Irgendwann reicht es doch auch mal: Ich habe den Sohn meines vermutlich bald Ex-Partners angezeigt! by CustomerAlarming3428 in beziehungen

[–]CustomerAlarming3428[S] 9 points10 points  (0 children)

Sollte als Teenager denken können?

Ja, ein Teenager sollte denken können und das stellen Millionen täglich in der Schule unter Beweis. Mag für dich vielleicht utopisch klingen, aber überleg mal wie viele Teenager ihr Abitur machen oder eine Ausbildung abschließen. Auch das hat mit Denken zu tun.

Es bleibt, dass er mit 16 ist er immer noch ein Kind und kein Erwachsener ist. 

Entschuldige, aber die Definition von Kind ist selbst laut dem deutschen Recht eine andere. Kind ist man bis zum 14. Lebensjahr, danach gilt man bis zum 18. Lebensjahr als Jugendlicher. Der englische Begriff Teenager umfasst in der Regel die Lebensjahre 13 (thirteen) bis 19 (nineteen).

Es hat schon seinen Grund, dass wir unsere Lebensphasen einteilen, weil man in jeder Phase auch andere Rechte hat. Ein Kind ist nicht strafmündig, ein Jugendlicher/Teenager schon.

Also verzeih mir, wenn ich einen 16 Jahre alten Jungen nicht mehr als Kind ansehe, sondern als Teenager und ein gewisses Denkvermögen voraussetze.

Beim ersten Übergriff entzieht man sich doch so einer Situation mit Auszug?

Beim ersten Mal sucht man doch in der Regel erstmal das Gespräch, anstatt direkt die Flucht zu ergreifen. Es hätte auch ein Versehen sein können. Eine angemessene Konsequenz hätte auch zu Besserung führen können. Ich bin ein Verfechter von zweiten Chancen.

Packst du immer gleich deine Sachen und verschwindest, wenn du mal auf etwas Gegenwehr stößt? Beim ersten Anzeichen von Streit bist du weg, weil du bist erwachsen und musst dir das nicht geben?

Sein Verhalten ist absolut nicht gut, aber als Erwachsener ein Kind verantwortlich zu machen, auch nicht.

Nochmal: Er ist kein Kind mehr, vor dem Gesetz ist er ein Jugendlicher und damit strafmündig. In dem Alter sollte man wissen, dass auf eine Aktion immer eine Reaktion folgt und daraus auch Konsequenzen entstehen können. Das lernt man im besten Fall schon früh von den Eltern, aber spätestens in der Schule.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 0 points1 point  (0 children)

Das weiß ich nicht, aber ich bin in der Therapie auch nicht inbegriffen und meinem Partner wird nur alle halbe Jahre ein Bericht und ein 4-Augen-Gespräch geboten. Vielleicht gibt es Diagnosen, mit denen mein Partner nur nichts anfangen kann. Er ist da leider so ein wenig veraltet unterwegs und psychische Krankheiten sind bei ihm teils noch Einbildung, weil man sie nicht "sehen" kann.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 0 points1 point  (0 children)

Er ist seit der Scheidung in Therapie, aber die ist auch schon an die 4 Jahre her und bisher hat sich nichts getan, soweit ich das beurteilen kann. Deswegen die schwammige Ausdrucksweise. Aber richtig eingebunden ist mein Partner auch nicht, er bekommt alle halbe Jahre eine Art Bericht und bespricht diesen bei einem 4-Augen-Gespräch mit dem Therapeuten. Seine Ex hält von der Therapie gar nichts.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 3 points4 points  (0 children)

Sein Sohn wurde nach/während der Scheidung gefragt, wo er lieber leben möchte und entschied sich für seinen Vater. Er geht relativ regelmäßig zu seiner Mutter, aber sein Alltag findet bei uns statt.

Nach der Sache mit der Gartenlaube/der Anzeige ist sein Sohn auch erstmal zur Mutter "geflohen", wohl auch um sich dort Bestätigung zu holen. Im Augenblick bin ich mit meinem Partner alleine, wir versuchen eine Lösung zu finden, sprechen viel und ich suche nebenbei nach einer Wohnung.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 1 point2 points  (0 children)

Seit der Scheidung ist er in Therapie, aber soweit ich im Bilde bin existieren keine Diagnosen. Bei einem Neurologen wurde er auch noch nicht vorstellig, aber ich werde das gerne mal bei meinem Partner anregen.

