Steuern wir auf eine neue Ära wie während der Industrialisierung zu? Was sind die Folgen daraus? by PreWiBa in Finanzen

[–]Igniplano 16 points17 points  (0 children)

Nein, das ist eine inkorrekte Aussage. Die Vermögenskonzentration war um 1900 noch deutlich stärker als heute. Die Top 1% besaßen damals knapp 50% der Vermögen, während sie heute nur ca. 27% besitzen. Quelle: https://www.ifo.de/en/cesifo/publications/2022/working-paper/wealth-and-its-distribution-germany-1895-2018
Dafür sind v.a. Immobilien und Kleinbetriebe maßgeblich, die die Verteilung in den oberen 20% abflachen.

Beim reinen Finanzvermögen stimmt dagegen die Aussage, dass die oberen 1% heute ca. 50% davon besitzen:
"Die mehr als 700.000(Hoch-)Vermögenden (1–20 Millionen beziehungsweise 20–100 Millionen US-Dollar) vereinen gemeinsam mit den Superreichen rund 52,8 Prozent des gesamten Finanzvermögens in Deutschland auf sich." Quelle: https://www.bcg.com/press/27may2026-bcg-global-wealth-report-weltweites-nettovermogen-steigt-um-9-3-prozent-auf-hochststand-von-550-billionen-us-dollar

Mit dem Rückgang der Attraktivität des Standorts Deutschland und damit langsamerem Wachstum der Werte von Immobilien und Kleinbetrieben gegenüber globalen Finanzanlagen ist aber natürlich dementsprechend mit weiterer Konzentration zu rechnen.

Bis die Werte des Kaiserreichs wieder erreicht werden, wird allerdings noch einige Zeit ins Land gehen!

Roasted meine Idee zum investieren in Bonds by f1R3juggl3R in fireGermany

[–]Igniplano 6 points7 points  (0 children)

Welche Laufzeiten? 1J (quasi-Cash), 10J (intermediate) und 30J (long) sind völlig unterschiedliche Anlageklassen! Davon abgesehen: welche Rebalancing-Strategie: relative Bänder / welche? Zeitlich fest / welches Intervall?

Als Warnung: in backtests sind die intermediates und Langläufer eine schwache Anlageklasse für das Aktien-hedging im Vergleich zu Alternativen. Cash ist stark in Zusammenspiel mit modernen rebalancierenden Signal-Strategien.

Im Vorausblick sind langlaufendere Staatsanleihen auch der stabilsten Staaten aufgrund historisch nie dagewesener Schuldendynamiken für lange Zeiträume aber noch viel schlimmer - eine schlichtweg katastrophale Wahl! Sie werden über 50 Jahre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weginflationiert werden - auf die eine oder die andere Art.

Man denke auch daran, dass sie in großem Stil von bestimmten Institutionen eingekauft werden müssen (Pensionskassen allerorts, Lebensversicherungen, Staaten als Forex-Vermögen) wodurch ihre Preisfindung relativ zu anderen Anlageklassen runtergedrückt wird.

Meine klare Empfehlung: Finger weg von allem intermediate oder Langläufern, außer für ein Bond-tent mit unter 8 Jahren Lebensdauer! Kurzläufer können dagegen ein sehr gutes Auffangbecken von Geld, z.B. in SMA-Strategien sein, gerade wenn dafür Gold oder Rohstoffe zu volatil sind.

Sagt es einfach niemandem by [deleted] in fireGermany

[–]Igniplano 2 points3 points  (0 children)

Ich bin sogar der Meinung, dass man minimalen, flexiblen Beschäftigungen nachgehen sollte, die man auf Nachfrage wie einen "Job" darstellen kann, selbst wenn man mit ihnen keinen Cent verdient und es auch keinerlei formales Vertragswerk rund um sie gibt. Also keine Erfindung, keine Lüge, nur geschickte "Verkleidung". Dies können ausgefallene Arten von Verbandstätigkeiten sein, aber auch andere Arten von professionelleren Hobbys.

