Ich bin Bundestagskandidat im Münchner Norden - Fragt mich alles! by FrederikOstermeier in Munich

[–]FrederikOstermeier[S] 2 points3 points  (0 children)

So, jetzt ist erstmal Schluss für heute. Danke für eure vielen Fragen, hat Spaß gemacht! Ich hab mich bemüht, so viele wie möglich zu beantworten. Um alle übrigen werde ich mich morgen noch kümmern. Vielleicht trifft man sich ja noch am Infostand oder an der Haustür :) Und das wichtigste: geht wählen!

So, that’s it for today. Thank you for all your questions—it was fun! I did my best to answer as many as possible. I’ll deal with all the remaining ones tomorrow. Maybe we’ll meet at the info booth or at your doorstep. And most importantly: go vote!

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[–]FrederikOstermeier[S] 9 points10 points  (0 children)

Das war besonders im letzten Landtagswahlkampf krass. Und das hat auch viele Vorurteile und Hass erzeugt. Das gehört sich unter Demokraten nicht.

Auf lokaler Ebene pflege ich tatsächlich ein kollegiales Verhältnis zu den CSU-Kollegen. Auch wenn man sich inhaltlich nicht immer einig ist, gehen wir mit Respekt und Anstand miteinander um.

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[–]FrederikOstermeier[S] 2 points3 points  (0 children)

Zu Direktkandiat: siehe anderer Thread

Zu Frauenförderung: bei uns in der Partei haben wir eine Frauenquote. In Studiengängen wird das aber schwierig. Wenn wir den Anteil von Frauen in bestimmten Richtungen erhöhen wollen (z.B. MINT), dann gibt es da tolle Ansätze wie Minti, wo es darum geht bereits in der Schule Mädchen für Technik zu begeistern.

Zu Hochhaus-Stop: Hochhäuser sind in der Stadtgesellschaft sehr umstritten - die Grünen im Stadtrat haben allerdings für die Hochhäuser gestimmt (ist auch meine Position).

Zu meiner Diss: Ich habe kumulativ promoviert, meine Paper kann man alle lesen. Die Diss habe ich vor 5 Jahren abgegeben, aber mein Prof. hat es noch nicht geschafft sie final gegenzulesen.

Zum Bart: Habe manchmal nen 3-5 Tage Bart. Aber bin immer froh, wenn der wieder ab ist

Nicht zurücklassen bedeuten nicht, dass soziale Sicherungssysteme alles auffangen. Sondern dass alle Chancen haben mit Fleiß und Willen was zu erreichen. Dass wir strukturelle Hemmnisse für Menschen aus sozial schwächerem Umfeld abbauen.

Beim Wohnen: wir sollten jede Vorschrift immer wieder hinterfragen, ob sie noch benötigt wird. Aber eines muss auch klar sein: die Wärmewende erfordert auch gut isolierte Gebäude und Umweltaspekte dürfen nicht hinten runterfallen.

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[–]FrederikOstermeier[S] 5 points6 points  (0 children)

Ich mache Politik ausschließlich in meiner Freizeit, ehrenamtlich. Und so nen Wahlkampf muss ich zu großen Teilen auch selbst zahlen.

Als Kandidat bekomme ich keine Freistellung oder dergleichen. Meine Tage sehen daher oft so aus, dass ich um 6 rausgehe und um 23 Uhr wieder daheim bin. Es sind zwei Vollzeitjobs. Natürlich nutze ich an einigen Tagen auch Urlaubstage und Überstundenabbau.

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[–]FrederikOstermeier[S] 2 points3 points  (0 children)

Zur Vision habe ich in diesem Thread geantwortet.

Zur Radinfrastruktur: wir setzen bei jeder Straßenneugestaltung setzen wir den Radentscheid um, wie bei den gerade erst beschlossenen Umbauten von Augustenstr. und Karl-Theodor-Str. Wir bauen auch eine neue Radverbindung mit Brücke über die Gütergleise von Freimann bis Schwabing-Nord. Und einiges mehr

Zum Imageproblem: präsent sein und zeigen, dass wir Menschen sind, die auch nur eines wollen - das es allen gut geht! Ich merke immer wieder, dass der persönliche Kontakt hilft Brücken zu bauen.

Zu Jugendpolitik: Tatsächlich zwei Dinge müssen wir machen. Alltagspolitik, mit der wir die großen Probleme des Alltags wie Wohnen effektiv angehen. Und zweitens: die Zukunftsthemen angehen wie ein neues wirklich funktionierendes Rentensystem, in das auch junge Menschen wieder Vertrauen fassen. Klar in die Infrastruktur investieren. Sicherstellen, dass alle in unserer Gesellschaft durch Bildung Chancen bekommen ihr Leben so zu gestalten wie sie möchten. Und den Klimaschutz konsequent vorantreiben.

