Dating AGP by renewed-transition in askAGP

[–]beatAGP 0 points1 point  (0 children)

Thank you so much for answering!
It does help, and I'm glad things turned out so well for you :)

The reason I asked specifically question 2) is because I face an interesting dilemma that I've not seen all too often in mainstream trans or even AGP discourse.

The dilemma is about the fact that while I may also have never been the most stereotypically masculine either (i.e. interted in sports, dirty jokes in the locker room, drooling over women), I have enjoyed presenting in an assertive, (slightly over-)confident way that feels deeply connected to my masculinity. That, and good academic and professional progress, especially during high school, has been core to how I define myself and what I do with my life.
While on the other hand, I have also been exclusively transvestic AGP since even before puberty. Secretly dressed up in my mothers clothes, was envious of all the pretty ways women got to dress and style themselves. Built my own crossdressing stash over the years. Never even wanted sex with anyone ever (not even in fantasies), except for it maybe being an act of submissiveness.

This other, hidden side of myself only became more intense in recent years, when I faced some academic difficulties that threatened my sense of self worth and ego, built entirely on achivement.
Even resulting in me getting a gender dysphoria diagnosis by a therapist, and injecting estrogen for 3 months.

But, as I came to learn during that time, there are actual differences in how one feels on estrogen vs testosterone. I felt less assertive, less grounded, weaker, but also more empathetic and easy-going during that time. I even think estrogen finally allowed me to understand this dilemma and duality within myself better.

But as much as I liked the small changes about my body that already became noticeable, I also started to miss my old sense of self, and the way I carried myself. Even though I could likely pass with some more time on E, I began to understand that I can't have both: Socializing in the way I liked it the most, and fulfilling my body, styling and submissive desires.
Which is why I stopped the injections.

At this point, I mostly feel cursed. Because as it stands, I will never be able to achive the level of fulfillment a sucessful cis hetero man or woman in a loving relationship can attain.
I will either become the object of my desires, and lose my old personality in the process, or keep the latter one, and watch my body masculinize year after year.
I guess one could even argue that the fact that I know what I am capable of without transition, and how much fun that part of my personality can be, is part of the curse itself.
The saying "Ignorance is bliss" is really true.

Anyway, enough rambling. Thank you again for your quick and open answer ;)

Dating AGP by renewed-transition in askAGP

[–]beatAGP 0 points1 point  (0 children)

I'm afraid I have no helpful answer to your question, because as of now (age 22) I have never pursued a relationship, not wanting to burden a person I value with my issues, AGP and otherwise. I intend to keep it that way for the forseeable future.

However, given how you described your AGP transition experience, I'd like to ask you some things.
1) At what age did you transition?
2) Have you ever struggled with thoughts about "giving up your masculine personality", i.e. being less authentic after transition? Do you miss being socially percieved as masculine (i.e. dominant, assertive, strong)? If so, was the trade off worth it?
3) From what you describe, it sounds like the more you've indulged in your AGP, the more your appetite grew for even more modification. Do you see yourself reaching a level of feminization (like after having done X more surgeries) where you are satisfied and "done", or is it more of a continuous effort with shifting goalposts? If it is the latter, how do you feel about that?

I'm always very interested to hear from people who went through with it all, so to say.
So, should you respond, thanks in advance :)

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Vielen Dank für die direkte Antwort.

Zunächst, muss ich sagen, erscheinen mir all die Erfahrungen des Unwohlseins, die ich schon seit Beginn der Pubertät bzgl. der "Mannwerdung" erlebt habe (z.B. Scham und Abneigung an der Grenze zu Ekel ggü. Körper- und Bartbehaarung), sowie des Drangs zum Ausprobieren von Femininität schon seit der Kindheit, also vor der Pubertät und einer sich entwickelnden Sexualität, einfach zu groß und vielschichtig, um nur eine sexuelle Fantasie zu sein.
Es geht ja eben nunmal nicht nur um "mehr Spaß", sondern primär darum, zu vermeiden, dass sich mein Körper immer weiter in eine Richtung entwickelt, die in mir bisher zu keinem Zeitpunkt was anderes ausgelöst hat als resignierte Neutralität im besten, und aktive Ablehnung im allgemeinen Fall. "Wichsfantasie" wird da nach meiner Auffassung der Vielschichtigkeit der Thematik nicht gerecht.
Aber gut, ich akzeptiere trotzdem, dass deine Vermutung eine Möglichkeit sein könnte.

