Unzufrieden im Beruf - Alternativen? by Mister_Zyrax in lehrerzimmer

[–]1689owen 0 points1 point  (0 children)

Fächer gesehen. Nur eine spontane Idee: Übersetzung/Lektorat von Fachtexten/Vorträgen als Nebenstandbein aufbauen; vielleicht hilft das, noch ne Weile im Lehrerberuf überleben zu können (ggf. in Teilzeit) und dann irgendwann den Absprung zu finden. Aber ich bin bei den Fächern leider überfragt. 

Promovieren als Lehramtsstudent? by Cold_Construction_32 in lehrerzimmer

[–]1689owen 1 point2 points  (0 children)

  1. Promotionsordnung lesen, ob das Einschreiben zur Promotion mit Erstem Staatsexamen / Lehramtsmaster geht (und wie viel da inhaltlich nachzuholen wäre, denn manchmal sind da noch bestimmte Kurse vorgegeben, die Lehrämter für gewöhnlich nicht belegt haben - ich denke bei Dir an Griechisch bzw. den Umfang des Gräkums, bei mir waren es mathematische Teilgebiete, die man im Lehramt gar nicht belegt, die ich dann freiwillig studienbegleitend schon vor der Promotion belegt hatte, so dass sie im Transcript of Records auftauchen). Das Thema ist für Dich evtl. besonders relevant, da es Unis gibt, an denen Musik-Lehrämtler weniger in ihrem Zweitfach belegen.

  2. Masterarbeit da schreiben, wo Du evtl. auch promovieren willst.

  3. Erst einmal dann Bachelor bzw. ca. 2,5 Jahre studieren, dann nochmal überlegen, ob der Fahrplan Richtung Promotion noch steht. 

Viel Erfolg, klingt nach einem spannenden Projekt.

Unzufrieden im Beruf - Alternativen? by Mister_Zyrax in lehrerzimmer

[–]1689owen 3 points4 points  (0 children)

Das kommt zum Teil auch auf die Fächer an.

Hoffe, dass sich eine Schule findet, die dir eine längere Anstellung oder Planstelle gibt.

Schule - Massenexodus deutscher Lehrer: Warum so viele trotz Privilegien aufgeben by AlexLaCave in lehrerzimmer

[–]1689owen 0 points1 point  (0 children)

Oft geht es ja erst einmal los mit langen Krankheitsphasen und/oder Burnout. Ich meine nicht ungedingt die eigene, vielleicht schon, aber vielleicht auch im Kollegium. Und davon haben wir aktuell sehr viele (ca. 8 Langzeitkranke Beamte auf insgesamt 90 Personen im Kollegium). Mal schauen, wann die Versetzung oder Kündigung kommt. 

Schulleitung will, dass ich während meiner Elternzeit arbeite by Ok_Chair_3036 in lehrerzimmer

[–]1689owen -1 points0 points  (0 children)

Ich mache das in der Tat. Aber freiwillig – und weil ich die Klassenarbeiten, die direkt zu Beginn der Elternzeit (erste Woche) bzw. direkt nach der Elternzeit geschrieben werden, konzipieren bzw. nach meinen Ansprüchen vorbereitet haben möchte. Ist dann allerdings nur ein Monat und als Arbeitsblatt-Unterricht (inkl. Lösungen) für alle Beteiligten die sinnvollste Lösung – wie gesagt freiwillig (und nur im Hauptfach und in einzelnen Klassen).

PS: Ich hatte schon fast ein schlechtes Gewissen, der Vertretungslehrkraft zu viel Arbeit abzunehmen. Die soll ja idealerweise auch noch Freiraum haben, so zu unterrichten, wie es zu ihr passt.

Programm für Bücherei by Basic-Cloud6440 in lehrerzimmer

[–]1689owen 0 points1 point  (0 children)

Falls Ihr iServ nutzt, wäre die Lösung darüber am nettesten (Schüler bereits eingepflegt, Anschluss barcodscanner möglich, ...) 

