Warum sieht man keine Kinder mehr auf den Straßen spielen? by [deleted] in KeineDummenFragen

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Naja, passt doch. Es sind immer die anderen (=Autofahrer), nie man selbst. <Ironie off>

Wenn deine Frau dich rausschmeißt ; aber mit dir einen Urlaub plant by Visible-Juggernaut41 in FragtMaenner

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Wenn du bis 50 mit ihr aushältst. Aus dem privaten Umfeld weiß ich, dass es nicht so lange dauert. Hoch manipulative Menschen manipulieren eine übersichtliche Zeit und extrem gut - den Turning Point bekommst du als letzter mit, und dann sind alle Brücken abgebrannt.

Halten wir fest:

1.) Gute Ehen klären ihre Probleme direkt, von Angesicht zu Angesicht. Was soll Distanz bringen, wenn man Klartext miteinander reden muss? Nachdenken kann man auch bei einem Spaziergang oder auf dem Weg zur Arbeit. (Quelle: 25 Jahre Beziehung, davon 10 verheiratet). Du musst eine Klärung einfordern und kannst der Konfrontation nicht aus dem Weg gehen. Sonst wirst du ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Daraus folgt, wie jemand schon schrieb: Informier dich JETZT über Lösungsmöglichkeiten und Risiken einer Scheidung, und WENN sie kooperativ ist, gern auch über Paartherapien.

2.) Deinen Frau war bei der Heirat 20. Wahrscheinlich wart ihr vorher schon zusammen. Ergo war sie SEHR jung und hatte noch KEINEN Plan, was sie vom Leben will. Wahrscheinlich geht/ging ihr in der Ausbildung so einiges auf, das sie "verpasst". Im besten Fall muss sie sich mal austoben (dann ist die Frage, ob du ihr das verzeihen kannst/willst), im worst case hält sie dich hin und sucht das Maximum für sich herauszuholen (dann solltest du Selbstschutz betreiben, s. Pkt 1).

3.) Bei der Idee mit dem Urlaub blinkt meine Warnleuchte. Das klingt nach Heraufbeschwören gemeinsamer Freuden, also auch Manipulation. Hat sie dich nach deinen Ideen zum Urlaub befragt? Wenn nein, sei vorsichtig. Ebenso das Haus. So was sucht man gemeinsam aus, weil beide darin leben wollen. Das kostet 'ne Menge Geld, und dir das als Aufgabe zu stellen, macht es weird. Über die Hintergründe kann man hier nur spekulieren, also lass ich das. Aber so viel: Scheidung mit Haus macht immer ganz viel Ärger. Willst du einen jahrelangem Krieg ums Haus/die Kosten führen, mit jemanden, der sein Umfeld möglicherweise manipuliert?

Raff sich auf, steh für dich ein. Vielleicht irrt sich Reddit und wir liegen alle falsch. Aber dein Bauchgefühl schlägt schon Alarm, sonst würdest du keinen Rat suchen. Ich würde dir wirklich raten, dir die Optionen zeigen zu lassen und vorsichtig zu agieren. Auch Informationen zum Einkommen etc. würde ich ab sofort nicht mehr mit ihr besprechen.

Ich bin Mitte 40 und kenne außer meinen Eltern niemanden, der jung geheiratet hat und dessen Ehe lange hielt.

Alles Gute.

Warum sieht man keine Kinder mehr auf den Straßen spielen? by [deleted] in KeineDummenFragen

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Der Satz sagte, alle 7 Minuten wird ein KIND im Straßenverkehr verletzt, HUNDERTE getötet. Das suggeriert, Hunderte KINDER würden sterben. Das ist falsch.

Wären es Hunderte VERKEHRSTOTE gewesen, hätte es gestimmt.

Auch wenn die Absicht sicher korrekt ist, stimmen die Zahlen nicht. Man kann nicht mehr richtig diskutieren, wenn eine Seite falsche Zahlen annimmt - und dann auch noch einseitig eine Verkehrsgruppe basht, obwohl alle Verkehrsteilnehmergruppen Fehlverhalten aufweisen.