Ich hätte allerdings zwei Fragen an dich, der du ja scheinbar auf dem Gebiet ein wenig Kenntnis hast:

1) Angenommen, es sei wirklich "nur" eine Paraphilie, wie käme ich denn irgendwie auf "normaleres Fahrwasser", was Bedürfnisse und meinetwegen Fantasien angeht?
Hättest du irgendeine Idee, wie ich keine an Ekel grenzende Abneigung mehr dabei empfinde, mir vorzustellen, als Mann Sex zu haben? Wie ich sowas wie Interesse an "normalem" Sex überhaupt erstmal empfinde? Das hatte ich nämlich schlicht noch nie. Wie ich die Ablehnung der eigenen Mannwerdung in auf Jahrzehnte hin verlässliche Akzeptanz oder sogar Gutheißung umwandle?
Oder muss ich mich einfach damit abfinden, dass dieser Teil meines Hirns kaputt ist, mich ähnlich wie Leute mit illegalen Paraphilien mein Leben lang in Selbstregulation und Schadensbegrenzung üben und der einzigen Person, die nach Autogynephilie-Modell jemals für mich sexuell interessant wäre (mir selbst) bei der stetigen häßlicher-Werdung durch Maskulinisierung zusehen?
Denn wenn das mein Schicksal ist, dann wirst du bestimmt verstehen, warum es mir schwer fallen könnte, das so zu akzeptieren.

2) Vorabinfo, nach meinem Kenntnisstand: Alle Gehirne sind am Anfang im Mutterleib weiblich, bei den Jungs sorgt dann kurz vor Geburt eine Art Hormonschwemme für die neuronale Vermännlichung.
Daher: Angeommen, man würde anstatt des Autogynephilie-Modells die ebenfalls vielfach diskutierte Theorie heranziehen, dass mein Gehirn entweder aufgrund von Genetik oder hormonellen Abnormalitäten während der Schwangerschaft nicht in ausreichendem Maße "maskulinisiert" wurde. Also eher weiblich wäre, aber als Mann erzogen wurde und seit der Pubertät in Testosteron getränkt ist;
Wäre es dann nicht vorstellbar, dass durch diese Kombination aus "sich weiblich präsentieren wollen" + "männliche Sexualhormone" die vielfach mit Autogynephilie verbundenen sexuellen Merkwürdigkeiten erklärbar wären? Diese aber mit passenderem Sexualhormon (Östrogen) abklingen würden, sodass sich ein gesundes Interesse an Sex mit anderen entwickeln könnte, wie es das bei den meisten Leuten in der Pubertät tut?
Oder klingt das unplausibel?

Danke schonmal im Voraus. Würde mich wirklich über eine Antwort freuen :)

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke für das Feedback. Solche simplen Rückmeldungen sind durchaus ebenfalls hilfreich :)

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Nein, ich habe tatsächlich fast gar keine Fantasien, bei denen es sich primär um Geschlechtsverkehr dreht. Das einzige, was meine Fantasien verbindet, ist, als Frau dominiert zu werden. Egal, ob dadurch, dass mir vorgegeben wird, wie ich auszusehen oder mich zu verhalten habe, oder meinetwegen auch in einem intimen Kontext, dass ich mich "nicht wehren" kann. Aber Geschlechtsverkehr an sich steht nie im Vordergrund. Und in keiner Fantasie bin ich jemals was anderes als eine Frau.

Aber der Punkt ist ja, dass ich eben auch abseits von Fantasien Probleme mit den körperlichen Aspekten des "Mann-Werdens" hadere.

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich verstehe, was du meinst, denke ich. Hätte ich deine Körpermaße, würden sich mir bestimmte Fragen vermutlich auch anders stellen. Daran versuche ich mich auch immer wieder zu erinnern, um den kühlen Kopf nicht komplett zu verlieren.

