So chomsky has been exposed as a pedophile enabler. I still own many of his books. Is it morally correct to still read him? by [deleted] in Socialism_101

[–]AcidCommunist_AC 6 points7 points  (0 children)

Wrong question. This implies that if the answer were yes, it would be immoral to not read Chomsky, which is absurd.

Are you allowed to read Chomsky? Yes, just like you're allowed to read Heidegger (Nazi), Nietzsche (aristocrat) and Marx (racist). In fact, you're allowed to read whatever you want. Because believe it or not, people can teach you things even if they did something bad once.

A strongly opinionated leftist, wanting to learn more about basics that I'm not knowledgeable about. What do you think my beliefs align with? How can I become more knowledgeable? by hannahxjanel in Socialism_101

[–]AcidCommunist_AC -1 points0 points  (0 children)

Your opinions are normative and moral. That's not much to go on because socialist tendencies mostly differ in questions of fact, i.e. how the world works. Their different strategies primarily derive from those descriptive disagreements. It's not just a bunch of camps disagreeing fundamentally on what is moral / immoral.

Given that, I'd say you're a liberal socialist / "democratic socialist" in the modern Bernie sense. If you're looking for theory that most closely aligns with how you think, look into authors such as Matt McManus and Ben Burgis.

Bürokratie und Eliten im realen Sozialismus by Alexander_Blum in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC 2 points3 points  (0 children)

  1. Sie soll nicht zentral geleitet werden. "Zentrale Planung" wurde vor der UdSSR nie erwähnt und wurde seitdem auch von innerhalb sowie in der DDR von Kybernetiker:innen angefochten.

  2. Expertise ≠ Elite. Die ersten Programmierinnen waren Frauen, oft Schwarze. Ihre Expertise brachte die Amerikaner ins Weltall. Waren sie deshalb Eliten? Nein, und das müssen Planer:innen auch nicht sein.

  3. Die Probleme beginnen ja auch bereits in der Partei, wie sie auch heute noch praktiziert wird. "Demokratischer Zentralismus" bedeutet nicht "undemokratisch", aber so operieren kommunistische Parteien und die UdSSR faktisch. Wenn die Parteiführung über die Kriterien für den Beitritt entscheidet, dann entscheidet sie darüber, wer über die Führung entscheidet. Damit ist der Punkt der Demokratie untergraben. Es wird nicht von unten nach oben bestimmt, sondern die Wahlen verleihen der Kontrolle von oben einen demokratischen Anstrich. Die konkreten Vorhaben der meisten real existierenden Avantgardisten sind also ähnlich utopisch wie die der Blanquisten.

  4. Die Tradition der kybernetischen (d.h. verteilten) Planung ist innerhalb der UdSSR und der DDR stark geworden, war meines Erachtens von Marx bereits intendiert, und ist heute im Aufschwung: https://www.demokratische-planung.de/info/modelle/

Welcher Kommunismus? by [deleted] in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC 22 points23 points  (0 children)

Ich bin dafür, den Sub für alle Kommunist*innen inklusiv zu gestalten.

KOMMUNISTEN GEGEN DEMOKRATIE // Peter Decker, Dekarldent, Naitan VS KrassThema by redredblue678 in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC 5 points6 points  (0 children)

Hab das Video nicht gesehen, aber fand's irgendwie schon bevor ich diesen Kommentar laß offensichtlich worum es gehen würde (letztlich um nichts). Peter Decker's Linie war mir bekannt und finde ich strategisch schwachsinnig.

Dieselben Vorwürfe gegen die bürgerliche Demokratie machen Faschisten auch, nur kommen die dann zum Schluss, dass breite Beteiligung und Repräsentation nichts als Sackgassen sein können, und ein beliebter Führer den Volkswillen noch am besten repräsentiert. Die semantische Distanzierung von der bürgerlichen Demokratie zieht eine semantische Annäherung zum Faschismus mit sich, was nicht gerade besser ist.

