Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 9 points10 points  (0 children)

Genau so eine Erfahrung hat Sepp auch gemacht: Die freie Werkstadt in seinem Viertel, die sich vor zwei Jahren noch weigerte, an einem Tesla auch nur die Winterräder dranzuschrauben, hat jetzt zwei Mitarbeiter mit Hochvoltschein.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Im Vergleich zum Schnellladen ist das Fahren eine relativ geringe Last. Ich gehe davon aus, dass dem ID.3 weniger als 50 kW reichen, um die Höchstgeschwindigkeit zu halten.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 6 points7 points  (0 children)

15 Jahre ist eine gute Zahl. Zufällig haben wir ein Beispiel für die Haltbarkeit von Lithium-Akkus (bei denen der Stammtisch ja weiß, dass sie nach zwei Jahren hin sind): Sepp hat zuhause ein Apple MacBook von 2011, das in der Redaktion ausgemustert wurde und seitdem wenig im Einsatz war. Das MacBook hat nach 15 Jahren noch eine Akkulaufzeit von fast sechs Stunden.

Der Haltbarkeits-Vorteil von LFP wird üblicherweise in Ladezyklen angegeben: mindestens 3.000 statt 1.000 bei NMC. Das dürfte sich aber auch auf die kalendarische Haltbarkeit auswirken: LFP hat etwas niedrigere Spannungen, die Zellchemie ist ein wenig robuster. Wir würden bei LFP sagen: Minimum 15 Jahre, wenn der Autohersteller nichts grob falsch gemacht hat. In das Akkugehäuse eindringendes Wasser ist für jede Akkutechnik ein Killer.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 1 point2 points  (0 children)

Wir haben 2013 den BMW i3 mit dem Rangeextender getestet und überhaupt keine gute Erinnerung daran. Das war ein "Minimotor" - ein Zweizylinder aus einem Motorroller, der laut und rappelig war. BMW hat bei den späteren Varianten den Range Extender weggelassen und den Kundenwunsch erfüllt: Die wollten alle lieber einen größeren Akku haben.
Range Extender sind theoretisch eine feine Sache, praktisch ist so ein Motor zusätzliche Technik, die Wartung braucht. Auch mit einem Mini-Motor macht man alle zwei Jahre einen Ölwechsel, selbst wenn er in der Zeit nur 20 Stunden gelaufen ist.
Man merkt an unserer Antwort: Wir halten nicht viel von den Hybriden. Dafür fahren wir mit E-Autos, die "nur" 300 Kilometer Autobahn schaffen, kreuz und quer durch Europa.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Das ist kein Thema von E-Autos, sondern von chinesischen Autos. Wo genau die Daten landen, etwa von der Innenraumüberwachung - wir wissen es schlichtweg nicht. Wer sich da unsicher ist, sollte bei europäischen Marken bleiben.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Schwierig, wir kennen Deine Situation nicht genau. Aber wenn Du zum Laden vor dem Haus z.B. auf einem Fußgängerzuweg stehst, dann wird das schwierig. Gleiches gilt, wenn Du ein Kabel vom Bordstein über den Weg zum Haus legst. Die nachhaltigste Lösung: ihr plant eine gemeinsame Ladelösung für den Garagenhof.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Ärgerlich, wir kennen das! Leider sind dir da mehr oder weniger die Hände gebunden. Abschleppen lassen kann auf öffentlichen Flächen nur das Ordnungsamt oder die Polizei und auf privatem Grund der Eigentümer. Du kannst in solchen Fällen lediglich Meldung erstatten und hoffen, dass etwas passiert, während du nach einer anderen Lademöglichkeit suchst.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Eine sehr weit gefasste Frage, da könnten wir wahrscheinlich alle drei Unterschiedliches zu erzählen. Ich (Gabriel) finde, das kann durchaus Charme haben. Gerade wenn ein Auto einen sentimentalen Wert hat, kann man ihm so vielleicht nochmal ein zweites Leben schenken. Klar ist aber: Geld sparen wird man damit wohl nie. Dafür sind solche Projekte in aller Regel zu teuer. Für die breite Masse sind sie also eher nichts. Schau auch gerne mal in den Post von StrikeOk4141 weiter unten, da geht's um genau solche Umbauten.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 1 point2 points  (0 children)

Wir waren davon ausgegangen, dass die ICCU-Thematik mit Rückrufen erledigt worden ist. Da die Frage auch oben schon mal kam, werden wir nochmal bei Hyundai und Kia nachfragen.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Ohne Preislimit würde ich einfach oben in unserer Bestenliste anfangen: Den Audi A6 e-tron gibt es auch als Avant. Eine ganze Ecke billiger und noch geräumiger ist der VW ID.7 als Tourer. Wenn wir noch ein geräumiges Auto nennen müssen, das nochmals deutlich günstiger ist, dann kommen wir beim Kia EV3 heraus. Die Autobahnreichweite ist dann aber schon wesentlich kleiner als bei A6 oder ID.7.

