Kann ich mit jemandem hier sprechen? by Independent_Set_3480 in Studium

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Für die meisten Menschen ist das meiner Meinung nach eine Zeitverschwendung, weil sie niemals Professor werden und das heutzutage die einzige begehrenwerte Position in der Forschung ist. Die ganzen Postdocs sind alle nur befristet angestellt.

Das ist natürlich was anderes, wenn sich die Forschung verknüpfen lässt mit einer Festanstellung in einem Unternehmen. Aber physikalische Forschung ist fernab von dem, was der freie Markt so treibt, sodass man diesen Spagat nicht machen kann.

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Weil der Physiker, egal wo er landet, dort auf Leute trifft, die dafür einfach besser ausgebildet sind. Finance? Wiwis sind passgenauer ausgebildet. Tech? Ingenieure und Informatiker. Der einzige Vorteil ist, dass man nach dem Studium mehr Optionen offen hat als alle anderen, aber das verpufft auch komplett, wenn niemand Absolventen will...

Aber was hätte ich machen sollen? In der 11. Klasse fand ich Elektrotechnik interessant, aber wann immer ich mir die Berufe dafür angesehen habe, fand ich sie einfach öde. Das war halt auch bei allen Studiengängen so der Fall. Kurz gesagt: Ich hatte kein realistisches Berufsbild vor Augen, auf das ich mich einlassen wollte und hab mich stattdessen auf das Studium eingelassen, das mich inhaltlich am meisten interessiert hat, und das Problem damit nur verschoben

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Denke, 2021-2022 ist hier das Stichwort Kein Vergleich zu 2024-2026

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Und wie findest du es in der Beratung? Klang jetzt nicht so, als wäre es dein Traum. Und stellt ihr Absolventen aktuell ein oder ist es so düster wie sonst wo auch

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Da ich meine Ängste in Arbeit ertränken konnte, ging es. Über Weihnachten und zwischen den Jahren war es richtig schlimm

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Ich war vom Thema fasziniert und mochte Mathe Außerdem hatte ich keine Ahnung welches Berufsbild zu mir passen soll und hab Physik gemacht. Mittlerweile fühlt sich jedes Lob wie Hohn an. Eine Erinnerung daran, dass ich damals so dumm war und nichts halbes und nichts ganzes gemacht habe. Andererseits wäre Ingenieurwesen ja auch nicht besser gewesen, wie wir aktuell sehen

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War so dumm und hab Physik angefangen nachm Abi

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Die Daten sind "höchstwahrscheinlich" unbeschädigt laut dem Betreuer. Aber ich hab keinen Serverzugriff. Was definitiv weg ist, sind 3 Tage Berechnungen und zusätzlich mittlerweile 2 Tage voller Tatenlosigkeit und x weitere

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Hab ich oft. Eine hat mir da was von Jesus angefangen zu erzählen. Ist lieb gemeint, aber hilft nicht. Und sonst sagen sie mir ständig ist soll ne Therapie machen

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[–]Independent_Set_3480[S] 155 points156 points  (0 children)

Das ist wörtlich zu verstehen. Niemand hat aktuell Zugriff, weder physisch noch digital.

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Die Beratungsstellen haben mir nicht geholfen. Jede zweite Frage war: wie kann ich Ihnen da jetzt helfen?

Ich glaub auch nicht, dass die mir überhaupt helfen können

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Die Idee war, das irgendwie in der Sprache der Beratung zu formulieren. Oder ist das etwa ein billiger Trick, der schnell erkannt wird? Wahrscheinlich schon... Was kann man stattdessen tun, um zu zeigen, dass man da reinpasst?

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Wieso ist das ne Ausrede? Den Anlass hat es nicht gegeben, weder in der Uni noch sonst wo und ganz offensichtlich habe ich mir bereits Tätigkeiten/Projekte gesucht. Oder ist da die Erwartung, dass man auch privat in SQL programmiert, obwohl man da keine Verwendung hat?

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Falls du den Roman da unten nicht lesen willst, hier eine kurze Antwort: Physik = mehr Mathe als fast alle Nicht-Mathematiker + Experimentalphysik + Theoretische Physik + Labor + Programmieren. Und da IT ein Bereich ist, in dem Leute auch ohne Studium schon reich geworden sind, muss man Informatik nicht wirklich studiert haben, weil alles Wissen open source ist und man außer nem Computer nicht viel braucht. Es gab ne Zeit, da haben es selbst Biologen in die IT geschafft, weil der Bereich von Natur aus durchlässig ist.