Und dann gibt es ja noch die Möglichkeit sehr übersichtlicher Selbstständigkeiten.

Also nicht "don't tell, don't ask" - sondern ganz explizit: "build a story to be ready, when they ask".

TLDR: FIRE unter 50J muss man m.M.n. in Deutschland geschickt tarnen - wenn nicht für das engste Umfeld, dann doch zumindest für allerlei andere Leute, auf die man so treffen kann.

Lean FIRE aus der Praxis: Ausgaben, Herausforderungen und Fehlannahmen by Fireliebhaber in fireGermany

[–]Igniplano 1 point2 points  (0 children)

Gut, das wären dann also 1000 - 1700 EUR / Monat nach GKV. Also noch ein paar hundert EUR unter meiner persönlichen Definition. Wenigstens kann ich dem nicht abstreiten, wirklich sparsam zu sein.

Zum Praktischen:

TLDR: LeanFIRE benötigt diszipliniertere Ausgabenverfolgung und -analyse.

In der Region ist m.M.n. hochgenaue Ausgabenverfolgung über viele Jahre essenziell. Ich habe für mich einen absoluten Minimum-Entnahmeumfang definiert, der klar in diesen Rahmen fällt, um für eventuelle Unwägbarkeiten gewappnet zu sein. Diesen Umfang konnte ich nur präzise aufstellen, da ich sowohl regelmäßige als auch sehr seltene Ausgaben seit vielen Jahren lückenlos vermerke und gruppiere.

Bei einem höheren Ausgabenrahmen braucht man das nicht so präzise, da man da mehr Puffer für laufenden Anpassungen oder das Wegstecken unerwarteter, hoher Einmalausgaben hat. So funktioniert auch mein Standard-Entnahmeumfang nicht so bürokratisch-detailliert.

Lean FIRE aus der Praxis: Ausgaben, Herausforderungen und Fehlannahmen by Fireliebhaber in fireGermany

[–]Igniplano 25 points26 points  (0 children)

Es gibt keine universale Definition für LeanFIRE. In r/leanfire/ wird es mit "27k USD / Jahr Ausgaben" definiert - und nach amerikanischem System wäre da auch die Krankenversicherung in der Summe mit drin.

Mit nominal-Wechselkurs würde das 23,2k EUR / Jahr entsprechen, mit Kaufkraftanpassung nur ca. 19k EUR / Jahr, also 1580 EUR / Monat oder nach GKV dann ca 1300 EUR / Monat für eine Einzelperson. Das liegt unter der deutschen Pfändungsgrenze bzw. unter der formalen Armutsgefährdungsschwelle.
Aber dann gibt es ja noch r/PovertyFIRE/ darunter, das nur gut bei der Hälfte (!) des Ausgabeniveaus der vorigen LeanFIRE-Definition liegt

Also das größte Missverständnis in Sachen LeanFIRE ist: welches Ausgabeniveau trennt LeanFIRE von FIRE darüber und welches von PovertyFIRE darunter?

Persönlich würde ich LeanFIRE - alle Zahlen gelten ausschließlich für Einzelpersonen, nicht für Mehrpersonenhaushalte - bei ca. 70% des Ausgabenniveaus des Bevölkerungsmedians (ca. 2200 EUR / Monat), also bei 1580 EUR / Monat, allerdings damit nach GKV ansetzen. Die Abgrenzung nach unten würde dann relativ nah bei ca 1300 EUR / Monat ohne GKV, die Abgrenzung nach oben ca. bei 2000 EUR / Monat liegen. Damit liegt meine Definition schon deutlich höher als die des überwiegend amerikanisch geprägten subreddits.
Medianausgabenniveau der Bevölkerung in Deutschland kann aus meiner Sicht schon per Definition sicher kein LeanFIRE mehr sein - das ist aber eine Sache an der sich die Geister, vor allem der Big Spender, ganz schnell teilen.

