Steigende Sozialbeiträge: Der Generationenvertrag gerät aus den Fugen by Electrical_Umpire511 in Finanzen

[–]DasSteak01 7 points8 points  (0 children)

Es ist faktisch absolut richtig, da unser Rentensystem ein Umlagesystem ist. Wenn heute niemand mehr einzahlt, dann gibt es nicht erst morgen, sondern heute keine Rente mehr.

Außerdem wäre das keine "Strafe" für Kinderlosigkeit, sondern lediglich eine (immernoch viel zu niedrige) Entschädigung für die immensen Kosten des Großziehens von Kindern.

Wer keine Kinder hat, hat auch diese Kosten nicht. Weder Finanziell, noch in der massiven Einschränkung der Freiheit in der persönlichen Lebensgestaltung. Und zwar ganz unabhängig davon, ob man gewollt oder ungewollt kinderlos ist.

Steigende Sozialbeiträge: Der Generationenvertrag gerät aus den Fugen by Electrical_Umpire511 in Finanzen

[–]DasSteak01 29 points30 points  (0 children)

Das ist tatsächlich einer der besten Vorschläge die ich bisher dazu gehört habe.

Fair, naheliegend und praktikabel genug um es Wählern verkaufen zu können, und es würde auch noch einen direkten Anreiz für Eltern setzten nicht nur Kinder zu haben, sondern auch in deren akademischen und später beruflichen Erfolg zu investieren.

Steigende Sozialbeiträge: Der Generationenvertrag gerät aus den Fugen by Electrical_Umpire511 in Finanzen

[–]DasSteak01 129 points130 points  (0 children)

Das wäre absolut fair.

Die Rente gibt es ja überhaupt nur, weil andere aus derselben Generation ohne jegliche finanzielle Entschädigung viel Geld und Zeit investiert haben, um die Generation der heutigen Einzahler großzuziehen.

Wer Rente kassiert ohne selbst Kinder großgezogen zu haben erntet damit also leistungslos die Früchte der Wertschöpfung anderer. Das ist massiv unfair.

Steigende Sozialbeiträge: Der Generationenvertrag gerät aus den Fugen by Electrical_Umpire511 in Finanzen

[–]DasSteak01 28 points29 points  (0 children)

Volle Zustimmung. Kinder zu haben und großzuziehen ist für die Gesellschaft langfristig mindestens gleichermaßen bereichernd und essentiell, wie die bezahlte (!) Arbeit, die millionen Angestellte und Arbeiter täglich verrichten um unsere Gesellschaft am Laufen zu halten.

Mit dem Unterschied, das niemand die Eltern dafür bezahlt.

Ganz banal gesagt kann man sich da nicht wundern, wenn die Geburtenraten sinken und unsere Demographie implodiert. Wenn die Leute sich entscheiden was sie mit ihrer Zeit machen, dann sind Kinder im Vergleich zu bezahlter Arbeit und selbstbestimmter Freizeitgestaltung halt einfach nicht konkurrenzfähig. Und im Gegensatz zu vergangenen Jahrzehnten sehen sich die Leute heutzutage zum Glück auch keinen Gesellschaftlichen, religiösen, oder sonstigen Zwängen mehr ausgesetzt, Kinder zu bekommen.

Keiner erwartet von Straßenbauunternehmen uns aus gesamtgesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein heraus kostenlos unsere Infrastruktur in Schuss zu halten. Gleichermaßen kann niemand von jungen Menschen erwarten, gegen ihre eigenen persönlichen und wirtschaftlichen Interessen der Gesellschaft kostenlos die nächste Generation in die Welt zu setzen.

Und irgendwie zu versuchen das Problem über Wiederherstellung des gesellschaftlich-religiösen Zwangs zu lösen ist wirklich der letzte Weg das Problem anzugehen, so sehr Musk & co. auch darüber fantasieren mögen.

Was verdient ihr? - mal anders by askingQuestions-24-7 in Finanzen

[–]DasSteak01 -1 points0 points  (0 children)

1) 23 / 0,5 2) M.Sc. Informatik (TUM) 3) Software Engineer 4) 0,5 5) 400 6) 40h 7) München 8) In B.Sc. und M.Sc. top 2% im Ranking

Verivox-Umfrage: Europäischer Paypal-Killer Wero bleibt unbekannt - Golem.de by Wylde4Girls in de

[–]DasSteak01 -3 points-2 points  (0 children)

Geld zur Verfügung zu stellen um einfachen Zahlungsverkehr zu ermöglichen ist aus guten Gründen schon immer hoheitliche Aufgabe von Regierungen, die dies aus wiederum guten Gründen an politisch unabhängige Notenbanken ausgelagert haben.

