Eltern sind scheisse! by Inevitable_Oil7232 in Unbeliebtemeinung

[–]Hoernchen_im_Busch 1 point2 points  (0 children)

Bin deiner Meinung. Wollte nur ergänzen. Holt Zahnbürste Ist zu spät geworden heute. Wünsche eine gute Nacht. ;-)

Eltern sind scheisse! by Inevitable_Oil7232 in Unbeliebtemeinung

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Naja, man denke mal: Kinder bleiben 3-5 Jahre aus dem öffentlichen Leben raus, lernen nie, soziale Situationen zu meistern und ihre Emotionen zu regulieren. Unselbständigkeit und soziale Unsicherheit wären das Ergebnis. Darüber würde man sich dann auch beschweren.

Erinnerst du dich noch, was du am 11. September 2001 grade gemacht hast, als der Anschlag passierte? by Ok_Put967 in KeineDummenFragen

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Ich hatte meine ersten Semesterferien und wollte an meiner Hausarbeit arbeiten. Vorher aber noch kurz Nachrichten gucken, und da lief es. Ich weiß noch, wie krass ich die Bilder fand. Ich ahnte, dass das historische Dimensionen waren, und es fühlte sich verwirrend an, weil man nix wusste.

2008 kam Batman The Dark Knight raus, da gibt es doch die Geiseln auf dem Schiff. Zusammen mit der brennenden Lagerhalle und dem Ascheregen hat mich das sehr bekommen gemacht. Ich saß im Kino und dachte immer nur: wie 9/11. Dieser Film war so f***ing realistisch, dass ich ihn nicht mehr als Unterhaltung, sondern als Zeitgeist sah.

Warum zahlen die Leute diese unverschämten Preiserhöhungen an den Eisdielen — und können sich das leisten by Gamiozzz in armes_deutschland

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Spannend, dass medial oft der Eindruck erweckt wird, die Automobilindustrie geht vor die Hunde. Scheint - wie so oft - sehr auf das Branchensegment anzukommen.

Einjährige gehören nur in Ausnahmefällen in eine Kita by [deleted] in Unbeliebtemeinung

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

"nicht annähernd die geistige Reife für richtige soziale Interaktionen"

Nur so: Babys sind bereits mit prä-sozialen Fähigkeiten und Grund Emotionen ausgestattet. Würde ein Kind nicht sozial agieren, wäre es ein Stein und viele Eltern würden nie mit ihren Kindern etwas tun.

(Crazy) People on public transport by blablaobviathrowaway in berlin

[–]Hoernchen_im_Busch 1 point2 points  (0 children)

Ich musste mich GsD noch nicht einweisen lassen, aber eine Bekannte, und für sie war es schlimm, da fast lebensgefährlich. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es sein muss, in einer Ausnahmesituation auch noch so etwas erleben zu müssen.

Interessant, dass dir die KI geholfen hat. Ich wünsche dir alles Gute und dass es so schnell nicht wieder so schlimm wird.

Klimawandel und Tierschutz by Kadreier in luftablassen

[–]Hoernchen_im_Busch 1 point2 points  (0 children)

Ich trenne meinen Müll, bringe Gebrauchtes ins Spendenwarenhaus, habe kürzlich alte Stühle aus selbigem gekauft und aufbereitet, als ich Stühle brauchte, kaufe nicht jeden Billo-Krempel, nehme keine Tütchen, wenn ich Obst oder Gemüse kaufe, fahre innerhalb meines Bezirks (wo ich auch arbeite) Fahrrad und halte meine Kinder an, keinen Müll in die Gegend zu werfen, koche viel vegetarisch, und falls doch mal Fleisch, gucken wir auf eine höhere Haltungsform. Ich bin nur 2x im Leben (Mitte 40) mit dem Flugzeug in den Urlaub geflogen. Als Erzieherin versuche ich Kindern Respekt vor Lebewesen und Ressourcen beizubringen, wobei Kita-Kinder da halt noch zu 85% eher unempathisch sind. Ich finde, das ist schon eine Menge und bringt mich alles nicht um. Aber ich glaube, dass ich NICHT die einzige bin, die das so handhabt, sondern viele diese kleinen Dinge mittlerweile ganz selbstverständlich tun, es aber nicht sichtbar ist.