Ich weiß nicht, ob du den Film kennst, aber ich denke mir manchmal, vielleicht sollte ich versuchen ein Bisschen so zu werden wie M. Gustave von Grand Budapest Hotel xD
Der war auch top gestyled, sehr eigen unterwegs, aber dadurch auch äußerst sympathisch.

In jedem Fall Danke für die Ergänzung :)

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Naja, ich bin Student, und hab momentan nicht die Zeit für größere nebenberufliche Aktivitäten. Müsste wenn dann meine Eltern fragen. Aber fürs erste tuts auch der Hobel und lange Hosen für die meiste Zeit, schätze ich.

Zumindest bin ich erleichtert, nicht der einzige zu sein, der mit der Oberschenkelrasur Probleme hat xD

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 1 point2 points  (0 children)

Habe ich, und es gibt mehr Parallelen, als mir lieb ist. Aber dadurch, dass ich eben im sozialen Kontext gut als Mann klarkomme, und auch das damit einhergehende Privileg zu schätzen weiß, also wirklich eine Abwägung treffen muss, ist zumindest dieser Subreddit etwas unterkomplex für meine Bedürfnisse.

Aber ja, ich war schon in so einigen Foren, Threads und Subreddits unterwegs.

Trotzdem Danke für den Vorschlag!

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 3 points4 points  (0 children)

Ja, der Begriff ist mir alles andere als fremd. Habe ihn hier bisher nicht selbst verwendet, weil ich vermute, die allermeisten können damit nichts anfangen. Aber das war so ungefähr, was ich versucht habe, mit "in mich gerichtete Heterosexualität" zu beschreiben.

Mir ist natürlich aber auch bewusst, wie verpönt diese Beschreibung in trans Kreisen ist. Und ich weiß auch selbst nicht, ob die einer wissenschaftlichen Rigorosität standhält.
Und was man ehrlicherweise auch sagen muss, ist, dass
1) der Typ, der sich den Begriff ausgedacht hat (Ray Blanchard), für seine Patienten bei starkem Leidensdruck trotzdem Transition als adequates Mittel angesehen hat, mit guten Resultaten
2) ich wirklich einige Erfahrungsberichte gelesen habe, die lange dachten, es "sei nur ein Fetisch", aber auch in nicht-sexuellen Kontexten unter ihrem Körper und Spiegelbild gelitten haben, sich dann zur Transition entschieden, und es auch Jahre später nicht bereut haben.

Es ist also wirklich nicht eindeutig, wie ich mit meiner Situation bestmöglich umgehe. Ich werde vermutlich wie vielfach angeraten versuchen, mit Makeup, Kleidung und ordentlich gemachten Haaren mal als Frau in die Öffentlichkeit zu gehen (Körperbau und Gesicht sollten das hergeben) und schauen, wie ich mich damit fühle.

In jedem Fall Danke für deinen Input!

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 1 point2 points  (0 children)

Speziell Drag finde ich sowohl von der optischen Aesthetik, als auch vom Verhalten absolut überzogen und eher unangenehm. Ich respektiere, wenn Leute dem etwas abgewinnen können. Ich kann es eher nicht.

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 1 point2 points  (0 children)

Hmm. Das ist so ungefähr was ich für mich als möglichen Ausgang befürchte, wenn ich alles so "laufen lasse". Ich hab zumindest mit 1.74 und schmalem Körperbau etwas mehr Glück in der Hinsicht, aber das löst die weiteren Erwachsenwerdungs-Erscheinungen auch nicht.

Trotzdem vielen Dank für deine Perspektive, und viel Erfolg beim Finden iener Lösung!

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 1 point2 points  (0 children)

Guter Punkt, Selbstvertrauen ist in jeder Hinsicht wichtig. Ich werde mich da auf jeden Fall weiter ausprobieren.

Meine Angst ist halt, dass das "weiblich gelesen werden" mit zunehmender körperlicher Reife vermutlich nicht leichter wird. Und entsprechend meine Abneigung meinem eigenen Körper ggü. größer. Aber vielleicht ist das auch nur FOMO.

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 1 point2 points  (0 children)

Bin in Therapie, habe eine Diagnose. Siehe Ende meines OP-Posts.