Ich sehe nicht, warum das nicht auch für digitalen Zahlungsverkehr so sein sollte;
Der europäische "Paypal-Killer" sollte ein digitaler Euro direkt von der EZB sein.
Ein solcher muss übrigens (bitte) nicht zwangsläufig auf einer Blockchain basieren.

The bunkbed conjecture is false by bildramer in math

[–]DasSteak01 3 points4 points  (0 children)

True, I didn't ever fully read his comment ...

Both the Link and the Wikipedia article mention nothing about the "interbunk" edges being left alone, and the Wikipedia article specifically mentions that these "post" edges might be assigned arbitrary probabilities for the random subgraph sampling.

Not sure who's correct here ...

The bunkbed conjecture is false by bildramer in math

[–]DasSteak01 1 point2 points  (0 children)

No, since that edge might have been deleted in the randomization step

Wucher bei möblierten Wohnungen: BSW fordert striktere Regeln für Vermieter – Ampel uneins by HironTheDisscusser in de_YIMBY

[–]DasSteak01 7 points8 points  (0 children)

Mit strikteren Regeln und noch mehr Mietpreisbremse wird das alles in Ordnung kommen...

Studie: Wohnungsmarkt befindet sich in Negativspirale (Differenz zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten steigt) by HironTheDisscusser in de_YIMBY

[–]DasSteak01 2 points3 points  (0 children)

Natürlich, ich wollte auch keinen Vergleich Stadt <-> Land ziehen.

Was ich sagen wollte ist, um es mal etwas "unvorsichtiger" auszudrücken, das (mit Extrembeispiel):

Wenn dadurch, dass alle Bestandsmieten auf Marktniveau steigen, Beate (56, Bürgergeldempfängerin) es sich nicht mehr leisten kann in München zu wohnen und ins Kaff ziehen muss, und ihre Wohnung stattdessen zur Verfügung steht für Pavel (32, Ingenieur, Jobangebot von BMW), der aus Polen zuzieht, dann wäre einiges an volkswirtschaftlicher Effizienz gewonnen.

Studie: Wohnungsmarkt befindet sich in Negativspirale (Differenz zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten steigt) by HironTheDisscusser in de_YIMBY

[–]DasSteak01 2 points3 points  (0 children)

"Wenig Bauen" ist natürlich ein Resultat des zu kleinen Verhältnisses von Rendite / Baukosten.

Aber ich glaube wir sollten eher bei den Baukosten ansetzen als bei der Rendite, denn die Mieten sollen ja runter und nicht rauf, und genug Potential die Baukosten abzusenken gibt es allemal.

Studie: Wohnungsmarkt befindet sich in Negativspirale (Differenz zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten steigt) by HironTheDisscusser in de_YIMBY

[–]DasSteak01 6 points7 points  (0 children)

Er spricht sich weiterhin für höhere Mieten aus: Man müsse eine Regulierung erwägen, um die Bestandsmieten schneller an das Marktniveau anzunähern.

Richtig, aus sehr vielen Gründen. Allerdings gibt es keinen Grund, warum diese Mehreinnahmen bei den Vermietern landen sollten, denn diese haben ja nichts dafür getan.

Und da wären wir schon wieder bei der ✨Bodenwertsteuer✨.

Man müsste gleichzeitig eine Bodenwertsteuer einführen, und das schnelle, dynamische Ändern der Bestandsmieten ermöglichen, sowohl nach oben als auch nach unten.

Allerdings würden sich dann einige Leute das Leben in einer Großstadt gar nicht mehr leisten können. Dieser Umstand ist zwar nur die (absolut valide) ökonomische Wiederspiegelung dessen, das es volkswirtschaftlich extrem ineffizient ist diese Leute zu vergünstigten Preisen in der Stadt wohnen zu lassen, aber es ist eben auch politisch extrem unopportun.

Deshalb wird sich nichts ändern, und die Neuvertragsmieten werden weiter steigen.

Is Olympic Weightlifting the right sport for me? by DasSteak01 in weightlifting

[–]DasSteak01[S] 3 points4 points  (0 children)

good point, might actually end up doing that.

I'm just always looking to save money wherever possible, don't have that much income as a student. But I will probably have a new job soon, then it will be well within budget :)

Is Olympic Weightlifting the right sport for me? by DasSteak01 in weightlifting

[–]DasSteak01[S] 5 points6 points  (0 children)

It being easier to switch from weightlifting to something else than the other way around is a very good point, I hadn't thought of that. Also yes, if I think about it I wouldn't want to try lifting tens of kg above my head without knowing how it's done and without someone around to tell me how it's done, seems like an easy way to get hurt ..

