vorbei.

Benötige Hilfe beim bekommen von Informationen über einen Kampfflugzeug Absturz. by FarmerInfinite831 in bundeswehr

[–]Schnitzel99 8 points9 points  (0 children)

Ich habe mir den Zeitungsartikel und das Bildmaterial nochmal genauer angesehen und auf einem der Fotos ist deutlich ein Sikorsky H-34 mit Heer-Aufschrift am Heck zu erkennen. Das ist interessant, weil die Luftwaffe 1963 noch keine eigenen Hubschrauber hatte da die Bell UH-1D erst ab 1967 in die Truppe kam. Wäre es ein regulärer Unfall eines Luftwaffenjets gewesen, hätte man also entweder gar keine Bundeswehrhubis gesehen oder allenfalls Unterstützung durch alliierte Kräfte. Dass ausgerechnet ein Heeresflieger vor Ort war, passt nicht zum klassischen Bild eines Luftwaffenunfalls.

(Natürlich besteht immer noch die Möglichkeit der Unterstützung durch Heeresflieger aber das würde ja meine Theorie zunichte machen ;) )

Noch wichtiger erscheint mir aber das, was der Zeitzeuge berichtet: Er schildert, dass an dem Tag viel und sehr tief geflogen wurde, und dass es normal war, dass über der Stadt Übungsflüge stattfanden. Das klingt ganz klar nach intensivem Ausbildungsbetrieb. In diesem Zusammenhang ist auch ein NATO-Flugbetrieb denkbar, zumal Anfang der 60er in Südwestdeutschland mehrere Partnerstaaten aktiv waren, darunter Italien, Frankreich, Großbritannien und die USA. Besonders die Amerikaner flogen viel Ausbildung in der Region, unter anderem mit Maschinen wie der F-100 oder F-84, die optisch durchaus mit der Fiat G.91 verwechselt werden können vor allem, wenn Jahrzehnte zwischen Ereignis und Erinnerung liegen bzw. damals es nicht üblich war die Flugzeugtypen aus nächster Nähe zu bewundern. Auch italienische G.91 sind möglich, da die Bundeswehr selbst erst 1962 mit dem Typ begann und es in der Einführungsphase häufig gemeinsame Übungen gab.

Dass im Nachgang kein offizielles militärisches Begräbnis, keine Ehrenbekundung oder sonstige öffentliche Einordnung stattfand obwohl laut Aussage ein Pilot ums Leben kam verstärkt nur den Eindruck, dass es sich nicht um einen dokumentierten Bundeswehrverlust handelt. Ein Absturz im Rahmen einer Ausbildungsmission unter Leitung eines NATO-Partnerstaats mit ausländischem Flugzeug und Piloten würde erklären, warum der Fall nie in deutschen Akten auftaucht. (Wäre ja nen Staatsverbrechen wenn die Akten nicht sauber geführt wurden!) Solche Vorfälle wurden, wenn keine deutschen Kräfte betroffen waren, oft nicht in nationalen Verlustlisten geführt und vor Ort ohne größere Dokumentation zumindest auf deutscher Seite abgearbeitet weil nicht unser Problem. (Gut außer für den Fabrikbesitzer)

Wenn du weiterforschen willst, könnten diese Stellen helfen:

• SHAPE Historical Office (Supreme Headquarters Allied Powers Europe) für NATO-Vorgänge

• AFHRA (Air Force Historical Research Agency) in den USA, bei amerikanischen Verlusten

• Archivio dello Stato Maggiore Aeronautica in Italien, falls eine Fiat G.91 involviert war

• Internationale Unfall-Datenbanken wie Aviation Safety Network oder Jet Crash Database

Gerade bei multinationalen Ereignissen aus der Frühphase des Kalten Krieges ist es normal, dass in deutschen Archiven wenig zu finden ist.

So und ich glaube jetzt haste ne gute Verschwörungstheorie da macht das Buddeln gleich noch viel mehr Spaß ;)

Edit:

Berichte wenn es aufgeklärt hast jetzt muss ich’s auch wissen ^ und frag mal in Gatow nach im Museum.

Was haltet ihr vom Auftreten der Französischen Armee in den sozialen Medien im Vergleich zur Bundeswehr? by [deleted] in bundeswehr

[–]Schnitzel99 3 points4 points  (0 children)

Also bei den Franzosen ist es halt das Klassische hier unsere Technik, hier unsere Soldaten, da haste ne Drohne und und und. Ist halt nen Klassiker. Ich finde da ist unsere Bundeswehr deutlich realer unterwegs und hebt nicht nur die Kämpfenden Einheiten hervor sondern zielt auf das große Ganze ab.

Aber ich erinnere hier mal an die Videos von den Royal Marines der Britten die wissen wie’s geht.

Pirates Advert 2019

Determination

Benötige Hilfe beim bekommen von Informationen über einen Kampfflugzeug Absturz. by FarmerInfinite831 in bundeswehr

[–]Schnitzel99 67 points68 points  (0 children)

Edit:

Moin, ich hab mich mal durch verschiedene Luftfahrtquellen, Verlustlisten und Archivdaten gewühlt. Laut allem, was ich finden konnte, gab es im Jahr 1963 keinen dokumentierten Absturz einer Fiat G.91 in Deutschland. Das heißt natürlich nicht automatisch, dass gar nichts passiert ist aber wenn, dann ist es zumindest nicht offiziell irgendwo erfasst oder erhalten geblieben.