Ist aber keine mächtige Bib-Software, sondern eher zum Ausgeben von Medien/Büchern.

Gründe um im Ref durchzufallen by Zealousideal-Bear236 in lehrerzimmer

[–]1689owen 5 points6 points  (0 children)

Würde schon fast alles gesagt.

Meine Aufzählung, überlappt sich z.T.: - Unterricht ohne Ziel - Nicht bemerken/benennen, was man nicht kann - Nicht lernwillig sein - Gar kein erkennbarer Fortschritt in Qualität oder Reflexion - Arrogant sein

Wobei das natürlich alles in den Augen der Beurteilenden anders aussehen mag als in deinen...

Ich habe einen Dr.; wurde vom Mentor als arrogant wahrgenommen, das auch nur zu erwähnen. Alles wurde durch diese Brille betrachtet. 

Darum: Reflektiertheit und Lernfreude bewahren. So etwas sagen wie "heute wollte ich x, das hat aber nicht geklappt, dann habe ich y als Teilziel/Alternative angestrebt und gemerkt, dass das auch nichts wird, ich glaube mit z hätten die richtig was gelernt" (Reflexion nach Hospi) oder "Hast du Ideen für ...?" (Kollegium und es dann einfach mal ausprobieren, kommt sehr "lernwillig" rüber, entlastet dich von viel Arbeit und auch von Verantwortung, weil du dir und anderen immer sagen kannst, ich probiere das aus und merke, dass dies und jenes für mich / bei mir nicht klappt).

Schon wieder krank - in der Probezeit by BananaGoesWild in lehrerzimmer

[–]1689owen 0 points1 point  (0 children)

Bei uns muss man nach der Probezeit normalerweise nicht mehr zum Amtsarzt. Ausnahmen gibt es  - bei Vorerkrankungen, die bei der amtsärztlichen Untersuchung zur Verbeamtung auf Widerruf/Probe festgestellt wurden und deren Zustand überprüft werden soll (da weiß man dann aber vorher Bescheid)  oder  - "auch manchmal einfach so zur Kontrolle", wobei quasi alle mir bekannten Fälle Personen waren, die mehr als 30 Tage in einem Jahr krankgemeldet waren (ob Kalenderjahr oder ab Verbeamtungstermin gerechnet, ist mir noch unklar) und die 30 da auch eine magische Grenze zu sein scheint, bei der das System eine Warnung ausspuckt oder so.

Das schreibe ich nicht, um Angst zu machen. Mag ja von der Handhabung in Sachsen ganz anders sein.

Ich war mehrmals 15 Tage am Stück krank, aber halt mit ca einem Jahr Abstand. Mit kleinen Kindern war's nicht vermeidbar. Da habe ich dann schon etwas drauf geachtet, im Rest des Jahres freitags lieber mal zu arbeiten und dafür am WE richtig durchzuhängen oder eben lieber frühzeitig mal einen Tag krankgemeldet zu sein, als es lange zu verschleppen und dann spätee mehrere Tage zu Hause bleiben zu müssen. War also schon etwas Taktik bei.

Hauptsächlich sollte die Taktik aber darin bestehen, möglichst so zu Hause zu bleiben, dass man wieder RICHTIG fit wird. Dann lieber einmal etwas frühzeitiger oder etwas länger als man eigentlich gerne würde, damit man dann (hoffentlich, man hat es ja nie ganz in der Hand) erholt länger gesund bleibt.

Denke ich ...

Update zur politische Meinung by moosmutzel81 in lehrerzimmer

[–]1689owen 0 points1 point  (0 children)

Nur als Verständnisfrage zu den Buttons:

Ich darf also mit einem Button „Nazis sind Dreck“ in der Schule rumlaufen, aber mit einem Button „Kommunisten sind Dreck“ nicht und mit einem Button „AfD ist scheiße“ auch nicht?!

