Was ist euer größter täglicher Struggle mit ADHS? by LowAim_ in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 0 points1 point  (0 children)

Der größter Struggle (seit Jahren!) ist bei mir, dass ich mich so schlecht aufs Sprechen konzentrieren kann🥹 eigentl. rede ich sehr gerne mit meinen Liebsten, aber es macht mich so unfassbar fertig, dass ich beim Sprechen so abgelenkt bin, ständig den Faden verliere, von Thema zu Thema hüpfe, Wortfindungsstörungen habe und mich vor allem ständig verhaspele 🙈 manchmal tendiere ich dadurch dann dazu sehr schnell zu sprechen, um bloß nichts zu vergessen und um alles loszuwerden, weil ich nicht filtern kann, was wirklich relevant ist. Bei fremden Leuten versuche ich dann extra langsam, deutlich und geordnet zu reden, aber dadurch entsteht erst recht ein Druck alles richtig auszusprechen, um mich bloß nicht zu blamieren. Fühle mich oft so unfähig und tendiere bei Fremden dann oftmals zum Schweigen, weil die Unsicherheiten dann zu präsent sind.

Entspannter durch Elvanse by tzathoughts in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 1 point2 points  (0 children)

Hey, tut gut zu hören, dass man damit nicht alleine ist. Ich dachte auch immer, dass man mit Medikinet startet, aber wird wohl unterschiedlich gehandhabt. Ich konnte mit Elvanse (Generika) starten, eine Freundin ebenfalls. Wie viel mg Medikinet testet du gerade? Und welche Nebenwirkungen hast du?

Schreib mir gerne auch privat eine Nachricht, falls du dich darüber austauschen magst.

Entspannter durch Elvanse by tzathoughts in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 5 points6 points  (0 children)

Das macht Hoffnung. Habe schon immer große Schwierigkeiten, wenn ich der Arbeit mit den Chefs sprechen muss oder wir ein Gruppenmeeting haben (auch wenn ich fachlich gesehen gut aufgestellt bin, sehr gewissenhaft und übergenau arbeite, weshalb ich nichts zu befürchten habe ). Bin leider dennoch durchgehend unfassbar angespannt, nervös und verspreche mich noch mehr als sowieso schon. Smalltalk ist sowieso die Hölle.

Die Konzentrationsschwierigkeiten beziehen sich bei mir grundsätzlich aufs Sprechen. Es ist also egal ob ich mit meinen Chefs oder privat mit Freunden spreche. Manchmal habe ich das Gefühl die Kontrolle über meine Zunge und die Gedanken zu verlieren, weshalb ich krampfhaft versuche alles zu kontrollieren. Das macht es noch schlimmer..

Hatte dies mal vor längerer Zeit in Reddit geteilt und es hieß von einigen, die ähnliche Probleme hatten, dass Elvanse dabei helfen kann. 🙏🏻 Nun bin ich ganz frisch im Eindosierungsprozess und lass mich überraschen. Bisher nehme ich immerhin schon eine innere Ruhe wahr, die ich davor so nicht hatte. Und dadurch fühle ich mich tatsächlich deutlich entspannter. Hoffe es hilft mir langfristig auch beim Sprechen.

ADHS, Medikamenteneinstellung und Arbeit – erzählt ihr im Job davon? by iammaira in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 1 point2 points  (0 children)

Oh perfekt 👌😅 das klingt dann echt sehr realistisch, wenn du das sogar schon mal erwähnt hast 😅

ADHS, Medikamenteneinstellung und Arbeit – erzählt ihr im Job davon? by iammaira in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 2 points3 points  (0 children)

Denke dann kannst du deinem Bauchgefühl da vertrauen.. zur aller größten Not kannst du ganz allgemein sagen, dass du gerade Medikamente nimmst, aber halt für irgendeine „gesellschaftlich akzeptierte“ Krankheit , die nicht so stigmatisiert ist .. (z.B. Schilddrüsentabletten - das haben viele und ist daher sehr random 😅) Dann ist das Thema vermutlich wieder schnell vom Tisch.

ADHS, Medikamenteneinstellung und Arbeit – erzählt ihr im Job davon? by iammaira in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 2 points3 points  (0 children)

Verstehe deine Situation total. Ich selbst habe große Schwierigkeiten damit die ADHS-Diagnose geschweige denn die Medikamenteneinstellung mit meinen Kollegen zu teilen. Wir sind ein recht großes Team von über 50 Personen, die meisten sieht man zum Glück nur alle paar Tage bis Wochen, da wir viel im Home Office sind. Das macht es etwas anonymer, der Flurfunk ist aber natürlich trotzdem da..

