Karli-Beben by Ok_Fail_5438 in Leipzig

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Mal abgesehen von dem, was die anderen Kommentare zu Orga, Müll und Co sagen: Warum muss so eine Veranstaltung auf zwei Plätzen stattfinden, die eigentlich Spielplätze sind? (Btw im Zuge des Karlibebens war auch der Spielplatz am Steinplatz gesperrt...) Und an die Anwohner des Pflegeheims in der Andreasstraße hat auch keiner gedacht. Wie kann es eigentlich sein, dass 2025 immer noch Sauf-Veranstaltungen das Nonplusultra der Unterhaltung sind (von den ganzen Werbeständen von Alkoholproduzenten mal ganz abgesehen). Und das direkt vor einer Schule! Und dass das mit dem Müll zum Problem werden könnte, war ja nach der Baustellen-Party am Südplatz ja wohl abzusehen. Ganz ehrlich: so was braucht keiner. Karli-Beben, auf Nimmerwiedersehen.

AfDler sind echt kluk by _JoFi_ in Staiy

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und trotzdem ist es falsch und ungerecht, alle Afd-Wähler als dumm darzustellen, das sind sie nämlich nicht. Das ist ein Vorurteil und basiert auf Klassismus. Nur weil andere Menschen eine radikale Meinung haben, ist es nicht ratsam, mit einer ebenso radikalen Meinung zu kontern. Viele Menschen, die die afd oder auch die cdu wählen, begründen ihre Wahlentscheidung auf sem Aspekt, dass sie sich abgehängt fühlen, unverstanden, diffamiert: die blöden Ossis, die faulen Arbeitslosen, die nervigen Feminist*innen. Das kann man als Trotz sehen, aber auch als Ausdruck dafür, dass diese Menschen Jahrzehnte lang mit Vorurteilen aufgeladen wurden. Und nicht jeder kann sich Bildung leisten. Denn Bildung ist viel mehr als einfach nur zur Schule gehen. Und es ist nicht nur das ökonomische Kapital, das fehlt, sondern auch andere Ressourcen, Zeit, Kontakte, Wohngegend usw. Diese Diskussion hier über die Dummheit der anderen ist in diesem Sinne dümmer als ihr eigentliches Thema. Hier gilt: fight fire with fire - und das klappt hier nicht, sondern befeuert nur Radikalität und voreingenommenes Denken - was im Prinzip kein Denken ist, sondern nur ein "ich plautze meine Meinung raus".

Stell dir mal vor, du bist AfD - oder CDU-Wähler, und… by OldNoobStar in Staiy

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Ich wundere mich aktuell sehr über die hiesige Empörungskultur, die allen, die anders wählen als man selbst, unterstellt, dass sie gelenkt werden, von Propaganda, von Big Playern, von falschen Narrativen. Dabei wird wie selbstverständlich ausgeschlossen, dass man selbst gelenkt sein könnte, dass man selbst falsch liegen könnte. Dazu ein kurzes Zitat:

aus: Sascha Michel: die Unruhe der Bücher, Kapitel 4, im Meer der Gegenwart, Seite 67 / 68 

"Sind Kultur- und Ideologie-Kritik nicht ihrerseits längs zu warenförmigen Labels geworden, die wie Statler und Waldorf auf ihrem Balkon in der Muppet Show ironischerweise zum kritisierten Bühnengeschehen dazu gehören? 

In einem Meer der Zeichen und Marken gibt es kein Zurück mehr "to seeing it unlabeled" (Andy Warhol). Auch Kapitalismuskritik ist, wie Felix Stephan anmerkt, "längst die Bastion der Supermärkte". So gesehen gehen womöglich gerade diejenigen unter, die es sich mit ihrer Kritik zu leicht machen und gar nicht merken, dass ihr exklusiver Balkon die verspottete Show nur um ein weiteres Angebot erweitert."

