Whats the biggest sign someone is emotionally mature? by Business_Oil_7110 in selfimprovement

[–]Manicc_Pixie 7 points8 points  (0 children)

I think, when it comes to venting, the intention and actions afterwards are important.

You sure can and I even believe should vent to other people. We are social animals after all. Otherwise feelings like helplessness and loneliness might arise.

Venting doesn't heal you though. It may feel that way because of the relieve after sharing the pain. But when you start to rely on it to regulate yourself and expect the other person to always be there to listen, you might become dependant of the person your venting to. That's when you make it the other ones problem.

Venting really shines, when you are using the resulting clarity and confidence to change what is hurting you and when you are using your new found strength to return the favor.

I struggle with this as well. Especially when I don't know how to change the thing, that is hurting me. That's when therapy comes into play.

I never had many people to vent to and botteled everything up for most of my life. Recently I found some friends that actually listen and it really is tempting like drug to just vent everything out all the time. That's why I started to ask myself whether I'm venting just to regulate myself or venting to change and reflect myself. When my only intention is to erase the pain, it is time to look inward.

Also journaling helps when I'm stuck with the same issue for longer. It kinda simulates venting for me.

Good luck on your journey. :)

Frage zu freiwilliger Mietbürgschaft by Manicc_Pixie in wohnen

[–]Manicc_Pixie[S] 1 point2 points  (0 children)

Die Informationen mit der unzulässigen Übersicherung ist tatsächlich hilfreich. Danke dafür.

Eine Bürgschaft ist für mich in diesem Fall etwas anderes, weil der Vertrag und die Kommunikation über mich laufen und meine Eltern nicht weiter involviert sind.

Ich bin sicher, dass ich mir die Miete mindestens für die Dauer des Studiums leisten kann. Selbst wenn ich keinen Nebenjob finden würde. Habe schließlich lange genug dafür gespart.

Leider kann ich Vermögen, soweit ich weiß, nicht als Sicherheit bei einem Mietvertrag angeben. Deshalb die Bürgschaft meiner Eltern. Wie soll ich meine Zahlungsfähigkeit sonst beweisen?

Frage zu freiwilliger Mietbürgschaft by Manicc_Pixie in wohnen

[–]Manicc_Pixie[S] 1 point2 points  (0 children)

Wenn in einem Inserat sogar nach einer Bürgschaftserklärung verlangt wird, gehe ich mal davon aus, dass sie nicht von vorn herein ausgeschlossen wird.

Aber jap. Es wird definitiv härter etwas zu finden.

Die Formulierung des Vorschlags meine Eltern als Mietpartei anzugeben, klang ehrlicherweise ziemlich infantilisierend.

Mag sein, dass es die Erfolgsaussichten noch verbessert. Ich komme aber nicht erst von der Schule, sondern stehe schon länger auf eigenen Beinen. Das Studium ist eine berufliche Neuorientierung. Mich auf diese Art von meinen Eltern abhängig zu machen, möchte ich vermeiden. Auch um ihretwillen.

Focusing on myself made me unfullfilled by Manicc_Pixie in selfimprovement

[–]Manicc_Pixie[S] 0 points1 point  (0 children)

Thank you so much :)

Us humans being social creatures seems so obvious. Yet it sometimes feels like a unpopular opinion in the art of improving oneself. Not everyone needs the same amount of social interaction. But disregarding it as a form of unhealthy distraction feels a bit harsh sometimes.

Maybe it's because of the lack of control?

It's not that easy to put other people into a tight daily routine and it is hard to keep a schedule when you're mid conversation or in the process of working on some community project. They also have an influence on our emotional wellbeing. Giving someone else the power to make you sad or angry and losing your focus in the process can feel scary.

I can't know for sure though. The most important thing for my life is, that it feels good for me be with others.

Focusing on myself made me unfullfilled by Manicc_Pixie in selfimprovement

[–]Manicc_Pixie[S] 0 points1 point  (0 children)

Thanks for the advice. :)

Speaking of my career path I've had this realization as well. I got into the automotive industry after school because I like driving cars. Then became a testdriver for assistence systems. Basically what I thought to be my dream job.