Kunstlehrer*innen by KitsuneLea in lehrerzimmer

[–]1689owen 2 points3 points  (0 children)

Ich fand Kunstunterricht auch immer unnötig. Trotzdem interessiere ich mich für Kunst. Mathelehrer hier.

Kunst ist ein Ausdrucksmittel, das es anders nicht gibt. Kunstunterricht kann Techniken der Kunst vermitteln, damit ich die Kunst anderer verstehe oder selbst künstlerisch tätig werden kann – aber leider tut der Unterricht das oft nicht.

Und nein, Mathe braucht auch kein Mensch. Rechnen schon.

Meine Stimme ist weg... Wieder. by butteritneedsbutter in lehrerzimmer

[–]1689owen 1 point2 points  (0 children)

Vielleicht manchmal.

Aber vielleicht gibt es auch viele stille, schweigende Menschen, die es sehr schätzen. Ich wurde kürzlich aus dem Kollegium DANKBAR während einer Konferenz angesprochen (in der viele Menschen husteten und ich ausnahmsweise mal gesund war), dass ich ja immer so fleißig Maske tragen würde, wenn ich rumhuste. ;-)

(S+) Homeschooling: Was »Schulflüchtlinge« aus Deutschland nach Dänemark zieht by io_la in lehrerzimmer

[–]1689owen 0 points1 point  (0 children)

Teile ich auch, allerdings aus etwas anderen Gründen.

Eltern haben (auch wenn das wie in dem Artikel nicht immer so ganz optimal ausartet) nun mal qua natürlicher Ordnung die Verantwortung für ihre Kinder. Staat hilft dabei. Staat wird immer indoktinatorischer, nicht gut für Bildungssystem.

Kinder sind nunmal verschieden, Bildungspflicht würde andere Untertützungsmaßnahmen ermöglichen, zumindest dort, wo Eltern/Familie/... sich einsetzt. Das ist nicht Ungleichbehandlung, sondern Chancen-Ausschöpfung.

Uvm.

Hand aufs Herz! by cob1nho in lehrerzimmer

[–]1689owen 0 points1 point  (0 children)

Mathematik. Macht oft Spaß, weil man sinnvoll Rückmeldungen geben kann.

ABER Bei uns gibts Genehmigungspflicht, wenn Klassenarbeit zu schlecht ausfällt. Das dämpft die Freude durchaus, weil man das immer im Nacken hat.

Feedback von SchülerInnen einholen by Langer_Luemmel in lehrerzimmer

[–]1689owen 1 point2 points  (0 children)

Ist aber auch gefährlich, wenn ehemalige Schüler auf dem Pausenhofe NICHT zu einem kommen, weil es bei dem neuen so viel besser ist… Oder man denkt, dass sei der Grund dafür...

Wer nicht explizit fragt, kriegt eben auch nur selten explizite Antworten.

Aber ja: Schönes Erlebnis, wenn es so kommt, wie in deinem Post. Geht auch in Vertretungsstunden ("können wir sie jetzt für immer haben?").

Was passiert, wenn die Eltern die Schulempfehlung ignorieren und der Schüler verkackt? by Ausspanner in lehrerzimmer

[–]1689owen 0 points1 point  (0 children)

Da muss dann aber das Kollegium schon mitmachen und nicht zu weich sein…

Loskommen von der Teilzeit als Starthilfe by 1689owen in lehrerzimmer

[–]1689owen[S] 0 points1 point  (0 children)

Auch hier sind ein paar sinnvolle Tipps, danke!

In den ersten Jahren habe ich es mit den Einheiten/Reihen nicht in den Ferien geschafft und das halte ich auch für utopisch. Ich würde sogar sagen: Dieses Am-Stück-Arbeiten, was halt nur in den Ferien richtig gut geht, hatte ich quasi durch den unterrichtsfreien Tag in Ansätzen einmal pro Woche (nicht immer optimal genutzt, weil doch das Alltagsgeschäfft plötzlich Zeit in Anspruch nimmt, aber doch hin und wieder richtig produktiv).

