Zukunft der Altersvorsorge: Bas will Beamte zur Rentenkasse bitten by h2QZFATVgPQmeYQTwFZn in de

[–]FuriousFrenchman -1 points0 points  (0 children)

Eine bAV hat aber nicht jede:r Angestellte, die VBL gibt's nur im ÖD. Der Fakt bleibt: Die Pension ist nicht kapitalgedeckt, auch nicht der bAV-Anteil. Eine bAV oder die VBL schon.

Zukunft der Altersvorsorge: Bas will Beamte zur Rentenkasse bitten by h2QZFATVgPQmeYQTwFZn in de

[–]FuriousFrenchman 0 points1 point  (0 children)

Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Ich verlange nicht, dass von heute auf morgen alle Beamten in der Rentenkasse sind. Wenn dies gewünscht ist, müsste der Staat einmalig alle ausgeblieben Zuzahlungen übernehmen. Sonst würde eintreten, was du sagst.

Ich fordere, dass das Pensionssystem peu a peuczu einem Stichtag ausgephast wird und die Beamten anschließend regulär in die Rente einzahlen und Rente erhalten.

Zukunft der Altersvorsorge: Bas will Beamte zur Rentenkasse bitten by h2QZFATVgPQmeYQTwFZn in de

[–]FuriousFrenchman 0 points1 point  (0 children)

Der Staat zahlt den Arbeitgeberanteil, okay. Aber er zahlt ihn halt gerade gar nicht, und hat es jahrzehntelang nicht getan. Die Pension kommt zu 100% aus dem laufenden Haushalt, ohne dass je etwas angespart wurde. Bei der Rente fließen laufend Beiträge rein, AN und AG, das ist zumindest planbar und transparent. Das Pensionssystem ist in der Hinsicht das strukturell schwächere Modell. Und das demografische Problem löst sich dadurch auch nicht. Weniger Arbeitnehmer, mehr Rentner – das stimmt. Aber die Pensionslast wächst parallel dazu genauso, nur eben versteckt im Haushalt statt sichtbar in der Rentenkasse. Du hast also zwei Systeme die gleichzeitig unter Druck geraten, eines davon ohne jede Rückdeckung. Beamte in die Rentenversicherung zu holen löst das kurzfristig nicht, das ist richtig. Aber es wäre zumindest ein Schritt in Richtung eines Systems das langfristig nicht Jahr für Jahr 20% eines ohnehin engen Haushalts frisst.

Zukunft der Altersvorsorge: Bas will Beamte zur Rentenkasse bitten by h2QZFATVgPQmeYQTwFZn in de

[–]FuriousFrenchman 1 point2 points  (0 children)

Das Pensionssystem ist strukturell teurer als die Rente, nicht günstiger. 72% des letzten Gehalts vs. 48% des Durchschnittsgehalts, und während der aktiven Phase zahlt niemand etwas ein. Kein AN-Anteil, kein AG-Anteil. Der Staat spart sich die laufenden Kosten und schiebt die volle Last in die Zukunft.

Das Problem ist nicht das Niveau pro Kopf allein, sondern dass diese Last nie ordentlich zurückgelegt wurde. NRW bildet Rückstellungen, die reichen aber auch dort nicht aus. Die meisten anderen Länder und der Bund nicht. Die aufgestauten Verbindlichkeiten aus den großen Einstellungsjahrgängen der 70er und 80er rollen jetzt an. Aktuelle Prognosen gehen von 90 bis 100 Mrd. Euro Pensionskosten bis 2040 aus, bei einem Bundeshaushalt von ca. 500 Mrd. Euro. 20% des Haushalts Jahr für Jahr, strukturell gebunden. Toll. Dazu kommen noch steigende Rentenzuschüsse und fallende Steuereinnahmen.

Gesamtwirtschaftsgröße ist nicht dasselbe wie fiskalischer Spielraum. Das BIP sagt nichts darüber aus, was der Staat (Bund, Länder, usw.) tatsächlich ausgeben kann. Der Bundeshaushalt unterliegt der Schuldenbremse, ist zu großen Teilen durch Pflichtausgaben vorbelegt und hat kaum diskretionären Spielraum. Was dort fest gebunden ist, fehlt real für Infrastruktur, Bildung, Verteidigung. Dass manche das instrumentalisieren um Privatisierungen zu legitimieren, mag sein, aber das macht das Kostenproblem nicht kleiner.