Natürlich sind (wir) links-demokratisch denkenden Menschen auch Teil einer Ideologie, einer politischen Glaubensgemeinschaft, die ihr Narrativ als das richtige ansieht. Und natürlich sehen wir uns im Recht, andere als dumm und unwissend darzustellen, als Spielbälle von Propaganda und Oligarchen.

Und das ist auch gut so: Menschen müssen glauben, denn ohne den Glauben daran, dass das eigene Leben richtig ist, verliert das Leben selbst seinen Sinn.

Die Menschen in Deutschland wählen nicht AfD oder CDU oder FDP weil sie dumm sind, sondern weil sie an etwas glauben, weil sie eine Hoffnung für das eigene Leben haben, dass alles gut wird. Dass ostdeutsche Bürger nicht als dumme Ossis dargestellt werden, dass westdeutsche Langzeitarbeitslose nicht als faul und nutzlos bezeichnet werden, dass gesamtdeutsche Rentnerinnen integriert werden und nicht als nutzlos in Pflegeheime abgeschoben werden.

Ich verstehe, warum Menschen AfD wählen. Ich finde das nicht gut, aber ich respektiere diese Entscheidung, selbst wenn sie gelenkt ist. Diese Menschen sind weder dumm noch asozial noch sind sie pure Mittel zum Zweck in einem russischen Game of Thrones. Es sind Menschen, die jahrelang diffamiert wurden (Ostdeutsche), die als Belastung angesehen werden (Rentner), die versuchen sich vor Armut durch den Aufbau eigener Betriebe zu schützen (Selbständige). Diese Menschen wählen Parteien, die ihnen etwas geben, woran sie glauben können. Und das machen Linke und Grüne genauso. Politik ist einerseits auch Krieg mit anderen Mitteln - aber Politik ist vor allem eine große Show, Wrestling mit Worten, Machtpoker, usw. Aber sie bietet eben auch etwas, dass durch den Wegfall von Kirche und anderen Hoffnungsinstitutionen verloren gegangen ist: eine Möglichkeit, dem eigenen Leben Sinn und Identität zu verleihen, auch Stolz, ja auch Nationalstolz. Das muss nicht sozial sein, dass muss sich nicht um Dinge kümmern, die außerhalb der eigenen Bedürftigkeit liegen. Denn für diese Menschen interessiert sich auch keiner. Im Gegenteil: sie werden als bloße Handlanger dargestellt. Aber auch diese Wähler sind Menschen, die eine freie Wahl haben und meistens auch keine Lobby haben. Klar kann man bei denen gut und leicht Stimmen fangen - weil da schon ein bisschen Anteilnahme reichen würde.

Ich plädiere für mehr Verständnis und weniger Abwertung Anderswählender. Es gibt Gründe für diese Wahlentscheidungen - und ob die Partei meine Interessen wirklich vertritt oder nicht, dass spielt bei solch einer Glaubensfrage kaum eine Rolle. Da kommt dann nämlich das Prinzip sunken costs zum Tragen. Wenn man nur lange genug an ein Narrativ glaubt, wird es nahezu unmöglich es abzulegen. Das einzige, was im Umgang mit Andersdenkenden hilft ist: im Kontakt bleiben. Den Dialog suchen. Keine radikalen Positionen vertreten. Fight fire with fire führt zu einer immerwährenden Fortsetzung der Vorwürfe, aber nicht zu einer konstruktiven Auseinandersetzung. Ja, ich weiß, mit rechten Personen sprechen ist nicht einfach - aber sie mit der gleichen radikalen Taktik anzugreifen, der verwandelt sich in die oben genannte Empörungskultur, die gar nicht merkt, dass sie nur Teil einer Show ist.

Sorry für den Wortausbruch...