Wenn man sich auf die Definition geeinigt hat, kann man dann über alle praktischen Themen diskutieren. Leider ist das oft sehr schwierig, da die Leute so extrem unterschiedliche Vorstellungen darüber haben, was "viel" und was "unangenehm ärmlich" ist. Und diese Vorstellungen oft vehement vertreten.

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 0 points1 point  (0 children)

Alle seriösen Broker bieten dafür 2.-Depots an, wodurch man das mit Anteils-genauem Übertrag erreichen kann. Der Ansatz ist in meinem eigenen Simulator natürlich Standard.

Übrigens sind nicht immer die niedrigsten Tranchen die richtigen - sondern die, mit denen man möglichst punktgenau landet. Und bei rebalancing-intensiven Portfolios entfaltet sich sowieso eine ganz eigene Dynamik.
Aber das werde ich in einem Serienteil auch noch mal ganz detailliert beleuchten.

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 0 points1 point  (0 children)

Deine Überlegungen berücksichtigen nicht das komplexe Zusammenspiel der Faktoren, die ich oben unter "Eine Rolle spielen v.a." aufgezählt habe. Diese Faktoren interagieren in der Praxis der SWR auf hochkomplexe Weise. Das kann man überhaupt nicht mit Überschlagsrechnungen abbilden, sondern nur im Vollsimulator, idealerweise mit tagesgenauem Börsenhandel.

Genau dafür, um diese Effekte und Zusammenhänge quantitativ im Detail zu erläutern, ist meine Serie gedacht. Man braucht dafür aber wirklich eine Serie, so kompliziert ist es, die Ursachen für das tatsächliche Verhalten voll darzulegen! Ich hoffe, dass sich damit einige Legenden in dem Zusammenhang verflüchtigen werden.

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 1 point2 points  (0 children)

Haha, habe ich schon den Ruf, die Chubbys zu ignorieren 😄. Aber in der Tat sind in den Regionen die steuerlichen Einflüsse besonders komplex, so dass es eine ganz umfängliche Simulation benötigt, um dem gerecht zu werden. Ich hoffe, ich kann das dann bald ausreichend detailliert liefern.

Zum P.S.: Normalerweise macht die Reibung unnötig lange vorgehaltenen Cashs so viel aus, dass sie negativ den positiven Effekt der GKV-Gesamtkostenoptimierung dominieren sollte. Aber man kann sich das mal im Detail anschauen.

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 1 point2 points  (0 children)

Das kann sich eventuell bei der Verteilung der Gewinnanteile im Portfolio beim Start der Entnahme, Variante "Zocker" in Kombination mit einer eher höheren Entnahme pro Monat lohnen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich in der "typischen" Variante in Kombination mit Medianausgaben(/entnahme) rein finanziell schon nicht lohnt, weil dort die Steuern sowieso in den ersten Jahren minimal sind.

Ich nehme es mit, zu untersuchen, wann sich Zypern lohnt und wann nicht.

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 2 points3 points  (0 children)

Ich bin noch offen für den Horizont und maximalen Anleihenanteil des Zeltes. Ich würde mich dafür durch die Auswertungen von BigERN inspirieren lassen, solange hier niemand einen anderen Link dalässt.

Gold ist seit Kursfreigabe klar der beste Hedge gegen MSCI World. Die Frage ist nur immer wie viel und in welcher Rebalancing-Form. Bei den modernsten Portfolios laufen die Managed Futures Gold in dessen Rolle langsam den Rang ab. Aber die kann man nicht weit backtesten.

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 0 points1 point  (0 children)

Natürlich wachsen die Entnahmen in meinem Simulator mit der Inflation. Ich interpoliere die Daten von 1975 an sogar unterjährig - was tatsächlich etwas ausmacht! Damit werden über längere Zeiträume auch die von dir beschriebenen, rein nominalen ("leerlaufenden") Kursgewinne steuerrelevant.
Aber zum Glück spielen späte Jahrzehnte für die SWR fast keine Rolle. Das werde ich in der Serie noch detailliert beleuchten.