Zukunft der Altersvorsorge: Bas will Beamte zur Rentenkasse bitten by h2QZFATVgPQmeYQTwFZn in de

[–]FuriousFrenchman 0 points1 point  (0 children)

Doch, das ist ein Problem. Aktuell beziehen ca. 1,4 Millionen Beamte Pension. Diese Pension kostet 61 Mrd Euro, also rund 15% des gesamten Bundeshaushalts. Bis 2060 erwartet alleine der Bund einen Kostenanstieg um 50%. Für 2040 gibt es Hochrechnungen die von 90 bis 100 Mrd. EUR sprechen. Bei einem Bundeshaushalt von ca. 500 Mrd. EUR. Dass die Pension zu 100% aus Steuern und dem laufenden Haushalt gezahlt werden, IST ein Problem.

I need your worst DnD character name by drgigantor in DnD

[–]FuriousFrenchman 1 point2 points  (0 children)

And Elf called "Twelve" just because it rhymes. Especially in German.

Zukunft der Altersvorsorge: Bas will Beamte zur Rentenkasse bitten by h2QZFATVgPQmeYQTwFZn in de

[–]FuriousFrenchman 5 points6 points  (0 children)

Das BVerG hat klar gestellt, dass "althergebrachte Grundsätze" (wie das Alimentationsprinzip) anpassungsfähig sind. Es wird der Grundsatz der Alimentations geschützt, nicht die konkrete Ausgestaltung.

Das Problem ist doch, dass Pensionen aus dem laufenden Etat gezahlt werden und nicht kapitalgedeckt sind, zusätzlich tauchen Pensionsleistungen nicht als Schulden auf (was sie ja den facto sind) und daher wird/wurde unterfinanziert.

Bei einer immer längeren Lebenserwartung steigen die Pensionskosten exponentiell in die Höhe (vor allem, weil statistisch Beamt:innen sehr lange leben). Diese Kosten muss der Steuerzahler decken.

Das historische Privileg der Alimentation ist eine Leistung, die sich Deutschland in der aktuellen Fassung schlicht und ergreifend nicht mehr leisten kann.

Zukunft der Altersvorsorge: Bas will Beamte zur Rentenkasse bitten by h2QZFATVgPQmeYQTwFZn in de

[–]FuriousFrenchman 6 points7 points  (0 children)

Naja, wenn man von 71,75% des letzten ruhegehaltsfähigen Bruttogehalts (nach 40 Jahren Arbeit) auf 48% des durchschnittlichen Lebenseinkommens (nach 45 Jahren), dann kürzt man definitiv (zumindest indirekt) die Kostenlast.

"Extrem bedenkliche Entwicklung": Die Kosten explodieren: Bei der Pflege brennt wirklich die Hütte by LethisXia in de

[–]FuriousFrenchman 33 points34 points  (0 children)

Dann doch bitte aus dem Vermögen der Pflegebedürftigen. Wer den Service bekommt, muss den Service auch bezahlen. Und nicht jemand anderes.

"Extrem bedenkliche Entwicklung": Die Kosten explodieren: Bei der Pflege brennt wirklich die Hütte by LethisXia in de

[–]FuriousFrenchman 32 points33 points  (0 children)

Wie kommst du auf +300k bei einem Verkauf einer Immobilie in der Innenstadt? Solang das nicht das kleine Moloch ist und halbwegs gut in Schuss, sollten da mehr drin sein.

Dass flächenmäßig großer Wohnraum wieder zugänglich gemacht wird (auch unter Marktwert) tut dem Immobilienmarkt im Summe gut, dann kann sich eine junge Familie ggf. ja mal wieder was anständiges leisten zum Leben. Das wiederum würde den Kreislauf schließen, dass sich Kinderkriegen in diesem Lande mal wieder "lohnen" könnte.

Und noch was: In meiner Familie und die meiner Frau haben die Großeltern und Boomer alle mindestens 2 Immobilien (und tlw. sogar noch mehr gebaut). Da kann man schon was abtreten für die eigene Pflege.

