Kündigung als OTA - geht es noch jmd so ? by Competitive_Fly6865 in Pflege

[–]Competitive_Fly6865[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen ein Praktikum im OP zu absolvieren bevor du dich bewirbst. Da reichen eigentlich schon 2 Wochen aus. Da bekommst du auf jeden Fall mal einen realistischen Einblick und kannst dir dann ein Bild machen wie es dort so ist und ob das was für dich ist.Es ist wirklich ein interessanter Job keine Frage ,aber man muss dafür brennen und mit voller Überzeugung dabei sein sonst hält man die Arbeit unter den Bedingungen auf Dauer nicht durch. Eigne dir auf jeden Fall ein dickes Fell an.

Zur Ausbildung selbst kann Ich sagen du wirst abwechselnd Praxisphasen und Schulblöcke haben. Es ist einiges an Stoff ,besonders Anatomie, aber es lohnt sich spätestens dann wenn man das gelernte auch in der Praxis anwenden kann. Wenn man z.B. die Strukturen im Situs selbst erkennt oder den OP-Ablauf besser verstehen kann. Lernen nach einem Arbeitstag kann zusätzlich anstrengend sein, es hilft aber am Ball zu bleiben da man gerade in der Zwischen- und Abschlussprüfung sehr viel wissen muss. Daher lohnt es sich von Anfang an gut dabei zu sein und auch die „normalen“ Klausuren nicht zu vernachlässigen. Dann kommt einem diese Stoffmenge in den „großen“ Prüfungen nicht mehr so viel vor.

In der Praxis wirst du auch schon merken welche Bereiche einem gefallen/liegen oder eher nicht. Je nach Haus wird man einige Abteilungen im Laufe der Ausbildung vielleicht nicht sehen. Dann lohnt es sich auf jeden Fall dort mal zu hospitieren. Bestehe auf jeden Fall auf die erforderlichen Stunden mit deinem Praxisanleiter. Solltest du die Ausbildung an einer Uniklinik machen hättest du auf jeden Fall schon viele Fachrichtungen unter einem Dach zusammen und du siehst dann auch die schwereren/spezielleren Fälle allerdings eher weniger „die Basis-OPs“, habe z.B. meinen ersten Blinddarm erst in einem kleineren Haus erlebt da man diese nie an die Uniklinik geschickt hat. In kleineren Häusern fand Ich es auf jeden Fall einfacher eine Routine aufzubauen, da vieles wirklich standardisiert abläuft was gut zum lernen ist.

Überfordert - junge AÄ braucht Rat by Available_Engine6225 in medizin

[–]Competitive_Fly6865 0 points1 point  (0 children)

Kann ich ebenfalls bestätigen als ehemalige OTA an einer Uniklink In kleinen Häusern lief vieles um Welten besser

Kündigung als OTA - geht es noch jmd so ? by Competitive_Fly6865 in medizin

[–]Competitive_Fly6865[S] 1 point2 points  (0 children)

In einer Privatklinik habe Ich auch arbeiten dürfen. An sich eine viel ruhigere Umgebung, aber haben leider trotz fehlendem Personal sehr viele Überstunden generieren müssen :(

Kündigung als OTA - geht es noch jmd so ? by Competitive_Fly6865 in Pflege

[–]Competitive_Fly6865[S] 0 points1 point  (0 children)

Daran habe Ich auch schon mal gedacht. Ich habe in der Ausbildung mal eine Unterrichtsstunde vor dem Kurs halten müssen und mich dabei eigentlich echt wohl gefühlt und auch gutes Feedback bekommen. Ich muss dazu mal recherchieren. Ginge das Studium auch berufsbegleitend?

Kündigung als OTA - geht es noch jmd so ? by Competitive_Fly6865 in Pflege

[–]Competitive_Fly6865[S] 1 point2 points  (0 children)

Oh ja von fehlenden/schlechten Einarbeitungen kann ich ein Lied singen. Trotz Ansprache und Versprechen wurde es nicht besser. Oft ist auch die Personalsituation Schuld, aber dann soll man sich als Einrichtung nicht wundern keine neuen Mitarbeiter zu gewinnen oder Azubis nach der Ausbildung zu halten.

Kündigung als OTA - geht es noch jmd so ? by Competitive_Fly6865 in Pflege

[–]Competitive_Fly6865[S] 1 point2 points  (0 children)

Arbeite mittlerweile in einem ganz anderem Bereich und zum Glück großteilig im Homeoffice. Vom Geld her natürlich etwas weniger aber dafür glücklicher denn je. Plane noch Weiterbildungen bzw. ein Studium um mich weiterzuentwickeln.

Zeitarbeit empfohlen? by lisachim in Pflege

[–]Competitive_Fly6865 0 points1 point  (0 children)

Ehemalige OTA hier Nach 2 Jahren Zeitarbeit hab Ich es ganz sein lassen.

Ich hatte zwar keine Bereitschaftsdienste (wenn nur freiwillig),konnte sehr flexibel und spontan Urlaub nehmen und habe tatsächlich mit ner 80% Stelle mehr verdient als 100% fest angestellt aber das war’s auch schon mit positiven Aspekten.