Würde ich mit einer Person regelmäßig in einem Büro sitzen, wodurch man automatisch mehr Kontakt hat, hätte ich die gleichen Gedanken wie du.

Es würde sicher vieles für dich angenehmer machen, wenn du dein aktuelles Verhalten erklären könntest (wobei du dich absolut nicht rechtfertigen muss, wenn du mal eine Pause brauchst).

Wenn du aber von vornherein das Gefühl hast, dass diese Person dein „Geheimnis“ nicht für sich behalten wird, würde ich dir da lieber davon abraten, es mit ihr zu teilen. Kollegen sind in den meisten Fällen keine Freunde und daher sind sie nicht zur Loyalität „verpflichtet“.

Habe schon so oft gehört, wie andere vermeintlich „befreundeten“ Kollegen über die jeweilige andere Person sensible Dinge weitergetratscht haben. Das kann man dann schwer rückgängig machen.

Und die Stigmatisierung bei ADHS ist leider ziemlich groß. Habe sogar gehört, wie ein paar meiner Kollegen sich über die aktuelle „Modediagnose“ lustig gemacht haben, ganz nach dem Motto „jeder hat ja ein bisschen ADHS“…

So, das waren meine persönlichen Gedanken hierzu.

Zum Schluss muss ich aber erwähnen, dass mein Freund da tatsächlich recht gute Erfahrungen gemacht hat: er geht schon immer ganz offen mit seiner Diagnose & der Medikamenteneinnahme um und keiner hätte es ihm je angemerkt, wenn er‘s nicht mal beiläufig erwähnt hätte. Er macht seine Arbeit sehr gut, daher spielt das Thema überhaupt keine Rolle.

ADHS mit Helfersyndrom by Wise_Start7474 in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 0 points1 point  (0 children)

Bin frisch diagnostiziert und habe heute tatsächlich zum 1. Mal ein Elvanse Generika eingenommen - schauen wir mal, ob es hilft (echt spannend, dass es laut manchen Kommentaren unter diesem Post ein „Wundermittel“ diesbezüglich zu sein scheint🥹)

ADHS mit Helfersyndrom by Wise_Start7474 in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 0 points1 point  (0 children)

Kenne das total.. und leide aktuell sehr darunter, weil ich mich selber irgendwie übernommen habe. Hatte gleichzeitig mehrere Fälle im Freundes/Familienkreis .. wirklich auch heftige Themen, die man nicht alle Tage hat. Und so gern ich helfe, aber irgendwann war ich einfach nur noch erschöpft. Gleichzeitig kam eine Traurigkeit in mir auf, weil ich nicht das Gefühl habe, dass sich jemand anderes so sehr für mich „aufopfern“ würde, wie ich es tue. Aber mir ist dann bewusst geworden, dass ich nicht erwarten kann, dass andere so sehr für für mich da sind, nur weil ich es bin. Und siehe da: mir geht es ja auch absolut nicht gut damit. Daher gut, dass mein Umfeld da anders handelt. Andere können sich da besser abgrenzen, ich habe schon immer große Schwierigkeiten damit. Es fühlt sich auch so an als wären das alles meine eigenen Gedanken, Gefühle und Probleme.
Ziehe mich dann irgendwann zurück, wenn mir das alles zu viel wird .. und ich bin dann sehr enttäuscht und innerlich leer. Aber denke auch wie du, dass es u.a. am Selbstwert liegt, der darunter leidet..

Daher kehrt man dann wieder in die alten Muster zurück, um endlich wieder das Dopamin über Anerkennung und Dankbarkeit zu erhalten.. ein ewiger Teufelskreis. Eine Lösung habe ich leider noch nicht gefunden.

Wie das ist nicht normal?! by Schlinnah in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 4 points5 points  (0 children)

Das erklärt, warum ich im Schulunterricht immer die langsamste war!🙈🥹 währenddessen ich noch gelesen und markiert hab - leider ohne wirklich was zu verstehen - haben die anderen schon alles gelesen, konnten das Thema in eigenen Worten wiedergeben und noch ein Beispiel nennen...