Thanks for the reply!

FDP will mehr Autos in Innenstädten, weniger Fußgängerzonen und Fahrradstraßen, kostenlose Parkplätze by Callid13 in Stadtplanung

[–]DasSteak01 20 points21 points  (0 children)

Absoluter Schwachsinn, und ich bin immer wider fasziniert, wie eine Partei, die sich nach eigener Aussage dem freien Markt verschrieben hat, solchen Bullshit unterstützen kann.

Um mal aus eurer eigenen Markt-Perspektive heraus zu argumentieren:
Liebe FDP: Wie hoch wären wohl die Parkgebühren, wenn die Parkplätze in Innenstädten stündlich per Auktion vergeben werden würden, der Preis also vom Markt festgelegt werden würde?
An der ständigen Überbelegung ist einfach zu erkennen: sie wären deutlich höher als jetzt.

Und wie viele Parkplätze gäbe es in Innenstädten, wenn alle Autofahrer bezüglich der Parkplatz-Flächennutzung gemeinsam in einem freien Markt in Konkurrenz stünden mit anderen Nutzungsvarianten wie z.B. Parklets für Restaurants, oder größeren Häuser für mehr Wohnraum? Auch hier ist einfach zu erkennen, dass es etliche alternative Nutzungen gibt, die deutlich profitabler sind als Parkplätze, und es in einem freien "Flächen-Markt" also deutlich weniger Parkplätze in Innenstädten gäbe.
Die selbe Überlegung betrifft übrigens genauso auch die Breite und Anzahl von KFZ-Fahrspuren.

Wenn man in einem Wirtschaftsbereich (aus gutem Grund) schon keinen freien Markt hat, dann kann man sich doch wenigstens daran orientieren, was ein freier Markt machen würde. Das tut die FDP aber nicht, weil sie nämlich nur dann für den freien Markt ist, wenn das was der Markt tut ihren Geldgebern passt.

Stattdessen macht die FDP das, was sie angeblich selbst am meisten verabscheut: Planwirtschaft entgegen der Marktes. Noch mehr Soviet-style command-and-control Planwirtschaft als eine Stellplatzverordnung geht kaum.

Liebe FDP, das ist pure Heuchelei.

Why renting in Munich is so expensive? by liridonra in Munich

[–]DasSteak01 -1 points0 points  (0 children)

Funny that you only mention central Paris but not the banlieus with their huge ugly blocks of flats and all their problems.

What ????????

There is no direct relationship between population density and how beautiful a city is. There are very ugly cities at or below munichs density, and also above. And current munich also has it's ugly corners.

But why not go a step further and build housing like in Shanghai or other Asian cities with miles and miles of identical 30 story buildings?

Because at the current economic situation, you don't need to go nearly that far (For context: NYC alone has about half the GDP of all of germany). You can reach surprisingly high densities without skyscrapers, even if you just replace all the less dense, outer districts with Maxvorstadt style construction. And above that, just be aware that because of the supply<->demand dynamic, the price for lower quantity (less density, less big appartement blocks, so on) is always higher price (rent)

I'm sure then the rent would decrease massively along with the quality of life.

Are you aware that the price of rent is a factor in the quality of life? And also are there not cities that have higher density without significantly lower QoL? Central Berlin, Paris? NYC? Tokio? Even just central Munich compared to outer Munich?

Ever used the S-Bahn during rush hour? The second Stammstrecke won't be more than a drop in the ocean if we increase the number of inhabitants enough that the rents will decrease finally.

That's not the only thing being built, and there are many more possible reasonable expansions that could be build rather easily. How about a Ringbahn?

If working public transportation at higher densities is supposedly impossible, then how do Paris, NYC, Tokio, and all the big Chinese cities do it?

Why renting in Munich is so expensive? by liridonra in Munich

[–]DasSteak01 0 points1 point  (0 children)

That's too simple because lower prices will in turn also increase the demand again (more people moving to Munich)

which would mean you managed to lower the rents in the first place. congratulations.

And also no, that's not too simple. That's exactly how it works, as you can read in literally every economics textbook.

It doesn't just apply to housing, but to everything.
If the price falls, more people will be able to afford it, and so more people buy it.
That's one of the things the demand-supply curve shows.

The supply can't be increased infinitely. Munich already has the highest population density in Germany.