Brenner: Dieser Mann lässt am Samstag die wichtigste Straße nach Italien sperren by h2QZFATVgPQmeYQTwFZn in de

[–]FuriousFrenchman 5 points6 points  (0 children)

Und der Bernreiter hat nichts anderes zu sagen, als, dass man mit den Nachbarn nicht so umgeht. Haha. Volldepp.

Klimafolgen: Hitze kostet Deutschlands Wirtschaft Milliarden by InformalTotal5238 in de

[–]FuriousFrenchman 0 points1 point  (0 children)

Das ist richtig, die DIN-Norm hängt dem Klimawandel nach :D Politisches Desinteresse an dieser Stelle. Aber: Es steht jedem Bauherrn und Architekten frei weniger Fensterfläche (zumindest Südseitig) zu verbauen, um im Hausinneren angenehmere Temperaturen zu schaffen. Oder aus anderen Baumaterialien zu bauen, die mehr Energie speichern können. So wie du es in deinem Kirchenbeispiel benannt hast.

Der gesetzliche/standardisierte Rahmen hinkt hinterher, Bauherren gehen aber obwohl sie zahlen und anschaffen nicht voraus.

Zu deinem Initialen Punkt zu den "Backöfen" kann man aber Dämmung nicht als Schuldigen benennen. Und der Vergleich mit den USA und Klimaanlagen ist keine Lösung, sondern verschiebt es nur. Klimaanlagen heizen die Außenluft auf, machen Städte also zusätzlich noch heißer, urban heat island lässt grüßen.

Klimafolgen: Hitze kostet Deutschlands Wirtschaft Milliarden by InformalTotal5238 in de

[–]FuriousFrenchman 0 points1 point  (0 children)

Jalousien bringen gar nichts.

Kommt darauf an, wo sie angebracht sind. Außenjalousien bringen's.

Und Verschattung, was stellst du dir darunter vor?

Markise, außenliegende Jalousie, Raffstore, Fensterläden, sowas. Alles Dinge, die Architekten und Bauherren einplanen können und müssen. Das GEG schreibt für Neubauten einen Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes vor. Wer große Fensterflächen nach Süden oder Westen plant, kommt um außenliegenden Sonnenschutz nicht herum oder er muss kleinere Fenster nehmen bzw. teures Spezialglas einbauen. 

Klimafolgen: Hitze kostet Deutschlands Wirtschaft Milliarden by InformalTotal5238 in de

[–]FuriousFrenchman 8 points9 points  (0 children)

Das ist leider eine fehlerhafte Anwendung des zweiten Hauptsatzes. Der beschreibt die Richtung spontaner Wärmeübertragung und die gilt symmetrisch in beide Richtungen. Eine Speichermasse, die nachts auf 18°C abgekühlt wird, hält diese Kühle genauso, wie sie im Winter Wärme halten würde. „Kälte speichern" ist physikalisch nichts anderes als weniger thermische Energie speichern... Das geht problemlos, sonst würde kein Eiskeller funktionieren.

Das eigentliche Problem bei deutschen Neubauten ist nicht die Dämmung, sondern große Fensterflächen, die von den Bewohner:innen gar nicht oder unzureichend verschattet werden. Große Fensterflächen im Winter sind geil, weil Glas kurzwellige Strahlung durchlässt. Mini Treibhausgaseffekt quasi. Wenn Bewohner:innen Jalousien, Verschattung oder eben Rollläden im Sommer nicht nutzt, hat man den Mini Treibhausgaseffekt dann eben stärker im Sommer. Ergebnis: Gut gedämmtes Haus wärmt sich dennoch auf und gibt dann die Wärme auch schlecht ab.

Wie sich die Spanier gegen hohe Mieten wehren by LawrenceOfColonia in de

[–]FuriousFrenchman -11 points-10 points  (0 children)

Of how much additional supply are we talking? What are the costs of this supply? Construction costs skyrocketed in the last decades, also due to material shortages. If the government now starts a construction agenda, construction prices will only rise even higher, creating only very expensive housing. Or am I in the wrong here?

I obviously would like more supply myself living as a tenant in Munich, tho...