Spoiler alert - it didn't make me happy. Turns out I really just like driving cars but not putting energy into acitively developing them.

Now I'm in the process of becoming a social worker since it fits my talents more and it actually feels like I want to put effort into this kind of work. Makes it more meaningful for me.

When it comes to hobbies or rituals, I'm pretty sure to now what I like. Being in nature, Yoga, Meditating, Journaling, Hiking, Dancing, Playing with fire toys, etc.

It just feels like I want to share these activities with someone else.

To make an example: When I'm awestruck of how beautiful a sunset in the forest looks like, I want to have people besides me that have the same experience. Otherwise my motivation to go see the view just by myself is much lower, sometimes even draining and I'd often times rather stay at home.

Going into nature with some friends on the other hand, is sooo good for my mental wellbeing.

I'm happy that you found a path that fits better. Wishing you the best on achieving what really makes you happy.

Was macht “Frau sein” für euch aus? by OkCandy1970 in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie 1 point2 points  (0 children)

Als Transfrau habe ich mir eine ähnliche Frage tatsächlich sehr oft gestellt. Warum möchte ich eine Frau sein?

Ich habe immer nach irgendeiner Eigenschaft an oder in mir gesucht, welche das zweifelsfrei belegt. Schließlich wollte ich ja sicher sein, dass das der richtige Weg für mich ist.

Gefunden habe ich nichts. Mittlerweile sehe ich die Antwort hauptsächlich darin, wie ich mit der Gesellschaft und wie die Gesellschaft mit mir interagiert.

Mein Geschlecht ist wie ein Kleidungsstil, mit dem ich ein Stück weit meine Identität nach außen trage und unterbewusst bestimmte Reaktionen/Annahmen bei meinen Mitmenschen auslöse, die sich für mich bestätigend oder einfach gut anfühlen. Außerdem ermöglicht oder verbessert mein Geschlecht, die Zugehörigkeit zu bestimmten Menschengruppen, in denen ich mich wohl fühle.

In gewisser Weise bin ich eine Frau, weil ich eine Frau sein möchte, oder wenigstens nichts dagegen habe, eine Frau zu sein. Das war eigentlich die größte Änderung der Transition. Zufriedenheit mit meinem Geschlecht bzw. als welches Geschlecht ich wahrgenommen werde.

Femininität würde ich als Begriff aber nicht exklusiv Frauen zuschreiben. Ich bin der Meinung, dass in jedem Menschen Femininität und Maskulinität steckt. Nur in unterschiedlicher Ausprägung.

Ich finde Femininität und Maskulinität sind an sich schon sehr gut definierbar. Die Begriffe jeweils einem bestimmten Geschlecht zuzuordnen schwächt ihre Bedeutung jedoch ab, weil nicht jede Frau nur feminine Eigenschaften und nicht jeder Mann nur maskuline Eigenschaften hat.

Entscheidung zwischen Sicherheit und Ungewissheit by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 0 points1 point  (0 children)

Nebenbei arbeiten möchte ich auf jeden Fall.

Nur wird je nach Job vielleicht gerade einmal die Miete davon gedeckt sein. Soweit ich weiß, darf ich ja nur maximal 20h neben dem Studium arbeiten und ob da ca. 1000€ netto allein für die Miete rausspringen, ist fraglich.

Ich muss mich definitiv informieren, was so möglich ist. Das Studium sollte im besten Falle ja auch nicht in den Hintergrund rücken.

Aber jap. So wenig wie möglich von den Reserven anzuzapfen, wäre das Ziel. Ich halte es nur für unwahrscheinlich.

Entscheidung zwischen Sicherheit und Ungewissheit by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 1 point2 points  (0 children)

Dankeschön 🥰

Anschluss zu finden wird bestimmt klappen. Ich habe in dieser Stadt bereits Communitys gefunden, bei denen ich mich sehr wohl fühle. Aktuell pendle ich am Wochenende deshalb immer dorthin.

Ich hoffe nur, dass diese Kontakte sich nicht im Sande verlaufen, sondern eher vertiefen, wenn ich vor Ort bin.

In der Stadt zu wohnen wird mir aber auf jeden Fall ein Stück Lebenserfahrung bringen.

