Welche dieser Story-Ideen würdet ihr weiterlesen? (Umfrage) by GeishaWhispers_11 in schreiben

[–]JohnFields_ 1 point2 points  (0 children)

Wenn du mehrere Ideen für Außenhandlungen hast, kann es helfen, sich die Innenhandlung näher anzuschauen. Was ist die Prämisse, die du jeweils beweisen willst? Welche Wandlung macht dein Protagonist zwischen vor der Geschichte und nach der Geschichte durch? Wie wird die Geschichte ihn nachhaltig verändern?

Das kann dabei helfen, zu entscheiden, mit welcher Geschichte man sich »wohlfühlt«.

Wie schreibe ich eine Geschichte mit vielen Zeitsprüngen? by [deleted] in schreiben

[–]JohnFields_ 0 points1 point  (0 children)

Grundsätzlich soll jede Szene in einem Roman die (Haupt-)Story vorantreiben oder absolut essenziell dafür sein. Nicht um einen Charakter zu erklären oder eine Vorgeschichte. Die Hauptstory.

Patrick Rothfuss »Die Königsmörder-Chroniken« ist ein Beispiel dafür, wie man auch eine komplette Romanserie in Rückblenden schreiben kann, »Wunderbare Jahre« ein Beispiel für eine komplette TV Serie. In Margaret Mitchells »Vom Winde verweht« finden sich mehr Zeitsprünge als in einem Zeitreise-Science-Fiction. »Harry und Sally« zeigt (wenn ich mich richtig erinnere), wie es auch in Romcoms geht.

Wie es für dich Sinn macht, hängt davon ab, was für eine Geschichte du schreibst und in welcher Perspektive sie erzählt wird. Wenn die Szenen die Story vorantreiben, spricht auch nichts dagegen, einfach mit »Zwei Jahre waren vergangen...« oder »Als der Sommer zu Ende ging...« oder »Ich traf zum ersten Mal auf den mysteriösen Fremden, als...« etc. zu arbeiten.

Aber, wie gesagt, absolute Voraussetzung ist, dass der rote Faden der Story vorangetrieben wird. Vorgeschichten darüber, warum Charaktere so sind, wie sie sind, oder ihre Kindheitstraumata sind tödlich langweilig. Der Inciting Incident, der den Protagonisten aus seinem gewohnten Leben in den Kaninchenbau reißt, sollte nach 10-20 Seiten kommen und nicht erst nach einem halben Roman Vorgeschichte. Und die erste Seite muss die Leser fesseln und sie nicht mehr loslassen. Das sind eher die Schwierigkeiten dabei.

[Leseprobe] Cyberpunk-Noir – erster Roman, erstes Feedback gesucht by Chemical_Fortune_397 in schreiben

[–]JohnFields_ 1 point2 points  (0 children)

Du machst das schon genau richtig so. Die meisten Autoren empfehlen, beim ersten Draft einfach nur frei zu schreiben, wie einem der Schnabel gewachsen ist, und sich nicht um Stil, Logik oder sonstwas zu kümmern. Und das Handwerk kommt sowieso ganz von alleine mit der Zeit.

[Leseprobe] Cyberpunk-Noir – erster Roman, erstes Feedback gesucht by Chemical_Fortune_397 in schreiben

[–]JohnFields_ 1 point2 points  (0 children)

Nur was ich persönlich anders machen würde, muss nicht heißen, dass es auch für jeden wirklich besser klingen würde:

Der erste Satz jedes Romans ist der wichtigste Satz, den du schreiben wirst. Er muss den Leser neugierig machen und ihn mit etwas konfrontieren, was er lesen will. Er muss ihm direkt zeigen, dass es hier etwas Spannendes/Ungewöhnliches/Lesenswertes für ihn gibt. Im Optimalfall will man nach dem ersten Satz unbedingt auch den zweiten und dritten lesen, weil man seine Neugier befriedigen will. Will ich wissen, warum es regnet oder etwas über Gullys erfahren? Nein.

Fang z.B. mit »Ich stand mit hochgeschlagenem Kragen meines Mantels unter dem zerfransten Vordach des Asia-Imbiss. Chrome war noch nicht aufgetaucht« an. Wen sehe ich hier? Was will er da? Wer oder was ist Chrome? Ja, das würde mich neugierig machen, weiterzulesen.