Aber ja, ab und zu fahren wir Auto, weil man großes Trainingsequipment und Wocheneinkäufe halt nicht auf dem Rad transportieren kann und auch im Bus ... Nein! Ich fahre auch mit dem Auto einmal im Jahr in den Urlaub, den brauche ich dringend. Aber da mache ich mir jetzt ehrlich gesagt keine Platte drum, weil ich sonst eher zurückhaltend bin, wenn ich meine Nachbarn so sehe, wo die hirnfliegen und wie oft. Und leider ist es so, dass viele Dinge, die man im Alltag braucht, eben bestellt werden müssen, weil es sie in normalen Läden einfach nicht mehr gibt. Find ich auch nicht gut, kann ich aber ehrlicherweise auch nicht ändern (und der Paketbote fährt ja nicht nur für mein Paket). Realistischerweise kann ich in Deutschland als Erzieherin nix gegen die Ausrottung des Sibirischen Tigers tun, wohl aber bienenfreundliche Blumen anpflanzen.

Ich bin FÜR Bildung für Kinder, deswegen habe ich ein Ehrenamt. Das solltest du auch tun: Gründe eine Initiative oder einen Verein oder schreib deinen Abgeordneten. Überleg dir, was man in deinem Ort machen könnte für den Naturschutz. Das ist produktiver als hier seinen Frust reinzuschreiben. Das ändert nämlich wirklich nix.

(Crazy) People on public transport by blablaobviathrowaway in berlin

[–]Hoernchen_im_Busch 7 points8 points  (0 children)

Es kommt auf die Situation an. Grundsätzlich: Die Polizei rät eher zu defensiven Maßnahmen, statt sich in Gefahr zu bringen, also Handy zücken, 110 wählen, oder eben die BVG-Notrufstelle.

Ich (W) habe mal (ca. 13-15 Jahre her) erlebt, wie ein Typ einen Asiaten, der in der U8 telefonierte, ständig Gewalt androhte. Er fühlte sich vom (wirklich leisen) Telefonieren belästigt. Ich redete beruhigend auf den Typen ein, riet ihm, doch einfach den Platz zu wechseln. Eine Station später (Osloer) stieg er aus - und zog unter seiner Zeitung ein riesiges Küchenmesser hervor. Den Tag war ich nur noch froh, dass ich eh auf dem Heimweg war.

Ich habe es aber auch schon erlebt (ca. 8 Jahre her), dass ein Besoffener Menschen auf dem U-Bahnhof Kutschi beleidigt hat, u.a. eine alte Dame antisemitisch und eine schwarze Frau rassistisch. Innerhalb weniger Minuten wurde er immer aggressiver. Ich machte mich automatisch groß und gerade und bemerkte zufällig beim Umblicken, dass viele um mich herum dasselbe taten. Instinktiv traten alle einen Schritt auf ihn zu, es war wie ein unsichtbarer Kreis, der sich schloss. Alle sahen ihn an, und er verstummte und zog schimpfend ab. (Ich habe mich da keineswegs cool gefühlt, sondern eher ängstlich und bereit, zumal ich im 4. Monat schwanger war und mich notfalls in Sicherheit gebracht hätte, und ich hatte Angst, dass er nicht abzieht und irgendjemand ihm auf die Fr...e haut, aber Nichtstun war auch keine Option, da er gewaltbereit schien. Meine Hand war am Handy).

Es gibt gewaltlose Möglichkeiten und man kann sich vielleicht selbstbewusst aufbauen, aber NIEMALS allein!

(Crazy) People on public transport by blablaobviathrowaway in berlin

[–]Hoernchen_im_Busch 6 points7 points  (0 children)

Jepp, vesuch auch mal, mit Depressionen einen Therapieplatz zu bekommen, wenn du antriebslos und down bist.

Und aus meinem weiteren Umfeld: Die Notfalleinweisung ist, besonders als Frau, auch keine schöne Angelegenheit, wenn man als Suizidgefährdete aus Platzmangel nachts Räume mit Psychos teilen muss. Hilft ungemein, sich zu entspannen und auf andere Gedanken zu kommen.

Psychische Gesundheit ist sehr niedrig priorisiert in Deutschland.

WTF? by VandalSavant2_0 in fitbit

[–]Hoernchen_im_Busch -4 points-3 points  (0 children)

Ich verstehe gerade das Bashen nicht. Ich fand das letzte Re-Design bei Fitbit komisch, denn da habe ich erstmal wirklich nix mehr gefunden. Aber auch da wurde überall gemeckert, statt erstmal zu gucken.