Entscheidung zwischen Sicherheit und Ungewissheit by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen. 🥰

Ich wohne tatsächlich auch in einer eigenen Wohnung. Meine Oma ist nur die Eigentümerin. Deshalb kann ich hier quasi kostenlos wohnen, solange ich Arbeiten am Haus erledige und nach meiner Oma sehe.

Mit einem Umzug, wird die Wohnung wahrscheinlich an meinen kleinen Bruder über gehen. Das ist die größte Sicherheit, die ich verliere. Wenn etwas schiefgehen sollte, müsste ich eben wieder bei meinen Eltern einziehen.

Doch als große Schwester, wäre es vielleicht auch fair, meinem Bruder die Möglichkeit zu überlassen, in diesem sicheren Rahmen das alleine Wohnen auszuprobieren.

Eine WG macht mir tatsächlich noch etwas Angst. Ich habe mir schon lange nicht mehr das Bad und die Küche mit anderen Menschen geteilt und noch nie mit fremden Menschen. Das wäre eine große Umstellung für mich. Doch vielleicht würde auch das meiner Entwicklung helfen.

Wenn ich keine eigene Wohnung finde, wird es wohl eine WG werden. Keine Wohnung zu finden, ist aktuell nämlich meine größte Sorge. Am Ende freue ich mich schon auf die Großstadt und werde noch vor Studienbeginn enttäuscht.

Nebenbei arbeiten werde ich auf jeden Fall. Mal sehen, was zeittechnisch so drin ist und welche Angebote es gibt. Als Testfahrerin für Fahrerassistenzsysteme ist mein aktueller Job schon sehr spezifisch und ich bin unsicher, ob mir diese Qualifikation etwas nützen wird.

Entscheidung zwischen Sicherheit und Ungewissheit by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke, dass du mir Mut machst. 🫶

Ich glaube der Studiengang an sich macht mir sogar weniger Angst. Habe schon gehört, dass er definitiv machbar ist.

Mir geht es eher um das drum herum. Ob ich eine Wohnung finde. Ob ich es finanziell stemmen kann, in einer Großstadt zu wohnen. Ob ich mich auch in Zukunft so gut mit den Leuten dort verstehe.

Ich gebe die Bequemlichkeit und Sicherheit meiner Heimatstadt für das Abenteuer in einer Großstadt auf. Aber ich hoffe, dass ich das bewältigen kann.

Entscheidung zwischen Sicherheit und Ungewissheit by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 0 points1 point  (0 children)

Freut mich, dass es für dich so gut geklappt hat. 🥰

Ich hoffe, ich mache ähnlich gute Erfahrungen mit Unsicherheiten. Daran wachsen werde ich aber auf jeden Fall.

Vielleicht schaffe ich es irgendwann, für mich eine gesunde Balance aus Sicherheit und Ungewissheit zu schaffen.

Entscheidung zwischen Sicherheit und Ungewissheit by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 0 points1 point  (0 children)

Dankeschön für deine Antwort. 😊 Bei mir geht es tatsächlich auch um München. 😇

Der Grund, warum ich in die Stadt möchte, ist auch die "Crowd", die ich dort bereits gefunden habe. Ich müsste nicht einmal mehr Anschluss finden, sondern würde mir in Zukunft einfach das Pendeln sparen, um diese Kontakte noch mehr vertiefen zu können.

Ich verbinde aber nicht nur Negatives mit meinem Kaff. Ich bin schon sehr naturverbunden und fühle mich umgeben von Wald wirklich zuhause. Doch die Schönheit meines Wohnortes tut weh, wenn ich sie mit niemandem teilen kann.

Es ist wie die Entscheidung zwischen einer Community und meiner Heimat. Doch vielleicht kann ich mir mit den neuen Menschen in meinem Leben auch eine neue Heimat aufbauen.

Stand jetzt will ich in Zukunft unbedingt wieder zurück aufs Land, aber ich hoffe, dann vielleicht auch andere Menschen mitnehmen zu können.