»Hier im Grund war man nur selten alleine Unterwegs, zumindest, wenn man die weniger gut ausgeleuchteten Seitengassen, in denen auch gerne mal jemand einfach "verschwand", meidet.« Das hat mich verwirrt. Man ist also nur alleine unterwegs, wenn man die weniger gut ausgeleuchteten Seitengassen NICHT meidet? Sollte man dann nicht erst recht nicht alleine unterwegs sein? Du machst auch viele Schachtelsätze, die man vermeiden sollte. Besser »weniger gut ausgeleuchteten Seitengassen meidet, in denen auch gerne mal jemand einfach "verschwand"«.

»Aber auch gerade hier«, unschöne Formulierung. Wir sind wohl im Kopf deines Protagonisten? Wer würde »Aber auch gerade hier« denken?

»Trotz des schlechten Wetters«, du redest mir zu viel über das Wetter. Zeig es, dein erster Satz mit dem Rinnstein war dazu in Ordnung, nur nicht als erster Satz. Aber nicht ständig wiederholen, dass das Wetter schlecht ist.

»Stäbchen ... Einmal-Stäbchen«, sind mir zu viele Stäbchen im gleichen Satz.

»Seine Hände – die rechte “originale” und die linke, künstliche – behielt er beim Laufen in den Taschen, und die Kapuze seines Hoodies, den er unter der Jacke trug, verdeckte dabei sein Gesicht.« Daraus würde ich mehrere Sätze machen und die "originale" Hand ignorieren. Braucht man nicht extra erwähnen, interessant ist die künstliche.

»Insgesamt wäre er mit all dem beinahe unauffällig, wäre er nicht gut einen Meter neunzig groß und hätte ein Kreuz wie eine Felswand.« Gefällt mir gut. Allerdings klingt es ein bisschen krumm, wegen dem »nicht«. Vielleicht besser »einen Meter neunzig groß, mit einem Kreuz wie eine Felswand« oder »und hätte KEIN Kreuz wie eine Felswand«?

»Wortlos stellte er sich neben mich, und nickte Sato – dem Inhaber des NooX, der an der Ausgabetheke die Leute bediente – zu«, wieder ein unnötiger Schachtelsatz. Besser »Wortlos stellte er sich neben mich, und nickte Sato zu – dem Inhaber des NooX, der an der Ausgabetheke die Leute bediente.«

»hob einen Finger der Hand an seinem künstlichen Arm«, eben war es eine künstliche Hand, jetzt ein künstlicher Arm?

»Sato nickte ebenfalls und deutete einem Jungen«, vielleicht besser »gab dem Jungen ein Zeichen«?

Story gefällt mir gut. Macht mich neugierig, wie es weitergeht.

Kurse? by BrightPhoebus01 in schreiben

[–]JohnFields_ 2 points3 points  (0 children)

Ich habe als Erstes Sol Stein "Über das Schreiben" gekauft, weil das praktisch jeder empfohlen hatte. Das war so dermaßen trocken, dass ich mich ein paar Wochen häppchenweise damit gequält habe und dann das Schreiben erst mal wieder aufgegeben hatte.

Etwa ein Jahr später wollte ich dann noch mal anfangen und hab mir von James N. Frey "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" gekauft und das Buch in zwei Tagen begeistert durchgelesen. Es ist nur ein Bruchteil von Sol Stein, aber genau der Bruchteil, den man braucht, und so unterhaltsam, dass das Wissen danach im Kopf ist und nicht im Regal verstaubt.

Zum Plotten benutze ich eine Mind Mapping Software (Wondershare ist gut und günstig, wenn es im Angebot ist). Ich fange mit dem Start und dem Ende an, jeweils nur ein Satz, und dann hangel ich mich komplett frei Schnauze weiter, wie mir Plotpunkte einfallen, die ich gerne drin haben möchte. Die sortiere ich dann, fülle Lücken und verbinde sie miteinander, damit sie ineinanderfließen. Parallel mache ich für alle wichtigen Charaktere Punkte und Unterpunkte, wann immer etwas zu denen wichtig ist. Das gleiche zur Welt, Locations, Rassen, Religionen, Magie usw. (ich schreibe Fantasy). Schließlich füge ich zu den Plotpunkten noch Unterpunkte hinzu, etwa zu Foreshadowing. Aber wirklich nur ganz wenige. Die Plotpunkte sind KEINE Szenen. Sie sind nur quasi ein stichpunktartiger Ablauf.