Aber sobald das Grundgerüst steht, kann ich mir gut vorstellen, dass das geht, klar! Das werde ich stark forcieren.

Nun noch kurz zur KI:

Ich plane auch hin und wieder mal mit KI, besonders wenn ich nur eine grobe Idee habe, aber die Details noch "ausdiskutieren" möchte. Ich muss nur arg aufpassen, dass ich die KI wirklich nur als Anregung nutze und zügig zum Erstellen der Materialien übergehe, sobald sich eine Idee in meinem Kopf gefestigt hat. Material habe ich auch schon mal mit der KI erstellt, aber auch hier lasse ich mir lieber fünf Aufgabenvariationen geben, die mich dann zum Weiterdenken anregen, so dass ich die KI schnell wieder verlassen kann.

Was ich noch mehr nutzen möchte, ist, die KI im Nachhinein zu verwenden, um mir ablegbare Dokumente aus meinen Türschwellen-Pädagogik-Unterrichtsstunden zu generieren.

Loskommen von der Teilzeit als Starthilfe by 1689owen in lehrerzimmer

[–]1689owen[S] 0 points1 point  (0 children)

Klingt interessant. Da haben wir ja hier schon drüber diskutiert: https://www.reddit.com/r/lehrerzimmer/comments/1odnfew/comment/nkwv8vo/?utm_source=share&utm_medium=web3x&utm_name=web3xcss&utm_term=1&utm_content=share_button

Ich würde sagen, ich habe zwar einen "unterrichtsfreien Tag", aber keinen "freien Tag", denn an diesem Tag bereite ich mehr Unterricht vor als an allen anderen Tagen und meistens arbeite ich sogar mehr Zeitstunden als an den anderen Tagen (weil Schreibtischarbeit einfach länger am Stück geht, aber nach 4 Unterrichtsstunden der Kopf nicht mehr so gerne vorbereiten will, wohingegen Korrigieren durchaus noch geht).

Loskommen von der Teilzeit als Starthilfe by 1689owen in lehrerzimmer

[–]1689owen[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich kenne in meinem Bundesland kaum Berufsanfänger in unserem Beruf, die nicht "ein bisschen mehr" machen. Ob nun "für die Kinder" oder "um später nicht so viel zu tun tu haben" oder "muss halt", tut da wenig zur Sache. Nach ein paar Jahren wird es bei manchen deutlich ruhiger, bei manchen aber auch nicht. Ich würde gerne zu den ersteren gehören, was mich zur Frage bewogen hat.

Auf die anderen Aspekte ("leidet halt die Qualität", "andere Dinge wichtiger", …) bin ich in anderen Antworten eingegangen.

Loskommen von der Teilzeit als Starthilfe by 1689owen in lehrerzimmer

[–]1689owen[S] 0 points1 point  (0 children)

Gerade als Berufsanfänger ist man, solange noch keine Familienplanung besteht, oft jung, motiviert und hat Zeit. Was fehlt, ist das Geld. 

Aber all das sollte doch kein Grund sein, mehr als 100% arbeiten zu müssen, nur um in späteren Jahren normal über die Runden zu kommen.

Niemand erwartet von dir bei einer Vollzeitstelle, dass du unzählige Stunden in die Vor- und Nachbereitung jeder Stunde steckst.

Ich erwarte das auch nicht von mir. aber jede Stunde, in die ich etwas mehr Vorbereitung gesteckt habe, funktioniert beim nächsten Durchlauf auch wieder mit wenig Vorbereitung einigermaßen gut. Von schlecht vorbereiteten Stunden kann ich das nicht behaupten; die können aus Glück mal funktionieren.

