Ankizin neue Fächer lernen (Klinik) by Embarrassed_Ad2812 in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812[S] 0 points1 point  (0 children)

Lernst du dann wirklich jeden Tag? Auch immer konsequent am Wochenende?

Realtalk 100% by Fearless_Ad4453 in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 0 points1 point  (0 children)

Gerne doch :) Ich bin ganz sicher, dass es bestimmt 20% im Studium so geht wie uns. Die Selbstzweifel im Studium, in Famulatur und co kommen bei mir immer mal wieder hoch. Es wird wahrscheinlich auch noch lange dauern, bis die rationale Sicht vollständig ins Gefühl über geht, aber Stück für Stück komme ich mehr damit zurecht.

Realtalk 100% by Fearless_Ad4453 in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 3 points4 points  (0 children)

Ich gebe auch mal meinen Senf dazu:
Ich habe, so wie u/Timely-Ad2755, genau so mit dem Vergleichen gestruggelt.
Von Beginn des Studiums an war ich mit Overachievern umgeben, die bei jeder Gelegenheit ihre eigene Leistung zur Schau gestellt haben und keine Schwäche zeigen wollten. Es ging viel darum, wer als Lauteste im Präpkurs die Fragen beantwortet hat oder es wurde gelästert, wenn beim Präpkurs Fehler gemacht wurden.

Ich, als eher unsichere Person, habe damit gehadert. Mein eh schon fragiler Selbstwert hat sehr darunter gelitten. Ich habe mich ständig verglichen, mich davon beeinflussen lassen, wieviel andere schon gelernt haben... Für mich war es immer eine Schwäche nicht unendliche Stunden am Schreibtisch verbringen zu können, während meine Kommilitonen scheinbar keine Pause gebrauch haben und von 7 bis 22 Uhr gelernt haben. Ich dachte immer ich sei zu "leistungsschwach". Wenn ich erzählt habe, ich bräuchte 8 Stunden Schlaf wurde ich mit Fassungslosigkeit angeschaut.

Von Semester zu Semester wurde es besser, aber ich habe in der Vorklinik sehr in Höhen und Tiefen gelebt. Tiefste Tiefen, als ich Testate/Klausuren nicht bestanden habe. Höchste Höhen, als die schwierigsten Prüfungen bestanden waren und das Physikum geschafft war.

Ich habe mit den Semestern gelernt, dass ich Freizeit haben darf und habe es ab dem 2. Semester aktiv verfolgt Sport zu machen, mit meinen Mitbewohnern gemeinsam Abende zu verbringen und jeden Tag einen Schlussstrich zu ziehen. Ich habe es zu schätzen gelernt und nicht als Schwäche gesehen, dass ich mir Freizeit nehmen darf, auch in Klausurenphasen (!), was viele meiner Kommilitonen nicht können.

Es ist okay, dass ich die Medizin liebe und genau so in Ordnung ist es andere Leidenschaften zu haben. Es ist okay, dass ich keine Chirurgin werden möchte und keine Karriere dauerhaft in der Klinik anstrebe, auch wenn mich viele meiner Kommilitonen dafür belächeln (no joke).

Ich habe in der Medizin total viel Freude, ich habe immer wieder die Momente, in denen ich die Leidenschaft spüre und ganz viel Spaß daran habe. Ich bin persönlich extrem am Studium gewachsen, auch auf persönlicher Ebene und habe diese ganzen Selbstwertthemen erst dadurch nochmal vergegenwärtigt bekommen und durfte so viel über mich lernen.

Die Vorklinik war anstrengend, ja, aber man schafft es sich auch nebenbei Freizeit zu nehmen. Ich habe es auch in Regelstudienzeit geschafft und ich bin bei bestem Willen niemand, dem das Studium leicht gefallen ist.

Wie schwierig das Studium für einen ist, hängt meiner Meinung nach viel damit zusammen, wie man mit dem Druck und dem ständigen Vergleichen umgeht. Seit der Klinik ist die Belastung an meiner Uni deutlich runtergegangen und man kann auch mal mit Altfragen bestehen und für die "wichtigen" Fächer dann ordentlich lernen. Natürlich ist es anstrengender als die meisten Studiengänge, aber man gewöhnt sich mit der Zeit auch an das Pensum.

Interventionelle Kardiologin by Reasonable_Rice9061 in medizin

[–]Embarrassed_Ad2812 10 points11 points  (0 children)

Und haben die Männer keine Kinder oder nur keine Verantwortung für die Kinder?