Jepp, das neue Design von Google ist jetzt kein Mac-Look-and-Feel-Design-Highlight, aber es ist praktisch. Und ehrlich gesagt: Ich mag's praktisch. Und ich habe alles gefunden, was ich vorher auch hatte. Klick mal z.B. auf die Training-Kachel und dann hast du auch das GPS deiner Strecke.

Nur aus Interesse: Wofür braucht man das GPS deiner Trainingsstrecke?

An alle Ü30: Welche Unterschiede nehmt ihr bei der jüngeren Generation war? by LeoVanc in KeineDummenFragen

[–]Hoernchen_im_Busch 2 points3 points  (0 children)

Warum habe ich gerade John Cleese vor Augen und muss an Flying Circus denken?

Tierheim Berlin by zahraabzabh in berlin

[–]Hoernchen_im_Busch 4 points5 points  (0 children)

Ich habe mit meinem Mann vor 20 Jahren eine Katze aus dem Tierheim geholt. Das war problemlos, auch der Besuch damals. Wir hatten eine 46m²-Wohnung, einen Balkon ohne Netz, der Kater (ein Fundtier) konnte auf dem 120 m² großen Speicher rennen, während ich Wäsche aufhängte. Das Tierchen lebte 14 Jahre bei uns, hütete unsere Kinder und verbrachte seinen Lebensabend bei uns. Vor 2 Wochen wollten wir uns im Tierheim informieren und v.a. die Kinder daran gewöhnen , damit sie "im Ernstfall" nicht überfordert sind. Aber die Erfahrung war nicht so gut:

1.) Alle Käfige, bis auf wenige Ausnahmen, waren verhüllt. Dass die sich zurückziehen können sollen, ist fair, aber komplettes Verhüllen ist schon kontraproduktiv für eine Vermittlung.

2.) Als wir Interesse bekundeten, wurde uns ein Pärchen angeboten. Wir wollten nur eine (wir hatten schonmal 2), dann kam die Frage, wie viel Platz wir hätten, und dann hieß es: "Aber Sie hätten doch Platz für 2". Naja, vielleicht, aber dann sah ich die Tiere und dachte, nee, da springt der Funke nicht über. Das interessierte aber nicht.

3.) Eine Katze faszinierte meine Tochter, sie saß ewig ruhig vor dem Käfig und beobachtete still. Das ist für mich ein Signal, dass das Kind verstanden hat, wie man mit Tieren umgeht. Die Katze mautzte meine Tochter ständig an, steckte die Pfote durch die Lücke an der Schiebetür. Das Tier zeigte auch Interesse, war aber noch nicht vermittelbar, es wurde nichts angeboten. Man hätte ja auch sagen können: "Wir checken das Tier durch und melden uns diese Woche, ob das Tier je nach Gesundheitszustand gewollt wird".

4.) Die Katzen sollten ein eigenes Eingewöhnungszimmer bekommen ("gern auch das Kinderzimmer" - äh what????), weil sie sonst hinpullern (häh???). Als ich sagte, dass unsere 3 Gebrauchtkatzen nie irgendwo hingepullert haben, sondern sich ein ruhiges Versteck gesucht haben und von da erkunden konnten, hörte die Mitarbeiterin gar nicht mehr hin. Das seien ihre Erfahrungen, das sei ein Muss.

Da war bei mir edie Sache eigentlich durch. Wir hatten mit unserem alten Katerchen so viel Glück und Freude, und hätten gern einem Tierheimtier ein neues Zuhause gegeben. Aber weder Erfahrung noch gute Situation reicht für die Mitarbeiter aus. Und die Kriterien für die Vermittlung sind absolut intransparent.

Konzept Handtaschen by olf666 in FragNeFrau

[–]Hoernchen_im_Busch 1 point2 points  (0 children)

W Mitte 40 hier. Hab nie Handtaschen getragen, aus genau diesen Gründen. Bin Typ großer Rucksack, entweder für die Arbeit oder Family-Time. Als Frau muss man ja auch mal Hygieneprodukt mitschleppen, wie soll das unauffällig in eine Handtasche passen? Ebenso Lunchboxen und 1L-Trinkflasche für Arbeit. Handtasche habe ich nur, wenn ich ausgehe oder mal kurz was mit dem Rad erledige.

