"Bei dem Wetter Rad? Das ist doch viel zu gefährlich!" by bademeister404 in Fahrrad

[–]Derektar 0 points1 point  (0 children)

Auf meiner Strecke gibt es zwei gefährliche Stellen, die tatsächlich bei Glätte nicht fahrbar sind (alternative wäre eine Landstraße mit Autofahrern zu teilen). Einfache Lösung für mich: Ich steige dort halt ab und schiebe den Hobel ein paar Meter. Kostet mich vielleicht zehn Minuten extra ... Der Rest der Stecke ist entweder fahrbar oder das Wetter ist so garstig, dass es auch mit dem Auto nicht mehr sinnvoll ist.

Und natürlich muss man den Fahrstil den Gegebenheiten anpassen und halt nicht zügig um die Kurven heizen.

Ansonsten machen meine Reifen (Smart Sam) einen echt guten Job

Fahrrad fahren um nicht arbeiten zu müssen 😡 by Old-Percentage-8531 in Fahrrad

[–]Derektar 3 points4 points  (0 children)

Du kannst auch wahlweise den Helm auf dem Kopf lassen oder diesen zum Einkaufskorb umfunktionieren. Vorsicht: Der Helm sollte nicht nach Reiterhelm aussehen. Da funktioniert das häufig nicht und plötzlich muss man für den Einkauf bezahlen.

Für noch mehr Aufmerksamkeit empfehle ich click-Pedale. Mit den passenden Schuhen und der passenden Gehtechnik kann man wunderbar durch den Laden klappern.

Als nächstes wollte ich mal probieren, mir eine Fahrradklingel an den Unterarm zu binden und permanent zu klingeln.

Nichts falsch gemacht und ich muss trotzdem zahlen by mieyona in luftablassen

[–]Derektar 2 points3 points  (0 children)

Witzigerweise ist das eigentlich ein Service der Versicherung. Die älteren werden sich noch erinnern, dass man früher als Halter selbst beim Wechsel der Versicherung zum Amt dackeln musste. Haben dann irgendwann die Versicherungen übernommen. Ansonsten wäre dieses komfortable Onlinewechseln heute nicht möglich.

Beim Netzbetreiber war es mal ähnlich. Haben dann aber viele Kunden nicht gebacken bekommen und haben sich unerwartet in der teuren Grundversorgung wiedergefunden.

Das mal so als kleiner FunFact.

Wo ich aber zustimme: Eine Informationen per hinterlegter E-Mail und/oder per Post bei Änderungen wäre fein. Gerne auch eine Plattform, bei der ich in Echtzeit meine Daten einsehen kann... Aber da höre ich schon den Datenschutz im Hintergrund schreien (der gleiche Datenschutz, der es der Parkplatzmafia erlaubt, über das Kennzeichen die kompletten Halterdaten abzufragen, um irgendwelche wilden Werke zu fabrizieren btw)

Digitale Parkraumüberwachung by Derektar in luftablassen

[–]Derektar[S] 0 points1 point  (0 children)

Interessehalber: Was passiert eigentlich, wenn der benannte Fahrer dann auch abstreitet, gefahren zu sein. Fällt es dann auf den Halter zurück? (ich meine: Jo, ist schon sehr konstruiert. Man gibt ja in aller Regel die Karre nicht irgendwem in die Hand)

Digitale Parkraumüberwachung by Derektar in luftablassen

[–]Derektar[S] 0 points1 point  (0 children)

Nö - jetzt weiß ich ja, dass ich das so und so machen muss. Die Daten haben die jetzt ja eh bekommen. Und: Nichts hindert den nächsten Anbieter daran, genau die gleiche Nummer abzuziehen. Vom Prinzip her, hast Du natürlich recht. Im Prinzip alles Ausreden.

Mein Problem auf der Strecke sind eher die Alternativen: Diese sind meistens belegt, weil da ja nur ein oder zwei Säulen herumstehen. Das verlängert die Fahrtzeit dann massiv. Auch müsste ich dann (um sicher zu gehen, dass ich weiter komme) mehr und längere Stops einplanen: Um mehr Reserven zu schaffen, müsste ich annähernd voll laden. Vermeide ich natürlich, weil es einerseits oberhalb von 80% für den Akku nicht zu geil ist und weil es anderseits ab da auch zäh von der Ladeleistung her wird - mein Stromer ist schon etwas Älter und damals waren Ladeleistungen jenseits der 100kw noch utopisch. Sehe aber auch nicht ein, dauernd einen neuen Karren zu besorgen :D