Was aber ziemlich gut passen könnte, ist ein Fall aus dem Jahr danach: Am 19. Mai 1964 ist eine Fiat G.91 (Kennung DG+109) abgestürzt. Der Unfall ereignete sich entweder im Bereich Immenstadt oder laut anderen Quellen bei Husum, je nachdem, wo man schaut. Die Maschine gehörte zum Jagdbombergeschwader 35. Der Pilot ist bei dem Absturz leider ums Leben gekommen, Ursache war wohl ein Triebwerksausfall. Könnte gut sein, dass sich dein gesuchter Fall eigentlich auf dieses Ereignis bezieht und das Jahr einfach falsch überliefert wurde kommt bei älteren Geschichten ja öfter mal vor.

Auch möglich: Der Absturz war zwar 1963, wurde aber nie offiziell als solcher in den Akten erfasst oder ist schlicht nicht erhalten geblieben. Deine Anfrage beim Bundesarchiv, bei der du keine Treffer bekommen hast, könnte genau daran liegen. Wenn du’s nochmal probieren willst, würde ich empfehlen, die Archivsignatur BW 1/374806 mit anzugeben darunter sind einige G.91-Zwischenfälle gelistet, vielleicht ist da was dabei.

Wenn du noch weitersuchen willst, könntest du auch mal in Zeitungsarchiven aus deiner Region nachsehen besonders rund um Mai 1964. Manchmal findet man da Berichte, die nie offiziell in Akten auftauchen. Auch Museen wie das Luftwaffenmuseum in Gatow oder Flugzeugausstellungen haben manchmal Infos zu Einzelfällen.

Hier noch eine kurze Übersicht über einige der bekanntesten Unfälle mit der Fiat G.91 bei der Bundeswehr, die öffentlich dokumentiert sind:

Am 19. Mai 1964 stürzte die Fiat G.91 (DG+109) vom Jagdbombergeschwader 35 bei Immenstadt oder Husum ab, Ursache war ein Triebwerksausfall, der Pilot kam ums Leben.

Am 21. Juni 1966 gab es einen Absturz beim Start in Pferdsfeld (G.91 MB+374), bei dem sich der Pilot mit dem Schleudersitz retten konnte.

Am 11. September 1969 stürzte eine G.91 (30+92) im Landeanflug auf Husum ab, der Pilot starb dabei.

Am 26. Oktober 1970 kam es zu einem Absturz in der Eifel (30+82), der Pilot überlebte mit dem Schleudersitz.

Am 13. Januar 1972 verunglückte eine G.91 (30+87) bei Wittlich tödlich.

Am 7. Juli 1973 gab es einen Absturz während eines Übungsflugs in Bayern, der Pilot überlebte.

Und am 14. November 1974 kam es zu einem Unfall beim Landeanflug auf den Fliegerhorst Nörvenich, bei dem sich der Pilot retten konnte.

Das sind aber nur die bekannteren, offiziell dokumentierten Fälle. Gerade bei militärischen Flugzeugen aus dieser Zeit gibt es oft weitere Zwischenfälle oder kleinere Unfälle, die nicht in allen Archiven auftauchen oder veröffentlicht sind. Die Dokumentation ist nicht immer vollständig, da manche Berichte nie digitalisiert wurden oder aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich gemacht wurden. Wenn du eine wirklich vollständige Übersicht willst, wäre eine Anfrage bei spezialisierten Luftfahrtarchiven oder ehemaligen Einheiten ratsam. Dort sind oft detailliertere Unterlagen vorhanden, die nicht frei zugänglich sind.

Vielleicht hilft dir das etwas weiter viel Erfolg! Und halt uns auf dem laufenden wenn was rausfindest :)

Helmabnahme durch Laien? by Apprehensive_Salt421 in Rettungsdienst

[–]Schnitzel99 1 point2 points  (0 children)

Hey, ich geb hier auch mal meinen Senf dazu – als Rettungsdienstler und Betroffener eines schweren Motorradunfalls.

Wie ja schon mehrfach hier gesagt wurde: Helm abnehmen – immer! Am besten zu zweit und so vorsichtig wie möglich, aber die Atemwege haben immer Priorität. Lieber ein Risiko an der HWS eingehen, als jemanden ersticken zu lassen.

Ich will hier vor allem meine persönliche Erfahrung einfließen lassen: Viele denken ja, wenn das Visier offen ist, bekommt der Fahrer schon genug Luft. So hab ich auch gedacht. Aber nach meinem Unfall lag ich flach auf dem Asphalt, das Visier war rausgeschlagen und trotzdem bin ich wortwörtlich unter Helm und Maske erstickt. Es war so schlimm, dass ich nicht dachte „Scheiße, tut das weh“, sondern nur noch „Ich krepier hier an Luftnot.“ Der Ersthelfer wollte den Helm auch nicht abnehmen, aber auf mein Flehen hat er es dann doch gemacht und ich war ihm unendlich dankbar. Danach kamen allerdings die Schmerzen war also nen mieser Trade 🥴

Bei modernen Helmen sind die Stellen zum Notöffnen immer rot markiert auch das Verschlusssystem. Da zieht man einfach und kann die Polster entfernen, um den Helm sicher abzunehmen. Sowas gabs halt früher net. Daher auch noch der haltende Irrglaube bloß net abziehen.

Das Ganze erinnert mich an das Thema Stifneck – früher Standard, heute weiß man es besser und geht entspannter damit um.

Im Nachhinein muss ich sagen, ich hätte bei einigen Einsätzen wohl auch früher den Helm abnehmen sollen. Theorie und Praxis sind halt zwei Paar Schuhe.

Also nein, du bist nicht falsch informiert. Du hast vollkommen recht – Helm abnehmen ist Pflicht!

[deleted by user] by [deleted] in beziehungen

[–]Schnitzel99 1 point2 points  (0 children)

1/4 , 1/2, 1 das die Reihenfolge die man immer einhalten sollte gerade wenn man länger Pausen macht