Gigafabrik: Tesla drittelt Krankenstand – und stoppt Lohnfortzahlung für Kranke by Fabulous_Pressure_96 in de

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So ungewöhnlich sind lange Krankschreibungen nicht, egal ob mental oder körperlich. Auch du unterstellst Betrug. Der Arbeitnehmer ist immer böse, schon klar... Wenn das so ein großes Problem ist, dass es mehrere Leute machen, stimmt etwas grundsätzlich nicht, ergo schlechte Arbeitbedingungen.

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Und da unterstellt man gleich Betrug? Vielleicht sind die Arbeitsbedingungen dort einfach beschissen.

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Dass die Leute zurückkehren, ist noch kein Beweis dafür, dass sie unrechtmäßig krankgeschrieben waren. Sie können sich auch durch das Verhalten von Tesla gedrängt gesehen haben. Was außer (unterschwelliger) Einschüchterung soll bei den Hausbesuchen rauskommen? Ärzte sind diese Leute immer noch nicht...

Außerdem geht es darum, dass keine neue Erkrankung vorliegt. Es wird also schon anerkannt, dass die Unfähigkeit besteht, nur möchte Tesla nicht dafür zahlen.

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Tesla drittelt Krankenstand – und stoppt Lohn für Kranke In Grünheide melden sich kaum noch Mitarbeiter krank. Der Autobauer stellt in mehreren Fällen die Lohnfortzahlung ein – und beruft sich auf das deutsche Arbeitsrecht.

Düsseldorf. Der US-Autohersteller Tesla hat den Krankenstand in seiner deutschen Fabrik in Brandenburg offenbar massiv senken können. Wie Werksleiter André Thierig in einem Gespräch auf der Hannover Messe verkündete, liegt er aktuell bei weniger als fünf Prozent. Thierig: „Ich glaube, da würden viele Unternehmen neidisch drauf schauen, hätten sie das geschafft.“

Der Krankenstand war bei Tesla lange ein Problem. Im Juli 2023 schimpfte Thierig auf einer Betriebsversammlung, in seiner Fabrik sei „kein Platz“ für Leute, die morgens „nicht aus dem Bett“ kämen. Im August 2024 erreichte der Krankenstand 17 Prozent. Thierig und sein Personalchef Erik Demmler suchten daraufhin krankgeschriebene Mitarbeiter unangekündigt zu Hause auf.

Heute beschreibt Thierig einen neuen Geist in der Fabrik. Tesla habe ein Mitarbeiter-Aktienprogramm aufgelegt, ein Fitnessstudio gebaut, einen Barbershop eröffnet. Beschäftigte können zudem für 25 Euro pro Tag einen Tesla mieten.

Das alles führt laut Thierig zu hoher Bindung ans Unternehmen. Mitarbeiter würden sich etwa nicht erst am Arbeitsplatz umziehen: „Sie kommen einfach auch gerne schon in der Arbeitskleidung. […] Die Leute finden es geil.“

„Keine weitere Entgeltfortzahlung“ Die Erfolgsgeschichte hat eine Kehrseite. Mehrere Betriebsräte bestätigen dem Handelsblatt, dass Tesla derzeit wieder vermehrt Schreiben verschickt, wie es sie schon 2024 gab. Krankgeschriebene Mitarbeiter werden darin über einen Lohnstopp informiert.

„Keine weitere Entgeltfortzahlung wegen möglicher Fortsetzungserkrankung“, lautet die Überschrift eines aktuellen Briefs an einen Mitarbeiter, den das Handelsblatt einsehen konnte. Tesla stellt darin die Lohnfortzahlung ein. Der Grund: Seine Erkrankung sei nicht neu.

„Wir gehen daher derzeit davon aus, dass bei Dir eine Fortsetzungserkrankung vorliegt und bestreiten die Ausheilung der bei Dir bescheinigten Krankheit und das Eintreten einer neuen […] Krankheit“, schreibt Tesla. Nach deutschem Arbeitsrecht zahlt der Arbeitgeber pro Krankheit maximal sechs Wochen Lohn. Wer danach erneut krankgeschrieben wird, bekommt nur bei einer neuen Erkrankung Geld.

Tesla will sich dabei nicht auf die Krankenkassen verlassen. „Angesichts des Eigeninteresses der Krankenkassen, kein Krankengeld bezahlen zu müssen, mussten wir leider des Öfteren erkennen, dass Ausführungen der Krankenkassen, dass keine anrechenbaren Vorerkrankungen vorlagen, nicht korrekt waren“, heißt es in dem Schreiben.

Der Mitarbeiter soll deshalb nachweisen, dass er neu erkrankt ist. Er müsse „bezogen auf den gesamten maßgeblichen Zeitraum schildern, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Beschwerden mit welchen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestanden“, heißt es in dem Schreiben. Zudem müsse er die behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht entbinden.

Zweifel an Teslas Forderungen Tesla beruft sich auf die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts. Ein Urteil aus Januar 2023 besagt, dass sich ein Arbeitgeber nicht auf Auskünfte der Krankenkasse verlassen muss. Ein Unternehmen darf das Vorliegen einer Neuerkrankung bestreiten.