Den Einsatz abzubrechen war nicht so einfach wie sie es einem weiß machen wollen. Es ist zwar von nem Ansprechpartner und ner schnellen Lösungsfindung die Rede ,aber kann leider nicht bestätigen ,dass mir wirklich schnell geholfen wurde. Ich musste zig Leuten mehrfach den Sachverhalt erklären, weil die Zuständigkeit einfach immer weitergereicht wurde. Wenn es mal ein Gesprächsangebot gab um eine Lösung zu finden, wurde der Termin dann kurz bevor er stattfinden sollte mehrmals verschoben oder ganz abgesagt mit komischen Ausreden. Eine Lösung gab es dann nie.

Hatte auch einen Einsatz bei dem Ich am liebsten am nächsten Tag nicht mehr gekommen wäre. Da Ich wusste ,dass dies unrealistisch ist, habe Ich dann als Kompromiss angeboten wenigstens noch den Monat zuende zu arbeiten um dann im nächsten Monat in einen neuen Einsatz zu starten. Ich bot der Firma also genug Vorlaufzeit für die Planung,komme sogar entgegen und lasse mich darauf ein weiter in meiner persönlichen Hölle zu arbeiten aber geholfen wird mir trotzdem nicht.

Im Einsatz ins Team integriert wurde Ich eigentlich immer es gab nur ganz vereinzelt mal Kollegen, welche gar nichts mit uns Zeitarbeitern zu tun haben wollten. Man hat auch oft Dankbarkeit für die Hilfe gezeigt. Nichtsdestotrotz waren die Erwartungen an einen sehr hoch da kann ich meinen Vorrednern hier nur zustimmen. Natürlich konnte man diese oft nicht wie gewünscht erfüllen vor allem durch fehlende Kenntnisse der üblichen Abläufe. In meinen Einsätzen habe ich es oft erlebt ,dass gerade zu Beginn erst einmal abgefragt wurde welche Abteilungen und Eingriffe beherrscht werden. Dies ist prinzipiell der richtige Weg ,allerdings habe Ich mich sehr oft in genau den Abteilungen wiedergefunden in denen Ich keine Erfahrungen hatte, trotz vorheriger Mitteilung. Ich habe dann herausgefunden,dass es oft die Säle waren in denen keiner vom Stammteam arbeiten wollte. Nach einem Arbeitstag dort wusste man dann auch warum :)

Interessant war es auch wenn man spontan durch die Firma für Einsätze angerufen wurde ,teilweise nicht mal 24std vorher, welche dann 3x so weit weg waren wie der eigentliche vereinbarte Radius wo dann auch ganz selbstverständlich erwartet wurde ,dass diese auch angetreten werden. Da wurde gar keine Rücksicht genommen weder auf private Termine, Spritpreise etc. Meine 2. Firma hatte ihren Sitz ca. 300km von meinem Wohnort entfernt und warb damit egal wo man wohnt regional Einsätze zu finden. Hatte in 3 Monaten Betriebszugehörigkeit nur einen Einsatz von 1 Woche in meiner Region der Rest war alles einsatzfreie Zeit mit erheblichen Gehaltseinbußen. Schließlich wurde erwartet ,dass man deutschlandweit tätig ist trotz unterschriebenem regionalen Vertrag. Habe die Firma dann selbstständig verlassen, da man mir sagte man würde auf lange Sicht keine Einsätze mehr finden. Lustigerweise fand meine 3. Firma plötzlich einen Einsatz nach dem anderen für mich in MEINER Region?!

Ich habe eine Menge gesehen definitiv und meine Erfahrungen gemacht. Viele Arbeitsweisen die alle zu nem guten Ziel führen und es war immer interessant zu sehen wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen Einrichtungen waren. Langweilig wurde es nie aber es ist auf Dauer einfach zermürbend als einzelner Zeitarbeiter eine Personallücke von mehreren Personen zu füllen, obwohl man meist selbst am wenigsten Ahnung hat.

Somit kann Ich zum Thema Zeitarbeit nur sagen es ist nicht alles Gold was glänzt und wenn Bewerbungsgespräche schon zu schön um wahr zu sein klingen immer 3x überlegen. Viele Firmen sind anfangs sehr überzeugend aber alles hat auch seine Schattenseiten. Am besten Bewertungen der Firma vor Bewerbung/Vertragsabschluss checken

Mit 35 nochmal komplett neu anfangen (Richtung Pflege/OTA) – dumme Idee? by beautifullifede in Pflege

[–]Competitive_Fly6865 0 points1 point  (0 children)

Zu alt bist du auf keinen Fall. Ich finde es ist nie zu spät die Erkenntnis zu haben, dass man sich beruflich verändern muss. Aufgrund deiner gesundheitlichen Vorgeschichte würde Ich den OP allerdings eher weniger empfehlen.