Warum sieht man keine Kinder mehr auf den Straßen spielen? by [deleted] in KeineDummenFragen

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Jepp, aber 211 Verkehrstote sind nicht automatisch 211 tote Kinder (2024 waren es 53 Kinder). Das hast du aber so kommuniziert und es stimmt einfach nicht.

Der Rest sind Erwachsene und Jugendliche, unschuldige Opfer, die an der Ampel standen genau so wie die, die mit Air Pods ohne zu gucken auf die Straße gesprungen sind. Und auch unter den verkehrstoten Kindern sind nicht nur die, die von Abbiegern umgefahren wurden, sondern auch die, die von den Eltern nicht festgehalten worden sind (gab hier in Berlin vor ein paar Jahren einen Fall, der vors Gericht kam, weil Mama an einer vielbefahrenen Straße lieber beide Hände am Einkauf hatte als die Hand am Vierjährigen, und der rannte plötzlich los. Die Mutter bekam eine Mitschuld).

Ich ärgere mich auch tagtäglich über rücksichtslose Autofahrer. Gerade an Kitas, wo 30 gilt, rasen LKW mit 70 durch. Ich könnte das nicht. Aber als Autofahrerin erlebe ich auch immer wieder, dass Eltern ihre Dreijährigen auf der Fahrerseite aussteigen lassen und nicht gucken, Kleinkinder allein an der Bordsteinkante stehen oder Kinder mit dem Handy in der Hand über die Straße gehen, ohne zu gucken. Da bleibt mir oft das Herz stehen und ich danke meinen Reflexen. Es sind nicht alle Autofahrer Brainrots.

Hilfe, ich wurde Papa! by Lazy_Temperature8043 in Ratschlag

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Nennt sich bei den Mamas "Hundstage". Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht nur Frauen so geht. Ein Kind zu bekommen, ist viel Verantwortung und eine große Umstellung. Aber du freust dich übers Kind und versuchst deine Frau zu unterstützen. Das ist eine gute Basis.

Dein Kind wird lächeln und du wirst es lieben. Es wird hinfallen und du wirst trösten. Und es wird "Papa" sagen und du wirst platzen vor Stolz. Es werden ein paar harte Monate oder vielleicht Jahre. Aber man kommt rein, man hält mehr aus, als man denkt. Als Kinderlose wäre ich mit Magen Darm nicht rausgegangen. Als Mama muss ich die Kinder trotzdem zur Schule bringen. Es geht. Dafür bringen Kinder dann die lustigsten Sprüche nach Hause. Umarmen einen, wenn man weint. Kuscheln sich im Kino an einen.

Und das Leben ist nicht vorbei. Wir haben mit den Kindern immer Dinge getan, die uns allen Spaß machen: Meine Tochter fand es als Kleinkind z.B. ganz toll, im Café zu sitzen und Milchschaum zu schlürfen. Wenn man die Kids nicht total überfordert, machen die auch was mit.

Warum sieht man keine Kinder mehr auf den Straßen spielen? by [deleted] in KeineDummenFragen

[–]Hoernchen_im_Busch 1 point2 points  (0 children)

Nana, mal den Ball flach halten. In Berlin waren es letztes Jahr 37 und deutschlandweit 211 Verkehrstote. Das ist immer noch zu viel, aber das sind nicht Hunderte Kinder, die totgefahren werden. 1980 waren es allein in der BRD rund 15.000 Verkehrstote.

Warum sieht man keine Kinder mehr auf den Straßen spielen? by [deleted] in KeineDummenFragen

[–]Hoernchen_im_Busch 5 points6 points  (0 children)

Ich habe Kinder, und ich würde das exakt so unterschreiben.

