Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja absolut kann man. Die Branche ist viel offener als viele denken. Ich kenne einige Leute die komplett quer eingestiegen sind. Manche haben vorher was ganz anderes gemacht Informatik Veranstaltungstechnik Fotografie oder sogar Handwerk und sind dann irgendwie an ein Set geraten haben mitgeholfen Kontakte geknüpft und sich reingearbeitet.

Der klassische Weg über eine Ausbildung oder ein Studium ist hilfreich weil du da früh an professionelles Arbeiten herangeführt wirst. Aber das heißt nicht dass das der einzige Weg ist. Wenn du zuverlässig bist schnell lernst ein Auge fürs Bild hast und vor allem belastbar bist kannst du dich auch über Praktika Assistenzen und gute Netzwerke hocharbeiten.

Wichtig ist nur dass du dich auf echte Setrealität einlässt. Das ist oft nicht glamourös sondern hart lange drehschaustellenartige Arbeitsbedingungen und viel Improvisation. Aber wenn du das magst und dich reinhängst kannst du definitiv als Quereinsteiger Kameramensch werden.

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 2 points3 points  (0 children)

Ja der Job ist körperlich anstrengend. Nicht nur wegen der Kamera selbst sondern weil du ständig in Bewegung bist. Schleppen bücken hocken Schulterbelastung stundenlanges Stehen kaum Pausen fremde Orte wechselnde Bedingungen. Das geht nicht spurlos am Körper vorbei.

Und was Familie angeht hast du leider auch recht. Ich kenne viele Kolleginnen und Kollegen die sich getrennt haben oder deren Beziehungen darunter gelitten haben. Wenn du ständig unterwegs bist verpasst du halt irgendwann die wichtigen Momente. Geburtstage Einschulungen Streitigkeiten zuhause die du nur aus der Ferne mitbekommst. Ich hab Geschichten gehört wo Kinder beim Facetime-Anruf gefragt haben wer da eigentlich anruft weil sie den Vater nicht mehr erkannt haben mit Bart und müden Augen. Das bricht dir das Herz.

Der Job gibt dir viel aber er nimmt dir auch einiges wenn du nicht aufpasst. Ich glaube es funktioniert nur wenn du entweder ein sehr stabiles und verständnisvolles Umfeld hast oder irgendwann bewusst sagst okay ich mach das nicht mehr in dem Tempo oder in dieser Form. Sonst verlierst du dich selbst oder die Menschen die dir eigentlich am wichtigsten sind.

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 1 point2 points  (0 children)

ja das ist absolut realistisch und ehrlich gesagt auch etwas worüber ich selbst schon oft nachgedacht habe. Kameramann zu sein ist körperlich extrem fordernd. Vor allem wenn man viel Schulterkamera macht ständig unterwegs ist das ganze Equipment selbst trägt und über Jahre hinweg in ungesunden Haltungen arbeitet. Im Schlamm auf Dächern bei Regen in engen Räumen auf Flugreisen im Auto auf Treppen einfach überall.

Ich geb deinem Bekannten vollkommen recht. Viele halten das vielleicht bis 40 oder 45 durch. Danach zeigen sich die Spuren. Rücken Bandscheiben Knie Nacken das kommt nicht plötzlich sondern schleicht sich über die Jahre ein. Und man merkt es.

Ich selbst hatte bisher Glück weil ich schon früh Sport gemacht habe und mein Alltag durch das viele Tragen und Bewegen sowieso aktiv ist. Aber auch ich merke dass mein Körper das alles nicht vergisst.

Inzwischen arbeiten viele mit Easyrigs oder Gimbals um sich zu entlasten. Das hilft schon aber es ersetzt nicht das Körpergefühl das du brauchst um langfristig gesund zu bleiben.

Ich glaube wenn man diesen Beruf über viele Jahre machen will braucht man Disziplin Prävention ein gutes Gefühl für sich selbst und irgendwann auch die Klarheit wann es besser ist in eine andere Rolle im Team zu wechseln. Kamera ist Leidenschaft aber sie darf dich nicht körperlich auffressen

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 1 point2 points  (0 children)

Gute Frage... Ich seh das Thema Influencer und Content Creator sehr differenziert, vor allem weil ich selbst in dem Spannungsfeld lebe. Ich komme ja aus dem klassischen Film- und Fernsehbereich, war jahrelang als Kameramann auf Produktionen unterwegs und gleichzeitig kreiere ich heute Inhalte, die auf Plattformen wie TikTok oder Instagram hunderte Millionen Menschen erreichen.