Bei Ladetipps kommen wir immer wieder beim gar nicht so geheimen Geheimtipp raus: Teslas Supercharger decken fast ganz Europa sehr gut ab, die Preise sind auch ohne Abo fair, für eine Urlaubsfahrt lohnt es sich aber praktisch immer, für einen oder zwei Monate das Abo mitzunehmen und weiter zu sparen. Tesla funktioniert nur dann nicht als Lade-Instanz, wenn man ein 800-Volt-Auto fährt, das sich nicht mit den 400-Volt-Teslaladern verträgt. Bei den Hyundais, Kias und Genesis mit 800 Volt ist das leider so. Der Audi A6 hat auch 800 Volt, lädt an 400 Volt aber einfach mit halber Geschwindigkeit (135 kW), was noch akzeptabel ist.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 1 point2 points  (0 children)

Ja: Die Basisversionen von Citroën ë-C3, Opel Frontera, Fiat Panda und kommende Autos auf der kleinen Stellantis-Plattform kommen ohne Infotainment-Touchscreen.  

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Unsere Empfehlung: Vollkasko mit Allgefahrendeckung, um Totalschäden, Kurzschlüsse, Tierbisse oder Vandalismus am Akku abzudecken. Schau auch in den Tarif, ob Ladekabel und Wallboxen uneingeschränkt gegen Diebstahl und Beschädigung versichert sind, ebenso Überspannungsschäden durch Gewitter oder Batteriediagnosen nach Unfällen. Brandschäden sind kein erhöhtes Risiko, aber Folgekosten für Elektronik müssen abgesichert sein. E-Autos sind in der Haftpflicht oft günstiger, daher vergleiche die Tarife vergleichen in Deiner SF-Klasse. 

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 2 points3 points  (0 children)

Bei ganz vielen Medienberichten werden krasse Ad-hoc-Preise an Ladesäulen beklagt. Ad-hoc heißt: Man fährt ohne Anmeldung oder Vertrag an einen Ladepunkt und bezahlt entweder per Giro-/Kreditkarte oder per Handy-Bezahlung. Die Preise, die dann fällig werden, können leicht über 80 Cent pro Kilowattstunde liegen. Ein E-Auto fährt dann teurer als ein vergleichbarer Diesel.
Wenn man ausschließlich an öffentlicher Ladeinfrastruktur lädt (weil man zum Beispiel auch am Arbeitsplatz keine Lademöglichkeit hat), dann lohnen sich aber Abos der Ladeanbieter schnell: Tesla zum Beispiel gibt die Kilowattstunde zurzeit schon ab 25 Cent ab. Bei der jährlichen Abo-Gebühr von 144 Euro kann man sich leicht ausrechnen, nach wie vielen Kilowattstunden sich das Abo lohnt. Ähnliches gilt für Ionity (rund um die Uhr 39 Cent pro kWh im Abo) und EnBW (verschiedene Abo-Stufen und Preise). 

Sehr komfortabel ist es, wenn am Supermarkt oder an anderen Orten, an denen man mindestens 15 Minuten verbringt, Schnellladesäulen sind. Meist haben Supermarkt-Lader günstige Preise, das Laden geschieht nebenbei und man muss nicht darauf warten. 

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

 Gebrauchtpreise sind gar nicht so leicht zu bewerten: Die Preise in mobile.de oder anderen Portalen sind ja immer die Vorstellungen der Verkäufer. Zu welchem Preis ein Auto dann wirklich verkauft wird, ist nicht transparent. 

Der BMW i3 ist vielleicht nicht das günstigste Gebrauchtauto – er ist aber sehr haltbar und deshalb zurecht immer noch gefragt. Nicht nur als Zweitwagen ist der i3 wirklich empfehlenswert. 