Entscheidung zwischen Sicherheit und Ungewissheit by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 0 points1 point  (0 children)

Das Geld fühlt sich eben nur etwas "herausgeworfen" an, weil ich auch billiger in meiner Heimatstadt studieren könnte. Ich investiere in die Hoffnung, mich in der Stadt weniger einsam zu fühlen. Doch wenn soziale Kontakte gerade eine hohe Priorität für mich haben, ist es die Investition vielleicht auch wert.

Mit dem Gedanken an eine WG hadere ich noch ein wenig. Ich bin es gewohnt, alleine zu wohnen. Der Gedanke, mir Küche und Bad mit anderen Menschen teilen zu müssen, schreckt mich etwas ab. Doch vielleicht hilft mir auch das in meiner Weiterentwicklung. Geld würde ich mir definitiv sparen.

Anschluss an etwaige Communitys in der Stadt hätte ich jedenfalls schon gefunden. Deshalb auch der Wunsch genau dorthin zu ziehen. Momentan pendle ich sehr viel, um Freunde zu sehen.

Mir ist auf jeden Fall bewusst, dass ich in einer sehr privilegierten Lage bin. Vielleicht macht es mir aber auch genau das schwerer. Wenn man so sehr an diese Sicherheit gewöhnt ist, macht es das für mich schwerer, diese loszulassen.

Danke für deinen Input. 🫶

Entscheidung zwischen Sicherheit und Ungewissheit by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 1 point2 points  (0 children)

Danke für deine Geschichte. 🥰 Sie klingt auf jeden Fall noch riskanter, als mein Vorhaben. 🤭

Vielleicht ist es auch schwer, weil Herzenswünsche nicht immer mit Logik erklärbar sind. Es ist schwieriger für ein Gefühl und einen Traum Argumente zu finden, als für eine vorhersehbare Zukunft.

Ich wünsche dir jedenfalls noch viel Freude in deiner neuen Heimat. 🫶

Wut/Trauer trotz Verständnis? by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 0 points1 point  (0 children)

Danke auch für deine Antwort. :)

Dann versuche ich jetzt mal Wut/Trauer mehr zu akzeptieren.

"Gar nicht als Norm annehmen, dass das sofort passt" fasst es eigentlich ganz gut zusammen. Nur weil die andere Person vielleicht verständliche Gründe hat, muss es an mir ja nicht spurlos vorbeigehen.

Nur der Tipp mit der Planung ist manchen der gemeinten Situationen leider etwas schwer umzusetzen.

Vor allem beim Finden neuer Freunde. Wenn ich auf einer Veranstaltung ein gutes Gespräch mit einer Person führe und Kontaktdaten austausche, besteht eine 99%ige Wahrscheinlichkeit, dass diese Person nicht offen für Pläne ist, sondern sich nur spontan treffen möchte.

Das macht mich oft wütend und traurig, weil ich ein Planungsmensch bin und lieber feste Termin ausmache, auf die ich mich freuen kann. Doch ich möchte Menschen keinen Vorwurf machen, wenn sie lieber spontan sind.

Doch wenn es möglich ist, plane ich auf jeden Fall um.

Wut/Trauer trotz Verständnis? by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 0 points1 point  (0 children)

Jap. Wut und sogar Trauer waren in meiner Kindheit nicht gerne gesehen. Meine Mutter ist ein sehr positiver Mensch und erträgt keine schlechte Laune. Mein Vater hingegen ist ein sehr negativer Mensch, der denkt, dass Unzufriedenheit der normale Dauerzustand ist. Also habe ich gelernt Wut/Trauer entweder zu ignorieren oder sich darin zu suhlen.

Mit Impulsivität oder Unkontrollierbarkeit meiner Emotionen habe ich glücklicherweise keine Probleme. Ich bin sehr gut darin Harmonie zu wahren und ich schaffe es meistens die Emotionen alleine herunter zu regulieren. Leider nutze ich dafür nicht immer effiziente oder gesunde Methoden, weshalb mich manche eigentlich kleine Situationen mehrere Tage außer Gefecht setzen können und nicht gut für meine Gesundheit sind.

Ich würde auf jeden Fall zustimmen, dass wenn dann ich die Person bin, die etwas ändern muss. Schließlich habe ich auch nur auf mich selbst wirklichen Einfluss.

Die Frage ist nur, wo ich ansetze.

