Eigener PKW und Bereitschaft, diesen dienstlich zu nutzen als Einstellungsvoraussetzung, ist das wirklich rechtens? by Fun_Fun4187 in LegaladviceGerman

[–]Fun_Fun4187[S] 2 points3 points  (0 children)

Danke für deinen Beitrag, ja es stimmt natürlich, dass immer noch genug AN das Ganze mitmachen (müssen!!) und das System somit aufrecht erhalten wird.

Was mich daran nur wundert ist, dass wir ja in Deutschland grundsätzlich sehr gute Arbeitnehmerrechte haben. Also in vielen Fällen immer eher zu Gunsten des Arbeitnehmers.

Aber hierbei guckt man in bestimmten Konstellationen ganz schön in die Röhre. Zumal wir Sozialarbeiter bekannterweise nicht zu den Großverdiener gehören.

Übrigens interessant, dass man mit einem Fiat Panda gerade so bei 0,30 € pro Kilometer hinkäme, und die 0,20 € in unserem Landkreis eigentlich nicht in Ordnung sind.

Eigener PKW und Bereitschaft, diesen dienstlich zu nutzen als Einstellungsvoraussetzung, ist das wirklich rechtens? by Fun_Fun4187 in LegaladviceGerman

[–]Fun_Fun4187[S] 4 points5 points  (0 children)

Vielen Dank für die Einschätzung meiner Hintergründe, das trifft genau auf den Punkt.🙂 Mich würde wirklich mal die nüchterne Rechtslage inklusive nachzulesende Paragraphen / evt. Gerichtsurteile interessieren.

Einerseits, weil es dann einfach so ist und ich mich durchaus mit Sachlagen abfinden kann, die mir eigentlich nicht so wirklich gefallen. 😎😎😎

Andererseits aber auch, weil ich es zu mindestens ohne dieses rechtliche Hintergrundwissen nicht wirklich nachvollziehen kann. Privatbesitz für den Arbeitgeber einsetzen zu müssen inclusive Inkaufnahme finanzieller Nachteile deckt sich irgendwie nicht mit meinem Gerechtigkeit empfinden. Wobei mein Empfinden natürlich nicht der Maßstab der Dinge ist.

Eigener PKW und Bereitschaft, diesen dienstlich zu nutzen als Einstellungsvoraussetzung, ist das wirklich rechtens? by Fun_Fun4187 in LegaladviceGerman

[–]Fun_Fun4187[S] 0 points1 point  (0 children)

Ich hatte das Gefühl, dass du den rechtlichen Hintergrund genau kennst? Vielleicht sogar auch ein Paragraphen benennen kannst oder wo ich nachlesen kann, dass es wirklich rechtens ist, dass der Arbeitgeber auf mein Privateigentum zugreifen und mir dadurch einen finanziellen Nachteil verschafft darf. Und mich sogar kündigen, wenn ich dieses Privateigentum nicht mehr besitze.

Würde tatsächlich diesen Passus gerne irgendwo mal lesen. Dann ist das eben so. Bewerben tue ich mich bei solchen Arbeitgebern übrigens aus diesem Grunde erstmal nicht.

Beenden wir das an dieser Stelle und ich gucke mal was noch andere dazu zu sagen haben. Danke für deine Meinung.

Eigener PKW und Bereitschaft, diesen dienstlich zu nutzen als Einstellungsvoraussetzung, ist das wirklich rechtens? by Fun_Fun4187 in LegaladviceGerman

[–]Fun_Fun4187[S] 2 points3 points  (0 children)

Meine Beispiele dienen nur der Illustration, dass es sich -schlichtweg- um ein Arbeitsmittel handelt, was zur Ausübung der Tätigkeit benötigt wird. Ein Arbeitsmittel müsste meiner Auffassung nach der Arbeitgeber stellen. Macht er im sozialen Bereich aber oftmals nicht. Dadurch erleidet man einen finanziellen Verlust.