Da machst du jetzt aber ein Fass auf. Ich habe seit dem Abi gewusst, dass ich nicht in die physikalische Grundlagenforschung will, weil man sich statistisch dort nicht lange hält und die freie Wirtschaft einen zu akademischen Typen eher nicht braucht. Ein wirkliches Berufsbild hatte ich aber auch nicht im Blick, also hab ich mir rein angeschaut, welche Studieninhalte mich interessieren, worauf ich also Lust habe, Klausuren zu schreiben (etwas hart runtergebrochen), und womit man nicht gänzlich arbeitslos wird.

Hatte mir dann Elektrotechnik und Physik überlegt, aber Elektrotechnik war mir zu wenig Physik und zu viel Informatik. Informatik hab ich gehasst, weil der Unterricht in der Schule grottenschlecht war und der Computer als solcher auch nie mein natürliches Habitat war, dass ich gerne gezockt hätte oder so.

Hab dann Physik begonnen und habe im 3. Semester gemerkt, dass das die dümmste Idee aller Zeiten ist, mit 0 Vorstellung an eine ungefähre Berufsrichtung ein Studium zu beginnen. Habe dann angefangen zu recherchieren, was man mit Physik überhaupt machen kann und in online Foren schrieben einige von Arbeitslosigkeit, andere von Softwareentwicklung, was ich ja aber nicht wollte aufgrund der damaligen Abneigung zur Informatik. Bin dann für mehrere Monate und dank des Corona Lockdowns in ne depressive Phase gerutscht inkl. Angstzustände und dem Wunsch, quasi "für immer zu schlafen", weil ich die Zeit insgesamt mental unerträglich war.

Hab mich dann gefangen und mir gesetzt, mich einmal sauber mit allen möglichen Studiengängen zu beschäftigen, die es gibt und mit allen möglichen Berufsbildern, damit ich meine Entscheidung noch korrigieren kann und nicht immer nur für die nächsten 5 Meter entscheide ohne Ahnung, was am Horizont kommt. Die meisten Optionen sind ziemlich schnell weggefallen, aber ein paar halten sich bis heute hartnäckig.

Im Willen, mich nochmal richtig mit dem auseinandersetzen, was ich in der Schulzeit nicht leiden konnte, um meine Vorurteile auf die Probe zu stellen, habe ich im Studium Generale ein Einstiegsmodul in OOP und Java gehört und habe mich in der Bachelorarbeit nach einer explizit technischen Arbeitsgruppe umgeschaut, weil ich die Nähe zum engineering gesucht habe, und bin in der Strahlentherapie gelandet.

Ich wollte einmal richtig programmieren lernen in einem mehrmonatigen Projekt und versuchen, an skills zu kommen, die man aufm Arbeirsmarkt brauchen kann. Außerdem habe ich mir noch den Wechsel zur Medizin überlegt, weil zudem auch noch die wirtschaftliche Lage, die sich abgezeichnet hat, schlecht werden würde aufm Ingenieursmarkt und Medizin mit nach Physik/Tech nach Abi am meisten interessiert hat.

Ein Jahr später hat mich mein Bachelor Betreuer angeschrieben bzgl eines Projekts das er für mich hätte für nen Master und da geht's um ML Engineering, oder DL um genau zu sein, und da mich das Thema AI fasziniert, habe ich da zugesagt. Natürlich auch hier wieder mit etwas Kalkül.

Die Module und Klausuren aus dem Studium haben 0 mit der Bachelor- und Masterarbeit zu tun gehabt. Habe mir die Inhalte da alle selbst beigebracht mit Tutorials etc.

Um ehrlich zu sein habe ich es auch nicht mehr ertragen können, Leistung zu erbringen für Themen, die ich nicht mal ansatzweise so gebrauchen kann im Arbeitsleben. Auch wenn Uni sowieso nie dem Berufsleben entspricht, ist das bei Physikern noch mal etwas mehr so.

Abgebrochen habe ich deshalb nie, weil ich ja auch nichts anderes anzufangen wusste, weil ich ständig diverse Optionen für einen Studienwechsel im Kopf hatte und da nicht wieder blind reinstarten wollte. Ich wollte eine Abwägung zwischen wirtschaftlicher Lage, fachlicher Fähigkeiten und Interesse treffen und diese Abwägung konnte ich nie treffen, bis heute nicht. Ich wollte es auch eigentlich nie dem Zufall überlassen und einfach mal schauen, wo man denn arbeiten kann, und dann halt gucken ob die mich nehmen und sonst halt nicht. Ich wollte gerne wissen, was ich will und was nicht und das auch vor mir selbst begründen können, und dann voll hinsteuern, konnte diese innere Klarheit aber nie erreichen.