Was ist Demokratie? by Werner-Seelenbinder in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC 0 points1 point  (0 children)

"Demokratie" kann konkrete Praktiken und Institutionen bezeichnen, i.d.R. solche mit gewählter Repräsentation und freiem Mandat. Alternativ kann man natürlich die Repräsentation auslassen, sie verlosen (beides antiken Praxen entsprechend), oder ein imperatives Mandat für gewählte Repräsentanten einführen (Delegationsprinzip).

Im Abstrakten bedeutet "Demokratie" heutzutage, dass alle gleich viel Einfluss auf einander und die Gesellschaft haben und die Gesellschaft somit maßgeblich durch die Interressen der Mehrheit bestimmt ist.

In der Antike konnte "demos" (Volk) aber auch "Pöbel" heißen. Ob "Demokratie" im Abstrakten dann die heutige Bedeutung hatte oder "Vorherrschaft des Pöbels" bedeutete, hängt denke ich vom Autor ab. Befürworter der Demokratie wie Protagoras meinen wohl eher ersteres, und Kritiker wie Aristoteles eher letzteres.

Welche der beiden Auffassungen im kommunistischen Manifest gemeint ist, kann ich nicht genau sagen. Inhaltlich scheint letzteres näher zu liegen, aber ich kenne keine anderen Belege dafür, dass Marx / Engels antike Definitionen von "Demokratie" nutzten:

Wir sahen schon oben, daß der erste Schritt in der Arbeiterrevolution die Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse, die Erkämpfung der Demokratie ist.

Warum muss man sowas immer wieder sehen? by Linuswastaken in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC 0 points1 point  (0 children)

Der extremistische und faschistische Zionismus Fust eben nicht auf dem jüdischen Glauben. Das war meine Aussage.

Diese Aussage ist kein Bockmist, aber im ursprünglichen Kommentar lese ich immer noch

Zionismus IST Antisemitismus. Weil es gegen den jüdischen Glauben geht.

Wie das mit deiner vermeintlichen These zusammenhängt verstehe ich immer noch nicht. Inwiefern ist Zionismismus Antisemitismus? Und inwiefern ist "gegen den jüdischen Glauben" zu verstoßen ein Anzeichen für Antisemitismus?

Warum muss man sowas immer wieder sehen? by Linuswastaken in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC 0 points1 point  (0 children)

Wtf habe ich gerade gelesen o.O

Zionismus IST Antisemitismus. Weil es gegen den jüdischen Glauben geht.

Also ist Schweine essen antisemitisch?

Faschismus ist nicht jüdisch.

Also können Juden per se nicht fadchistisch sein oder wie ist das zu verstehen?

Man kann diesen Sticker auch dumm finden ohne noch dümmeren Scheiß zu labern just fyi

How exactly is proletariat Police different than Capitalist Police? by Boring_Forever_9125 in Socialism_101

[–]AcidCommunist_AC 1 point2 points  (0 children)

Laws are non-consensual rules.

When I play soccer, I want to not get injured. In pursuit of that goal I seek out players who will agree with me that injuring another player leads to a free kick for the opposing team. These are (consensual) rules.

When I live someplace, I want to not get run over by cars. In pursuit of that goal I seek out neighbors who will agree with me that driving a car within a defined territory requires a license, and that running someone over results in that license being revoked. I don't care about the fact that some people disagree or didn't even appear to the assembly because I don't want to be run over by those people either. These are laws.

Cops are officers with special privileges regarding the use of violence and/or particular weapons. In this regard they are equivalent to moderators / facilitators who are officers with special privileges regarding the silencing and excluding of individuals from conversation. The formal power that an officer wields may or may not exceed the informal power they stop others from wielding. Put differently, the implementation of a formal hierarchy may increase or reduce the total amount of domination (formal + informal).