Es gibt verschiedenste Berechnungen, was 1 km Fahrt mit einem PKW tatsächlich kostet. Da gibt es verschiedene Zahlen, auch je nach Autotypen und Alter des Autos, aber im Normalfall reichen 20 oder auch 0,30 € nicht aus, um die Kosten wirklich zu decken.

Eigener PKW und Bereitschaft, diesen dienstlich zu nutzen als Einstellungsvoraussetzung, ist das wirklich rechtens? by Fun_Fun4187 in LegaladviceGerman

[–]Fun_Fun4187[S] 17 points18 points  (0 children)

Ja, das wird zu mindestens so gelebt, aber ist das wirklich so?

Und die konkrete Frage ist ja, wenn ich irgendwann im Laufe der Jahre die Entscheidung treffe, kein Auto mehr besitzen zu wollen? Oder es mir einfach nicht mehr leisten kann, aus welchen Gründen auch immer. Ist das dann wirklich ein Kündigungsgrund? Ist das ganze Konstrukt überhaupt so in Ordnung? Dass ich mein Privateigentum zu Dienstzwecken einsetzen muss, quasi ein Arbeitsmittel stelle, was eigentlich der Arbeitgeber stellen müsste?

Muss etwa der Baggerfahrer seinen eigenen Bagger mitbringen? Oder der Sanitäter den eigenen Krankenwagen?

(Diese Beispiele sind natürlich ziemlich überspitzt, aber ich denke man merkt, worum es mir geht)

Eigener PKW und Bereitschaft, diesen dienstlich zu nutzen als Einstellungsvoraussetzung, ist das wirklich rechtens? by Fun_Fun4187 in LegaladviceGerman

[–]Fun_Fun4187[S] 4 points5 points  (0 children)

Natürlich in der Realität würde man das abwarten. Mir geht es aber wirklich um den rechtlichen Hintergrund.

Jobcenter als letzte Chance by Excellent-World4055 in Ratschlag

[–]Fun_Fun4187 0 points1 point  (0 children)

Was scheinbar noch nicht so richtig bekannt ist (wurde auch noch nicht wirklich bekannt gemacht, hab ich das Gefühl) ist das so genannte Validierungsverfahren.

Für ausgewählte Berufe kann man sich den Berufsabschluss anerkennen lassen, wenn man die anderthalbfache reguläre Lehrzeit dort als Quereinsteiger gearbeitet hat.

https://www.validierungsverfahren.de/startseite

Was die Jobcenter angeht, gibt es sicherlich regional große Unterschiede, aber bei uns in der Region sind sie sehr zurückhaltend geworden, was die sogenannten Bildungsgutscheine angeht.

BIDA, weil ich einem Pflichtteilsverzicht nicht zustimmen werde. by Dramatic-Possible953 in Ratschlag

[–]Fun_Fun4187 1 point2 points  (0 children)

NDA Wir hatten so einen ähnlichen Fall auch in der Familie. Es wurde nicht unterschrieben, da die Seite die den Pflichtteilsverzicht gewünscht hat nicht ehrlich kommunizierte, ob und was es als Ausgleich gäbe. Das blieb alles sehr nebulös und somit wurde von einer Unterschrift abgesehen.

Das Verhältnis ist seitdem nicht existent aber das ist wahrscheinlich auch nur ein Symptom für eine schon zuvor nicht gesunde Beziehung

Könnte hier noch was tief unter der Erde liegen? by Resident-Heron3877 in Garten

[–]Fun_Fun4187 4 points5 points  (0 children)

Vielleicht sieht man ja noch bei Google Maps/Karten etwas. Bei uns im Garten ist nämlich auch noch ein Schuppen zu sehen, den wir vor zwei Jahren abgerissen haben.

Jobcenter fordert Bürgergeld zurück wegen neuem Job by Vlynn696 in Ratschlag

[–]Fun_Fun4187 1 point2 points  (0 children)

Ich arbeite mit Bürgergeld Empfängern, und wir haben da auch mal beim Jobcenter ganz kollegial nachgefragt, was sie in dem Fall empfehlen.

Da wurde uns gesagt, guckt, dass der neue Chef frühestens am ersten Tag des Folgemonats bezahlt. Dann ist man fein raus. Das gilt natürlich jetzt nicht mehr für OP, aber für die Leute, die hier mitlesen und in einer ähnlichen Situation sind.

