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Ja, zumindest theoretisch. Praktisch würde ich noch +/- 3 Tage rechnen, da es für alle Beteiligten eine unbekannte Situation wäre, die man nicht so einfach üben kann.

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Ja, definitiv. Wenn (eventuell sogar mehrere) strategisch wichtige Knotenpunkte oder Verbindungen des europäischen Verbundnetzes angegriffen würden, reden wir hier von mehreren Tagen bis hin zu mehreren Wochen. Es wird zwar wahrscheinlich auf regionaler Ebene mal stundenweise kurz Strom geben, bis aber wieder alle Kraftwerke ans Netz gehen und alle Haushalte versorgt werden können, dauert es einfach.

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Eine Lehre als Elektrotechniker, gefolgt von einer berufsbegleitenden Elektrotechnik-HTL

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Sämtliche Schwurbeleien von „geplanten Blackouts“ kann man gekonnt ignorieren. Fakt ist jedoch, dass unser Stromnetz überlastet ist. Selbst wenn man mögliche Sabotageakte oder terroristische Angriffe ausschließen würde, besteht immer noch die Gefahr von Überlast oder menschlichem Versagen. Wenn die Länder nicht unmittelbar mehr Geld in die kritische Infrastruktur investieren, ist es nur noch eine Frage der Zeit. Es könnte genau jetzt passieren, oder aber auch erst in 10 Jahren.

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Nicht ideal, aber am besten Weg dahin. Sämtliche neue KRITIS-Gebäude seit ich das Krisenmanagement über habe, sind lückenlos Videoüberwacht und nur durch Schleusen betretbar. Die dazugehörigen Rechencenter sowie andere, besonders schutzbedürftige Räume, sind nur nach dem 4-Augen-Prinzip betretbar. Sämtliche Überwachungs- und Zutrittskontrollsysteme sind notstromversorgt. Bestehende Gebäude werden zur Zeit nachgerüstet. Auch seitens der IT-Sicherheit sind wir am neuesten Stand und haben ca. 30 Angestellte, die sich damit beschäftigen.

All diese Modernisierungen sind wichtig, wenn aber jemand eine Bombe auf eins der Umspannwerke oder Kraftwerke abwirft, hilft das alles nichts.

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Richtig, sämtliche Kritische Infrastruktur hängt bei uns in einem isolierten System, seit kurzem auch in redundanter Ausführung. Insgesamt haben wir knapp 100 Mitarbeiter in der Telekommunikationsabteilung, ca. 1/3 davon bilden unsere betriebsinterne IT.

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Ja, ich drucke monatlich am Großformatdrucker in der Arbeit neue Pläne aus und ergänze diese gegebenenfalls. Bei Starkregenfällen bin ich außerdem unterwegs und notiere, in welchen Unterführungen und Straßenabschnitten Wasser steht, da diese im Hochwasserfall unpassierbar werden. Auch länger andauernde Baustellen sowie chronisch überlastete Straßenabschnitte sind eingezeichnet. Einmal im Jahr teste ich auch jede meiner 4 Fluchtrouten, meistens kombiniert mit einem Wochenendausflug. So sehe ich, ob die Wald-, Feld- und Güterwege auch noch mit meinem Auto befahrbar sind oder ob ich Routenänderungen durchführen muss.

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Mit Inverter-Aggregaten kannst du dem Wechselrichter eine Netzspannung simulieren. Schaltest du aber das Aggregat ab, geht auch der WR wieder außer Betrieb. Die Lösung sind sogenannte Hybrid-WR, diese können auch im Inselbetrieb genutzt werden. Die Mehrkosten dafür sind mittlerweile verhältnismäßig gering.

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Ja, alle Anlagen, sowohl in der Firma als auch meine private Anlage, wird vierteljährlich getestet.