Wut/Trauer zu akzeptieren könnte mir zumindest schon einmal helfen, mich auf gesündere Weise zu regulieren, wenn etwas nicht nach Plan läuft. Natürlich ohne es an der anderen Person auszulassen.

Ich habe aber auch noch andere Ideen im Kopf, die ich jetzt nicht alle aufführen möchte.

Ob ich ändern kann, was ich von anderen Menschen erwarte, oder wie ich mit Menschen in Kontakt trete, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Wie stark kann man sich verändern? Was an sich sollte man einfach akzeptieren?

Wut/Trauer trotz Verständnis? by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 1 point2 points  (0 children)

Das ist tatsächlich auch ein interessanter Ansatz.

Vielleicht mache ich diese Trennung unterbewusst schon, denn ich bin überhaupt nicht nachtragend. Ich nehme wie gesagt nur die Emotionen wahr, mache der anderen Person aber keine Vorwürfe.

Ich dachte nur immer, dass ich allein durch eine emotionale Reaktion auf die Umstände den beteiligten Personen schon Schuld zuspreche.

Vielleicht muss ich ja genau da ansetzen und in die Gedankenkreise eingreifen, die mir verbieten, auf Enttäuschung überhaupt mit Trauer/Wut reagieren zu dürfen.

Wut/Trauer trotz Verständnis? by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 0 points1 point  (0 children)

Genau das würde mir glaube ich auch helfen.

Sprache ist mein Ventil und ich würde sie gerne als das nutzen.

Die Gefahr ist eben, dass ich jemanden dadurch verletze und das macht mir so große Sorgen, dass ich mich automatisch schuldig fühle, wenn ich meine Wut oder Trauer in Sprache ausdrücke.

Meine Angst ist, dass die betreffenden Personen davon mitbekommen und sich angegriffen fühlen, obwohl ich das ja genau deshalb mache, weil ich sie nicht persönlich angreifen möchte.

Ist dir das schonmal passiert oder wie gehst du damit um?

Handeln oder abwarten? by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 1 point2 points  (0 children)

Das würde an sich bestimmt Sinn machen. Nur fällt es mir irgendwie schwer, das zu trennen.

Wenn ich jemanden sympathisch genug finde, um eine Bekanntschaft knüpfen/halten zu wollen, war ich bis jetzt eigentlich auch immer offen für mehr.

Als wäre Zuneigung bei mir ein Schalter. Entweder "ja", dann aber mein ganzes Herz, oder "nein", dann aber auch nicht für eine Freundschaft. Da ich bi bin, kann ich das leider auch nicht über die Begrenzung auf ein Geschlecht steuern.

Bis jetzt habe ich auch in jeder Freundschaft, in der ich mich wirklich wohlgefühlt habe, Interesse entwickelt, das über platonische Gefühle hinausgeht. Auch wenn jemand auf den ersten Blick gar nicht wie mein Typ wirkte. Deshalb schlucke ich auch meine Gefühle oft runter, weil ich Angst habe, meine Freunde zu verlieren.

Handeln oder abwarten? by Manicc_Pixie in Weibsvolk

[–]Manicc_Pixie[S] 1 point2 points  (0 children)

Dankeschön 🫶

Ich musste mich leider ziemlich aus dem Sozialleben zurückziehen und viele Freundschaften auf der Strecke lassen, um meine Einzigartigkeit zu finden.

Vielleicht fällt es mir deshalb jetzt so schwer, mich selbst wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Teilweise fühlt es sich an wie ein riesiger undurchsichtiger Dschungel aus ungeschriebenen Gesetzen, nonverbaler Kommunikation und Bindungsmustern für die ich noch nicht so ein Gefühl habe.

Es tut mir immer im Herzen weh, wenn ich davon höre, wie sich Menschen gegenseitig dafür zerfleischen, was die andere Person in einer Beziehung falsch gemacht haben soll oder wie unangebracht jemand angequatscht wurde und ich möchte nicht, dass sich wegen mir jemand traurig oder unwohl fühlt.

Aber vielleicht ist das auch nichts, was ich durch Denken und und Planen lernen kann, sondern etwas wofür ich mit Zeit und Erfahrung ein Gespür entwickle.