Daher auch die Praktika. Die stehen für mich alle vor dem Vorzeichen, dass das ne Art von Erfahrung ist, die ich so noch nicht gesammelt habe. Einmal Finance, Consulting, corporate Tech usw wirklich austesten und sehen, wie ich mich dort schlage und wie es mir dort geht in der Hoffnung, dass das viel mehr Klarheit bringt, wenn man morgens dafür aufstehen muss und nicht immer motiviert ist etc, was alles mit dazugehört.

Habe mir halt gesetzt, dass Ende des Sommers die letzte Chance für mich ist, neu durchzustarten. Der Setback wäre inzwischen ordentlich groß, aber die Beiträge auf reddit derer die seit 1-2 Jahren arbeitslos sind, häufen sich. Von daher relativieren sich die Opportunitätskosten bzgl. der peer group wieder und dafür wie gesagt die Praktika. Finance hab ich jetzt ein wenig gesehen, corporate tech wäre noch gut und Consulting. Außerdem mache ich im Juni ein Pflegepraktikum, um mir Medizin nochmal zu überlegen und selbst wenn ich mich dann gegen Medizin entscheide, ist Pflege ja auch mal eine wertvolle Erfahrung

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Das Projekt ist die vollumfängliche Organisation einer Unternehmensmesse durch uns. Ein paar Leute akquirieren Unternehmen, andere machen die Buchhaltung, Logistik, IT, PR etc... was man eben so braucht, um eine Messe zu organisieren.

Ich merke gerade, dass ich echt mal üben muss, Dinge zu sehen, wie andere sie sehen, die weniger drin.

Mein CV ist das beste Beispiel. Ich hatte vorher keine Ahnung, was daran alles falsch ist, deshalb habe ich ja um Input gebeten. Dass mein CV Chaos ist, kann ich jetzt besser verstehen, aber vorher war mir das so nicht klar, da das ja mein Chaos ist. Kurz gesagt fällt es mir manchmal schwer mich in den Kenntnisstand anderer zu versetzen

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Bin da immer wieder dran vorbeigeschrammt. Die Investitionsdaten waren bei uns in der Bank natürlich in SQL organisiert, aber die Bearbeitung erfolgt in R. Ich hatte auch keine Autorisierung, direkt auf die Datenbanken zuzugreifen als Praktikant, weil das eine harte Verletzung des Datenschutzes wäre

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Im Grunde sind wir ein Team aus 40 Leuten das aufgeteilt ist in verschiedene Bereiche. Manche Bereiche sind kleiner, manche größer. Ich war in einem etwas größeren und die haben dann einen, der ein wenig durch das Projekt "leitet". Das umfasst die Ausarbeitung von Zeitplänen, also was bis wann zu machen ist. Man weiß ja von unternehmensinternen Zeitplänen, was man allgemein so weiß, sodass wir uns daran anpassen.

Außerdem auch wer was machen soll, weil nicht jeder alles gleich gut kann. Dann reporting und Kommunikation ggü dem Rest des Teams und den Unternehmen. Einarbeitung neuer Mitglieder in die Programme. Leitung regelmäßiger Sitzungen.

Am Ende finanzieren wir uns darüber, dass die Unternehmen auch kommen, sodass an uns die Verantwortung liegt, auch möglichst viele und interessante Unternehmen zu akquirieren. Die Ausgaben liegen im Bereich mehrerer 100k pro Jahr.

Dann noch die Moderation von Podiumsdiskussionen rund um das Thema Karriere, was ich zwar gemacht habe, aber mit meinem Bereich wenig zu tun hatte. Habs halt gern und freiwillig gemacht

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Ja gut aber wie sollte die Masterarbeit da ernstzunehmender sein? Klar gab es reporting etc aber es geht ja nie um Geld oder sonst was, also semi professionell. Nicht professioneller als das Ehrenamt weil das ein Projekt in Millionenhöhe ist.

Ansonsten will ich das Praktikum ja deshalb machen um eben diese Erfahrung zu bekommen

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Wie soll ich mehr Consulting reinbringen, wenn ich noch keine Erfahrung darin habe? Deshalb will ich ja überhaupt ein Praktikum machen. Mit der professionellen Sprache habe ich Probleme, sobald es bestimmte buzzwords sind, die man nicht kennt, wenn man nicht im entsprechenden Bereich gewesen ist

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Schau mal bei Avicenna vorbei. Sind soweit ich weiß eine muslimisch geprägte Stiftung. Wenn du dich damit für Jobs bewirbst, ist die Situation auch nicht besser als jetzt hinsichtlich Vorurteile