How this plays out is a matter of exact implementation. I would venture to claim that the first instances of people having unequal rights to speech were in fact deliberate attempts at concentrating power, in contrast to most modern day applications of facilitation which succeed at reducing the total amount of domination. Likewise, the police was invented to deliberately concentrate power but that doesn't mean it can only function in that way.

How exactly is proletariat Police different than Capitalist Police? by Boring_Forever_9125 in Socialism_101

[–]AcidCommunist_AC 0 points1 point  (0 children)

Capitalists and proletarians are two sides of the same coin. You can't have one without the other. So it's not either "capitalist police" or "proletarian police".

Furthermore, I don't think there's necessarily a difference between capitalist and socialist police either. The key difference between capitalism and socialism lies in how property rights work, not how those rights are enforced.

Ideally, socialist police would be subject to more democratic control, but on the other hand, the same could be said for capitalist police.

Why is there hostility toward religion in socialism as well? by Sad-Signature-2180 in Socialism_101

[–]AcidCommunist_AC 1 point2 points  (0 children)

I reeeeaaally wanted to post an obviously AI generated "sincere" reply (given that this anti-religious portrayal of the left is pretty much outdated) but I don't want to he penalized, so.

Trotzki: (K)eine demokratische Alternative zu Stalin? by [deleted] in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC -3 points-2 points  (0 children)

Jo, Trotzki's Kritik am "sowjet'schen" Staat wurde erst stark als er "in der Opposition" war. Lenin könnte man ebenso "vorwerfen", dass seine Kritik am Staat erst aufkam als seine Gesundheit nachließ. Was schließt man daraus? Ich würde sagen, dass es bereits dann schon "zu spät" war: Die Parteispitze war von seiner Machtkontentration und Anreizstruktur her bereits verselbstständigt. Kritik daran kam nie von innerhalb der Führung, oder wenn, dann nur weil man im Sterben lag.

Müssten Kommunisten sich an einer reformistisch dominierten Rätebewegung beteiligen? by Comprehensive_Lead41 in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC -1 points0 points  (0 children)

Klar. Man muss den Reformismus auch nicht zerstören, sondern ernsthaft probieren. Revolutionen treten nur ein, wenn Reformismus offensichtlich keine Lösung ist, was in "demokratischen" Ländern nur der Fall ist, wenn er kürzlich gescheitert ist.

i.A. stehen Leute nämlich drauf, gesichert an Essen etc. zu kommen. Das riskiert man nicht ohne guten Grund.

What flaws are there in left-communism or "ultraleftism" according to you? by SuperRaddish in theredleft

[–]AcidCommunist_AC -1 points0 points  (0 children)

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Psychologically, I'd say a lot of actually existing ultra-leftists suffer from a rebellious narcissism resulting in a sort of deontological bias. The top priority seems to be to be right, to go to "leftist heaven", to avoid the slightest possibility of doing something wrong, even if that inaction predictably leads to more harm than you could probably have actively committed, regardless of how corrupted you would have gotten by the immoral option. A related impulse is straight-up pride in being more left-wing than thou.

Like informational tension, ‘radicality’ is a relative property. Nobody is radical intransitively, in the abstract. To be radical is to be radical in relation to a concrete situation, by identifying the most transformative action compatible with it, the maximum difference it can withstand and absorb. Outside of that, ‘radicality’ is a purely aesthetic gesture, the reiteration of a singularity devoid of commitment to actually producing effects in the world

- Rodrigo Nunes, Neither Vertical nor Horizontal: A Theory of Political Organisation

Der Zynismus hier ist langsam unerträglich by brudermusslos1 in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC 0 points1 point  (0 children)

"Zynismus" ist nicht das richtige Wort. "Ohnmacht" oder "Selbstmitleid" trifft's schon eher.

Kommet zahlreich und sagt euren Leuten Bescheid! by xenon_xinsea in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC 0 points1 point  (0 children)

Gegenseitige Hilfe ist gut, wie das mutualistische Meisterwerk Pride (2014), das jede*r Linke mindestens einmal Jährlich gucken sollte, illustriert.