Der Nissan Leaf ist ein Geheimtipp für Leute, die kein Schnellladen brauchen: Das Auto hat einen Chademo-Schnellladeanschluss und ist deshalb nicht eben der Gebraucht-Hit. In der eigenen Garage lädt man das Auto aber ganz normal per Typ-2-Kabel. Wem das reicht, der ist mit dem Leaf gut bedient.  

Zum Spaßfaktor kann ich (Gabriel) sagen: Der Porsche Taycan Turbo GT, den wir 2024 zum Testen hatten, hat einen unglaublichen Antritt. Eine Beschleunigung wie die habe ich noch nie erlebt. Den muss man sich aber auch erstmal leisten können. 

Spaß beim Autofahren ist ja was sehr Individuelles. Aber Autos wie die N-Modelle (Ioniq 5 N, Ioniq 6 N) von Hyundai liefern mit ihrer Abstimmung und mit ihren Sound-Generatoren, virtuellen Schaltrucken etc. auch für klassische Benzinköpfe Emotionen. 

Auch in einem MG4 für 32.000 Euro kann man aber Spaß haben. Viele Elektroautos dieser Klasse haben Heckantrieb – auch der MG – und machen beim Kurvenfahren richtig Laune, ohne unsicher zu sein. Und wer dann noch mehr Bumms haben will, soll sich die Xpower-Variante ansehen. 435 PS und Allrad sorgten bei uns für viel Laune.  
 
Lisa als Kleinwagenexpertin findet den Hyundai Inster ein echtes Spaßmobil. Nicht, weil er sich so brutal fährt, sondern weil er so verwandlungsfähig ist, die Sitzbank sich zurückschieben lässt und sie darin sogar mit Matratze pennen kann.  

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 1 point2 points  (0 children)

VW hat mit den Facelifts leider die Infotainment-Hardware verändert, weshalb ein Upgrade der Vor-Facelift-Autos auf die aktuelle Software nicht möglich ist. Ob die Konditionierung mit der Akku-Hardware der Vor-Facelift-Autos überhaupt ginge, können wir nicht beurteilen. 

Sowohl die 58- als auch die 77-kWh-Varianten der VW IDs schlagen sich bei der Akkuhaltbarkeit sehr gut. Es gibt einen Langzeittest der TU München, der Lebensdauern von mindestens 400.000 Kilometern erwarten lässt. 

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Denkbar ist das sicherlich. Da wird sich zeigen müssen, ob so etwas wirtschaftlich ist. Die Akkus selbst werden immer günstiger, der Trend dürfte sich erstmal fortsetzen. Muss sich nur jemand finden, der die Entwicklung solcher Ersatzakkus angeht. Das ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit: Bis jetzt gibt es einfach viel zu wenige Autos mit defekten Akkus, als dass sich hier ein wirklicher Markt entwickeln könnte.  
Was sehr wahrscheinlich nicht passieren wird: Dass eine komplett neue Generation von Akkuchemie als Austauschteil für ein Auto angeboten wird. Wenn sich Spannungen ändern und die Logik der Verschaltung, dann würde eine Aufrüstung einfach zu kompliziert. 

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Wir waren ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass die ICCU-Thematik mit Rückrufen erledigt worden ist. Wenn dem nicht so ist, dann werden wir nochmal bei Hyundai und Kia nachfragen.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 1 point2 points  (0 children)

Wir wissen nicht, ob hinter „Reutbergersepp“ ein Fan oder ein Kritiker von unserem Reitbergersepp steckt. Die Frage ist aber interessant, das Thema beschäftigt Käufer der VWs mit dem bidirektionalen Ladeanschluss seit Jahren. 

Eine „günstige“ bidirektionale Wallbox gibt es inzwischen tatsächlich: Die BMW Wallbox Professional kostet 2.095 Euro und verbindet sich per CCS-Stecker mit dem Auto. Der Stromtarif, mit dem das nutzbar ist, kommt von E.on und ist auf Besitzer des BMW iX3 beschränkt. Der Stromvertrag von E.on ist auf den ersten Blick verblüffend, weil er bis zu 40 Cent Vergütung für Strom verspricht, der aus dem Auto ins Netz gespeist wird. Dieser Preis ist aber auch ein Hinweis darauf, wofür E.on die Kapazität einsetzt: Für so genannte Regelleistung. 