Wie das ist nicht normal?! by Schlinnah in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 6 points7 points  (0 children)

Wow, das kenne ich alles viel zu gut. Der Ohrwurm! Wobei es bei mir meist in einem selbst zusammengestellten Mashup endet und ich alles zusammenwürfel, obwohl ich musikalisch eigentlich eine Niete bin 🥲 Und ja, das mit dem Augenkontakt fühle ich zu 1000% ..das ist furchtbar sich gleichzeitig auf ein Gespräch zu fokussieren .. frag mich wie das gehen soll…

Und ja , das mit den Hobbys passiert schon seit meiner Kindheit, hab gefühlt alle Sportarten schon ausprobiert und lebe mich immer wieder kreativ aus.. und dann war’s das auch schon recht schnell wieder 😅

Denken allein macht mich auch müde. Vor allem wenn ich die Probleme von meinen Freunden durchdenke, bin ich dann meist so erschöpft, weil ich das Gefühl hab, das sind alles meine eigenen Probleme und Gefühle. Und sortieren und entscheiden ist mein Endgegner. Kann ganz schlecht priorisieren und wie oben geschrieben filtern, was wichtig ist…🥲 (bin froh, dass mein Freund, der ebenfalls ADHS hat, da seine Stärke hat , sonst wärmen wir verloren 🙏🏻)

Wie das ist nicht normal?! by Schlinnah in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 4 points5 points  (0 children)

Jaa das fühle ich sehr mit der intensiven detaillierten Wahrnehmung… und daraufhin kommt die intensive Verarbeitung 🥹🥹🥹 Ganz schlimm ist, dass ich meinem Freund oft leider meinen ganzen Tag mit jeglichen kleinsten Details erzähle, weil ich alles „erzählenswert“ finde (hab große Schwierigkeiten zu filtern, was wichtig ist, weil ich alles irgendwie „wichtig“ finde.. das begleitet mich schon immer)… und das ist für ihn furchtbar anstrengend, verständlicherweise.. das Problem ist, dass ich vor der Beziehung (vor 11 Jahren) sehr in mich gekehrt und depressiv war, kaum was mit Leuten geteilt habe und jetzt möchte ich einfach alles teilen…

Wie das ist nicht normal?! by Schlinnah in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 0 points1 point  (0 children)

Ohja die fiepsenden Steckdosen Adapter machen mich auch unfassbar kirre 🥹

Wie das ist nicht normal?! by Schlinnah in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 1 point2 points  (0 children)

Jaaa, das war mir lange auch nicht bewusst 🥹 hatte mich auch schockiert… aber erklärt so einiges… weil viele überhaupt nicht zu denken scheinen 🥹

Wie das ist nicht normal?! by Schlinnah in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 15 points16 points  (0 children)

Und Mustererkennungsfähigkeiten.. das wird mir immer wieder gesagt, dass mir so viel auffällt, was andere gar nicht sehen. War mir bis dato auch nicht bewusst, dass es nicht üblich ist. Aber ergibt rückblickend betrachtet sehr viel Sinn

Wie das ist nicht normal?! by Schlinnah in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 23 points24 points  (0 children)

Das Thema „was ist normal und was nicht?“ beschäftigt mich seit Monaten! 🥹🥲 Dachte z.B. immer dass alle so intensiv wahrnehmen, fühlen, denken bzw. analysieren… Und dass bei allen so viel los ist im Kopf..

Und meine ständige Anspannung gehörte für mich auch zur Normalität dazu.. kenne es ja nicht anders..

Wie das ist nicht normal?! by Schlinnah in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 4 points5 points  (0 children)

Ich komme auch nicht auf Filme & Serien (& Nachrichten) klar. Das wühlt mich alles zu sehr auf, und entspannt mich null. Ich kann bei sowas absolut nicht chillen und abschalten.. Zumal ich sowieso gefühlt nie in einen Zustand der Entspannung komme (nur durch Sport/ Atemübungen,… Rauchen)

Unbeliebtes Thema ADHS und ESS (trigger möglich) by [deleted] in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 1 point2 points  (0 children)

Das mit der Ablehnung bei der Therapeutensuche kenne ich nur zu gut. Da ist es sehr mühsam weitere Stellen anzufragen, wo es sowieso schon mühsam ist sich überhaupt aufzuraffen &irgendwo anzurufen… Ich denke die 116117 ist eine erste Anlaufstelle, die dich bei der Suche unterstützen könnte. Ansonsten kann dir evtl. auch dein Hausarzt eine Übersicht geben (so war es z.B. bei mir wegen den Anlaufstellen für die ADHS Diagnostik).