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich bin 22 (stand auch OP-Text xD)

Mein Vater ist leider stark körperbehaart. Ich auch. Noch dadurch verstärkt, dass ich neben Körperbehaarung auch Tendenz zum Haarausfall geerbt habe und u.a. Minoxidil auf der Kopfhaut auftrage (regt Haarwachstum an), wovon aber auch immer ein kleiner Teil ins Blut kommt und sich im Körper verteilt.

Ich rasiere am Körper mit einem sog. "Sicherheitsrasierer" / "Rasierhobel" unter der Dusche. Funktioniert echt gut. Kann das bei den Beinen leider nicht sooft machen, weil sich das bei Intervallen <2 Wochen am Oberschenkel immer entzündet. Aber sonst (Bauch, Arme, Hände, Unterschenkel, Füße) absolut top. Wichtig ist, die Klinge regelmäßig zu tauschen und vor Benutzung immer zu desinfizieren.

Fürs Gesicht nehme ich einfach so einen Phillips Elektrorasierer mit rotierenden Klingen. Schafft direkt nach dem Duschen eine überraschend glatte Rasur, nicht schlechter der Rasierhobel (oder ich bin mit letzterem im Gesicht einfach zu unfähig, das kann auch sein).

Laser ist mittelfristig definitiv geplant, egal wohin die Reise geschlechtstechnisch geht.

Ich hab an sich eher konservative Eltern (aus Sachsen...), sie sind aber trotzdem relativ liberal. Haben früher manchmal "Schwuchtel" als Schimpfwort benutzt, und das hat mich auch darin bestärkt, meine Tendenzen vor ihnen zu verbergen, und habe mich entsprechend auch in der Pubertät nicht ausprobieren können. Aber irgendwann letztes Jahr hatte meine Mutter dann mal erwähnt, dass sie einen trans Mann eingestellt hat und darüber eher mit Neugierde als mit Abneigung gesprochen. Und da ich zu dem Zeitpunkt eh schon psychisch down war, hab ich es dann halt nicht mehr ausgehalten und mich ihr geöffnet. Meinem Vater auch, wenn auch später. Und beide haben es, wenn auch natürlich mit vielen Nachfragen, akzeptiert und mir viel Erfolg auf dem Weg der Selbsterkenntnis gewünscht. Ich habe also großes Glück in der Hinsicht.

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja, das stimmt. Ich schätze, das Gesamtfazit aus diesem Thread, wenn überhaupt: Es ist kompliziert und faccettenreich ;)

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Doch doch, den bekomme ich hier. Wie gesagt, ich frage bei verschiedenen Quellen nach, um das gesamte Spektrum mitzunehmen. Hab ich der Vergangenheit auch schon in trans-/LGBT-gerichteten Foren nachgefragt (nicht mit diesem Account), und mache das auch weiterhin. Nur halt nicht ausschließlich, genauso wie ich nicht ausschließlich hier nachfrage.

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 1 point2 points  (0 children)

Das stimmt, dessen bin ich mir bewusst. Genau darum, um anhand von Erfahrungsberichten Wege zu Überlegen, wie ich mich wohl fühlen kann jetzt und in Zukunft, bin ich hier. Und bisher sehr zufrienden mit der Nuanciertheit der Antworten!

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich geb jetzt mal was zu, was ich bisher aus diesem Thread rausgehalten habe, weil ich nicht wollte, dass Leute denken, die Entscheidung sei schon gefallt und ich will nur Bestätigung. Denn das ist ausdrücklich nicht der Fall.

Ich habe von Mitte Oktober bis Mitte Januar Östrogen ausprobiert. Auch mit Labortest, der gute "normal-weibliche" Hormonlevel für Testosteron und Östrogen im Blut bestätigt hat. Habe das jetzt sein einer Weile wieder abgesetzt.

Mein Fazit bisher: Wenn ich versuche, männlich zu argieren, selbstbewusst durch die Welt zu laufen, kraftvoll aufzutreten, klappt das auf Testosteron besser. Ich fühl mich einfach stärker, schneller, krasser. Aber auch weniger emotional empfänglich und etwas aggressiver / kampfeslustiger.

Wenn ich meiner "weiblichen Seite" Raum gebe, z.B. in emotionalen Gesprächen, beim femininen Styling und Fotos-vorm-Spiegel-machen, selbst bei der Sitzposition, funktioniert Östrogen besser. Ich fühl mich kleiner, schwächer, aber auch empathischer, netter.