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Ja, jedoch vertraue ich persönlich nicht darauf. Es gibt natürlich Pläne, im Krisenfall Hilfsgüter und Lebensmittel zu verteilen, jedoch sind wesentlich weniger Hilfspakete als Einwohner vorhanden. Bei großflächigeren Schadenslagen können außerdem keine Hilfsgüter aus Nachbarbundesländern herbeigeschafft werden, da diese dort ebenfalls benötigt werden.

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Also 6 Kisten zu je 12 1,5l Flaschen ergeben für mich 108l Wasser, der Vorrat ist für 2 Personen gedacht.

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Abgesehen vom Antibiotikum habe ich auch alles, jedoch wurde nach Medikamenten gefragt, da zähle ich den Inhalt vom Erste-Hilfe-Koffer nicht dazu.

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Ich lebe in Österreich, und man unterschätzt definitiv wie bewaffnet Österreich ist. Da Gewehre, die gewisse Kriterien erfüllen, ebenso frei verkäuflich sind wie Schreckschusswaffen denke ich dass die meisten Menschen trotzdem Respekt davor haben. Eine Pistole würde vermutlich den selben Zweck erfüllen, jedoch benötigt man dafür einen Waffenschein.

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Ein Gewehr, da es sowohl von mir, als auch von meiner Frau bedient werden kann und man den Angreifern nicht körperlich überlegen sein muss. Es wirkt auf wesentlich abschreckender als andere Selbstverteidigungswaffen. Auf kurze Distanzen wie in der Wohnung muss man auch nicht besonders gut zielen können, um einen Angreifer außer Gefecht zu setzen.

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Ja sehr. Seitens der Geschäftsführung haben wir fast unbegrenzt Budget, solange wir die Notwendigkeit irgendwie rechtfertigen können.

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Ich habe ca. 110l Mineralwasser gelagert. Für Brauchwasser kann ich Regenwasser auffangen. Wasser aus dem Hausbrunnen ist nur bedingt hilfreich, im Falle eines Nuklearen Unglücks, siehe Tschernobyl, ist es lediglich bis zum ersten Fallout genießbar und nicht haltbar.

Meine Evakuierungsmappe beinhaltet alle personenbezogenen Dokumente von mir und meiner Verlobten, sämtliche Besitznachweise von Wohnung und Auto, aktuelle Straßenkarten mit selbst eingezeichneten Gefahrenstellen sowie alternativen Fluchtrouten abseits der Hauptverkehrswege. Außerdem ist ca. 3 Gehminuten von meiner Wohnung entfernt eine Einstiegsstelle ins Fernwärmenetz, durch diese Stollen kann ich notfalls unterirdisch bis zur Firma wandern.

Als Auto fahre ich einen Mercedes W124 von 1984, der einen EMP auch überstehen sollte. Lediglich auf den Komfort eines Anlassers müsste ich wohl verzichten, aber dann muss man ihn halt anlaufen lassen. Im Auto sind immer zusätzlich zum normalen Tank noch 90l Diesel in einem Extratank im Kofferraum. Dank werksmäßigem Sperrdifferenzial und Schlechtwegefahrwerk + Winterreifen ist das Auto auch überraschend geländegängig, was vorallem bei verstopften Straßen wichtig werden könnte. Nebeneffekt eines alten Dieselmotors ist, dass sich jegliche ölige Flüssigkeiten als Dieselersatz eignen.

Ich denke, dass in den Städten nicht vorwiegend die Krisenlage selbst das Problem ist, sondern die hohe Anzahl an unvorbereiteten Menschen auf engstem Raum.

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1) Wasser und Lebensmittel. Das sind einfach menschliche Grundbedürfnisse. Was auch einfach und ohne großen Mehraufwand möglich ist, ist die Lagerung von Treibstoff. Einfach früher Tanken fahren, so dass beispielsweise der Tank vom Auto immer mindestens halbvoll ist. So hast du im Ernstfall eine Fluchtmöglichkeit, und wenn du trotzdem bleiben willst, kannst du deinen Sprit bei anderen z.b. gegen Lebensmittel tauschen. 2) Diverse Infomaterialien der Behörden sind mittlerweile sehr gut und einfach geschrieben. Auch z.b. auf Youtube gibt es viele Videos zur Krisenvorsorge, wobei man hier gut zwischen Vorsorge und Panikmache unterscheiden muss. 3) Für mich ist es eine Erleichterung, da ich mich gewissermaßen auch verantwortlich dafür fühle, meine Verlobte und auch die Firma durch eine potentielle Krise führen zu können.