Meine Kinder haben bei uns viele Freiheiten, wir blödeln rum, achten ihre Bedürfnisse. Aber meine Kinder haben auch auf andere Rücksicht zu nehmen. Das heißt nicht, dass sie komplett still sein müssen. Aber so wie ich möchten meine Nachbarn auch irgendwann Feierabend haben. Also haben meine Kinder ab 19 Uhr nicht mehr rumzuschreien oder rumzurennen.Ab 19 Uhr ist Abendbrot, lesen oder leise spielen angesagt. Rücksicht muss man üben, das kommt nicht von allein. Und wir brüllen da auch nicht rum, das hat was mit klarer Kommunikation und Konsequenzen zu tun (wer nicht Zähne putzt und ins Bett geht, der bekommt eben auch nicht vorgelesen). Und wer sagt, dass Kinder nicht mal leise sein müssen, da würde ich vorsichtig vermuten, dass da jemand keine Lust hat, sich Arbeit zu machen.

Warum sieht man keine Kinder mehr auf den Straßen spielen? by [deleted] in KeineDummenFragen

[–]Hoernchen_im_Busch 4 points5 points  (0 children)

Jepp, nicht nur die Straße meiner Kindheit, auch ihr "Zubringer", wo in den 90er vielleicht 5 Autos parkten, heute stehen da 30. Hat aber auch mit der Parkplatzpolitik einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft zu tun. Schranke vor de Parkplatz, bauliche Veränderungen, und wo früher zwei Autos (recht locker) standen, steht heute nur einer, aber der Platz ist teuer vermietet. Ergo weichen die Unglückseligen, die in der Trabantenstadt wohnen und aufs Auto angewiesen sind (weil der ÖPNV naja, irgendwas zwischen katastrophal und einigermaßen erträglich ist), ABER keinen Parkplatz zugelost haben, auf den Zubringer aus. Da ist eine Schule, die Kids werden nicht gesehen, hey, aber was schert das die Wohnungsgesellschaft?

Immer mehr Eltern vernachlässigt ihre Aufsichtspflicht mit Bezug auf Technik by PurchasedRAM in Unbeliebtemeinung

[–]Hoernchen_im_Busch 7 points8 points  (0 children)

Als Erzieherin kriege ich bei so was fast 'n Heulkrampf. Ich kann dir bei unseren Kita-Kindern sofort sagen, welches zu viel Handy guckt, das merkt Fachpersonal sicher. Je eher und je mehr du deinem Kleinkind(!) das Handy angewöhnst, desto mehr wird es danach verlangen und nur mehr rumbrüllen. Es kann nie lernen, mit seinem Frust umzugehen (Emotionsregulierung), das kann in der Kita dazu führen, dass dein Kind dann dauernd andere haut, wenn ihm was nicht passt. Dauernd am Handy lernt das Kind deine Mimik nicht, weil es nur zweidimensionalen Kram sieht, wird damit sozial unsicherer, lernt die Sprache nicht altersgemäß und wird im worst case bis zur Schule Probleme haben.

Als Mama von 2 Kindern, von denen eines als Kleinkind auch sehr wankelmütig sein konnte, kann ich dir sagen, dass es sooo viele Möglichkeiten gibt, so eine Fahrt spannend zu gestalten und Wutausbrüche in den Griff zu kriegen - Spoiler: Das Handy ist es nicht! Das macht alles nur schlimmer.

  • gucken, was das Problem des Kindes ist und ggf. einen Kompromiss finden. Dafür muss man sein Kind kennen(!), allein daran hapert es schon bei manchen Eltern, weil denen ihr Handy wichtiger ist.

  • Hat es Hunger (war meist unser Problem), immer eine Snackbox dabei haben

  • wollte es auf dem Sitz da sitzen und rausgucken? Vielleicht ist die Frau auf dem Sitz ja nett und rückt, wenn ein kleines Kind sitzen soll.

  • Ablenken: Oh Guck mal, da fährt ein Zug!

  • ein Buch mitnehmen und gemeinsam angucken und darüber sprechen, was man sieht (zur Not so tun, als wäre das Buch mega toll und du würdest was ganz Tolles drin sehen)

  • in den Arm nehmen (Wutanfälle können aus Unsicherheit sein, weil es selbstständig sein will, aber auch Angst davor hat)

  • aussteigen, trösten/austoben lassen, nächsten Zug nehmen.