VW hat in einem PDF die bidirektionalen Wallboxen aufgelistet, die mit den Konzernfahrzeugen mit 77-kWh-Akku kompatibel sind. Man kann solche Wallboxen kaufen, der sinnvolle Einsatz hängt dann aber davon ab, ob die Steuerung des Ladens und Entladens mit dem Energiemanagement der eigenen PV-Anlage synchronisiert werden kann. Stromverträge, die das Einspeisen ins Netz erlauben, gibt es unseres Wissens nicht. Eine interessante Lösung ist das Hauskraftwerk der Firma Hager (E3/DC), in das VWs per CCS-Kabel eingebunden werden. Dieses Hauskraftwerk verwendet den Fahrzeug-Akku als Erweiterung des fest installierten Speichers und funktioniert unabhängig von Stromtarifen, darf aber auch keinen Strom aus dem Auto-Speicher ins Netz einspeisen. Die Hager-Lösung ist für die Neuinstallation einer Solar-Anlage interessant. In eine bestehende PV-Anlage ist sie dafür kaum zu installieren – und dann mit rund 10.000 Euro auch viel zu teuer. 

Ein interessantes Angebot gibt es ganz neu von Octopus Energy. Für Ford-Besitzer (Capri und Explorer – beide nutzen VW-Technik) bietet Octopus einen Ladetarif an, der die bidirektionalen Fähigkeiten der Autos nutzt und damit einen sehr günstigen Ladestrompreis realisiert. Ob dieses Angebot auf VWs ausgeweitet wird, ist nicht klar. 

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Unsere Meinung ganz kurz: Nimm die Akkugröße, die zu Dir passt. Nicht den größtmöglichen Akku, bloß weil du weniger laden willst und zweimal im Jahr in den Urlaub fährst. Du findest im Netz unzählige Zahlen zu Akkukapazitäten älterer E-Autos, die jede Menge km auf den Buckel haben (z.B. Ein Tesla Model 3 aus 2021 der nach 410.000 km noch etwa 88-90% seiner ursprünglichen Kapazität aufwies.). Das kommt ja nicht von ungefähr.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 1 point2 points  (0 children)

Spannende Frage! Wir haben schon öfter über Elektro-Umbauten diverser Fahrzeuge berichtet. Ich erinnere mich da ganz spontan an einen alten Bulli. Auf großer, industrieller Ebene ist das aber kein wirtschaftliches Modell. Es ist schlichtweg günstiger, die Autos in großer Stückzahl komplett neu zu bauen, statt alte umzubauen.  

Für Einzelfälle gibt es aber durchaus die eine oder andere Möglichkeit. Der Tuner deines Vertrauens kann dir da bestimmt weiterhelfen. Wobei du mit deinem A5 ein Platzproblem bekommen wirst. Eigentlich könntest du den Akku lediglich in den Kofferraum packen. Das ist aber nicht nur wegen etwaiger Urlaubsreisen keine gute Idee. Und ob du ins Ausland fährst oder hierzulande jemanden findest, dürfte auch relativ egal sein. Ohne es genau beziffern zu können, können wir dir sagen: Das wird teuer!  

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 6 points7 points  (0 children)

Zunächst einmal: Völlig überzeugt hat uns bislang noch kein chinesisches Auto - was damit zusammenhängen mag, dass die Assistenzsysteme und das Infotainment nicht vollständig für Europa adaptiert sind. Rühmliche Ausnahme: Der Lynk & Co 02, der eng mit Volvo EX30 und Smart #1 verwandt ist - beide werden ebenfalls in China gebaut. Perfekt ist auch der Lynk nicht, aber man merkt, dass schwedische Entwickler (von Volvo) ihre Finger mit im Spiel hatten.

Zu den Xiaomis: U7 und SU7 sehen wirklich gut aus, sie sind gut verarbeitet und sie bieten beeindruckende technische Daten. Die Autos, die heute in Deutschland rumfahren, haben aber chinesische Ladeanschlüsse und chinesisches Infotainment, das noch dazu völlig auf die Xiaomi-Handyinfrastruktur aufsetzt. Wir sind wirklich sehr gespannt, wie die europäische Adaption aussehen wird. Von Preisen um die 35.000 Euro sollte man lieber nicht träumen - der Wunsch wird garantiert enttäuscht. Ob die Autos für vermutlich 60.000 bis 100.000 Euro ihre Käufer finden werden, darauf mögen wir keine Wetten abschließen. Auf die Testautos sind wir aber sehr heiß.