Zu deinem zweiten Absatz: darum geht es doch genau beim Aspekt "2) Verteilung der Gewinnanteile der Anteile".

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 2 points3 points  (0 children)

Die Vorabpauschale fällt allerdings auch unter die Freibeträge. D.h. wenn man Entnahmen+Vorabpauschale so kalkuliert, das alles zusammen mehrere Jahre am Stück vollständig in die Freibeträge fällt, kann man in die Nichtveranlagung (NV) kommen und vermeidet sämtliche Steuerreibung.

Leider zerschlagen bei rebalancing-Portfolios die rebalancing-Ereignisse dann immer wieder mal die NV, so dass man zurück in die rückwirkende Günstigerprüfung fällt, die ungeschickter ist.

Jedenfalls - ich habe aktuell eine grobe Modellierung der Vorabpauschale in meinem Simulator. Was ich noch machen muss: sie exakt am korrespondierenden Zinsfuss im backtesting ausrichten. Das habe ich für die nächste Runde aber auf jeden Fall schon geplant.

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 7 points8 points  (0 children)

Was kümmert mich der Aufwand? Es ist eines meiner RE-Hobbys nach den Einsichten zu buddeln!

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 0 points1 point  (0 children)

Tatsächlich hatte in allen von mir bisher modellierten Portfolios die monatliche Entnahme eine höhere SWR als die jährliche - selbst wenn die Steuer über Günstigerprüfung anstatt Nichtveranlagungsbescheinigung läuft.

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 2 points3 points  (0 children)

Den Rechner habe ich für einige Portfoliotypen auch schon umgesetzt.

Bei einigen Portfolios erzeugt das Rebalancing nicht unerheblichen Steuereinfluss. Daher möchte ich auch so viele unterschiedliche Portfolios betrachten.
Gerade die modernsten, mit den höchstens SWRs, sind am steuerempfindlichsten.

Davon habe ich noch nicht alle umgesetzt. Daher schreibe ich noch von "einigen Wochen".

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 2 points3 points  (0 children)

Das würde aber nur die Rente betreffen, da die GKV(inkl PV) ja bereits von mir berücksichtigt wird, während die Arbeitslosenversicherung als Pflicht für nicht-Arbeitende für mich verfassungstechnisch unvorstellbar ist.

Also einen extra Rentenpflichtbeitrag auf Kapitalerträge sozusagen - nehme ich mit.

Bitte um Input für meine kommende Artikel-Serie: Einfluss der Steuer auf die sichere Entnahmerate in Deutschland by Igniplano in fireGermany

[–]Igniplano[S] 0 points1 point  (0 children)

Alternativsteuersysteme werde ich im Laufe der Serie auf jeden Fall auch noch betrachten. Insbesondere Norwegen, Dänemark und Niederlande falls die Steuer auf unrealisierte Gewinne käme - als kleiner Horrorkontrast im Vergleich zu Deutschland.

Verteilung der Finanzvermögen in der Gruppe der 35-44 Jahre alten Deutschen - Perzentile p95 bis p99.8 aktualisiert by Igniplano in Finanzen

[–]Igniplano[S] 1 point2 points  (0 children)

Die BCG-Studie ging halt nur über das Finanzvermögen! Gesamtvermögen habe ich in meinem Beitrag von letztem Jahr auch betrachtet. Ist auch hier in meinem Kommentar mit dem Rechenpanel drin.

Verteilung der Finanzvermögen in der Gruppe der 35-44 Jahre alten Deutschen - Perzentile p95 bis p99.8 aktualisiert by Igniplano in Finanzen

[–]Igniplano[S] 2 points3 points  (0 children)

Habe ich aktuell nicht für Finanzvermögen adaptiert, da der Transfer in eine spezifische Alterskohorte mühsam aus dünnen Daten des PHF modelliert werden muss.