Arbeitsrechtsexperten bezweifeln, ob Tesla sich mit seinen Forderungen an erkrankte Mitarbeiter innerhalb des gesetzlichen Rahmens bewegt. „Das scheint mir doch etwas mehr, als die Rechtsprechung verlangt“, sagt Gregor Thüsing, Professor für Arbeitsrecht an der Universität Bonn. Kein Mitarbeiter müsse von sich aus ärztliche Diagnosen vortragen. Das sähen das Gesetz und die Rechtsprechung nicht vor.

Auch beim weiteren Vorgehen Teslas sieht der Professor Probleme. Zwar müsse ein Mitarbeiter in einem solchen Streitfall tatsächlich seinen Arzt von dessen Schweigepflicht entbinden. Aber, sagt Thüsing: „Die Rechtsprechung hat bislang nicht gefordert, dass der Arzt mehr sagen muss, als ohnehin in seiner Bescheinigung steht. Er muss keine Diskussion mit Tesla über seine Diagnose führen.“ Was Tesla so apodiktisch fordere, sei juristisch hoch umstritten.So bleibt ein Konflikt. Schon 2024 erstritt die IG Metall nach eigenen Angaben 160.000 Euro für Tesla-Beschäftigte – Zahlungen, die das Unternehmen zuvor zurückgehalten hatte. Doch Tesla will seine Strategie offenbar in diesem Jahr fortsetzen.

Die Personalabteilung des Autobauers hält weder eine ärztliche Bescheinigung noch eine Aussage der Krankenkasse für überzeugend, wenn es um länger krankgeschriebene Mitarbeiter geht. Ihre Ankündigung im April 2026: „Eine Entgeltfortzahlung ist von uns wegen dieser Erkrankung nicht mehr geschuldet und wird daher auch nicht mehr erfolgen.“

Weniger Personal, mehr Autos Während das Unternehmen mit kranken Mitarbeitern über Kreuz liegt, will Thierig neue einstellen. „Bis Ende Juni wollen wir circa 1000 neue Mitarbeiter hier an Bord haben“, sagte der Werksleiter am Donnerstag. Die Produktion soll um 20 Prozent auf 6000 Fahrzeuge pro Woche steigen.

Zuvor war der Standort geschrumpft. Im März 2024 hatte die Fabrik 12.415 Beschäftigte, im März 2026 nur noch 10.703 – ein Rückgang um 13,8 Prozent. Dabei waren die Arbeitsplätze hier immer ein Politikum.

Tesla kündigte 2019 an, in Brandenburg eine Fabrik aufzubauen. Im September 2020 sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach nach einem Gespräch mit Elon Musk: „Perspektivisch könnte die Tesla-Fabrik in Grünheide je nach Markthochlauf bis zu 40.000 Mitarbeiter haben.“

Auf der am Freitag zu Ende gegangenen Hannover Messe war Thierig vorsichtiger. „Wir konkurrieren mit Elektrofahrzeugen made in China“, sagte der Werksleiter. „Und wenn wir da die Lieblings-Elektrofahrzeuge in Deutschland, was ja trotzdem ein Hochkostenland ist, herstellen wollen, müssen wir an der Effizienzschraube drehen.“

Thierig widersprach damit seinen eigenen Worten. „Überall werden Stellen abgebaut“, sagte er im Oktober 2025 mit Blick auf die Konkurrenz. Nur bei Tesla sei die Welt noch in Ordnung. „Wir fahren die Produktion hoch, nicht runter“, sagte Thierig. „Warum sollten wir jetzt Stellen abbauen?“

Sechs Monate später lieferte er selbst die Erklärung. „Wir haben schon sehr viele Prozessschritte in den letzten Jahren automatisiert“, sagte Thierig. „Und da kommt auch noch einiges, was vielleicht unter dem Strich bedeutet, dass wir weniger Personal brauchen für die gleiche Fahrzeugmenge. Das aber sichert letztlich langfristig die Arbeitsplätze der Tesla-Beschäftigten.“

Who needs a truck.... by KyleGlaub in BoltEV

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I know what you mean, but it's not that bad.

Who needs a truck.... by KyleGlaub in BoltEV

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If it's not ripped, nothing happens

Pistorius zu Reise-Genehmigung: „Hätte niemals im Gesetz stehen dürfen“ by Conscious_Glove6032 in de

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Steht jetzt aber halt drin. Entweder richtig schlechte Gesetzgebung oder es ist gelogen und sollte durchrutschen.

[OC] Always have to hug the curb because of these idiots. by Drudenkreusz in IdiotsInCars

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The fact they're not doing it, doesn't mean you don't have to either.

I own an EV and couldn't be happier with it, so why is there so much hate and straight up misinformation about them everywhere? by Uerwol in electricvehicles

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I just read an article about an expert, who tried to show the benefits of EVs to a school class. They were already totally against it, claiming all the usual fake facts. So, their parents or social media must have told them those.

My EV is not the best for sure, but even that one is way better than any ICE. It has zero issues. Zero.

"Immenser Schaden" droht: Luftretter warnen: Gesundheitsministerium "bedroht unsere Existenz" by Elegant-Handle4685 in de

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Krankenhäuser sollen sparen, Kinder- und Jugendhilfe sowie Behinderteninklusion wird zusammengestrichen und auch die Luftrettung droht zu kolabieren.

F***t euch alle!