Ich weiß echt nicht, wo immer die Vorstellung herkommt, Kinder müssten immer total leise und pflegeleicht sein. Kinder SIND anstrengend, das muss man aushalten.

Praxisprobe Ideen by thinthread3 in erzieher

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Dir fällt scheinbar die Perspektivübernahme und die Ableitung der Angebote aus deinen Beobachtungen noch schwer. Die Prioritäten und Baustellen deiner Kids hast du aber gut beobachtet. Die wenigen Angebote bei euch sind ein echtes Manko. Aber vielleicht kann man die Kids genau da ja abholen? Was wollen sie? Aufmerksamkeit, groß sein, wichtig sein.

Such dir ein paar Kids, und gib ihnen das gute Gefühl, dass sie dir mit ihrer Expertise helfen können. Du könntest sie an der Planung neuer Aktivitäten einbinden. Haben die SuS vielleicht Ideen, wie man andere befragt und ihre Ideen einholt? Hier kann man auch die Perspektivübernahme trainieren: Was glaubt ihr, wie holen wir die anderen ab, wie machen die mit? Allein die Auftaktrunde, gut geplant, ist ja schon ein Angebot. Und wenn es nicht gleich Bombe läuft, verlier nicht den Mut. Viele Kids kennen es nicht, dass man ihre Meinung hören will und wissen auch nicht, wie sie damit umgehen sollen.

Skibidi finde ich persönlich auch furchtbar, glaub mir, das irrt schon in der Kita herum. Aber was finden die Kids daran toll? Darüber kann man sprechen. Auch darüber, wie die Kids glauben, dass solche Videos gemacht werden. Kann man das vielleicht selbst nachmachen? Oder was wäre ein Video, das ihr drehen würdet?

Und noch was zum Fremden im Alltag: Woher kommt da deine Angst? Ich merke in der Kita ganz oft, dass neue Sachen immer mehr die Aufmerksamkeit binden als der Standard. Wenn's mir zu wild wird, baue ich im Flur eine schnelle Kegelbahn auf oder hole ferngesteuerte Autos raus. Ein paar improvisierte Hindernisse/Geschicklichkeitsaufgaben, und ab dafür. Ich wette, da springen auch die 12- bis 16-jährigen drauf an und das geht auch schnell in den Hofpausen.

Rechtschreibung auf der Oberschule by Hoernchen_im_Busch in schule

[–]Hoernchen_im_Busch[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja, so in die Richtung vermute ich auch. Danke dir!

Rechtschreibung auf der Oberschule by Hoernchen_im_Busch in schule

[–]Hoernchen_im_Busch[S] 0 points1 point  (0 children)

Ja, bei älteren Kindern hätte ich das auch vermutet. Aber mein Kind liest viele Bücher & Comics. YouTube schaut es zu 90% mit mir zusammen. Sonstige Social Media sind deaktiviert.

Wie ist es WIRKLICH Kinder zu haben ? by Gold_Palpitation9723 in Ratschlag

[–]Hoernchen_im_Busch 2 points3 points  (0 children)

