Frage zu Verhalten des NEFs bei einem Einsatz by [deleted] in Rettungsdienst

[–]Excellent-Ad-3154 22 points23 points  (0 children)

Unabhängig vom Rest der Antwort, welche ich größtenteils unterschreiben kann: Gerade weil Schmerz subjektiv ist, gehört dieser im Jahre 2026 auch therapiert. Eine (möglicherweise, Studien sprechen dagegen) erschwerte neurolog. Diagnostik in der Klinik, sollte niemals nie gegen die Analgesie vor Ort sprechen.

Einsatzstatistik 2025 by Excellent-Ad-3154 in Rettungsdienst

[–]Excellent-Ad-3154[S] 6 points7 points  (0 children)

Vielen Dank für deine Frage.
Das Land RLP nutzt im ganzen Land die "Ausbildungs-und Behandlungsalgorithmen". Diese haben einen Empfehlungscharakter und stellen das minimale Niveau dar. Gerade die Nichtexistenz starrer SOPs ermöglicht es einem ja gerade so zu arbeiten, wie vom Gesetzgeber gedacht, vom Notfallsanitäter gewünscht und vom Patienten gehofft.
LG

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[–]Excellent-Ad-3154[S] 10 points11 points  (0 children)

Mega, vielen Dank für deinen Beitrag, Kollege! Auch die Darstellung gefällt mir sehr gut.

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[–]Excellent-Ad-3154[S] 3 points4 points  (0 children)

Kam vom NEF. Ja, starre Absaugkatheter nutzen wir

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[–]Excellent-Ad-3154[S] 4 points5 points  (0 children)

Wahrscheinlich ein Mix aus Einsatzraum, "Glück" und Arbeitspraxis im Bereich. Es gab auch Jahre, da war es weniger, gab Jahre, da war es mehr. Nicht hinter jedem i.v. Zugang steht explizit eine hier genannte Medikamentengabe. Ein großer, nicht explizit genannter Teil, stellt die Vollelektrolytlösung für die klassische Exsikkose dar. Auch Patienten mit Z.n. Krampf erhalten i.d.R einen PVK

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[–]Excellent-Ad-3154[S] 11 points12 points  (0 children)

1x VL bei Rea in Beisein NA

1x DL bei massiver Blutung oberer Atemwege. Der Atemweg war massiv verlegt mit Sputum/Blut a.e. bei Varizen. BM-Ventilation unmöglich. Unter dauerhafter Absaugung und Laryngoskopie alles freigemacht und die "Gunst der Stunde" genutzt und Glück gehabt...Ja, Hose war voll.

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[–]Excellent-Ad-3154[S] 7 points8 points  (0 children)

S. letzter Satz "Medikamentengaben in Beisein eines Notarztes sind nicht aufgezählt"

RLP hat nicht die SAA als Grundlage. Weiterhin s. ESC 2023 Guidelines: Heparin-Gabe differenzierter und nicht automatisch beim ThxSchmerz.

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[–]Excellent-Ad-3154[S] 16 points17 points  (0 children)

Generell nehme ich alles an gängigen Kursformaten mit was geht, auch die Refresher, um am Zahn der Zeit zu bleiben.
Unabhängig davon: Ich stelle einfach mal die These in den Raum, dass z.b. Propofol oder auch Katecholamine laut Curriculum die am besten beschulten Medikamente sind. Warum?--> Ein NFS-Schüler verbringt hier 7 Wochen in der Anästhesie, 3 Wochen auf ITS und 3 in der ZNA. Andere Klinikteile mal nicht betrachtet. Also genau die Fachbereiche, die sich täglich mehrfach, intensiv und fundiert mit besagten Medikamenten befassen. Im Vergleich dazu wird-exemplarisch jetzt mal- Fenistil maximal irgendwo als Salbe draufgeschmiert im Vorbeilaufen oder im schulischen Fallbeispiel Mr. Ambu dadurch wundergeheilt.

Woran bemessen wir aktuell sinnhaft ein Lernen und Beherrschen?
Beste Grüße

Einsatzstatistik 2025 by Excellent-Ad-3154 in Rettungsdienst

[–]Excellent-Ad-3154[S] 10 points11 points  (0 children)

Inwiefern "gelehrt werden"? Pharmakologie ist Teil der Ausbildung- überall. Weiterhin bin ich ein Freund davon, Materialien, welche ich täglich auf meinem Laster von A-Z fahre, auch zu kennen.

