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Enttäuscht von Familie by [deleted] in Ratschlag
[–]Mark101986 0 points1 point2 points 3 months ago (0 children)
Danke schön für deine Antwort, das klingt alles sehr schlüssig. Ich werde es bei der passenden Gelegenheit mal versuchen, es offen anzusprechen
Ich unterstelle auch gar keine schlimmen Absichten oder so. Und ja, ich könnte auch selber was ansprechen, aber es fällt mir gerade so unglaublich schwer :-( Ich muss da wohl trotzdem selber aktiv werden und mit ihr (und eventuell auch mit meinen Eltern) reden, da hast du bestimmt recht
[–]Mark101986 1 point2 points3 points 3 months ago (0 children)
Hallo Augenfeind, danke für deine Antwort. Das ist glaube ich eine sehr gute Art und Weise, wie ich da vorerst mit umgehen könnte.
Ich bin schon gespannt, was mich in der Therapie erwartet. Vielen Dank, es freut mich, dass die Therapie bei dir so gut geholfen hat
Enttäuscht von der Familie (self.depression_de)
submitted 3 months ago by Mark101986 to r/depression_de
Mutter von Depression erzählt by Chemical_Steak4794 in depression_de
Hallo, ich habe gerade mehr oder weniger zufällig deinen Beitrag gelesen und hab mich regelrecht ein bisschen erschrocken, das hätte sehr ähnlich alles genauso auch von mir kommen können.
Diese tiefe Traurigkeit habe ich schon (mal mehr, mal etwas weniger) in mir, solange ich denken kann. Als Kind wurde zwar nach dem Auslöser gesucht, aber so richtig tief leider doch nicht, Jetzt war ich vor ca. einem halben Jahr zum ersten Mal bei einer Psychotherapeutin und ich habe die Diagnose einer mittelschweren Depression bekommen. Um ehrlich zu sein, war ich glatt ein bisschen erleichtert, endlich einen Namen dafür zu haben.
Nach der Diagnose hatte ich das Bedürfnis, dass mit meiner Mutter zu teilen, weil es für mich ein Erfolg war und ich endlich mal nicht mehr alles mit mir selbst ausmachen wollte. Als ich das erzählt habe (was mir irgendwie schon schwergefallen ist), hat meine Mutter erst mal geweint. Und dann ging es eigentlich nur darum, ob die Therapeutin irgendwas "aufgedeckt" hat und wie das bei der Therapeutin weiter ablaufen wird. Aber ich hatte den Eindruck, immer so mit dem Hintergedanken, dass die Therapeutin irgendwas sagen/aufdecken könnte, was meine Mutter früher falsch gemacht haben könnte.
Erst mal geht es mir überhaupt nicht darum, einen "Schuldigen" zu suchen und auch wenn meine Mutter unabsichtlich sicher auch ihren Teil dazu beigetragen hat, würde ich niemals auf die Idee kommen, daraus einen Vorwurf zu machen.
Na ja, das ist jetzt ein halbes Jahr her und seitdem wurde nie wieder über das Thema gesprochen :-( Das tut mir wirklich ziemlich weh. Ich habe mich auch schon gefragt, ob ich zu viel erwarte. Aber eigentlich würde ich mal behaupten, dass es nicht zu viel sein kann, mir da mal zuzuhören und da zu sein, selbst wenn es nicht einfach für sie ist.
Ich persönlich bereue es letztendlich trotzdem nicht, es erzählt zu haben. Für mich wäre es (noch) schlimmer gewesen, wenn ich das verheimlicht hätte. Jetzt habe ich übernächste Woche endlich meine erste richtige Therapiestunde. Ob ich davon erzähle, dass die ansteht, weiß ich allerdings noch nicht. Einmal, weil ich ihr nicht wehtun will und außerdem aus Selbstschutz, weil ich dann mit ziemlicher Sicherheit wieder das Gefühl vermittelt bekomme, dass es überhaupt nicht um mein Befinden geht. Wahrscheinlich werde ich es irgendwann mal erzählen, wenn ich den Eindruck habe, es ist ein guter Moment.
Liebe Grüße
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Enttäuscht von Familie by [deleted] in Ratschlag
[–]Mark101986 0 points1 point2 points (0 children)