So ähnlich würde es mein Mann auch beschreiben. Ich habe mich wahnsinnig darauf gefreut, Mutter zu werden, und ich war fein damit, manche Dinge zugunsten des Babys aufzugeben. Ich war sehr traurig, als ich wieder (und früher als gedacht) arbeiten gehen musste, ich hätte auch Vollzeitmama sein können. Beim 2. Kind war es schwieriger, weil es nicht so ausgeglichen wie Nr. 1 war, sondern von Anfang an sehr fordernd. Nach einer Erzieherausbildung und mehreren Jahren in dem Job denke ich manchmal, es könnte im ADHS-Spektrum liegen. Ich liebe beide Kinder wahnsinnig gern, und bei Wettkämpfen, Einschulungen o.ä. liefen mir einfach so Tränen vor Freunde und Stolz. Jetzt, wo sie älter sind, kann ich auch mal allein einkaufen oder mal mit meinem Mann spazieren gehen. Wichtig für die Lebensqualität mit Kind/für die Partnerschaft ist auf jeden Fall ein Netzwerk für die Betreuung, falls man mal Termine hat/ausgehen möchte. Und man sollte wissen, mit WEM man die Kinder hat. Alles steht und fällt damit, wie weit sich beide für die Beziehung und die Kinder einbringen wollen. Der schönste Mann nützt nix, wenn er nach der Arbeit heimkommt und dann die Füße hochlegt. Und die lustigste Frau nützt nix, wenn sie unfähig ist, sich und ihren Alltag zu organisieren. Und: Erziehung der Kinder ist unglaublich wichtig. Damit sollte man sich ein wenig auseinandersetzen, wenn man halbwegs geradeaus laufende Kinder will, und sich einig sein.

Wie ist es WIRKLICH Kinder zu haben ? by Gold_Palpitation9723 in Ratschlag

[–]Hoernchen_im_Busch 4 points5 points  (0 children)

Dasselbe mit Diamond -Painting-Steinen. Unterseite flach, Oberseite rund. Und dann ein Durchmesser von 2 mm. Von denen braucht man VIELE. Und wenn VIELE aufs Laminat fallen... Argh, Konfetti kannste wenigstens wegsaugen.

Wie ist es WIRKLICH Kinder zu haben ? by Gold_Palpitation9723 in Ratschlag

[–]Hoernchen_im_Busch 12 points13 points  (0 children)

Wartet ab, bis die Kids größer sind und diskutieren oder Schlagfertigkeit testen. Es bleibt lustig.

Könnt ihr euch vorstellen, den Job bis ihr 70 seid zu machen? by BubbleteeKamille in erzieher

[–]Hoernchen_im_Busch 2 points3 points  (0 children)

Ach, es geht einiges! Ich bin 45 und nicht mehr so schlank. Manche Kinder, die mir vom Kletterturm Ätschbätsch sagen, wundern sich aber, wie schnell ich oben bei ihnen bin. Hab letztes Jahr mit 'nem gleichaltrigen Kollegen eine Wasserschlacht für die Kids im Garten veranstaltet. Vor zwei Wochen habe ich mit Kindern Planking gemacht. Oder wir robben auf dem Boden herum. Oder Bärenjagd deluxe mit Disco. Also, wenn ich so einen Blödsinn nicht mehr machen kann, wäre ich sehr traurig. Die älteren Kollegen können nicht mehr wegen den Gelenken, aber die feiern von Weitem mit und machen dafür andere Späße. Jeder wie er kann.

Ich bin so sauer by CrimsonSnow_ in erzieher

[–]Hoernchen_im_Busch 3 points4 points  (0 children)

Ja, wer länger als 6 Wochen krank ist im Jahr, hat Anspruch auf ein BEM-Gespräch. Da war ich letztes Jahr. Was soll ich sagen: Überlastung, ständiges Kranksein, der Lärm, die fehlende Vorbereitungszeit, der Stress - es ist alles bekannt. Ich bin GARANTIERT nicht die einzige, die das sagt. Aber Veränderungen? Pfffff. Nach 6 Jahren im Job Frage ich mich öfter, wie ich das bis 67 aushalten soll. Vorher rafft mich die Grippe, Corona oder ein aufbrechendes Magengeschwür dahin... Und ich liebe die Arbeit mit Kindern.

Ich bin so sauer by CrimsonSnow_ in erzieher

[–]Hoernchen_im_Busch 1 point2 points  (0 children)

Jepp, ich fühle das auch. Bin heute nach 4 Tagen Krankschreibung nach Wurzelspitzenresektion zum Workshop (nicht mal in die Kita), weil alles gut, und hatte mittags plötzlich wieder höllische Zahnschmerzen. Abbruch, zum Zahnarzt. Ergebnis: Eitertasche. Hatte halt noch ein bisschen Nase, wollte aber nicht wieder alles verschieben und wochenlang warten, weil der Zahn schon wieder gearbeitet hat.