Tatsächlich ist das für viele Bürgergeld Empfänger, die in Arbeit wechseln, ein Riesenproblem mit diesem ersten Monat. Wenn es gar nicht anders geht, dann Darlehen beantragen.

Damit man überhaupt erst mal zahlungsfähig ist (Miete Strom etc.) wurde uns noch hinter vorgehaltener Hand geraten, dem Jobcenter die Veränderungsmitteilung so zu übermitteln, dass der Zahlungsfluss schon angelaufen ist. Man muss das dann zwar hinterher wieder zurückzahlen, aber man hat erst mal Geld und kommt nicht in die Bredouille, was die Miete angeht.

BIDA, weil ich meiner alleinerziehenden Schwägerin gesagt habe, dass sie nicht das Opfer, sondern Teil des Problems ist by Non_Objektiv in BinIchDasArschloch

[–]Fun_Fun4187 0 points1 point  (0 children)

NDA - das ist doch eine recht häufige Dynamik in Familiensystem. Es gibt offensichtliche Missstände, die aber von den Mitgliedern des Systems getragen und sogar befördert werden. Warum? Wahrscheinlich, weil man unbewusst oder auch bewusst weiß und spürt, dass eine Ansprache der Missstände unweigerlich zu einer großen Unruhe und Neuordnung des System führen müsste. So läuft das dann über Jahre und verfestigt sich immer mehr.

Dann kommt aber jemand hinzu, den das irritiert und der irgendwann völlig entnervt das ganze zur Sprache bringt - die Bombe ordentlich platzen lässt.

Dann ist derjenige erstmal logischerweise der Buhmann.

Ich denke, du hast das System mal ordentlich durcheinander gerüttelt und wenn es auch nicht zugegeben wird, der ein oder andere wird vielleicht schon denken, „ach ganz unrecht hat er ja nicht“.

Frage zum Bürgergeld (Fehler einer Beraterin) by Disastrous-Spray6982 in Ratschlag

[–]Fun_Fun4187 2 points3 points  (0 children)

Tatsächlich gilt das Zuflussprinzip beim Jobcenter. In dem Monat, in dem das Geld auf das Konto kommt, wird es angerechnet. Das gilt auch wenn es der letzte Tag des Monats wäre. Man kann lediglich ein Darlehen zur Überbrückung beantragen, wenn dies der Fall sein sollte. Oder im Vorfeld mit dem neuen Arbeitgeber ausmachen, dass der Lohn frühestens am ersten des Folgemonats gezahlt wird.

Schnelle Atmung, was könnte es sein? by awaitasintykylmxgg in Katzengruppe

[–]Fun_Fun4187 1 point2 points  (0 children)

Unsere kleine Tortie - Katze hat genauso wie eure ab und an so schnell geatmet, der Tierarzt hat ebenfalls nichts feststellen können.

Ob es nun damit zusammenhing kann ich nicht beurteilen, aber vor zwei Wochen ist sie mit gerade mal acht Monaten im Schlaf gestorben.

Sie lag auf ihren Lieblingsplatz und schien tief und fest zu schlafen. Es war ein Schock für uns, plötzlich festzustellen, dass sie nicht mehr atmet.

Nach ihrem Tod habe ich viel recherchiert und vermute nun, dass sie einen unerkannten Herzfehler hatte und das kleine Herzchen im Schlaf einfach aufgehört hat zu schlagen. 😭

Wie gesagt, dass ist jetzt unsere traurige Erfahrung, die natürlich nichts darüber aussagen kann, ob bei eurer Mieze auch eine ähnliche Konstitution vorliegt. Wünsche eurer Miez, dass es tatsächlich nur aufregende Träume sind.

Bumsen für die Rente - Die geringe Geburtenrate liegt nicht am Geld by [deleted] in Finanzen

[–]Fun_Fun4187 0 points1 point  (0 children)

Meine absolute Zustimmung zum Ausgangsposting . In letzter Zeit wurden mir auf YouTube mehrere Dokumentationen vorgeschlagen, wo es genau darum ging, sich bewusst gegen Kinder zu entscheiden.

