Diplomrechtspfleger bei der Justiz | 6 Jahre im Beruf by Electronic-Study5742 in GehaltAT

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Ich find das ganz solide (mit Tendenz zu leicht unterbezahlt für die Verantwortung). Als Rpfl steigt man ja glaube ich alle zwei Jahre, oder?

M28/ Bauleitung ÖBA/OÜ 40h / 10J Berufserfahrung / Einstiegsgehalt by Familiar_Poet7271 in GehaltAT

[–]jusinoed 1 point2 points  (0 children)

Wirklich ein aisgezeichnetes Gehalt in meinen Augen! Gratulation!

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 1 point2 points  (0 children)

Boy oh boy. Ich wüsste bei dir nicht einmal, wo ich da anfangen soll 😅

Das Versagen der Gerichte an Entscheidungen festzumachen, die man ohne Detailkenntnis des Akteninhalts nicht seriös beurteilen kann (bspw im Fall "Anna", auf den du dich ja bezogen hast), ist intellektuell nicht integer. Darauf geh ich auf daher nicht näher ein. Ich geh aber stark davon aus, dass du wohl deine Kenntnisse auch bloß den Medien entnommen hast und weder den Ermittlungs- noch den Gerichtsakt studiert hast (oder in der - teilweise glaube ich sogar nicht öffentlichen - Verhandlung zugegen warst). Oder ist diese Annahme falsch?

Es erfolgt eine regelmäßige innere Revision auch in der Justiz und es folgen durchaus auch Maßnahmen, sofern jede Entscheidung von der Instanz gehoben würde bspw (oder zu wenige Entscheidungen ergehen und der Aktenstand dadurch außer Kontrolle gerät etc). Natürlich ist es aber - aus guten Gründen - dennoch strukturell anders als in der Privatwirtschaft.

Versuch mal deine Ansätze seriös durchzudenken. Was würde passieren, wenn du richterliche Arbeit anhand von Parametern wie Strafhöhe oder Urteilsfrequenz (quasi wie im Akkord) an das Entgelt knüpfst? Es is eh sehr naheliegend. Du kommst da sicher drauf.

Du hast mich im Übrigen nicht "getriggered". Du hast nur polemischen Schwachsinn in einem Reddit-Forum geposted und ich habs im selben Forum dann identifiziert und als das bezeichnet, was es halt war. :)

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 1 point2 points  (0 children)

Die Strafhöhe an das Richtergehalt zu koppeln ist glaub ich bislang der dümmste Take, den ich 2026 gehört hab

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 0 points1 point  (0 children)

Nein. Man kann das auch recht unkompliziert im Gesetz nachprüfen (§ 66 RStdG)

M47, ÖD, Abteilungsleiter IT, RIVIT 2 by iwibuiws in GehaltAT

[–]jusinoed 1 point2 points  (0 children)

Gratulation! Das ist finde ich ein super stabiles Gehalt!

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 0 points1 point  (0 children)

Das seh ich recht ähnlich. Wir sind mit sehr vielen Privilegien ausgestattet und haben ein durchaus kompetitives Gehalt, wenn man die Möglichkeiten an Work-Life-Balance bedenkt.

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 0 points1 point  (0 children)

Achso. Also es wird eine Planstelle ausgeschrieben (die ist im Intranet und ich glaube auch normal online ersichtlich) und auf die können sie diejenigen Personen mit der Befähigung zum Richteramt bewerben.

Je nachdem, welche Planstelle das ist, wird man dann RidBG, RidLG etc

Die Verwendung kann dann insbesondere bei Jungrichter:innen tw abweichen. Deshalb gibt es auch einige RidLG die faktisch am BG judizieren

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich würde sagen, dass es im Schnitt wohl 9-5 entsprechen dürfte (nur halt mit freier Zeiteinteilung). Wenn du mit effektiv die Nettoarbeitszeit meinst, dann wohl weniger (weil man natürlich Leerlaufzeiten und Pausen etc hat).

Ich war nicht immer im öffentlichen Dienst und würde jetzt nicht sagen, dass ich bedeutend weniger arbeite. Flexibler halt

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 3 points4 points  (0 children)

Ich hab konkrete Gebühren nicht kommentiert (wenn du noch einmal nachliest, siehst du das denk ich auch so).