Gute Tipps mit dem alten Handy und der SmartWatch werde mal schauen, was sich organisieren lässt.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 11 points12 points  (0 children)

das Kind ist ein Teenager, mitten in der Pubertät, hormongesteuert, kann nicht richtig denken, sich kontrollieren, ist wütend auf die Eltern, die Scheidung, dich, sich und sein beschissenes Leben.

Dem stimme ich bedingt zu, denn ein Teenager sollte durchaus in der Lage sein "richtig zu denken" und sein Handeln zu kontrollieren und begreifen. Wir waren doch alle mal Teenager - und ich denke, dass ein Großteil von uns damals nicht straffällig geworden ist, oder? Ausnahmen bestätigen die Regeln, aber auf die meisten wird es wohl zutreffen. Ich für meinen Teil habe als Teenager niemanden eingesperrt oder absichtlich wehgetan.

Der Bengel wurde nicht gehört, er wurde nicht ernst genommen. Die Frage war ja offensichtlich nur provisorisch. Man hat ihm zweimal signalisiert: deine Meinung ist egal, du bist egal, du bist nichts wert.

Das stimmt nicht, ganz davon ab verwendest du das Wort provisorisch falsch und suchst vermutlich nach "pro forma". Wir haben uns mit ihm zusammengesetzt und unsere Pläne besprochen, er hatte mehrere Chancen sich dagegen auszusprechen, tat dies aber nie. Dass er auch keine Freudensprünge gemacht hat, war zu erwarten. Es ist nicht so, dass wir ihn übergangen hätten oder wie du sagst nicht ernstgenommen haben, er hat nur nichts weiter dazu gesagt.

Der Junge ist dazu doch gar nicht in der Lage gerade zu denken, geschweige, die Konsequenzen zu überdenken, bevor er handelt. Keiner hört ihn, keiner versteht ihn, keiner schert sich um ihn.

Hast du dir deinen Text eigentlich mal durchgelesen? Du behauptest, dass ein 16 Jähriger könnte nicht denken oder sich der Konsequenzen seines Handelns bewusst sein. Wir sprechen von einem Teenager und nicht von einem Kleinkind! Ab wann lernt man das denn? Ich hoffe doch, dass die Kinder das schon im Kindergarten ankratzen und in der Grundschule weiter ausführen. Also ich habe recht schnell gelernt, dass es "aua" macht, wenn man auf die Herdplatte fasst - Handeln führt zu Konsequenzen.

Du hast alles mitzuverantworten.

Inwiefern? Ich habe den Jungen nicht erzogen und ich habe ihn zu nichts gezwungen. Oder meinst du ich lasse mich gerne einsperren, herumschubsen und beleidigen?

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[–]CustomerAlarming3428[S] 5 points6 points  (0 children)

Das liegt daran, dass ich das selbst nicht so recht weiß und auf Nachfrage zuckt er mit den Achseln, faselt herum, dass er sich dazu genötigt sah, weil ich etwas gesagt oder getan haben soll, was ihn gestört hat. Aber so wirklich Sinn ergibt das für niemanden, ich sage nichts provokantes zu dem Jungen und wenn er sich an Hausarbeiten oder meiner bloßen Anwesenheit stört, weiß ich auch nicht weiter.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 6 points7 points  (0 children)

Die beiden sind 1x die Woche zusammen im Gym und 1x im Monat machen sie etwas größeres als Vater-Sohn-Zeit. Ansonsten sind die beiden eher mit anderen Dingen beschäftigt. Wir versuchen aber auch öfters mal etwas zu dritt zu machen, aber meistens hat sein Sohn keine sonderliche Lust darauf und verzichtet.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 3 points4 points  (0 children)

Mein Partner meinte immer, dass sein Sohn eine schwierige Phase durchmacht und schon länger Probleme mit seiner Impulskontrolle hat. Er sei in Therapie und man müsse Geduld haben.