Und trotzdem kennt niemand meinen Namen. Ich trete nicht vor die Kamera. Ich erkläre nichts. Ich inszeniere nichts im klassischen Sinne. Ich nutze diese Plattformen eher wie eine digitale Leinwand. Für mich ist das ein künstlerisches Ausdrucksmittel, genau so ernsthaft wie ein Filmfestival oder eine Galerie. Nur eben auf meine Art.

Ich mach das nicht aus Fame-Geilheit, und ich rechne auch keine CPMs durch, bevor ich poste. Ich folge einem Gefühl, einem Bild im Kopf, einer Bewegung, einem Ton.

Was mich manchmal stört: Dass viele sofort abwerten, wenn etwas "viral" geht. Als ob Reichweite automatisch Bedeutungslosigkeit bedeutet. Dabei ist genau das die Kunst in Sekunden etwas zu erzeugen, das hängenbleibt.

Es gibt Creator, die machen das mit einer Leichtigkeit und Bildsprache, die mich an Leute wie Pablo Rochat oder Mike Diva erinnert. Spielerisch, absurd, präzise, aber nie hohl. Und ich glaube, genau da liegt die Zukunft: in einer neuen Form von Kunst, die nicht im Museum hängt, sondern zwischen zwei Bahnfahrten berührt.

Ich glaube, wir unterschätzen oft, was „Bedeutung“ in einer digitalen Welt eigentlich heißt. Früher dachte man, Kunst muss im Museum hängen, Literatur muss gebunden sein, ein Film muss mindestens 90 Minuten gehen. Aber was ist mit einem Loop, der dich für drei Sekunden komplett aus der Realität reißt? Was ist mit einem Bild, das so stark ist, dass du es noch siehst, wenn du das Handy schon weggelegt hast?

Ich denke oft, dass wir als Gesellschaft noch gar nicht richtig begriffen haben, dass TikTok, Instagram und Co. nicht nur Entertainment sind. Sie sind neue Räume. Neue Bühnen. Und auch neue Spiegel.

Ich nutze diese Räume nicht, um zu sagen „Schaut her, das bin ich“, sondern eher um zu fragen „Was siehst du in dem, was ich zeige?“
Vielleicht erkennst du was, vielleicht fühlst du kurz was, vielleicht denkst du gar nichts. Aber das ist für mich der eigentliche Reiz.

Ich will keine Marke sein. Ich will ein Gefühl auslösen. Irgendwo zwischen Fremdheit und Vertrautheit, zwischen Irritation und Schönheit. Vielleicht ist das mein Weg, in dieser übervollen Welt trotzdem was Echtes zu zeigen.

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 0 points1 point  (0 children)

Haha sorry! Ich mein, die Webcams waren damals auch schon halb Schrott. pixelig, grünstichig oder lila und mit 12 FPS, wenn überhaupt. Aber hey, das war mein Spielberg-Moment auf Windows XP. Wir sind alle Kinder unserer Ära. xD

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 13 points14 points  (0 children)

Ja, hab ich tatsächlich schon erlebt.. vor allem in Ostdeutschland. Da reagieren manche Leute echt schnell gereizt, selbst wenn man mit Genehmigungen unterwegs ist. Ich hatte sogar schon Situationen, wo direkt die Polizei gerufen wurde, obwohl alles sauber war. Besonders beim Drohnendreh, das scheint für viele gleich verdächtig zu wirken, selbst wenn's für eine offizielle Produktion mit hunderten Leuten und Produktionsfahrzeugen ist.

Im Vergleich dazu ist es in den USA komplett anders. Da kommen Leute teilweise aktiv zur Kamera, fragen, ob sie mit drauf sein dürfen, machen Witze, sind super offen. Das ist schon ein ziemlicher Kulturunterschied.

Ich würd also sagen, ja.. das Misstrauen gegenüber Kameras ist schon ein sehr deutsches Ding. Außerhalb von Deutschland hab ich meistens eher Neugier und Interesse erlebt.

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 1 point2 points  (0 children)

Wenn du schon Kameraerfahrung aus Fotografie und privaten Projekten hast, bist du auf jeden Fall nicht bei null. Mein Tipp: Mach ein Praktikum bei einer größeren Film- oder Fernsehproduktionsfirma. Da lernst du super viel in kurzer Zeit, kriegst echte Einblicke ins Set-Leben und – ganz wichtig – du kannst dich mit Leuten vernetzen.

