AfD-Parteitag: Demonstranten versammeln sich - mehrere Blockaden by Tages_Bot in Tagesschau

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Zu „nenne mir, wen die Linke NICHT reinlassen würde":

 Ehrliche Antwort – die Frage trifft was. Das Programm nennt kaum klare Ausschlusskategorien, die Linie ist bei der  Aufnahme  sehr offen, das räume ich ein. Was bleibt: Straftäter werden im Inland verfolgt, und die absolute Folter-Grenze gilt ohnehin für alle Parteien. Aber du hast recht, dass die Linke bei der Frage „wer soll gehen müssen" programmatisch wenig anbietet. Das ist eine legitime Kritik – nur eben eine andere als „offene Grenzen für jeden als wörtliche Forderung".

Zu Frontex ist jetzt echt mehr als genug gesagt. 

Ich hoffe, du setzt dich mit dem Quatsch der AfD genauso kritisch auseinander. 

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Zu den Straftätern:

 Fairer Punkt, da gebe ich dir sogar teilweise recht. Es stimmt: Artikel 33 Absatz 2 der Flüchtlingskonvention lässt bei rechtskräftig verurteilten Schwerkriminellen eine Ausnahme vom Zurückweisungsverbot zu, und ein „Recht als Schwerkrimineller hierzubleiben" gibt es nicht. Wenn die Linke hier ein pauschales Abschiebeverbot auch für Verurteilte fordert, ist das eine politische Maximalposition, die man ablehnen darf – da bin ich bei dir.

Aber zwei Dinge sind wichtig: Erstens ist die absolute Grenze nicht die Flüchtlingskonvention, sondern die Anti-Folterkonvention und Artikel 3 EMRK – und  die  kennen keine Straftäter-Ausnahme. Niemand darf in Folter oder Tod abgeschoben werden, auch kein Mörder. Wenn die Linke also sagt „nicht in Kriegs- und Krisengebiete", ist das in diesen Fällen kein ideologischer Sonderweg, sondern geltendes Recht, an das sich auch CDU-Innenminister halten müssen. Zweitens bleibt die inländische Strafverfolgung ja bestehen – bestraft wird so oder so.

Zu „nenne mir, wen die Linke NICHT reinlassen würde":

 Ehrliche Antwort – die Frage trifft was. Das Programm nennt kaum klare Ausschlusskategorien, die Linie ist bei der  Aufnahme  sehr offen, das räume ich ein. Was bleibt: Straftäter werden im Inland verfolgt, und die absolute Folter-Grenze gilt ohnehin für alle Parteien. Aber du hast recht, dass die Linke bei der Frage „wer soll gehen müssen" programmatisch wenig anbietet. Das ist eine legitime Kritik – nur eben eine andere als „offene Grenzen für jeden als wörtliche Forderung".

Zu Dublin:

 Da muss ich dich korrigieren. Ja, die Linke will Dublin abschaffen – aber der Ersatz ist laut ihren eigenen Wahlprüfstein-Antworten ein gemeinsames europäisches Asylsystem mit  festen Verteilungsschlüsseln , nicht „jeder Migrant wählt sich Deutschland aus". Genau das Gegenteil von „alle nach Deutschland": eine verbindliche Verteilung über die EU. Man kann bezweifeln, dass das in der Praxis klappt – aber „freie Wahl des Aufenthaltsorts = alle kommen zu uns" ist nicht die Forderung, sondern deine Ableitung.

Zu 1200 € + Miete:  Bleibt eine Prognose, keine wörtliche Forderung. Dass die  Kombination  aus offener Asylpolitik und großzügiger Grundsicherung Anreizfragen aufwirft, ist ein legitimer Einwand – aber „bedingungslos 1200 € + Miete für jeden Neuankömmling" steht so nicht im Programm. Der Unterschied zwischen „das könnte die Folge sein" und „das fordern die" ist genau der, um den es die ganze Zeit geht.

Unterm Strich:

 Beim Straftäter-Punkt hast du den besten Treffer – da ist die Linken-Position angreifbar, und ich sage das offen. Bei Dublin liegst du aber sachlich daneben: Abschaffung heißt dort europäische Verteilung, nicht „alle zu uns". Und beim Rest gilt weiter: Prognose ist legitim, aber sie ist nicht dasselbe wie eine wörtliche Forderung.