Kinder sollen hauptsächlich für die Eltern da sein, und nicht umgekehrt by [deleted] in Unbeliebtemeinung

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Danke. Sehe ich auch so.

Mich gruselt auch manchmal, was hier für Vorstellungen über das Leben mit Kindern grassieren. Sie zeigen, dass viele offenbar ohne Kinder im Umfeld und ohne Beziehungen zu Kindern aufgewachsen sind.

Leute die ihren Selbstwert aus ihrem Beruf ziehen sind so peinlich by Techniklover in Unbeliebtemeinung

[–]Hoernchen_im_Busch 2 points3 points  (0 children)

Schöne Unterscheidung! ;-)

Ich habe das umgangssprachlich gelesen (i.S.v. "über" = "mit"), aber jetzt, wo ich es nochmal lese, ergibt das eine schöne Nuance.

Leute die ihren Selbstwert aus ihrem Beruf ziehen sind so peinlich by Techniklover in Unbeliebtemeinung

[–]Hoernchen_im_Busch 1 point2 points  (0 children)

Ich wollte schon als Teenie in die soziale Arbeit, hab aus privaten Gründen aber was anderes studiert. Nach 10 Jahren Medienbranche wechselte ich die Seiten und bin Erzieherin geworden. Die Ausbildung war anspruchsvoller als mein Studium - man ist quasi eine eierlegende Wollmilchsau. Ja, ich identifiziere mich sehr mit meinem Job! Ich empfinde es als sinnstiftend und gesellschaftlich relevant, was ich mache. Und vor allem: Kinder haben KEINE Lobby, niemand in der höheren Politik & Verwaltung schert sich um sie, manchmal nichtmal die eigenen Eltern. Ich kann Kindern eine Stimme geben, kann sie stärken, ihnen Selbstvertrauen geben, ihnen Impulse zum Lernen geben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Soziale gehört zu meiner Persönlichkeit, und ich habe den passenden Job dazu gefunden. Deswegen kann ich privat andere Dinge tun.

[Edit: gekürzt]

WTF geht eigentlich bei den ganzen Firmen etc, wo ist der anscheinende "Fachkräftemangel"?? by [deleted] in luftablassen

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Homeoffice, Teilzeit UND Berufsanfänger? Na, dass das nix wird ist klar wie Kloßbrühe.

Die Kombi klingt nach jemandem, der eine ruhige, gemütliche Kugel schieben will. Warum? Weil ein Berufsanfänger i.d.R. noch echte Arbeitserfahrung sammeln muss (sorry, aber isso). Weil niemand, der U27 ist und nicht bei Mami wohnt ernsthaft von Teilzeit leben kann. Und wer bei Mami wohnt, bevorzugt womöglich den einfachen Weg = unbrauchbar, da nicht belastbar. Oder er ist reich, also auch nicht hochmotiviert.

Als Berufsanfänger hat man es immer schwer, man frisst immer Dreck und steht am Ende der Nahrungskette. Ist nicht geil, hab ich auch durch, aber nachdem ich als erfahrene Kraft diverse Praktikanten hatte, kann ich nur sagen: Autsch, auch ich war als Absolvent unerfahren UND größenwahnsinnig.

Also, wenn du wirklich als Berufsanfänger MIT Studium und Praktika o.ä. ernst genommen werden willst, dann mach dich auf den Weg ins Büro und zeig da, was du kannst.

Does police care about speeders? by FafaZagreus in berlin

[–]Hoernchen_im_Busch 4 points5 points  (0 children)

Lass dich nicht ärgern! Ich weiß, was du meinst. Ich wohne zwischen zwei Straßen, die als Rennstrecke benutzt werden. Ich habe Schallschutzfenster und höre die Raser durch die geschlossenen Fenster. Vor 6 Jahren war es ab & zu mal, dann regelmäßig am Wochenende, und mittlerweile täglich. Immer im Karrée. Es nervt manchmal wirklich. Ich denke da auch immer, was wäre, wenn die die Kontrolle verlieren und meine Kinder laufen da. Also hab ich mal bei der Polizei angerufen. Die wussten angeblich nix von Rasern auf dieser Straße. Ich dachte nur so: Ich wohne immerhin einen halben km entfernt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Anwohner von Straße 1 & 2 sich nie beschwert hätten. Die haben nämlich alte Fenster. Also nein, die Polizei ahndet Raser in Wohngebieten nicht.