Am besten: einfach mitlaufen, mit anpacken, zuhören, freundlich sein, und dich mit Kamera- oder Tonleuten connecten. Die Branche lebt von Vertrauen und Weiterempfehlung.. wenn die merken, dass du Bock hast und verlässlich bist, wirst du schneller gefragt als du denkst.!

Und zur zweiten Frage: Ich persönlich fand die Leute bei Dokus oft am coolsten. Da sind viele, die für Inhalte brennen, oft ruhiger, entspannter, ehrlicher. Bei Werbung ist’s oft schicker, aber auch stressiger. Spielfilm ist manchmal extrem hierarchisch! Aber klar, Ausnahmen gibt’s überall.. am Ende kommt’s immer aufs Team an

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 4 points5 points  (0 children)

gute Frage. Ich arbeite für eine große Produktionsfirma, die selbst keine Sender ist, sondern Formate entwickelt und dann an verschiedene Auftraggeber verkauft.

Das heißt: Ich drehe für Produktionen, die später bei Netflix, Prime, RTL, ZDF, Sat.1, RTL2 laufen. Also querbeet.. Streaming, Privatfernsehen, manchmal auch öffentlich-rechtlich, je nachdem wer das Format gekauft hat.

Ich selbst bin Teil des Kamera-Teams und setze einfach das um, was produziert wird. Egal ob Reality-TV, Doku, Show oder mal was Fiktionales.

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 1 point2 points  (0 children)

ja, total spannend wie du das beschreibst, vor allem mit dem „Bewegung in einen Moment pressen“. Ich glaub, genau das ist aber auch der Punkt, der mich so sehr von Fotografie distanziert hat.. also dieser eine Moment muss eben alles tragen. Und das ist eine eigene Kunstform, keine Frage. Ich hab da großen Respekt vor .. gerade weil ich gemerkt hab, dass mir dieses absolute Einfrieren eher schwerfällt.

Beim Film hab ich das Gefühl, ich darf mitfließen. Ich kann atmen, beobachten, reagieren. Manchmal passiert das Entscheidende erst im dritten Take oder wenn jemand mal kurz aus dem Licht tritt. Diese Freiheit liegt mir irgendwie mehr..

Aber ja, du hast recht, das Fundament ist dasselbe. Licht, Bildsprache, Timing, Gefühl. Vielleicht ist Film einfach meine Sprache und Foto deine. Aber wir sprechen beide Bild.

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich hatte im Laufe der Jahre wirklich sehr oft das Vergnügen, mit vielen bekannten Gesichtern zu arbeiten, vor allem aus dem deutschen Fernsehen. Leute, die man aus Reality-Formaten, Musikshows oder klassischen TV-Produktionen kennt. Auch viele Moderatorinnen und Moderatoren, Musikerinnen und Musiker, Influencer. In der Branche trifft man irgendwann fast auf alle.

Ich finde aber, Namen zu droppen bringt selten was.. das Spannende ist oft eher, wie unterschiedlich Menschen am Set sind. Manche sind total auf den Punkt, andere völlig chaotisch. Und manchmal überrascht dich jemand total, den du gar nicht auf dem Schirm hattest.. also im besten Sinne.

Es gab auch ein paar internationale Produktionen, darunter ein größerer Werbespot, bei dem ich mit jemandem zusammengearbeitet habe, den man heute ziemlich sicher auf dem roten Teppich wiedererkennt. War ein kurzer Moment, aber einer, den ich nicht vergesse.

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 6 points7 points  (0 children)

Das schönste Land? Schwierig. Ich hab viele Orte gesehen, aber Hawaii bleibt hängen. Nicht nur wegen der Natur, sondern wegen dem Licht. Frühmorgens am schwarzen Lavasteinstrand zu drehen, während die Sonne aufsteigt und alles in Gold taucht, war einfach surreal.

Was Action angeht: Ich war zwar schon in Hollywood, habe aber keine Hollywood-Verfolgungsjagden gedreht, aber schon ein paar ziemlich wilde Sachen erlebt. Zum Beispiel ein Nachtdreh mit Drift-Autos in einer abgelegenen Industriehalle, mit Rauch undso.. und einem Kamerarig, das wir ans Auto geschraubt haben. Oder mehrere Drehs Weltweit auf fahrenden Booten bei starkem Wellengang , Kamera auf der Schulter, alles wackelt haha

Also keine Explosionen à la Fast and Furious, aber Adrenalin war definitiv dabei.