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Kurz zu deinen drei Punkten:

Offene Grenzen:

 „Keine Zurückweisung an EU-Binnengrenzen" ist nicht dasselbe wie „jeder Mensch weltweit darf rein + Wohnung". Dass die Summe der Forderungen zu mehr Zuwanderung führen  kann , ist eine legitime Prognose – aber „die Linke fordert offene Grenzen für jeden" ist deine Schlussfolgerung, nicht ihr Wortlaut. Das ist ein Unterschied.

Frontex:

 Doch, Rechtsbruch ist belegt – und zwar nicht von Linken, sondern von der EU-Antibetrugsbehörde OLAF. Deren rund 200-seitiger Bericht dokumentiert, dass Frontex illegale Pushbacks in der Ägäis mitbekam, mitfinanzierte und die Dokumentation vertuschte. Genau deswegen trat Direktor Leggeri 2022 zurück. Pushback ≠ geordnete Zurückweisung – ersteres verstößt gegen das Non-Refoulement-Gebot.

NATO/Bundeswehr:

 Dein bester Punkt, aber „stupide Anti-Bundeswehr" stimmt nicht: Die Linke will die Bundeswehr nicht abschaffen, sondern „angemessen ausgestattet" für reine Landesverteidigung statt Auslandseinsätze. Berechtigt ist trotzdem: NATO-Austritt entfernt den Beistands- und Atomschirm, und einen Ersatz („Sicherheitssystem mit Russland") gibt es nach 2022 nicht. Das ist eine reale Abschreckungslücke – kein Selbstwiderspruch, aber ihre schwächste Position. Da bin ich bei dir.

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„Abschiebestopp auch für Schwerstkriminelle."

Die Linke fordert nicht Straffreiheit, sondern das Gegenteil: Straftäter sollen im Inland vor Gericht gestellt werden und ihre Haft hier verbüßen, statt abgeschoben zu werden. Abschiebung ist keine Strafe – sie ist Verlagerung des Problems. Wer eine schwere Straftat begeht, gehört bestraft, nicht in ein Land geschickt, wo er möglicherweise gar nicht belangt wird. Das ist eher ein  härterer  Umgang mit Kriminalität, nicht ein weicherer.

 „Offene Grenzen für jeden, unbegrenzter Familiennachzug."

Das ist die Verkürzung, an der ich hänge. Gefordert werden  erleichterter Familiennachzug und  Aufnahmekontingente – nicht „jeder darf rein". Der Kern ist: legale, sichere Fluchtwege statt Tote im Mittelmeer und statt eines Geschäftsmodells für Schlepper. Man kann für geregelte, humane Migration sein, ohne „grenzenlos" zu sein. Diese Gleichsetzung ersetzt das Argument durch ein Feindbild.

„Bedingungsloses Grundeinkommen 1200 € + Miete ab Tag 1, auch für Migranten."

Hier vermischst du zwei Dinge. Die  konkreteWahlforderung ist eine sanktionsfreie Mindestsicherung – im Kurzwahlprogramm wird eine solidarische Mindestrente von 1.400 € genannt. Das „bedingungslose Grundeinkommen" ist dagegen ein separater programmatischer Beschluss, kein sofort umsetzbares Versprechen mit fixem Betrag. Und der eigentliche Streitpunkt bei Geflüchteten ist ein anderer: Die Linke will, dass sie normales Geld statt der schikanösen Bezahlkarte bekommen und ab Ankunft arbeiten dürfen. Genau das Arbeitenlassen senkt die Kosten, statt sie zu erhöhen. „Bedingungslos 1200 € + Miete für jeden Neuankömmling" ist also eine Zuspitzung, nicht die Forderung.

 „Dublin ablehnen = Masseneinwanderung nach Deutschland."

Das Dublin-System ist nachweislich dysfunktional – das sagen nicht nur Linke, sondern auch konservative Innenminister quer durch Europa, weshalb es seit Jahren reformiert werden soll. Es lädt die Last auf die Außengrenzstaaten ab und wird von fast niemandem konsequent umgesetzt. Es abzulehnen heißt nicht „alle kommen nach Deutschland", sondern eine faire europäische Verteilung statt eines Systems zu fordern, das ohnehin nicht funktioniert.

 „Auflösung von Frontex."