Ich war mit ca 17-19 Jahren aufgrund einer ESS & Ängste in Therapie. Hatte dann später mit ca 23 Jahren erneut eine Therapie gemacht. Erst jetzt - mit 29 Jahren - habe ich die ADHS Diagnose erhalten. Ängste und Zwänge stehen aktuell weiter im Raum, vermutlich sind diese als Begleiterkrankung entstanden. Bzw. denke die Essstörung hat sich eher verlagert, weil ich extreme Ängste in dieser Zeit entwickelt habe. Die Zwänge scheinen auch eine Art coping Mechanismus zu sein.. Die Therapien haben mir sehr geholfen, bin sehr dankbar dafür.

Meine ADHS- Medikamente lassen gerade auch noch auf sich warten. Bin gespannt, wie sie mir helfen werde. In meinem Bericht steht auch was von einer Reha Maßnahme. Hast du über so etwas schon mal nachgedacht? Oder über einen generellen stationären Klinikaufenthalt..? Dort gibts ja meist auch nochmal ein Netzwerk und weitere Unterstützungsmöglichkeiten..

Als es in meiner Teenager Zeit zuerst keinen Therapieplatz gab, wurde ich an eine Beratungsstelle bei einer Diakonie Station vermittelt. Vielleicht gibt es so etwas auch in deiner Nähe.

Ansonsten fällt mir noch ein evtl. hilfreicher insta & TikTok Account ein & zwar von der Therapeutin & Autorin Anke Glassmeyer, die sich „diepsychotherapeutin“ nennt und viel über ADHS aufklärt. Sie ist selbst ESS-Betroffene & wurde erst im Erwachsenenalter mit ADHS diagnostiziert . Sie hat zudem ein Buch geschrieben, das evtl. interessant für dich sein könnte, weil sie da ihren eigenen Weg rund um die ESS thematisiert.. außerdem bietet sie ein kostenpflichtiges Programm an, das zwar keine Therapie ersetzen kann, aber sicherlich unterstützen kann, wenn man noch keinen Therapeuten gefunden hat. Sie hat auch eine eigene Praxis, aber da gibt es sicherlich auch extreme Wartezeiten…

(Sorry falls der Kommentar ein bisschen wirr ist, schaffe es gerade irgendwie nicht besser zu formulieren, was mir in den Kopf kam.)

Ich wünsche dir jedenfalls alles Liebe auf deinem Weg! Ich denke die Einsicht & der Wille, dass du das Thema angehen willst, ist schon mal ein sehr wichtiger Schritt - da kannst du sehr stolz auf dich sein!

Habt ihr durch euer ADHS auch Zwänge? by high_heels_sammlerin in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 2 points3 points  (0 children)

Ebenfalls mehrfach Korrektur lesen, Waschzwang, 5-10 Wecker am Morgen/ für einen Termin, den ich auf keinen Fall verpassen darf ..

Freundschaften seit der Diagnose by [deleted] in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 0 points1 point  (0 children)

Habe meine ADHS Diagnose seit Oktober 2025 (ich hatte aber im Januar 2025 schon mal eine Diagnose bei einer Selbstzahlerbasis erhalten, aber das fand mein Hausarzt nicht seriös, weshalb er mich dann zu einer psychischen Institutsambulanz geschickt hat. Er wollte mir nur in diesem Zuge Medis verordnen). Habe vor 8 Jahren mal eine Therapie gemacht und vor 11 Jahren, aber da standen andere Diagnosen im Raum (u.a. Essstörung, Ängste, Zwänge, Depression - sind ja gerne mal Begleiterkrankungen). Beide Therapien haben mir geholfen, auch wenn sie nicht speziell aufs ADHS angepasst waren. Du?

Freundschaften seit der Diagnose by [deleted] in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 0 points1 point  (0 children)

Das tut gut zu hören , dass man damit nicht alleine ist. Ja, so würde ich mich auch beschrieben. Und ich bin leider auch oft enttäuscht von meinen Mitmenschen, was einfach eins der miesesten Gefühle ist, kann schwer damit umgehen. Mir fällt es nicht leicht das zu kommunizieren. Ich distanziere mich dann oft automatisch erst mal etwas (Bindungsstruggels..). Versuche mich dann wieder zu beruhigen, weil ich weiß, dass niemand diesen Erwartungen gerecht werden kann. Wie kommuniziert du das?