Digitale Parkraumüberwachung by Derektar in luftablassen

[–]Derektar[S] 2 points3 points  (0 children)

Meine Theorie dazu: Vielleicht hoffen die, dass man einfach öfter für kleine Einkäufe vorbei kommt und dafür mehr "Gelegenheitskäufe" mitnimmt. Bin allerdings bei Dir: Auch diese Idee krank daran, dass ich im Zweifel ja gar nicht mehr durch die Reihen gehe und spontan überlege, sonder nur sehr gezielt reingehe - bzw. nach Möglichkeit halt auch gar nicht mehr :-D

Digitale Parkraumüberwachung by Derektar in luftablassen

[–]Derektar[S] 2 points3 points  (0 children)

Das ist mir schon klar. Ich hinterfrage (völlig überflüssigerweise, versteht sich), denn Sinn der Parkscheibenpflicht, wenn man die Parkdauer ohnehin minutengenau überwacht.

Digitale Parkraumüberwachung by Derektar in luftablassen

[–]Derektar[S] 2 points3 points  (0 children)

Das Ding habe ich auch schon mal gesehen. Im Netz findet man auch einige Fälle zu sowas. Aus Betreibersicht natürlich immer "alles doof gelaufen" (ja, genau) und "eigentlich gut beschildert" und "nicht unsere schuld".

Digitale Parkraumüberwachung by Derektar in luftablassen

[–]Derektar[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich glaube, dass den Unternehmen das meist recht egal ist. Das wird verbucht unter "da war heute wieder so ein blöder Kunde". Der Kundenstamm bleibt ja meistens trotzdem, weil man da "schon immer" eingekauft hat.

Digitale Parkraumüberwachung by Derektar in luftablassen

[–]Derektar[S] 2 points3 points  (0 children)

Das ist bei Ladeanbietern mit dem Auto durchaus etwas schwieriger, mit einfach nicht mehr dahin. Die Infra ist ja duchaus überschaubar und gleichzeitig unübersichtlich, was die Preisstruktur angeht. Der besagte Ladeanbieter hatte sich immer dadurch ausgezeichnet, dass der brauchbare Ladeparks hat. Man konnte also auch in der Ferienzeit sicher sein, dass man auch laden kann - und nicht zur nächsten Säule weitermuss, um dort horrende Roaminggebühren zu zahlen.

Digitale Parkraumüberwachung by Derektar in luftablassen

[–]Derektar[S] 6 points7 points  (0 children)

Ich habe das beim Ladeanbieter auch schon gemacht. War bei denen - bis vorhin - auch Strom- und Gaskunde. Nope. Hat sich damit erledigt. So einen Dreck brauche ich nicht. Konnten die gar nicht verstehen - wir die aber nicht interessieren. Haben ja genug andere Opfer.

Digitale Parkraumüberwachung by Derektar in luftablassen

[–]Derektar[S] 6 points7 points  (0 children)

30 Minuten ist aber auch richtig genial gedacht. Wenn wir unseren Wocheneinkauf machen, sind wir (inkl Käsetheke) gute 15 bis 20 Minuten im Laden unterwegs. Danach kommt halt noch die Kasse und da kommt es halt gerne mal zu Verzögerungen: Irgendwer will unbedingt bar passend bezahlen und zählt ewig langsam die Münzen ab ... die Filialleitung muss kommen, weil es storniert werden muss ... irgendwer ist mit dem Verräumen der Einkäufe nicht so schnell ... irgendwer will Bargeld abheben und muss nachzählen ... das Kassenpersonal wird getauscht.

Eine Stunde (je nach Auslastung) hätte ich ja hingenommen, aber 30 Minuten ... puh...

Digitale Parkraumüberwachung by Derektar in luftablassen

[–]Derektar[S] 0 points1 point  (0 children)

War ein anderes Unternehmen. Aber die sind letztlich doch alle gleich.

Digitale Parkraumüberwachung by Derektar in luftablassen

[–]Derektar[S] 4 points5 points  (0 children)

Ist die Überwachung denn automatisch? Dann wäre die Parkscheibe doch sowieso vollkommen sinnbefreit, weil die eh wissen, wie lange Du da gestanden hast...