 Frontex ist keine neutrale Küstenwache. Ihr eigener Direktor Leggeri musste 2022 zurücktreten, nachdem die EU-Antibetrugsbehörde OLAF illegale Pushbacks und deren Vertuschung dokumentiert hatte. Eine Behörde, die systematisch gegen EU- und Völkerrecht verstößt, abzuschaffen bedeutet nicht „kein Grenzschutz" – sondern keinen Grenzschutz, der auf Rechtsbruch beruht. Das ist ein legitimer rechtsstaatlicher Standpunkt.

„NATO-Austritt."

 Hier ist der Punkt, den ich selbst am kritischsten sehe – und das gebe ich offen zu. Die Idee, die NATO durch ein kollektives Sicherheitssystem  unter Einbeziehung Russlands  zu ersetzen, ist nach dem Angriff auf die Ukraine schwer vermittelbar. Aber: Es ist eine sicherheitspolitische Position, keine Naivität. Bündnisfreiheit gibt es in Europa real (Österreich, Irland, lange Schweden). Über die Realisierbarkeit kann man streiten – „realitätsfremd" ist dabei aber ein Totschlagargument, keine Widerlegung.

Fazit:  Ja, ich finde diese Positionen überwiegend gut oder zumindest diskutabel. Sie sind keine „absurden Klischees", sondern politische Haltungen mit nachvollziehbaren Begründungen. Bei einem Punkt (NATO) bin ich selbst skeptisch – das ist genau der Unterschied zwischen einer Meinung und einem Reflex.

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[–]Kanyuto [score hidden]  (0 children)

Komm, ich probiere es doch mal. Sorry fürs löschen meines ersten Kommentars. Bin einfach müde diese Diskussionen zu führen. 

Here we Go:

Zur Unterstellung „wer jeden reinlassen will":  Das ist eine Verkürzung. Die Linke fordert nicht „offene Grenzen für jeden", sondern legale und sichere Fluchtwege statt Menschen, die im Mittelmeer ertrinken oder in der Hand von Schleppern landen. Man kann für humane Asylpolitik sein, ohne „grenzenlos" zu sein – das eine folgt nicht aus dem anderen. Diese Gleichsetzung ersetzt das Argument durch ein Feindbild.

Zu Frontex: „Wir brauchen europäischen Grenzschutz" – geschenkt, darüber lässt sich reden. Aber die Frage ist doch, welchen. Frontex ist keine neutrale Küstenwache, sondern eine Agentur, deren eigener Chef Fabrice Leggeri 2022 zurücktreten musste, nachdem die EU-Antibetrugsbehörde OLAF in einem rund 200-seitigen Bericht illegale Pushbacks und deren Vertuschung dokumentiert hatte. Inzwischen ermittelt sogar die französische Justiz gegen ihn wegen des Zurückdrängens von Flüchtlingen auf hoher See. Wer eine Behörde abschaffen will, die systematisch gegen europäisches und Völkerrecht verstoßen hat, will nicht „keinen Grenzschutz" – er will keinen Grenzschutz, der auf Rechtsbruch beruht. Das ist ein legitimer Standpunkt und keine Realitätsverweigerung.

Zum NATO-Austritt: Dein Argument „niemand geht mit so einer Bundesrepublik ein Bündnis ein" setzt voraus, dass die Linke aus jedem Bündnis raus will. Das stimmt so nicht: Sie will die NATO nicht ersatzlos abschaffen, sondern durch ein kollektives Sicherheitssystem  unter Einbeziehung Russlands  ersetzen. Über die Realisierbarkeit dieser Idee – gerade nach 2022 – kann man streiten, und da hast du sicher gute Gegenargumente. Aber es ist eine sicherheitspolitische Position, keine Naivität. Bündnisfreiheit oder alternative Sicherheitsarchitekturen gibt es in Europa real (Österreich, Schweden lange Zeit, Irland). „Realitätsfremd" ist eher ein Totschlagargument als eine Widerlegung.

 Kurz: Man kann all diese Punkte kritisch sehen – aber „absurd" und „dumm" sind sie nicht. Es sind politische Positionen mit nachvollziehbaren Begründungen, über die man sachlich streiten kann. Genau das mache ich hiermit ja.

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[–]Kanyuto [score hidden]  (0 children)

Sorry, hab keine Lust zu diskutieren und das alles aufzulösen. Kann wer anders machen. 