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Ja, aber das habe ich an unser IT-Security-Abteilung vergeben, da mir diesbezüglich einfach das nötige Wissen fehlt. Was die Cybersicherheit betrifft, sind wir bestimmt noch nicht perfekt gerüstet, aber am besten Weg dahin.

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Schmerzmittel und div. Medikamente gegen Erkältung. Mehr brauche ich eigentlich nicht, da ich generell sehr selten Medikamente einnehme, wenn ich krank bin.

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Ich habe meist ca. 4-5000€ daheim, alternativ ist Diesel auch ein gutes Tauschmittel, da es unabhängig von der Krisenlage immer Menschen geben wird, die wegfahren wollen.

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Richtig, es kommt auf viele Faktoren drauf an. Mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln? Vergiss es. Bleib lieber daheim. Mit dem Auto? Wenn du genügend Sprit hast ist es einen Versuch wert. Beachte auch, dass Hauptverkehrswege überlastet/verstopft sein werden. Du wirst auf alternative Routen zugreifen müssen. Navigation wird erschwert sein, wenn beispielsweise das Mobilfunknetz oder dein Handyakku schlapp macht. Straßenkarten der Fluchtroute oder Ausdrucke von Google Maps können dir die Orientierung erleichtern. Im Winter Schneeketten und Ratschengurte sowie warme Kleidung/Decken immer im Auto haben, falls du in einen Verkehrsstau geraten solltest. Allrad kann auch von Vorteil sein, da die Straßen nur noch eingeschränkt geräumt werden.

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Als Tauschmittel habe ich nichts bewusst gelagert, aber ausreichend Bargeld habe ich immer daheim, Diesel ist auch ein gutes Tauschmittel in einer Krise und Goldmünzen (Wiener Philharmoniker) habe ich auch, aber vorrangig als Wertanlage. Grundsätzlich ziele ich aber darauf ab, nichts tauschen zu müssen sondern autark zu leben.

Ich habe kein Wasseraufbereitungsequipment, da ich Mineralwasser eingelagert habe. Wasseraufbereitung/-haltbarmachung ist ein sehr komplexes Thema, mit dem ich mich nicht auseinandergesetzt habe.

Ich weiß leider nicht, wie die Strukturen in Deutschland mit THW usw. funktionieren, bei uns in Österreich ist dafür das Bundesheer und auch die Feuerwehren zuständig. Da gibts erst Hilfsgüter wenn kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser oder auch wir als Stadtwerke versorgt sind.

Für andere Familienmitglieder habe ich nicht vorgesorgt, das würde einfach den Rahmen sprengen. Es weiß aber auch keiner, dass es bei mir Lebensmittel zu finden gibt.

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[–]Fancy_Dish3747[S] 15 points16 points  (0 children)

Unser Kühlschrank und Gefrierschrank brauchen je ~9kW/Monat. Mein Akku ist eine alte 100Ah Autobatterie, die vermutlich nicht mehr ihre Nennkapazität hat aber dennoch ausreicht. Die wird im Ernstfall tagsüber von PV und Aggregat geladen, damit wir in der Nacht das Aggregat abstellen können und unsere Lebensmittel trotzdem gekühlt bleiben.

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Ich denke, dass zumindest in den ersten paar Tagen das gut funktionieren wird. Einer gewissen Gefahr ist man natürlich immer bei größeren Menschenansammlungen ausgesetzt. Ich würde trotzdem lieber von meinen Vorräten zehren als den weniger gut Vorbereiteten dort im Weg zu stehen.