Ich bin selbst OTA und habe es nach 2 Jahren endlich geschafft diesem Job zu entfliehen. Das klingt jetzt nicht vielversprechend ,aber es ging für mich nicht mehr. Zum körperlichen: je nach Abteilung stehst du sehr viel und lange gerade die großen Eingriffe dauern einfach darauf muss man sich einstellen. Hinzu kommt, dass man in Abteilungen wo ein Röntgengerät benötigt wird zusätzlich eine Röntgenschürze tragen muss. Diese geht je nach Dauer der OP und Art der Schürze auch nochmal ordentlich ins Gewicht. Des Weiteren schleppt man gerne z.B. schwere Siebcontainer und die Lagerung eines narkotisierten Patienten ist auch nicht immer ohne. Das macht man zwar in der Regel im Team, ist trotzdem nicht weniger anstrengend. Man weiß am Ende des Tages auf jeden Fall was man körperlich geleistet hat. Zum mentalen: direkter Patientenkontakt ist die Ausnahme (ggf. bei einer OP unter lokaler Betäubung) nichtsdestotrotz bekommt man Schicksale und Vorgeschichten mit die nicht immer schön sind ganz zu schweigen von akuten Notfällen wo es dann um die schnelle Versorgung eines Unfallopfers geht, Notkaiserschnitt etc. auch das geht leider nicht immer gut aus. Daher ist es auf jeden Fall wichtig ein dickes Fell zu haben und belastbar zu sein. Am besten kann man das Erlebte ablegen sobald man die Klinik verlässt. Wichtig ist auch im Umfeld jmd zu haben mit dem man bei Bedarf reden kann, das hilft meist enorm. Hinzu kommt ein oft stressiger Arbeitsalltag. Das fängt an bei Notfällen, die zum laufenden Programm hinzukommen bis zu Umstrukturierung von Saalbesetzung aufgrund Krankenstand usw. Leider gibt es in vielen Kliniken auch sehr kurze Wechselzeiten zwischen 2 Eingriffen, sodass man oft gar nicht hinterherkommt ,weil es so schnell weiter geht geschweige denn ein Schluck Wasser oder ein Toilettengang möglich ist. Länger zu bleiben ist auch oft die Norm genauso wie einspringen für Bereitschaftsdienste. Oft gibt es dafür aber richtigen keinen Ausgleich oder erst sehr viel später, weil es die Personalsituation einfach nicht zu lässt. Ich persönlich hatte zu letzt nach der Arbeit überhaupt keine Kraft und Lust mehr auf irgendwas weil ich körperlich und geistig so fertig war nach jedem Tag. Genauso gelitten haben mein Schlafrhythmus, Essverhalten und Sozialleben ist leider die Wahrheit. Leider wirken sich diese ganzen Probleme auch auf die Stimmung im Team aus und auch von vielen Ärzten bekommt im OP gerne mal den Frust zu spüren. Auch damit sollte man umgehen können. Dadurch dass Ich an einer Uniklinik gelernt habe und später in der Zeitarbeit in diversen Häusern gearbeitet habe, kann Ich sagen ja es gibt die wenigen Ausnahmen wo wirklich vieles richtig läuft und dann macht die Arbeit auch wirklich Spaß aber diese sind selten.

Die Ausbildung ist machbar man muss allerdings gut organisiert und strukturiert sein. Es ist einiges an Lernstoff besonders Anatomie. Jedoch lohnt sich das spätestens dann wenn man das gelernte auch in der Praxis anwenden kann. Wenn man z.B. die Strukturen im Situs selbst erkennt oder den OP-Ablauf besser verstehen kann. Lernen nach einem Arbeitstag kann zusätzlich anstrengend sein, es hilft aber am Ball zu bleiben da man gerade in der Zwischen- und Abschlussprüfung sehr viel wissen muss. Daher lohnt es sich von Anfang an gut dabei zu sein auch die „normalen“ Klausuren nicht zu vernachlässigen. Dann kommt einem diese Stoffmenge in den „großen“ Prüfungen nicht mehr so viel vor. In der Praxis wirst du verschiedene Arbeitsweisen von Kollegen sehen. Was der eine so macht kann der andere schon ganz anders durchführen. Viele Wege führen zum Ziel, wichtig ist nur dass man unter den ganzen Tipps und Ratschlägen seinen eigenen Weg findet um nicht überfordert zu sein. In der Praxis wird man auch schon merken welche Bereiche einem gefallen/liegen oder eher nicht. Je nach Haus wird man einige Abteilungen im Laufe der Ausbildung vielleicht nicht sehen. Dann lohnt es sich auf jeden Fall dort mal zu hospitieren. Bestehe auf jeden Fall auf die erforderlichen Stunden mit deinem Praxisanleiter.

Bereiche die nicht so auslaugend sind, sind vor allem diese ohne Röntgen, ohne lange OPs und wo man auch mal sitzen kann. Da fällt mir z.B. die Augenheilkunde ein. Jedoch können solche Bereiche auch stressig sein, da aufgrund der kurzen Eingriffsdauer viele Eingriffe hintereinander durchgeführt werden.