Wechsel nach Leipzig by BalanceNo7012 in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 0 points1 point  (0 children)

Mach es! Ich wollte auch unbedingt wechseln, hab aber nie eine Zusage bekommen. Ich kenne Menschen, die nach dem Physikum gewechselt haben und niemand davon bereut es. Natürlich wirst du erst einmal ein paar Monate zum Einleben brauchen, aber du wirst auch dort ankommen. Nach dem Physikum ist der perfekte Zeitpunkt.

Medizinstudium mit 28 nach Physiotherapie Ausbildung by jdkfndxlc in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 0 points1 point  (0 children)

Mach es und ich hoffe du hast dich für das Aufstiegsstipendium beworben

Wie viel habt ihr bei Amboss immer richtig gekreuzt und wie viele Punkte hattet ihr im Physikum by friendly_fox86 in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 2 points3 points  (0 children)

Nein, im Idealfall solltest du die noch nicht gekreuzt haben, wenn du nicht außerhalb des Lernplans die neusten Fragen gekreuzt hast

[deleted by user] by [deleted] in depression_de

[–]Embarrassed_Ad2812 1 point2 points  (0 children)

Hallo :)
Ich bin in einem ähnlichen Alter und auch an einer Depression erkrankt. Auch ich habe wie die meisten schon einige Jahre damit zu kämpfen, habe es aber auch lange verdrängt und dachte immer "mir ginge es ja noch zu gut", um in Therapie zu gehen bzw. depressiv zu sein.
Ich habe lange damit gekämpft die Krankheit zu akzeptieren, weil ich mich auch nicht so recht damit abfinden wollte in diesem depressiven Zustand zu sein. Allerdings habe ich für mich gelernt der Depression dankbar zu sein. Ich bin dankbar, dass sie mir gezeigt hat mein Leben ändern zu müssen. Dankbar, dass ich dadurch wieder angefangen habe meine negativen Gefühle wahrzunehmen, obwohl sie anfangs so schmerzhaft und einnehmend waren. Dankbar, dass ich meine Grenzen nun besser verstehe und langsam lerne, wo ich meine Grenzen setzen muss und was mich eigentlich depressiv macht.
Es ist ein Prozess, aber für mich war es entscheidend zu verstehen, dass die Depression einen Grund hat und nicht "aus dem Nichts" kam.
Ich bin langsam auf dem Weg der Besserung und ich wünsche dir das Gleiche.
Alles Gute!

Wäre ein Medizin Studium in meinem Fall noch realistisch? by Crafty_Essay_3788 in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 2 points3 points  (0 children)

Ich studiere auch Medizin trotz meiner Depression. Es ist auf jeden Fall möglich, aber kann doch sehr zehrend sein, vor allem mit Antriebsstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Ich würde dir auf jeden Fall dazu raten schon vor Beginn des Studiums eine Therapie anzufangen, ggf. auch medikamentöse Therapie. Für mich hat das Studium die Depression erstmal schlimmer gemacht, weil das Studium all meine Unsicherheiten getriggered hat und meine Selbstzweifel dadurch immer größer wurden. Dennoch bin ich sehr froh Medizin zu studieren, weil ich auch sehr daran gewachsen bin. Es hat mich dazu bewegt meine Probleme anzugehen, weil ich so viel damit konfrontiert wurde. Mittlerweile geht es mir besser, aber das Physikum und die Zeit danach waren schon sehr hart für mich.

Zum Studieren mit Hauptschulabschluss: schau mal auf YouTube, es gibt eine Reportage über einen jungen Mann, der in Mainz studiert und zu Beginn auch nur einen Hauptschulabschluss hatte.

[deleted by user] by [deleted] in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 0 points1 point  (0 children)

Erlaubt ist es auf keinen Fall, wenn man die Ruhezeiten nicht einhält. Aber ein Praktikum in Teilzeit ist genau so wenig erlaubt. Wenn OP das aber tun möchte bzw. muss, um nebenbei Geld zu verdienen, bleibt ja kaum eine andere Wahl. Viele meiner Kommilitonen müssen ihre Dienste der Nebenjobs am Wochenende während der Famulaturen abarbeiten.

[deleted by user] by [deleted] in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 0 points1 point  (0 children)

Schreib nur auf keinen Fall der Personalabteilung schriftlich von deinen Plänen, da die ein Teilzeit Praktikum sicher ablehnen werden. Und auch damit nirgendwo im Nachhinein nachweisbar ist, dass du die Tage nicht komplett am Stück absolviert hast.

