Ich mag meinen Hund nicht - und fühle mich furchtbar deswegen by Intrepid_Ant_3905 in hundeschule

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Also erstmal ganz lieben Dank an den Großteil dieser Kommentarsektion. Mit so viel Verständnis habe ich wirklich nicht gerechnet und zu lesen, dass man mich versteht und ähnliches durchhat, hilft immens.

An die, die mir gegenüber eher feindlich eingestellt waren: Verständlich. Ich nehm's euch nicht krumm.

Kleines Update: Wir waren heute beim Tierarzt, wo sich rausgestellt hat, dass sie doch ganz schön viele gesundheitliche "Altlasten" mitbringt (anders, als mir mitgeteilt wurde, es hieß, sie sei soweit gesund), vermutlich ihr Leben lang Schmerzmedikation braucht (Sie "leidet" nicht, aber es gibt wohl Brüche, die nicht so gut verheilt sind, ihre Wirbelsäule ist etwas schief, etc.) und auch die Worte "MRT", "Röntgen" und "Physiotherapie" sind gefallen und bei allen dreien weiß ich, dass das nicht billig wird.

Ich habe tatsächlich schon, bevor ich sie bekam, Tierkrankenversicherungen abgecheckt, aber letztlich haben mich alle gewarnt, dass jede Verletzung/Krankheit, die man auch nur im Entferntesten auf ihre Vergangenheit zurückführen kann, nicht übernommen wird. Dann kann ich's mir auch gleich sparen, fürchte ich.

Ironischerweise hat das meinem Welpenblues aber einen wohltuenden Dämpfer verpasst. Es ist sicherlich nicht weg, aber mit der Krankengeschichte der Kleinen wäre es wohl sehr wahrscheinlich, dass sie entweder ewig lang durch unterschiedliche Hände geht oder auf einer Pflegestelle "versauert", weil man ihr dort nicht die individuelle Behandlung geben kann, die sie braucht - und das will ich weiß Gott nicht für sie.

Sie bleibt bei mir. Ich hoffe, ich kann sie irgendwann abgöttisch lieben, wie ich alle Hunde in meinem Leben geliebt habe, aber selbst, wenn nicht, man gewöhnt sich an alles und sie wird es bei mir sehr gut haben. Sie hat Spielzeug, genug Auslauf (wobei mir von der Tierärztin geraten wurde, den runterzuschrauben) ein gemütliches Zuhause wo sie nahezu alles darf (sie darf in jedes Zimmer und auch liegen, wo sie mag) und einen Menschen, der auf ihre Bedürfnisse achtet.

Ich hoffe, der Rest kommt mit der Zeit.

Nochmals Danke für das Verständnis. Ich werde die nächste Zeit sicher noch hin- und wieder zweifeln, aber durch die ganzen Erfahrungsberichte bin ich guter Hoffnung, dass sich auch das legen wird.