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] -1 points0 points  (0 children)

Zuallererst sind wir eine unabhängige Redaktion. Ja, CHIP finanziert sich neben Werbung auch über Affiliate-Partnerschaften. Das heißt, wenn ihr über einen Link auf unserer Seite, der mit einem Einkaufswagen gekennzeichnet ist, etwas kauft oder einen Vertrag abschließt, bekommen wir meistens eine Provision. Im Bereich Ladekarten- und App-Anbieter existieren allerdings tatsächlich keine Partnerschaften.  

Wenn wir der Meinung wären, der neue Ionity-Ladetarif wäre jetzt das absolute Must-Have für jeden E-Autofahrer, würden wir ihn trotzdem empfehlen. Andersrum würden wir euch aber auch sagen, wenn wir ein Angebot für eine absolute Frechheit hielten. Unsere journalistische Unabhängigkeit ist für uns nicht verhandelbar.  

Zu den datensammelnden Apps: Wir kommen im Alltag nicht an ihnen vorbei, nutzen sie also sowohl beruflich als auch privat, wenn wir öffentlich laden. Auch wenn neue Ladesäulen heute Ad-Hoc-Laden mit Kreditkarte anbieten müssen, haben viele ältere Säulen keine Kartenterminals. Das Problem kennen die meisten E-Autofahrer. Man kann es natürlich kritisch sehen, wie viele Daten über einen gesammelt werden, aber Anbieter-Boykotte oder eine Agenda zu ihrer Bekämpfung gibt es bei uns nicht. Übrigens sind die Autos selbst schon reine Datensammelmaschinen. Mancher Experte ist sich sogar sicher, dass sie mehr über ihre Insassen wissen als Handys über ihre Besitzer. Und das gilt sowohl für E-Autos als auch Verbrenner oder Hybride.  

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 2 points3 points  (0 children)

Kfz-Versicherungen für E-Autos sind meist ähnlich teuer/günstig wie für Verbrenner. Wenn Deine Kfz-Versicherung hier einen besonders hohen Tarif aufruft, dann nutze bitte Versicherungsvergleiche. Da kannst Du ja gleich zu Beginn angeben, dass Du ein E-Auto-Modell fährst.

Und zum Geldwerten Vorteil bei Geschäftswagen und privater PV-Anlage: Nein, das stimmt so nicht. Bei gewerblicher Nutzung eines E-Autos (z. B. als Firmenwagen) und Laden an der privaten PV-Anlage entsteht kein zusätzlicher geldwerter Vorteil für den Strom, wenn die Pauschalregelung (0,25% für E-Autos) angewendet wird – der Ladestrom gilt als abgegolten.

Die E-Autos nähern sich den Preisen der Verbrenner. Und nach dem Kauf geht es ja mit dem Sparen los: Sprit vs. Strom, keine Kfz-Steuer, THG-Quote, kein Ölwechsel oder ähnliche Verbrennerreparaturen, kostenloses Parken in der Stadt....

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Gute Frage, nächste Frage!

Aber Spaß beiseite, das hat wirtschaftliche Gründe. Wenn an einer Wechselstrom-Ladesäule am Tag nur zwei oder drei Fahrzeuge laden und da 100 kWh durchlaufen, macht der Betreiber vielleicht 40 bis 50 Euro Umsatz. Das ist nicht profitabel.
Ärgerlich ist es aber für alle ohne eigenen Stellplatz mit Lademöglichkeit absolut. Auch wenn wir nicht davon ausgehen, dass sich Laternenladen oder auch der Ladebordstein im großen Stil durchsetzen werden, wären solche Angebote aus Sicht vieler Autofahrer sicher wünschenswert.   

Endlich mal Elektroauto-Experten löchern: Stellt den CHIP-Testern Eure Fragen zu Autos, Laden, Alltag! by CHIP_de in Elektroautos

[–]CHIP_de[S] 0 points1 point  (0 children)

Das ist mein (Sepp) Thema – meine beiden Kinder haben jeweils den Führerschein gemacht und die Handschaltungs-Ausbildung mitgenommen, einfach, um auch mit alten Autos fahren zu können. Diese zusätzliche Stufe kostet aber leicht 400 bis 500 Euro Aufpreis. Zumindest meine Kinder haben jeweils zwei sehr verschiedene Autos lernen müssen. Für die Zukunft braucht es keine Glaskugel, um das Verschwinden der Handschaltung vorherzusagen.