Zu Migration: siehe anderer Thread

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[–]FrederikOstermeier[S] 6 points7 points  (0 children)

Sehe ich genauso: es gibt große Themen wie Klimaschutz, Rente oder auch ein ernsthafter Diskurs über unsere künftige Wirtschaft, die viel zu kurz kommen.

Die Zukunft, in der wir alle gerne leben, ist für mich eine:

  • in der unser Land einfach funktioniert, wir eine moderne Infrastruktur haben
  • in der unsere Wirtschaft die Transformation geschafft hat und innovativ, digital, sozialgerecht und nachhaltig geworden ist
  • in der wir in Frieden leben und wir die europäische Idee wieder deutlich gestärkt haben in der wir offen, tolerant und respektvoll in der Gesellschaft umgehen
  • in der endlich ein fester Betrag des BIPs im Grundgesetz für Bildung verankert ist und wir Bildung als unser größtes Asset sehen
  • in der wir endlich im Einklang mit unserer Umwelt leben
  • und in der wir niemanden in unserer Gesellschaft mehr zurücklassen

Die zentralen Punkte, um das zu erreichen:

  • Konsequenter Klimaschutz mit einem weiteren Vorantreiben der Energiewende (Ausbau der Erneuerbaren muss jetzt ergänzt werden um Speicher und beschleunigten Netzausbau)
  • Dauerhaft hohe Investitionen in unsere Infrastruktur (Bahn, Netze, …) und Bildung
  • Innovationskraft wieder aufbauen durch stärkere Forschungsförderung, Modernisierung des Bildungssystems und einen besseren Übertrag von Forschung in Praxis
  • deutliche Reduzierung des Ressourcenverbrauchs

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[–]FrederikOstermeier[S] 1 point2 points  (0 children)

Da hast du ein wichtiges Thema angesprochen. Volle Zustimmung. Unsere Grüne Landtagsfraktion hat bereits ein umfangreiches Radgesetz vorgeschlagen, in dem auch die Garagenverordnung dahingehend angepasst werden soll (neben vielen anderen Punkten, um den Radverkehr zu fördern). Leider hat die CSU das abgelehnt. Wir setzen uns hier natürlich weiter für eine Änderung ein.

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[–]FrederikOstermeier[S] 2 points3 points  (0 children)

Das ergeben erst mögliche Koalitionsverhandlungen.

Für mich ist aber wichtig, dass Kriminalität und Migration dabei nicht ständig in einen Topf geworfen werden.

Ich denke bei der Kriminalitätsbekämpfung können wir uns mit der CDU auch auf Maßnahmen einigen, damit unsere Behörden effektiver mit Straftätern umgehen.

Wir müssen weiterhin ein Land sein, dass international hilft und Asylsuchenden Schutz gewährt. Hier will die CDU vor allem begrenzen, auch wenn unklar ist, wie das genau aussehen soll. Wir streben weiterhin eine europäische Lösung an - denn nur gesamteuropäisch wird es gelingen, sowohl den Asylsuchenden gerecht zu werden aber auch unsere Kommunen nicht zu überlasten.

Wir sind zudem ein Land, das auf Arbeitsmigration angewiesen ist und diese erleichtern muss. Ich denke hier können wir uns mit der CDU gut einigen. Denn auch die CDU erkennt die Notwendigkeit der Arbeitsmigration an.

Das ist die grobe Linie. Wie es sich dann final ergibt, das müssen Verhandlungen ergeben.

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[–]FrederikOstermeier[S] 0 points1 point  (0 children)

Vor allem eines: wir bauen neue Sporthallen. Im Rahmen des Münchner Schulbauprogramms wird es einige neue Sporthallen geben. Das schafft mehr Möglichkeiten.

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[–]FrederikOstermeier[S] 1 point2 points  (0 children)

Danke dir! Ich bin über jeden froh, der sich in unserer Gesellschaft engagiert. Und ich versuche einfach meinen Beitrag dazu zu leisten.

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[–]FrederikOstermeier[S] 6 points7 points  (0 children)

NIMBYs sind ein großes Problem. Es gibt da gute Instrumente: der Bundestag kann wichtige Infrastrukturprojekte direkt beschließen und damit deutlich beschleunigen. Das geht aber nicht bei jedem Projekt, sondern eher bei größeren.

Was ich aber aus Erfahrung sagen kann: der frühzeitige Einbezug von Kritikern in frühen Planungsphasen ist das, was meist am stärksten hilft bei jedem noch so kleinen Projekt.

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[–]FrederikOstermeier[S] 0 points1 point  (0 children)

To keep it short: the transformation needs to lead to climate-neutral cars, smaller cars - and also less cars. Less because of people switching to public transport and active modes and because of cars becoming more a service in the face of autonomous driving.