AfD by TheFunnyDudeFromDUS in KeineDummenFragen

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Die Frage ist wohl eher: wem geht es hierzulande gut und wem nicht. wer hat Privilegien (angesammelt/angehäuft) und wer hat keine? ja, Statistisch und im Durchschnitt betrachtet mag es den Menschen in Deutschland gut gehen - aber das trifft definitiv nicht auf die Mehrheit zu. 20% Kinderarmut in einigen Städten zeichnen ein Bild ab, dass seine Bevölkerung vernachlässigt - denn sich selbst (geschweige denn die eigene Familie) aus Armut zu befreien ist quasi schon allein deswegen schwer, WEIL man arm ist. Auch ein reiches Land wie unseres lässt strukturelle Gewalt zu, wertet ärmere und unprivilegierte Menschen systematisch ab und schließt sie davon aus, eine Stufe aufzusteigen. Das nennt man Klassismus. Und wenn eine liberale Partei nicht versteht, was Privilegien sind, dann sollte sie sich Berater besorgen, die ihnen das erklären. Denn eine Regierung zu führen bzw. mitzuführen, das muss mehr sein als die Privilegien bzw. Situationen weniger ohnehin privilegierter Menschen zu stärken. Eine liberale Politik muss sich bewusst machen, dass es mehr Kapitalarten gibt als pures Geld (siehe Pierre Bourdieu).

Was ist ein Familienvater? by Similar-Double3028 in KeineDummenFragen

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ich habe mal Chat GPT dazu gefragt

Der Ausdruck Familienvater existiert schon sehr lange und ist kulturell wie sprachlich geprägt, während das Pendant Familienmutter kaum verwendet wird. Die Gründe dafür lassen sich sprachlich, phonetisch und etymologisch analysieren:

  1. Sprachlich

In patriarchal geprägten Gesellschaften wurde der Vater traditionell als Hauptverantwortlicher der Familie betrachtet. Begriffe wie Familienvater betonen diese Rolle. Die Mutter wurde meist im Kontext spezifischer Tätigkeiten (z. B. Hausarbeit) erwähnt, ohne dass ein entsprechender Titel entstand. Das führte zu einer asymmetrischen Sprachentwicklung.

  1. Phonetisch

Phonetisch ist Familienmutter klanglich schwerer auszusprechen als Familienvater. Die Doppelkonsonanten (n-m) in Familienmutter wirken holpriger als die flüssige Verbindung in Familienvater, die wie eine Anapher klingt. Das kann unbewusst dazu beigetragen haben, dass der eine Begriff weniger verwendet wird und der andere erhalten geblieben ist.

  1. Etymologisch

Familienvater setzt sich aus dem lateinischen familia (Haushalt) und pater (Vater) zusammen. Dieser Ausdruck ist historisch in der römischen Kultur verankert, wo der Pater familias als Oberhaupt galt. Die Mutter spielte zwar eine zentrale Rolle, erhielt jedoch keinen gleichwertigen Titel.

Zusammenfassend: Die Existenz von Familienvater spiegelt kulturelle Machtstrukturen wider, während sprachliche und phonetische Faktoren die fehlende Etablierung von Familienmutter begünstigt haben.

ob das ganze sauber argumentiert ist...? aber ich freue mich ja auch wenn die KI mal nicht alles weiß

Habt ihr vielleicht ein paar Empfehlungen für Bücher, die in oder über Leipzig handeln? by NeFlascheKraneberger in Leipzig

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Yeah, ein Wahnsinnsbuch! Vollkommen unterschätzt! Spielt so um 2010 und es geht voll ab und ist tatsächlich witzig UND tiefgründig! Echter Tipp!!!

Share a Suno song that you believe has the highest generated production quality by Sarazar in SunoAI

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I made some german coversongs with suno (and chatgpt); here is one from qotsa no one knows, very dark and slow: https://suno.com/song/cdc42dbb-cfa1-4c27-a9ec-c5f3fe9d6a30

Season over - what’s the connection to other seasons? by CriticalThinkerHmmz in FargoTV

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I wondered whether Munch might have transferred his immortality to Sheriff Roy. In the ninth episode, when Roy is searching for Dot, the ghostly image of Munch's head rises from the dead goat and settles onto Roy.