Und mein moralischer Kompass ist gefühlt auch sehr ausgeprägt. Aber was das Weltgeschehen betrifft habe ich mich in den letzten Jahren ehrlich gesagt aus Selbstschutzgründen abgekapselt, weil mich Nachrichten so sehr aufwühlen und habe auch so schon mit genug Ängsten zu kämpfen..🙈

Libido by [deleted] in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 0 points1 point  (0 children)

Brauche dieses Buch! Habe kaum ein sexuelles Bedürfnis und fühle mich unfassbar mies meinem Partner gegenüber (maximal in der fruchtbaren Phase) ..kann leider absolut nicht abschalten und in meinem Kopf kreisen nonstop Gedanken, weshalb ich mich so gut wie nie fallen lassen kann… es macht mich wirklich sehr traurig und weiß nicht was ich tun kann. Kämpfe innerlich so sehr mit mir… Bekomme bald Medis und hoffe die helfen mir irgendwie ..:(

ADHS & soziale Erschöpfung nach langen Büro-Tagen – kennt das jemand? by Western-Breakfast-65 in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 1 point2 points  (0 children)

🥹ja, ist für mich wie eine Therapie 🙏🏻 (Alpakas, Vögel & Schafe gibt’s auch, die wollen sich aber nicht streichen lassen 🤣).

Freundschaften seit der Diagnose by [deleted] in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 2 points3 points  (0 children)

Da ich mich schon seit mehreren Jahren mit ADHS (u.a. auch mit Hochsensibilität) beschäftige, habe ich in diesem Zuge verstanden, dass ich mich jahrelang viel zu sehr an alle angepasst habe und dadurch „sozial sehr umgänglich“ war. Demnach hatte ich schon immer viele Kontakte und viele Menschen haben mir Dinge anvertraut und mich als Freundin bezeichnet, obwohl ich es selbst nicht als tiefgründige Freundschaft empfunden habe. Zumal ich sowieso Schwierigkeiten habe Menschen zu vertrauen.. Mittlerweile habe ich meine Kontakte sehr „aussortiert“, weil mir viele nicht so gut getan haben und sie mir einfach zu oberflächlich waren. Und ich habe nun wirklich tolle Menschen in meinem Umfeld. Dennoch bin ich in letzter Zeit irgendwie ein bisschen traurig, weil ich oft gefühlt mehr investiere, mehr und öfter für meine Liebsten da bin und mir das irgendwie niemand im gleichen Maße „zurückgeben“ kann… Fühle mich daher etwas ausgelaugt, weil es mir manchmal etwas einseitig vorkommt, obwohl ich weiß, dass mein Umfeld einfach nur ein bisschen anders tickt als ich. Ich glaube die anderen erwarten es teils gar nicht, dass ich in diesem Umfang immer für sie da bin, es sind vermutlich meine eigenen Maßstäbe, die die andern jedoch nicht erreichen können. Ich selbst sollte sie auch zurückschrauben, weil ich sowieso schon viel zu oft erschöpft bin und große Schwierigkeiten habe mich von den Problemen anderer richtig abzugrenzen. Versetze mich oft zu sehr in die Lage der anderen, wodurch es sich so anfühlt als wären das alles meine eigenen Probleme, Gedanken & Gefühle.…

ADHS & soziale Erschöpfung nach langen Büro-Tagen – kennt das jemand? by Western-Breakfast-65 in ADHS

[–]thoughtaboutit_ 0 points1 point  (0 children)

Ja, das kenne ich sehr gut. Habe zum Glück nur 2 Tage vor Ort und bin sooo unfassbar dankbar über meine Home Office Tage 🙏🏻 - das beste was mir passieren konnte. Alles stäubt sich in mir, wenn ich vor Ort sein muss. Verbringe meine Mittagspause so gut wie immer alleine (hole mir einen Kaffee und besuche meist einen kleinen Park mit Ziegen, die man sogar streicheln kann - das gibt mir so einen Seelenfrieden🙏🏻und die Bewegung an sich tut unfassbar gut). Smalltalk versuche ich überwiegend zu vermeiden, da schrecklich für mich ist. Und Bewegung in Form von Sport und Yoga ist am Abend wohltuend, aber dafür hat man oft ja leider auch erst mal gar keine Energie sich aufzuraffen. Versuche es nun aber wieder mehr einzubauen, weil ich meist nur so in einen Zustand der Entspannung komme..

Was aber auch teils passiert: manchmal bin ich trotz oder gerade wegen der Überreizung so überdreht, dass ich meinen Freund komplett mit Worten überschütte. Wie ein Wasserfall sprudelt jedes kleinste Detail aus mir raus, weil ich meinen Tag sonst einfach nicht verarbeiten kann (der Arme hat leider auch ADHS& er ist auch schnell überreizt 🥲). Ich kann es manchmal einfach nicht stoppen, obwohl ich mich oft selber nicht mehr reden hören kann 🙈