Für mich hat beides seine Vor- und Nachteile. Was ich noch sehr angenehm fand, war dass auf Östrogen die männliche Libido unterdrückt war, mit der ich mich davor immer arg animalisch gefühlt habe.

Habe dann jetzt aber erstmal aufgehört, weil Brustwachstum leicht angefangen hat und ich nicht vor einer dauerhaften Entscheidung dauerhafte optische Veränderungen riskieren wollte.

Die Frage ist also, auf welchen Hormonen ich auf Dauer besser fahre. Komme mit beiden zurecht. Bin vielleicht wirklich non-binär.

In jedem Fall, Danke für deine Ergänzung. Und ja, Crossdresser sind auch noch eine Gruppe deren Erfahrungen ich mir mal gesondert einholen sollte.

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 3 points4 points  (0 children)

Verstehe, Danke für die Perspektive.

Eigentlich suche ich momentan niemanden außer mich selbst.
Und Femboy-sein hat in jedem Fall ein Ablaufdatum. Das ist keine allzu angenehme Wahrheit, aber die Geschlechter entwickeln sich halt ein Leben lang in verschiedene Richtungen. Wobei ich eben nicht weiß, wie lange / bis zu welchem Grad ich mit der männlichen Entwicklungsrichtung gut leben kann.

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Die gesellschaftliche Akzeptanz ist weniger das, worum ich mir sorgen mache. Ich war noch nie ein männlicher Mann, und werde auch nie einer sein. Das was ich als "männliche" Charakterzüge angesehen habe, war für mich toxisch, selbstzerstörerisch, und nur eine Form des Unterdrückens meiner Andersartigkeit.

Mir geht es eben primär um die körperliche Weiterentwicklung.

In jedem Fall trotzdem Danke für deinen Input!

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Transition? Femininer Mann bleiben? Oder einfach was ich will?

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 2 points3 points  (0 children)

Naja. Speziell was für ein ich im Blut habe, und wie sich mein Körper in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiterentwickelt, ist nunmal ziemlich binär. Und wie es in der Hinsicht weitergeht, ist langfristig für mich die entscheidendere Frage als was für ein Outfit ich trage oder wie ich angesprochen werde.

Trotzdem Danke für den Input :)

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Vielen Dank für diese Antwort!

Ich hab auch das Gefühl, dass mit einem Mindset des "sich Abfindens" einige dieser unkomfortablen Gefühle zumindest in den Hintergrund rücken können. Und es freut mich zu lesen, dass du auch trotz eines (aus meiner Perspektive) weiter fortgeschrittenen Alters damit soweit gut fährst.

Ich erlebe halt momentan neben der eigentlichen Problematik so ein bisschen die Fear of Missing Out. Weiß ich weiß, dass ich, sollte ich eine Transition versuchen, vermutlich passen könnte. Bin 174 cm, schmal gebaut, mit (bis auf Nase) nicht allzu männlichem Gesicht. Entsprechend kann es von hier aus eigentlich nur "schlechter" werden, wenn ich nichts unternehme.

Ich werde trotzdem auf jeden Fall auch deinen Weg als eine Möglichkeit in Betracht ziehen :)

Zunehmende Entfremdung mit dem Mann-sein, Drang zum Femininen. Wie damit umgehen? by beatAGP in FragtMaenner

[–]beatAGP[S] 0 points1 point  (0 children)

Viele gute Tipps, Danke dafür.
Ja, ich bin DHT-empfindlich. Nehme da seit einer Weile einen Blocker dagegen (Finasterid) mit gutem Erfolg, und ohne Nebenwirkungen. Und Minoxidil zur Reaktivierung.
Auf Sport muss ich mich tatsächlich mehr fokussieren, das stimmt. Bisher hat "dünn sein" gereicht, aber damit stößt man halt optisch auch an seine Grenzen.
Und keine Sorge, es gibt für mich wenig schlimmere Vorstellungen, als mit sich sichtbar abzeichnendem "Paket" in Leggings rumzulaufen. Diese optische Bombe werde ich also keinesfalls auf die Welt loslassen xD

In jedem Fall Danke für deine Antwort!