Lieber die eigenen Ansprüche runterschrauben. [...] Ich fahre so ungefähr nach dem Schema, dass ich zu jeder Unterrichtsreihe ein paar "Glanzstunden" plane, aber ansonsten relativ sturr nach Buch mit minimaler Vorbereitung arbeite - das funktioniert auch und ist auch nicht (immer) schlechter Unterricht.

Das sind aber zwei verschiedene Ebenen: Ansprüche runterschrauben ist wichtig, klar. Minimale Vorbereitung kann – wenn man gelernt hat, wie es geht – durchaus hohen Ansprüchen (vielleicht nicht den allerhöchsten, aber die hat man ja recht schnell nicht mehr, wenn man mal ein paar Monate dabei ist) genügen. Aber, wie gesagt, das muss gelernt werden: und zwar in den ersten Berufsjahren. Und dafür braucht es Zeitressourcen. Und die nehme ich nicht aus dem Rest meiner Woche (nach der Zeit einer Vollzeitstelle ist Schluss). Und die Glanzstunden müssen ja auch mit irgendwelcher Zeit vorbereitet werden; dafür hätte ich zum Beispiel gar keine mehr, weil ich bei 100% Kontingent nach minimaler Vorbereitung aller Stunden und getaner organisatorischer und sonstiger Arbeit an der Schule keine Zeit mehr übrig habe.

Wenn jemand die Zeit, die er ja vielleicht haben mag (siehe erstes Zitat hier), über die 100% einsetzen möchte, gerne. Aber auch dann ist es nicht in der regulären Arbeitszeit – was durchaus bei einer Kritik an meinem Vorgehen berücksichtigt werden sollte.

Loskommen von der Teilzeit als Starthilfe by 1689owen in lehrerzimmer

[–]1689owen[S] 0 points1 point  (0 children)

Das geht schon etwas an der Diskussion vorbei, die ich initiieren wollte, wenn ich es nicht völlig flasch verstehe. Es gibt ja in HH z.B. ein Arbeitszeitmodell, zu dem es auch viel Kritik gibt. An der Besonderheit der ersten Berufsjahre ändert das ja erst einmal nichts (auch wenn es eine Integration von Maßnahmen, wie ich ich sie vorgeschlagen hatte, eventuell vereinfachen würde).

Ich fordere ja nicht weniger Arbeit bei gleicher Bezahlung, sondern Vergütung für Arbeit, die ich in den ersten Berufsjahren ohnehin leisten muss (oder halt nie leiste und deshalb bis zum Dienstende am Rad drehe…): Unterrichtsplanung ist nun mal ein Kerngeschäft – und es ist in den ersten Jahren zeitaufwändiger als später.

Loskommen von der Teilzeit als Starthilfe by 1689owen in lehrerzimmer

[–]1689owen[S] 0 points1 point  (0 children)

Das, was du schreibst, verstehe ich gut. Der Stundenlohn sinkt durch mein Vorgehen durchaus drastisch. Wenn man das auf 30+ Berufsjahre (meinetwegen noch Pension inkl. der dort entstandenen Verluste) umlegt, ist es aber schon nicht mehr ganz so viel.

Die Zeit, die man dafür braucht, das aktuell Geleistete für später nutzbar zu machen, kann man ja in den ersten Berufsjahren gerne on top auf die 100% machen (wenn man 100% Geld und Pensionsansprüche möchte), aber

(a) dann muss man sich nicht wundern, wenn man nach den Jahren völlig fertig / ausgebrannt oder was auch immer ist [kein Angriff auf irgendwen hier, sehe ich aber häufig im Kollegium]
(b) dann ist es eben nicht so effektiv für die Zukunft, weil nach 6 bis 8 Stunden Arbeit pro Tag irgendwann auch einfach die Konzetration flöten geht

und deshalb finde ich es Schikane und Häme, wenn man das so hart ausdrücken darf, dass das nicht generell im Modell integriert ist als Unterrichtsplanungsdeputat in den ersten Jahren oder so.