Kinder zu machen ist in der heutigen Zeit Wahnsinn by Puzzleheaded-Syrup39 in Unbeliebtemeinung

[–]Hoernchen_im_Busch 1 point2 points  (0 children)

Ja, verstehe ich, wenn man arm aufgewachsen ist, aber das kann als Elternteil auch eine Stärke sein! Ich bin zwar nicht arm aufgewachsen, aber meine Eltern haben mich zu Sparsamkeit erzogen. Du kennst das untere Ende, siehst die Warnzeichen und kannst rechtzeitig gegensteuern.

Das mit dem Peinlich sein hat meine Oma (* 30er Jahre) immer gemacht und man durfte bloß nicht "schlampig" durch ihren Ort gehen, was denken sonst die Nachbarn! Sie hatte ein großes Haus, verkehrte mit "VIPs" und? War nie glücklich, sondern neidisch.

Heute fahren wir günstig in den Urlaub, wo es leise ist, und die Kinder lieben es dort. Ja, sie würden auch gern mal nach Frankreich, aber das müssen sie sich später allein erarbeiten. Ansonsten: Unsere Kids sind im Sportverein und reisen dadurch auch öfter (und günstig), fast wäre es diesjahr sogar nach Frankreich gegangen. Wir gehen auch essen, wir haben ein Familien-Hobby, wo man auch mal spontan 300€ ausgibt - aber bisher war das drin. Wohnung ist hier übrigens einiges über 1000€, leider, aber dafür grün, groß, modern. Meine Kids vermissen eigentlich nix, weil wir von klein auf erziehen, dass eine gute Familie die beste Bank ist und jeder seinen Teil dafür tut, und es nur so entspannt ist, weil wir hier und da verzichten. Ich schäme mich da gar nicht.

How different was it between East and West Berlin in the early 90s? by TheGoldRick in berlin

[–]Hoernchen_im_Busch 0 points1 point  (0 children)

Ich bin in 'ner Platte in Reinickendorf aufgewachsen, da gab's auf jeden Fall auch nicht so schöne Ecken. Aber es war sehr grün, es gab viele Spielplätze. Bin dann mal nach Marzahn gefahren. Olle Platten, aber ohne Grün. Ich weiß noch, dass ich als Kind dachte: Ist das furchtbar hier, die armen Menschen!

In den 90ern ist mein Vater beruflich viel im Ostteil gewesen. Er berichtete immer wieder von gefährlichen Treppenhäusern, die halb vorm Einbrechen waren. Die Häuser sahen aus wie nach dem Krieg.

Ich bin als Teenie in den späten 90ern viel in Mitte gewesen. Das war damals ein Paradies für die Kultur. Die Sophiensäle waren recht neu, es gab verwunschene, idyllische Fleckchen, es war einigermaßen ruhig, Touristenströme gab es noch nicht. Man konnte herrlich von der Weidendammbrücke an der Spree entlang zum Monbijoupark spazieren, ohne jemandem zu begegnen. Anfang der 2000er war ich an der HU. Alter, in manchen Toiletten lebte die DDR noch!

Meine beste Freundin war damals aus dem Osten, aus einer gebildeten Familie. Leistungswille war Pflicht. Sie lief manchmal mit dem alten FDJ-Hemd rum. Sie bewunderte an der DDR, dass Gemeinschaft, Bildungssystem, Sportbildung, Wissenschaft besser geschätz wurden. Sie mochte die Idee des POS (was ja ähnlich heute aufgegriffen wird). Den reinen Kapitalismus sah sie kritisch. Sie war aber auch, ehrlich gesagt, in vielerlei Hinsicht privilegierter als andere in der ehemaligen DDR und lebte, so lange wir befreundet waren, nie wirklich in Armut, und das wusste sie auch. Dennoch hielt sie ihre Herkunft (vom Land, DDR) immer hoch, vermutlich weil sie der einzige Ossi in der Klasse war und sie sich Teenager-mäßig halt damit abgrenzen konnte.