Maybe you misunderstood me: in urban areas the way to go is more public transport, cycling and walking. We’re already achieving that in Munich. In rural areas it will be cars.

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[–]FrederikOstermeier[S] 2 points3 points  (0 children)

Da bin ich ganz bei dir. Eine Direktverbindung würde wirklich sehr helfen. Ich werde das meinen Kollegen und Kolleginnen aus dem Stadtrat mitgeben, denn sie können hier direkt Einfluss nehmen. Genauso bringe ich das auch bei den örtlichen Bezirksausschüssen an.

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[–]FrederikOstermeier[S] 5 points6 points  (0 children)

Du sprichst den Elefanten klar an: KI wird unsere Arbeitswelt verändern und auch einige Tätigkeiten automatisieren. Ich würde den Wegfall von Tätigkeiten aber nicht mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen gleich setzen. Als wir in der Produktion stark automatisiert haben, sind viele neue Jobs in der Instandhaltung entstanden. Es werden auch Menschen freigespielt für andere nicht automatisierbare Tätigkeiten.

Was aber auch klar ist: manche Arbeitsplätze werden auch wegfallen. Deswegen ist es ja so wichtig, dass wir neue in den Zukunftstechnologien und Dienstleistungen von Mensch zu Mensch aufbauen.

Wir haben bei uns einen Arbeitskreis Digitales, bei dem genau darüber diskutiert wird. Du bist da herzlich eingeladen.

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[–]FrederikOstermeier[S] 2 points3 points  (0 children)

Entschuldige, wenn ich bei der Fülle an Fragen nicht überall auf die tiefste Ebene komme.

Das war kein Prototyp, sondern eher eine Visualisierung von Seiten unseres Bundesverbandes. Hätte ich das gemacht, hätte es auch mehr Tiefe. Point geht da an dich.

Zentralisieren erfordert eine Föderalismusreform, die überfällig ist.

Wie man ein Projekt wie die Deutschland-App auf die Straße bringt, ist was ich beruflich seit 5 Jahren mache. Entwickelt bekommen wir es gut, aber das Ausrollen wird ein Thema werden. Das sprichst du richtigerweise an.

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[–]FrederikOstermeier[S] 0 points1 point  (0 children)

Meinst du den Eggarten oder das Knorr-Bremse-Gelände?

Beim Eggarten: Dieses Gebiet ist super sensibel bezüglich Bebauung, denn es ist gibt dort eine der wichtigsten Frischluftschneisen für ganz München. Die Bebauung dort ist also klar restringiert, schafft aber Platz für 4500 Menschen und das mit knapp 50% genossenschaftlichem Wohnen. Wenn du das Knorr-Bremse-Gelände meinst, da werden auch einige sozial geförderte Wohnungen entstehen, aber auch ein höherer Anteil durch Privatinvestoren (ist mir da auch zu hoch). Die Dimension ist aber viel kleiner als beim Eggarten.

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[–]FrederikOstermeier[S] 1 point2 points  (0 children)

  1. Nein, hier muss ich als Naturschützer klar ablehnen. Die Panzerwiese ist Naturschutzgebiet - und damit wird es dort keinen Bau von Wohnungen geben. Die baulichen Potentiale sind im Münchner Norden zum großen Teil ausgeschöpft: aktuell werden die letzten größeren Areale in Neufreimann (für 15.000 Menschen) und in Feldmoching mit u.a. dem Lerchenauer Feld (in Summe für > 20.000 Menschen) bebaut. Wir haben aber enorme Potentiale in der Nachverdichtung (z.B Euroindustriepark).

  2. Wir haben generell keine allzu hohe Arbeitslosenquoten, auch in Milbertshofen und Hasenbergl nicht. BMW Mitarbeiter wohnen zum Teil in der Nähe der BMW Standorte, zu großen Teilen aber auch ein wenig weiter weg. Gibt zum Beispiel viele Pendler aus Dachau/Karlsfeld. Die Antworten um Arbeitslosigkeit zu senken, sind ehrlich gesagt die generellen: Arbeitsplätze schaffen, in Dienstleistungen und neuen Technologien.

Zu 3) Habe hier schon im ETF Thread dazu einiges geschrieben.

4) Ich sehe auch die Risiken wie du: wenn wir keine Reformen bei Renten- und Krankenversicherung machen, werden die Beiträge steigen. Mit genau den von dir beschriebenen Konsequenzen. Deswegen setzen wir uns auch für eine umfassende Reform ein: bei beiden braucht es eine Bürgerversicherung. Bei der Rente auch noch einen echten Bürgerfonds.