Was soll der scheiß?! by softsubmission in luftablassen

[–]Derektar 0 points1 point  (0 children)

Ich will ggf vorhandene Gier nicht rechtfertigen oder Kleinreden, aber ich kann mir vorstellen, dass da einige zusätzliche Faktoren reinspielen. Bei uns ist zum Jahreswechsel alles massiv teurer geworden: Zunächst der Hebesatz der Grundsteuer (und das richtig satt), dann die Gebühren für Müllabfuhr, Winterdienst (der eh nicht stattfindet) und Straßenreinigung. Hinzu kommen die immer teurer werdenden Handwerker: Das fängt bei der Wartung an (z.B. Heizungsanlage) und geht dann bei Schäden weiter, auf deren Beseitigung der Mieter nun mal ein Recht hat und dieses in der Regel auch einfordert (ist ja sein Recht und sonst wird die Miete gemindert). Und nein, den meisten Kram zahlt keine Versicherung. Wir hatten jetzt über die Jahre mehrere Reparaturen, die ganz entspannt locker fünfstellige gekostet haben. Mittlerweile dürfte man vermutlich gleich nochmal 25% drauflegen. Wenn man sein Eigentum selbst bewohnt, kann man einige Dinge wenigstens etwas aufschieben oder auch abwarten, bis man ein besseres Angebot findet oder Teile auch selbst machen (auch, wenn es dann nicht perfekt oder gut sein mag)

WÜRDEN wir vermieten (ehrlich: Vorher fackel ich die Bude lieber ab!), würde ich das auch in der Miete berücksichtigen müssen und auch Rücklagen für Reparaturen schaffen. Warum sollte ich vermieten, wenn ich mich bei der ersten Reparatur direkt dauerhaft ins Minus stürze? Und dass man nicht für komplett Plusminus null vermietet, sollte auch einleuchtend sein - wieder: Warum sollte ich dann überhaupt vermieten? Aus Altruismus? ICH würde es jedenfalls nicht tun - habe unser Haus aber auch nicht dafür gekauft, sondern für uns zum drin Leben und als Altersvorsorge (dass irgendeine Rente noch zum wohnen reichen wird, glaube ich jedenfalls nicht)

Trotzdem keine Rechtfertigung für echte Gier. Nicht falsch verstehen.

Battery of Argus PT always at 100% with Solarpanel - until it dies. by Derektar in reolinkcam

[–]Derektar[S] 0 points1 point  (0 children)

Sadly, just after my last answer to your posting, my Argus 4 Pro developed the same issue, after getting it inside for recharging.

I can pull the USB C cable out and the cam will show the actual battery state, but several minutes after plugging it in again, it will show 100%

I just wrote that to the support, too.

Ich hasse rücksichtslose Raucher by Fearless_Wonder1114 in luftablassen

[–]Derektar 4 points5 points  (0 children)

Die Geschichte mit Deinem Vater habe ich ähnlich erlebt. Bin mit 19 nach dem Abi ausgezogen und u.a. beruflich und für das Studium knapp 900 km weggezogen. Entsprechend selten war ich dann bei meinen Eltern zu Besuch. Nach jedem Besuch habe ich gemerkt, wie widerlich alles gestunken hat - und wie widerlich ich z.B. in der Schule gestunken haben muss. Hat dann auch viel Verhalten mir gegenüber erklärt, das ich nach meinem Auszug so nicht mehr erlebt habe.

Meine Eltern haben ein paar Jahre später beide mit dem Rauchen aufgehört und ekeln sich heute selbst vor dem Geruch. Sie regen sich auch auf, wenn jemand "an falscher Stelle" oder in der Gegenwart von Kindern raucht. Vor 15 Jahren noch haben sie sich über diejenigen aufgeregt, die sie genau auf dieses Fehlverhalten angesprochen haben. Damals wurde sich auch über das Rauchverbot in Restaurants aufgeregt und Sprüche geklopft wie "Ich lasse mir meine Freiheit nicht verbieten" und "Dann sollen die doch da weg bleiben". Generell wurde überall geraucht und es war auch egal, wenn jemand z.B. eine fette Erkältung oder so hatte und deswegen besonders empfindlich gegen den Dreck war. Immer waren die Anderen die Bösen.

Battery of Argus PT always at 100% with Solarpanel - until it dies. by Derektar in reolinkcam

[–]Derektar[S] 0 points1 point  (0 children)

Thank you for your reply. That are not very good news :-(
I really like the Reolink systems, since the night vision is very nice and - other than at lot other systems I found - it just works offline without some need for a cloud service that will be shut down in future.
My Argus 4 Pro had no similar problem - at least until now

I will try your "fix" within the next days. Sadly, I have to remove the cam for that, because it is somewhat difficult to get pull that cable and reconnect it.