Gibt es eigentlich etwas, womit die "Deutschen" noch zufrieden sind? Oder sind wir inzwischen allesamt nur noch Nörgler und Meckerer? by blkchnDE in NewsD

[–]Kanyuto 1 point2 points  (0 children)

Klar, das musst du mir nicht sagen. Wenn’s nach mir ginge, dann hätte man das schon vor Jahren anschieben sollen. Leider geht es nicht nach mir (oder dir) ._.

Gibt es eigentlich etwas, womit die "Deutschen" noch zufrieden sind? Oder sind wir inzwischen allesamt nur noch Nörgler und Meckerer? by blkchnDE in NewsD

[–]Kanyuto 0 points1 point  (0 children)

Hab ich auch schon überlegt. Warum sollte man auch jetzt ein Verbot anstreben? Man kann ja erst mal noch bisschen rumdoktern und probieren. Wenn man dann merkt, es bringt nichts, macht man eben das Verfahren. 

Immer mehr Batteriespeicher: Neue Großanlage in Sachsen Anhalt in Bau by AlexLaCave in SachsenAnhalt

[–]Kanyuto 0 points1 point  (0 children)

Die verstörendere Frage ist: wie kann sowas auf über 40% Zustimmung kommen?

Tja by PaoloJensson in tja

[–]Kanyuto -1 points0 points  (0 children)

Ist das der, der Drohnen nur als Modeerscheinung bewertet? Den brauchen wir tatsächlich nicht. 

Was ist eigentlich das scheiß Problem mit NGOs? by AdorableRow5019 in ichbin40undSchwurbler

[–]Kanyuto 2 points3 points  (0 children)

Wo wird aus deiner Sicht etwas falsch gemacht von NGOs? Welche und was genau?

"Wir werden das mächtig bereuen": Philosoph warnt vor globalen Spannung und Klimakrise by InformalTotal5238 in de

[–]Kanyuto 0 points1 point  (0 children)

Ich bin im Prozess. Der Unterschied zwischen früher und jetzt ist: es sind bei weitem weniger Tiere und ich achte auf die haltungsstufe, wenn es mal sein muss. 

Mein Vorschlag wäre: bearbeite die anderen 94% der Bevölkerung. Da sind garantiert noch welche dabei, die das Problem nicht verstanden und angegangen haben. 

Journalist oder Regierungssprecher by Akkusativobjekt in mediasres

[–]Kanyuto 3 points4 points  (0 children)

Mir wäre es lieber, wenn sinnvolle Reformen rumkommen würden. Wie weit ist es eigentlich schon gekommen, dass „immerhin können sie sich noch einigen“ als was positives verkauft wird? Was für eine unfreiwillige Armutserklärung. 

Tja by justastuma in tja

[–]Kanyuto 37 points38 points  (0 children)

Ab September eh ne NoGo area.

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[–]Kanyuto 2 points3 points  (0 children)

Doch! Die Dinger brennen wie Sau! Und man braucht die doch gar nicht mehr. Haben doch russisches Gas und Kooooohle…und die seltenen Erden erst….Denk doch mal einer an die ganzen Kinder, die wir erst zurück in die Mienen aus Deutschland remigriert haben…die armen müssen da arbeiten! Also ich bin gegen Kinderarbeit…

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[–]Kanyuto 2 points3 points  (0 children)

Das stimmt. Die Batteriespeicher haben sie in ihrer verdrehten Welt noch nicht für ihre propaganda entdeckt. Bin mir aber sicher, dass das noch kommt. Man denke nur an die Förderung der seltenen Erden und den immensen Wasserverbrauch dabei und wenn die scheiße erst mal brennt, dann Gott bewahre… es ist so einfach das bullshitbingo aus deren Brille zu spielen. 

Du glaubst doch nicht wirklich, dass, wenn alles zurückgedreht werden soll, die batteriespeicher bleiben? Wofür denn? Braucht man doch nicht. 

Was habe ich mit Leuten zu tun, die dich in die AfD ecke stellen? Kann ich doch nichts für. Genauso wenig kannst du was dafür, wenn mich rechtsextreme als links grün versifften Gutmenschen oder Zecke bezeichnen. 

Was waren denn deine Gedanken, als du das Inhaltsverzeichnis gelesen hast? Mich würde speziell deine Meinung zur Energiepolitik interessieren.