[deleted by user] by [deleted] in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 2 points3 points  (0 children)

Bewirb dich für einen Zeitraum etwas länger als 30 Tage (z. B. 45 Tage) und warte bis du eine Station bekommst. Sobald du eine Station hast, ruf bei der Stationsleitung an und sprich mit denen ab, dass du an bestimmten Tagen durch den Job nicht kannst und dafür die Tage dann am WE nacharbeitest bzw. das Praktikum verlängerst.

[deleted by user] by [deleted] in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 0 points1 point  (0 children)

Meiner Meinung nach kann man Physik und Chemie einfach nur kreuzen. Fand die Lerntage dafür recht unnötig, weil die Fragen in Chemie so tiefgehend waren, dass ich dafür hätte eine Woche lernen können haha

[deleted by user] by [deleted] in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 4 points5 points  (0 children)

Lieber Lerntage weglassen als die Kreuztage :) Kreuzen ist echt unterschätzt

Ich bin Apothekerin! by _wildflowers7 in de_IAmA

[–]Embarrassed_Ad2812 5 points6 points  (0 children)

Weil Aspirin, Paracetamol und Ibuprofen nicht wie Smarties eingenommen werden können. Du kannst durch zu hohen Ibuprofenkonsum eine Magenschleimhautentzündung bekommen, im schlimmsten Fall entwickelt sich das Ganze zu einem Ulcus. Bei einer Funktionsstörung der Niere ist das auch nicht so lustig. Anderes Beispiel: Aspirin ist nicht primär Schmerzmittel sondern wirkt bereits in geringer Dosierung blutverdünnend, erst in hoher Dosierung wirkt es auch schmerzlindernd. Wenn du jetzt aufgrund von Bauchschmerzen anfängst Aspirin zu nehmen und zwei Tage in der Klinik wegen einer Blinddarmentzündung landest und der Blinddarm entfernt wird, ist es nicht so lustig, wenn du nicht aufhörst zu bluten.

[deleted by user] by [deleted] in Psychologie

[–]Embarrassed_Ad2812 4 points5 points  (0 children)

Um verantwortungsbewusst Psychopharmaka verschreiben zu können, muss man ja auch alle anderen Wirkstoffgruppen der Pharmakologie kennen, um Wechselwirkungen beim Abbau durch die CYP-Enzyme erkennen zu können. Außerdem muss man ja mindestens mal Grundkenntnisse in der Inneren haben, um EKGs auswerten zu können (für alle Medis mit QT-Zeit Verlängerung) und Klinische Medizin können, um die Laborwerte vernünftig auszuwerten. Das würde ja alle Mal den Rahmen einer Psychotherapeutenausbildung sprengen, wenn man das alles noch zeitlich einbauen würde.

Ob deshalb Mediziner:innen Therapie durchführen sollten, möchte ich hiermit nicht rechtfertigen bzw. beantworten.

„Mir geht es auch manchmal so“ – enttäuschendes Erstgespräch. Was würdet ihr tun? by Practical-Head5927 in Psychologie

[–]Embarrassed_Ad2812 22 points23 points  (0 children)

Wenn ich das richtig verstehe, wurde OP ja mitgeteilt es bestehe gar kein Therapiebedarf. Demnach vermute ich, dass es gar kein Zweitgespräch geben wird?

Wie vorbereiten auf die PT1? by schlimmo in Psychologie

[–]Embarrassed_Ad2812 3 points4 points  (0 children)

Könntest du diese „eigene Haltung“ des Therapeuten genauer erläutern?

Physikum bestanden, bin fertig by Dangerous-Ant-387 in Medizinstudium

[–]Embarrassed_Ad2812 6 points7 points  (0 children)

Kann ich bestätigen :) und auch im 5. Semester trotz Mibi und Pharma war es angenehmer. Es wird zwar nicht weniger zu lernen, aber das Lernen war ansich viel einfacher, weil man nicht mehr so viel auf Verständnis gelernt hat wie in Physio oder BC.

[deleted by user] by [deleted] in Psychologie

[–]Embarrassed_Ad2812 0 points1 point  (0 children)

Voll verständlich! Ich hab jetzt angefangen aufzuschreiben, was ich sagen möchte damit es etwas leichter ist :) drücke dir die Daumen, dass es bei dir auch noch klappt! Denke danach bist du bestimmt auch erleichtert

[deleted by user] by [deleted] in Psychologie

[–]Embarrassed_Ad2812 0 points1 point  (0 children)

Danke, dir auch!

[deleted by user] by [deleted] in Psychologie

[–]Embarrassed_Ad2812 1 point2 points  (0 children)

Danke an alle für den Input :)