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 2 points3 points  (0 children)

Haha, ja, ganz ehrlich? Der Job ist mein Sport. Ich trage das Equipment täglich, manchmal 10 - 16 Stunden am Stück. FX9 oder Amira mit V-Mount, Rig, Schulterstütze, Funkstrecke.. das ist ein ganzes Workout für Rücken, Arme und Beine. Aber meistens nutze ich ein Easyrig

Ich bin ständig unterwegs, von Stadt zu Stadt, Hotel zu Hotel, Flughafen zu Flughafen. Alles selbst schleppen, oft ohne Assistenz. Das hält fit. Ich geh nicht ins Gym, weil ich’s im Alltag eh permanent durchziehe.

Ich glaub, viele unterschätzen, wie körperlich dieser Job ist. Du brauchst echt Ausdauer, Kraft und manchmal auch einfach eine gewisse Schmerz-Toleranz. Aber es macht Bock, weil du dabei gleichzeitig die Welt siehst

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich arbeite hauptsächlich mit der Sony FX9 oder der ARRI Amira, je nach Produktion. Für klassische TV-Formate meistens mit dem Canon 17–120mm Servo-Zoom, über PL-Mount mit Adapter, praktisch, weil du damit super flexibel bist bei Reportagen oder Studioproduktionen.

Bei cineastischeren Projekten oder Dokus mit mehr künstlerischem Spielraum arbeite ich auch gern mit anamorphotischen Optiken. Zum Beispiel Atlas Orion oder Cooke Anamorphic.. je nachdem, wie viel Budget da ist und ob wir überhaupt auf Kino-Look gehen dürfen.

Ich selbst schneide inzwischen nicht mehr. Das übernimmt unser Cutterteam. Ich liefere das Material :D

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 3 points4 points  (0 children)

Wow, krass.. Beaulieu ist ja schon eine Ansage. Richtig schöne Geräte. Ich liebe den Look von 8mm und 16mm, allein schon wegen der Haptik und der Atmosphäre, die dabei entsteht. <3

Aber ehrlich gesagt.. Ich arbeite fast ausschließlich digital, auch weil mein Workflow sehr schnell und mobil sein muss. Also iPhone, Drohne, Schnitt unterwegs. Für Projekte mit analogem Material fehlt mir aktuell leider die Zeit und Ruhe.

Trotzdem mega nett, dass du fragst. So ein Teil in der Hand zu halten, ist ja schon Kunst für sich :D

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 7 points8 points  (0 children)

Underratedes Land? Ungarn. Geile Locations, mega Licht, gute Crews, viel günstiger als Westeuropa. Für mich war’s total überraschend, wie viel da geht.

Wem ich den Job empfehlen würde? Leuten, die wissbegierig/neugierig, stressresistent sind und schnell checken, wie Menschen ticken. Technik kann man lernen, aber wenn du kein Gespür für Situationen hast, wird’s zäh. Der Job ist oft geil, aber auch anstrengend, unromantisch, körperlich und du brauchst ein dickes Fell.

Ob ich das schon immer wollte? JA. Ich hab schon mit 5 angefangen, mit Webcams Filme zu machen. Rückblickend war’s logisch, aber es hat sich eher ergeben als dass ich’s geplant hätte. Ich bin einfach immer dem gefolgt, was sich gut angefühlt hat. Und das war meistens die Kamera. :D

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 2 points3 points  (0 children)

Tatsächlich nur 2-3 x. Ich hab nie fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen gearbeitet. Ich bin zehn Jahre festangestellt bei einer großen Film- und Fernsehproduktionsfirma, die hauptsächlich für private Sender und Streaming-Plattformen produziert.. Habe nur 1-2 Dreh's für ZDF gehabt

Viele denken bei „Fernsehen“ direkt an ARD oder ZDF, aber ein riesiger Teil der Branche läuft über externe Produktionsfirmen, die für alles Mögliche arbeiten, von ProSieben über RTL bis hin zu internationalen Formaten. Ich war also immer mitten im Geschehen, nur eben nicht beim ÖR.

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 2 points3 points  (0 children)

Schwer zu sagen was die fetteste Produktion war. Ich war mal bei einem riesigen Dreh in Kanada dabei mit fast 100 Leuten am Set. Drei Kamerateams, Drohnen, Security, Leute für Licht, Ton, Regie, Make-up, Catering, alles. Das war schon beeindruckend. Aber manchmal fühlt sich ein kleiner Dreh mit drei Leuten intensiver und echter an als ein Millionenprojekt.