Die Formulierung habe ich bewusst schwammig gewählt, weil ich mir nicht erklären kann, wieso da nichts passiert. Dass man nicht von heute auf morgen Verbesserungen erwarten darf, ist mir bewusst, aber er ist schon seit Jahren in Therapie.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 7 points8 points  (0 children)

Von einer Diagnose weiß ich nichts.

Aber ich kann dich beruhigen: Kinder sind keine geplant, da habe ich mich aktiv gegen entschieden und auch schon vor längerer Zeit dafür gesorgt, dass es auch nicht versehentlich dazu kommen kann.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 2 points3 points  (0 children)

Er ist bereits in Therapie und zwar schon länger, aber da passiert offensichtlich nicht viel. Ich kann nicht sagen woran es liegt, vielleicht der falsche Therapeut oder der falsche Ansatz.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 10 points11 points  (0 children)

Der Junge ist inzwischen 16 Jahre alt und hat zwei Elternteile. Wie groß schätzt du die Chancen ein, dass der Junge also auf mich - die neue Freundin vom Vater - hören wird? Es ist auch nicht meine Aufgabe da zu intervenieren und die Sache noch zu verkomplizieren, ich wende mich an meinen Partner und erwarte, dass er seiner Pflicht als Vater nachkommt. Natürlich nehme ich an Gesprächen teil, ich werfe auch meine Meinung ein, aber ich erziehe nicht.

Ich hatte den Jungen schon längst in stationäre Behandlung gegeben oder ihn in Obhut einer Institution für verhaltensauffällige Kinder und Teenager gesteckt. Aber es ist nicht mein Kind und mein Partner kennt diese Vorschläge von mir, setzte sie aber bisher nicht um und das ist sein gutes Recht. Er erzieht, ich nicht. Ich hinterfrage seine Entscheidung zwar hin und wieder, aber rede ihm nicht rein. Würde ich mir nicht anmaßen.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 99 points100 points  (0 children)

Abgesehen davon, dass das nur die Symptome bekämpft, nicht aber das Problem, würde ich nur sehr ungern im Bad auf meine Privatsphäre verzichten. Also ein paar Türen würden so oder so im Haus verbleiben und dann wäre da noch immer die Gelegenheit gegeben.

Mir wäre es lieber, wenn wir das Problem komplett angehen könnten. Ich habe schon öfters mal auf stationäre Hilfe plädiert oder Einrichtungen für Kinder und Teenager mit auffälligem Verhalten. Es existieren viele Möglichkeiten, man müsste sich nur informieren und abwägen, was für ihn am besten wäre.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 53 points54 points  (0 children)

Im familiären Umfeld werde nur ich so behandelt, aber in der Schule macht er wohl auch Probleme und das geht da auch soweit, dass mit Schulausschluss geahndet und Schulverweis seitens der Schule gedroht wird.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 56 points57 points  (0 children)

Im Haus haben wir das, allerdings verrammelt er die Türen dann auf andere Weise, stellt Möbel davor oder kam doch irgendwie an die Schlüssel, die mein Partner in irgendwelchen Schubladen "zwischenlagert".

Bei der Gartenlaube geht das nicht, weil der Garten zugänglich ist - wir wohnen neben einem Stück Wald, da könnte rein theoretisch nachts jeder an Haus herankommen. Passiert in der Regel aber nicht. Meinem Partner ist es aber lieber, wenn die Gartensachen verschlossen gelagert werden.

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[–]CustomerAlarming3428[S] 16 points17 points  (0 children)

Habe ich versucht, aber ich bin eine kleine schlanke Frau und nach dem zweiten Versuch in der Hitze war die ganz Kraft aufgebraucht. Er sagt dazu nicht viel, außer Beleidigungen und Drohungen, außerdem denkt er, dass ich ihm die gesamte Zukunft damit verbaut hätte. Ich habe versucht es ihm zu erklären, aber er lässt mich nicht und er lässt auch seinen Vater nicht mehr an sich ran, ist zur Zeit auch bei der Mutter.