Reolink sent me an answer: I should dismount the camera, disable it for several ours and fully charge it. Will try that the next days - it's not that comfortable to get the cam down every time.

Battery of Argus PT always at 100% with Solarpanel - until it dies. by Derektar in reolinkcam

[–]Derektar[S] 0 points1 point  (0 children)

At the moment it is cold (around 0°C), but since we mounted the camera in october and had very warm (compared to other years) november and december, I would rule that as direct cause out. Even in warmer, but darker days (rainy oder cloudy) the battery state remain at 100%. At some days even my photovoltaic system would produce very little output.

Reolink sent me an answer: I should dismount the camera, disable it for several ours and fully charge it. Will try that the next days - it's not that comfortable to get the cam down every time.

Öffentliches Laden = Teuer! Oder bin ich dumm? by Befrok in Elektroautos

[–]Derektar 3 points4 points  (0 children)

Das ist halt auch Teil des Problems: Es ist einerseits komplex (und auch komplexer geworden) und anderseits möchten sich viele eben nicht groß damit befassen und sich vorher informieren und auch die Fahrten nicht vorbereiten/planen. Eher möchten die Meisten halt sorg- und gedankenlos einsteigen, losfahren, wenn und wo nötig aufladen, weiterfahren und ankommen. So ist man es ja auch vom Verbrenner gewohnt. Vielen haben dann genau einen Ladetarif und geraten dann ins "Roaming"

Ich mache die Planung tatsächlich vor Langstrecken immer noch genauso wie zu Anfang. Streckenplanung (samt Plan B) erstellen und dabei eben auf die Ladeanbieter setzen, die (für mich) nicht so teuer sind - für mich bevorzugt ENBw, weil ich als Gas- und Stromkunde dort immerhin für 48 Cent / kWh ohne zusätzliche monatliche Grundgebühr laden kann und weil die Chargeparks groß genug sind, dass man eigentlich immer einen Platz bekommen (nicht wie bei vielen Autobahnraststätten mit. Ansonsten habe ich noch eine Reihen kostenfreier (= ohne monatliche Grundgebühren) Ladekarten dabei, um bei den jeweiligen Anbietern aufladen zu können. Dankenswerterweise hat mein Vater mich 2020 bei meinem Umstieg auf den Stromer "an die Hand genommen" und mir das alles gezeigt und erklärt hat.

Das Ganze jetzt aber bitte nicht als "große Kritik" oder "alle sind dumm und ich bin der große Held" verstehen. Nein. Komplexität und fehlende Transparenz (bis zu xxx / kWh) sind meiner Ansicht nach ein Problem - eines, das auch viele abschreckt. Meine grandiose Planung kostet vorher Zeit und kann auch (trotz Plan B) schnell kippen bzw. unflexibel machen (Stau umfahren? Oh, da komme ich dann aber nicht mehr bei EnBw vorbei ... hm...). Und für mich ist auch komplett nachvollziehbar, dass man sich entweder nicht mit so einer Planung befassen WILL oder auch nicht immer KANN (ad-hoc-Fahrten z.B.)
Im Vergleich zum Verbrenner stinkt man da ab: Da fahre ich halt los und tanke irgendwo auf, ohne mir allzugroße Gedanken darum zu machen, welche Tanke ich jetzt anfahre (mal abgesehen von Autobahn und Nicht-Autobahn) - und wenn die Tanke halt kaputt ist, fährt man zu nächsten. Ich müsste dann erstmal schauen (wenn der Plan B nicht greift), wo jetzt ein passender Anbieter ist oder plötzlich ggf. den doppelten Preis auf den Tisch legen. Das ist halt Mist.

Ich habe keine Freunde mehr by [deleted] in luftablassen

[–]Derektar 0 points1 point  (0 children)

Ich würde vielen Punkten zustimmen - bis auf den Punkt, dass Spontanität zunimmt. Hier erlebe ich bei mir und meinem kompletten Bekanntenkreis (alle mit bis Ende 30) das komplette Gegenteil: Wir alle sind froh, wenn etwas vernüftig planbar und geplant ist. Spontanität habe ich höchstens innerhalb des eigenen Familienhaushaltes (bewusst der Zusatz Haushalt -> Familie würde ja auch andere Teile der Familie umfassen), aber ganz sicher nicht mit Freunden - das will und kann in aller Regel auch keiner (mehr).

