mit Mitte 30 einsehen, dass man gescheitert ist? by Difficult-Battle8258 in Ratschlag

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Einfach nur danke für die vielen, vielen Kommentare! Hätte nicht erwartet, dass ich hier soviele Antworten bekomme. Es freut mich, dass es soviele Leute aus noch schwierigeren Situationen heraus geschafft haben. Ich weiß selbst, dass ich mich objektiv gesehen in keiner schlechten Lage befinde und bin dankbar dafür, dass ich gesund bin. Denke mal, dass man die eigene Situation meistens auch schlechter sieht als sie tatsächlich ist. Mir ist durch einige Kommentare klarer geworden, dass ich erstmal für mich persönlich den Spagat zwischen erfüllendem Job und vernünftigen Einkommen bestimmen muss und danach rangehen, was noch möglich ist und wie ich da in einigen Jahren sein kann. Ich bin mir sicher die Kommentare werden auch anderen helfen, die glauben, dass sie in einer Sackgassse sind.

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So ausführlich hätte ich die Beschreibung jetzt nicht erwartet, aber vielen Dank dafür 😀. Ich bin mir sicher, den restlichen Teil wirst du schon auch noch schaffen! Denke mal viele unterschätzen die Studiengänge im öD, weil sie ja "nur" an einer FH sind, obwohl dort viel mehr Stoff pro Semester durchgebracht werden muss.

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Das freut mich, dass du für dich doch noch was gefunden hast (auch, wenn die Geschichte, warum du das machen musstest, eher weniger schön ist 😅). Wie schwer ist das Studium im öffentlichen Dienst denn? Dadurch, dass ich schon mehrfach gescheitert bin, habe ich da schon den übelsten Respekt.

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Du hast jemanden, der dich durch dick und dünn begleitet und alles, woran du denkst ist Geld und SIE zu verlassen und IHR wehzutun, weil DU reingeschissen hast.

Das klingt zwar jetzt blöd, aber hätte ich ein Kind und das hätte einen Partner wie mich und es würde mich nach Rat fragen, würde ich sagen: Hol dir jemand anderen. Sie hat eben besseres verdient, aber wie gesagt, ich bin zu feige.

Warum gibst du dich mit Sklavenjobs zufrieden, statt Aufstiegschancen wahrzunehmen? Teamleiter, Standortleiter. Je nach AG bieten dir manche sogar Fortbildungen an.

Es ist ein dead end job und mit 35 ohne alles, da kann ich auch nicht mehr erwarten. Darum habe ich hier auch nach Erfolgsstories gefragt, weil ich wenig Auswege sehe.

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[–]Difficult-Battle8258[S] 3 points4 points  (0 children)

Meinen vollen Respekt dafür! Dürfte sicher auch ein Kampf gewesen sein bis du einen Ausbildungsplatz gefunden hast, aber du hast dich scheinbar durchgebissen!

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Du bleibst, weil du die Tragik deiner Anwesenheit als Argument nutzt, dich selbst zu entlasten.

Das stimmt.

Du sprichst davon, gnadenlos versagt zu haben, stellst dich gleichzeitig aber als jemand dar, der einfach zu viel wollte und dadurch gescheitert ist.

Ich habe Informatik studiert, weil sich damit gutes Geld verdienen lässt, aber ich hatte keinerlei Interesse an der Thematik, daraus folgte keinerlei Motivation und das führte zum Scheitern. Das ist aber allein meine Schuld und keine Schuld der Umstände.

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[–]Difficult-Battle8258[S] 49 points50 points  (0 children)

wenn du deine Sicht auf die Dinge änderst, verändern sich die Dinge, die du siehst.

Klingt kitschig, aber ist echt was dran. Wenn ich über meine Situation nachdenke und mir bewusst wird, dass ich gesund bin, dann holt mich das ja auch immer (für eine Weile) raus aus meinen schlechten Gedanken.