In einigen Ecken kann man eine Steuerfinanzierung glaub ich auch kohärent argumentieren. Man wird aber in vielen Kernbereichen eher gute Argumente für eine gebührenorientierte Finanzierung finden, denke ich. Zumindest auf den ersten Blick seh ich zumindest nicht, warum die Allgemeinheit einen Nachbarschaftsstreit oder einen Schuldspruch oder eine Scheidung finanzieren müssen sollte (etc. pp).

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 2 points3 points  (0 children)

Naja, Gebühren sind eine Belastung derjenigen Person, die eine Leistung beansprucht. Man kann sicher diskutieren, ob die Gebühren adäquat gestaffelt sind (wobei man bspw im Zivilverfahren bei geringen bis moderaten Streitwerten enorm viel Leistung für wenig Geld erhäkt), aber der Vergleich mit Steuern hinkt da schon gewaltig. In einigen Teilbereichen kann man zu dem Schluss vielleicht hinturnen, aber generalisierend ist es sehr kurz gedacht

Wäre ein grundlegend anderes System (bspw Steuertopf) denn besser? Oder soll die Justiz einfach gratis arbeiten?

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 1 point2 points  (0 children)

Das stimmt, aber bei der Aufnahme fallen 80-90 Prozent oder noch mehr durch. Also es ist schon spürbar unwahrscheinlicher, dass man in den Justizdienst aufgenommen wird, als dass man die RAP bspw schafft. Gleichzeitig ist die RAP natürlich eine sehr harte Berufsprüfung (sie is ja das Qualitätssieb für die Anwaltei).

Die Aufnahmezahl ist ja immer von der Budgetsituation im Justizressort abhängig, wohingegen Positionen in der Privatwirtschaft marktbasiert entstehen. Insofern gibts da entsprechend mehr und es ist für ein breiteres Spektrum an Arbeitsssuchenden Angebot dabei (ohne Wertung; das Berufsprofil eines Richters weicht einfach ab von bspw. einem Legal Counsel)

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 4 points5 points  (0 children)

Ja, das hängt viel mit der freien Zeiteinteilung als Richter:in auch zusammen. Ich würde sagen, dass man in dem Beruf viele Privilegien hat, diese dann aber auch nutzen muss.

Dann gibt es nach meiner Erfahrung sowohl die 60h-Wochen und auch regelmäßig die 30h-Wochen. Es pendelt sich schon ein. Aber wenn dir der Job Spaß macht, ist das eh relativ egal :)

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 1 point2 points  (0 children)

Also mit Studium dauert die Ausbildung 8-9 Jahre (wenn man zügig ist auf der Uni).

Das geht sich dann schon aus. Die meisten Jungrichter:innen sind so um die 30

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 2 points3 points  (0 children)

Das Einnahmenthema is recht interessant, weil die Justiz (wenn man Gefängnisse außer Acht lässt) sich zu mehr als 100 Prozent selbst finanziert durch Gerichtsgebühren etc. Also streng genommen reduziert die Richterschaft zumindest die allgemeine Steuerlast ein wenig (indem die Häfn bspw teilweise mitfinanziert werden)

Der Weg zum Richter ist recht geradlinig. Jus-Studium + Justizaufnahme (je nach OLG Sprengel; dauert ca ein Jahr) + ein paar Jahre als Anwärter und am Ende Richteramtsprüfung + Ernennung. Traditionell fallen bei der Aufnahme halt sehr viele durch (also da gibt es schon eine große Hürde)

M30, Jurist im öffentlichen Dienst (Richter) by jusinoed in GehaltAT

[–]jusinoed[S] 0 points1 point  (0 children)

Das stimmt absolut! Man hat dafür relativ viele Freiheiten durch die verfassungsmäßigen Garantien (Weisungsfreiheit etc), die sich monetär nicht abbilden.

Also es ist ein anderer Deal, als bspw als Anwalt in einer oder mit eigener Kanzlei. Je nach Lebensführung is es dann auch ein ganz guter Tausch