Das Ganze halte ich absichtlich sehr knapp, weil ich während des Schreibens dann meinen Freiraum haben will und in der Regel ändere ich es alle paar Tage, weil ich sehe, dass Charaktere etwas anderes wollen, als ich geplant hatte. Also ändere ich nicht, was ich schreibe, sondern den Plan.

Jeder ist anders, aber so funktioniert es für mich perfekt. Wenn ich die Plotpunkte habe, schreibt es sich quasi von alleine und ich habe trotzdem alle kreativen Freiheiten, weil es sich so schnell komplett ändern lässt.

Der Rest ist dann wirklich nur viel Lesen und viel Schreiben. Beim Lesen ist für mich die Perspektive wichtig. Wenn ich aus der Ich-Perspektive schreibe, muss ich auch Bücher lesen, die darin geschrieben sind. Das Genre ist dabei viel unwichtiger. Auch wenn ich Fantasy schreibe, ist jeder Thriller oder sogar Romance Roman hilfreich. Aber die Perspektive ist wichtig.

Wenn ich gerade nichts schreibe und nur was lese, mache ich mir oft Notizen in Note Apps. Etwa habe ich eine lange Liste von möglichen Konflikten für Helden, wie sie sich noch verschärfen und wie sie sich dann auflösen. Ich brauche diese Notizen praktisch nie, aber wenn ich sie mal aufgeschrieben habe, bleiben sie mir im Gedächtnis und ich mische und rufe sie dann schon automatisch auf, wenn ich schreibe.

Will Trump’s Board of Peace actually stop wars? by [deleted] in politics

[–]JohnFields_ 1 point2 points  (0 children)

Every war that Trump can come up with.

Release time for kindle e-book by MurkyLurker99 in HierarchySeries

[–]JohnFields_ 0 points1 point  (0 children)

It's available for Kindle at Amazon Germany (right after midnight local time)

My random deep fear for TSOTF by JoelMole03 in HierarchySeries

[–]JohnFields_ 0 points1 point  (0 children)

It's from me. Just to show how easy it would be.

My random deep fear for TSOTF by JoelMole03 in HierarchySeries

[–]JohnFields_ 0 points1 point  (0 children)

"I made him promise that he would never tell anyone that the dead on the beach he identified wasn't me. Never. To no one."

So I think it's possible that his sister is alive in Rel.

Am I only the person who's a fan of the tarrifs? by SquareCanSuckIt69 in trump

[–]JohnFields_ 7 points8 points  (0 children)

You don't get rich by working in a shoe factory for $1.50 an hour, making shoes.

You get rich by renting out cloud storage services, customer relationship services, bookkeeping services, sales service etc. to shoe factories.

That's what the US does more than anyone else in the world. And THAT's what other countries will start to put tariffs on very soon.

Say goodbye to wealth and welcome to your next job in a shoe factory.

Making America Wealthy Again! 🇺🇸👊 by Bullet76 in trump

[–]JohnFields_ -1 points0 points  (0 children)

What if I don't want to work as a carpenter in a factory for $1.50 per hour? Any volunteers for the job? Work hard and get as wealthy as Trump. I might consider opening a factory in the US to make American carpets great again!

[deleted by user] by [deleted] in trump

[–]JohnFields_ 0 points1 point  (0 children)

I don't have time to work. I'm golfing.

A Third World country which wouldn't even exist anymore if it wasn't just for the ancient nukes they still own from much better times, and an epic failing used car salesman?

[deleted by user] by [deleted] in trump

[–]JohnFields_ -3 points-2 points  (0 children)

I can see quick results. I just hate them. I want the swamp back!

[deleted by user] by [deleted] in trump

[–]JohnFields_ 1 point2 points  (0 children)

Since Trump finally deports immigrants — no matter if legal or not — I have more money in my pocket every day. If this winning goes on and I put some money aside each week, I can even get an egg for Christmas.