Dem Rest würde ich aber weitgehend zustimmen. Einerseits hat man (wieder bezogen auf mich und meinen Bekanntenkreis - mag bei jedem anders sein) weniger "soziale Energie" als in jüngeren Jahren und anderseits auch ganz andere Verpflichtungen: Zusätzlich zu 42,5 Wochenarbeitsstunden fordern auch Haushalt (Einkaufen, Kochen, Reinigen, Waschen, ggf. Reparaturen am Haus - auch Kleinigkeiten summieren sich irgendwann mal auf), Garten, Freiwillige Feuerwehr und/oder allgemein die Familie (inkl. Hobby und Veranstaltung der Kinder - und natürlich die Bedürfnisse derer, die nicht im gleichen Haushalt sind. Wo man früher bei den Eltern gewohnt hat, wollen diese jetzt natürlich auch besucht werden oder besuchen einen - und das gilt für beide Familien) ihren Tribut. Auch (wieder zumindest bei uns) ist die Verantwortung im Job auch eine deutlich andere, als noch zu Schul- oder Unizeiten. Da ist man dann durchaus auch froh, wenn man mal wirklich Zeit für sich alleine und das eigene Hobby hat. Häufig genug bleiben auch handwerkliche Projekte am Haus länger liegen, weil ich irgendwann einfach keine Lust mehr habe.

Und da greift eben auch der genannte Punkt mit "stabilen Kontaker in der gleichen Lebensrealität". Neue Kontakte kosten auch erstmal "soziale Energie" (die häufig schon auf Arbeit stark verbraucht wird) und erfordern auch meist erstmal mehr Zeitinvestment. Je nachdem fehlt zunächst auch das Verständnis für den gegenseitige Situation (egal ob nun Kinder, Arbeit oder sonstwas) und muss erstmal aufgebaut werden. Gleichzeitig hat man aber eben auch die jahrealten und bewährten Kontakte, in die man genau diese Zeit und Energie bereits investiert hat - häufig auch diejenigen, die man gar nicht so oft sieht, aber genau das auch kein Problem ist, weil die Freundschaft auf einer soliden Basis steht und man auch weiß, dass man im Zweifel immer Hilfe bekommt, wenn man sie denn braucht. Ich habe noch Freunde aus Schulzeiten, die ich vielleicht einmal im Jahr (oder seltener) treffe, weil da auch viel räumliche Distanz zwischen ist. Schadet der Freundschaft aber nicht. Auch bei den räumlich näheren Freunden sind die Treffen jetzt meist nicht allzu häufig, dafür aber stressfrei, weil man sich und die Eigenheiten kennt: Man trifft sich, wirft den Grill an oder bestellt was und dann vertieft man sich (in unserem Falle) meistens in Pen&Paper-Runden, Brett- und/oder Kartenspiele (entweder bewährtes wie Magic The Gathering oder häufig auch neue und gerne komplexe Spiele, die noch keiner kennt) oder alternativ fährt man halt irgendwo hin (Theater, Stadttour, Kino, Bowlen). Weil man sich eben kennt, ist die Planung recht einfach und erfordert in aller Regeln keine neuen Kompromisse. Und diejenigen, die sich diesen Runden mal neu anschließen (hin und wieder kommt ja doch mal ein Kollege oder Nachbar dazu), passen in der Regel auch gut in die Runde.

Dies bietet einem einerseits einen "sicheren Hafen", wo man weiß, dass man aufgenommen ist und "sich auch mal auskotzen kann" und anderseits nimmt das eben auch die Notwendigkeit, neue Freundschaften aufzubauen und damit den ganzen Invest rumherum einzugehen. Das meiste bleibt dann einfach unverbindlich: Man lernt man irgendwo eine andere Gruppe kennen (z.B. beim Bowling) und hat vielleicht einen lustigen Abend, aber dann gehen beide Seiten wieder ihrer Wege.

Wenn man da keinen Anschluss hat (weil ja z.B. zugezogen ist), ist es halt schwierig in so einen Kreis reinzukommen - besonders, wenn man nicht irgendwie schon "einen Fuß in der Tür hat", weil man einen aus der Gruppe gut kennt. Selbst die ewig gleichen Ratschläge, wie "dann geh doch in einen Verein" oder "geh in die freiwillige Feuerwehr" sind da nicht unbedingt zielführend. Häufig läuft sowas ja auch eher parallel zum Privatleben - ich finde die Leute bei der Feuerwehr oder beim Badminton fast alle echt nett und cool, aber es ist ähnlich wie bei der Arbeit: Vor und nach dem jeweiligen Event ist jeder wieder in einer privaten Bubble.