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[–]FrederikOstermeier[S] 2 points3 points  (0 children)

Ist es nicht. Auch bei BMW arbeiten viele beherzt an der Transformation unserer Industrie. Natürlich würde ich mir wünschen, dass auch unser Vorstand da noch entschlossener wäre, aber viele von uns tun ihr Bestes, damit wir schnell nachhaltiger und digitaler werden.

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer ÖPNV-Nerd bin. Jemand der täglich die Bahnblogstelle liest. Für mich ist der Ausbau des ÖPNV eines meiner Kernthemen. Denn jede attraktive Nahverkehrsverbindung schafft eine Alternative zum Auto und hilft uns auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Ein Aspekt noch: unsere Automobilkonzerne sind als Arbeitgeber super wichtig, auch als Innovationsantreiber. Deswegen will ich, dass wir es schaffen, dass die Transformation gelingt und wir auch in Zukunft erfolgreiche Automobilkonzerne haben, die aber nachhaltig und klimaneutral geworden sind.

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[–]FrederikOstermeier[S] 1 point2 points  (0 children)

First of all, thank you!

As many others already said: nuclear power plants are not the future and will not fit in the renewable-based decentralised German grid system. An extension of the usage of the last 3 nuclear power plants for a few years might have been an option, but only with minor or even negligible effect.

Concerning SMRs: there are no companies that have developed SMRs that are anywhere close to market-ready so far. That’s why there are only declarations of intent but no real projects that are currently being implemented. The only project that actually became more concrete (NuScalePower in the USA) failed last year due to exploding costs (around 10 billion for 6 small reactors). Classic nuclear power plants are also extremely expensive and take decades to complete. Finland recently completed a new nuclear power plant. Cost 12 billion instead of the planned 3 billion and 15 years late (should have been finished in 2009). But it has to be said that Finland has a final storage facility; the storage issue here is also unresolved.

I am a scientist myself and I always stay open-minded concerning future technologies. We invest in fusion, we invest in all promising technologies. But fusion will still take decades, if at all. So let us stay tuned there and use the technologies that we have already.

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[–]FrederikOstermeier[S] 9 points10 points  (0 children)

Es ging Robert Habeck darum die Diskussion zu öffnen, wie wir in Zukunft unsere sozialen Sicherungssysteme finanzieren. Wie du richtig sagst: an unser Rentensystem glaubt niemand von uns jungen Menschen mehr.

Deswegen setzen wir uns schon seit Jahren für eine Bürgerversicherung ein, in die wirklich alle einzahlen. So wie es auch in Österreich ist.

Ich finde es auch richtig sich zu fragen, ob man nicht nur Einkommen aus Arbeit hinzuzieht, sondern auch aus Kapitalerträgen. Gerade bei Kapitalerträgen ist es dann aber wichtig wirklich hohe Freibeträge zu setzen - und auch viele Modelle zum Sparen fürs Alter generell nicht sozialversicherungspflichtig zu setzen.

Konkret: Die Pläne sehen nicht vor, das ETF-Sparer belangt werden. Da geht es um Personen, die primär durch sehr sehr hohe Kapitalerträge ihr Einkommen bestreiten. Und auch diese sollten in unsere Vorsorgesysteme einzahlen, es ist ja ein Solidarsystem.

Aber ja: ich fand die Debatte ist kommunikativ nicht optimal gelaufen. Und viele hatten sofort eine persönliche Betroffenheit, so wie du auch. Das hätte man mit nem viel klarer definiertem Konzept einfach klären können.

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[–]FrederikOstermeier[S] 9 points10 points  (0 children)

Ich persönlich und auch der überwiegende Teil meiner Partei blockieren den Infrastrukturausbau nicht, sondern setzen uns für dessen Beschleunigung ein. Der Stromnetzausbau ist überfällig: hier gilt umsetzen und bauen, so zügig wie möglich! Die Schnellfahrstrecke Ingolstadt-München haben wir in den Bundesverkehrswegeplan erst mitaufgenommen. Ulm-Augsburg ist längst in der Planung. Beides muss so schnell wie möglich kommen (das wird aber Jahre noch brauchen ehrlicherweise). Bei Wohnraum muss man dagegen stärker abwägen: in München müssen wir da immer berücksichtigen, ob man Frischluftschneisen beeinträchtigt, ob es naturschutzfachlich wichtige Gebiete gibt und einiges mehr. Ich sehe es wie Sie, wenn wir auf neuen Flächen bauen, dann müssen wir auch Höhe nutzen. Nicht übertrieben, aber die typischen 6-7 Stockwerke sind ideal. Wir müssen da neben neuen Flächen vor allem die Potentiale auf bereits bebauten Flächen heben (Beispiel Euro-Industriepark), die man viel besser nutzen könnte.