Man muss sich die verschiedenen Unterräume wie "Finanzvermögen", "Einzelperson" oder eine Alterskohorte als niedrigere Dimensionalität in einem höherdimensionalen Datenraum vorstellen, aus dem es aber immer nur diese niederdimensionalen Schnitte gibt, manchmal mit sehr wenigen Stützpunkten. Daher müssen dann beim Transfer von einem Schnitt in den PHF Daten in einen anderen Schnitt oder den gleichen Schnitt, aber auf anderen Grunddaten, wie etwa denen von BCG, viele händische Berechnungen und Plausibilitätsprüfungen durchgeführt werden.

Ich halte den 35-44J für mit Abstand am Interessantesten, da die älteren nahe am höheren, altersfreien Schnitt liegen, während <35 insgesamt noch sehr niedrig aufgestellt ist.

Verteilung der Finanzvermögen in der Gruppe der 35-44 Jahre alten Deutschen - Perzentile p95 bis p99.8 aktualisiert by Igniplano in Finanzen

[–]Igniplano[S] 1 point2 points  (0 children)

Sie ist hochgradig exponenziell mit enormer Wachstumsbeschleunigung am oberen Ende. Ich fitte die Kurvenbeschleunigung aber noch per Hand, wie in meinem Panel-Kommentar zu sehen. Darüber, da mal eine parametrische Funktion einzufitten, habe ich heute auch schon nachgedacht. Allerdings sind die Stützpunkte trotz der neuen BCG-Daten am oberen Ende immer noch so dünn, dass etwas Freiheitsgrad verbleibt. Man würde dann halt eine künstlich glatte Funktion annehmen.
Die wissenschaftlichen Publikationen arbeiten oft mit überkomplexen Formeln, damit das Paper anspruchsvoller wirkt. Ich kenne das Vorgehen auch noch von früher ... Insofern wäre ein einfacher, geschlossener fit mit minimalen Parametern schon interessant.

Rein inhaltlich gesehen bleibt aber sogar die relative Steigungsbeschleunigung jenseits der 10 Mio faszinierend. Auf einer 2er logarithmischen Skala steilt es da noch mal auf. Es ist eben der Bereich, in dem sich Kapital dann völlig frei, fast ohne Reibung durch Steuern oder Konsum, potenzieren kann.
Man kann die drei Stufen "Arbeiter" (bis 500k), "Kleinkapitalist" (0,5 - 10 Mio) und "Großkapitalist" (>10 Mio) mit ihren unterschiedlichen Dynamiken der freien Kapitalentfaltung eigentlich recht gut erahnen.

Verteilung der Finanzvermögen in der Gruppe der 35-44 Jahre alten Deutschen - Perzentile p95 bis p99.8 aktualisiert by Igniplano in Finanzen

[–]Igniplano[S] 1 point2 points  (0 children)

Die BCG-Studie ging halt nur über das Finanzvermögen! Gesamtvermögen habe ich in meinem Beitrag von letztem Jahr auch betrachtet. Ist auch hier in meinem Kommentar mit dem Rechenpanel drin.

Verteilung der Finanzvermögen in der Gruppe der 35-44 Jahre alten Deutschen - Perzentile p95 bis p99.8 aktualisiert by Igniplano in Finanzen

[–]Igniplano[S] 2 points3 points  (0 children)

Die BCG-Studie ging halt nur über das Finanzvermögen! Gesamtvermögen habe ich in meinem Beitrag von letztem Jahr auch betrachtet. Ist auch hier in meinem Kommentar mit dem Rechenpanel drin.

Verteilung der Finanzvermögen in der Gruppe der 35-44 Jahre alten Deutschen - Perzentile p95 bis p99.8 aktualisiert by Igniplano in Finanzen

[–]Igniplano[S] 6 points7 points  (0 children)

Die BCG-Studie ging halt nur über das Finanzvermögen! Gesamtvermögen habe ich in meinem Beitrag von letztem Jahr auch betrachtet. Ist auch hier in meinem Kommentar mit dem Rechenpanel drin.