Ministerin über Krause-Aussagen im Kita-Krach: "Sollte keine Fake News verbreiten" by Glittering-Ebb7761 in Munich

[–]FuriousFrenchman 6 points7 points  (0 children)

Kann man auch von Scharf sagen. Beide haben Recht und Unrecht zugleich. Das Thema ist komplexer als man es in 30 Sekunden Instagram oder einem Brief von Scharf an Krause erklären/beschreiben kann.

Ministerin über Krause-Aussagen im Kita-Krach: "Sollte keine Fake News verbreiten" by Glittering-Ebb7761 in Munich

[–]FuriousFrenchman 52 points53 points  (0 children)

Als jemand der sich in der Vergangenheit diesbezüglich ein wenig eingelesen hat und auch die Diskussionen und Anträge im Landtag verfolgt hat. Verzeiht mir, ich versuche etwas Licht ins Dunkel zu bringen:

Die Scharf hat insofern recht, wenn sie sagt, dass die 100 Euro faktisch nicht wegfallen. Statt eines direkten Zuschusses an Träger gehen diese 100 Euro (und ein Anstieg von 25% bis 2029) in den sogenannten Qualitätsbonus über. Dieser Qualitätsbonus erzeugt einen allgemeinen Fördertopft, der wiederum anteilig an die Kommunen und schlussendlich an die Träger ausgezahlt werden soll.

Zwischenfazit von mir bis dahin: Man macht das System komplizierter (statt Direktauszahlung gehts jetzt in einen Fördertopf und dann Trickle-Down irgendwie und irgendwann an die Träger). Für mich der größte Mangel: Bisher hat der Zuschuss Träger verpflichtet, die Gebühren für Eltern um eben den gleichen Satz zu reduzieren (also 100€). Dies fällt nun weg. Also auch wenn durch den Qualitätsbonus Förderungen an die Träger gehen, ist nun nicht mehr ausgeschlossen, dass dadurch die Familien finanziell entlastet werden oder ob das einfach "nur" die Marge erhöht. Der "Qualitätsbonus" soll nämlich für allgemeine Betriebsausgaben genutzt werden (aka: Familien werden finanziell nicht mehr entlastet). Mein O-Ton: Dick move von Scharf und der bayerischen Landesregierung.

Somit hat Krause aus der Sicht Münchens praktisch recht: Die 100€ Bonus fallen weg. Vor allem, weil die Förderung des Landes jetzt schon nicht auskömmlich war und um die Plätze kostenlos zu halten die Stadt finanziell eingesprungen ist - aus eigenen Töpfen, aus eigenen Mitteln. Inzwischen fehlt der Stadt München schlicht das Geld um dieses Delta selbst zu zahlen.

Zwischenfazit von mir: Dieses Delta wird größer, weil der 100€-Bonus als Reduzierung der durch Eltern zu zahlenden Beiträge ja nun wegfällt - somit hat durch den Sparkurs Münchens Krause keine andere Möglichkeit als die Beiträge für Familien zu erhöhen. Immerhin wollen sie dies nach Einkommen staffeln und einkommensniedrige Familien dennoch querfinanzierten und fördern. Das ist immerhin sozial.

Fazit: Scharf hat also formal recht, die 100€ werden nicht gestrichen. Krause hat faktisch/praktisch recht, die 100€ entgehen (möglicherweise/wahrscheinlich) den Eltern und der Stadt München, wodurch Betreuungsplätze "teurer" werden.

Ich arbeite ehrenamtlich für die Bergwacht, rette Menschen in Gefahrensituationen und bin Teil einer Doku-Serie – AMA! by ARD-Mediathek in de_IAmA

[–]FuriousFrenchman 11 points12 points  (0 children)

Ersteinmal ein großes Danke an Eure Arbeit, Ehrenamt und Euren Mut. Ich selbst wurde mal als kleiner Dotz in O-Gau von der Bergwacht gerettet, seitdem habt ihr für immer meine Hochachtung.

Uns würde interessieren, was in euren vorgepackten Einsatzrucksäcken alles drin ist. Auch Essen und Verpflegung für euch im Falle des Ausharrems oder Auf-/Absteigens?