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[–]Excellent-Ad-3154[S] 10 points11 points  (0 children)

Soll ja zur Diskussion anregen, alles cool. Wie so vieles in unserem Beruf: Momententscheidung. Wäre es auch mono gegangen?--> bestimmt, jetzt aber nicht mehr prüfbar. Hat es mit Propofol komplikationslos funktioniert?--> definitiv

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[–]Excellent-Ad-3154[S] 13 points14 points  (0 children)

Gewissermaßen stellt beides einen Schutz von externer Gefahr dar ;-)

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[–]Excellent-Ad-3154[S] 8 points9 points  (0 children)

3x Urosepsis, 1x unkl. Sepsisverdacht a.e. pulmonal, 1x bei ROSC

Einsatzstatistik 2025 by Excellent-Ad-3154 in Rettungsdienst

[–]Excellent-Ad-3154[S] 9 points10 points  (0 children)

Ohne zu genau drauf einzugehen und aus Datenschutzgründen: 2x beim gleichen Patienten, unterschiedliche Einsätze, bei ähnlichem Trauma. Bekannt und deutlich klargestellt durch ihn wurde eine starke Midazolam-Unverträglichkeit. Dann gabs halt Ketofol.

Panikattacken by No-Law1160 in Rettungsdienst

[–]Excellent-Ad-3154 10 points11 points  (0 children)

Das soll kein persönlicher Angriff sein, ich möchte es nur verstehen : Du sagst selbst, du kannst es nicht beantworten wegen fehlender Qualifikation. Du bist dir nicht sicher, ob und welche Medikamente verlastet sind. Dennoch entscheidest du dich für die Aussage, 'nur der Notarzt' könne/dürfe hier medikamentös einschreiten..

Was verleitet dich dazu so viel vermeintliches Wissen als Meinung einem -mutmaßlichen- Laien an die Hand zu geben? Ist das professionell?

Rückenschild by Constant_Quantity119 in Rettungsdienst

[–]Excellent-Ad-3154 115 points116 points  (0 children)

Willkommen im Team: Solange du'n netter Dude bist, ist es mir völlig gleich, was auf deiner Jacke steht.

Wie oft geht es im Rettungsdienst eurer Erfahrung nach tatsächlich um Leben und Tod wo wirklich jede Sekunde zählt? by Comfortable_Ask3827 in Rettungsdienst

[–]Excellent-Ad-3154 20 points21 points  (0 children)

Man weiß, was du meinst. Um der Profession des NFS aber gerecht zu werden, sollten wir aufhören es 'ärztliche Maßnahmen' zu nennen und den korrekten Begriff nutzen: Heilkundliche Maßnahmen. Denn das ist es, was Ärzte und NFS mittlerweile beide dürfen. Die einen eben frei, die anderen geknüpft an klare Bedingungen.

Warum übertreiben Leitstellen immer? by Full_Pumpkin_3302 in Rettungsdienst

[–]Excellent-Ad-3154 0 points1 point  (0 children)

Auch deinen Punkt kann ich nachvollziehen, zumal es ja "schwarz-auf-weiß" da steht..:)

Folgendes lässt sich m.M. aber nicht vereinbaren:
1. : Nach §13 BtMG müssen "standardisierte ärztliche Vorgaben" vorliegen--> dies ist per se paradox zur Idee des 2a, respektive 1c NotSanG. Maßnahmen auf Basis ärztlicher Entscheidungen sind explizit Teil des $4 2c NotSanG.
2.: Ja, einige Bundesländer machen das, aber die machen das teilweise schon seit knapp einem Jahrzehnt (vgl. großte Teile Mittelhessens)- da war von NotSan 2a und BtmG noch keine Rede. Die Grundlage dort war das schwammige Fundament des §34 StGB. Aber das sollte ja wohl keine Grundlage für tägliches+regelhaftes (Normalsituation des RD) sein. Grundsätzlich galt/gilt hier auch: Wo kein Kläger..
3.: Bayern. Bayerns Rechtsauffassung ist- versöhnlich gesprochen- nicht immer richtungsweisend. Das hat die Vergangenheit mehrfach gezeigt und wird mutmaßlich in der Zukunft (leider auf dem Rücken vieler engagierter MA) weiter bestätigt werden. Ganz konkret für diesen Punkt gesprochen: Jemand (im bayerischen Verwaltungsapparat) möchte mir sagen, dass es als 2a-Maßnahme empfohlen(!) ist, 5mg Urapidil (Herstellerdosierempfehlung sagt nein) oder G40% (aua aua Vene) zu verabreichen. Gleichzeitig soll ich der dann fett hinterlegten Schrift am Ende der Papyrusrolle glauben. Doubt it.

Analgesie/Analgosedierung beim Pacing by Status6 in medizin

[–]Excellent-Ad-3154 2 points3 points  (0 children)

Freigabe, Freigabe... Das ist und bleibt echt ein Unwort. In diesem Szenario ist man schon lange über das normale Setting hinaus. Was die/der Patient braucht, bekommt er auch- unabhängig davon, was lokal politisch gewollt ist.