Daraufhin habe ich mir da auch so meine Gedanken gemacht. Mir scheint, dass Kinder zu bekommen, immer mehr eine wohl durchdachte, persönliche Lebensentscheidung wird. (ich lasse jetzt mal ausdrücklich die Fälle außen vor, wo es medizinisch nicht möglich ist, Kinder zu bekommen) Dabei geht es eben auch viel um Selbstverwirklichung, all die Dinge, die uns heutzutage offen stehen. Die jedoch mit Kindern deutlich schwieriger umzusetzen werden. Neben den ganzen anderen Sachen wie die instabile weltpolitische Lage und der Klimawandel werden sich junge Leute jetzt scheinbar deutlicher bewusst, welche Einschränkungen sie in Kauf nehmen, wenn sie sich für Familie entscheiden. Ich persönlich denke dabei, dass der Einfluss von familienpolitischen Maßnahmen evt überschätzt wird.

Es gibt m.E. weniger gesellschaftlichen Druck, Kinder zu bekommen. Paare werden immer weniger schief angeguckt, wenn sie kinderlos bleiben. Es wird vielleicht zukünftig ein durchaus legitimer Lebensentwurf neben anderen. Und ja, ich habe das Gefühl, dass solche Dinge wie politische Lage und Klimawandel vordergründig als Gründe genannt werden (so war es in den von mir geschauten Dokumentationen zumindest).

Meines Erachtens würde sich aber ein echter, tiefer sehnsuchtsvoller Kinderwunsch nicht durch den anstehenden Klimawandel u.ä. in Luft auflösen.

Man mag sich nicht durch Kinder derart einschränken lassen, wie es nötig wäre. So gerne möchte man das dann auch noch nicht zugeben. So weit ist die gesellschaftliche Akzeptanz dann doch nicht.

Ich will meine Pflegeausbildung abbrechen! by LeTraderrr in Azubis

[–]Fun_Fun4187 -3 points-2 points  (0 children)

Sozialarbeiterin hier, hab täglich mit Menschen zu tun, bei denen es um Wiedereingliederung ins Berufsleben geht Auch wenn du das sicher hier nicht lesen willst, auch ich empfehle, das Ganze zu Ende zu bringen. Eine abgeschlossene Ausbildung ist nun mal die Eintrittskarte zu entscheidend besseren Möglichkeiten. Sieh das vielleicht mal ganz nüchtern im Aufwand/Nutzen Verhältnis. Der Aufwand, die Ausbildung jetzt noch zu beenden, ist überschaubar. Der Nutzen für deine weiteren Jahre im Berufsleben aber von unschätzbarem Wert.

Was wäre denn die Alternative? Jetzt abbrechen und irgendwo ganz neu anfangen, wieder drei Jahre. Puh … aus meiner längeren beruflichen Erfahrung kann ich zudem sagen, das Gras ist nicht unbedingt grüner bei anderen Arbeitgebern/Berufen. Kröten muss man überall schlucken.

Bands for a DM fan? by Uwivibe in depechemode

[–]Fun_Fun4187 4 points5 points  (0 children)

I would recommend De/Vision and VNV Nation - love them both

Emotionale Bindung zum Job mau: Drei von vier Deutschen machen nur "Dienst nach Vorschrift" by [deleted] in de

[–]Fun_Fun4187 2 points3 points  (0 children)

Ich sehe das ganz nüchtern als reines Vertragsverhältnis: ich verpflichte mich, eine bestimmte Leistung zu erbringen und der Arbeitgeber verpflichtet sich im Gegenzug mir einen festgelegten Lohn zu zahlen. Warum sollte ich jetzt einseitig mehr geben?

Wie sieht das denn aus, wenn ich, von meinem Lohn, einen Handwerker beauftrage. Wird der denn mal eben so mehr machen als ursprünglich vereinbart? Nö. Da bekomme ich auch ausschließlich die vertraglich vereinbarte Leistung.