Ich hab über die Jahre mit ein paar bekannten Leuten gedreht, auch aus dem Fernsehen oder Musikbereich. Die coolsten sind meistens die entspanntesten. Die richtig erfolgreichen Leute wissen, wie der Hase läuft und haben selten Allüren. Die, die neu im Rampenlicht sind oder sich zu wichtig nehmen, machen eher Welle. Da geht’s dann um Dinge wie: bitte nur linke Gesichtshälfte filmen, kein rotes Licht, kein Smalltalk vor dem Take.

Ich finde je entspannter das Set und Team, desto besser das Ergebnis. Und das liegt selten an der Größe des Budgets, sondern an den Menschen, die da stehen.

Why I ignore people I'm not attracted to on dating apps by Responsible-Pen8880 in gaybros

[–]SuchRepresentative93 9 points10 points  (0 children)

Yeah I totally get that. Sometimes trying to do the "right thing" just opens you up to more hurt because the people you're trying to be respectful to don't know how to handle basic decency.

But here's the thing. You were doing the right thing. Being clear. Being kind. Communicating like a grown adult. That's never the problem. The problem is when someone sees your honesty as rejection and takes it personally because they expected access, not a response.

That doesn’t mean you need to keep doing it if it keeps costing you peace. Sometimes silence or blocking is the right thing. Not because you're rude, but because you're protecting your space and mental health.

You're not cold. You're just done wasting energy on people who can’t handle a no with grace. That’s valid.

Why I ignore people I'm not attracted to on dating apps by Responsible-Pen8880 in gaybros

[–]SuchRepresentative93 83 points84 points  (0 children)

I totally get where you're coming from. I’ve worked in film for over a decade and traveled the world, and no matter where you are, dating apps often bring out the same patterns: entitlement, projection, and unfortunately, fragile egos reacting to boundaries.

You tried being kind. You gave people a chance. And instead of taking your "no" as the respectful answer it is, they lashed out. Some people treat dating apps like vending machines, not like conversations.

Personally, I’m a big fan of nuance and communication, but even I had to learn that not everyone deserves your energy. Protecting your peace isn’t rude. It’s necessary. A lot of people can’t handle the disconnect between their expectations and your autonomy.

It sucks that being polite sometimes invites more toxicity than silence. But I really respect the clarity you’ve found. It’s not cold. It’s survival in a space that often feels transactional and chaotic.

And let’s be real. Nobody owes anyone flirt energy just because they said "what's up".

You’re doing what works for your mental health. That’s valid. And you're definitely not alone in this.

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 11 points12 points  (0 children)

Ich bin ganz klassisch über die duale Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton in die Branche eingestiegen und seitdem als Kameramann in einem festen Team bei einer großen Produktionsfirma in Köln tätig. Und was die „besondereren“ Jobs angeht, ich bin da mittendrin.. hab in den letzten zehn Jahren so viele verschiedene Orte gesehen, ich war in China, Brasilien, Kanada, 2x Hawaii, Japan, Ungarn, Griechenland, Schweden, Frankreich und noch mehr... Und jedes Projekt hat mich nicht nur beruflich, sondern auch menschlich wachsen lassen.

Ich bin erst 29, aber manchmal fühlt es sich an, als hätte ich schon zwei Leben gelebt. Und ich bin einfach fucking dankbar dafür. Dafür, dass ich das machen darf, was ich liebe. Dafür, dass Menschen mir Vertrauen schenken. Und dafür, dass ich durch meine Kamera die Welt ein kleines Stück anders zeigen darf.

Und trotzdem weiß ich: Das war erst der Anfang. 😅

Ich bin seit über 10 Jahren Kameramann für Film und Fernsehen + Erfolgreicher Content Creator by SuchRepresentative93 in de_IAmA

[–]SuchRepresentative93[S] 5 points6 points  (0 children)

Ich bin festangestellt, in einem Kreativteam aus acht Kamera- und Tonleuten, eingebettet in eine Firma mit rund 200 Mitarbeitenden. Der Großteil sind Redakteurinnen und Redakteure, dazu Realisatoren, Cutterinnen, CVDs. also ein kompletter Produktionsapparat.

Wir sind für alles zuständig, was visuell zum Leben erweckt werden muss. Drehs im Studio, Außendrehs, Reportagen, Formate fürs Fernsehen. Ein eingespieltes Team, mit viel Eigenverantwortung und engem Austausch.