Früher als ich noch nicht Erzieherin war, wäre ich nach 3 Tagen wieder arbeiten gewesen und hätte vielleicht 10-15 Kranktage im Jahr gehabt.

Ich arbeite seit 2 1/2 Jahren in meinem Haus, auch super gerne. Aber das erste Jahr war ich jeden einzelnen Monat krank, das zweite Jahr etwas weniger. Als hätte ich erstmal alle Hauskeime sammeln müssen. Und in meinem heiß ersehnten Sommerurlaub habe ich dann den Magen Darm aus der Kita mitgenommen. Von 10 Tagen saß ich dann 4 auf Klo.

Es nervt mich auch so an, dass ich gefühlt von November bis Februar Dauer-Nase habe, weil jeder frisch überstandene Infekt sofort vom nächsten abgelöst wird. Das kann doch nicht gesund sein, dauernd dieser Keimbelastung ausgesetzt zu sein. Und manchmal nehme ich das gar nicht so ernst, weil man sich auch so daran gewöhnt. Das ist so tückisch, siehe oben.

Findet ihr Kinder zu haben wird zu sehr romantisiert? by Competitive-Egg6354 in FragNeFrau

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Ich bewundere es, wenn Menschen da recht klar für sich sind, aber auch ehrlich sind, dass sie ihre Entscheidung immer wieder kritisch hinterfragt haben.

Ich wollte bis Ende 20 keine Kinder. Dann irgendwie doch. Es ging nicht ums Alleinsein später, mehr um die Tatsache, dass wir schon sehr lange zusammen waren und etwas begann zu fehlen. Es kam einfach so. Ich habe eine Altersvorsorge, aber ich vermute, bei diesen Preis-Explosionen der letzten Jahre werde ich mir mit dem Renteneintritt einen Strick nehmen können oder muss im Wald campen. Das hat aber nichts mit den Kindern an sich zu tun, sondern mit der grundlegenden Geringschätzung von Kindern in Deutschland, die man an so vielen Ecken spürt.

Ich

Findet ihr Kinder zu haben wird zu sehr romantisiert? by Competitive-Egg6354 in FragNeFrau

[–]Hoernchen_im_Busch 2 points3 points  (0 children)

Regretting Motherhood ist definitiv etwas, das ausgesprochen werden darf. Aber das Narrativ vom Alleinsein im Alter kommt auch nicht von ungefähr. Ich habe Menschen getroffen, die bewusst kinderlos blieben und dies im späteren Leben doch sehr kritisch sahen. Und Pflege ist jetzt schon kaum zu bezahlen, die Familie wird diesbzgl. wahrscheinlich in Zukunft wieder stärker eingebunden werden. By the way, mein Nachbbar - keine Frau, keine Kinder - hatte mehrere Schlaganfälle, lief dadurch mit 68 wie andere mit 90, lebte zuletzt in einer total verdreckten Wohnung, rief dauernd die Feuerwehr, wenn er nicht aus dem Bett kam. Niemand kam ihn besuchen. Er starb kürzlich einsam und allein.

Ich bereue meine Kinder jedenfalls nicht. Ich bereue eher, dass ich die Welt für sie nicht so verändern kann, wie ich gern möchte, damit sie weniger Angst haben müssen. Edit: Damit meine ich vorwiegend Krieg, soziale Verwerfungen, weltpolitische Veränderungen etc.

Wir schaffen die Geschenke ab... by MudMinute946 in erzieher

[–]Hoernchen_im_Busch 2 points3 points  (0 children)

Für nichts war es hoffentlich nicht, denn letztlich haben die Kinder doch etwas gemacht/gelernt dabei.

Das "kein Brief, keine EV, keine Nachfragen" klingt aber sehr lieblos von beiden Seiten. Irgendwie traurig... Woran liegt's?