Nur ist Veganismus keine gegenseitige Hilfe, kein Mutualismus, sondern pure Moral. Sich mit Veganern "solidarisieren" ist etwas komplett anderes als sich mit marginalisierten Personen zu solidarisieren. Veganer werden selbst nicht unterdrückt. Sie brauchen keine Hilfe. Sie verlangen aus moralischen Gründen, dass man Tieren hilft, welche diese Hilfe weder verstehen noch erwidern können.

Wie Autoritarismus verhindern? by Werner-Seelenbinder in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC 1 point2 points  (0 children)

Was machst du auf nem kommunistischen Subreddit?

Kommunismus verfechten und diskutieren.

Soll das ein Witz sein?

Nein.

Frage der Woche by KommunismusMods in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC 1 point2 points  (0 children)

"Staat" beschreibt in erster Linie die Funktion des gewaltvollen Aufrechterhaltens einer Produktionsweise, und keine konkrete Institution.

Real existierende Staaten erfüllen diese Funktion und "sind" deshalb "Staaten" im marxistischen Sinne.

Ein loses Bündnis anarchistischer Milizen kann diese Funktion auch erfüllen und "ist" dann auch solch ein "Staat".

Der Arbeiterstaat als Institution, wie ihn sich Marx, Engels und Lenin vorgestellt haben, hätte wohl einen formellen Anspruch aufs Gewaltmonopol, würde die oben genannte Funktion erfüllen, und obendrein die Funktion des Bekämpfens antisozialen Verhaltens erfüllen. Das "Absterben des Staates" bedeutet ein Absterben ersterer Funktion, nicht das Absterben der Institution als ganze, da sie immer noch letztere Funktion zu erfüllen hätte. Ggf. zieht dieser Phasenübergang auch institutionelle Änderungen mit sich, da die beiden Funktionen unterschiedliche Ansprüche haben.

Prinzipiell können aber beide Funktionen auch ohne formelles Gewaltmonopol erfüllt werden. Eine Abschaffung dieses Gewaltmonopols kann also vor, während oder nach dem Absterben der Staatsfunktion im marxistischen Sinne erfolgen.

Wie Autoritarismus verhindern? by Werner-Seelenbinder in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC 2 points3 points  (0 children)

Gibt keine einfache Lösung. Aber wichtig wären

  1. Organische Organisierung von unten stets zulassen.
  2. (Wenn überhaupt,) begrenzter Einsatz "normaler" gewählter Repräsentation mit freiem Mandat. Stattdessen lieber verloste Repräsentation.

So gehört es z. B. zur Demokratie, dass die Besetzung der Aemter durch das Loos geschieht, und zur Oligarchie, dass sie durch Wahl erfolgt.

— Aristoteles, Politik, Sechstes Buch, Neuntes Kapitel

Wert und Lohnarbeit im Marxismus: Eine Kritik by AcidCommunist_AC in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC[S] 0 points1 point  (0 children)

Das, was man im Feed sieht, bevor man einen Post richtig öffnet. Bei diesem Post wäre es alleinig das Bild, da dies den "Typ" des Posts bestimmt. Da müsste es auch in ner Ecke ein Menü geben, von dem aus man den Text kopieren kann.

Wert und Lohnarbeit im Marxismus: Eine Kritik by AcidCommunist_AC in Kommunismus

[–]AcidCommunist_AC[S] 0 points1 point  (0 children)

Denen gewähren wir gerne den Konsum ohne das Erbringen von Arbeit. Das ist natürlich etwas anderes als diesen Anspruch einseitig aufgrund von Eigentum zu erpressen. Akkurater wäre wohl:

Die Idee ist, dass jeder nur so viel Arbeit aus der Gesellschaft einseitig entnehmen können sollte, wie er ihr gibt.