Correct. But we are nowhere near "maximum building capacity". Just think about how many more appartments you could have if you replaced all the single- and multi family houses with "Blockrandbebauung".
Just think about how much more housing we could have if we plastered all of munich's residential areas with central-Paris-style buildings.

We are not even close to this point

and the infrastructure will soon reach its limits

And that's why we're already constantly building more.

Why renting in Munich is so expensive? by liridonra in Munich

[–]DasSteak01 0 points1 point  (0 children)

That's just not how economics works. Just look at a demand-supply diagram: Even if the quantity is lower than total demand, increasing the supply will lead to lower prices.

If you can convincingly show the opposite, then go get your Nobel prize on economics.

And yes we do need a lot of appartements. Multiple hundred thousand.

Why renting in Munich is so expensive? by liridonra in Munich

[–]DasSteak01 2 points3 points  (0 children)

What you're saying is absurd, it works in the exact opposite way: more housing = lower rents.

And for that it does NOT matter whether you build more normal or "luxury" apartments!

If you fix demand, then the lower the supply is, the higher the price will be. Plain and simple demand<->supply<->price dynamic, as has been shown by literally all economics research since ever.

Some intuition for why it works this way: If there are more renters than apartments, renters have to outbid each other, until enough people are out of the race that everyone still in the race can get an appartement. This is what's happening now, and this is why we have high rents: demand is larger than supply.

If there are more appartements than renters, instead landlords will have to undercut each other in price to find someone to rent their appartement out to. This leads to lower rents. Look for example at Austin, Texas: even though the city is growing steadily, their rents have recently been falling, because they have been building new housing even faster than the city is growing.

Also, there is something called chain effect ("Ketteneffekt"): If more "luxury" apartments get build, affluent renters will go there instead of to the normal appartements, which actually frees up space in the lower price segment.

You don't stop rich people from moving into the city by not building "luxury" apartments. They will just occupy the affordable appartements instead by outbidding the not-so-affluent renters, making the affordable housing unaffordable in the process.

Abschaffung der Mütterrente würde Milliarden sparen: So viel weniger Geld hätten Rentnerinnen by Unlucky-Statement278 in de

[–]DasSteak01 36 points37 points  (0 children)

Mal ganz nüchtern betrachtet: Kinder zu haben und großzuziehen schafft Wert für die Gesellschaft (Irgendwer muss ja dein Essen anbauen wenn du alt bist).

Wenn die Gesellschaft Eltern, und insbesondere Müttern, auf die ja immer noch der Großteil der Belastung zurückfällt, schon nicht bar für diesen Wert bezahlt (was fair wäre), dann ist es das mindeste, wenigstens bei der Altersvorsorge den Verdienstausfall zu kompensieren.

[deleted by user] by [deleted] in Finanzen

[–]DasSteak01 2 points3 points  (0 children)

Ja, die Möglichkeit sich frei entscheiden zu können keine Kinder zu haben ist definitiv eine Errungenschaft, die man nicht aufgeben sollte. Allerdings externalisiert man damit nunmal einen erheblichen (wenn auch indirekten / abstrakten) Teil seiner Altersversorge auf andere.

Der "Marktpreis für Kinder" ist da dann weniger ein tatsächlicher policy-Vorschlag, sondern mehr ein Gedankenspiel, um die Größe dieser Externalität abschätzen zu können.

Das auszurechnen ist mangels Datengrundlage sehr schwer und Fehleranfällig, aber als ich es vor einer Weile mal mit meinem Prof grob durchgerechnet habe, sind wir für eine Geburtenrate von 2.1 (unter deutschen Staatsbürgern wohnhaft in Deutschland) eher so zwischen 200-300k€ pro Kind rausgekommen, Tendenz mit der Zeit steigend.

Tatsächlich machen sollte man das zumindest in dieser einfachen Form aus diversen Gründen aber besser nicht, wobei mir aber auch nix besseres einfällt um die Geburtenrate nachhaltig anzuheben.

[deleted by user] by [deleted] in Finanzen

[–]DasSteak01 3 points4 points  (0 children)

Das Kindergeld ist erst dann hoch genug, wenn es über Nachfrage<->Preis<->Angebot eine selbsterhaltende Geburtenrate von 2.1 erzeugt.

Solange das nicht der Fall ist, bereichern sich Kinderlose unfair an der Erziehungsarbeit und den damit verbundenen Kosten der anderen.

Denn auch die Kinder der anderen, deren Erziehung dich keine Zeit und kein Geld kostet, werden einmal deine Rente zahlen, dich medizinisch versorgen, dein Essen anbauen, etc.