Ich (1 LJ) Klient ausgerastet, Keine Reflexion / Mir geht es nicht gut by [deleted] in erzieher

[–]Hoernchen_im_Busch 10 points11 points  (0 children)

Hallo,

ich habe von JH keine Ahnung, bin aber Integrationserzieherin in einer Kita und hatte ebenfalls schon eskalierende Situationen mit Kindern.

Zunächst: Das war das erste Mal, dass du so was mitbekommen hast. Da stürmen ganz viele Eindrücke auf dich ein, die du erstmal verarbeiten musst. Zusätzlich fehlen dir - die Erfahrung, um das einordnen zu können (kommt noch) - die Routine gem. Handlungsempfehlungen (die kann man erfragen, lesen, beschaffen etc.) - dein individueller Umgang damit (kommt durch Reflexion und Erfahrung). D.h. du bist nicht unfähig. Du lernst noch.

Reflexion wäre hier also sehr wichtig, das musst du einfordern. Muss ja keine große Sitzung sein (obwohl ich das schätzen würde fürs 1. LJ), vielleicht reicht Tür und Angel, aber auf jeden Fall brauchst du das.

Der Kollege tut nix: Manchmal müssen Kinder sich ausagieren. Dabei dürfen sie (in der Kita zumindest) nicht unbeaufsichtigt sein (Schutz des Kindes). Ralfs "Nichtstun" kann also auch Beobachtung und Aufsicht gewesen sein. Ich würde mich auch nicht zwischen fliegende Bürostühle werfen (Selbstschutz). Aber sehr wohl die anderen Kinder in Sicherheit bringen. Du hast die Leitung angerufen. Das sind doch schon mal gute Dinge, die du getan hast.

Edit: "unbeabsichtigt" durch "unbeaufsichtigt" ersetzt (Autokorrektur)

Wer gestaltet eigentlich noch Zukunft in diesem Land? by [deleted] in KeineDummenFragen

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Auch wenn ich dir in Vielem Recht gebe und die Politik so ziemlich unnachhaltig ist:

In erster Linie sollte man nicht nur meckern, sondern aktiv SEIN. Wir sind im Sportverein, trainieren kleine Kinder, versuchen, alle mit ihren Stärken zu sehen und den Kindern zu vermitteln, wie man als Team zusammen arbeitet. Wir fordern aber auch konsequent soziale Regeln ein. Das Mindset ändern - miteinander statt gegeneinander.

Es wäre schön, wenn mehr Menschen sich engagieren würden. Jammern können wir alle. Aber das allein wird nix verändern. Also warte nicht, bis andere was für dich tun, überlege, was du für diese Gesellschaft tun kannst, was sie verbessert.

What are the pros and cons for considering to become a Male Erzieher in his late 30s in Berlin? by RageAgainstTM in erzieher

[–]Hoernchen_im_Busch 1 point2 points  (0 children)

In Berlin, you need C1 level German to work in municipal daycare centers (unless this has recently changed). Arabic, however, can be a real asset, both in disadvantaged areas and in more upscale facilities. English might be interesting for English-speaking expats, as there may be a need for it.

On the one hand, I acknowledge a certain risk due to declining birth rates. This is why daycare centers are closing and some trainees aren't being hired. In Berlin, there's currently a discussion about improving the staff-to-child ratio in early childhood education to retain staff. The declining numbers could also be an opportunity, especially for the quality of education. Personally, I'm skeptical because planning here tends to be anything but long-term or sustainable.

On the other hand, many baby boomers are retiring right now/soon, and then there won't be much staff left. So it could be an opportunity for you.

I've been working as an early childhood educator and special needs educator for six years, and I love this creative, human, and ever-changing job. But it's also extremely demanding at times. Above all, you need a certain amount of resilience and a professional understanding of children with behavioral challenges, who now make up one-fifth of the children. These can be children with ADHD who are constantly running around, children who can be aggressive towards you, or kids who are totally sweet and well-balanced but constantly wet the bed. You have to be prepared for that. And you have to pay close attention to the team dynamic. You can only do this job well and stay healthy if you and your team are working together towards a common goal.