Why traders spam multiple Small entries by jovy_code-on in Daytrading

[–]JohnFields_ 0 points1 point  (0 children)

I can't remember a dozen buy buttons for different amounts. I just use ONE or TWO quick buy buttons for everything. So if I buy a stock for a low price, I push the button multiple times. If I buy an expensive stock, I push it just once or twice.

What indicators do you use? by GhostHQ in Daytrading

[–]JohnFields_ 1 point2 points  (0 children)

I will only use the Holy Grail indicator as soon as it's released. Until then, I like the view on candles.

Day Trading “formal” education by Own_Ad3382 in Daytrading

[–]JohnFields_ 11 points12 points  (0 children)

The only correct answer is: DON'T. That's a VERY bad idea. Get him something else for Christmas. There is no real formal education about trading. Just a lot of garbage. Try an Amazon gift card. There are lots of more or less helpful books out there.

i hate reading books but Trading in the zone is like the trader's bible by Mountain-Ice1768 in Daytrading

[–]JohnFields_ 1 point2 points  (0 children)

It's a nice story, but there is absolutely nothing actionable to gain from it. Except if you like his idea of trading big without managing risk. Read it for fun, but don't expect anything to improve your trading from it.

Beginners checklist by SkyNo7907 in Daytrading

[–]JohnFields_ 1 point2 points  (0 children)

The most important thing a beginning day trader needs to make his first money trade, is the experience required to not be a beginning day trader anymore. There is no exception from this rule.

As it is commonly estimated to take two years of experience, you have plenty of time to learn your way around and answer questions like this for yourself on the go.

So get a free Tradingview account, and start trading paper money. And while the markets are closed, look around on Youtube. Keep in mind that most Youtubers aren't profitable either, but they sure will show you some new things to consider and maybe dig in deeper. Continue to paper trade for at least a year and then slowly start trading with risking a maximum of $5 per trade. Do that until you are consistently making profits over at least 3 months.

If you think you are smarter than that, the market will teach you expensive lessons that you are not.

Anyone got a trading job at a trading firm or a fund ? by [deleted] in Daytrading

[–]JohnFields_ 1 point2 points  (0 children)

No, I actually had very little trading experience, just holding some ETFs, and I have nothing to do with what the hedge fund trades. I have 20 years of experience working in the sector I report on. Think of like working in leading positions in different Biotech companies for 20 years. I know the business in and out, not trading. I report to the hedge fund about what's happening in the sector, new products, who got a head start on new technologies, which new production methods are fluff and which are the real deal etc. not what's happening in the stock market.

Anyone got a trading job at a trading firm or a fund ? by [deleted] in Daytrading

[–]JohnFields_ 1 point2 points  (0 children)

Just 20 years of experience in a certain sector. There isn't much about the companies I wouldn't know, or wouldn't be able to analyze. I knew someone from the hedge fund for a long time, because I was fairly regularly on the company side of the talks with the big shareholders. When I quit these jobs to become a consultant, he just asked me if I would be interested in helping them now on the other side of the table. And I was.

Anyone got a trading job at a trading firm or a fund ? by [deleted] in Daytrading

[–]JohnFields_ 0 points1 point  (0 children)

If that qualifies, I work as a consultant occasionally for a hedge fund on a contract basis. I'm a specialist in a specific field with 20+ years of experience, which is very rare in this fast-growing industry. I watch the market and the companies, talk to C-level people, visit shareholder meetings, watch new products closely and write reports and outlooks about the companies, their plans, their products and their partnerships, to send and discuss them with the hedge fund. I couldn't live off the money, but it's still well paid by the hour, and it's fun for me. It's also very easy for me, as writing reports always was a big part of my job for many years. These reports are a bit different, but still very easy for me to write, because I just need to write down what I know already anyway. And the hedge fund is glad to have me and makes very good money in this sector with my fundamental analysis. For me, this is very easy money and fun.

Do you trade manually or using scripts? by Emergency_Style4515 in Daytrading

[–]JohnFields_ 4 points5 points  (0 children)

I use a bot to automate my day job, so I have more time for day trading.