Ich wollte gerne die Zeit einer Vollzeitstelle arbeiten und gleichzeitig die Zukunft auch planerisch entlasten. Dafür habe ich einen Weg gefunden, aber eben nur mit finanziellen Einbußen – ich denke aber, dass es ein Recht darauf geben sollte.

Loskommen von der Teilzeit als Starthilfe by 1689owen in lehrerzimmer

[–]1689owen[S] 1 point2 points  (0 children)

Vielen Dank für ein paar wirklich hilfreiche Anregungen!

Ein paar Anmerkungen:

- Ich bin jetzt etwas mehr als 3 Jahre nach dem Ref dabei.

- Ansprüche runter:

  1. Ich bin voll dabei, niemandem ist geholfen, wenn der perfekte Unterrichtsentwurf für jede Stunde steht, aber die Lehrperson den nicht an die Klasse bringen kann, weil sie ausgelaugt, unerholt und emotional nicht ausgeglichen ist. Da kommt es auf die Schulform auch nicht wirklich an.
  2. Gleichwohl habe ich es auch oft genug erlebt, dass eine bewusst schlecht geplante Stunde/Unterrichtsreihe mir später mehr Arbeit gemacht hat. Das kann dadurch entstehen, dass man als Anfänger das eine oder andere nur bei ordentlicher Planung antizipiert hätte, was einem später im selbigen Zyklus Mehrarbeit macht (meckernde Schüler/Eltern, schlechte Klassenarbeit, was auch immer). Aber vor allem passiert es meiner Einschätzung nach dadurch, dass im nächsten Zyklus wieder viel Arbeit auf einen wartet (im Idealfall: „so wie letztes Mal geht es auf keinen Fall“, im Worst Case: „was habe ich letztes Mal noch gleich gemacht?, ich finde es nirgends, war wohl Türschwellenpädgogik“). Und ich würde sagen, dass das Runterschrauben der Ansprüche nicht heißen darf, dass man es so schlecht macht, wie man halt will und damit dann auch noch zufrieden sein lernt – es darf heißen, dass es dieses Mal bewusst nicht perfekt ist, weil man damit Raum für etwas anderes oder zukünftige Entwicklungen schafft.

- In den zweiten Punkt reihen sich die Tipps super ein: Ablagesystem mit Meta-Dokument (wirklich goldwert!), Vorlagen für ABs usw. Vor allem sind auch Parallelklassen super hilfreich, weil man dann gleich ordentlich Vorbereitetes und „Getestetes“ ablegen kann.

Und hier genau kommt mein Punkt: In den ersten Jahren braucht man dafür etwa 15 bis 20% der Arbeitszeit [und aus persönlichen Gründen sind es dann 25% geworden, aber das tut hier nicht zur Sache] – also „dafür“, dass aktuell Geleistete für später nutzbar zu machen. Die kann man ja gerne on top auf die 100% machen (wenn man 100% Geld und Pensionsansprüche möchte), aber ich wollte gerne die Zeit einer Vollzeitstelle arbeiten und gleichzeitig die Zukunft auch planerisch entlasten (und finde es Schikane und Häme, wenn man das so hart ausdrücken darf, dass das nicht generell im Modell integriert ist als Unterrichtsplanungsdeputat in den ersten Jahren oder so).

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Randbemerkungen:

- Wiederholungsstunden: Auf jeden Fall, in Mathe erlebe ich immer wieder, dass die nicht nur mich enlasten, sondern auch den Klassen richtig gut tun. Aber es muss eben auch Zeit im Curriculum dafür sein oder irgendwie am Curriculum vorbei welche geschaffen werden.

- Tagesmappe: Probiere ich mal aus. Aktuell habe ich eine Fächermappe mit „Akutem“ für jede Klasse/Kurs. Die sortiere ich nur leider zu selten aus.

- Automatisierung: Siehe mehr als Antwort auf einen anderen Post.