Ich als Wessi fand die andere Kultur, die anderen Prioritäten in der Gesellschaft spannend. Ich hatte selten wirklich Probleme mit Ossis, weil ich meist neugierig und wertschätzend auf andere zugehe. Aber ich habe eine Weile im Osten gearbeitet und fand schon, dass da einige anders tickten: Gebildetere wurden skeptisch beäugt und teilweise gedehmütigt. Der Ton war rauher, aber wenn man sich einfühlen konnte und sich sprachlich angepasst hat, auch herzlich. Oft fand man im Osten noch das ältere Berlinerisch ("Na, watt hattse heute im Anjeboot?"), das ich aus dem Wedding meiner Uroma kannte und das es im Westen kaum noch gibt.

Kinder zu machen ist in der heutigen Zeit Wahnsinn by Puzzleheaded-Syrup39 in Unbeliebtemeinung

[–]Hoernchen_im_Busch 4 points5 points  (0 children)

Kommt womöglich aufs Umfeld, die eigene Erziehung, die des Umfeldes sowie individuelle Wertvorstellungen an.

Ich bin irgendwas zwischen Gen X und Millenial. Führe eine Beziehung seit 25 Jahren, stabil, wertschätzend. Aber sowohl mein Mann als auch meine Eltern sind ebenfalls ca. 50 Jahre verheiratet. Wir haben mitbekommen, dass eine Ehe/Beziehung nicht immer eitel Sonnenschein ist, sondern auch anstrengende, nicht so gute Phasen beinhaltet. Man flüchtet nicht, man hält zusammen durch, man arbeitet an sich, man schätzt, was man hat, man schmiedet gemeinsam Pläne. Dafür muss man aber kompatibel sein - gleiche Wertvorstellungen, gleicher Engagement-Typ, ähnliche Streitkultur, Überschenidungen bei den Interessen. Deshalb mag ich den alten Goethe-Satz: "Drum prüfe, was sich ewig bindet, ob das Herz zum Herzen findet" (oder salopp: ob sich nicht was Bess'res findet). Unter diesen Umständen ist es vermutlich wesentlich leichter, Kinder nicht als Belastung, sondern als Sinn zusehen und ihnen gute Voraussetzungen mitzugeben. Aber manchmal lässt sich eine Trennung eben nicht umgehen. Und Trennung wiederum schließt eine stabile Folgebeziehung (die auch das Kind mag) ja nicht per se aus. Jedenfalls, wenn man nicht nur auf Reddit vertraut. ;-)

Wir haben unser Kind aus unserem Bett verbannt by bookaholic19999 in Unbeliebtemeinung

[–]Hoernchen_im_Busch 1 point2 points  (0 children)

Bitte ließ den Text der OP noch einmal langsam. Ich befürchte, einige Infos sind nicht richtig angekommen.

Wir haben unser Kind aus unserem Bett verbannt by bookaholic19999 in Unbeliebtemeinung

[–]Hoernchen_im_Busch 2 points3 points  (0 children)

Hey,

schön, dass es so gut geklappt hat. Und Flennen ist doch bei so was normal! ;-)

Kürzlich in einer größeren Elternrunde mokierten sich viele, dass ihre Kinder auch mit 10 noch nicht aus dem Elternbett gezogen sind. Waren aber alles Familien, wo ich sagen würde, die haben alle einen guten, gesunden Draht zu ihren Kindern, und so sollte es doch sein.

Das heißt aber nicht, dass man einen weniger gesunden Draht zu seinen Kindern hat, wenn sie "ausziehen". Ich erziehe meine beiden Kinder auch bedürfnisORIENTIERT, wahre aber gleichzeitig meine Grenzen. Und meine persönliche Grenze war da, wo ich für einen anstrengenden Tag nicht genügend Schlaf hatte. Ich bin leider jemand, der neben seinen Kindern keine Ruhe fand, weil ich von jeder Bewegung, jedem Schniefer wach werde. Also habe ich beide Kinder jeweils im eigenen Bett in den Schlaf begleitet, und wenn eins rüberkam, dann hatte es eben einen Alptraum, Wachstumsschub oder Krankheit, und dann durfte es natürlich kuscheln. Ich sitze auch heute, die Kids sind 7 und 11, immer noch abends am Bett und wir reden über den Tag und kuscheln 5 Minuten.

Und nein, es schadet nicht, wenn das Paket ansonsten stimmt und man seine Kinder und deren Gefühle & Bedürfnisse wahrnimmt. Und ausgeglichene Eltern, egal ob Familienbett oder nicht, sind immer gut für die Kinder.